viadonau News https://www.viadonau.org/index.php?id=9 de_AT viadonau Österreichische Wasserstrassen-Gesellschaft mbH Sun, 25 Jul 2021 16:06:58 +0200 Sun, 25 Jul 2021 16:06:58 +0200 TYPO3 EXT:news news-1725 Fri, 23 Jul 2021 02:00:00 +0200 Status Treppelweg Hartkirchen nach Felssturz Anfang Juni – Sicherungskonzept und geotechnisches Sanierungsprojekt in Ausarbeitung https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/status-treppelweg-hartkirchen-nach-felssturz-anfang-juni-sicherungskonzept-und-geotechnisches-sanierungsprojekt-in-ausarbeitung Nachdem es in der Nacht des 7. Juni im Gemeindegebiet von Hartkirchen zu einem massiven Felssturz gekommen war, wurde der Treppelweg zwischen Kaiserau und Kobling (ca. Strom-km 2167,8 - 2176,8 rechtes Ufer) umfassend gesperrt. Nach der Materialräumung des Weges sowie der Begutachtung der Abbruchstelle, erfolgte eine eingehende Beurteilung der Gefahrenstelle und möglicher Maßnahmen durch den oberösterreichischen Landesgeologen. Bis zur Umsetzung eines Sicherungskonzeptes sowie eines geotechnisch ausgearbeiteten Sanierungsprojekts bleibt die Benützung des Treppelwegs verboten. Aus derzeitiger Expertensicht ist eine mögliche Freigabe des Weges erst im Winter realistisch, die Sperre könnte das gesamte Jahr 2021 betreffen. Der massive Felssturz riss Bäume und anderes Material mit sich und begrub den Treppelweg bei Hartkirchen auf einer Länge von 50 Metern. viadonau-Erhaltungsexperten leiteten rasch erste Sicherungsmaßnahmen ein. In Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Polizei wurde das betroffene Gebiet im weiteren Verlauf großräumig abgesperrt. In den darauf folgenden Wochen wurden umfangreiche Begehungen und Besichtigungen des Gefahrenbereichs mit dem Grundeigentümer und dem oberösterreichischen Landesgeologen durchgeführt, um die Gefahrensituation genau beurteilen zu können. Ein Sicherungskonzept, dass neben der Sicherung des potentiell absturzgefährdeten Felsmaterials unter anderem auch den möglichen Einsatz eines Steinschlagnetzes einschließt, ist in Ausarbeitung. Zwischenzeitlich konnte mithilfe von Kletter-Spezialisten Lockergestein aus der Felswand entfernt werden. Aus den Erkenntnissen der geologischen Beurteilung geht hervor, dass die gesamte betroffene Felsformation äußerst brüchig ist, sodass ohne massive Sicherungsmaßnahmen der Treppelweg nicht freigegeben werden kann. Ein mit geotechnischer Expertise ausgearbeitetes Sanierungsprojekt zur Umsetzung der abschließend festgestellten und notwendigen Maßnahmen wird derzeit beauftragt. Bis die geologisch fachkundige Umsetzung der umfassenden Sicherung und Sanierung des Bereichs abgeschlossen ist, bleibt die Benützung des Treppelwegs in diesem Bereich untersagt. Als Umleitungsmöglichkeit für Treppelwegnutzer*innen kann der in diesem Abschnitt stattfindende Fährbetrieb genutzt werden.

Infos für Radfahrer*innen

]]>
viadonau Sicherheit
news-1727 Mon, 19 Jul 2021 15:09:03 +0200 Digitalisierung der DAVID Grenzkontrollformulare – viadonau macht mit „DAVID Creator“ bedeutenden Schritt https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/digitalisierung-der-david-grenzkontrollformulare-viadonau-macht-mit-david-creator-bedeutenden-schritt Das von viadonau betriebene DoRIS Portal stellt Nutzer*innen der Wasserstraße einen weiteren kostenlosen Service zur Verfügung: den DAVID Creator. Damit werden die elektronische Erstellung der international harmonisierten Grenzkontrollformulare Danube Navigation Standard Forms (kurz: DAVID Formulare) ermöglicht und so administrative Barrieren im Donauraum weiter reduziert. Die DAVID-Formulare wurden unter Koordination von viadonau in der Arbeitsgruppe „Administrative Prozesse“ der EU-Donauraumstrategie zu den Schwerpunktbereichen PA1a (Binnenwasserstraßen) und PA11 (Sicherheit) unter Einbeziehung des Schifffahrtssektors und Expertinnen und Experten entwickelt. Die DAVID-Formulare vereinheitlichen die Datenfelder der drei meist genutzten Grenzkontrollformulare (Ankunfts- und Abfahrtsmeldung, Besatzungsliste und Fahrgastliste) und ersetzen schrittweise entsprechende nationale Formulare, um den administrativen Aufwand bei Grenzkontrollprozessen zu reduzieren. Im Jahr 2020 wurden die DAVID-Formulare in Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien und der Ukraine eingeführt. Demnächst sollen die DAVID-Formulare ebenfalls in Rumänien und in der Republik Moldau angewendet werden. Das Ziel ist also ein flächendeckender Einsatz an allen Schengen-Außengrenzen beziehungsweise außerhalb des Schengen-Raums entlang der Donau.

Neben der Einführung und Verwendung der DAVID-Formulare im Donauraum spielt auch die Digitalisierung der Formulare eine wesentliche Rolle, um administrative Barrieren insgesamt abzubauen und die Donauschifffahrt für bestehende und potenzielle neue Kunden noch attraktiver zu gestalten. In enger Abstimmung mit der Arbeitsgruppe „Administrative Prozesse“ stellt viadonau den „DAVID Creator“ im DoRIS-Portal kostenlos zur Verfügung.

Die Applikation ermöglicht folgende Services:

  • Elektronisches Erstellen der drei DAVID-Formulare (Ankunfts- und Abfahrtsmeldung, Besatzungsliste und Fahrgastliste),
  • Abspeichern und Wiederverwendung von entsprechenden Vorlagen,
  • Erstellung neuer DAVID-Formulare aus bereits existierenden Formularen mit automatischer Befüllung der Basisdaten (z.B. Schiffsname, ENI Nummer),
  • Abspeichern der erstellten DAVID-Formulare als PDF in der gewünschten Donausprache auf dem Desktop für den weiteren Versand via E-Mail (Versand erfolgt außerhalb des Portals).

Ganz im Sinne der donauweiten Digitalisierung von Grenzkontrollformularen steht den Nutzer*innen auch die Navigation des Portals in allen Donausprachen zur Verfügung.

]]>
Wasserstraße viadonau
news-1726 Tue, 13 Jul 2021 13:43:02 +0200 Radfahren entlang der Donau - nicht nur ein Trend während der Pandemie: viadonau schafft perfekte Bedingungen https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/radfahren-entlang-der-donau-nicht-nur-ein-trend-waehrend-der-pandemie-viadonau-schafft-perfekte-bedingungen viadonau betreut rund 500 Kilometer Uferbegleitwege, davon sind 260 Kilometer gekennzeichnete Radwege. Bekannter sind diese unter dem Namen „Treppelweg“. Nach dem Jahrhundertsommer von 2018 und einem witterungsbedingten leichten Rückgang im Jahr 2019, kann im Jahr 2020 nun wieder ein Anstieg von plus 6,1 Prozent an Radfahrer*innen gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Ein deutliches Indiz dafür, dass während der Krise die Beliebtheit des Fahrrades massiv gestiegen ist. Allein im Bereich Wien-Kuchelau (rechtes Ufer) wurden 2020 rund 610.000 Radfahrer*innen gezählt. Der Trend freut die Erhaltungsexperten von viadonau. Die Wasserstraßengesellschaft setzt schon seit mehreren Jahren einen Schwerpunkt beim Thema Radfahrsicherheit. So wurden zuletzt mehrere Generalsanierungen in großen Abschnitten durchgeführt. Auch nach Sturmereignissen sind die "Mobilen Services" sofort unterwegs, um den Treppelweg möglichst rasch wieder benutzbar zu machen. Das Monitoring und die Entschärfung potenzieller Gefahrenstellen (z.B. durch das Anbringen von Bodenmarkierungen, Verbreiterungen, Warnschilder, etc.) ist essenziell für sicheren Radverkehr entlang der Donau. Auf Treppelwegen gilt nicht die StVO, sondern die Wasserstraßenverkehrsordnung.

Gerade in der verkehrsintensiven Zeit bleibt trotz der vielen getroffenen Maßnahmen die Herausforderung, die vielfältigen Nutzungsinteressen (Schifffahrtstreibende, Radverkehr in verschiedenen Geschwindigkeiten, Inline-Skater, Spaziergänger) auszugleichen. Daher ist die gegenseitige Rücksichtnahme und vorausschauendes Radfahren stets oberstes Gebot.

viadonau investiert jährlich ca. EUR 2,4 Mio. in die Sanierung und Qualitätsverbesserung des Treppelwegnetzes. Die bereits bestehende digital unterstützte Treppelwegszustandserfassung soll ab 2022 voll digitalisiert (unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz) erfolgen, um die vorhandenen Ressourcen noch gezielter zur Verbesserung des Radwegzustandes zu nutzen und die Sicherheit weiter zu verbessern.

]]>
viadonau Sicherheit
news-1724 Fri, 02 Jul 2021 11:40:57 +0200 Entdecke deine Donau! Vom Donautag zum Donausommer https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/entdecke-deine-donau-vom-donautag-zum-donausommer Seit 2004 wird der Danube Day Ende Juni in allen Donauländern jährlich gefeiert. In Österreich kann heuer sogar bis Ende September eine besondere Ausstellung im Zeichen des Danube Day auf der Wiener Donauinsel besucht werden, die sich unter dem Motto "Entdecke deine Donau" interaktiv und spannend vor allem an junge Besucher*innen im Alter ab ca. 8 Jahren richtet. Kindgerechte Plakatwände informieren über die wichtigsten Fakten zur Donau, stellen Donau-Ausflugsziele vor und machen auf die unterschiedlichen Facetten der Donau aufmerksam: Fauna und Flora, Städte an der Donau, Schifffahrt, Hochwasserschutz, Energiegewinnung, Fische oder auch der Schutz der Donau. Als Naturfreund und Donau-Fan spielt auch für Magnus Brunner, Staatssekretär im Klimaschutzministerium, die Aufmerksamkeit der jungen Generation für die Donau eine große Rolle für ihre nachhaltige Zukunft: „Es ist wichtig für uns darauf zu achten, dass die Donau auch für die nächsten Generationen erhalten bleibt. Um auf die vielen verschiedenen Aufgaben der Donau – z.B. als Wasserstraße – aufmerksam zu machen, möchten wir bereits die Jüngsten ins Boot holen. Denn alle können einen Beitrag leisten.“

Anreize zum spielerischen Entdecken von Europas zweitlängstem Strom bilden auch Gewinnmöglichkeiten und kleine Sachpreise sowie etwa die beliebten Danube Day-Stofftaschen im neuen Design. Mit dem neuen Würfel- und Wissensspiel „Donau Reise“ fahren die Spieler*innen auf der Donau von der Quelle bis zum Schwarzen Meer durch alle Donauländer. Der Aufzuchtcontainer für junge Sterlets am Gelände der Inselinfo, die Donaufische im Aquarium und ein großes Angelspiel sind weitere Highlights. Digital unterstützt wird die "Danube Day"–Ausstellung von einem großen Touch-Display, an dem die Kinder "Play Danube" spielen oder die digitale Ausstellung besuchen können. Auf der Website ist auch noch die spannende Sendung aus dem Vorjahr mit Robert Steiner zu sehen.

Der Danube Day in Österreich ist ein gemeinsames Projekt des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, mit der Jugendplattform Generation Blue, Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, vertreten durch via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH, und der Stadt Wien, Wiener Gewässer. Unterstützt wird der Danube Day zudem vom VERBUND und der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD).

Mehr Infos: www.danubeday.at
www.facebook.com/danubeday
www.facebook.com/viadonau

]]>
Aktuelles viadonau
news-1723 Mon, 14 Jun 2021 16:59:42 +0200 viadonau gewinnt Österreichischen Verwaltungspreis 2021 – Auszeichnung bestätigt Zukunftskurs https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/viadonau-gewinnt-oesterreichischen-verwaltungspreis-2021-auszeichnung-bestaetigt-zukunftskurs viadonau arbeitet auf allen Ebenen mit Qualität, Innovationsgeist und nach modernsten Standards. Dieses unermüdliche Engagement für zukunftsorientiertes Arbeiten wurde in den vergangenen Jahren immer wieder ausgezeichnet – vom Staatspreis für Telematik für die Entwicklung und Implementierung von DoRIS (Donau River Information Services) 2006 über den EDEN-Award 2015 für die ausgeprägte Prozessorientierung des Unternehmens und den im selben Jahr verliehenen European Change Communications Award in Silber bis zum Österreichischen Verwaltungspreis 2017 in der Kategorie „Führung und Steuerung“. Eine Erfolgstradition, die heuer ihre Fortsetzung gefunden hat. So räumte viadonau nun den Sonderpreis des Österreichischen Verwaltungspreises 2021 für innovationsfördernde öffentliche Beschaffung mit dem Projekt „Prozessautomatisierung - Mit Robotics zu höherer Effizienz“ ab. Am 8. Juni verkündete Vizekanzler Werner Kogler in einem ganztägigen Online-Event die Siegerprojekte.

Das Projekt "Prozessautomatisierung - Mit Robotics zu höherer Effizienz" beschreibt die Vorgehensweise von der Pilotierung bis zur unternehmensweiten Ausrollung der Prozessautomatisierung und der Implementierung eines RPA-Competence Centers. Es zeigt, wie die Prozessdigitalisierung von der ersten Idee über die Machbarkeit bis hin zur Operativsetzung stringent in der Organisation verankert werde kann.

Dazu Hans-Peter Hasenbichler, viadonau-Geschäftsführer: „Ständige Weiterentwicklung unserer Organisation und der damit verbundenen Prozesse ist für viadonau nicht nur Pflicht, sondern Kür. Seit Jahren hegen wir den Anspruch, durch hohes Qualitätsbewusstsein, Innovationsgeist und Engagement mit bestmöglichen Rahmenbedingungen den Grundstock für ein modernes Infrastrukturunternehmen zu legen. Daher erfüllt mich die erneute Auszeichnung unserer Bemühungen mit großem Stolz und ist sichtbares Zeichen unserer Erfolgsstory ‚Marke viadonau'."

]]>
Presseinformation viadonau
news-1722 Mon, 31 May 2021 10:31:18 +0200 Bauabschluss – LIFE+ Auenwildnis Wachau setzt weithin sichtbares Zeichen für Naturschutz und Artenvielfalt https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/bauabschluss-life-auenwildnis-wachau-setzt-weithin-sichtbares-zeichen-fuer-naturschutz-und-artenvielfalt Rührsdorf/Rossatz. Ende und Neuanfang in der Wachau – der Abschluss der Bauarbeiten des von der Europäischen Union geförderten und von viadonau umgesetzten Renaturierungsprojekts „LIFE+ Auenwildnis Wachau“ steht für einen wichtigen Neuanfang für die Natur in einer der schönsten Flusslandschaften Europas. Entlang eines neu geschaffenen und wieder mit der Donau vernetzten 1,6 Kilometer langen Seitenarms gilt es für Tiere und Pflanzen nun, vielfältige Lebensräume wiederzubesiedeln. Nach langer und sorgfältiger Vorbereitung und dem ersehnten Baustart 2020 – bereits im Herbst ging es an den Brückenbau in der Schopperstatt, im Winter wurden die Erdbauarbeiten durchgeführt – konnten nach einer optimalen Bausaison mit Niederwasser und trocken-kaltem Wetter die baulichen Maßnahmen nun zu einem erfolgreichen und vielversprechenden Abschluss gebracht werden. Mit einem wiederhergestellten ganzjährig durchströmten 1,6 Kilometer langen Nebenarm mit natürlichen Ufern und einer geschützten Auwaldinsel wird eines der Hauptziele des LIFE+-Projekts erfüllt.

Von der Pritzenau kommend und gegenüber von Dürnstein in die Donau mündend wird der Schopperstatt Nebenarm nun durch eine 100 Meter breite Flutmulde vom Hauptstrom gespeist. Um auch aus dem alten Nebenarm wieder mehr Wasser in das Augebiet zu führen, wurde im Rahmen der Bauarbeiten die Rührsdorfer Brücke erweitert. Die enormen Mengen an Aushubmaterial – rund 300.000 Kubikmeter Feinsediment und Schotter –, die bei der Wiederherstellung des Seitengewässers anfielen, wurden am rechten Donauufer angeschüttet. Gleich einem natürlichen Nebenfluss soll der neue dynamische Donauarm nun wieder Flachufer und Steilufer ausbilden und strömungsliebenden Fischarten wie Huchen, Nasen und Barben einen wellenschlaggeschützten Lebensraum bieten. Aber nicht nur Fische profitieren von dem neuen Habitat. Auch Eisvogel, Flussuferläufer, Libellen und viele andere Gewässerbewohner sollen hier wieder vielfältige artgerechte Lebensräume vorfinden.

Mit ca. 1,25 Millionen Euro war der Erdbau das Kernstück des Renaturierungsprojekts LIFE+ Auenwildnis Wachau und auch finanziell der Hauptteil des 3,9 Millionen Euro umfassenden Naturschutzvorhabens. Aufgrund der effizienten Bauumsetzung des Projekts werden aktuell weitere zusätzliche Maßnahmen verwirklicht, wie die Verbesserung der alten Einströmöffnung in der Venediger Au und Uferabflachungen nahe der Rührsdorfer Brücke. Die positive Wirkung der Maßnahmen wurde im Zuge des Bauabschlusses auch von „höchster“ Stelle bestätigt. So hat das erste Eisvogelpaar bereits die Steilwände im neuen Schopperstatt-Nebenarm bezogen – für die Expertinnen und Experten von viadonau und den Partnerorganisationen besonders erfreulich und eine schöne Auszeichnung zum Bauabschluss.

Staatssekretär (BMK) Magnus Brunner zeigt sich begeistert und bemerkt: „Die Wachau ist ein Natur- und Kulturschatz unseres Landes. Um sie zu erhalten, setzen wir behutsame, nachhaltige und vorausschauende Maßnahmen. Genau das ist mit diesem bemerkenswerten LIFE-Projekt auf vielfältige Weise gelungen. Die Wiedervernetzung dieses Nebenarms steht gleichsam als Symbol für unser gemeinsames Anliegen, diese wertvolle Flusslandschaft nicht nur zu schützen, sondern ihren ökologischen Zustand langfristig zu verbessern.

LH-Stellvertreter NÖ Stephan Pernkopf freut sich über ein weiteres Vorzeigeprojekt in Niederösterreich: „In Niederösterreich gehen wir seit Jahren den konsequenten Weg der nachhaltigen Wiederherstellung von Lebensräumen und Naherholungsgebieten. Dieses vom Land Niederösterreich finanziell stark unterstützte LIFE+ Projekt Auenwildnis Wachau zeigt einmal mehr, wie ökologisch sinnvoll die Anbindung von Nebenarmen an die Donau ist.

viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler betont: „Mit ihrer Schönheit, Vielfalt und ihrem einzigartigen Mehrwert als Natur- und Erholungsraum verdient die Flusslandschaft der Wachau nur den höchsten ökologischen Entwicklungsanspruch. Daher haben wir mit LIFE+ Auenwildnis Wachau vielfältige ineinandergreifende Ansätze verfolgt: Von der Schaffung spezifischer Kleinstlebensräume zum Beispiel für Amphibien und Nisthilfen für Seeadler über die Bekämpfung von Neophyten und der Pflanzung eines ganzen Auwaldes mit 5000 Schwarzpappeln bis hin zur konkreten Gewässervernetzung.

LIFE+ Auenwildnis Wachau ist ein EU-gefördertes Projekt. Die Projektkoordination liegt bei viadonau, die beiden Partner Welterbegemeinden Wachau und Marktgemeinde Rossatz-Arnsdorf setzen ihrerseits Arbeitspakete um. Als Co-Finanziers sind das Land NÖ (Landschaftsfonds) sowie der NÖ Landesfischereiverband, der ÖFG 1880 und das BMLRT mit im Boot. Das Förderprogramm LIFE der EU stellt 50 Prozent der Mittel zur Verfügung und ist Teil der europaweiten Schutzbemühungen zur Umsetzung der Natura 2000 Richtlinie und der Wasserrahmenrichtlinie.

Bildergalerie zum feierlichen Abschluss der Bauarbeiten zu LIFE+ Auenwildnis Wachau am 25.5.2021

Weiterführende Informationen

  • Detaillierte Einblicke und Infos zum Projekt: www.auenwildnis.at
  • Auf dem viadonau-Youtube-Kanal finden Sie Projekt-Videos zu Öffnung und Erstbefahrung des wiedervernetzten Schopperstatt-Nebensarms im Rahmen von LIFE+ Auenwildnis Wachau.
]]>
Presseinformation viadonau
news-1721 Thu, 20 May 2021 12:45:48 +0200 Der Gewinnerentwurf steht fest: Das wird die neue Unternehmenszentrale viadonau https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/der-gewinnerentwurf-steht-fest-das-wird-die-neue-unternehmenszentrale-viadonau viadonau rückt die Donau auch physisch noch stärker ins Zentrum des Firmenbetriebs und so wird die neue Unternehmenszentrale in Zukunft nicht mehr am, sondern direkt auf dem Wasser angesiedelt sein. Für die konkrete Umsetzung des schwimmenden Gebäudes am Wiener Handelskai wurde in den vergangenen Monaten ein Planungswettbewerb ausgelobt, nun steht der Gewinnerentwurf fest. Seit 2019 arbeitet viadonau an der Realisierung einer eigenen Unternehmenszentrale, die einen unmittelbaren Bezug und damit auch eine direkte Verbindung zum Donauwasser herstellt. Die Vorgabe war deshalb neben Nachhaltigkeit, Kosteneffizienz und vielen anderen Parametern nicht zuletzt, dass es sich um ein schwimmendes Objekt handeln solle. Zur Konkretisierung und Umsetzung hat viadonau 2020 einen zweistufigen europaweiten Planungswettbewerb organisiert und zudem Fachexperten aus Bauphysik, Architektur/Hochbau, Schiffsbau und Recht begleitend zur Rate gezogen. Nach einer Vorauswahl in der ersten Stufe gelangten 5 Entwürfe in die zweite Stufe, aus denen die Jury durch eine Reihung den Gewinner ermittelte. Die Jury für den Auswahlprozess war besetzt mit renommierten Vertreter*innen des Fachbereichs Architektur, des BMK, der Stadt Wien und viadonau selbst und stand unter dem Vorsitz von Univ.-Prof. DI Dietmar Eberle. Nach eingehender Diskussion und Beratung wählte die Jury einen Gewinner des Wettbewerbs, je zwei Entwürfe belegten die Ränge 2 und 4.

Der Entwurf der Planungsgemeinschaft Pittino & Ortner Architekturbüro ZT-Gesellschaft m.b.H. (Lead) & Rosenfelder & Höfler GmbH & Co KG & Lorenz Consult ZT GmbH überzeugte die Expertenjury insbesondere durch die große Flexibilität in der Raumnutzung und Multifunktionsbereiche, die an wechselnde Nutzerbedürfnisse adaptiert werden können. Im Zentrum steht die Idee von Homebases, um die herum Arbeitsplätze variabel geteilt und gestaltet werden können. Damit ist die Unternehmenszentrale im Angebot von flexibel nutzbaren Arbeitsbereichen und dem klaren Bekenntnis zu Homeoffice für die künftigen Herausforderungen gerüstet und wird auch weiterhin wandelbare Nutzungsszenarien ermöglichen. Zudem überzeugt der Entwurf auch in Hinblick auf Nachhaltigkeit, da das Energiekonzept des Gebäudes minimalen Energiebedarf und die Nutzung von regenerativen Energiequellen und lokalen Energieressourcen zur Energiegewinnung vorsieht. Die künftige Unternehmenszentrale verfügt über Passivhausstandard und weist ein Plus-Energiehaus-Konzept auf, was zu einer positiven jährlichen Energiebilanz führen wird. Die äußere Form des schwimmenden Gebäudes mit ihrem klaren und zeitlosen Design erinnert dabei an einen Katamaran und nimmt in ihrer Gestaltung Anleihen aus dem klassischen Yachtdesign. Der Entwurf fügt sich in Zusammenhang mit der naturnahen Ufergestaltung harmonisch in das Stadt- und Landschaftsbild am Handelskai ein.

Konzeptpläne der Wettbewerber (PDF)


Hier geht's zur Bildergalerie des Architekturwettbewerbs "Unternehmenszentrale viadonau"

]]>
Aktuelles viadonau
news-1719 Tue, 04 May 2021 09:50:49 +0200 Ein starker Arm für die Donau – Lokalaugenschein am wiedervernetzten Spittelauer Arm zum 25-Jahr-Jubiläum des Nationalparks Donau-Auen https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/ein-starker-arm-fuer-die-donau-lokalaugenschein-am-wiedervernetzten-spittelauer-arm-zum-25-jahr-jubilaeum-des-nationalparks-donau-auen Am 3. Mai besuchten Staatssekretär Magnus Brunner, NÖ LH-Stv. Stephan Pernkopf, Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky, Nationalparkdirektorin Edith Klauser, WWF-Österreich-Geschäftsführerin Andrea Johanides und viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler das Renaturierungsprojekt Spittelauer Arm. Der im Rahmen des EU-geförderten Projekts Dynamic LIFE Lines Danube wieder an die Donau angebundene Nebenarm repräsentiert zugleich eine bedeutende gemeinsame ökologische Wegmarke im Jubiläumsjahr des Nationalparks Donau-Auen. Ein leuchtendes flussökologisches Signal zu einem bedeutenden Jubiläum. Dynamic LIFE Lines Danube steht für den Erhalt und die ökologische Verbesserung der Donau-Auen im Osten Österreichs und im Westen der Slowakei. Als Teil des mehrjährigen Vorhabens konnte die Renaturierung des Spittelauer Arms in der Stopfenreuther Au nun abgeschlossen und ein nahezu ganzjährig durchströmtes Donaunebengewässer wiederhergestellt werden – ein neuer alter Entfaltungsraum für die Natur, der auch Menschen einzigartige Naturerfahrungen bietet, wie auch Staatssekretär Magnus Brunner vor Ort feststellte. Für Brunner ist die Fertigstellung ein besonders schöner und passender Anlass, um das 25-Jahr-Jubiläum des Nationalparks Donau-Auen würdig zu feiern. Der Erfolg zeige eindrucksvoll die Bedeutung des gemeinsamen Schutzes vielfältiger Lebensräume, die auch für Menschen als Erholungsgebiete und Freizeiträume besonders wertvoll seien. Die Betonung des einzigartigen Mehrwerts von Flusslebensräumen sowohl für Menschen als auch die Natur ist auch Niederösterreichs LH StV. Stephan Pernkopf wichtig. Auf die lange Tradition des Engagements des Landes Niederösterreich in vielfältigen Renaturierungsprojekten und ökologischen Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität in den vergangenen 25 Jahren sei man besonders stolz. Mit Stolz blickt auch Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky auf das zurückliegende Vierteljahrhundert. In guter Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich und dem Bund habe die Stadt Wien für die Bewahrung kostbarer Flussauen-Landschaften zwischen Wien und Bratislava gesorgt. Die erfolgreiche Renaturierung am Spittelauer Arm sei für den Erhalt der Donauauen von großer Bedeutung und Vorbild für die flussökologische Zukunft östlich von Wien.

Die Zukunft an der feien Fließstrecke der Donau östlich von Wien scheint vorgezeichnet. So beschreiben die mit dem Nationalpark Donau-Auen gemeinsam erreichten Wegmarken für viadonau einen klaren Entwicklungskurs an der Donau. Der Name des Projekts Dynamic LIFE Lines Danube ist Programm: Die Wiederherstellung der Nebenarme als Lebensadern für das Umland ist für viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler ein zentraler Ansatz, um wieder abwechslungsreiche Kleinstlebensräume für eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten entstehen zu lassen. Auf diese Weise wirke der wieder ganzjährig durchströmte Spittelauer Nebenarm als wahrer Multiplikator für die Biodiversität. Zum Beispiel für Tiere wie Nase, Barbe, Flussregenpfeifer und Eisvogel, wie Nationalpark-Direktorin Edith Klauser ausführt. Mit den wechselnden Wasserständen und naturnahen Bedingungen würden insbesondere die Jungstadien einer Aulandschaft gefördert. Laut Klauser war der konsequente umweltorientierte Weg an der Donau im Nationalparkgebiet vor allem durch die Zusammenarbeit und Unterstützung von viadonau, Gemeinden, Interessensvertretungen, Naturschutzorganisationen, Politik und Wissenschaft möglich. Die bundesweite Vorbildwirkung des Projekts betonte abschließend auch WWF Österreich Geschäftsführerin Andrea Johanides: Die Wieder-Vernetzung des Spittelauer Arms mit der Donau nach über 100 Jahren sei ein enorm wichtiges Signal. Nur etwa ein Prozent der Flüsse verfügten noch über intakte Auen. Umso mehr zähle jeder einzelne Kilometer Flussau, der bewahrt wird oder neu entsteht.

Weiterführende Informationen

www.lifelines-danube.eu
www.facebook.com/viadonau
https://twitter.com/via_donau
#lifelinesdanube

]]>
FGP Umwelt
news-1718 Mon, 12 Apr 2021 17:26:20 +0200 Wildbienen fliegen auf viadonau https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/wildbienen-fliegen-auf-viadonau Für Wildbienen auf Wohnungssuche stellt viadonau ab sofort im Eingangsbereich der viadonau-Servicecenter passende Nisthilfen im viadonau-Design zur Verfügung. Die netten Spezialanfertigungen wurden vom WUK bio.pflanzen – soziale Landwirtschaft – im Marchfeld gebaut und sind daher regional, sozial und nachhaltig. Und den Wildbienen gefällts, denn die ersten Hummeln umschwirren bereits die im viadonau-Logo angeordneten Schilfrohre und Holz-Bohrlöcher in den neuen Wildbienenhotels. Wildbienen fliegen eben auf viadonau. Wenn direkt vor der viadonau-Haustüre pelzige Hummeln und schillernde Wildbienen ein- und ausfliegen, ist das erfreulich und zudem ein kleiner Beitrag für die Biodiversität in Österreich. Noch wichtiger: Die natürlichen Lebensräume der Tiere werden erhalten. Bei ca. 700 Hektar Auwald und ca. 650 Hektar Wiesen in viadonau-Pflege ein wirkungsvoller Ansatz. Für Wildbienen achtet viadonau im Aubereich auf Totholzangebot. Morsche Stämme und ablösende Rinde stellen natürliche Nisthöhlen für viele Hautflügler aber auch seltene totholzbewohnende Käfer dar. Lehmige Steilufer an der Donau sind manchmal übersät mit den Nisthöhlen von grabenden Wildbienen. Und zusätzlich stellt viadonau den Insekten ab sofort eben auch die einladenden Ersatzlebensräume zur Verfügung.

Neben der beliebten Honigbiene gibt es in Österreich rund 700 Wildbienenarten, zu denen auch die Hummeln gehören. Dabei sind manche Wildbienen echte Spezialisten und brauchen eine bestimmte Nahrungspflanze, andere sammeln, was gerade in der Nähe blüht. Ihnen allen gemeinsam ist die rein vegetarische Ernährung – sie leben ausschließlich von Nektar und Pollen heimischer Blütenpflanzen und brauchen diesen Blütenreichtum von März bis November. Blühende artenreiche Wiesen, Säume, Waldränder, Gebüsche und Wälder sind die Lebensgrundlagen für Bienen und Hummeln. Biodiversität eben. In einem Satz: Irgendwo muss immer etwas blühen!

Die Erhaltung artenreicher, bunter Wiesen setzt viadonau nach einem nachhaltigen Naturraum-Konzept um. Dabei wird stets auch auf den sinnvollen Wechsel zwischen gemähten und ungemähten Flächen geachtet. Auf diese Weise gewährleistet viadonau, dass immer Blühflächen zur Verfügung stehen. Bei der Wiesenpflege verzichtet viadonau gänzlich sowohl auf Spritzmittel als auch auf die vieldiskutierten Unkrautvernichter.

Mehr unter:
https://blog.viadonau.org/donaunatur/bee-odiversity-viadonau-und-der-schutz-der-bienen

]]>
viadonau Umwelt
news-1716 Thu, 18 Mar 2021 16:12:23 +0100 Neue Projektflaggschiffe vom Stapel gelaufen – CEF-Projekte zur Verbesserung der Schiffbarkeit der Donau nehmen Fahrt auf https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/neue-projektflaggschiffe-vom-stapel-gelaufen-cef-projekte-zur-verbesserung-der-schiffbarkeit-der-donau-nehmen-fahrt-auf Im Rahmen einer ersten digitalen Sitzung des beratenden Projekt-Ausschusses begann am 9. März 2021 mit dem offiziellen Startschuss zweier neuer CEF-kofinanzierter Projekte die Zukunft der Wasserstraße Donau. Nach dem erfolgreichen Leuchtturm-Projekt FAIRway Danube zur gemeinschaftlichen Verbesserung der Fahrwasserverhältnisse an der mittleren und unteren Donau sind die Erwartungen an “FAIRway works!” und “Preparing FAIRway 2 works” entsprechend hoch. Im Doppelfokus – moderne Schifffahrt und nachhaltiger Flussbau

Vom Nadelöhr zum Schifffahrts-Tor. Eine der wichtigsten Aktivitäten des Projekts „FAIRway works! in the Rhine-Danube Corridor“ ist die für die Jahre 2022 und 2023 geplante Modernisierung der serbischen Schiffsschleuse Eisernes Tor II. Die Sanierungsarbeiten werden einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrsbedingungen an der gesamten Donau beitragen und sollen ohne größere Unterbrechungen des Schiffsverkehrs erfolgen. Während im Rahmen des Projekts in Serbien zudem künftig auch moderne Arbeitsschiffe zur Kennzeichnung und Vermessung der Fahrrinne sowie fernüberwachte Bojen zum Einsatz gebracht werden sollen, befassen sich die Initiativen in Österreich vor allem mit der Modernisierung von drei öffentlichen Liegeplätzen in Linz, Wildungsmauer und Wien. Die Bauarbeiten in Linz begannen bereits im Dezember 2020 und zielen darauf, die Sicherheit und die Umweltverträglichkeit von Anlegeprozeduren zu verbessern. Ein erster wichtiger Erfolg im Rahmen von „FAIRway works! in the Rhine-Danube Corridor“ ist die Fertigstellung des zweiten Bojenlegers, der künftig im Dienst von viadonau dazu beitragen wird, insbesondere an den freien Fließstrecken der österreichischen Donau – in der Wachau und östlich von Wien – die Wartung und Kennzeichnung der Wasserstraße zu beschleunigen.

Neben den vorwiegend technischen Anforderungen zur Modernisierung der Wasserstraße durch „FAIRwayworks!“, legt das Projekt „Preparing FAIRway 2 works in the Rhine-Danube Corridor“ als gemeinsames Vorhaben von Kroatien und Serbien gleichzeitig den Fokus auf vorbereitende Arbeiten für mögliche flussbauliche Maßnahmen. Ziel ist dabei, die spezifischen Umweltbedingungen und den bestehenden Naturraum entlang der kritischen Engpässe auf dem gemeinsamen kroatisch-serbischen Donauabschnitt zu berücksichtigen und die ökologisch besonders wertvolle Flusslandschaft in der Region zu schützen.

Flaggschiff-Projekte mit ökologischer Verantwortung

Der mit den neuen grenzübergreifenden Vorhaben erzeugte Modernisierungsschub an der Donau sorgt vor allem durch die sinnvolle grenzübergreifende Verknüpfung wirtschaftlicher und ökologischer Interessen für viel Enthusiasmus unter den Projektpartnern. So ist Vera Hofbauer (Österreichisches Bundesministerium für Klimaschutz) überzeugt: „Beide Projekte tragen nicht nur zur Verwirklichung des Green Deal durch die Förderung der Donauschifffahrt bei, sondern mit der integrativen Planung auf der kroatisch-serbischen Grenze auch zur Verwirklichung der Biodiversitätsstrategie.“

Die neue Rhein-Donau-Koordinatorin, Inés Ayala Sender, machte darüber hinaus auch auf den positiven Effekt auf die Entwicklung eines nachhaltigen europäischen Verkehrsnetzes aufmerksam. So sei der Ausbau des europäischen Kernverkehrsnetzes auf dem westlichen Balkan, wie er in beiden Projekten behandelt wird, für einen nahtlosen Verkehr in Europa von wesentlicher Bedeutung. Denn Verkehr höre nicht an den EU-Grenzen auf.

Für Herfried Leitner (Pro Danube International) sind Sicherheit und Verlässlichkeit des Verkehrsträgers Wasserstraße eine wichtige Basis für seine Zukunft. „Der Donauschifffahrtssektor schätzt die beiden neuen Projektinitiativen sehr. Sie tragen dazu bei, die Wartezeiten an der Schleuse Eisernes Tor II sicherzustellen, bessere Informationsdienste bereitzustellen und die Sicherheit und Nachhaltigkeit von Anlegeabläufen zu erhöhen.“

Arno Mohl vom WWF Österreich mahnt im Umgang mit der kroatisch-serbischen Donaustrecke zu Verantwortungsbewusstsein: „Es ist einer der am besten erhaltenen Donauabschnitte mit den größten Auwäldern entlang der gesamten Donau – mit einer einzigartigen Artenvielfalt und wichtigen Schutzgebieten – sowie ein wesentlicher Bestandteil des geplanten weltweit ersten 5-Länder-Biosphärenparks Mur-Drau-Donau. Der WWF fordert daher nachdrücklich, dass die geplanten Interventionen keine negativen ökologischen Auswirkungen auf diesen besonderen Naturraum haben dürfen.“

Im Sinne eines gemeinsamen Bekenntnisses der Projektpartner zu Binnenschifffahrt und ökologischer Nachhaltigkeit im Einzugsgebiet der Donau und im Einklang mit den EU-Umweltvorgaben erfolgt die Umsetzung der Projekte unter Analyse und Berücksichtigung der spezifischen Umweltbedingungen. Die Aktivitäten an der serbisch-kroatischen Grenzstrecke werden dabei in enger Zusammenarbeit mit einem derzeit gebildeten multidisziplinären Stakeholder-Forum durchgeführt, in dem einschlägige Expertinnen und Experten aus dem Binnenschifffahrtssektor und aus Naturschutz-NGOs eingebunden sind.

Beide Projekte werden von der „Connecting Europe Facility“ (CEF) der Europäischen Union kofinanziert. Sie zielen darauf ab, die Navigationsbedingungen auf der Donau zu verbessern und die beteiligten Länder dabei zu unterstützen, bis 2030 sowohl einen „guten ökologischen Zustand“ als auch einen „guten Navigationsstatus“ zu erreichen und die Mindestanforderungen für Flüsse gemäß TEN-T-Verordnung (EU) Nr. 1315/2013 zu erreichen.

Weiterführende Informationen:

FAIRway Works! in the Rhine-Danube Corridor: www.fairwayworks.org
Preparing FAIRway 2 works in the Rhine-Danube Corridor: www.preparingfairway2.org

]]>
Presseinformation viadonau
news-1715 Mon, 08 Mar 2021 10:25:35 +0100 Für Donau-Berufe mit Zukunft und Vielfalt – viadonau setzt auf konsequente Chancengleichheit https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/fuer-donau-berufe-mit-zukunft-und-vielfalt-viadonau-setzt-auf-konsequente-chancengleichheit Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit bilden bei viadonau einen täglich gelebten Unternehmensgrundsatz. Gleichzeitig gilt es, mit vielfältigen Initiativen und Impulsen den gleichberechtigten Zugang zu Ausbildung und Beruf stetig weiter zu verbessern. Der Trend stimmt – während der Frauenanteil auch in Berufen an der Donau ansteigt, unterstützt viadonau zugleich die Initiative „Women in Transport“ des Bundesministeriums für Klimaschutz, um die Rolle weiblicher Spitzenkräfte auch im Verkehrs- und Transportsektor zu stärken. Im aktuellen Chancengleichheitsbericht bestätigt viadonau einmal mehr den konsequenten Gleichstellungs-Kurs des Unternehmens. Was jemand gut kann, wird nicht vom Geschlecht bestimmt. Das wissen viadonau und immer mehr Betriebe in Österreich längst. Das Unternehmen engagiert sich seit vielen Jahren ganz bewusst für die Geschlechtergleichstellung in der Ausbildungs- und Berufswelt Donau und richtet sich mit einer geschlechtergerechten Kommunikation gezielt auch an Frauen, um sie mit Berufsbildern, die bisher überwiegend von Männern geprägt sind, vertraut zu machen. Ob an den Donauschleusen, wo sich der Anteil weiblicher Schleusenaufsichtsorgane seit 2014 auf rund 7 Prozent vervierfachte, im Projektmanagement, in den Geoinformationsdiensten oder in der Gewässerökologie – in vielen Bereichen von viadonau, in denen Top-Ausbildung und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein gefordert sind, fühlen sich Frauen heute beruflich wie zuhause. Ein wichtiges Erfolgsrezept bildet dabei ein modernes, den Lebenswirklichkeiten der Mitarbeiter*innen Rechnung tragendes, Karenzmanagement, das Bildung- und Pflegekarenzen ebenso einbindet, wie Elternkarenz. Um diesen positiven Trend hin zu mehr Vielfalt zu verstetigen, setzt das Unternehmen schon bei Kindern und Jugendlichen an. Mit spielerischen Wissensangeboten bei jährlichen Events wie dem Töchtertag der Stadt Wien, der KinderUni Linz oder dem Danube Day nutzt das Unternehmen die Neugier der jungen Generation, schafft Bewusstsein für faszinierende aber wenig bekannte Berufe am und für den Fluss und zeigt so eine lohnende und erfüllende berufliche Zukunft für die Donau-Expertinnen von morgen auf.

Gleichwohl gibt es in Sachen Gleichstellung gerade auch im beruflichen Umfeld von viadonau noch viel Luft nach oben. So sind Frauen zum Beispiel im Verkehrs- und Verkehrsforschungssektor mit nur 22 Prozent deutlich unterrepräsentiert. Während der Bereich Mobilität politisch wie gesellschaftlich in den vergangenen Jahren vor allem durch die Klimadebatte in Bewegung geraten ist, setzt sich die seit 2017 aktive Initiative "Women in Transport" des Bundesministeriums für Klimaschutz das Ziel, den Anteil von Frauen in Verkehr und Transport weiter zu erhöhen. Dabei wurde der aktuelle Entwicklungsstand von Betrieben in Sachen Geschlechtergerechtigkeit untersucht, um daraus noch notwendige Maßnahmen für gleiche Chancen in Ausbildung und Beruf abzuleiten. viadonau will einen nachhaltigen Beitrag leisten, um die Mobilitätswende auch zu einer gerechten zu machen und unterstützt diesen wichtigen Impuls für eine vielfältigere Fach- und Berufswelt.

Dass viadonau konsequent auf Kurs bleibt, auch wenn es um Chancengleichheit unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft oder sexuelle Orientierung geht, zeigt das Unternehmen erneut umfassend und transparent im diesjährigen Chancengleichheitsbericht. Jetzt informieren.

]]>
Aktuelles viadonau
news-1714 Wed, 24 Feb 2021 13:36:34 +0100 Restart the Danube: Kursbestimmung Donauschifffahrt 2021 mit Staatssekretär Brunner, WKÖ und viadonau https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/restart-the-danube-kursbestimmung-donauschifffahrt-2021-mit-staatssekretaer-brunner-wkoe-und-viadonau Wo steht die österreichische Donauschifffahrt nach einem Jahr Pandemie? Lektionen aus der Krise und eine gemeinsame Kursbestimmung für eine sichere wirtschaftliche Zukunft an der Donau standen im Zentrum des von viadonau organisierten Online Round Tables „Restart the Danube“ am 23. Februar. Staatssekretär des Bundesministeriums für Klimaschutz (BMK), Magnus Brunner und Wolfram Mosser-Brandner von der WKÖ erörterten gemeinsam mit Expertinnen und Experten von BMK und viadonau die aktuelle Lage und auf welchen Wegen die Krise endgültig ausmanövriert werden kann. Wie auf beinahe allen Wirtschaftsbereichen lastet die Coronavirus-Pandemie auch auf der Donauschifffahrt schwer. Ein Minus von 86 Prozent in der Passagierschifffahrt 2020 bedeutete den fast vollständigen Wegfall einer Branche, die in den Jahren vor der Pandemie kontinuierliche Aufwärtstrends an der Donau erlebte. Zugleich offenbart die Krise umso deutlicher, was essentiell ist, um eine Wasserstraße unter außergewöhnlichen Bedingungen am Leben zu erhalten. Staatssekretär Brunner stellte fest: „viadonau hat als Wasserstraßenbetreiber die Hausaufgaben gemacht und mit der Sicherstellung guter Rahmenbedingungen an der Donau einen durchgehenden Schifffahrtsbetrieb in Österreich ermöglicht. Gleichzeitig blieben wichtige nationale Ziele wie die Aufwertung des Liegestellenangebots ebenso im Fokus wie internationale Kooperationen zur Verbesserung der Wasserstraßeninfrastruktur über Ländergrenzen hinweg.“

Gute Rahmenbedingungen nicht nur für die robuste Güterschifffahrt, sondern auch für den Neustart einer seit einem Jahr im erzwungenen Dornröschenschlaf schlummernden Tourismusschifffahrt. Dass die Maßnahmen gegen die Pandemie vor allem für die Berufswelt Passagierschiff herausfordernd sind, bestätigte Wolfram Mosser-Brandner. Der Obmann der Berufsgruppe Schifffahrt der Wirtschaftskammer Österreich sieht in seiner Zwischenbilanz neben viel Schatten aber auch Licht. „Angesichts der negativen Folgen der Krise für den Arbeitsmarkt, war es für uns besonders wichtig, unsere Service-Mitarbeiter und das nautische Personal zu halten. Das Kurzarbeitsmodell und die finanziellen Ausfallshilfen erwiesen sich dabei als gute Instrumente. Gleichzeitig sorgten inländische Gäste dafür, den internationalen Tourismuseinbruch ein Stück weit zu kompensieren.“ Jetzt gelte es, Attraktivität und Perspektiven, die die Donauschifffahrt bieten kann, neu zu schaffen. Dazu brauche es vor allem eine klare, gut vorbereitete Öffnungsstrategie, die Planungssicherheit für die Betriebe ermöglicht. Diese seien auch bereit, zum Beispiel beim Thema Tests organisatorisch zu unterstützen und Lösungen für ein möglichst dichtes Testnetzwerk umzusetzen.

Apropos Zukunft. Brunner ist überzeugt: „Mit einer erhofften Besserung der Viruskrise muss die Donau als lohnende Tourismusdestination aber auch als alternativer Transportweg wieder vor den Vorhang zu holen. Denn auch im Kontext des Klimawandels spielt die Wasserstraße eine wachsende Rolle. Neben der konsequenten Umsetzung von Landstrom an allen öffentlichen Anlegestellen – aktuell erfolgt in Linz eine erste bauliche Umsetzung – bringen wir auch ein Flottenförderprogramm zum Beispiel für alternative Treibstoffe auf den Weg.“ Gleichzeitig kümmere man sich, wie viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler bestätigte, weiter zielstrebig auch international um die „Problemzonen“ der Wasserstraße insbesondere an der mittleren und unteren Donau, wie mit dem Projekt „Preparing FAIRway 2 works on the rhine danube corridor“ – einem Nachfolgeprojekt von FAIRway Danube. Denn schließlich seien durchgängige, länderübergreifend stabile Fahrwasserverhältnisse Grundvoraussetzung für reibungslosen Schiffsverkehr.

Ob und wie die Donauschifffahrt schon in den kommenden wichtigen Sommermonaten durchstarten kann, wird laut Brunner, dem die Planungssicherheit für die Unternehmen beim Hochfahren der Donauschifffahrt ein großes Anliegen ist, jedoch vor allem vom Impffortschritt abhängen. Denn klar ist: Die Impfung wird auch für die Schifffahrt ein echter "Gamechanger" sein.

Wesentliche Erkenntnisse über die Entwicklung der Schifffahrt im Jahr 2021 wird es schließlich schon bei den ebenfalls von viadonau organisierten Danube Business Talks am 13. und 14 Oktober in Linz geben. Schon mal vormerken!

]]>
Presseinformation viadonau
news-1712 Wed, 17 Feb 2021 11:07:37 +0100 Forschung am Fluss – PlasticFreeDanube geht durch’s Ziel https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/forschung-am-fluss-plasticfreedanube-geht-durchs-ziel Nach dreieinhalb Jahren intensiver Forschungsarbeit an der Donau geht PlasticFreeDanube nun über die Ziellinie. Für das Abschluss-Event am 23. Februar haben die Partner des österreichisch-slowakischen INTERREG-Projekts zahlreiche Forschungsergebnisse im Gepäck. Die aufschlussreichen Resultate aus der Analyse des Plastikmülls und seiner Eintragspfade sollen dabei helfen, wirkungsvolle und nachhaltige Strategien zur Plastikmüllvermeidung an Österreichs größtem Fluss und darüber hinaus umzusetzen. Rund 80 Prozent des in den Weltmeeren schwimmenden Plastikmülls wird über Flüsse eingetragen. Lösungen zur Bekämpfung dieses globalen Umweltproblems sollten daher auch an den Ufern von Fließgewässern ansetzen. PlasticFreeDanube rückte dazu in den vergangenen dreieinhalb Jahren den Donauabschnitt zwischen Wien und dem slowakischen Kraftwerk Gabčíkovo in den Fokus intensiver Untersuchungen des Aufkommens von Makroplastik – Kunststoffteilchen, die größer als fünf Millimeter sind. Im Zentrum der Analysen standen neben der Art des Plastikmülls auch die spezifischen Wege des Abfalls an und in die Donau. Um welche Kunststoffprodukte handelt es sich vorwiegend? Wo konzentriert sich das Müllaufkommen besonders? Welche Folgen haben die Abfälle für die Umwelt? Rund 2.000 Kilogramm gesammelter Kunststoffabfall wurden dazu sortiert und wissenschaftlich untersucht. Penible Handarbeit, die sich auszahlt. So konnte eine Reihe wichtiger Erkenntnisse über die „Abfall-Dynamik“ entlang der Donau gewonnen werden. Während zum Beispiel die Wiener Donauinsel Littering-Abfälle mit hohem Verpackungsanteil sowie aus dem Sanitärbereich aufweist, finden sich im Rechengut des Kraftwerks Freudenau vermehrt Kunststoffe aus Haushalt, Sport und Freizeit sowie Abfälle der Schifffahrt wie Seile und Bojen. Kommen an den Ufern des Nationalparks Donau-Auen vor allem Haushalts- und Verpackungskunststoffe vor, so sind es im Hinterland oft Getränkeflaschen und geschäumte Kunststoffe. Durch Messungen und Computermodelle konnte auch gezeigt werden, wie sich die einzelnen Kunststoffteile im Fluss bei unterschiedlichen Wasserständen verhalten. Erhebungen, die eine wichtige Datengrundlage bilden und somit ein zentrales Ziel des Projekts erfüllen: die Schaffung eines fundierten Wissenstandes zur Entwicklung zukünftiger Standards in Sachen Plastikvermeidung an der Donau.

„Im Rahmen von PlasticFreeDanube konnten wir Wissen und Verständnis über die Plastikmüllentstehung an der Donau entscheidend erweitern, um nun länderübergreifend wirkungsvollere Vermeidungsstrategien auf den Weg zu bringen“, ist Projektleiterin Gudrun Obersteiner vom Abfallwirtschaftsinstitut der Universität für Bodenkultur Wien überzeugt.

Beim Online-Abschlussevent am 23. Februar 2021 werden nicht nur die vielfältigen Analysemethoden und Resultate präsentiert. Gemeinsam mit den versammelten Projektpartnern wird auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse auch ein Blick in die Zukunft gewagt, um vielversprechende Lösungen zu erörtern, die Mensch und Natur wieder näher an das große Ziel einer plastikfreien Flusslandschaft heranbringen.

Gefördert von der Europäischen Union im Rahmen des INTERREG SK-AT-Programms, wurde PlasticFreeDanube von Partnern in Österreich und der Slowakei – der Universität für Bodenkultur Wien, viadonau, RepaNet, Polymer Institut SAS und vom Nationalpark Donau-Auen – umgesetzt.

Dabei sein beim Abschluss-Event – ein kurzes Mail an info[at]plasticfreedanube.eu genügt.

Hier geht’s zum aktuellen Newsletter.

Mehr Infos zum Projekt:
www.plasticfreedanube.eu

]]>
Presseinformation viadonau
news-1711 Thu, 28 Jan 2021 12:41:50 +0100 Wie die Schifffahrt (wieder) Tempo aufnimmt – GSV-Dialog „Nachhaltig und ohne Barrieren auf der Donau“ https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/wie-die-schifffahrt-wieder-tempo-aufnimmt-gsv-dialog-nachhaltig-und-ohne-barrieren-auf-der-donau Am 27. Jänner widmete sich das Webinar „Nachhaltig und ohne Barrieren auf der Donau“ der GSV, die Plattform für Mobilität, moderiert von Mario Rohracher, der Frage, wie der Verkehr am Strom angesichts einer steigenden Nutzung der Wasserstraße noch besser im Fluss gehalten werden kann. Top-Experten im digitalen Dialog: viadonau-Logistikprofis Simon Hartl und Deniza Staewa sowie Thomas Bogler, Vizepräsident, Nautik und Technik, Viking River Cruises. Die Qualität eines Verkehrsträgers bemisst sich vor allem an Rahmenbedingungen, die einen möglichst unterbrechungsfreien Verkehrsfluss ermöglichen. Blickt man allein auf ihre Kapazitäten, ist die Wasserstraße längst Klassenprimus. Dennoch müssen Kapitäne insbesondere der grenzüberschreitenden Güter- und Kabinenschifffahrt auch auf der Donau oft zeitraubende Hürden überwinden. Neben den unumgänglichen Schleusungen bringen vor allem die unterschiedlichsten Grenzkontrollprozeduren den Verkehr ins Stocken. Verzögerungen, die nicht nur die Effizienz von Gütertransporten beeinträchtigen, sondern auch unangenehm für Passagiere sind. Ausgangspunkt für den Verbesserungsbedarf in Sachen administrative Barrieren ist für viadonau-Logistikexperte Simon Hartl daher nicht zuletzt die immer stärkere Nutzung der Wasserstraße durch die internationale Passagierschifffahrt: Während an der Oberen Donau bestehende Tourismusangebote weiter optimiert und Kreuzfahrten auch außerhalb der Tourismussaison immer beliebter werden, würden an der Mittleren und Unteren Donau neue Tourismusdestinationen erschlossen. Demgegenüber standen bisher oft fehlende Informationen zu den jeweiligen teils sehr unterschiedlichen Grenzkontrollformalitäten und mangelnde zwischenbehördliche Koordination. Eingebettet in die Europäische Strategie für den Donauraum (EUSDR) ging viadonau im Rahmen einer Arbeitsgruppe zum Abbau administrativer Barrieren gemeinsam mit den Donauanrainerstaaten daran, praxisorientierte Lösungen zu erarbeiten – wichtige Wegmarken vor allem auch für viadonau-Logistikexpertin Deniza Staewa, die als Leiterin der Arbeitsgruppe den Fokus auf das gemeinsam Erreichte richtet. So zeitigten im Dreiklang „Vereinfachung, Harmonisierung und Digitalisierung“ die länderübergreifenden Bemühungen rasch zukunftsweisende Erfolge. Konkret: die Veröffentlichung eines Handbuchs zu Grenzkontrollen, der die nun schrittweise in den Anrainerstaaten der Mittleren und Unteren Donau eingeführten international standardisierten Grenzkontrollformulare (DAVID, Danube Navigation Standard Forms) folgen sollten.

Vereinheitlichung und Digitalisierung sind auch in der Schifffahrt selbst Trumpf. Das bestätigt einmal mehr Thomas Bogler von Viking River Cruises – vom erleichterten Zugang zu Ausbildung und Arbeitsmarkt in Sachen Binnenschifffahrt bis zur Einhegung der Kreuzfahrtschiffe in ein digitales Informationsnetz für optimale Sicherheit und Instandhaltung der Schiffe und maßgeschneiderte Services für Passagiere. Gleichzeitig rückten Umwelt und Schiffstechnik noch näher zusammen. Antriebstechniken würden – vor allem in Richtung Hybrid- und elektrische Antriebe – weiter verbessert, ebenso halte zeitgemäße Energieversorgung für Schiffe an Liegestellen durch die Einbindung in das landseitige Stromnetz Einzug.

Klar ist: Schifffahrt und Wasserstraßenverwaltungen fahren einen zunehmend modernen, zukunftsorientierten Kurs. Die Donau spielt eine wachsende Rolle im europäischen Transportnetz. Wie steht es um ihren Stellenwert in den einzelnen Donauländern? Simon Hartl zeigt sich optimistisch: Nicht nur könne man sich auf einen starken Rückhalt aus Brüssel verlassen – während die Donau für Österreich als Binnenland seit jeher eine essentielle Verkehrsader ist, spüre man auch in den übrigen Donauanrainerstaaten Bereitschaft zur gemeinsamen Weiterentwicklung der Wasserstraße. Vor allem mit Ländern wie Rumänien, dessen Donauabschnitt mit der unmittelbaren Anbindung an das Schwarze Meer besonders stark frequentiert wird, entwickelte sich eine hervorragende Zusammenarbeit.

Die Coronavirus-Pandemie traf vor allem die Passagierschifffahrt an der Donau schwer und führte zu einem historischen Einbruch einer Branche, die in den Jahren zuvor stetige Zuwächse erlebt hatte. Auch für 2021 ist die Pandemie derzeit noch eine ernstzunehmende Herausforderung. Entsprechende Prognosen sind sowohl für Bogler als auch Hartl schwierig. Zwar kam die Güterschifffahrt bisher gut durch die Krise, dennoch gebe es noch viel ungenutztes Potenzial. Es dürfe laut Hartl jedoch nicht nur um die transportierte Tonnage auf der Donau gehen, sondern auch um die mit den Transporten einhergehende Wertschöpfung. Für übergroße Schwertransporte – Stichwort: High & Heavy – wie Teile von Windkraftanlagen aber auch für nachwachsende Rohstoffe und Recyclingprodukte erweise sich die Donau als geradezu prädestiniert. Mit der Umsetzung der überall in Europa nun anstehenden Impfpläne dürfe auch in der Tourismusschifffahrt wieder gehofft werden.

]]>
Donaulogistik Wirtschaft
news-1665 Mon, 25 Jan 2021 12:55:00 +0100 SARS-CoV2-„Coronavirus“: Betrieb bei viadonau in vollem Umfang aufrecht, Schifffahrt für alle Sparten freigegeben https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/viadonau-unterstuetzt-massnahmen-gegen-pandemie Schnelles Reagieren und umfassende Maßnahmen sichern Unternehmenstätigkeit während der Krise. Erhaltungsarbeiten, Schleusenbetrieb sowie sicherheitsrelevante Tätigkeiten und Baustellen werden fortgeführt. Dank eines umfangreichen Maßnahmenpakets stellt der Wasserstraßenbetreiber viadonau seit Beginn der Krise sicher, dass die Unternehmenstätigkeit uneingeschränkt fortgeführt werden kann. Mit flexiblem Telearbeitsmodell für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleistet das Unternehmen, dass sicherheitsrelevante Erhaltungsarbeiten an Donau, March und Thaya auch weiterhin durchgeführt werden können. Die uneingeschränkte Nutzbarkeit der Donau für die Güterschifffahrt hat auch dazu beigetragen, dass Waren und Güter bisher während der gesamten Krisenzeit transportiert und angeliefert werden konnten. So trägt der Verkehrsweg Donau dazu bei, Versorgungssicherheit für produzierende Unternehmen in Österreich sicherzustellen. Trotz Krisenmodus ist das gesamte Unternehmen aktuell in vollem Umfang und uneingeschränkt operativ tätig.

Im Bereich der Schifffahrt kam es auf der österreichischen Donau seit Beginn der Krise zu unterschiedlichen Maßnahmen und Beschränkungen. Während der Gütertransport auf der österreichischen Donau ohne Einschränkungen weiterläuft, kam es - insbesondere im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionswellen (zuletzt mit Beginn des 3. "Lockdowns") - zu behördlichen Stilllegungen und Einschränkungen bei der Personenschifffahrt.

Für die Schleuse Nussdorf, Wiener Donaukanal gilt aktuell:

Die Schleusenanlage Nussdorf (Strom-Km 0,6) ist wegen Revisionsarbeiten vom 7.1.2021 bis voraussichtlich 31.3.2021 für den gesamten Schiffsverkehr gesperrt.

Unsere aktuelle Erreichbarkeit vor Ort:

Zentrale Wien von Mo-Do 8:00 bis 17:00, Fr 8:00 bis 15:00 Uhr
Servicecenter von Mo-Fr 8:00 bis 13:00 Uhr

Aktuelle Informationen erhalten Sie auch auf unseren Social-Media-Kanälen:

https://www.facebook.com/viadonau/
https://twitter.com/via_donau

]]>
Aktuelles viadonau
news-1710 Mon, 04 Jan 2021 09:40:07 +0100 Ein besonderes (Donau-)Jahr im Rückblick – viadonau zieht Bilanz https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/ein-besonderes-donau-jahr-im-rueckblick-viadonau-zieht-bilanz Krise stellte Binnenschifffahrt vor Herausforderungen, viadonau hielt operativen Betrieb aufrecht, Umweltprojekte erfolgreich umgesetzt. Die Donau konnte ihre Rolle als Versorgungsachse der österreichischen Industrie auch 2020 eindrucksvoll unter Beweis stellen. Die Rahmenbedingungen waren ab Mitte März klar: Ungeachtet von Ausgangsperren und Reisebeschränkungen, muss der Gütertransport weiterlaufen. Die Infrastruktur muss lückenlos vorhanden sein, der Transportweg Donau aufrecht, Schleusen müssen effizient weiterarbeiten und Güter rasch Staatsgrenzen überqueren, damit die Rohstoffversorgung für die Industrie gewährleistet bleiben kann. All das ist in diesem Ausnahmejahr 2020 an der Donau gelungen.

Der für die Schifffahrt zuständige Staatssekretär im BMK, Magnus Brunner, dazu: „Die österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft viadonau war 2020 mehr als gefordert. Die Aufrechterhaltung des Betriebs und somit die Sicherstellung der Versorgung über den Transportweg Donau waren essentiell. Rasch war allen Beteiligten klar, dass diese Krise die Donau nicht in die Knie zwingen kann. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz und ihr tatkräftiges Engagement in dieser fordernden Zeit.“

Die Anzahl der geschleusten Güterschiffe war 2020 im Vergleich zum Vorjahr relativ stabil. Zusätzlich zu den bereits laufenden Warenströmen wurden 2020 neue Transporte auf der Donau entwickelt, wie am Standort Hafen Wien: So konnte dieser auch vor allem als Umschlagspunkt für Recyclingprodukte punkten. Im Jahr 2020 wurden Altmetalle in Form von Anlagenteilen entladen, die zusätzlich zu weiteren Mengen Stahlschrott, zwischengelagert und mit dem Binnenschiff in Richtung Türkei abtransportiert wurden. Aber auch andere Recycling-Materialien gewannen 2020 stetig an Bedeutung. So wurden in diesem Jahr einige Ladungen Altholz aus dem Norden Europas mit dem Binnenschiff importiert und im Hafen Wien umgeschlagen.

Bis auf ein kurzes Aufleben in den Sommermonaten, wurden 2020 stark rückgängige Bewegungen im Bereich der Personenschifffahrt verzeichnet. Durch die restriktiven Maßnahmen im Bereich der Gastronomie, Beherbergung und Freizeitgestaltung mussten zahlreiche Ausflugs- und Kabinenschiffe ihre Fahrpläne auf Eis legen.

viadonau konnte von Beginn der Krise an den operativen Betrieb aufrecht halten. Dazu zählte die Fortführung schifffahrtsrelevanter Tätigkeiten, wie die permanente Funktionsfähigkeit der Donauschleusen, die Instandhaltung der Treppelwege oder die Vermessung der Donau zur Gewährleistung der Sicherheit auf der Strecke.

Auch im Bereich der ökologischen Projekte hieß es „Weitermachen!“. Zwei große Projekte bringen seit heuer Mehrwert für Fauna und Flora.

Spittelauer Arm

Der etwa vier Kilometer lange Spittelauer Arm nahe Hainburg wurde im Zuge der Großen Donauregulierung im 19. Jahrhundert von der Donau abgetrennt. Seit damals ging durch einen langsamen aber stetigen Verlandungsprozess wertvoller Naturlebensraum verloren. 2020 wurde das Gewässer wieder mit der Donau verbunden und wird künftig nahezu ganzjährig durchströmt. Davon profitieren insbesondere die Jugendstadien einer dynamischen Aulandschaft und die Fischpopulation. Durch die Anbindung entsteht eine große Insel, die den tierischen Aubewohnern als Rückzugsgebiet dient.

Fischa-Mündung

Ab September 2020 ging es schließlich an die Wiederherstellung der ehemaligen Wasserfläche im Hinterland der Fischamündung. Auf diese Weise entstand ein flacher und strömungsberuhigter Seitenarm mit Anbindung an den Fluss. Mit abwechslungsreicher Charakteristik und günstigen Flachwasserbereichen dienen die renaturierten Uferstrukturen und die neu entstandene Wasserfläche nun als idealer Fortpflanzungs- und Aufzuchtplatz für Fische, Amphibien und Kleinstlebewesen.

viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler zu den Verbesserungen im ökologischen Bereich: „Die Donau ist ein ganz besonderer Lebensraum. Daher stand auch 2020 im Fokus, ökonomische Anforderungen mit ökologischen Notwendigkeiten zu vereinbaren. Unsere Öko-Projekte zeigen eindrucksvoll, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind – und die Natur dankt es.“

]]>
Presseinformation viadonau
news-1708 Tue, 22 Dec 2020 13:11:33 +0100 In der Krise beweist sich der Charakter – Lichtblicke an der Donau https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/in-der-krise-beweist-sich-der-charakter-lichtblick-donau Es besteht kein Zweifel – eine Pandemie, die die ganze Welt in Atem hält, hätte kaum jemand für 2020 vorhergesehen. Auch die Donauschifffahrt wurde davon eiskalt erwischt. Während die Güterschifffahrt aufgrund unsicherer Rahmenbedingungen und rasch eingeführter Beschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie beeinträchtigt wurde, kam die Personenschifffahrt aufgrund der verhängten gesundheitsbehördlichen Sperren über viele Monate ganz zum Erliegen. Gleichwohl stellte sich gerade in dieser Zeit die bedeutende Rolle der Donau als Versorgungsachse der österreichischen Industrie klar heraus. Ungeachtet der Ausgangsperren und Reisebeschränkungen, muss der Gütertransport weiterlaufen. Die Infrastruktur muss lückenlos befahrbar sein, Schleusen müssen effizient weiterarbeiten und Güter rasch Staatsgrenzen überqueren, damit die Rohstoffversorgung für die Industrie gewährleistet bleiben kann. All das ist in diesem Ausnahmejahr 2020 an der Donau eindrucksvoll gelungen. Mit viel Engagement und Kreativität wurden auch neue Transporte auf den Weg gebracht und eine starke Empfehlung für die Donau als verlässlicher Verkehrsträger der Zukunft gegeben.

Die Anzahl der geschleusten Güterschiffe war 2020 im Vergleich zum Vorjahr relativ stabil. Das Personal an Bord, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Häfen und an den Schleusen sowie die Logistikerinnen und Logistiker haben ohne Zweifel dieses Jahr Enormes geleistet, um den Strom dringend benötigter Güter und Waren nicht abreißen zu lassen.

Zusätzlich zu den bereits laufenden Verkehren, wurden 2020 neue Transporte auf der Donau entwickelt, die hoffentlich über dieses von der Corona-Krise geprägte Jahr hinaus weiterlaufen werden:

Der Hafen Wien konnte vor allem als Umschlagspunkt für Recyclingprodukte punkten. Im Jahr 2020 wurden Altmetalle in Form von Anlagenteilen entladen, die zusätzlich zu weiteren Mengen Stahlschrott, zwischengelagert und mit dem Binnenschiff in Richtung Türkei abtransportiert wurden. Aber auch andere Recycling- Materialien gewinnen stetig an Bedeutung. So wurden in diesem Jahr einige Ladungen Altholz aus dem Norden Europas mit dem Binnenschiff importiert und im Hafen Wien umgeschlagen.

Neue Wege geht seit diesem Jahr auch das Lagerhaus Absdorf-Ziersdorf im Bereich der landwirtschaftlichen Güter. Um die aktuell hohe Erntemenge bei Mais effizient abzutransportieren, wurden rund 1.000 Tonnen Nassmais direkt vom Feld in den Rhenus Hafen Krems gebracht und in ein Schiff verladen. 40 Stunden später war der Mais bereits über die Donau nach Aschach transportiert, getrocknet und zur Lagerung und späteren Weiterverarbeitung bereit. So konnten insgesamt 40 LKW-Fahrten eingespart werden.

Die Firma Pfister Consulting GmbH führte in diesem Jahr auch erstmals regelmäßige Transporte von Rundholz mit dem Binnenschiff vom Rhenus Hafen Krems nach Ungarn statt. Diese neuen Exporte haben sich aufgrund des aktuell großen Aufkommens an Holz ergeben. Dabei kann das Binnenschiff gerade bei solch großen Mengen optimal als Transportmittel eingesetzt werden.

All diese positiven Beispiele aus der Güterschifffahrt unterstreichen die wichtige Bedeutung der Donau als krisensicherer, umweltfreundlicher und kostengünstiger Verkehrsträger für den Wirtschaftsstandort Österreich. Auch die Personenschifffahrt wird rasch wieder zur Höchstform auflaufen, sobald die bereits beginnenden Impfkampagnen Wirkung zeigen und wieder einen uneingeschränkten Personenverkehr und Tourismus ermöglichen. Ein Lichtblick am Ende dieses Krisenjahres, der bei viadonau zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt.

]]>
Donaulogistik viadonau
news-1707 Thu, 17 Dec 2020 12:49:43 +0100 Frohe Donau-Botschaft zur Vorweihnachtszeit aus der Ukraine https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/frohe-donau-botschaft-zur-vorweihnachtszeit-aus-der-ukraine Als fünftes Land in Folge hat nun auch der östlichste Donau-Anrainerstaat die sogenannten Danube Navigation Standard Forms (DAVID) für Grenzkontrollen eingeführt. Die DAVID-Formulare ersetzen die drei meist genutzten Grenzkontrollformulare – Ankunfts- und Abfahrtsmeldung, Besatzungsliste und Fahrgastliste. Ein starker Schub für den Abbau administrativer Barrieren entlang der Donau. Grenzkontrollen sind oft ein Hauptgrund für Fahrtverzögerungen in der Binnenschifffahrt entlang der Donau. Die Einführung der DAVID-Formulare in der Ukraine bedeutet nun einen weiteren wichtigen Schritt zur Harmonisierung, Vereinfachung und zeiteffizienten Durchführung der Grenzkontrollen für die Güter- und Passagierschifffahrt im Donauraum. Nachdem die neuen Formulare im Jahr 2020 bislang in Ungarn, Kroatien, Serbien und Bulgarien bereits eingeführt wurden, sollen bis Ende 2021 Rumänien und die Republik Moldau folgen. Damit wären ab Ende nächsten Jahres alle Grenzkontrollpunkte an den Schengen-Außengrenzen beziehungsweise außerhalb des Schengenraums abgedeckt.

Die DAVID-Formulare wurden unter Koordination von viadonau in der Arbeitsgruppe der EU-Donauraumstrategie von den Schwerpunktbereichen PA1a (Binnenwasserstraßen) und PA11 (Sicherheit) unter Einbezug des Schifffahrtssektors und Experten entwickelt.

Weiterführende Informationen

 https://navigation.danube-region.eu/working-groups/wg-6-administrative-processes/ 

]]>
Donaulogistik viadonau
news-1706 Tue, 01 Dec 2020 11:24:12 +0100 Bau- und Schifffahrtsbesprechung online – Internationales Meeting der Donau-Experten https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/bau-und-schifffahrtsbesprechung-online-internationales-meeting-der-donau-experten Viele Expertinnen und Experten aus den Bereichen Schifffahrt, Verkehr und Energiewirtschaft an der Donau ließen sich auch in Coronazeiten die Bau- und Schifffahrtsbesprechung im Herbst nicht entgehen. viadonau lud am 20. November kurzer Hand einfach zu einer besonderen Online-Version des beliebten regelmäßigen Experten-Treffens ein. Fazit vorweg: Geht es um Infrastrukturausbau, Instandhaltung und Pflege der Wasserstraße, tut sich auch aktuell viel an der Donau. Mehr als 40 Teilnehmende loggten sich am 20. November in die digitale Bau- und Schifffahrtsbesprechung ein und wurden mit brandaktuellen Updates zu vielfältigen Aktivitäten an der Donau belohnt. Wie mit Informationen zum Status des Ausbaus der viadonau-Serviceflotte zur Kennzeichnung der Wasserstraße. Nachdem 2017 der erste Bojenleger in Diensten von viadonau vom Stapel gelaufen ist, steht bald ein weiterer vor seiner Jungfernfahrt. Mit der 20 Meter langen mit modernem Hebekran ausgestatteten Verstärkung können Wartung und Positionierung der Bojen auf der Donau noch schneller und flexibler durchgeführt werden. Dass die Zahlen der Schifffahrt an der österreichischen Donau 2020 einen markanten Knick vor allem in Sachen Passagierfahrten aufweisen, überraschte kaum. Diese kamen insbesondere während der Lockdown-Phasen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie fast vollständig zum Erliegen. Zugleich entwickelt sich die Güterschifffahrt 2020 mit voraussichtlich 50.000 geschleusten Einheiten bis Jahresende stabil. Auch der Blick über die Landesgrenze offenbart viel Bewegung an der Donau. Während Rolf Diesler vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK Einblicke in den Donauausbau Straubing-Vilshofen gab, berichtete Matej Vaníčk im Auftrag von Vodohospodárska výstavba von den Sanierungsfortschritten an der Schleuse Gabčíkovo. viadonau hatte dazu im Vorfeld im Rahmen des internationalen Projekts FAIRway Danube die Machbarkeitsstudie geliefert. Mit der Sanierung der Spundwände im Vorhafen Lobau trug abschließend Winfried Fellinger von der Stadt Wien MA 45 zu einem infrastrukturellen Feinschliff an der Donau in Wien vor.

Eindrucksvolle Zahlen zur Instandhaltung der Wasserstraße bot einmal mehr die VERBUND Hydro Power. So seien seit 1996 rund 5 Millionen Kubikmeter Kies zur Instandhaltung der Staubereiche an den Kraftwerksstaustufen gebaggert und an geeigneter Stelle in den Strom verklappt worden – zweimal das Volumen der Cheops-Pyramide. Gemeinsam mit dem proaktiven Wasserstraßenmanagement von viadonau wird so der Eintiefung der Donau und der gleichzeitigen Entstehung von Seichtstellen in den Staubereichen entgegengewirkt. Die Bau- und Schifffahrtsbesprechung machte klar: Die Wasserstraße Donau ist bereit für ein starkes Schifffahrtsjahr 2021.

]]>
Wasserstraße viadonau
news-1704 Fri, 27 Nov 2020 13:48:39 +0100 Virtueller Abschlussworkshop der Initiative „Transport von (petro-)chemischen Produkten mit dem Binnenschiff“ https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/virtueller-abschlussworkshop-der-initiative-transport-von-petro-chemischen-produkten-mit-dem-binnenschiff Wenn die Chemie stimmt, geht vieles leichter. Welche Vorteile und Chancen die Donauschifffahrt für den Transport von Mineralöl, Dünger & Co bietet, wurde erstmalig im Rahmen eines virtuellen Workshops am 12. November 2020 mit 27 Teilnehmenden diskutiert. Dabei gaben die OMV AG, der Hafen Giurgiulesti und TTS Austria einen Einblick in ihre Logistik mit dem Binnenschiff und beleuchteten die aktuellen und langfristigen Herausforderungen beim Transport dieser Güter über die Donau. Chemische und petrochemische Produkte wie Mineralöle und Derivate, Düngemittel, Kohle und weitere chemische Produkte haben einen Anteil von mehr als ein Viertel der auf der österreichischen Donau transportieren Güter. Bei Mineralölprodukten steht vor allem die Versorgungssicherheit über das ganze Jahr hinweg im Vordergrund. Zahlreiche Gesellschaften und Tanklager der OMV liegen, wie Vladimir Cernek - zuständig für Primärlogistik - betonte, entlang der Donau. Dabei gilt die Binnenschifffahrt nicht nur als sehr sicher und gut planbar, sondern auch bezogen auf die enormen Transportmengen, die bewegt werden, als schnelles Verkehrsmittel.

Wie Thomas Moser vom Hafen Giurgiulesti berichtete, werden als größte Gütergruppe agrarische Schüttgüter umgeschlagen. Da Giurgiulesti an der maritimen Donau liegt, werden ebenfalls große Mengen Mineralöle vor allem mit Seeschiffen angeliefert. Vor kurzem habe zudem eine Ölmühle im Hafen eröffnet. Neben den pflanzlichen Ölen und Fetten sowie Flüssigdünger wurde erstmals auch Ethanol umgeladen.

Spannende Einblicke in die zukünftigen Entwicklungen im Bereich Düngemittel gab Herfried Leiter von TTS Austria. Während Düngemittel in der Region Süd-Ost-Europa, laut Leiter, Tendenziell eher stiegen, gebe es im Bereich Phosphatdünger jedoch rückläufige Mengen. Andere Düngemittelprodukte würden sich in dieser Region hingegen stärker entwickeln und ein zusätzliches Potenzial bilden. Die Unternehmensgruppe TTS betreibt auf der Donau rund 55 Schubschiffe und 450 schwimmende Einheiten. Zusätzlich werden auch weitere Dienstleistungen wie der Betrieb verschiedener Terminals, Schiffswerften und auch Bunkerstationen angeboten.

Die aktuelle Krise ist eine Herausforderung für alle – die Versorgungssicherheit spielt speziell in diesen Zeiten eine zentrale Rolle. Zukünftige Veränderungen der transportierten Mengen - weniger fossile Brennstoffe, kurzfristige Schwankungen im Agrarbereich - nehmen Einfluss auf die Binnenschifffahrt. Während entlang der maritimen Donau durch die größeren Mengen mit Seeschiffen versucht wird, die Kosten zu senken, rücken entlang der oberen und mittleren Donau vor allem multimodale Konzepte für kleinere Mengen chemischer Produkte in den Fokus. Die Binnenschifffahrt leistet einen wichtigen Beitrag zu einer umweltverträglichen Logistik. Deren Akteure wie Schifffahrtsunternehmen, Häfen und Verlader sollten in Zukunft verstärkt gemeinsam agieren, um als Interessensvertretung aufzutreten und im Wettbewerb mit den anderen Verkehrsträgern die Vorteile der Wasserstraße aufzuzeigen.

Der Schwerpunkt "chemische und petrochemische Produkte" wird nun mit Ende des Jahres abgeschlossen. In insgesamt drei Expertenworkshops wurden die Chancen und Potenziale beleuchtet. Ende des Jahres wird ein Informationsfolder publiziert, der alles Wissenswerte rund um den Transport mit dem Binnenschiff enthalten und auch online zur Verfügung stehen wird.

Weiterführende Informationen

www.viadonau.org/chemie-petrochemie

]]>
Donaulogistik viadonau
news-1703 Fri, 20 Nov 2020 02:27:00 +0100 Freie Bahn für mehr Lebensraumvielfalt an der Fischamündung https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/freie-bahn-fuer-mehr-lebensraumvielfalt-an-der-fischamuendung „Mission erfüllt“ dürfen jetzt viadonau und der Nationalpark Donau-Auen an der Fischamündung vermelden, nachdem nun auch die zweite Umsetzungsphase zu ihrer Revitalisierung erfolgreich abgeschlossen wurde. Nach Ende der flussbaulichen Maßnahmen, die im Rahmen des EU-geförderten österreichisch-slowakischen INTERREG-Projekts „Alpen Karpaten Fluss Korridor“ durchgeführt wurden, bietet der Donauzufluss ein neues Fluss-Biotop, in dem sich die Natur wieder frei entfalten darf. Seit Herbst 2019 ist am Zufluss der Fischa in die Donau einiges in Bewegung geraten. Und das ist gut so, bedeuteten die Baggerungen und emsigen Kiestransportfahrten nicht weniger als die Rückverwandlung des Zusammenflusses in einen vielgestaltigen und lebendigen Naturlebensraum. Zwei Umsetzungsphasen wurden dafür in Angriff genommen: In der ersten Phase im Herbst vergangenen Jahres wurde die Verbauung des Donauufers stromauf auf einer Länge von 125 Meter abgesenkt, während stromab etwa 130 Meter Blockwurf vollständig entfernt wurden. Durch den Uferrückbau können die Donau und die Fischa ihre Ufer im Zusammenfluss nun wieder dynamisch formen.

Im Zuge der zweiten Revitalisierungsphase ab September 2020 ging es schließlich – in einem Zeitraum von etwa vier Wochen – an die Wiederherstellung der ehemaligen Wasserfläche im Hinterland oberhalb der Fischamündung. Auf diese Weise entstand ein flacher und strömungsberuhigter Seitenarm mit unterstromiger Anbindung an den Fluss. Mit abwechslungsreicher Charakteristik und günstigen Flachwasserbereichen dienen die renaturierten Uferstrukturen und die neu entstandene Wasserfläche nun als idealer Fortpflanzungs- und Aufzuchtplatz für Fische, Amphibien, Makrozoobenthos und mehr. Insgesamt wurden im Zuge der Revitalisierungsmaßnahmen an der Fischamündung mehr als 30.000 Kubikmeter Kies bewegt. Das entspricht dem Ladevolumen von 2.000 bis 3.000 Kipplastern. Im Rahmen des Geschiebemanagements von viadonau wurde der entfernte Kies an geeigneter Stelle schließlich in den Strom verklappt – ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung der Sohleintiefung der Donau.

„Die flusslandschaftliche Wiederbelebung der Fischamündung ist ein schönes Beispiel dafür, dass „weniger“ oft „mehr“ sein kann. Durch die Entfernung der harten Uferbefestigung und großer Mengen Kies haben wir den Weg für die Natur wieder freigemacht. So kann sie sich besser entfalten und das Ruder für die flussökologische Entwicklung wieder selbst übernehmen“, ist viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler überzeugt.

Nationalparkdirektorin Edith Klauser freut sich über die ökologische Aufwertung dieses Bereichs für zahlreiche Tierarten: „Unmittelbar bei der Fischamündung wird eine Wasserfläche mit geringer Strömung und seichten Uferzonen geschaffen. Diesen neuen Lebensraum nutzen Fische wie Nase und Barbe im Zuge ihrer Laichwanderungen. Aber auch für gefährdete Vogelarten, für Amphibien und Wildtierarten ist diese Flusslandschaft als Rückzugsbereich und Kinderstube bedeutsam.“

Das vorrangige Ziel der wasserbaulichen Maßnahmen an der Fischa war die weitgehende Wiederherstellung ursprünglicher Fluss-, Au- und Uferstrukturen sowie die Erhöhung der Lebensraumqualität für standorttypische Fischpopulationen. Im Zusammenwirken mit weiteren gezielten flussökologischen Maßnahmen wird damit zur langfristigen Verbesserung des Lebensraumverbundes Fischa-Donau beigetragen.

Alpen Karpaten Fluss Korridor

Koordiniert vom Nationalpark Donau-Auen und gefördert von der Europäischen Union und dem Land Niederösterreich widmet sich „Alpen Karpaten Fluss Korridor“ der Verbesserung und dem Schutz der Lebensraumkonnektivität für wassergebundene Organismen in der österreichisch-slowakischen Grenzregion. Die Revitalisierung an der Fischamündung ist eine von 13 Pilotmaßnahmen des Projekts und Bestandteil des viadonau-Maßnahmenkatalogs für die Donau östlich von Wien.

]]>
Presseinformation viadonau
news-1701 Fri, 23 Oct 2020 19:20:00 +0200 DAVID – Abbau administrativer Barrieren schreitet voran https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/david-abbau-administrativer-barrieren-schreitet-voran Ein weiterer Erfolg beim Abbau administrativer Barrieren: Am 4. August 2020 führte Bulgarien als viertes Land in Folge nach Ungarn, Kroatien und Serbien die „Danube Navigation Standard Forms“ (DAVID) gesetzlich ein. Ab sofort sind die 3 DAVID-Formulare auch im Bulgarischen RIS-System (Single Window / BULRIS) abrufbar. Besagte Formulare ersetzen die drei meist genutzten Grenzkontrollformulare (Ankunfts- und Abfahrtsmeldung, Besatzungsliste und Fahrgastliste) und tragen so zur Harmonisierung der Grenzkontrollprozesse im Donauraum bei. Bis Ende 2021 sollen die DAVID-Formulare flächendeckend auch in Rumänien, in der Republik Moldau und in der Ukraine eingeführt werden.

Die DAVID-Formulare wurden – koordiniert von viadonau – in der Arbeitsgruppe der EU-Donauraumstrategie von den Schwerpunktbereichen PA1a (Binnenwasserstraßen) und PA11 (Sicherheit) unter Einbeziehung des Schifffahrtssektors und Experten entwickelt.

]]>
Donaulogistik viadonau
news-1700 Wed, 21 Oct 2020 12:10:59 +0200 LIFE+ Auenwildnis Wachau – Start für Naturschutzprojekt https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/life-auenwildnis-wachau-start-fuer-naturschutzprojekt Zwischen Rossatz und Rührsdorf wird mit LIFE+ Auenwildnis Wachau ein mehrjähriges Renaturierungsprojekt an der Donau umgesetzt. Dabei entsteht neben einem neuen 1,6 Kilometer langen Nebenfluss auch eine geschützte Auwald-Insel. Um das Donauwasser dynamisch durch den neuen Nebenfluss strömen zu lassen, wird eine Flutmulde ausgehoben, die Wasser in den Nebenarm bringt und eine bestehende Einströmöffnung erweitert. „Das Profil des neuen Nebenflusses wird abwechslungsreich gestaltet, weit offene Fließgewässerquerschnitte wechseln mit engeren, flachen Bereichen. Auf diese Weise werden unterschiedlichste Lebensräume geschaffen, in denen auch Erosion und Anlandungen als fließgewässertypische Prozesse wieder gestaltend wirken können“, zeigt sich Magnus Brunner, der für Wasserstraßen zuständige Staatssekretär im BMK, sehr erfreut.

Niederösterreichs LH-Stv. und Umweltlandesrat Stephan Pernkopf zum Projektstart: „Der Erdbau für das Kernstück des Renaturierungsprojekts LIFE+ Auenwildnis Wachau ist mit ca. 1,25 Mio. Euro auch finanziell der Hauptteil des mit 3,9 Mio Euro veranschlagten Naturschutz-Projekts. Mit diesem wichtigen ökologischen Schritt in einer der schönsten Flusslandschaften Europas stärken wir die Natur und ihre Vielfalt am und im Wasser. So können sich an den weißen Kiesbänken – unter Wasser – bald Jungfischschwärme tummeln, während über Wasser Flussregenpfeifer, Flussuferläufer und Co. wieder artgerechte Brutplätze vorfinden.“ Auch der Auwald wird im Rahmen des Projekts aufgewertet, vergrößert und für die Zukunft gesichert. Ein umfassendes Neophytenmanagement sorgt dabei für die Förderung heimischer und für die lokale Flusslandschaft typischer Baumarten der Weichen und Harten Au. So wurden ca. 5000 eigens vermehrte autochtone Schwarzpappeln gepflanzt, damit sie im nächsten Jahrhundert als stattliche Bäume das Landschaftsbild der Au prägen können.

Die Schaffung neuen Lebensraumes ist auch für viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler essentiell: „Denn auch Amphibien, Vögel und Säugetiere werden von den flusslandschaftlichen Maßnahmen profitieren. Während 50 neue Amphibientümpel als Laichgewässer für Unken, Frösche und den Donau-Kammmolch zur Verfügung stehen werden – ca. 40 davon sind bereits fertiggestellt – schaffen Nisthilfen für Seeadler und die Einrichtung einer Horstschutzzone sowie neue Fledermauskästen Anreize, den Luftraum im Projektgebiet wieder verstärkt unsicher zu machen.“

Ebenfalls positive Auswirkungen ergeben sich durch die neuen geschaffenen Lebensräume in Bezug auf Hochwasserereignisse. Denn durch das vom neu angebundenen Nebenarm aufgenommene Wasser, ergibt sich eine Entlastung des Hauptstromes.

LIFE+ Auenwildis Wachau ist ein EU-gefördertes Projekt. Die Projektkoordination liegt bei viadonau, die beiden Partner Welterbegemeinden Wachau und Marktgemeinde Rossatz-Arnsdorf setzen ihrerseits Arbeitspakete um. Als Co-Finanziers sind das Land NÖ (Landschaftsfonds) sowie der NÖ Landesfischereiverband, der ÖFG 1880 und das BMLRT mit im Boot. Das Förderprogramm LIFE der EU stellt 50 Prozent der Mittel zur Verfügung und ist Teil der europaweiten Schutzbemühungen wie der Natura 2000 Richtlinie und der Wasserrahmenrichtlinie.

Alle Maßnahmen im Rahmen des LIFE+ Projekts Auenwildnis Wachau werden auch in acht Infoblättern vorgestellt, die ab sofort auf www.auenwildnis-wachau.at als Download erhältlich sind.

]]>
Presseinformation viadonau
news-1698 Wed, 23 Sep 2020 15:35:16 +0200 Vom Uferrückbau zum neuen Fluss-Biotop – viadonau sorgt für ein Stück ursprüngliche Flusslandschaft an der Fischa https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/vom-uferrueckbau-zum-neuen-fluss-biotop-viadonau-sorgt-fuer-ein-stueck-urspruengliche-flusslandschaft-an-der-fischa Nachdem bereits im Herbst und Winter 2019 im Rahmen des EU-geförderten österreichisch-slowakischen INTERREG-Projekts „Alpen Karpaten Fluss Korridor“ an der Fischamündung ein naturnahes Ufer geschaffen wurde, macht viadonau nun den nächsten Schritt in Sachen Revitalisierung am Donauzufluss. Der noch vorhandene Kies wird abgetragen und der Grundstein zur Entwicklung eines neuen Biotops gelegt. Seit Mitte September wird so der Weg freigemacht für die Entstehung eines neuen vielfältigen Lebensraums, von dem vor allem die flusstypische Tierwelt profitieren wird. Im Zuge der ab Mitte September gestarteten zweiten Phase der Revitalisierung an der Fischamündung wird das Niveau des Hinterlands oberstromig der Mündung abgesenkt. Auf diese Weise entsteht ein flacher Seitenarm mit zeitweise unterstromiger Anbindung an den Fluss. Im betroffenen Bereich bestand bereits früher eine Stillarmfläche, die durch den Abtrag der noch vorhandenen Kiesauflage nun teilweise wiederhergestellt und für Leben und Vielfalt einer flusstypischen Natur wieder zugänglich gemacht wird. Da die neu entstehende Wasserfläche im Hochwassereinfluss liegt, wird sie sich rasch strukturreich ausbilden und mit günstigen Flachwasserbereichen als idealer Fortpflanzungsplatz sowie Kinderstube insbesondere für Fische, Amphibien und Makrozoobenthos dienen. Verborgen und fernab von störenden Einflüssen finden vor allem auch Barben und Nasen, die sich hier jährlich zusammenfinden, ein ruhiges und gemütliches „Wartezimmer“, bevor sie weiter die Fischa hinaufziehen. Ebenso profitieren Wildtiere und Wasservögel von der Aufwertung des Flusslebensraums, die das neue Stück wilde Flusslandschaft schnell in Besitz nehmen werden.

Der im Rahmen der Bauarbeiten entfernte Kies wird gezielt in den Geschiebekreislauf der Donau rückgeführt und dazu im Rahmen des proaktiven Wasserstraßenmanagements von viadonau an geeigneter Stelle in den Strom verklappt.

Durch die Umsetzung der Revitalisierungsmaßnahmen investiert viadonau in eine nachhaltige Zukunft ökologisch intakter Flusslandschaften. Das vorrangige Ziel der wasserbaulichen Maßnahmen an der Fischa ist die weitgehende Wiederherstellung ursprünglicher Fluss-, Au- und Uferstrukturen sowie die Erhöhung der Lebensraumqualität für standorttypische Fischpopulationen. Im Zusammenwirken weiterer gezielter flussökologischer Maßnahmen trägt das Vorhaben zur langfristigen Verbesserung des Lebensraumverbundes Fischa-Donau bei.

Weiterführende Links:

https://rivercorridor.com/
http://www.viadonau.org/unternehmen/projektdatenbank/aktiv/alpen-karpaten-fluss-korridor

]]>
FGP viadonau
news-1696 Fri, 04 Sep 2020 12:40:50 +0200 Danube Business Talks in verlängerter „Corona-Pause“ bis 2021 https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/danube-business-talks-in-verlaengerter-corona-pause-bis-2021 Die Coronavirus-Pandemie ist eine weltweite – auch ökonomische – Herausforderung und fordert von Wirtschaft wie Gesellschaft viel Flexibilität. Für viadonau hat Gesundheit dabei stets Vorrang. Aufgrund der aktuellen Entwicklung hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, die für Oktober 2020 geplanten Danube Business Talks zu verschieben. Nach der verlängerten Wartezeit dürfen sich Wirtschafts- und Schifffahrtstreibende, Logistikexpertinnen und -experten, Interessierte und Donaufans auf das Top-Event in Sachen Donaulogistik im Herbst 2021 freuen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Mit den Danube Business Talks bietet viadonau alle zwei Jahre eine beliebte und im Transport- und Logistiksektor etablierte Plattform zu interaktivem Meinungsaustausch und Diskussion Donau-relevanter Themen. Angesichts der aktuellen Entwicklung der Virus-Pandemie und der dazu beschlossenen Vorgaben der österreichischen Bundesregierung, vor allem aber im Interesse der Gesundheit des internationalen Fachpublikums, hat sich das Unternehmen schweren Herzens dazu entschieden, die Danube Business Talks, die für 14. und 15. Oktober in Linz geplant waren, in das nächste Jahr zu verschieben. Das Jahr Eins nach Beginn der weltweiten Corona-Krise soll gleichsam als Symbol des wirtschaftlichen Neustarts an der Donau und in Europa stehen, der sich bei den Danube Business Talks 2021 umso kraftvoller mit aktuellen Trends, Innovationen und attraktiven Zukunftsperspektiven am Strom präsentieren wird.

Gerade auch in den intensivsten Krisenmonaten hat die Wasserstraße Donau ihr großes Potential als umweltfreundliche und leistungsstarke Transportoption aber auch als verlässlicher Versorger mit essentiellen Gütern bewiesen. viadonau blickt zuversichtlich in die Zukunft des Donauraums und hofft, dies 2021 wieder gemeinsam mit zahlreichen hochrangigen Expertinnen und Experten bei der Neuauflage der Danube Business Talks 2021 tun zu können.

Schon mal vormerken: 13. und 14. Oktober 2021 im Palais Kaufmännischer Verein in Linz.

]]>
Donaulogistik viadonau
news-1695 Tue, 11 Aug 2020 11:01:39 +0200 Mit Qualität in die Zukunft – Aktualisierte Umwelterklärung 2020 ist da https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/mit-qualitaet-in-die-zukunft-aktualisierte-umwelterklaerung-2020-ist-da Dass viadonau sich nicht nur zu einer umweltbewussten und zugleich mitarbeiterorientierten Unternehmensentwicklung bekennt, sondern sich dafür auch konkrete Ziele setzt, kann man Jahr für Jahr in der viadonau-Umwelterklärung erfahren. Auch heuer präsentiert das Unternehmen umfassend und transparent Daten und Fakten über seinen nachhaltigen Kurs und eröffnet diesmal faszinierende Einblicke in die verborgene Seite der Donau. Die Donau ist eine außergewöhnliche Arbeitswelt. Umweltgedanke, Sicherheit und soziale Verantwortung müssen bei der täglichen Arbeit auf den Treppelwegen, Schleusen, Messschiffen und in den vielen Projektgebieten entlang des Flusses stets Hand in Hand gehen. Das gelingt viadonau seit jeher mit top ausgebildeten und nach aktuellsten Arbeitssicherheitsstandards (ISO 45001:2020) geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Um das hohe Qualitätsniveau zu bewahren und den vielfältigen Anforderungen am Strom auch in Zukunft bestmöglich gerecht zu werden, setzt man sich laufend ganz konkrete Ziele. So soll die Nutzung erneuerbarer Energie – zum Beispiel durch die schrittweise Ausstattung der Servicecenter mit Photovoltaikanlagen – bis 2023 um 30 Prozent erhöht und zugleich der CO2-Ausstoß des PKW-Fuhrparks – unter anderem durch den verstärkten Einsatz von Elektro-Fahrzeugen – um zwei Prozent verringert werden.

Neben Energieeffizienz und modernen Technologien zielen die Entwicklungsmaßnahmen von viadonau auch auf Biodiversität und Artenschutz. Im vergangenen Jahr wurden mit der Renaturierung von 9.615 Metern Ufer und Nebengewässer ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der biologischen Vielfalt der Flusslebensräume March und Donau geleistet. Um die Auswirkungen der Geschiebedynamik auf Natur und Schifffahrt modern und präzise zu untersuchen und wertvolle Erkenntnisse für das Wasserstraßenmanagement aber auch für Renaturierungsvorhaben zu gewinnen, arbeitet viadonau seit vielen Jahren immer wieder in erfolgreichen Forschungskooperationen mit Universitäten und hochspezialisierten Organisationen zusammen. Die aktualisierte Umwelterklärung 2020 bietet faszinierende Einblicke in dieses geheimnisvolle Forschungs- und Arbeitsumfeld, dass den meisten Menschen verborgen bleibt, und zeigt die besondere ökologische und wirtschaftliche Bedeutung der Flussdynamik unter der Wasseroberfläche.

Aktuelle Daten und Trends zur Umweltleistung von viadonau und Wissenswertes zur verborgenen Seite des Stroms – jetzt in der aktualisierten Umwelterklärung 2020. Hier geht’s zum Download.

]]>
viadonau Umwelt
news-1694 Thu, 23 Jul 2020 19:33:22 +0200 Starkes Schifffahrtsjahr 2019 – Jahresbericht Donauschifffahrt liefert Details https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/starkes-schifffahrtsjahr-2019-jahresbericht-donauschifffahrt-liefert-details Die neueste Ausgabe des Jahresberichts Donauschifffahrt ist da und sorgt wieder für klare Sicht entlang der Wasserstraße. Gewohnt qualitätsvoll und übersichtlich gestaltet, steht DAS Kompendium zu Fakten und Trends rund um Verkehr, Transportaufkommen und Fahrwasserverhältnisse an der österreichischen Donau ab sofort zum Download bereit. Erstmals werden in der brandneuen Publikation auch Daten zu Größe und Zusammensetzung der österreichischen Donauflotte veröffentlicht. Im Jahr 2019 konnte die Wasserstraße Donau in Österreich mit soliden Zuwächsen aufzeigen. So verzeichnete das Transportaufkommen mit 8,5 Millionen Tonnen ein sattes Plus von rund 18 Prozent im Vergleich zu 2018. Während die österreichischen Donauhäfen 2019 mit sieben Millionen Tonnen um rund 14 Prozent mehr Güter umschlagen konnten, wurden mit 1,4 Millionen rund 10 Prozent mehr Passagiere als 2018 transportiert. Vor allem Flusskreuzfahrten lagen mit plus 15 Prozent stark im Trend und bewiesen, dass die Donau eine ungebrochene internationale Anziehungskraft hat.

Voraussetzung für diese positive Verkehrsentwicklung ist die – auch durch treffsicheres Wasserstraßenmanagement erreichte – hohe Verfügbarkeit der Donau. Auf der an allen 365 Tagen verfügbaren Wasserstraße wurden exakt 98.234 Schiffseinheiten in Österreich geschleust – eine Zunahme von ebenfalls rund 10 Prozent.

Noch viel mehr über die Entwicklung der Binnenschifffahrt auf der österreichischen Donau 2019, wie spannende Trends zu Gütergruppen, Modal Split, Fahrwassertiefen und – erstmals in der aktuellen Ausgabe – auch Details zu Größe und Zusammensetzung der österreichischen Donauflotte können ab sofort wieder bequem auf den heimischen Bildschirm, das Tablet oder das Smartphone geholt werden.

Hier geht’s zum Download.

]]>
Wasserstraße viadonau
news-1693 Fri, 17 Jul 2020 13:17:10 +0200 Online-Antrag für Treppelwegnutzung https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/online-antrag-fuer-treppelwegnutzung Bei Wegen unmittelbar am Flussufer handelt es sich meist um sogenannte Treppelwege. Wenngleich die Befahrung solcher Uferbegleitwege vorwiegend zum Zweck der Schifffahrt erlaubt ist, kann von viadonau unter bestimmten Voraussetzungen – zum Beispiel für Anrainer – eine Sondergenehmigung („Treppelwegsbefahrungs-bewilligung“) für eine Befahrung erteilt werden. Mit dem neuen Online-Antragsformular zur Befahrung der Treppelwege bietet viadonau ab sofort mehr Komfort bei Anträgen für die Nutzung von Treppelwegen an der österreichischen Donau. So können Anträge künftig in einer bedarfsgerecht gestalteten Antragsmaske mithilfe entsprechend aufbereiteter Auswahlkriterien zu – zum Beispiel – Zweck und Dauer der Treppelwegbefahrung sowie durch Hochladen der angegebenen notwendigen Dokumente, wie Führerschein und Zulassungsschein, schnell und bequem gestellt werden. Per E-Mail werden Antragstellerinnen und -steller zeitnah über die Bewilligung informiert.

Hier geht’s direkt zum Online-Antragsformular. Reinschauen und schlaumachen!

]]>
Aktuelles viadonau
news-1692 Fri, 03 Jul 2020 11:48:59 +0200 30 Jahre INTERREG in Europa – Jubiläum mit Vorzeigeprojekt ENERGY BARGE https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/30-jahre-interreg-in-europa-jubilaeum-mit-vorzeigeprojekt-energy-barge Ein rundes Jubiläum ist vor allem dann besonders schön, wenn man auf bemerkenswerte Erfolge zurückblicken kann. Und genau davon hat die europäische Gemeinschaftsinitiative INTERREG reichlich. Anlässlich drei Jahrzehnten INTERREG in Europa – seit 25 Jahren mit österreichischer Beteiligung – veröffentlicht die Österreichische Raumordnungskonferenz (ÖROK) eine Jubiläumsbroschüre mit 30 Vorzeigeprojekten. Besonderes Highlight aus viadonau-Sicht: Unter den erfolgreichen Aushängeschildern ist auch das Gemeinschaftsprojekt ENERGY BARGE. Seit seinem EU-Beitritt 1995 ist Österreich aktiv an der Umsetzung von INTERREG-Programmen beteiligt. Im Zentrum der Gemeinschaftsinitiative des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) steht seit jeher die grenzübergreifende ökologische, wirtschaftliche und kulturelle Weiterentwicklung des Europas der Regionen. Für Österreich als Land mit langen Staatsgrenzen, einem hohen Anteil an Grenzregionen und starken internationalen Verflechtungen war und ist das Ziel der „Europäischen Territorialen Zusammenarbeit“ von besonderer Bedeutung.

Das 2017 gestartete Gemeinschaftsprojekt ENERGY BARGE des INTERREG Danube Transnational Programme verknüpfte innovative Logistikkonzepte mit der internationalen Perspektive, von einer stärker und effizienter genutzten Wasserstraße Donau gemeinsam zu profitieren. Im Fokus stand die engere Vernetzung zwischen dem Bioenergie- und dem Donaulogistiksektor, um die Transportverlagerung von Biomasse auf das Binnenschiff entlang der gesamten Donau langfristig zu erhöhen. Mit 15 internationalen Partnern aus dem Donaulogistiksektor und der Bioenergieindustrie wurden Anforderungen für Transport, Umschlag und Lagerung von Biomasse als Rohstoff ausgelotet und vielversprechende Biomasseprodukte für die Binnenschifffahrt identifiziert. Besonders wichtig dabei: Um einen effizienten Modal Shift auf die Wasserstraße zu erreichen, sollten umweltfreundliche und verlässliche Logistikkonzepte nicht nur gemeinsam entwickelt, sondern die Awareness für das Potenzial der Binnenschifffahrt gezielt und nachhaltig im Bioenergiesektor verankert werden.

Ein herausragendes Merkmal des Projekts war der sektorübergreifende Ansatz: Das Projekt brachte Schlüsselakteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette, Akteure aus der Bioenergieindustrie, Donauhäfen sowie einschlägige Behörden und politische Entscheidungsträger zusammen, um den transnationalen Wissenstransfer sowie die Zusammenarbeit zu stärken. Business-to-Business-Meetings zur Nutzung von Synergien zwischen dem Biomasse-/Bioenergiesektor und dem Donaulogistiksektor waren ein wesentliches Element des Projekts und boten eine neutrale Plattform für die Initiierung neuer Transporte auf der Wasserstraße. Unter dem Motto „The Danube – A Stream of Energy“, organisierten viadonau und der Hafen Wien das erste von fünf regionalen Business-to-Business-Meetings im Rahmen der Danube Business Talks im Oktober 2018.

Bereits im Juni 2017 wurde dem auch auf EU-Ebene viel beachteten Gemeinschaftsprojekt als eines von neun Projekten der Status eines „strategischen Projekts“ der Europäischen Strategie für den Donauraum (EUSDR) verliehen. Im Sommer 2019 wurde ENERGY BARGE erfolgreich abgeschlossen.

Neben der internationalen Bereitschaft die Donau gemeinsam wirtschaftlich in die Zukunft zu entwickeln, steht ENERGY BARGE auch für mehr Aufmerksamkeit für ökologisch sinnvolle Lösungen auf dem Weg zu einem nachhaltigeren und zugleich leistungsfähigeren europäischen Transportnetz. Zum 30-Jahr-Jubiläum von INTERREG in Europa erscheint ENERGY BARGE in einer besonderen Publikation der Österreichischen Raumordnungskonferenz nun als eines von 30 Projektbeispielen, die Wert und Qualität europäischer Zusammenarbeit herausragend repräsentieren.

Hier geht’s direkt zum Download der ÖROK-INTERREG-Jubiläumsbroschüre.

]]>
viadonau Wirtschaft
news-1691 Tue, 23 Jun 2020 16:28:05 +0200 Neues von der March – Kennzeichnende Wasserstände des Grenzflusses in Neuauflage https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/neues-von-der-march-kennzeichnende-wasserstaende-des-grenzflusses-in-neuauflage Österreichisch-slowakische Zusammenarbeit am Grenzfluss. Auf Initiative der österreichisch-slowakischen Grenzgewässerkommission entstand in Zusammenarbeit zwischen viadonau und den slowakischen Institutionen VUVH, SHMU und SVP eine aktuell überarbeitete Auflage der Kennzeichnenden Wasserstände der March – KWM2018. Die jetzt vorliegende zweisprachige Publikation ist eine wesentliche Datengrundlage für Planungen von Hochwasserschutzmaßnahmen, vieler wasserwirtschaftlicher oder ökologischer Projekte aber auch zur Beurteilung von Vorhaben im Rahmen wasserrechtlicher Bewilligungsverfahren an der March. Das Daten-Kompendium dient darüber hinaus als Referenz für Gewässervermessungen und liefert wertvolle Anhaltspunkte für Wasserentnahmen aus der March zur landwirtschaftlichen Bewässerung oder Beregnung.

Die Basisdaten, wie hydrologische Kennzahlen (charakteristische Abflüsse), Messwerte von Pegelstellen sowie Auswertungen der Gewässersohlaufnahmen und Nivellements bei Nieder- und Mittelwasser, lieferten die viadonau-Expertinnen und -Experten, die auch die Berechnungen des slowakischen Forschungsinstituts für Wasserwirtschaft (VUVH, www.vuvh.sk) begleiteten und sich mit den „Fach-Nachbarn“ bei der präzisen Erhebung und Evaluierung der Daten eng abstimmten. Weiters waren das slowakische Hydrometeorologische Institut (www.shmu.sk) und das slowakische Wassermanagement-Unternehmen SVP (www.svp.sk) an der Erarbeitung beteiligt.

Eine wichtige Erkenntnis aus der länderübergreifenden Zusammenarbeit: Wie so viele Flüsse in Mitteleuropa tieft sich auch die March ein. Bei einem Vergleich der beiden charakteristischen Abflüsse NWmin 1996 und NWmin 2018 (beide 20,7 m³/s) zeigt sich eine geringfügige Änderung der Wasserspiegellage. Da die Abflüsse bei beiden Berechnungen gleich sind, ist diese Änderung auf eine Eintiefung der Gewässersohle zurückzuführen. Während im Bereich von Hohenau Abschnitte mit Eintiefung und Aufhöhung der Sohle abwechseln, ist ab Flusskilometer 57 eine Eintiefung von 10 bis 20 Zentimeter ersichtlich, mit einem Wert von ca. 30 Zentimeter bei Stromkilometer 27. Erst auf den letzten 8 Kilometern vor der Mündung kann man eine Aufhöhung der Sohle erkennen. Mit ein Grund dafür dürften die in diesem Bereich umgesetzten Renaturierungsprojekte (Life+ Untere Marchauen) sein.

Die Kennzeichnenden Wasserstände dienen stets auch zur Einordnung aktueller Messwerte sowie von Hoch- und Niederwasserperioden der jüngeren Vergangenheit.So wurden beispielsweise seit dem 100-jährlichen Hochwasser im April 2006 drei Hochwässer mit einer Jährlichkeit von etwa 7 bis 16 registriert (März 2009, Mai und Juni 2010). In den letzten Jahren ließ sich aber auch ein vermehrtes Auftreten von Niederwasserperioden beobachten (Beispiel Abbildung Niederwasser der March). Neben dem Hochwasser wird das Niederwasser in Verbindung mit der Thematik Klimawandel bei viadonau daher heute und zukünftig eine wichtige Rolle spielen.

Entlang der March und Unteren Thaya betreut viadonau die beiden Hochwasserschutzverbände fachlich und ist bestens auf künftige Hochwässer vorbereitet. Der Hochwasserschutzdamm wurde auf dem Letztstand der Technik generalsaniert, befindet sich in bestem Zustand und wird laufend von viadonau und Mitarbeitern der Hochwasserschutzverbände gepflegt und kontrolliert. Mit Schulungen und Übungen werden die Mitarbeiter und die freiwilligen Feuerwehren der Region einsatzbereit gehalten.

Die Kennzeichnenden Wasserstände der March sind als PDF in beiden Sprachen kostenfrei zum download verfügbar. Hier geht’s zur aktuellen Auflage der KWM2018.

]]>
Presseinformation viadonau
news-1690 Thu, 18 Jun 2020 12:48:58 +0200 Bojenleger 1 packt nach Kran-Schaden wieder kräftig zu https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/bojenleger-1-packt-nach-kran-schaden-wieder-kraeftig-zu Arbeiten am Wasser zur Kennzeichnung der Fahrrinne mit Fahrwassertonnen erfordern modernste Technik und eine eingespielte Mannschaft. Im Zuge dieser Arbeiten erlitt der bisherige Bordkran des Bojenleger 1 von viadonau einen irreparablen Schaden und musste durch einen neuen Kran ersetzt werden. Wie beim ersten Gerät, handelt es sich um einen fernsteuerbaren Kran, welcher der Schiffsmannschaft alle Möglichkeiten modernster Hebetechnik bietet. Integratives Arbeiten

Zur Ausbringung und Manipulation von Fahrwassertonnen braucht es nicht ausschließlich nautisches Personal. Zusammenarbeit wird am Bojenleger 1 von viadonau großgeschrieben, und so arbeiten an den Fahrwasserzeichen unsere Schiffsleute zum Beispiel auch mit den Erhaltungsprofis der sogenannten Mobilen Services  zusammen. Damit können Ressourcen und Synergien auf der Wasserstraße optimal eingesetzt und wertvolle Erfahrungen aus den unterschiedlichen Teams gebündelt werden.

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: So stechen auch auf den Fotos von Arbeiten am Schiff die weißen Schutzmasken unserer Mitarbeiter hervor – ein sichtbares Indiz dafür, dass viadonau auch in Krisenzeiten durch eine lückenlose Austonnung für die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit auf der Donau sorgt.

]]>
viadonau Sicherheit
news-1689 Fri, 12 Jun 2020 10:19:25 +0200 Staatssekretär Magnus Brunner überzeugt sich von leistungsfähigem Infrastrukturweg Donau, Wasserstraßenbetreiber viadonau voll einsatzfähig https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/staatssekretaer-magnus-brunner-ueberzeugt-sich-von-leistungsfaehigem-infrastrukturweg-donau-wasserstrassenbetreiber-viadonau-voll-einsatzfaehig Der für die Schifffahrt zuständige Staatssekretär im Bundesministerium für Klimaschutz (BMK) Dr. Magnus Brunner überzeugte sich am 3. Juni im Rahmen eines Besuches am viadonau Servicecenter in Bad Deutsch-Altenburg von der anspruchsvollen Arbeit an der Donau. Schwerpunkt seines Besuches waren die Aufgaben im Bereich des Wasserstraßenmanagements, das unter anderem dazu dient, der Schifffahrt bestmögliche nautische Bedingungen (wie eine durchgängige Mindestfahrwassertiefe für sicheres Vorankommen) zu gewährleisten. Dass ein moderner Infrastrukturbetreiber wie viadonau dabei auf innovatives digitales Equipment setzt, beeindruckte Brunner: „Die Donau als komplexes System zwischen Transportweg und Naturraum bringt ganz eigene Anforderungen mit sich. Auch in den vergangenen Wochen während der Krise zeigte die viadonau als österreichischer Wasserstraßenbetreiber, dass beispielsweise die permanente Vermessung der Donau – und somit das proaktive Aufspüren möglicher Seichtstellen – die Grundlage für die Krisenfestigkeit des Infrastrukturweges Donau darstellt.“

„Seit Jahren verfolgt viadonau bei allen Projekten und Vorhaben einen integrativen Ansatz. Darunter verstehen wir die Verschränkung verschiedener Ziele und das Bestreben diese bestmöglich zu kombinieren. Denn die Wirtschaftlichkeit der Donau als Verkehrsweg, die Nutzung als Natur- und Freizeitraum sowie die Gewährleistung von Sicherheitsaspekten im Bereich des Hochwassermanagements schließen sich nicht aus – im Gegenteil, nur in Summe ergibt sich ein funktionierendes Zusammenspiel“, so viadonau Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler.

Dank eines umfangreichen Maßnahmenpakets konnte der Wasserstraßenbetreiber viadonau von Beginn der Krise an sicherstellen, dass die Unternehmenstätigkeit uneingeschränkt fortgeführt werden kann. Der überwiegende Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verrichtete Telearbeit, ebenso war gewährleistet, dass sicherheitsrelevante Erhaltungsarbeiten an Donau, March und Thaya auch weiterhin durchgeführt werden konnten. Die uneingeschränkte Nutzbarkeit der Donau für die Güterschifffahrt hat auch dazu beigetragen, dass Waren und Güter während der gesamten Krisenzeit transportiert und angeliefert werden konnten. So trug der Verkehrsweg Donau dazu bei, Versorgungssicherheit für produzierende Unternehmen in Österreich sicherzustellen. Nach Wochen im Krisenmodus ist das gesamte Unternehmen nun in vollem Umfang und uneingeschränkt operativ tätig.

Bei seinem Besuch der Donau östlich von Wien begutachtete Brunner auch das Einbringen der seit Kurzem in Einsatz befindlichen neuen Bojen. Dank modernster GPS-Technologie können diese Markierungen der Fahrrinne fernüberwacht und somit ständig auf Funktionalität überprüft werden. „Die Voraussetzungen, die viadonau gemeinsam mit der Obersten Schifffahrtsbehörde schafft, sind beeindruckend und zeigen das Potenzial der Wasserstraße. Meine Ziel ist: Die Donau auch zukünftig als nachhaltigen, leistungsfähigen und sicheren Transportweg zu positionieren und damit die Bedeutung der Donau noch stärker zu verankern“, so Brunner abschließend.

]]>
Presseinformation viadonau
news-1686 Fri, 24 Apr 2020 14:10:56 +0200 Wir gehen der Donau auf den Grund https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/wir-gehen-der-donau-auf-den-grund Über 30 Jahre ist es her, dass die Zusammensetzung der Donausohle östlich von Wien systematisch untersucht wurde. Nun wurde eine große Probekampagne abgeschlossen. Im Rahmen des Maßnahmenkatalogs für die Donau östlich von Wien und des integrativen Wasserstraßen-Managements von viadonau wurden mit einem Bagger-Ponton der Firma Felbermayr Bau & Transport GmbH über die gesamte freie Fließstrecke etwa 150 volumetrische Proben der Flusssohle in einer rasterartigen Anordnung entnommen. Die in Big Bags abgepackten Proben weisen dabei ein Gewicht von jeweils bis zu 300 Kilogramm auf.

Natürlich war auch diese Aktivität durch die derzeit alles beherrschende Coronavirus-Pandemie geprägt. Alle Beteiligten mussten sich an die strengen Sicherheitsvorgaben wie Maskenpflicht, Einhaltung von Sicherheitsabständen etc. halten. Dabei war eine gut koordinierte Zusammenarbeit erforderlich.

Wichtige Grundlage für Geschiebemanagement und Flussbau

Kenntnisse über die Beschaffenheit der Donausohle stellen wesentliche Grundlagen für die Aufgabenbereiche von viadonau dar. Sowohl das laufende Geschiebemanagement in den freien Fließstrecken als auch wasserbauliche und ökologische Projekte können mit Hilfe solcher Kenntnisse künftig optimiert und besser geplant werden. Erhoben wird beispielsweise die Korngrößenverteilung des Kieses im Längsverlauf und über die Gerinnebreite und die Entwicklung der Donausohle im zeitlichen Verlauf. So kann unter anderem die Bestimmung von Sohlrauigkeiten als Grundlage für hydraulische Modellierungen dienen, Bereiche mit Grobkorn oder Fels können hinsichtlich des Schadenspotenzials für die Schifffahrt lokalisiert werden und auch auf den Geschiebetransport haben die Korngrößen entsprechende Auswirkungen.

Nach der Probenahme beginnt die Analyse

Nach der Siebung und Analyse der Kiesproben wird in einer Forschungskooperation zwischen der Universität für Bodenkultur Wien (Institut für Wasserbau, Hydraulik und Fließgewässerforschung), dem Ingenieurbüro Klasz und viadonau insbesondere eine vergleichende wissenschaftliche Analyse zum Sohlmaterial an den beiden freien Fließstrecken der österreichischen Donau erstellt. So ist einerseits ein zeitlicher Vergleich über die Entwicklung der Donausohle der letzten 30 Jahre geplant, andererseits ein räumlicher Vergleich zwischen den beiden freien Fließstrecken Wachau und östlich von Wien.

Die Geschiebebewirtschaftung verfolgt hier nämlich unterschiedliche Strategien:
Östlich von Wien wird einerseits durch Verbund Hydro Power GmbH unterhalb des Kraftwerks Freudenau jährlich Geschiebe in der Größenordnung von 235.000 Kubikmeter zugegeben, andererseits durch viadonau im Rahmen der Erhaltungsbaggerungen sowie mittels Geschiebefängen eine Geschiebebewirtschaftung mit Geschieberückführung betrieben (Verklappung des gebaggerten Materials möglichst weit stromauf).

In der Wachau erfolgt die Geschiebebewirtschaftung durch Errichtung und laufende Dotation von ca. 13 Kiesinseln/Kiesstrukturen entlang der Donau - ebenfalls mittels Material aus den Erhaltungsbaggerungen. Diese Vorgehensweise wurde im Rahmen des LIFE Natur Projektes Wachau vor über 10 Jahren in die Wege geleitet und sorgt seither für ökologische Uferstrukturen und wellenschlagsberuhigte Inselbereiche in der Fließstrecke.

]]>
FGP viadonau
news-1685 Thu, 16 Apr 2020 13:11:45 +0200 Mehr Wasser für die Donau-Auen: Gewässervernetzung im Rahmen von Dynamic Life Lines Danube https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/mehr-wasser-fuer-die-donau-auen-nebenarme-werden-angebunden Der etwa vier Kilometer lange Spittelauer Arm wurde im Zuge der Großen Donauregulierung im 19. Jahrhundert von der Donau abgetrennt. Seit damals ging durch einen langsamen aber stetigen Verlandungsprozess wertvoller Lebensraum verloren und die Donau hatte nicht mehr genügend Kraft, die Flusslandschaft zu gestalten. Im Rahmen des Projekts „Dynamic LIFE Lines Danube“ vernetzt viadonau das Nebenarmsystem in Sichtweite der Stadt Hainburg wieder mit der Donau und schafft damit neuen alten Lebensraum für die Natur. Im Zuge des aktuellen Vorhabens wird das Gewässer wieder nahezu ganzjährig mit der Donau verbunden und durchströmt sein. Davon sollen insbesondere die Jugendstadien einer dynamischen Aulandschaft und die Fischpopulation profitieren. Durch die Anbindung entsteht eine große Insel, die den tierischen Aubewohnern als Rückzugsgebiet dienen wird.

Anlässlich des Baustarts betont Staatssekretär Magnus Brunner den integrativen Ansatz. Die Donau sei Verkehrsader und Lebensader zugleich. Genau deshalb gingen Verbesserungen für Schifffahrt und Ökologie immer Hand in Hand. Durch die nun angelaufene Anbindung des Spittelauer Arms werde ein wesentlicher Meilenstein für die Verbesserung des Lebensraums umgesetzt. Darüber hinaus bekomme der Fluss durch derartige Renaturierungen mehr Platz und das habe auch positive Auswirkungen auf den Hochwasserschutz.

Der Hochwasserschutz profitiert gleich doppelt von diesem Projekt, denn die parallel laufende Sanierung des Marchfeldschutzdamms schafft unmittelbare Synergieeffekte in Form einer Wiederverwertung von Wasserbausteinen. Ein Teil der im Altarm gewonnenen Wasserbausteine kann nämlich in dem nur ca. 10 Kilometer entfernten Dammbaulos „Überströmstrecke Stopfenreuth“ wieder eingebaut werden. Neben der unmittelbaren Kostenersparnis von entfallenden Entsorgungs- bzw. Neubeschaffungskosten von Wasserbausteinen, können zusätzlich auch Schadstoffemissionen in Folge der sehr kurzen Transportwege reduziert werden.

An Niederösterreichs Gewässern wurden bereits zahlreiche Renaturierungsprojekte mit Unterstützung des LIFE Förderprogramms der EU umgesetzt. Dass die erfolgreiche Arbeit nun im Rahmen eines so großen Vorhabens fortgesetzt werden kann, zeigt welche Bedeutung die Naturschutzgebiete in Niederösterreich für den Schutz bedrohter Arten in Europa haben, meint auch Landeshauptfrau-Stellvertreter NÖ und Umweltlandesrat Stephan Pernkopf. Die beiden bedeutenden Nebenarmsysteme gegenüber Hainburg am Nordufer sowie zwischen Haslau und Regelsbrunn am Südufer würden künftig hochwertige Lebensräume bieten.

Auch Nationalparkdirektorin Edith Klauser freut sich über die wichtigen Revitalisierungsmaßnahmen des LIFE-Projekts, das allein innerhalb des Nationalparks Donau-Auen Nebenarme auf einer Länge von etwa 14 Kilometern an die Donau anbinden wird. Zusätzlich ist der Rückbau von rund vier Kilometern Uferverbauung vorgesehen. Diese Maßnahmen würden laut Klauser der Donau wieder mehr gestalterische Kraft verleihen, wovon viele auentypische Arten profitierten – von bedrohten Fischarten wie dem Frauennerfling oder dem Streber bis hin zum Seeadler, der erfolgreich im Umfeld des Spittelauer Nebenarms brütet.

Die Baumaßnahmen werden natürlich auch unter größter Rücksicht auf die Schutzgüter des Nationalparks umgesetzt. Insbesondere wurde ein flexibles Baukonzept zum Schutz der im Nahbereich nistenden Seeadler entwickelt und die ökologische Bauaufsicht erfolgt durch Nationalparkmitarbeiterinnen und -mitarbeiter.

Um das eingesetzte Personal vor einer Ansteckung mit COVID-19 zu schützen, wurden kurzzeitig die Bauarbeiten unterbrochen. Nach Fertigstellung eines Sicherheitskonzepts und einer entsprechenden Schulung konnten die Arbeiten unter Einhaltung strenger gesundheitlicher Auflagen fortgesetzt werden.

Dem eigentlichen Baustart ging ein erfolgreiches Förderansuchen im Förderprogramm LIFE Natur der Europäischen Union voraus. Im Vorjahr erhielt das österreichisch-slowakische Konsortium unter Führung der österreichischen Wasserstraßengesellschaft viadonau den Zuschlag für das Projekt „Dynamic LIFE Lines Danube“. Im Rahmen des Vorhabens sollen in den Donau-Auen Österreichs und der Slowakei etwa 25 Kilometer an neuen Lebensadern entstehen. Auch direkte Maßnahmen zur Verbesserung des Auwaldes sind vorgesehen. An dem Projekt ist der Nationalpark Donau-Auen, WWF Österreich, die slowakische NGO BROZ, die Comenius Universität in Bratislava (Fakultät für Naturwissenschaften) sowie das Nationale Forstzentrum der Slowakei (NLC) beteiligt. Das Land Niederösterreich und der niederösterreichische Landesfischereiverband unterstützen das Vorhaben finanziell.

viadonau hat eine Vorreiterrolle in der Renaturierung großer schiffbarer Flüsse. Diese Erfahrung ist in die Vorbereitung der nun anlaufenden Maßnahmen eingeflossen und werden in diesem LIFE-Projekt auch an Expertinnen und Experten für Ökologie und Flussbau im Donauraum weitergegeben.

Weiterführende Informationen

www.lifelines-danube.eu

]]>
FGP viadonau
news-1684 Fri, 10 Apr 2020 10:18:24 +0200 Landstrom – Zeitgemäße Energielösung für „geparkte“ Schiffe https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/landstrom-zeitgemaesse-energieloesung-fuer-geparkte-schiffe Die COVID19-Pandemie mag die Passagierschifffahrt auf der Donau vorübergehend gestoppt haben, nicht aber die Entwicklung zukunftsorientierter, nachhaltiger Lösungen für die Wasserstraße, die gerade nach der Krise von umso größerer Bedeutung sein werden. Bundesländerübergreifend wird aktuell unter Koordination des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie weiter am Projekt zur landseitigen Stromversorgung der Schifffahrt gearbeitet. Die Binnenschifffahrt leistet einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung. Insbesondere die Kabinenschifffahrt erfreut sich steigender Passagier-, Schiffs- und Anlegezahlen. Eine Entwicklung, die auch Umwelt, Anrainer und Behörden vor neue Herausforderungen stellt. Kommen meist noch Dieselaggregate zur Stromversorgung der Schiffe zum Einsatz, könnten durch eine konsequente landseitige Energielösung Belastungen durch Abgase und Lärm reduziert werden. Gerade in Ballungszentren und Luftsanierungsgebieten sei eine effiziente und ökologisch sinnvolle Energieversorgung durch die Anbindung der Schifffahrt an das örtliche Stromnetz wesentlich,meint auch Staatsekretär im BMK, Magnus Brunner. Damit würden der Wirtschaftsstandort und die Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrsträgers Wasserstraße nachhaltig gestärkt.

Würzburg, Regensburg und Passau machen’s vor. Um das Wachstum der Schifffahrtsbranche verantwortungsvoll zu stützen, braucht es ein zeitgemäßes Energiekonzept. Im Einklang mit dem Regierungsprogramm 2020–2024 der österreichischen Bundesregierung, das die Errichtung verpflichtend zu nutzender Landstromanlagen vorsieht, wurde dazu auf Initiative und im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz das Projekt Landstrom auf den Weg gebracht. viadonau übernahm die Leitplanung und Koordinierung dieses wichtigen Modernisierungsprojekts, das gemeinsam und in Abstimmung mit den Bundesländern Oberösterreich, Niederösterreich und Wien sowie dem Netzbetreiber, Stromversorger, Ländenbetreiber und den Schifffahrtsunternehmen umgesetzt wird. Durch internationalen Erfahrungsaustausch und die Einbindung bayrischer Akteure und ihres Know-Hows wird dabei eine möglichst bedarfsgerechte Implementierung sowie grenzüberschreitend einheitliche Standards sichergestellt.

Aktuell wird die Detailplanung der Landstromanlagen, die Durchführung der Behördenverfahren sowie die eigentliche Errichtung der Anlagen durch die verantwortlichen Akteure in den Bundesländern vorbereitet. Bautechnische Umsetzungen sollen 2021 starten, mit dem Ziel einer möglichst raschen Nutzung erster Landstromanlagen an der österreichischen Donau.

Weiterführende Links

www.viadonau.org/infrastruktur/landstrom-fuer-binnenschiffe
www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200409_OTS0071/landstrom-an-der-oesterreichischen-donau-umweltfreundliche-energie-fuer-die-passagierschifffahrt

]]>
Wasserstraße viadonau
news-1681 Mon, 23 Mar 2020 13:30:43 +0100 Ungarn, Kroatien und Serbien führen harmonisierte Grenzkontrollformulare ein https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/ungarn-kroatien-und-serbien-fuehren-harmonisierte-grenzkontrollformulare-ein In den letzten Jahren entwickelte eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Schwerpunktbereiche PA1a (Binnenwasserstraßen) und PA11 (Sicherheit) im Rahmen der Europäischen Donauraumstrategie sogenannte „Danube Navigation Standard Forms“ (DAVID). viadonau übernahm hierbei die Koordinationsrolle. Unter Einbeziehung der Expertise von Akteuren des Schifffahrtssektors und Kontrollbehörden wurden die Datenfelder der drei am häufigsten genutzten Kontrollformulare (Ankunfts- und Abfahrtsmeldung, Besatzungsliste und Fahrgastliste) nun auf internationaler Ebene harmonisiert. In einer ersten Etappe wurden nun die DAVID-Formulare bei Kontrollprozessen in den Ländern Ungarn, Kroatien und Serbien eingeführt. Die entsprechenden nationalen Formulare werden dabei ersetzt. Rumänien, Bulgarien, die Ukraine und die Republik Moldau wollen ebenfalls bis Ende 2021 die DAVID–Formulare einführen.

Der Zollkodex der Gemeinschaften erfordert die Angleichung von Kontrollprozessen untereinander, sowie die Reduzierung von Kontrollschritten, wo dies wirtschaftlich vertretbar ist. In Anlehnung an diese Maxime konnte die Arbeitsgruppe gemeinsam mit Akteuren des Schifffahrtssektors und der Kontrollbehörden vor Kurzem bei der effizienteren Gestaltung von Grenzkontrollprozessen im Donauraum einen bedeutenden Erfolg feiern.

Von der Vereinfachung…

Untersuchungen der gemeinsamen Arbeitsgruppe zeigten, dass es bei der Datenerhebung durch die Behörden zahlreiche Redundanzen gibt, unterschiedliche Formulare in den verschiedenen Ländern im Einsatz sind und gleichzeitig Mehrfachkontrollen keine Seltenheit darstellen. In einem ersten Schritt musste daher eine Einigung darüber gefunden werden, welche überflüssigen Datenabfragen abgeschafft werden können.

über Harmonisierung…

Die nächste Herausforderung bestand darin, die verschiedenen Grenzkontrollformulare entlang der gesamten Donau zu überprüfen und zu optimieren. Um den Faden nicht zu verlieren, konzentrierten sich die Bemühungen der Arbeitsgruppe auf drei häufig verwendete Formulare: die Ankunfts- und Abfahrtsmeldung, die Besatzungsliste sowie die Fahrgastliste. Alle Datenfelder in den unterschiedlichen nationalen Kontrolldokumenten wurden analysiert und Duplikate zwischen den verschiedenen Formularen identifiziert. Mit der international abgestimmten Einführung der ersten Serie an Danube Navigation Standard Forms (DAVID) wurde kürzlich in Ungarn, Kroatien und Serbien begonnen.

zur Digitalisierung

Parallel zur Verankerung und Anwendung der bereits harmonisierten DAVID-Formulare wird das RIS COMEX Projekt (co-finanziert im Rahmen der Connecting Europe Facility) die erforderlichen Schritte für die digitale Einreichung der DAVID Formulare bei den Behörden spezifizieren. Dies erfolgt auf Basis der Grundsätze „single data entry“ sowie „report only once“. Die gemeinsame Arbeitsgruppe im Rahmen von PA1a und PA11, das RIS COMEX Projekt und das bereits abgeschlossene DANTE-Projekt bilden zusammen ein sogenanntes „TEN-T Corridor Flagship“-Projekt, welches die verkehrspolitischen Ziele der Europäischen Union in Richtung einer Digitalisierung von administrativen Prozessen auf Binnenwasserstraßen vorantreiben soll.

Dadurch soll die Donauschifffahrt attraktiver für potenzielle Kunden gemacht werden, da sich Schiffsmannschaften Zeit ersparen und auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können: nämlich Güter mit dem umweltfreundlichsten Transportmittel von A nach B zu transportieren.

Die harmonisierten DAVID-Formulare stehen zum Download auf den jeweiligen Ministeriumsseiten bereit:

Ministerium für Innovation und Technologie in Ungarn – Nationale Verkehrsbehörde
Links zu den DAVID-Formularen auf Ungarisch/Englisch (HU/EN)
Érkezési-indulásijelentés/Arrival and Departure Report (HU/EN)
Személyzetilista/Crew List (HU/EN)
Utas lista/Passenger List (HU/EN)
 
Ministerium für Seewesen, Verkehr und Infrastruktur der Republik Kroatien:
Link zu den DAVID-Formularen auf Kroatisch/Englisch (HR/EN)
Najavadolaskaiodlaska/Arrival and Departure Report (HR/EN)
Popisposade/Crew List (HR/EN)
Popisputnika/Passenger List (HR/EN)
 
Ministry of Construction, Transport and Infrastructure of the Republic of Serbia
Link zu den DAVID-Formularen auf Serbisch/Englisch (RS/EN)
Izveštaj o odlasku/dolaskubroda/Arrival and Departure Report (RS/EN)
Popisposade/Crew List (RS/EN)
Spisakputnika/Passenger List (RS/EN)

]]>
Donaulogistik viadonau
news-1662 Tue, 10 Mar 2020 11:50:13 +0100 Notfalltraining im Großformat – Mit den niederösterreichischen Feuerwehrkameraden bei Seenotrettungs-Übung im hohen Norden https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/notfalltraining-im-grossformat-mit-den-niederoesterreichischen-feuerwehrkameraden-bei-seenotrettungs-uebung-im-hohen-norden Leben retten auf Hoher See. Am 11. Februar ging es für Einsatzkräfte und Vertreter der Niederösterreichischen Feuerwehren und viadonau nach Norddeutschland, um einmal mehr Verhalten, Koordination und den Einsatz professionellen Rettungsequipments im Ernstfall zu trainieren. Im eindrucksvollen Umfeld der deutschen Meere stand neben den Trainingseinheiten vor allem der Erfahrungsaustausch mit den Experten der Firma Deutsche WindGuard und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) im Vordergrund. Ob Binnengewässer oder Hochsee – kommen Wasser und Menschen zusammen, sind viele Notfälle nicht nur denkbar, sondern schon häufig eingetreten. Umso wichtiger ist es, dass bei Rettungsmaßnahmen die entscheidenden Handgriffe sitzen und das Zusammenspiel der Einsatzbeteiligten sowie der Umgang mit Ausrüstung und Gerät reibungslos klappen. Die drei Ausbildungstage an der deutschen Nord- und Ostseeküste bedeuteten daher vor allem auch Seenotrettungs-Training „hands on“.

Nach einer Sicherheitsunterweisung zur persönlichen Schutzausrüstung und Ausführungen zum korrekten Verhalten am Schiff ging es mit den Rettungsprofis der DGzRS in Grömitz sogleich an Bord des Seenotrettungskreuzers Hans Hackmack. Bei nur 5°C Wassertemperatur und dem gerade durchziehenden Sturmtief Sabine brachte das rund 23 Meter lange Spezialschiff die Trainierenden aus Österreich zu ihrer ersten Wasserübung: Rettungsmaßnahmen mit dem Tochterboot Emmi. Dass auf den respekteinflößenden Wogen der aufgepeitschten Ostsee auch das Element Luft eine wesentliche Rolle spielen kann, bewies dabei die Hubschrauberbesatzung der Bundespolizei – Schwerpunkt: Arbeiten mit der Rettungswinde. Zudem sollte das Training mit den deutschen Kollegen erneut klarmachen: Über Erfolg oder Scheitern einer Rettungsaktion entscheiden oft die naheliegendsten Selbstschutzmaßnahmen, wie Nutzung und korrekte Handhabung von Überlebensanzügen und Rettungswesten, die entsprechend ausgiebig von den Übungsteilnehmern an- und ausprobiert wurden.

Im wertvollen Erfahrungsaustausch mit den Notfallexperten durfte der Besuch bei den top ausgerüsteten Ausbildungsstätten nicht fehlen. In den Trainingsanlagen der WindGuard mit Wind-, Wetter- und Wellensimulator in Elsfleth, der spezialisierten Schiffsbrandausbildung und Leckbekämpfung der Marine sowie in der Seenotretter-Akademie der DGzRS in Neustadt werden starke Kompetenzen für professionelle und verlässliche Lebensrettung geschaffen. Fazit: Kostbarer Erkenntnisgewinn im deutsch-österreichischen Zusammentreffen von Hochsee- und Binnengewässererfahrung.

]]>
viadonau Sicherheit
news-1654 Fri, 06 Mar 2020 16:47:56 +0100 Bei uns haben alle eine faire Chance https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/bei-uns-haben-alle-eine-faire-chance Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion oder sexuelle Orientierung? Uns doch egal. Im Unternehmensalltag von viadonau ist Chancengleichheit kein Thema, sondern gelebte Realität. Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März weisen wir aber gerne wieder darauf hin, wie wichtig und selbstverständlich es sein sollte, allen Menschen dieselben Bildungs-, Berufs- und Karriereperspektiven zu bieten. Im viadonau-Chancengleichheitsbericht zeigt das Unternehmen alljährlich, wie es die Awareness für gleiche Chancen an der Donau hochhält. Um Chancen nutzen zu können, muss man wissen, dass es sie gibt. Der wichtigste Ansatz von viadonau, um Aufmerksamkeit für den Fluss, seine Natur und die vielfältigen wirtschaftlichen Perspektiven zu schaffen, ist seit vielen Jahren, sich direkt mit der jungen Generation zu verlinken. An Aktionstagen wie dem Wiener Töchtertag und dem Girls‘ Day MINI des Bundes aber auch bei der KinderUni Linz, der Kinder Energie- und Umweltwoche oder dem Danube Day zeigt viadonau Kids unterschiedlichsten Alters, was die Donau als Wasserstraße drauf hat, wie sie sauber gehalten werden kann oder welche Tiere sich in ihrem Wasser und in den Auen ringsum tummeln. Expertinnen und Experten aus den verschiedensten Fachbereichen geben dabei Einblicke in ihre Erfahrung und ihren Wissensschatz und beweisen zugleich, dass für die Arbeit am und für den Strom nicht wichtig ist, welches Geschlecht man hat, woher man kommt oder zu welchem Glauben man sich bekennt, wenn es darum geht, mit Interesse und Leidenschaft für einen einzigartigen Natur- und Wirtschaftsraum einzutreten.

Offenheit, Transparenz und die Bedürfnisse der Menschen liegen viadonau am Herzen – nach innen wie außen. Eine positive Arbeitsatmosphäre bedeutet für das Unternehmen auch, sowohl Frauen als auch Männern Möglichkeiten zur Vereinbarung von Familie, Bildung und Beruf zu bieten. Neben einem modernen Karenzmanagement, das Pflege- und Bildungskarenzen miteinschließt, können frischgebackene Väter natürlich auch während eines „Papamonats“ Zeit für die Familie in Anspruch nehmen. Gleichzeitig werden berufsfördernde Initiativen des BMK wie FEMtech – Frauen in Forschung und Technologie – unterstützt. Die Initiative schafft Bewusstsein für Frauen in Forschung und Technologie und sensibilisiert für das Thema Chancengleichheit in Bereichen, die eher von Männern dominiert werden. Seit 2019 sind auch viadonau-Fachfrauen in der FEMtech-Expertinnendatenbank vertreten.

Mehr über Initiativen, Events und Maßnahmen für eine Berufswelt ohne Vorurteile an der Donau gibt es im aktuellen viadonau-Chancengleichheitsbericht.

]]>
Aktuelles viadonau
news-1651 Wed, 04 Mar 2020 12:57:03 +0100 Danube Business Talks 2020 – Mit dem Strom in die multimodale Zukunft https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/danube-business-talks-2020-mit-dem-strom-in-die-multimodale-zukunft Die Donau als Wirtschaftsfaktor. Am 14. und 15. Oktober wird Linz zur Kulisse für die Danube Business Talks. Das erfolgreiche alle zwei Jahre stattfindende und von viadonau organisierte Event geht bereits in die vierte Auflage und genießt unvermindertes Interesse bei vielen Wirtschafts- und Schifffahrtstreibenden. Kein Wunder, geht es doch vor allem darum, die Donau als nachhaltige Transportoption im europäischen Verkehrsnetz zu stärken. Top-Themen heuer: grenzübergreifende Entwicklungen, vielversprechende Gütergruppen und mehr Energie am Strom. Belastbar, umweltfreundlich, kostengünstig. Als nachhaltiger und leistungsfähiger Verkehrsträger bringt die Wasserstraße Donau schon heute jene wertvollen Qualitäten mit, die notwendig sind, um das Transportnetz Europas ökologisch und wirtschaftlich fit für die Zukunft zu machen. Um dieses Potenzial gezielt zu nutzen, gilt es die Aufmerksamkeit dafür hoch zu halten, Interessen und Leistungsträger des Transportsektors zusammenzubringen und gemeinsam aussichtsreiche Wirtschaftsperspektiven, in denen die Wasserstraße eine entscheidende Rolle spielt, zu identifizieren. Genau dafür schafft viadonau mit den Danube Business Talks zum bereits vierten Mal ein starkes „Power House“  von internationaler Reichweite. Apropos: Das Motto – Power for the River – ist bewusst vieldeutig: Mit vielversprechenden Güterschwerpunkten wie der Verlagerung von High-&-Heavy-Gütern oder chemischen und petrochemischen Produkten auf das Binnenschiff wird einmal mehr das Transportpotenzial der Wasserstraße herausgestellt. Darüber hinaus bieten die Danube Business Talks erstmals auch aktuellen Entwicklungen zum Thema Landstrom ein vielfältiges Forum zum Austausch darüber, wie mit effizienter und ökologisch sinnvoller Energieversorgung auch an Liegestellen Umweltverträglichkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Schifffahrt nachhaltig verbessert werden können.

Als Leuchtturm in Sachen Zukunft der Wasserstraße bringen die Danube Business Talks in Linz ihre Besucherinnen und Besucher klar auf Kurs und ermöglichen mit marktorientierten Programmangeboten wie der B2B-Plattform Danube Business Dating auch heuer wieder in gewohnt sympathisch-kompetentem Umfeld gezieltes Networking für neue Geschäftsperspektiven und -kontakte, wirtschaftliche Impulse und Aktuelles aus der Donauschifffahrt.

Ganz im Zeichen der neuen Klima- und Umweltschutzziele der österreichischen Bundesregierung bieten die Danube Business Talks in Linz einen besonders vorteilhaften Rahmen, um grenzübergreifende Lösungen zur Stärkung der Transportachse Donau im europäischen Verkehrsnetz zu erarbeiten.

Die Teilnahme an den Danube Business Talks ist kostenlos. Die Anmeldephase startet in Kürze.

]]>
Donaulogistik viadonau
news-1647 Tue, 03 Mar 2020 17:19:49 +0100 Für die besten Kräfte an der Donau – 2. Donausicherheitstag in Tulln https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/fuer-die-besten-kraefte-an-der-donau-2-donausicherheitstag-in-tulln Am 28. Februar riefen der Niederösterreichische Landesfeuerwehrverband, das BMK, das Land Niederösterreich und danube tourist consulting zum 2. Donausicherheitstag im NÖ Feuerwehr- und Sicherheitszentrum in Tulln. Und wie schon ein Jahr zuvor folgten Einsatzorganisationen, Schifffahrtstreibende und viadonau zahlreich dem Ruf, um im direkten Austausch die Qualität der gemeinsamen Arbeit an und im Strom weiter zu verbessern. Ob als attraktive Tourismusroute, Siedlungsraum oder vielfältiges Erholungs- und Freizeitgebiet – der Donauraum boomt. Je mehr Menschen den Fluss nutzen, umso wahrscheinlicher werden jedoch auch Notfälle und umso größer ist die Zahl möglicher Betroffener bei Katastrophenereignissen. Erfahrung, Know-how und Top-Ausrüstung sind dann wichtige Voraussetzungen, um effiziente Hilfe zu leisten. Mindestens ebenso wichtig aber: optimale Kommunikation und Koordination. Erneut im Zentrum des Donausicherheitstages: Wie der Lebens- und Naturraum Donau auch als Sicherheitsraum bestmöglich weiterentwickelt werden kann.

Geht es um Sicherheit an und auf der Donau, kann vieles gemeint sein – vom Schiffsverkehr und der Abwicklung von Schleusungen, oder den Kontrollaufgaben von Schifffahrtsaufsicht und Wasserpolizei über spezifische Einsatzanforderungen an Feuerwehr und Rettung bis hin zu Hochwasserschutzanlagen, aber auch Verunreinigung mit Müll und gefährlichen Substanzen. Die möglichen Notfall- und Einsatzszenarien sind vielfältig, die Herausforderungen in Sachen Koordination enorm. In der zweiten Auflage des Donausicherheitstages wurden einmal mehr grundlegende Kompetenzen in Erinnerung gerufen und anhand konkreter Einsatzbeispiele mögliches Verbesserungspotenzial aufgezeigt. Thomas Reiter und Stefan Kreuzer von der Feuerwehr Melk wiesen erneut eindrücklich darauf hin, wie wichtig grundsätzliche Handlungsanweisungen, wie sie etwa im sogenannten Donau-Alarm-Plan feststehen, und die sich in Realeinsätzen wie beim Brand eines Passagierschiffs 2017 in der Wachau schon bewährt hatten, sind. Vor allem wenn die Lage für die Einsatzkräfte vor Ort durch unpräzise Notfallmeldungen im Vorfeld unklar ist, seien Einsatzpläne für treffsicheres Handeln im konkreten Ernstfall unerlässlich. Ebenso wurde die Bedeutung der für die Gemeinden im Donauraum so wichtigen Katastrophenschutzpläne herausgestellt, die insbesondere für Einsätze an den freien Fließstrecken Wachau und östlich von Wien weiter verfeinert werden müssten.

Dass Sicherheit an der Donau auch akute Belastungen des Stroms mit Schadstoffen betreffen kann, führte Günther Konheisner, leitender Sachverständiger der NÖ Landesregierung aus. Die Wasserqualität der Donau, die 2019 vermehrt Schlagzeilen gemacht hatte, werde intensiv überprüft. Bis zu 1000 Proben werden an elf Messstellen monatlich entnommen. Maßnahmen gegen ausgetretene Schadstoffe seien für den Experten für Gewässerökologie auch deshalb erfolgreich gewesen, weil man sich an Expertisen wie den von viadonau bereitgestellten Fließgeschwindigkeitsmodellen verlässlich orientieren konnte. Derzeit sei der Zustand der Donau gut, könnte aber noch besser sein. Für die Reinhaltung des Flusses habe vor allem auch die Schifffahrt eine große Verantwortung zu übernehmen und Müll und Schadstoffe korrekt zu entsorgen.

Apropos Schifffahrt: Den wachsenden Passagierzahlen trägt die Reederei viking river cruises, laut Kapitän Andre Rohn, nicht nur mit steigendem Personaleinsatz Rechnung, sondern ebenso mit verstärkter Notfallausbildung für die Crew im Rahmen einer safety taskforce.

Konkrete Positiv-Botschaften gab es auch für den Hochwasserschutz. So verkündete Magnus Brunner, Staatssekretär im BMK die durch Bund und Land gesicherte Finanzierung des Hochwasserschutzes an der Donau, dessen nächste Ausbauphase von 2022 bis 2030 umgesetzt wird. Vera Hofbauer, Leiterin der Abteilung Schifffahrt des BMK resümierte, das Päckchen an notwendigen Maßnahmen zur besseren gemeinsamen Abstimmung der Einsatzorganisationen an der Donau sei schon etwas kleiner geworden. Der Donausicherheitstag bewährt sich also als Forum mit konkreten Lösungsansätzen.

Mehr: https://twitter.com/via_donau
#donausicherheitstag

]]>
viadonau Sicherheit
news-1623 Tue, 11 Feb 2020 16:36:00 +0100 Mehr Raum für die Thaya – EU-Programm Interreg macht österreichisch-tschechischen Grenzfluss wieder ursprünglicher https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/mehr-raum-fuer-die-thaya-eu-programm-interreg-macht-oesterreichisch-tschechischen-grenzfluss-wieder-urspruenglicher 900 Meter mehr für den Flusslauf der Thaya sowie ein grenzüberschreitend abgestimmtes Vorgehen österreichischer und tschechischer Experten in Sachen Gewässer- und Naturschutz – das sind die ersten Ergebnisse des im Rahmen des aktuellen EU-Programms „Interreg Österreich – Tschechische Republik“ durchgeführten Projekts „Thaya 2020“. Highlight: der Wiederanschluss von drei in den 1970er und 80er Jahren abgetrennten Flussschlingen in Bernhardsthal und Rabensburg, ermöglicht durch eine Förderung der EU von knapp 1,8 Millionen Euro. Für David Veselý, Projektpartner beim tschechischen Leadpartner (Povodí Moravy) des Projekts und zuständig für Thaya 2020, ist das Erstaunlichste die Verwandlung, die in knapp vier Jahren an der Thaya stattgefunden habe. Aus einem Fluss, der in der Vergangenheit begradigt wurde, und der jahrzehntelang eine unüberwindbare Staatsgrenze dargestellt hatte, sei ein Fluss geworden, an dem man sich nun mit den Kollegen aus Österreich treffen könne. Kollegen wie Franz Steiner, viadonau-Projektmanager und Projektpartner auf österreichischer Seite. Auch für ihn hat das Verbindende der Thaya herausragende Bedeutung: Der Fluss beachte weder politische noch administrative Grenzen. Sinnvolle Lösungen für den Gewässerschutz und den Erhalt des Lebensraums seien daher nur durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit möglich. Interreg biete hier eine wunderbare Möglichkeit, denn ohne die EU wäre das Projekt Thaya 2020 nicht möglich.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit österreichischer und tschechischer Experten

Neben den beiden Gewässerverwaltern Povodí Moravy und viadonau beteiligen sich auch das österreichische Umweltbundesamt, das TG Masaryk Wasserforschungsinstitut sowie der österreichische Nationalpark Thayatal an dem Projekt. Strategische Partner mit beratender Funktion sind der tschechische Nationalpark Podyjí sowie das Amt der niederösterreichischen Landesregierung, Abteilung Wasserwirtschaft. Um treffsichere bilaterale Lösungen zu erarbeiten, erfolgte die Umsetzung in enger Abstimmung. Die gewonnenen Erkenntnisse werden auch der lokalen Bevölkerung, Gemeindevertretern, lokalen NGO’s und akademischen Einrichtungen sowie Behörden, Vereinen und fachlichen Gremien zur Verfügung gestellt. Von einer intakten Natur rund um die Thaya profitieren schließlich Mensch und Natur in der Grenzregion gleichermaßen.

Finanzierung durch EU-Programm „Interreg Österreich – Tschechische Republik“

Die Vorbereitungen für Thaya 2020 starteten im Frühling 2016, Baubeginn für die Wiederanbindung der Mäander (Flussschlingen) war im Oktober 2018. Das Projekt wird bis Februar 2020 im Rahmen des Programms „Interreg Österreich – Tschechische Republik“ durch den „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) mit einer Summe von knapp 1,8 Millionen Euro unterstützt, eine Verlängerung des Projekts ist beantragt. Thaya 2020 ist eines von 60 grenzüberschreitenden Projekten, die derzeit von „Interreg Österreich – Tschechische Republik“ gefördert werden.

Weiterführende Informationen

www.at-cz.eu/at/ibox/pa-2-umwelt-und-ressourcen/atcz7_dyje-2020-thaya-2020

]]>
viadonau Umwelt
news-1615 Wed, 29 Jan 2020 11:39:15 +0100 Müll im Wiener Donaukanal – Wenn der Umweltgedanke an der Wasseroberfläche endet https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/muell-im-wiener-donaukanal-wenn-der-umweltgedanke-an-der-wasseroberflaeche-endet viadonau sorgt an 365 Tagen im Jahr für gut gepflegte Treppel- und Radwege an Donau (Eurovelo 6), March und Thaya. Auch am Wiener Donaukanal wird regelmäßig kräftig angepackt, um Gewässer und Ufer sauber zu halten. Vor allem bei niedrigen Wasserständen wird dabei allerhand zutage gefördert, das in einem Fluss nichts verloren hat. Eine zuletzt durchgeführte Reinigungsaktion im Rahmen regelmäßiger Erhaltungsarbeiten brachte große Mengen Unrat an die Oberfläche. So bargen die viadonau-Erhaltungsexperten am Donaukanal erneut eine große Zahl an Fahrrädern, Rollern, Einkaufswägen, Baustellenausrüstungen und sogar Stühle und Parkbänke.

"Die unsachgemäße Beseitigung von Müll, Gegenständen und Maschinen in den Donaukanal belastet einerseits die Umwelt und gefährdet andererseits die Schifffahrt durch die Entstehung von Hindernissen", viadonau-Pressesprecher Christoph Caspar.

viadonau möchte auf diesem Wege an das Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung appellieren, mit dem Gewässer und seinen Ufern respekt- und rücksichtsvoll umzugehen. Das angemessene Entsorgen oder Abstellen von Müll bzw. Fahrzeugen an geeigneten bzw. dafür vorgesehenen Plätzen ist nur eine kleine Anforderung für eine große Wirkung – saubere Gewässer und Uferräume, an denen man sich gerne aufhält.

]]>
Presseinformation viadonau
news-1611 Wed, 22 Jan 2020 14:46:06 +0100 Save the date – Danube Business Talks 2020! https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/save-the-date-danube-business-talks-2020 Die von viadonau organisierte Business-Plattform für die Donauschifffahrt geht in die vierte Auflage. Wir laden Sie zu diesem internationalen Branchentreff am 14. und 15. Oktober 2020 nach Linz ein. Seien Sie dabei und erfahren Sie aus erster Hand von aktuellen Entwicklungen an dieser europäischen Wasserstraße!

Unser Motto in diesem Jahr: Power for the River. In der Güterschifffahrt widmen wir uns vorrangig der Verlagerung von High&Heavy-Gütern und chemischen Produkten auf die Donau. Zwei Marktsegmente, denen Fachleute besonders kräftige Wachstumsraten vorhersagen. In der Personenschifffahrt steht die Versorgung von Passagierschiffen mit Landstrom im Fokus. Besonders in Ballungszentren ist eine effiziente und ökologisch sinnvolle Energieversorgung der Schifffahrt wichtig, um sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die Umweltverträglichkeit des Verkehrsträgers Wasserstraße nachhaltig zu stärken.

Die Danube Business Talks ermöglichen dem privaten wie auch dem öffentlichen Sektor eine Gelegenheit zum gezielten Networking und zum Austausch über wirtschaftliche Impulse und Neuheiten im Bereich der Donauschifffahrt. Die neuen Klima- und Umweltschutzziele der österreichischen Bundesregierung bieten einen vorteilhaften Rahmen für die Erarbeitung grenzübergreifender Lösungen zur Stärkung der Transportachse Donau im europäischen Verkehrsnetz. Neben dem internationalen Austausch zwischen Unternehmen, Behörden und Politik, ermöglicht die B2B-Plattform Danube Business Dating auch dieses Mal wieder die Knüpfung neuer Wirtschaftskontakte.

Hochspannung garantiert!

Danube Business Talks 2020
Palais Kaufmännischer Verein in Linz
14. - 15. Oktober 2020
Die Teilnahme an den Danube Business Talks ist kostenlos;
eine persönliche Anmeldung ist jedoch erforderlich (zu einem späteren Zeitpunkt).
Veranstaltungssprache: Englisch

Kontakt:
Cornelia Lang
via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH
Donau-City-Strasse 1
1220 Wien
events@viadonau.org
0043 504321 1406

]]>
Donaulogistik viadonau
news-1602 Fri, 17 Jan 2020 13:11:29 +0100 Renaturierung an Fischamündung abgeschlossen – viadonau wertet Lebensraumverbund Fischa-Donau ökologisch auf https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/renaturierung-an-fischamuendung-abgeschlossen-viadonau-wertet-lebensraumverbund-fischa-donau-oekologisch-auf Im Rahmen des transnationalen INTERREG-Projekts „Alpen Karpaten Fluss Korridor“ revitalisierte viadonau den Mündungsbereich der Fischa in die Donau. Rund 250 Meter harte Uferverbauung an der Donau wurden entfernt oder abgesenkt. Die neugestalteten Ufer bieten wieder mehr Entfaltungsraum für die Natur und verbessern die Lebensraumkonnektivität im Flusssystem Fischa-Donau. Die Fischa bildet mit der Donau zwischen Wien und Bratislava einen bedeutenden Lebensraumverbund, den zahlreiche Pflanzen und Tiere als Migrations- und Ausbreitungsgebiet nutzen. Während der 35 Kilometer lange Nebenfluss der Donau an Mittel- und Oberlauf ökologisch wertvolle Abschnitte aufweist, zeigen Unterlauf und Mündungsbereich morphologische Defizite, die durch die in diesem Abschnitt durchgängig verlaufende Ufersicherung der Donau mit Wasserbausteinen noch verschärft wurden. In den Herbst- und Wintermonaten 2019 setzte viadonau flussbauliche Maßnahmen zur naturnahen Neugestaltung der Flussufer im Mündungsbereich der Fischa.

Rund 10.000 Kubikmeter Kies und Wasserbausteine wurden im Zuge der Renaturierung bewegt. Während stromauf die Verbauung des Donauufers auf einer Länge von 125 Meter abgesenkt wurde, wurden stromab etwa 130 Meter Blockwurf vollständig entfernt. „Der neugestaltete Mündungsbereich erlaubt es Donau und Fischa sich aus eigener Kraft wieder dynamisch zu entwickeln und natürliche Uferstrukturen auszubilden. Insbesondere strömungsliebende Fischarten wie die Nase profitieren von der Renaturierung an der Fischamündung, wo nun wieder abwechslungsreiche Uferlebensräume entstehen können“, erklärt viadonau-Projektmanagerin Julia Kneifel.

Alpen Karpaten Fluss Korridor

Koordiniert vom Nationalpark Donau-Auen und gefördert von der Europäischen Union und dem Land Niederösterreich widmet sich „Alpen Karpaten Fluss Korridor“ der Verbesserung und dem Schutz der Lebensraumkonnektivität für wassergebundene Organismen in der österreichisch-slowakischen Grenzregion. Die Renaturierung an der Fischamündung ist die erste erfolgreich abgeschlossene von insgesamt 13 geplanten Pilotmaßnahmen des Projekts und Bestandteil des viadonau-Maßnahmenkatalogs für die Donau östlich von Wien.

Weiterführende Informationen zum Projekt „Alpen Karpaten Fluss Korridor“ finden sie hier sowie in der viadonau-Projektdatenbank.

]]>
Presseinformation FGP
news-1590 Tue, 07 Jan 2020 18:30:55 +0100 Mitmachen für eine Top-Wasserstraße https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/mitmachen-fuer-eine-top-wasserstrasse Noch bis 24. Jänner läuft die viadonau-Kundenbefragung zu Arbeit und Service an der Wasserstraße Donau. Die Ergebnisse helfen dabei, die Donau kundenorientiert und treffsicher als attraktiver Verkehrsträger in die Zukunft zu entwickeln. Ihre Meinung ist uns wichtig! Um stets maßgeschneiderte Services zu bieten und die Weiterentwicklung der Wasserstraße ganz gezielt voranzutreiben, fragt viadonau regelmäßig Kundinnen und Kunden wie Schifffahrts- und Wirtschaftstreibende an der Donau nach ihrer aktuellen Einschätzung zur Qualität der Wasserstraße. Wie zufrieden sind Sie mit der Instandhaltung und Kennzeichnung der Fahrrinne oder der Abwicklung von Schleusungen an den neun österreichischen Donauschleusen? Welchen Eindruck haben Sie von der Arbeit der Schleusenaufsicht aber auch von der Qualität und Nutzbarkeit digitaler Informationsdienste wie DoRIS oder der DoRIS Mobile App? Und wie würden Sie das Angebot an öffentlichen Liegestellen oder den Bedarf nach Landstromanlagen eigentlich beurteilen? Als tägliche Nutzerinnen und Nutzer der Wasserstraße ist Ihre Meinung gefragt.

Jetzt mitmachen und an der zukünftigen Entwicklung der Wasserstraße teilhaben! Hier geht’s zur Umfrage. Alternativ sind die Fragebögen ausgedruckt auch direkt an den Schleusen erhältlich.

]]>
Wasserstraße viadonau
news-1578 Fri, 20 Dec 2019 12:24:57 +0100 2019: Ein erfolgreiches Donau-Jahr https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/2019-ein-erfolgreiches-donau-jahr Optimale Fahrwasserbedingungen und Schwerpunkte bei Hochwasserschutz & Ökologie. Das zu Ende gehende Jahr war aus Sicht von viadonau, der österreichische Wasserstraßenbetreiber, ein sehr erfolgreiches. Stabile Wasserstände an der österreichischen Donau ermöglichten ausgezeichnete Bedingungen für die Schifffahrt. So konnte auch an den freien Fließstrecken (Wachau und Donau östlich von Wien) fast durchgängig eine Mindest-Fahrwassertiefe von 2,50 Meter ermöglicht werden. Mit der funktionalen Fertigstellung großer Teile der Hochwasserschutzanlagen an der Donau (Marchfeld) ist ein enormer Schritt hin zu mehr Sicherheit für rund 30.000 Bürgerinnen und Bürger gelungen. Seit 2017 wird das Hochwasserschutzsystem Marchfeldschutzdamm durch viadonau generalsaniert. Die Runderneuerung des Hochwasserschutzes nach dem Stand der Technik bedeutet optimale Hochwassersicherheit. Ein Großteil der Bauarbeiten konnte 2019 nun deutlich früher als geplant abgeschlossen werden.

Positive Neuigkeiten auch an March und Thaya: Seit dem Sommer 2018 wurde der Hochwasserschutz March-Thaya nördlich von Rabensburg saniert. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten im Herbst 2019 ist die Schutzfunktion des erneuerten, insgesamt rund 75 Kilometer langen Dammsystems vollständig wiederhergestellt und bietet den Gemeinden vor Ort wieder optimale Sicherheit.

Bei sämtlichen Tätigkeiten von viadonau spielen ökologische Aspekte eine wichtige Rolle. So konnte 2019 beispielsweise durch die Wiederanbindung von Flussmäandern an March und Thaya wertvoller neuer Lebensraum geschaffen werden. Ähnliches gilt für innovative Bauwerke zur Ufersicherung an der Donau, die einen nachhaltigen wasserbaulichen und ökologischen Mehrwert zeigen. Dass Insellösungen auch manchmal erstrebenswert sind, zeigt ein Projekt an der österreichisch-slowakischen Grenzstrecke der Donau: Auf Höhe Wolfsthal wurde eine weidenbewachsene Kiesbank zur Insel umgestaltet. Die Insel selbst weist einen Bewuchs mit auentypischen Weiden auf. Sie wird den Tieren der Donau-Auen als beruhigtes Rückzugsgebiet dienen und gleichzeitig bildet der neu durchströmte Wassergraben in Ufernähe optimale Bedingungen für Jungfische.

Das Donau-Jahr 2019 in Zahlen:

  • 30.000 Menschen werden von fertiggestellten Hochwasserbauwerken geschützt
  • 100.000 Schiffseinheiten wurden an der Donau geschleust
  • 558.000 Tonnen Kies wurden gebaggert und wiederverwendet
  • 90 gefährdete Tier- und Pflanzenarten profitieren von ökologischen Maßnahmen
  • 270 stolze Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: #donauliebe
]]>
Wasserstraße viadonau
news-1573 Wed, 18 Dec 2019 13:36:42 +0100 Erweiterte DoRIS-Seichtstellen-Services https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/erweiterte-doris-seichtstellen-services Seit mehreren Jahren publiziert viadonau elektronische Binnenschifffahrtskarten (Inland ENCs) sowie aktuelle Fahrwassertiefen der maßgebenden Seichtstellen in den beiden freien Fließstrecken der österreichischen Donau. Ab sofort steht Schifffahrtstreibenden hierzu ein kombiniertes und erweitertes Service zur Verfügung. Seit Veröffentlichung des Inland ECDIS Standards 2.4 können analog zu den im monatlichen Rhythmus veröffentlichten Multibeam-Sondierungen der maßgebenden Seichtstellen nun auch die entsprechenden Tiefeninformationen laufend in die elektronischen Binnenschifffahrtskarten eingebunden und über diesen Kanal für die Schifffahrt direkt an Bord bereitgestellt werden. Die IENC-Basiskarten und die entsprechenden Updates stehen hier zum Download bereit.

Darüber hinaus wurden diese Services Mitte Dezember 2019 um Gesamtaufnahmen der beiden freien Fließstrecken der österreichischen Donau erweitert. Die jeweils im Frühjahr und Herbst vom Fachbereich Vermessung von viadonau durchgeführten Multibeam-Vermessungen der Stromsohle in der Wachau und in der Strecke östlich von Wien stehen nunmehr der Schifffahrt im PDF-Format zum Download zur Verfügung. Die monatlich publizierten Informationen zu den maßgebenden lokalen Seichtstellen in den beiden freien Fließstrecken ergeben zusammen mit den neu veröffentlichten Gesamtaufnahmen ein lückenloses Bild der Morphologie der Donau im Bereich des von der Schifffahrt nutzbaren Fahrwassers. Die ergänzte Seichtstelleninfo ist auf der DoRIS-Website hier zu finden.

]]>
Wasserstraße viadonau
news-1556 Thu, 21 Nov 2019 15:53:12 +0100 March & Thaya: Ökologie und Hochwasserschutz im Einklang https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/march-thaya-oekologie-und-hochwasserschutz-im-einklang viadonau führte im Auftrag der örtlichen Wasserverbände die Generalsanierung der Hochwasserschutzdämme entlang der March und unteren Thaya sowie an den Zubringerbächen Weidenbach, Sulzbach, Jedenspeigenbach und Zaya durch. Ziel war es, die Dämme zum Schutz des Hinterlandes nach dem Stand der Technik zu sanieren und durchgehend auf die Höhe eines Jahrhunderthochwassers mit einer zusätzlichen Sicherheitshöhe von mindestens 70 Zentimeter zu bringen. Die durch BMVIT-Mittel finanzierten Hochwasserschutzanlagen an March und Thaya bieten Sicherheit für rund 18.000 Bürgerinnen und Bürger in zehn Gemeinden. Seit dem Sommer 2018 wurde der Hochwasserschutz March-Thaya nördlich von Rabensburg saniert. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten im Herbst 2019 ist die Schutzfunktion des erneuerten, insgesamt rund 75 Kilometer langen Dammsystems vollständig wiederhergestellt und bietet den Gemeinden an March und Thaya wieder optimale Sicherheit vor Hochwasser. Zusätzlich wurde nun ein Restrisikoschutz für die Ortschaften Rabensburg und Hohenau, ein sogenannter Querdamm, neu errichtet. viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler zeigt sich erfreut: „Durch die zielorientierte Kooperation in der Region konnten wir diese Herausforderung gemeinsam souverän anpacken, die finanziellen Vorgaben einhalten und sogar früher als erwartet fertig werden. Besonders positiv: die konsequente und sinnvolle Verknüpfung von Sicherheits- und Umweltinteressen.“

Im Rahmen der Baumaßnahmen war die Erhaltung wertvoller Lebensräume, wie des Natura-2000-Schutzgebiets für Amphibien und Vögel, eine wichtige Vorgabe. Die Bauzeitpläne wurden daher unter Rücksichtnahme auf die seltenen Brut- und Wasservögel der Region erstellt. Um Frösche und Kröten vor den laufenden Bauarbeiten zu schützen, wurden die Bauzeiten an die Ansprüche der Amphibien angepasst. Aber auch innovative ingenieurbiologische Lösungen kamen zum Einsatz. So halfen Studierende der Universität für Bodenkultur Wien im Rahmen eines ingenieurbiologischen Baupraktikums dabei, die Uferbereiche am „Kleinen Mühlteich“ in Rabensburg ökologisch aufzuwerten.

Parallel dazu wurde im Projekt "Thaya2020" durch die Wiederanbindung von Flussmäandern wertvoller neuer Lebensraum geschaffen, der im Einklang mit den Hochwasserschutzmaßnahmen steht. Das bilaterale Projekt entlang der Grenzstrecke zwischen Österreich und Tschechien verbessert den gewässerökologischen Zustand der Thaya durch Mäandervollintegrationen und Maßnahmen zur Herstellung der Durchgängigkeit im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Dafür wurde je ein trockengefallener Thaya-Mäander auf österreichischer und ein Mäander auf tschechischer Seite an den Hauptfluss der Thaya angeschlossen. Der Lauf der Thaya wurde somit um 900 Meter verlängert und dynamische Uferbereiche wurden geschaffen. Dies sorgt auch für eine Verbesserung und Stabilisierung der Fischpopulation. Das Bundesland Niederösterreich hat als Projektpartner maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Stephan Pernkopf, LH-St. dazu: „Wir geben unseren Flüssen wieder mehr Platz, damit schaffen wir wertvolle Lebensräume für seltene Arten und wichtige Retentionsräume gegen Überflutungen. So können Ökologie und Hochwasserschutz in Einklang gebracht werden und nicht nur der Schutz der Bevölkerung erhöht, sondern auch neue Naherholungsgebiete geschaffen werden.“

Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms INTERREG Österreich-Tschechien kofinanziert. Leadpartner ist die tschechische Wasserbauverwaltung Povodí Moravy, s.p, mit an Bord waren u.a. das Umweltbundesamt und der Nationalpark Thayatal GmbH.

]]>
Hochwasserschutz Umwelt
news-1548 Fri, 15 Nov 2019 10:00:31 +0100 125 Jahre verlässlicher Blick aufs Wasser https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/125-jahre-verlaesslicher-blick-aufs-wasser Nur wer den aktuellen Zustand und die langjährige Entwicklung der Umwelt genau kennt, kann steuernd eingreifen. Seit 1894 erhebt der Hydrographische Dienst in Österreich Daten zum Wasserkreislauf und setzte dabei neue Wegmarken in Sachen moderner Messtechnik, Datenfernübertragung und langfristige Archivierung. viadonau sorgt gemeinsam mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus und den hydrographischen Organisationseinheiten in den Bundesländern dafür, dass auch in Zukunft qualitativ hochwertige und verlässliche Daten über die heimischen Wasserstände top-aktuell zur Verfügung stehen. Beständigkeit im Wandel

Von den Anfängen am Ende des 19. Jahrhunderts bis zur digitalen Zeitenwende im 20. und 21. Jahrhundert entstand ein heute hochmodernes rund 6500 gewässerkundliche Einrichtungen umfassendes Netzwerk. Die zentralen Fragestellungen des Hydrographischen Dienstes nach der zukünftigen Verfügbarkeit von Wasser, seiner verantwortungsvollen Nutzung aber auch ausreichender Sicherheit bei extremen Wetterereignissen erhalten im Lichte nachhaltiger klimatischer Veränderungen heute zusätzliche Brisanz. Seine wertvolle Grundlagenarbeit hilft dabei, mit dem prüfenden Blick in die Vergangenheit kommende Herausforderungen rechtzeitig zu erkennen und erweist sich gerade in der Gegenwart zu seinem 125-Jahr-Jubiläum von hoher gesellschaftlichen Relevanz.

Wasserdaten für Jedermann

Das Messen und Auswerten hydrologischer Prozesse, die systematische Analyse der Wasserbilanz und auch die Veröffentlichung der erhobenen Daten sind Kernaufgaben der Hydrographie Österreichs. Die Wasserbilanz zeigt, wie viel Wasser in Form von Niederschlag fällt, wie viel davon verdunstet oder ins Grundwasser versickert, wie viel aus dem Ausland zufließt und dorthin abfließt. Über das frei zugängliche hydrographische Informationssystem (eHYD) kann sich jede und jeder sowohl einen Überblick über die Vergangenheit, aber auch über die aktuelle Situation an den staatlichen Messstellen verschaffen.

Mehr Wissen über das Wasser zu erlangen, heißt für den Hydrographischen Dienst seit jeher, Messwerte nicht nur zu erheben, sondern sie auch zu analysieren, zu vergleichen und nachvollziehbar zu interpretieren, um sie so schließlich der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Donauraum, wo die Entwicklung des Hydrographischen Dienstes einst ihren Anfang nahm, wacht heute viadonau über die Wasserstände, Wassertemperaturen und Abflüsse. Über die Vorgängerorganisationen Wasserstraßendirektion und Bundesstrombauamt ist das Unternehmen (Gründung 2005) seit 1945 Teil des Hydrographischen Dienstes in Österreich. An den Pegelmessstellen an Donau, March und der Grenzstrecke der Thaya erhebt viadonau die Wasserstände der Flüsse, stellt diese online zur Verfügung und trägt so zu den vor allem für die Schifffahrt wichtigen Hochwasserprognosen der hydrographischen Dienste Nieder- und Oberösterreichs bei.

Das 125. Jubiläum des Hydrographischen Dienstes in Österreich wurde am 12.11.2019 mit einem Festakt gewürdigt. Fotos zur Veranstaltung finden Sie hier.

Weiterführende Infos:

www.bmnt.gv.at/service/presse/wasser/2019/BMNT--125-Jahre-Hydrographischer-Dienst-in-Österreich.html

www.ehyd.gv.at

Mitteilungsblatt des Hydrographischen Dienstes in Österreich Nr. 89

]]>
viadonau Sicherheit
news-1546 Thu, 31 Oct 2019 15:35:19 +0100 LIFE+ Renaturierung Untere March-Auen abgeschlossen https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/life-renaturierung-untere-march-auen-abgeschlossen Mehr Raum für Natur und gefährdete Arten. Nach dem erfolgreichen Abschluss des LIFE+ Projekts „Renaturierung Untere March-Auen“ ziehen viadonau, WWF und NÖ Landesfischereiverband eine erfreuliche Bilanz. Erste positive Effekte des langjährigen Naturschutzprojekts sind schon heute sichtbar. Die ökologische Aufwertung der Flusslandschaft an der March kommt Mensch und Natur gleichermaßen zugute. Mit ihren Auwäldern und -wiesen zählt die March heute zu den wertvollsten Naturjuwelen des Landes und ist Lebensraum von mehr als 90 in Österreich gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, wie etwa Rot- und Schwarz-Milan, Seeadler, Hügelnelke oder Urzeitkrebse. Im Zuge des LIFE+ Projekts „Renaturierung Untere March-Auen“ wurden seit 2017 Schritt für Schritt gewässerökologische Verbesserungen und Renaturierungen entlang des österreichisch-slowakischen Grenzflusses durchgeführt. Schädliche Regulierungen wurden zurückgebaut und Bachmündungen naturnah umgestaltet. Insgesamt entstanden sieben Kilometer neu durchströmte Fließgewässer. Rund 115.000 Kubikmeter Sedimente wurden dafür entfernt. In der Au selbst sind über 15 Hektar Feuchtwiesen neu entstanden und über 20 Hektar an Sutten wurden gesichert. Auch das Beweidungsprojekt mit Konikpferden läuft erfolgreich. Die so entstandenen naturnahen Lebensräume wurden von Pflanzen wie Tieren rasch angenommen. Das Resümee der Projektpartner viadonau, WWF und NÖ Landesfischereiverband ist entsprechend positiv. Man ist sich einig: Die March ist ein einzigartiges Fluss- und Ökosystem, das durch die im Projekt umgesetzten Maßnahmen nun für weitere Generationen gesichert ist. Gemeinsam mit den Projektpartnern konnte man einmal mehr aufzeigen, wie wichtig es ist, Flüssen wieder Raum für freie Entfaltung zu geben, um neue Lebensräume zu schaffen und die Artenvielfalt zu stärken. So wies auch viadonau-Projektleiter Franz Steiner darauf hin, dass die neuen Nebenarme und Flussinseln nicht nur wertvolle Lebensräume für Flussmuscheln oder den Gewöhnlichen Schlammling darstellten, sondern auch die Wasserversorgung der Au verbesserten – besonders wichtig in Jahren mit trockenen Sommern.

Details zum Projekt

]]>
viadonau Umwelt
news-1545 Thu, 24 Oct 2019 16:19:30 +0200 Hochwasserschutz March – Querdamm Rabensburg und in Bernhardsthal funktionell fertiggestellt https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/hochwasserschutz-march-querdamm-rabensburg-und-in-bernhardsthal-funktionell-fertiggestellt Seit Sommer 2018 wird der Hochwasserschutz March-Thaya nördlich von Rabensburg im Auftrag des zuständigen Wasserverbandes saniert. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten im Herbst 2019 ist die Schutzfunktion des erneuerten, insgesamt rund 75 Kilometer langen Dammsystems vollständig wiederhergestellt und bietet den Gemeinden an March und Thaya wieder optimale Sicherheit vor Hochwasser. Zusätzlich wurde nun ein Restrisikoschutz für die Ortschaften Rabensburg und Hohenau, ein sogenannter Querdamm, neu errichtet. Ausgehend von der Ostbahnbrücke im Süden bis zum nördlich gelegenen Bernhardsthal umfasst die bestehende March-Thaya-Hochwasserschutzanlage ein Dammsystem von rund 75 Kilometer Länge und soll die Gemeinden an March und Thaya vor hundertjährlichen Hochwasserereignissen schützen. Der neu errichtete Querdamm Rabensburg bietet dabei zusätzliche Sicherheit, indem dieser – sollten die bestehenden Dämme versagen – dennoch vollständigen Schutz für die Siedlungsgebiete im Hinterland (Rabensburg und Hohenau) gewährleistet.

Sicherheit mit ökologischem Bewusstsein

Im Rahmen der Baumaßnahmen war die Erhaltung wertvoller Lebensräume, wie des Natura-2000-Schutzgebiets für Amphibien und Vögel, eine wichtige Vorgabe. Die Bauzeitpläne wurden daher unter Rücksichtnahme auf die seltenen Brut- und Wasservögel der Region erstellt. Um Frösche und Kröten vor den laufenden Bauarbeiten zu schützen, wurden die Bauzeiten an die Ansprüche der Amphibien angepasst. Aber auch innovative ingenieurbiologische Lösungen kamen zum Einsatz. So halfen Studierende der Universität für Bodenkultur Wien im Rahmen eines ingenieurbiologischen Baupraktikums dabei, die Uferbereiche am „Kleinen Mühlteich“ in Rabensburg ökologisch aufzuwerten – zum Beispiel durch das Einbringen von Lärchenpiloten und Weidenfaschinen zur Begrünung und Ufersicherung.

Über das Projekt

viadonau führt im Auftrag der Wasserverbände für den Marchhochwasserschutzdamm Marchegg – Zwerndorf und für den March-Thaya-Hochwasserschutzdamm Angern – Bernhardsthal die Generalsanierung der Hochwasserschutzdämme entlang der March und unteren Thaya sowie an den Zubringerbächen Weidenbach, Sulzbach, Jedenspeigenbach und Zaya durch. Ziel ist es, die Dämme an der March und unteren Thaya zum Schutz des Hinterlandes nach dem Stand der Technik zu sanieren und durchgehend auf die Höhe eines Jahrhunderthochwassers mit einer zusätzlichen Sicherheitshöhe von mindestens 70 cm zu bringen. Die Hochwasserschutzanlagen an March und Thaya bieten Sicherheit für rund 18.000 Bürgerinnen und Bürger in zehn Gemeinden.

]]>
Hochwasserschutz viadonau
news-1537 Tue, 15 Oct 2019 14:14:19 +0200 Danube STREAM zieht Bilanz https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/danube-stream-zieht-bilanz Ende September 2019 ging das EU-kofinanzierte und von viadonau koordinierte Projekt Danube STREAM offiziell über die Ziellinie. Welche Erfolge hat die internationale Projektgemeinschaft von neun Partnern aus sieben Ländern für gemeinsame Qualitätsstandards an der Donau nach zweieinhalb Jahren vorzuweisen? Am 17. September kamen in Budapest noch einmal rund 70 Expertinnen und Experten zusammen, um Herausforderungen und Lösungen Revue passieren zu lassen. Erfolgreiche Projekte zeichnen sich stets dadurch aus, dass sie etwas Bleibendes hinterlassen und so entscheidend zu Entwicklung und Fortschritt in ihrem Wirkungsbereich beitragen. Das Erbe von Danube STREAM erfüllt diese Bedingung mit Leichtigkeit. Angetreten 2017 mit dem Ziel, die länderübergreifende Kooperation der Wasserstraßenverwaltungen entlang der Donau zu verbessern und das Wasserstraßenmanagement zu harmonisieren, setzte Danube STREAM viele klare Akzente in Sachen Service und Modernisierung am Strom – von verbesserten Schifffahrtskarten der Donauländer, die in dem gemeinsam entwickelten innovativen D4D-Portal gesammelt und benutzerfreundlich bereitgestellt werden, über kontinuierlich aktualisierte Strecken- und Liegestellenatlanten bis zur Überarbeitung des Danube FIS Portals und der Veröffentlichung von drei jeweils jährlich erscheinenden Common Danube Reports mit zahlreichen statistischen Informationen zur Entwicklung der Donauschifffahrt. Aber auch als Naturraum stand die Wasserstraße im Fokus. So wurde in Abstimmung mit DANUBEparksCONNECTED, dem Netzwerk der Schutzgebiete entlang der Donau, ein Handbuch für umweltfreundliche Wasserstraßeninstandhaltung entwickelt. Reichhaltig aufbereitete Informationsquellen wie das Danube Glossary (in mehreren Sprachvarianten, u.a. auch in englisch-deutscher Version) sowie Lehrvideos zur Nutzung von Inland ECDIS Viewern and Bord von Schiffen stärken Ausbildung und Wissen zur Binnenschifffahrt.

Zum Abschluss des Projekts war den Vertreterinnen und Vertretern der Wasserstraßenverwaltungen klar: Nach dem Projekt darf nicht vor dem Projekt sein. Um die angestrebten gemeinsamen Qualitätsstandards in der Donauschifffahrt nachhaltig zu verstetigen und die Zusammenarbeit langfristig – auch über das Projektende hinaus – zu sichern, einigte man sich auf Service Level Agreements – für eine stabile gemeinsame Zukunft entlang der Donau. Danube STREAM: Ein Projekt mit Langzeiteffekt im zusammenwachsenden Europa.

]]>
Wasserstraße viadonau
news-1532 Mon, 07 Oct 2019 15:13:34 +0200 Hochwasserschutz Donau – Funktionale Fertigstellung an weiten Teilen des Marchfeldschutzdamms https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/hochwasserschutz-donau-funktionale-fertigstellung-an-weiten-teilen-des-marchfeldschutzdamms Seit 2017 wird das im Eigentum der Donauhochwasserschutz-Konkurrenz (DHK) stehende Hochwasserschutzsystem Marchfeldschutzdamm durch viadonau generalsaniert. Die Runderneuerung des Hochwasserschutzes nach dem Stand der Technik bedeutet optimale Hochwassersicherheit für rund 30.000 Bürgerinnen und Bürger in Wien und Niederösterreich. Ein Großteil der Bauarbeiten konnte nun deutlich früher als geplant abgeschlossen werden. „Trotz widriger Witterungsbedingungen zeichnete sich schon im Frühjahr 2019 ein gutes Vorankommen der Bauarbeiten an den Hochwasserschutzanlagen ab. So war bei dem am Marchfeldschutzdamm eingesetzten Sanierungsverfahren mittels innenliegender Dichtwand, bei dem der Damm nicht geöffnet werden muss, durch den Einsatz von Dichtwandfräsen ein hohes Arbeitstempo möglich, während die Schutzfunktion des Dammes dabei stets intakt blieb“, erklärt viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler zum raschen Baufortschritt am Marchfeldschutzdamm.

In den Abschnitten von DHK/viadonau, Schönau – Witzelsdorf und Stopfenreuth – Rußbach ist das Ende der Sanierung bereits besonders spürbar. So sind die Wiederherstellung der Wege und der Rückbau von Lagerflächen in vollem Gange. Auch am Schönauer Rückstaudamm schreiten die Bauarbeiten zügig voran: Seit Juni wird die Dammdichtwand eingefräst. Nachdem im September die Dichtwandarbeiten abgeschlossen wurden, ist in allen Bauabschnitten im Zuständigkeitsbereich von viadonau der funktionale Hochwasserschutz hergestellt. Parallel zu den Dammsanierungsarbeiten läuft die elektromaschinelle Ausrüstung der Pumpwerke und der Siele sowie die Neuerrichtung der zweiten Rußbachbrücke im Gemeindegebiet von Engelhartstetten.

Der rasche Baufortschritt lässt vor allem auch Anrainer aufatmen und ermöglicht wieder günstigere Bedingungen für Fahrradenthusiasten auf der Suche nach der schönsten Route durch die Nationalpark-Natur. So wird ein Großteil der Radwegumleitungen nun voraussichtlich nur bis Ende 2019 (anstelle von Ende 2020) erforderlich sein. Lediglich der Teilabschnitt zwischen Eckartsau und Stopfenreuth wird – aufgrund der Arbeiten zum „Verbesserten Hochwasserschutz Wien – Überströmstrecke Stopfenreuth und Witzelsdorfer Rückstaudamm“ (Stadt Wien/WGM) – voraussichtlich bis ca. Mitte 2021 umgeleitet werden.

„Mit der funktionalen Fertigstellung großer Teile der Hochwasserschutzanlagen im Marchfeld ist ein enormer Schritt hin zu mehr Sicherheit für rund 30.000 Bürgerinnen und Bürger gelungen. Gerade mit Blick auf künftige extreme Wetterereignisse ist die Bedeutung dieses modernen Hochwasserschutzsystems für die Region nicht hoch genug einzuschätzen“, ist Bundesminister Andreas Reichhardt überzeugt. Das BMVIT finanziert dieses Projekt mit rund 77 Mio. Euro, was 70% der Gesamtbaukosten entspricht. „Jeder Cent davon ist im Sinne der Sicherheit der Bevölkerung gut angelegt“, ergänzt Bundesminister Reichhardt.

„Der Schutz der Menschen und ihres Eigentums hat für mich oberste Priorität. In Niederösterreich investieren wir daher massiv in den Hochwasserschutz, seit 2002 über eine Milliarde Euro. 300 Gemeinden konnten damit sicherer gemacht werden. Die Sanierung des Marchfeldschutzdammes ist ein besonders wichtiges Projekt um insgesamt 110 Mio. Euro, das wir in Zusammenarbeit mit dem Bund und der Stadt Wien gerade erfolgreich umsetzen. Hier zwischen Marchfeld und Nationalpark wird gezeigt, wie wir Hochwasserschutz und Naturschutz optimal verbinden. Gerade in unserem „Grünen Ring“ um Wien wollen wir das Bild unserer Heimat bewahren, landwirtschaftliche Flächen nützen und seltene Arten schützen.“ erklärt Landeshauptfrau-Stellvertreter NÖ Stephan Pernkopf.

Über das Projekt Hochwasserschutz Donau – Marchfeldschutzdamm, Hainburg, Wolfsthaler Damm

Das Dammsystem Marchfeldschutzdamm wurde bereits Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts im Zuge der Donauregulierung errichtet. Durch das Hochwasser im Juni 2013 wurde die Schutzfunktion des Dammsystems Marchfeldschutzdamm an der Donau zusätzlich geschwächt. Damit es effektiven Hochwasserschutz für die Bevölkerung in Wien und Niederösterreich bietet, sorgt die Donauhochwasserschutz-Konkurrenz (DHK) für eine verlässliche Wartung, saniert durch viadonau seit Oktober 2017 die Hochwasserschutzanlagen und optimiert so die Hochwassersicherheit für rund 30.000 Bürgerinnen und Bürger in 12 Gemeinden.

]]>
Hochwasserschutz Presseinformation
news-1527 Thu, 03 Oct 2019 15:30:23 +0200 Wie Flüsse schlauer werden – viadonau bei Smart Rivers 2019 https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/wie-fluesse-schlauer-werden-viadonau-bei-smart-rivers-2019 Am Weltkongress der Binnenschifffahrt im französischen Lyon drehte sich von 30. September bis 3. Oktober erneut alles darum, wie Wasserstraßen möglichst zielgerichtet und nachhaltig fit für die Zukunft gemacht werden können. Symbolträchtig am Zusammenfluss von Rhone und Saone kamen rund 300 Expertinnen und Experten aus Bereichen wie Wasserstraßenverwaltung, Behörden, Wirtschaft, Natur und Wissenschaft bei der von PIANC organisierten Konferenz im Centre de Congrés zusammen. Partner am viadonau-Stand: Hafen Wien und Logistikum Steyr. Top-Themen: Digitalisierung, Klimaschutz und die Stärkung des Wirtschaftsfaktors Wasserstraße. Alle zwei Jahre rückt PIANC* mit der Smart-Rivers-Konferenz die Frage in den Mittelpunkt: Was gibt es Neues in Sachen moderne Wasserstraße? Die Antworten sind zahlreich und vielversprechend – auch aus Österreich. So zeigte viadonau einmal mehr auf, welches Potenzial in der konsequenten Digitalisierung der Binnenschifffahrt steckt. Neben aktuellen Modernisierungsschritten wie GPS-überwachte Bojen sind die Donau River Information Services (DoRIS) seit Jahren ein wichtiges digitales Zugpferd. RIS und ihre internationale Verbreitung – etwa durch grenzübergreifende Projekte wie RIS COMEX – bedeuten nicht nur einen enormen technischen Fortschritt in der Navigation, sie stehen auch für mehr Sicherheit in der Transportplanung und bieten neuartige Möglichkeiten zur Vernetzung der Schifffahrt mit ihrer Infrastruktur. Aber auch Antworten auf Zukunftsfragen etwa nach Automatisierung und autonomen Steuerungsmodellen (Self Navigating Vessel, Remote Lock Operation) sowie zum Abbau administrativer Barrieren im grenzüberschreitenden Transport („Single Entering of Data“) werden in der Bandbreite digitaler Lösungen verortet.

Stichwort Zukunft: Auch in Lyon hatte der Klimawandel ein gewichtiges Wort mitzureden. So wird in einer PIANC-Studie davon ausgegangen, dass extreme Wetterereignisse weiter zunehmen werden. Die Folgen für die Binnenschifffahrt durch häufigere Hoch- und Niederwasser können dramatisch sein. Man ist sich einig: Wichtigster Schritt, um gegen die Auswirkungen des Klimawandels vorzugehen, ist Bewusstseinsbildung auf breiter Basis. Denn Klimawandel betrifft jeden – Wegschauen hilft nicht. Dass integrative Maßnahmen an der Donau zukunftsfähige Ansätze sein können, um Natur und Wirtschaft gleichermaßen zu fördern, machten die viadonau-Experten auf der Smart-Rivers-Konferenz einmal mehr deutlich. Wissenschaftlich begleitetes Sediment Management, ökologischer Wasserbau und proaktive Baggerungen bilden das Herz des viadonau-Maßnahmenkatalogs für die Donau östlich von Wien. Das Ziel: der Sohleintiefung entgegenwirken, den „guten ökologischen Zustand“ schaffen und zugleich schiffbare Bedingungen sicherstellen.

Digitale Navigations-Tools, treffsichere Informationsdienste und modernes Wasserstraßenmanagement sorgen an der österreichischen Donau heute schon für bestmögliche Rahmenbedingungen. Um ihr besonderes Potenzial als leistungsfähiger Transportweg optimal zu nutzen, verlangt die Wasserstraße Erfahrung und spezielles Know-how. In Österreich setzt man auch in der wirtschaftlichen Nutzung der Donau verstärkt auf Awareness sowie maßgeschneiderte Bildungsangebote, wie die Fachhochschule Logistikum Steyr, die im Rahmen des Programms REWWay eng mit viadonau zusammenarbeitet. Das gemeinsame Anliegen ist es, die Wasserstraße als Transportalternative stärker ins Bewusstsein zu bringen, zudem Top-Ausbildungsmöglichkeiten für künftige Expertinnen und Experten für Transport und Logistik am Strom zu bieten und so die Donau als attraktive berufliche Zukunftsperspektive fest zu verankern.

Ni Hao heißt es bei der nächsten Smart-Rivers-Konferenz 2021 in China - DAS Land der Flüsse. Schließlich beträgt die Gesamtlänge der Fließgewässer im Reich der Mitte mehr als 430.000 Kilometer. 20 Flüsse sind über 1000 Kilometer lang.

* Mehr über PIANC unter www.pianc.org

]]>
Wasserstraße viadonau
news-1521 Mon, 23 Sep 2019 17:04:00 +0200 Fischa und Schwechat werden revitalisiert – Spatenstich für EU-Projekt "Alpen Karpaten Fluss Korridor" https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/fischa-und-schwechat-werden-revitalisiert-spatenstich-fuer-eu-projekt-alpen-karpaten-fluss-korridor Am 20. September erfolgte im Rahmen des grenzüberschreitenden INTERREG-Projektes Alpen Karpaten Fluss Korridor der Spatenstich für Revitalisierungsmaßnahmen an Schwechat und Fischa. Unter Projektleitung des Nationalparks Donau-Auen wird der Mündungsbereich der Fischa von viadonau renaturiert. Wesentlicher Partner, der das EU-geförderte Projekt auch finanziell unterstützt, ist das Land Niederösterreich. Der Alpen Karpaten Korridor ist ein Landschaftsstreifen zwischen den östlichen Ausläufern der Alpen in Niederösterreich und dem westlichen Teil der Karpaten in der benachbarten Slowakei. Er stellt eine wichtige Verbindungsroute für viele Arten dar. Landwirtschafts-, Siedlungs- und Gewerbeflächen sowie Verkehrsinfrastruktur inmitten der Ballungszentren Wien und Bratislava schränken jedoch die Wander- und Ausbreitungsmöglichkeiten von Tier- und Pflanzenarten ein. Neben den ökologischen Wander- und Verbindungsrouten zu Land stellen dabei auch Flüsse ein wesentliches Element für die Migration von Arten dar. Der nun gemeinsam mit Sektionschef Prof. Gerhard Gürtlich (BMVIT), Bezirkshauptmann Peter Suchanek (Bruck an der Leitha) und Thomas Ram, Bürgermeister von Fischamend, feierlich begangene Startschuss der Maßnahmen zur Neubelebung an Schwechat und Fischa soll ein starkes Signal dafür sein, den Flüssen und ihrer Natur ihren Raum nachhaltig und als Teil einer ganzheitlichen grenzübergreifenden Entwicklung zurückzugeben. LH-Stellvertreter NÖ Stephan Pernkopf betonte darüber hinaus, wie wichtig es sei, gerade den ‚Grünen Ring‘ rund um die Bundeshauptstadt Wien als Naturraum zu bewahren und zu verbessern. Insgesamt werden 2 Millionen Euro in den Alpen Karpaten Fluss Korridor investiert, die Renaturierungsmaßnahmen an der Fischa und der Schwechat seien hier Vorzeigeprojekte.

Direktorin des Nationalparks Donau-Auen Edith Klauser hob hervor, dass die Flüsse und Auen des Alpen Karpaten Korridors heute oftmals als einzige Verbindungselemente zwischen bestehenden Schutzgebieten wirken. Das Projekt ‚Alpen Karpaten Fluss Korridor‘ unter Leitung des Nationalparks habe daher zum Ziel, die Flüsse des Wanderkorridors ökologisch zu stärken, was vor allem auch der Artenvielfalt im Nationalparkumland diene. Von der Revitalisierung der Fischa würden Fische wie die Nase als typischer Donaufisch im Nationalparkabschnitt besonders profitieren.

Die Renaturierung des Mündungsbereiches der Fischa in die Donau wird vom Projektpartner viadonau umgesetzt. Die ökologische Umgestaltung der Flussmündung ist auch für den Wasserstraßenbetreiber ein wesentlicher Schritt zur Stärkung des Lebensraumverbundes von Zubringerfluss und Donau. So stellte viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler die Projektmaßnahme als bedeutenden Baustein des viadonau-Maßnahmenkatalogs zur Verbesserung der ökologischen Bedingungen für den gesamten Donauabschnitt östlich von Wien heraus.

Mit einer Fischaufstiegshilfe in der „Kleinen Au“ bei Fischamend setzt auch die Stadtgemeinde Fischamend als Projektpartner eine Revitalisierungsmaßnahmen um. In Summe werden im Rahmen des Projekts 13 Pilotmaßnahmen an fünf Flüssen in der Slowakei und Österreich zur Renaturierung sowie lokale lebensraumgestaltende Eingriffe für Tierarten wie Eisvogel oder Würfelnatter erfolgen.

Weiterführende Links:

www.viadonau.org/unternehmen/projektdatenbank/aktiv/alpen-karpaten-fluss-korridor
www.donauauen.at

]]>
FGP viadonau
news-1515 Wed, 14 Aug 2019 14:38:59 +0200 Junior Ranger für PlasticFreeDanube https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/junior-ranger-fuer-plasticfreedanube Natur und Plastik – das verträgt sich nicht. Die engagierten Junior Ranger des Nationalparks Donau-Auen wissen das längst und setzten am 13. August gemeinsam mit viadonau und Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek bei Petronell-Carnuntum einmal mehr ein starkes Zeichen für eine plastikfreie Zukunft am Strom. Das Bewusstsein für Naturschutz zu stärken und gleichzeitig auch gleich selbst Hand anzulegen – dafür steht seit jeher das Junior-Ranger-Programm im Nationalpark Donau-Auen. Im Junior-Ranger-Sommercamp widmeten sich die Jugendlichen heuer mit viel Einsatz auch dem Thema Plastikmüll an der Donau. Jährlich landen rund 41 Tonnen davon im Fluss. Das Ziel der Aktion am 13. August war daher klar: mehr Aufmerksamkeit für saubere Flusslandschaften! Aber auch, aufzuzeigen, dass und wie jede und jeder Einzelne aktiv etwas dafür tun kann.

Die Aktion unterstützt das von der EU geförderte slowakisch-österreichische Projekt PlasticFreeDanube, das sich seit 2017 grenzübergreifend mit Eintragsquellen, Mengen und Transportverhalten von Plastikverschmutzungen an der Donau auseinandersetzt. Gemeinsam mit Projektpartnern wie dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, dem Nationalpark Donau-Auen, der Universität für Bodenkultur und slowakischen Organisationen wie RepaNet werden immer wieder Sammelaktionen veranstaltet. Die eingesammelten PET-Flaschen, Plastikbehälter, Haushaltsutensilien, Folien und vieles mehr werden im Zuge des Projekts erfasst und ausgewertet und geben so Aufschluss über ihre Herkunft und Eintragspfade. Auf diese Weise sollen schließlich gezielte Maßnahmen und Methoden zur effizienten Müllvermeidung am Strom ermittelt werden.

Weiterführende Links:

www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190814_OTS0019/nachhaltigkeitsministerin-patek-besuchte-donau-auen-junior-ranger-bild   
www.plasticfreedanube.eu 
www.bmnt.gv.at   
www.donauauen.at 
www.facebook.com/viadonau/ 

]]>
viadonau Umwelt
news-1513 Wed, 14 Aug 2019 14:29:57 +0200 Hochwasserschutz Donau – Hochwertig und zeitnah zu mehr Sicherheit https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/hochwasserschutz-donau-hochwertig-und-zeitnah-zu-mehr-sicherheit Dass große Baustellen oft mit vorübergehenden Einschränkungen für Anrainer und Verkehrsteilnehmer verbunden sind, ist bekannt und kaum vermeidbar – vor allem, wenn es um so sensible Strukturen geht, wie den Marchfeldschutzdamm im unmittelbaren Umfeld des Nationalparks Donau-Auen. Das Hochwasserschutzsystem im Eigentum der Donauhochwasserschutz-Konkurrenz (DHK) wird nämlich seit 2017 durch viadonau generalsaniert. Nun kann ein Großteil der Bauarbeiten deutlich früher als geplant fertiggestellt werden. Trotz widriger Witterungsbedingungen zeichnete sich schon im Frühjahr ein gutes Vorankommen der Bauarbeiten an den Hochwasserschutzanlagen ab. Bei dem am Marchfeldschutzdamm eingesetzten Sanierungsverfahren mittels innenliegender Dichtwand, bei dem der Damm nicht geöffnet werden muss, war durch den Einsatz von Dichtwandfräsen ein hohes Arbeitstempo möglich, und die Schutzfunktion des Dammes blieb auch während der Arbeiten stets intakt. In den Abschnitten von DHK/viadonau, Schönau – Witzelsdorf und Stopfenreuth – Rußbach, ist das Ende der Sanierung bereits spürbar – die Wiederherstellung der Wege und der Rückbau von Lagerflächen sind in vollem Gange. Auch am Schönauer Rückstaudamm schreiten die Bauarbeiten zügig voran, seit Juni wird die Dammdichtwand eingefräst, sodass auch hier die funktionale Fertigstellung voraussichtlich bis Oktober erreicht wird. Parallel zu den Dammsanierungsarbeiten läuft die elektromaschinelle Ausrüstung der Pumpwerke und der Siele sowie die Neuerrichtung der zweiten Rußbachbrücke im Gemeindegebiet von Engelhartstetten.

Bald wieder freie Bahn für Fahrrad und Co.

Der rasche Baufortschritt lässt vor allem Anrainer aufatmen und ermöglicht wieder günstigere Bedingungen für Fahrradenthusiasten auf der Suche nach der schönsten Route durch die Nationalpark-Natur. So wird ein Großteil der Radwegumleitungen nun voraussichtlich nur bis Ende 2019 (anstelle von Ende 2020) erforderlich sein. Lediglich der Teilabschnitt zwischen Eckartsau und Stopfenreuth wird – aufgrund der Arbeiten zum „Verbesserten Hochwasserschutz Wien – Überströmstrecke Stopfenreuth und Witzelsdorfer Rückstaudamm“ (Stadt Wien/WGM) – voraussichtlich bis ca. Mitte 2021 umgeleitet werden, hier soll zum Schutz der Radfahrer der neue Radweg nach Kopfstetten genutzt werden. „Was vielleicht aufgrund der Umleitungen und Absperrungen von Wegen und Zugängen mancherorts zwischenzeitlich für Unmut gesorgt hat, ist einer enorm sinnvollen und wichtigen Sache geschuldet. Schließlich geht es um die optimale Hochwassersicherheit für rund 30.000 Bürgerinnen und Bürger in Wien und Niederösterreich. viadonau und die beteiligten Firmen haben kräftig angepackt, um die Sanierung des Dammsystems hochwertig und rasch umzusetzen. Dass man an vielen Stellen deutlich vor dem Zeitplan liegt, ist eine gute Nachricht für alle, die die Dammbereiche wieder freier nutzen wollen“, ist Christoph Windisch, Bürgermeister von Mannsdorf, begeistert.

Dabei ist die Nutzung von Dammwegen als Radwege keineswegs selbstverständlich. viadonau-Pressesprecher Christoph Caspar klärt auf: „Wir sind immer bemüht, Hochwasserschutzdämme auch der Freizeitnutzung zur Verfügung zu stellen. Die auf dem Marchfeldschutzdamm verlaufenden Wege dienen primär der Dammerhaltung, jedoch hat der Eigentümer DHK deren Nutzung durch Radfahrer (Radroute Eurovelo 6) gestattet. Wir wollen auch in Zukunft den Radfahrerinnen und -fahrern bestmöglich entgegenkommen, aber: Sicherheit geht immer vor, im Umfeld von Baustellen ist daher die Nutzung der Wege durch Radfahrer nicht möglich. Diese wird an vielen Stellen aber bald wieder möglich sein – inklusive eines nun topmodernen Hochwasserschutzes an der Donau.“

]]>
viadonau Hochwasserschutz
news-1507 Fri, 09 Aug 2019 12:57:44 +0200 Stein für Stein, Schicht um Schicht - Donausedimente unter der Lupe https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/stein-fuer-stein-schicht-um-schicht-donausedimente-unter-der-lupe Für das von Christoph Hauer vom Institut für Wasserbau, Hydraulik und Fließgewässerforschung geleitete Christian Doppler Labor für Sedimentforschung und -management der Universität für Bodenkultur Wien besteht der Kern der Donau aus ihrem Flussbett. Mit seiner Beschaffenheit und Dynamik setzen sich Experten des Instituts für Wasserbau, Hydraulik und Fließgewässerforschung (IWA) seit anderthalb Jahren gemeinsam mit viadonau als Wirtschaftspartner erfolgreich auseinander. Dem Donaukies auf der Spur

Die Donau liegt heute praktisch permanent auf der Hebebühne der Forschung. Schließlich will man den Fluss und seine Prozesse besser verstehen und daraus die treffsichersten Maßnahmen für Natur, Schifffahrt und Sicherheit ableiten. Unter ihrer Oberfläche verändert die Donau aber praktisch täglich ihr Gesicht. Ihre Strömungskraft schiebt den Kies kontinuierlich weiter und verändert dabei fortwährend die Struktur des Flussbetts. Außerdem: Kies ist nicht gleich Kies. Die Fließkraft wirkt je nach Kiesart unterschiedlich auf die Flusssohle ein. Für das Christian Doppler Labor und das Forschungsteam rund um Helmut Habersack, Professor für Wasserbau und Hydraulische Modellierung an der BOKU und Spezialist für Flussmorphologie, Sedimenttransport und Wasserbau, steht daher die Frage im Zentrum, welcher Kies warum wohin verfrachtet wird. Entscheidend sind vor allem die Größe der Steine und ihre genaue Lage. Um dem spezifischen Geschiebeverhalten des Donaukieses auf die Spur zu kommen, holt man sich die Antworten direkt aus der Stromsohle – gewissermaßen handverlesen: An charakteristischen Stellen wurden im Herbst 2018 Proben des Donausediments genommen und das Material anschließend feinsäuberlich getrocknet und teilweise gesiebt, um die Korngrößenverteilungen und charakteristische Korndurchmesser zu ermitteln. Die sogenannten volumetrischen Kiesproben wurden auf einer Länge von rund 35 Kilometern in der Wachau durchgeführt, wo die Donau einen besonders dynamischen und abwechslungsreichen Verlauf nimmt.

Die Menge des transportierten Materials ist abhängig von der Durchflussmenge und somit von den auftretenden Fließgeschwindigkeiten und Schleppspannungen. Um diesen Zusammenhang genau zu erforschen, wurden darüber hinaus an fünf Querprofilpunkten mithilfe eines Fangkorbs Geschiebemessungen vorgenommen. Die gewonnenen Daten sollen einerseits dem Vergleich mit Datensätzen vor der Errichtung der Donaukraftwerke dienen, andererseits dazu beitragen, wichtige Eingangsparameter für hydraulische Modellierungen sowie für Sedimenttransportmodellierungen festzulegen. Die Erkenntnisse sollen Entwicklungen der Geschiebedynamik absehbarer machen, die ökologisch sinnvolle Gestaltung des Flusslebensraums unterstützen und präzise Informationen zum Beispiel für Baggerungen und Kieszugaben im Rahmen der Instandhaltung der Fahrrinne liefern.

Seismic Profiling

Um die sogenannte Kiesmächtigkeit in der Donau zu untersuchen, muss der Forscherblick sogar noch tiefer reichen. Dazu wurde im Herbst 2017 an der Donau östlich von Wien und im März 2019 in der Wachau eine an der Donau völlig neuartige Messmethode angewandt, die Messdaten zu Sedimentschichtungen in bestehende Sohlgrundaufnahmen implementiert. Das sogenannte „Seismic Profiling“ wird im CD Labor für Sedimentforschung und –management als Möglichkeit zur Bestimmung der Kiesmächtigkeit in unterschiedlichen Donauabschnitten getestet und Analyseverfahren zur Interpretation der Messdaten weiterentwickelt. In enger Zusammenarbeit mit Erwin Heine vom Institut für Vermessung, Fernerkundung und Landinformation sollen gemeinsam mit viadonau neue Standards in der Vermessung von großen, schiffbaren Flüssen entwickelt werden. Stein für Stein und Schicht um Schicht wird so gemeinsam mit dem konzentrierten wissenschaftlichen Know-how das Wissen vom Strom kontinuierlich erweitert.

Im Zentrum der Forschungskooperation des Christian Doppler Labors steht zukunftsorientiertes Sedimentmanagement sowohl im Hinblick auf Aspekte der Energiewasserwirtschaft als auch im Kontext der ganzheitlichen und nachhaltigen Entwicklung von Flusssystemen und hier im Besonderen der Wasserstraße Donau. Um das fachliche Know-How aus Wissenschaft und Wirtschaft bedarfsgerecht zu bündeln wird das vielfältige Forschungsspektrum in drei Module geteilt: Wasserkrafttechnologien und -management (Partner: VÖU – Verein für Ökologie und Umweltforschung, ein Zusammenschluss heimischer Wasserkraft-Unternehmen), Sedimentmanagement an großen Flüssen (Partner: viadonau) und Sedimentmanagement im Umfeld von Wasserkraftturbinen (Partner: Andritz Hydro und Voith Hydro). Im Rahmen des Labors arbeiten so jene Organisationen zusammen, für die Sedimentmanagement eine zentrale Herausforderung darstellt. Die Forschungsaktivitäten zu den Modulen wurden bereits im Oktober 2017 aufgenommen.

Weiterführende Links:

www.cd-sed.at/
www.instagram.com/cd_sed/?hl=de
www.cdg.ac.at/

]]>
viadonau FGP
news-1503 Fri, 02 Aug 2019 10:26:19 +0200 Lokalaugenschein Johler Arm – Natur wächst, gedeiht und stabilisiert https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/lokalaugenschein-johler-arm-natur-waechst-gedeiht-und-stabilisiert Vegetation ist ein wesentlicher Bestandteil ingenieurbiologischer Uferstrukturen. Einen nachhaltigen wasserbaulichen und ökologischen Mehrwert bietet sie aber nur, wenn geeignete Bedingungen und ausreichend Zeit gegeben sind, um sich zu entfalten. viadonau-Expertinnen und -Experten für Ökologie, Erhaltung und ökologischen Wasserbau besuchten nun das im Herbst 2018 in Zusammenarbeit mit Büro Geoverde ingenieurbiologisch neugestaltete Ufer am Johler Arm, um zu sehen, wie sich die Pflanzenwelt an den neuen Strukturen aktuell entwickelt. Das als abgetreppte Uferpfahlwand ausgeführte Bauwerk sollte vor allem die Hollitzer Allee vor fortschreitender Ufererosion schützen und stellte während den hohen Wasserständen im ersten Halbjahr 2019 bereits seine stabilisierende Wirkung unter Beweis. Verantwortlich dafür sollen in Zukunft vor allem die in die Konstruktion eingepflegten Pflanzen sein. So konnten die Expertinnen und Experten vor Ort feststellen, dass die eingebrachten Weiden sich auf dem neu geschaffenen Standort sichtlich wohlfühlen, frische Triebe ausbilden und bereits begonnen haben, mit ihren Wurzeln das Sediment zu festigen. Der Uferverbau soll weiter beobachtet und gepflegt werden. Schließlich soll die Struktur – wie die zuletzt in der Wiener Innenstadt entdeckte mittelalterliche Uferkonstruktion – möglichst lange auch für die Nachwelt erhalten bleiben.

]]>
viadonau FGP
news-1500 Thu, 01 Aug 2019 15:33:49 +0200 Entsorgungsmöglichkeiten für Sportboote https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/entsorgungsmoeglichkeiten-fuer-sportboote Es gibt kaum eine schönere Art Sommer, Sonne und eine laue Brise zu genießen als an Bord eines Bootes auf der Donau. Damit das Ende des Ausflugs auf der Suche nach geeigneten Entsorgungsmöglichkeiten für Abfälle nicht zum Geduldsspiel wird, bietet die DoRIS-Website nun die wichtigsten Informationen zur Entsorgungsinfrastruktur von Schiffsabfällen in ausgewählten Sportboothäfen und Marinas. Hier geht’s zu den Details.

]]>
viadonau Wasserstraße
news-1494 Fri, 26 Jul 2019 11:23:59 +0200 Die Natur stets mitdenken – viadonau präsentiert Umwelterklärung 2019 https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/die-natur-stets-mitdenken-viadonau-praesentiert-umwelterklaerung-2019 Ökologisch denken, sicher und nachhaltig arbeiten. In der neuen Umwelterklärung 2019 zeigt viadonau einmal mehr, wie und warum das Unternehmen bei all seinen Abläufen, Aktivitäten und Zielsetzungen Umwelt, Arbeitssicherheit und soziale Verantwortung stets gemeinsam im Blick hat. Mit dem Fokus auf ausgewählte ökologische Hotspots – wie die Flusslandschaften an March und Thaya – verdeutlicht die Publikation auch heuer detailreich die Bedeutung ambitionierter Umweltziele für den Erhalt und die Weiterentwicklung einzigartiger Naturräume. Grenzflüsse im Fokus

Die Augebiete an March und Thaya bilden mit den Donau-Auen die größte zusammenhängende Auenlandschaft Mitteleuropas. Besondere und gefährdete Tier- und Pflanzenarten finden im grünen Auenherz Europas auch heute noch ein kostbares Refugium. Damit das so bleibt und zugleich die Bedingungen für Fauna und Flora weiter verbessert werden, setzt viadonau gemeinsam mit den Nachbarländern Tschechien und Slowakei in Projekten wie LIFE+ „Renaturierung Untere March-Auen“ und Thaya 2020 konsequent auf Revitalisierung. Im Zentrum steht dabei Gewässervernetzung – vom Hauptstrom abgeschnittene und teils bereits trockengefallene Mäander werden wieder angebunden und stärken so die Entstehung und Wiederbelebung natürlicher Flusslandschaften.

Bei viadonau ist man davon überzeugt: Nicht nur umweltorientierte Projekte müssen stets mit Sinn für Umwelt und Sicherheit umgesetzt werden, ökologisches Verantwortungsbewusstsein und Arbeitssicherheit gehen bei sämtlichen Aktivitäten des Unternehmens Hand in Hand. So wird naturgerechtes Management von unseren fachspezifisch geschulten Expertinnen und Experten mit modernstem Equipment umgesetzt, um nicht nur ökologisch sondern immer auch nach aktuellen Arbeitssicherheitsstandards (ISO 45001:2019) vor Ort zu agieren. Schließlich gilt es, stets den Blick für das große Ganze – Leben, Sicherheit und Wirtschaft – am Strom zu bewahren.

Noch viel mehr zu aktuellen Maßnahmen und Projekten des Unternehmens zur verantwortungsbewussten Weiterentwicklung der Donau als Wasserstraße, Natur- und Lebensraum sowie spannende Hintergründe zu Vergangenheit und Zukunft der Flusslandschaften an March und Thaya ab sofort in der viadonau-Umwelterklärung 2019.

Jetzt hier einfach downloaden.

]]>
Umwelt viadonau
news-1492 Fri, 12 Jul 2019 13:09:21 +0200 Internationale Forschung an der Donau https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/internationale-forschung-an-der-donau Wissenschaftliche „Großoffensive“ auf die Donau. Derzeit läuft die 4. Auflage des Joint Danube Survey (JDS4), der weltweit umfangreichsten Untersuchung eines großen Flusses und seiner Zubringer. Die alle sechs Jahre von der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD) organisierte und in 13 Staaten konzertiert stattfindende Erhebung hat das Ziel, eine möglichst vollständige Informationslage zu ausgesuchten biologischen und chemischen Parametern zu schaffen. Die Ergebnisse sollen Mitte 2020 vorliegen und erneut wertvolle Erkenntnisse zur weiteren Entwicklung der Donau liefern. Hohe Datenqualität und Vergleichbarkeit der Ergebnisse sind das A und O langfristiger Forschung am Strom. Das zentrale Anliegen des Joint Danube Survey ist daher die möglichst dichte Bündelung internationaler Awareness und Expertise. An 51 Messstellen sind die Forscherinnen und Forscher heuer im Einsatz – fünf davon liegen in Österreich: Jochenstein, Enghagen, Oberloiben, Klosterneuburg und Hainburg. Neben klassischen Parametern, wie die biologische und chemische Gewässerstruktur, stehen auch die Untersuchung invasiver Arten und – erstmals im Rahmen des JDS – auch Mikroplastik im Fokus. Dabei werden eigens entwickelte Sammelgeräte die Menge an Plastikpartikeln erheben, die im fließenden Wasser der Donau transportiert werden, und somit von der Quelle bis zu ihrer Mündung eine – in diesem Umfang erstmalige – Datengrundlage zu Plastikpartikeln in der Donau und ihren Zuflüssen geschaffen. Die Erhebungen im österreichischen Streckenabschnitt finden von 8. bis 14. Juli statt.

In Österreich wird der JDS4 durch das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus durchgeführt. Neben Deutschland und der Europäischen Kommission hat sich Österreich maßgeblich an der Finanzierung dieses wichtigen Projekts beteiligt. Auch viadonau unterstützt das Vorhaben und ist darüber hinaus etwa in weiteren internationalen Projekten wie PlasticFreeDanube zur Sauberkeit des Stroms und seiner Ufer eng mit vielen Projektpartnern und -ländern des JDS4 verbunden.

Weiterführende Links:

www.bmnt.gv.at/wasser
www.wasseraktiv.at/
www.danubesurvey.org/jds4/
www.icpdr.org/
www.plasticfreedanube.eu

]]>
viadonau Aktuelles
news-1485 Mon, 08 Jul 2019 16:01:15 +0200 Flüssiggüter im Rampenlicht – viadonau startet Initiative für chemische und petrochemische Produkte https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/fluessiggueter-im-rampenlicht-viadonau-startet-initiative-fuer-chemische-und-petrochemische-produkte Sektoren vernetzen, um Transporte zu initiieren – das steht auch im Mittelpunkt der neuen 2-jährigen Initiative Donaulogistik für „Chemische und petrochemische Produkte mit dem Binnenschiff“. Rund 25 Expertinnen und Experten aus Donaulogistik und Mineralölindustrie nahmen die Gelegenheit wahr, am 25. Juni im Tech Gate Vienna, gemeinsam das Potenzial von flüssigen Produkten der chemischen und petrochemischen Industrie für die Donauschifffahrt zu diskutieren. Egal ob Mineralöle, Biodiesel oder weitere chemische Produkte – die Donau kann eine sichere und günstige Transportlösung für diese Produkte bieten. Zahlreiche Ballungszentren, Raffinerien und Unternehmen der chemischen Industrie liegen entlang dieser Wasserstraße. Im Bereich der Flüssiggüter laufen bis dato vor allem Mineralöle über die österreichische Donau, die mit 1,3 Millionen Tonnen im Jahr 2018 etwa 20% des Transportvolumens ausmachen – eine wichtige Gruppe, die daher auch im Mittelpunkt der Auftakt-Veranstaltung der neuen Schwerpunktinitiative stand.

Welches Zukunftspotenzial bietet die Donau dafür und welche strategischen Entwicklungen sind möglich? Dazu führten zahlreiche Expertinnen und Experten aus der Mineralölindustrie sowie der Tankschifffahrt rege Fachgespräche. So präsentierten Attila Heves von MOL Austria und Piotr Zielinski von Lukoil Lubricants Europe – beides Unternehmen, die über einen oder mehrere Standorte mit direktem Zugang zur Wasserstraße verfügen – darüber, wie die Donauschifffahrt effizient in die Logistik eingebunden werden kann. Welche Herausforderungen das tägliche Transportgeschäft auf der Donau bereithält, beleuchtete Norbert Baumann von Danu Trans, bevor viadonau-Experte Mario Kaufmann abschließend einen Ausblick auf aktuelle und geplante Möglichkeiten von elektronischen Gefahrgutmeldungen und des Flottenmanagements über das River Information Service (RIS) gab und dabei die Ziele von RIS für die nächsten Jahre erklärte: eine harmonisierte Korridorlösung, die ein einmaliges Melden und Reporting für donauweite Transporte ermöglichen soll.

In einer gemeinsamen Diskussion mit allen Sprecherinnen und Sprechern sowie dem Auditorium wurde der Fokus vor allem auf strategische Entwicklungen, wie LNG (liquefied natural gas) – sowohl als Transportgut als auch als Antrieb – für Binnenschiffe gelegt. Dabei zeigte sich klar, dass solche Systemveränderungen des Sektors nur auf Basis der Zusammenarbeit von Industrie und Logistikanbietern erfolgen können.

Die Initiative „chemische und petrochemische Produkte mit dem Binnenschiff“ steht erst am Anfang. Weitere chemische Produkte wie chemische Düngemittel, verschiedene Kunststoffe und andere chemische Erzeugnisse sollen in den Folgeveranstaltungen näher beleuchtet werden.

Weiterführende Links:

Video: Auftakt-Workshop der viadonau-Initiative "chemische und petrochemische Produkte mit dem Binnenschiff"

]]>
Donaulogistik viadonau
news-1473 Fri, 28 Jun 2019 13:44:03 +0200 Natürliche Rasenmäher im Einsatz am Hochwasserschutzdamm https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/natuerliche-rasenmaeher-im-einsatz-am-hochwasserschutzdamm Pflegemaßnahme mit Biss. Naturnahe Lösungen sind meist am wirkungsvollsten und nachhaltigsten. Zur ökologischen Aufwertung des Hochwasserschutzdammes bei Schönau greift man zu einer bewährten Methode mit „Rasenmä-hä-häern“ der besonderen Art. Das Gemeinschaftsprojekt von viadonau, Nationalpark Donau-Auen, der slowakischen Naturschutzorganisation BROZ – und 50 Steinschafen – soll beste Bedingungen für das Gedeihen einer Artenreichen Fauna und Flora schaffen. Auch vom Menschen gemachte Strukturen können von der Natur als vielfältiger Lebensraum erobert werden – wenn man sie lässt. An Hochwasserschutzdämmen, die gute Bedingungen für eine reiche Artengesellschaft – von Faltern und Käfern bis hin zu seltenen Orchideen-Arten – bieten können, ist das ausdrücklich erwünscht. Besonders wichtig dafür: geeignete Bodenverhältnisse. Am Schönauer Hochwasserschutzdamm kümmert sich darum derzeit eine Schafherde von 50 Steinschafen. Das schonende Grasen fördert die Vegetation, der sogenannte „Goldene Tritt“ der leichtgewichtigen Vegetarier sorgt für eine sanfte Verdichtung des Dammes und verstärkt so seine Stabilität.

„Wir setzen seit dem Vorjahr im Bereich des Schönauer Schlitzes auf Beweidung als schonende, ökologische Pflegemaßnahme. Erste Erfahrungen zeigen, dass die besondere Trockenvegetation samt ihrer typischen Fauna von diesem Projekt profitiert – ein wichtiger Beitrag zur Artenvielfalt“, erläutert viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler. Im Auftrag von viadonau betreut heuer die Naturschutzorganisation BROZ aus der benachbarten Slowakei die Schafherde. Die Naturschutzexpertinnen und -experten verfügen über gute Erfahrungen mit der Beweidung von Schutzgebieten. So wird auch am Thebener Kogel seit längerer Zeit auf den Hunger und die Bewegungsfreude der wolligen Vierbeiner gesetzt. Der Erhalt von Trockenrasen im Nahbereich der Donau zählt zu den Zielen des Netzwerks der Donauschutzgebiete DANUBEPARKS mit Sitz im Nationalpark Donau-Auen, dem BROZ angehört. Bereits im Vorjahr begleitete BROZ die Beweidung am Marchfeldschutzdamm.

Das Krainer Steinschaf ist eine der ältesten noch vorhandenen österreichischen Schafrassen, es ist besonders widerstandsfähig und genügsam. Durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit kann die Herde auch der Hitze des pannonischen Sommers gut standhalten: „Brennt“ die Sonne vom Himmel, rücken die Tiere eng zusammen, um sich gegenseitig Schatten zu spenden. Werden die Tiere also in nächster Zeit verstärkt an den Hochwasserschutzdämmen östlich von Wien gesichtet, dann handelt es sich keineswegs um verirrte Schafe, sondern um Experten im Einsatz.

Weiterführende Links:

www.donauauen.at/news/
www.interreg-danube.eu/approved-projects/danubeparksconnected
www.facebook.com/donauauen/
www.facebook.com/viadonau/

]]>
Aktuelles Umwelt
news-1470 Wed, 19 Jun 2019 13:20:57 +0200 Gemeinsames Ziel: leistungsfähige Wasserstraße https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/gemeinsames-ziel-leistungsfaehige-wasserstrasse Die Donau zählt heute zu jenen Verkehrsträgern, die sich besonders dynamisch entwickeln. Nicht nur in der Fahrrinne, auch an ihren Ufern herrscht ständige Bewegung. Auf der ersten Bau- und Schifffahrtsbesprechung des Jahres wurden am 12. Juni in Wien Status und Ausblick in Sachen Wasserstraßen-Entwicklung ins Blickfeld gerückt. Top-Themen: Modernisierung, Kennzeichnung, Vermessung und Hafeninfrastruktur an der Donau. Die zweimal jährlich von viadonau organisierte Veranstaltung, an der traditionell zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Bereichen wie Schifffahrt, Verkehrssicherheit, Häfen, Energieerzeuger und Wasserstraßenverwaltung teilnehmen, bewies auch in ihrer jüngsten Auflage: An der Donau tut sich viel. Beispiel: Geschiebezugabe. Zwar wurden laut Joachim Salomon von VERBUND die Zugabeziele im Jahr 2018 aufgrund des ausgeprägten Niederwassers nicht ganz erfüllt, die verlagerte Geschiebemenge lag mit rund 226.000 Kubikmetern dennoch klar über dem langjährigen Jahresdurchschnitt der vergangenen zwei Jahrzehnte von ca. 190.000 Kubikmetern. Salomon rechnet heuer mit insgesamt 245.000 Kubikmetern Geschiebezugabe in die Donau. Bis Ende Mai wurden bereits rund 120.000 Kubikmeter verklappt.  

Die Wasserstraßeninfrastruktur der Donau wird an vielen Fronten sicherer und moderner. Während der Hafen Wien ab Herbst 2019 unter anderem die Instandsetzung des Hochwasserschutzes beim Alberner Hafen in Angriff nimmt, wird die Kennzeichnung der Wasserstraße, wie viadonau-Experte für Wasserstraßen-Management, Markus Simoner, berichtete, weiter modernisiert. Die nun auch GPS-gerüsteten Bojen zeigten klar das enorme Optimierungspotenzial einer fernüberwachten Wasserstraße.

Internationale Donau-Akteure sind inzwischen wichtige Fixpunkte der Bau- und Schifffahrtsbesprechung. Einen spannenden Blick in den Donauraum jenseits der Staatsgrenzen gewährten einmal mehr Paul Marcus Schäfer von der Deutschen Wasserstraßenverwaltung WSV und viadonau-Fachmann für internationale Projekte, Gert-Jan Muilerman. Während für die bayrischen Nachbarn laut Schäfer aktuell vor allem die Grundinstandsetzung der Staustufe Kachlet inklusive Schleuse und Wehr auf dem Plan stehe, präsentierte Muilerman Meilensteine aus den internationalen Projekten FAIRway Danube und Danube STREAM, deren Ziel gemeinsame Wasserstraßen-Managementstandards entlang der gesamten Donau sind. Für den Experten besonders wichtig: serviceorientierte Outputs, wie das neue FIS Portal, die neuen und kontinuierlich aktualisierten Binnenschifffahrtskarten und der ab August 2019 online verfügbare Liegestellen-Atlas. Fazit: leistungsfähige Maßnahmen, Kooperationen und Erfolge für ein starkes Donaujahr 2019.

]]>
Wasserstraße viadonau
news-1467 Tue, 18 Jun 2019 16:07:14 +0200 Jahresbericht Donauschifffahrt – kompakt und digital https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/jahresbericht-donauschifffahrt-kompakt-und-digital Der Jahresbericht Donauschifffahrt in Österreich sorgt stets für klare Sicht entlang der Wasserstraße und informiert umfassend über aktuelle Entwicklungen in Sachen Verkehr, Transportaufkommen, Fahrwasserverhältnisse und vieles mehr. Die jüngste Ausgabe des Kompendiums zur Binnenschifffahrt steht ab sofort auch als Download zur Verfügung. 7,2 Mio. Tonnen Transportaufkommen auf der österreichischen Donau, 6,1 Mio. Tonnen wasserseitiger Umschlag an den österreichischen Donauhäfen – die Zahlen des Jahres 2018 machen klar: Die ausgeprägte Niederwasserperiode, die im Vorjahr über die Sommer- und Herbstmonate hartnäckig an der Donau zehrte, machte vor allem der Güterschifffahrt zu schaffen. Während Transport und Umschlag um rund ein Viertel zurückgingen, zeigte sich die Passagierschifffahrt im selben Zeitraum vergleichsweise unbeeindruckt (-0,4 %) und konnte bei den Flusskreuzfahrten mit ca. 465.000 Fahrgästen sogar ein leichtes Plus (+3,3 %) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen. Dass die Wasserstraße Donau in Österreich 2018 nicht nur an allen Tagen des Jahres verfügbar, sondern auch befahrbar blieb, liegt nicht zuletzt an gezielten proaktiven Maßnahmen des Wasserstraßenmanagements von viadonau. Mit Baggerungen zum Beispiel in den Furtbereichen Rote Werd und Treuschütt wurden kritische Seichtstellen vorausschauend verbessert und – naturschonend – bereits vorhandene Wasserbauwerke optimiert.

Wie sich die Binnenschifffahrt an der österreichischen Donau im Detail 2018 entwickelte und spannende Trends zu Gütergruppen, Modal Split, Fahrwassertiefen, Schleusungen und vieles mehr können jetzt auch bequem auf den heimischen Bildschirm, das Tablet oder das Smartphone geholt werden. Hier geht’s zum Download.

]]>
viadonau Wasserstraße
news-1456 Thu, 06 Jun 2019 16:15:32 +0200 Servus in München – Österreichische Donaulogistik auf der Weltbühne der Wirtschaft https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/servus-in-muenchen-oesterreichische-donaulogistik-auf-der-weltbuehne-der-wirtschaft Auf ein spannendes Wiedersehen in München. Alle zwei Jahre fließt die Donau auch durch die Bayrische Landeshauptstadt. Möglich machen das viadonau und die IGÖD-Partner. Auf der transport logistic – der Weltleitmesse für innovative Transport-, Verkehrs- und Logistiklösungen – war der Gemeinschaftsstand „Treffpunkt Donau Österreich“ von 4. bis 7. Juni auch heuer wieder ein reizvolles Gravitationszentrum für Expertinnen und Experten, Stakeholder und Interessierte, die sich vielfältig darüber austauschten, was die Wasserstraße Donau zu bieten hat und welches Zukunftspotenzial im umweltfreundlichsten Verkehrsträger des europäischen Verkehrsnetzes steckt. Beim Reden kommen d’Leut zamm. Die Weisheit des Wiener Volksmunds machten viadonau und die IGÖD-Partner – die Häfen Linz, Enns, Krems, Wien und WienCont – in München einmal mehr zur bewährten Tugend. Sowohl auf dem Messestand selbst als auch in schwerpunktspezifischen Diskussions- und Präsentationsforen loteten interessierte Wirtschaftstreibende bei sympathischer Networking-Atmosphäre mit Spezialisten und Young Professionals der Donaulogistik neue Transportmöglichkeiten aus, informierten sich über innovative Logistikangebote entlang der Donau und erfuhren mehr zur aktuellen Entwicklung zwischen Schwarzwald und Schwarzem Meer. Wo die wirtschaftliche Entwicklung der Donau derzeit steht, zeigte der am Gemeinschaftsstand veranstaltete Danube Ports Info Day. Expertinnen und Experten aus einem breit gefächerten Fachspektrum von Unternehmen wie Hafen Wien, Pro Danube International, Ennshafen OÖ, Port Governance Agency, Maritime Port Administration Constanta, iC consulenten ZT GesmbH und Danube Logistics SRL lieferten Antworten aus erster Hand. Was haben die Donauländer im Rahmen von internationalen Entwicklungsprojekten wie DAPhNE bereits gemeinsam erreicht? Welche Herausforderungen liegen noch vor ihnen? Man ist sich einig: Nicht nur wirtschaftliche Effektivierung, auch internationale ökologische Zielsetzungen machen einen Wandel der Verkehrsnetze notwendig, für den die umweltfreundliche Binnenschifffahrt bereit sein muss. Und diese nimmt dazu noch Fahrt auf – ihre Ära stehe noch bevor. Während mit der Digitalisierung der Wasserstraße und etwa der Hafeninformations- und Logistiksysteme eine wichtige Entwicklungsetappe bereits gut vorangeschritten ist, soll weiter intensiv daran gearbeitet werden, infrastrukturelle Lücken entlang der Donau gemeinsam zu schließen, die Verbindung zum Hinterland zu verbessern und einheitlich hohe Standards für alle Häfen umzusetzen. Bedeutende Projekte zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur am Strom, wie die Sanierung der Schleuse Gabcikovo in der Slowakei, seien starke Signale einer wirtschaftlichen Aufbruchsstimmung entlang der Donau.

Um die Wasserstraße bestmöglich nutzen zu können und für die logistischen Herausforderungen der Zukunft optimal zu positionieren, braucht es konsequente Kundenorientierung – ein Grundsatz, der bei viadonau und den Logistikdienstleistern an der österreichischen Donau längst ein leitendes Credo ist – Service ohne Wenn und Aber eben. Auf der transport logistic Messe holten viadonau und die IGÖD-Partner auch jene Menschen vor den Vorhang, die tagtäglich im direkten Kontakt mit Wirtschaftspartnern ebenso wie mit den Nutzerinnen und Nutzern der Wasserstraße stehen. Welche jüngsten Entwicklungen nehmen sie in ihrem jeweiligen Berufsumfeld wahr? Es zeigte sich schnell: Die Häfen an der österreichischen Donau bauen ihr Logistik- und Infrastrukturangebot kontinuierlich aus. So erschließt sich der Hafen Linz mit dem Projekt Neuland neuen Raum, um einerseits die Hafeninfrastruktur zu optimieren, aber auch um das Linzer Hafenviertel innovativ neu zu beleben und sich stärker mit der Bevölkerung zu verbinden. Service-Optimierung ist aber auch bei den Schleusen Trumpf: Kürzer werdende Wartezeiten für die Schifffahrt und die konsequente Modernisierung der Kommunikationstechnologien verbessern nachhaltig die Rahmenbedingungen für verlässliche Transportplanungen am Strom. Kurzum: Vielzahl und Vielfalt der Donau-Profis sorgten einmal mehr dafür, dass die Donau auch an der Isar eine gute Figur machte.

]]>
viadonau Presseinformation
news-1446 Fri, 03 May 2019 17:00:40 +0200 Donauentwicklung on tour https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/donauentwicklung-on-tour Die Donau verbindet – nicht nur als Fluss, auch als Naturraum. Und der lässt sich am schönsten im Sattel eines Fahrrades erleben. Das wissen auch die Naturschutzexpertinnen und -experten des Projektes DANUBEparksCONNECTED des Interreg Danube Transnational Programmes und luden im Rahmen der Tour Cycling the Danube am 25. April zu einer gemeinsamen Etappe von Wien nach Schloss Orth – eine Tour der Projekte, bei der in malerischem Umfeld der rege Austausch über Meilensteine und Ziele gleich doppelt so viel Spaß machte. Für die Natur an der Donau in die Pedale treten – dazu braucht es keine Überwindung. Schließlich hat Europas zweitlängster Strom einige der schönsten Naturschutzgebiete des Kontinents zu bieten. Damit das so bleibt und die Donau auch für kommende Generationen lebenswerter Naturraum und nachhaltiger Verkehrsweg ist, werden viele Maßnahmen in ebenso vielen nationalen und internationalen Kooperationen gesetzt. Mit der Radtour Cycling the Danube ruft DANUBEparksCONNECTED zu einem „Meeting“ der besonderen Art für zahlreiche Partner, die seit vielen Jahren gemeinsam die Donau schützen und weiterentwickeln.

Die Tour zu den Schätzen der Donau hat sich einiges vorgenommen: Die Expedition führt die radelnden Naturschützerinnen und Naturschützer durch alle zehn Länder, die die Donau durchfließt. Nach 3.000 Kilometern, 17 besuchten Schutzgebieten, 120 präsentierten Pilotprojekten und Treffen mit über 50 Partnerorganisationen wartet schließlich das Schwarze Meer. Auch im Rahmen der Etappe nach Schloss Orth – ins Nationalpark-Zentrum des Nationalparks Donau-Auen – gab es viel auszutauschen. Die Expertinnen und Experten von elf EU-finanzierten Projekten diskutierten an Zwischenstationen über aktuelle Entwicklungen sowie innovative Ansätze und Projekte, wie die Schaffung eines 5-Länder Biosphärenreservates an Donau-Drau-Mur, donauweites Sediment-Management oder den Schutz naturnaher Inseln. Bei vielen ambitionierten Vorhaben packt viadonau kräftig mit an. So berichtete Gert-Jan Muilerman, viadonau-Experte für internationale Projekte, über die Fortschritte und Herausforderungen von Projekten wie Danube STREAM im internationalen Bemühen für gleiche Standards in Sachen Wasserstraßenmanagement und Infrastruktur an der Donau. Warum es wichtig ist, mehr über die Eintragspfade von Plastik in die Gewässer zu wissen und grenzübergreifende Maßnahmen dagegen anzustrengen, erzählte viadonau-Expertin Iris Kempter, die sich gemeinsam mit slowakischen Partnern im Projekt PlasticFreeDanube engagiert. Apropos Slowakei: Vieles zu erfahren gab es auch über das Projekt Alpen.Karpaten.Fluss.Korridor, in dem viadonau gemeinsam mit den östlichen Nachbarn die Verbesserung der Lebensraumkonnektivität in der österreichisch-slowakischen Grenzregion anstrebt.

Seit über zehn Jahren arbeiten im Rahmen von DANUBEPARKS die Großschutzgebiete an der Donau zusammen. Insgesamt wurden zehn Millionen Euro in die Stärkung der Donau als Lebensraumverbund investiert. Mit der Radtour Cycling the Danube machen die vielen Projektpartner am Strom darauf aufmerksam, auf welch vielfältige Weise die Donau und ihre Flusslandschaft auch den Lebensraum der Menschen bereichert, belebt und lebenswert macht.

]]>
viadonau Umwelt
news-1442 Tue, 30 Apr 2019 11:28:26 +0200 Aktuelle Brückendaten online – viadonau unterstützt die Transportplanung auf der Donau https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/aktuelle-brueckendaten-online-viadonau-unterstuetzt-die-transportplanung-auf-der-donau Die Planung und Durchführung eines Transports von Übermaßgütern stellen Schifffahrtstreibende immer wieder vor besondere Herausforderungen. viadonau stellt ab sofort aktuelle Daten zu den Brücken entlang der gesamten Donau zur Verfügung – ein Plus für Passagier- und Güterschifffahrt gleichermaßen. Geht es um die Planung und Durchführung von Übermaß-Transporten ist die verfügbare Brückendurchfahrtshöhe („lichte Höhe“) oft ein entscheidender Faktor. In enger Abstimmung mit Fachkundigen aus den Donauanrainerstaaten bietet viadonau jetzt eine laufend aktualisierte Entscheidungsgrundlage für die Transportplanung. Eine von viadonau veröffentlichte Liste der Donaubrücken enthält für die Schifffahrt relevante Kenngrößen zu Brücken entlang der gesamten schiffbaren Donau. Dazu zählen etwa die Positionierung (Strom-km), die lichte Höhe bei Höchstem Schifffahrtswasserstand (HSW), die Durchfahrtsbreite bei Regulierungsniederwasserstand (RNW), Bezugspegelstände, die Anzahl der Durchfahrtsöffnungen und die erlaubte Durchfahrtsrichtung.

Diese Daten wurden im Rahmen des EU-geförderten Projektes RIS COMEX von Projektpartnern aus acht Donauanrainerstaaten gesammelt und aufbereitet. RIS COMEX verfolgt das Ziel, Behörden und Logistikern leistungsfähige Binnenschifffahrtsinformationsdienste zur Verfügung zu stellen, die eine Durchführung von Transporten auf der Donau erleichtern.

Die veröffentlichte Brückenliste wurde nach bestem Wissen und Gewissen von den zuständigen Wasserstraßen- und River Information Services-Betreibern erstellt. viadonau wird hier zukünftig weiterhin eine Koordinationsfunktion übernehmen und versuchen im Rahmen dieser internationalen Zusammenarbeit die Daten laufend zu aktualisieren.

Die Liste kann hier in deutscher und englischer Sprache abgerufen werden.


Wichtiger Hinweis:
Die endgültige Entscheidung betreffend die Durchfahrt unter einer Brücke obliegt immer der Verantwortung des Schiffsführers. Die Inanspruchnahme einer Haftung auf Basis dieser von viadonau als Serviceleistung bereitgestellten Brückenliste ist ausgeschlossen.

]]>
viadonau Wirtschaft
news-1436 Tue, 23 Apr 2019 15:24:29 +0200 Karriere mit Lehre. Binnenschifffahrt. https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/karriere-mit-lehre-binnenschifffahrt Mit dem Binnenschiff auf große Fahrt in die berufliche Zukunft. Um interessierte Schülerinnen und Schüler an die abwechslungsreichen Berufsbilder in der nationalen Binnenschifffahrt heranzuführen, präsentiert viadonau die mit Unterstützung der vier österreichischen Lehrbetriebe – Achenseeschiffahrt, BRANDNER Schiffahrt Wachau, DDSG Blue Danube und Drau- und Ossiachersee Schifffahrt sowie der Berufsschule für Maschinen-, Fertigungstechnik und Elektronik – erstellte neue Berufsinfo-Broschüre „Karriere mit Lehre. Binnenschifffahrt.“. Begeistern für die Schifffahrt. Als Fenster, das den Blick auf einen außergewöhnlichen Arbeitsbereich ermöglicht, bietet die neue Informationsbroschüre übersichtlich, kompakt und leicht verständlich wesentliche Details zu Ausbildung und Karrierechancen in der Binnenschifffahrt. Neben wichtigen und interessanten Infos zu Lehrausbildung und Berufsprofil einer Binnenschifferin oder eines Binnenschiffers erfahren Interessierte auch mehr über die Karrieremodelle nach der Lehre und den Arbeitsalltag erfolgreicher Expertinnen und Experten aus der Schifffahrt. Direkte Kontaktstellen zu allen Lehrbetrieben bzw. Schifffahrtsunternehmen sollen den Schülerinnen und Schülern, aber auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern darüber hinaus den Zugang zu offenen Lehrstellen erleichtern. Kurzum: Von der Lehre zur Karriere – Berufschance Binnenschiff auf einen Blick.

Hier geht's zur Broschüre.

Weiterführende Links:
www.bs-mfe.at (Berufsschule für Maschinen-, Fertigungstechnik und Elektronik)
www.brandner.at 
www.ddsg-blue-danube.at/lehre
www.tirolschiffahrt.com
www.ossiachersee-schifffahrt.at
www.viadonau.org/wirtschaft/bildung-wissen/binnenschifffahrtslehre/


Die Berufsinformations-Broschüre ist eine Initiative im Rahmen des Aktionsprogramms Donau des BMVIT.

]]>
viadonau Aktuelles
news-1432 Fri, 12 Apr 2019 14:25:19 +0200 Veranstaltungsreihe „Bioenergie trifft Donaulogistik“ – Krönender Abschlus https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/veranstaltungsreihe-bioenergie-trifft-donaulogistik-kroenender-abschlus Die Förderung einer nachhaltigen Nutzung von Biomasse zur Energieerzeugung im Donauraum und die Erhöhung des Anteils umweltfreundlicher Biomassetransporte auf der Donau ist das Hauptanliegen des ENERGY BARGE Projekts. Ein herausragendes Merkmal des Projekts ist der sektorübergreifende Ansatz: Das Projekt bringt Schlüsselakteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette, Akteure aus der Bioenergieindustrie, Donauhäfen sowie einschlägige Behörden und politische Entscheidungsträger zusammen, um den transnationalen Wissenstransfer sowie Zusammenarbeit zu stärken. Business-to-Business-Meetings zur Nutzung von Synergien zwischen dem Biomasse-/Bioenergiesektor und dem Donaulogistiksektor sind ein wesentliches Element des Projekts und bieten eine neutrale Plattform für die Initiierung neuer Transporte auf der Wasserstraße.

Unter dem Motto „The Danube – A Stream of Energy“, organisierten viadonau und der Hafen Wien das erste von fünf regionalen Business-to-Business-Meetings im Rahmen der Danube Business Talks im Oktober 2018. Die Veranstaltung konnte erfolgreich Unternehmen aus der Donaulogistik und Bioenergie/Biomasseindustrie vereinen. Mit Referenten der Firmen AGRANA, Münzer Bioindustrie, Bulmarket und des Hafens Rotterdam präsentierte die Veranstaltung wichtige Unternehmen im Bereich der europäischen Biomasselogistik. Mit der B2B-Matchmaking-Veranstaltung bot dieser großartige Auftakt auch einen entsprechenden Rahmen für die Stärkung der Donau als Logistikachse für biobasierte Güter.

Nachdem sich Ende 2018 in Bratislava mit einem von Slovak Shipping and Ports JSC organisierten Event eine weitere B2B-Veranstaltung angeboten hatte, veranstaltete der MAHART-Freeport Budapest im Januar 2019 schließlich die dritte Stakeholder-Konferenz unter dem Motto „DanuBeGreen“. Ein Hafenbesuch und erfolgreiche B2B-Meetings weckten bereits großes Interesse für die nächste Veranstaltung, diesmal in Vukovar, Kroatien. Die Organisatoren, der kroatische Holzcluster und die Hafenbehörde Vukovar, übertrafen die Erwartungen der Teilnehmenden aus der Logistik- und Biomassebranche aus ganz Kroatien und der Donauregion mit einem interessanten Besuch eines großen Biomasseunternehmens „Spačva dd“ und einem herausragenden Konferenzprogramm.

Das letzte B2B-Event, das Ende März im Hafen Straubing stattfand, bot eine einzigartige Gelegenheit, die B2B-Meeting-Reihe schließlich erfolgreich abzurunden. Es gab außergewöhnliche Referenten, Besuche vor Ort bei wichtigen Unternehmen im Hafengebiet und konstruktive bilaterale Geschäftstreffen.

Insgesamt besuchten 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die in fünf Ländern organisierten B2B-Meetings. Die hohe Teilnehmerzahl zeigt, wie wichtig neutrale Kooperationsplattformen im Bereich der Donaulogistik sind, um neue Binnenschifffahrtstransporte zu initiieren und eine Verkehrsverlagerung auf die Donau zu fördern. So wird viadonau auch in Zukunft B2B-Meetings organisieren und dieses bewährte Konzept zusammen mit internationalen Partnern auf weitere vielversprechende Gütergruppen ausdehnen.


Weitere Informationen zum ENERGY BARGE Projekt:
www.interreg-danube.eu/approved-projects/energy-barge

]]>
viadonau Wirtschaft
news-1428 Wed, 10 Apr 2019 18:50:18 +0200 Lebensraum Donau: Kiesbank zu Insel umgestaltet https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/lebensraum-donau-kiesbank-zu-insel-umgestaltet Manchmal sind Insellösungen durchaus erstrebenswert. In der österreichisch-slowakischen Grenzstrecke wurde auf Höhe Wolfsthal eine weidenbewachsene Kiesbank zur Insel umgestaltet. Durch den Umbau der in diesem Abschnitt vorhandenen Bauwerke zur Niederwasserregulierung, wurde der Graben zwischen der Kiesbank und dem Donauufer auf etwa 1 Kilometer Länge vertieft. Dadurch wurde der Inselcharakter der Struktur erheblich verstärkt, denn bei durchschnittlicher Wasserführung der Donau ist der Graben nun durchströmt und steht als hochwertiger, vor Wellenschlag geschützter Fischlebensraum zur Verfügung.

Die Insel selbst weist einen Bewuchs mit auentypischen Weiden auf. Sie wird den Tieren der Donau-Auen als beruhigtes Rückzugsgebiet dienen.

Für Niederösterreichs Umweltlandesrat und Landeshauptfrau-Stv. Dr. Stephan Pernkopf (ÖVP) ist die Insel Wolfsthal ein wichtiger Beitrag zur Flussrenaturierung in Niederösterreich: „Es freut mich, dass mit diesem Projekt ein weiterer Abschnitt der Donau renaturiert werden konnte. Entlang der Donau haben wir in den letzten Jahren schon viele wertvolle Lebensräume wiedergewonnen. Weitere Umsetzungsschritte in der Wachau und im Nationalpark Donau-Auen befinden sich bereits in Vorbereitung, sodass der erfolgreiche Weg fortgesetzt werden kann.“

Auch den Bürgermeister von Wolfsthal Gerhard Schödinger (ÖVP) freut der erfolgreiche Projektabschluss: „Unser Donauufer ist in den letzten Jahrzehnten stark verlandet. Durch die Revitalisierung kommt es nicht nur zu einer ökologischen Aufwertung, es entstand auch wieder eine attraktive Uferzone und das Fischereirevier profitiert von den Maßnahmen.“

Nationalparkdirektorin Edith Klauser hebt die Vernetzung der Schutzgebiete entlang der Donau hervor: „Auch wenn sich die Insel Wolfsthal schon außerhalb des Nationalparkgebiets befindet, liegt uns diese Wildnisinsel sehr am Herzen. Solche Trittsteine für die Natur vernetzen unser Schutzgebiet mit dem Umland. Das war auch der Grund dafür, dieses Vorhaben in unser DANUBEparksCONNECTED Projekt zu integrieren und damit dessen Umsetzung möglich zu machen.“

Hans-Peter Hasenbichler, Geschäftsführer der für die Bauumsetzung verantwortlichen Wasserstraßengesellschaft viadonau: „Mit der Insel Wolfsthal wurde ein weiteres Element unseres Maßnahmenkatalogs für die Donau östlich von Wien umgesetzt. Wir sind dabei, in diesem Donauabschnitt möglichst optimale Bedingungen für Schifffahrt und Ökologie zu schaffen."

Das Vorhaben wurde in Kooperation mit dem Nationalpark Donau-Auen umgesetzt und die Vorbereitungen aus dem Projekt DANUBEparksCONNECTED (Interreg DTP - Programm) kofinanziert.

]]>
FGP viadonau
news-1422 Wed, 03 Apr 2019 10:43:56 +0200 125 Jahre Erheben, Vergleichen, Verstehen https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/125-jahre-erheben-vergleichen-verstehen Seit 1894 erhebt der Hydrographische Dienst in Österreich Daten zur Entwicklung der Wasserstände und setzte dabei – dem innovativ-technologischen Zeitgeist von drei Jahrhunderten folgend – neue Wegmarken in Sachen Gewässermonitoring. viadonau kreierte dem „Jubilar“ in Linz nun ein Denkmal der besonderen Art. Beständigkeit im Wandel

Mit seinen 125 Jahren sind dem Hydrographischen Dienst in Österreich grundlegende Veränderungen nicht fremd. Von den Anfängen am Ende des 19. Jahrhunderts bis zur digitalen Zeitenwende im 20. und 21. Jahrhundert entstand ein heute hochmodernes rund 6500 gewässerkundliche Einrichtungen umfassendes Netzwerk. Die zentralen Fragestellungen des Hydrographischen Dienstes nach der zukünftigen Verfügbarkeit von Wasser, seiner verantwortungsvollen Nutzung aber auch ausreichender Sicherheit bei extremen Wetterereignissen erhalten im Lichte nachhaltiger klimatischer Veränderungen heute zusätzlich aktuelle Brisanz. Seine wertvolle Grundlagenarbeit hilft dabei, mit dem prüfenden Blick in die Vergangenheit kommende Herausforderungen rechtzeitig zu erkennen und erweist sich gerade in der Gegenwart zu ihrem 125-Jahr-Jubiläum von hohem gesellschaftlichen Rang.

Vergleich bringt Erkenntnis

Mehr Wissen über das Wasser zu erlangen, heißt für den Hydrographischen Dienst seit jeher, Messwerte nicht nur zu erheben, sondern sie auch zu analysieren, zu vergleichen und nachvollziehbar zu interpretieren, um sie so schließlich der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Donauraum, wo die Entwicklung des Hydrographischen Dienstes einst ihren Anfang nahm, wacht heute viadonau über die Wasserstände, Wassertemperaturen und Abflüsse. Über die Vorgängerorganisationen Wasserstraßendirektion und Bundesstrombauamt ist das Unternehmen (Gründung 2005) seit 1945 Teil des Hydrographischen Dienstes in Österreich. An den Pegelmessstellen an Donau, March und der Grenzstrecke der Thaya erhebt viadonau die Wasserstände der Flüsse, stellt diese online zur Verfügung und trägt so zu den Hochwasserprognosen der hydrographischen Dienste Nieder- und Oberösterreichs bei.

Jubiläum mit Style

Über die Jahrzehnte hat sich der Hydrographische Dienst in Österreich kontinuierlich weiterentwickelt. Als international viel beachtetes Messwesen schon früh etabliert, liefert er bis heute unschätzbare Erkenntnisse zur Zukunft des wechselvollen Verhältnisses zwischen Wasser und Mensch. Grund genug für viadonau, um zum 125-Jahr-Jubiläum mit der künstlerischen Neugestaltung des Pegelhäuschens in Linz ein weithin sichtbares Zeichen für die wichtige Arbeit des Dienstes zu setzen. Im Geiste des kreativen Umfelds von Lentos und Ars Electronica erinnert das im März 2019 von Künstler "NDZW" gestaltete Graffiti-Kunstwerk mit leichtem Augenzwinkern daran, dass die Pegel der Gewässer Österreichs – wie schon zur vorletzten Jahrhundertwende – stets im wachsamen und fachkompetenten Blick sind.

Weiterführende Links

www.bmnt.gv.at/wasser/wasser-oesterreich/wasserkreislauf/125JahreHydro.html
www.doris.bmvit.gv.at/
www.facebook.com/viadonau/
www.youtube.com/user/ViaDonau
http://ndzwart.com/

]]>
viadonau Wasserstraße
news-1415 Wed, 13 Mar 2019 10:35:09 +0100 Info-Erweiterung in Sachen DoRIS – Seichtstelleninformationen jetzt mit Fahrwassertiefen in Hafeneinfahrtsbereichen https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/info-erweiterung-in-sachen-doris-seichtstelleninformationen-jetzt-mit-fahrwassertiefen-in-hafeneinfahrtsbereichen Das von viadonau bereitgestellte Fahrwasserinformations-Service der aktuellen Mindest-Fahrwassertiefen im Bereich maßgebender Seichtstellen für die beiden freien Fließstrecken der Donau in Österreich (Wachau sowie stromab von Wien) erfreut sich großer Beliebtheit, wie die aktuelle Kundenbefragung von viadonau zeigt. Im Februar 2019 konnte dieses Service um aktuelle Mindest-Fahrwassertiefen in den Einfahrtsbereichen von öffentlichen Donauhäfen erweitert werden. Hierzu wurden entsprechende Kooperationen zwischen viadonau und dem jeweiligen Hafenbetreiber aufgesetzt. Den Anfang machen die drei Wiener Häfen Freudenau, Lobau und Albern, weitere öffentliche Donauhäfen sollen folgen.

Für jeden Hafeneinfahrtsbereich werden drei Mindesttiefenwerte auf Basis einer aktuellen Vermessung veröffentlicht. Die angeführten Mindest-Fahrwassertiefen im rechten, mittleren und linken Bereich einer Hafeneinfahrt werden auf den stündlich verfügbaren aktuellen Wasserständen am jeweiligen Richtpegel berechnet und somit auch stündlich aktualisiert. Für jeden Bereich steht ein Lageplan der aktuellen Vermessung im Format PDF zum Download bereit.

In einer ersten Stufe ist dieses erweiterte Fahrwasserservice auf der DoRIS-Website im Bereich Fahrwasserinformation unter Seichtstellen und als PDF unter Fahrwasserübersicht verfügbar. In weiterer Folge sollen die Mindest-Fahrwassertiefen in Hafeneinfahrtsbereichen auch über die DoRIS Mobile App verfügbar gemacht werden.

]]>
viadonau Wasserstraße
news-1400 Fri, 08 Mar 2019 11:55:32 +0100 Wo gleiche Chancen, da mehr Erfolg https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/wo-gleiche-chancen-da-mehr-erfolg Bei viadonau weiß man: Gleiche Chancen für alle erweitern das Leistungsspektrum, aus dem ein Unternehmen schöpfen kann – Chancengleichheit als wichtiger Erfolgsfaktor einer modernen Unternehmensstrategie. Welche Maßnahmen und Impulse viadonau genau setzt, um jene Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unabhängig von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder Weltanschauung, Alter oder sexueller Orientierung geschätzt und gleichbehandelt fühlen, präsentiert das Unternehmen traditionell auch heuer wieder zum Weltfrauentag im Chancengleichheitsbericht. Geht es um gleiche Chancen im Beruf, wird es bei viadonau schnell konkret. Denn Gleitzeit, Telearbeit, Führen in Teilzeit oder ein aktives Karenzmanagement, das auch Pflege- und Bildungskarenz einschließt, ist bei viadonau kein noch zu erkämpfendes Recht. Seit vielen Jahren geht das Unternehmen mit flexiblen Arbeitszeitmodellen auf die individuellen Lebenswirklichkeiten seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Wertschätzung, Integration und Förderung unabhängig von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder Weltanschauung, Alter, sexueller Orientierung oder Behinderung ist dabei ein zentraler Grundsatz von viadonau. Eine vielgestaltige Arbeitnehmerschaft erweitert sowohl nach innen als auch nach außen den Horizont des Unternehmens – Vielfalt wird als wichtige Ressource verstanden. Um diese Unternehmensphilosophie weiter zu festigen und am Ball zu bleiben bei der Frage, was in Sachen Gleichbehandlung noch zu tun ist, koordiniert sich viadonau sowohl im unternehmensintern eingerichteten Arbeitskreis Chancengleichheit als auch in der Plattform Chancengleichheit – einem Netzwerk von rund 50 staatsnahen Betrieben – sowie in den vom ehemaligen BMVIT (seit 2020 Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie – BMK) 2017 ins Leben gerufenen Diversity Netzwerktreffen. Ein aktueller Schwerpunkt: digitale Barrierefreiheit.

Die hartnäckigste Barriere für Frauen auf dem Weg zu mehr Diversität im Beruf ist häufig mangelnde Wahrnehmung. Viele Berufswelten, die mit der Donau zu tun haben, sind immer noch von Männern dominiert. So auch der Transportsektor, wo lediglich 20 Prozent der Arbeitnehmenden Frauen sind. Gleichwohl zeigten die im Rahmen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft 2018 veranstalteten Events einen wachsenden Anteil weiblicher Fach- und Spitzenkräfte einer aufstrebenden Transportbranche. Sowohl bei den Danube Business Talks als auch beim RIS COMEX Stakeholder Forum in Wien konnten sich namhafte Expertinnen wie Désirée Oen (EU-Koordinatorin Rhein-Donau-Korridor), Karin de Schepper (Inland Navigation Europe), Catherine Rivoallon (Vorstandsvorsitzende Port de Paris), Vera Hofbauer (Leiterin Abteilung Schifffahrt BMK) und Nicole von Klaveren (Port of Rotterdam) fachkompetent einbringen. Diese positive Entwicklung hin zu mehr Vielfalt und gleichen Chancen an der Donau möchte viadonau weiter stärken. So unterstützt das Unternehmen die EU-Initiative „Women in Transport“ und bringt zugleich schon bei den Jüngsten die Arbeit am Strom ins Bewusstsein. An den jährlichen Töchtertagen der Stadt Wien und den Girls‘ Days des Bundes Ende April lädt viadonau traditionell Mädchen dazu ein, die vielfältige Berufswelt des Unternehmens hautnah kennenzulernen. Expertinnen und Experten erzählen über ihren beruflichen Alltag, ihre spezifische Ausbildung und ihre umfassende Erfahrung. Spielerisches Erleben, faszinierende technische Abläufe und die reichhaltige Natur an der Donau stehen dabei im Vordergrund. Denn bei viadonau ist man überzeugt: Aufmerksamkeit schafft Interesse und eröffnet neue Perspektiven – für die Logistikerinnen, Projektmanagerinnen und Kapitäninnen der Zukunft.

Im Bericht zur Chancengleichheit bei viadonau 2019 gibt das Unternehmen Einblicke in wichtige Impulse, Angebote und aktuelle Entwicklungen, um in einer vielfältigen und sich stetig wandelnden Berufswelt gleiche Chancen für alle zu ermöglichen.

Weiterführende Links:

www.facebook.com/Frauentag/
https://twitter.com/hashtag/frauentag
www.bmnt.gv.at/service/kalender/land/Weltfrauentag.html
www.femtech.at/ (Expertinnendatenbank)

]]>
Aktuelles viadonau
news-1393 Tue, 05 Mar 2019 14:34:33 +0100 Informieren, Kommunizieren, Koordinieren – Donausicherheitstag NÖ https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/informieren-kommunizieren-koordinieren-donausicherheitstag-noe Die Sicherheit an der Donau stellt besondere Anforderungen und verlangt neben maßgeschneiderter Ausbildung auch ein ebensolches Equipment. Besonders wichtig aber: eine gute organisationsübergreifende Kommunikationsbasis, die schnelles und treffsicheres Handeln auch in der „Hitze des Gefechtes“ gewährleistet. Um diese Basis weiter zu stärken, luden am 1. März der NÖ Landesfeuerwehrverband, das BMVIT, das Land Niederösterreich und danube tourist consulting Vertreterinnen und Vertreter der Blaulichtorganisationen und viadonau zum Donausicherheitstag in die Landesfeuerwehrschule NÖ nach Tulln. Als Siedlungsraum, Verkehrsader, Freizeitparadies und Tourismus-Hotspot erfreut sich die Donau ungebrochener Beliebtheit. Die Passagierschifffahrt verzeichnet jährlich Zuwächse – das Verkehrsaufkommen steigt und damit auch die Wahrscheinlichkeit von Zwischenfällen. Gerhard Skoff von danube tourist consulting weiß, die Donau ist bei Touristen aus aller Welt angesagt, die den Ausblick von den Schiffsdecks als „Movie for the soul“ genießen möchten. Sicherheit sei daher ein wesentlicher Wohlfühlfaktor. Was die Schifffahrtsbetreiber tun, um schon vor dem Ablegen bestmögliche Unfallprävention zu leisten, zeigte in Tulln Thomas Bogler, Vizepräsident von viking river cruises: Kaum ein Kreuzfahrtschiff, das auf der Donau unterwegs ist, sei älter als zehn Jahre. Die Schiffe erfüllten in der Mehrzahl hohe Sicherheitsstandards, wovon sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sicherheitstages bei einem Besuch der Viking Ve – einem 2015 getauften 135 Meter langen Fahrgastschiff – auch selbst überzeugen konnten. Wichtig sei laut Bogler aber vor allem, Schiffspersonal und Passagiere gleichermaßen in das Sicherheitskonzept miteinzubinden. So werden Fahrgästen wichtige Informationen zur Notfallausrüstung sowie Verhaltensregeln an die Hand gegeben, um schon unmittelbar vor Ort essentielle Notfallmaßnahmen gemeinsam mit der Crew setzen zu können.

Wie wichtig solche ersten Aktionen am Ort des Geschehens sein können, rief der Kommandant der Feuerwehr Melk, Thomas Reiter, am Beispiel des Schiffsbrandes an Bord eines Passagierschiffes in der Wachau im Jahr 2017 ins Bewusstsein und erklärte die Herausforderungen, die sich zu Beginn des Einsatzes im Rahmen des Donau-Alarm-Plans stellten. Von welcher Seite ist sich des Gefahrenherdes am besten zu nähern? Wie ist die medizinische Situation an Bord? Durch entscheidende Erstmaßnahmen der Schiffsbesatzung und der koordinierten Vorgangsweise der rund 150 Feuerwehrkräfte konnte die Gefahr rasch gebannt werden.

Koordinierung und Kommunikation waren zentrale Schlüsselworte des Donausicherheitstages. Zwischenfälle wie der Schiffsbrand 2017 in der Wachau aber auch die jüngste Erfahrung der großen Katastrophenschutzübung 2018 machen einmal mehr klar: Vorgehensweise und moderne Einsatzmittel können ihre volle Wirkung nur bei optimaler organisationsübergreifender Abstimmung entfalten. In Workshops tauschten sich die Vertreterinnen und Vertreter der Einsatzorganisationen über die wirkungsvollsten Verbesserungsansätze im gemeinsamen Ereignis- und Katastrophenmanagement aus. Dabei ging es vor allem um eine optimale Informationslage, wie durch die unkomplizierte Verfügbarkeit von Schiffsplänen oder digitalen Donaukarten für alle am Einsatz beteiligten Organisationen aber auch die Nutzung eines gemeinsamen und soliden Kommunikationsnetzes, über das auch rasch Klarheit zum jeweiligen Lagebild geschaffen werden kann. Je genauer die Informationslage, umso treffsicherer könnten Rettungskräfte sowie spezielles Rettungsgerät schließlich zum Einsatz kommen.

]]>
Sicherheit Wasserstraße
news-1389 Wed, 27 Feb 2019 10:50:57 +0100 Strategic Research Agenda: Zukunft von Wasserstraße und Binnenschiffstransport https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/strategic-research-agenda-zukunft-von-wasserstrasse-und-binnenschiffstransport In der Forschung liegt die Zukunft – das gilt auch für den Binnenschiffstransport. Im Rahmen der WATERBORNE Technologie-Plattform präsentierte INE (Inland Navigation Europe) am 24. Jänner 2019 in Brüssel die Strategic Research Agenda, die als Grundlage für Investitionen des Binnenschifffahrtssektors und der Europäischen Kommission im Forschungs- und Entwicklungsbereich dient und entsprechende Maßnahmen und Entwicklungen bis 2050 beinhaltet. Die Wasserstraße ist ein wichtiger Infrastrukturweg für Transporte und gleichzeitig eine Verkehrsalternative mit geringerer Umweltbelastung. Umso mehr Bedeutung hat die Weiterentwicklung und Bewusstseinssteigerung in Sachen Transport mit dem Binnenschiff. Als Mitglied der Inland Navigation Europe Initiative setzt sich viadonau gemeinsam mit anderen Partnern der Plattform für eine nachhaltige und innovative Weiterentwicklung des Binnenschifftransports und der Wasserstraße ein. viadonau hat in diesem Rahmen beispielsweise die Projekte PLATINA und PLATINA II koordiniert und ist aktuell Partner in den Forschungskonsortien der Projekte AEOLIX und NOVIMAR im bis 2020 laufenden Programm Horizon 2020 der EU.

Die Initiative Inland Navigation Europe, ein Zusammenschluss von europäischen Wasserstraßenbetreibern, trägt dazu bei, die Bedürfnisse der Donau mit anderen Wasserstraßen zu harmonisieren und die Binnenschifffahrt als umweltfreundliche Transportform in der Europäischen Agenda zu verankern. Als klar definiertes gemeinsames Ziel steht die Weiterentwicklung der Wasserstraße im Fokus. Wichtig dabei ist es, über das Potenzial der Donauschifffahrt gezielt zu informieren und im künftigen Horizon Europe Forschungsrahmenprogramm der EU zu verankern, sodass alle Ziele des nationalen Aktionsprogramms Donau des BMVIT verwirklicht werden können.

Priorisierte Zielsetzungen der kürzlich vorgestellten Strategic Research Agenda sind unter anderem eine maximale Emissionsvermeidung, ein effizienter Umgang mit Ressourcen, nachhaltige Wasserstraßenentwicklung sowie Optimierungen in Sachen Mobilität und Logistik. Damit diese Ziele erreicht werden können, sind Investitionen in Forschung und Entwicklung notwendig – sowohl vom Sektor der Binnenschifffahrt als auch von der Europäischen Kommission und den Mitgliedsstaaten.

Mehr zur Strategic Research Agenda

]]>
Wasserstraße Wirtschaft
news-1387 Fri, 22 Feb 2019 19:07:09 +0100 Frühlingserwachen am Marchfeldschutzdamm – Top-Hochwasserschutz für die Marchfeldregion https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/fruehlingserwachen-am-marchfeldschutzdamm-top-hochwasserschutz-fuer-die-marchfeldregion Mit jedem Tag, den die Sanierung des Marchfeldschutzdamms voranschreitet, schützt er die Region besser vor Hochwasser – und die Arbeiten machen weiter große Fortschritte. Rechtzeitig vor der Schneeschmelze in den Alpen schützt der Marchfeldschutzdamm schon ab Anfang März spürbar besser vor den möglichen Frühjahrshochwässern an der Donau. Bis dahin wird am Marchfeldschutzdamm mit Ausnahme des kurzen Bereichs der Überströmstrecke Stopfenreuth überall eine Dichtwand den Damm vor Durchsickerung schützen. Auch an den beiden Rußbachdämmen ist bereits die Dichtwand fertiggestellt. Durch die funktionale Sanierung ist somit bereits an über 80 Prozent der gesamten Hochwasserschutzdämme die Schutzfunktion gewährleistet.

Die derzeit herrschenden milden Temperaturen bedeuten gutes Bauwetter. So können die Erdbauarbeiten zur Fertigstellung der Dammkrone am Marchfeldschutzdamm im Bereich Eckartsau-Witzelsdorf wieder anlaufen. Ebenso sind an den beiden Rußbachdämmen der Ausbau der Dammkrone sowie die Fertigstellung der Auflastschüttung und der Begleitwege am linken Damm voll im Gange. Nachdem am Schönauer Rückstaudamm der Ausbau der Drainageleitungen und der Qualmwasserpumpwerke bereits in Angriff genommen wird, sollen im April der Abtrag des Dammkronenwegs und die Vorbereitung des Planums für die Dichtwandherstellung folgen, sodass ab Mai die Dichtwandarbeiten mit der Fräse beginnen können.

Zusätzlich zum verbesserten Bauwerk der Hochwasserschutzanlage sorgt auch eine gut ausgebildete Betriebsmannschaft für die Sicherheit des Hinterlandes. Durch die laufende Beobachtung der Wettersituation und der Schneelagen können drohende Hochwässer von den Hydrologinnen und Hydrologen bei viadonau vor Eintreten des Hochwasserereignisses erkannt und so im Hochwasserfall gemeinsam mit den örtlichen Feuerwehren frühzeitig gezielte Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Diese Zusammenarbeit wird auch laufend geübt, dazu fand Ende November eine große länderübergreifende Katastrophenschutzübung statt. In dieser Übung wurde das Szenario eines großen Hochwassers auf der Donau erfolgreich von den teilnehmenden Organisationen geübt und die Zusammenarbeit für den Ernstfall weiter verbessert.

Gerade im Nationalparkgebiet zählt aber neben der Sicherheit vor allem auch die Natur. So sind für Frösche, Kröten und Lurche über den Winter wieder die Amphibienzäune für ihre frühjahrs- Laichwanderungen instandgesetzt worden. Um den Lebensraum für Amphibien und zum Beispiel den Schwarzstorch weiter zu verbessern, werden aktuell außerdem zwei Tümpel an den Fadenbachkünetten in Orth angelegt – beste Rahmenbedingungen also nicht nur für optimalen Hochwasserschutz, sondern auch für erste Frühlingsgefühle im Marchfeld.

]]>
Hochwasserschutz viadonau
news-1382 Thu, 14 Feb 2019 17:29:34 +0100 Das Ende eines „Kies-Riesen“ und die Wiederbelebung der Fischamündung https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/das-ende-eines-kies-riesen-und-die-wiederbelebung-der-fischamuendung Im Herbst und Winter 2019/2020 soll im Rahmen des österreichisch-slowakischen INTERREG-Projekts Alpen Karpaten Fluss Korridor der Mündungsbereich der Fischa revitalisiert werden. Durch den Abtrag und die Rückführung des großen Kieshaufens im betroffenen Uferbereich schafft viadonau dafür schon jetzt optimale Voraussetzungen. Ziel des bilateralen Projekts ist es, die Lebensraumkonnektivität für wassergebundene Lebewesen in der Grenzregion zu verbessern und zu schützen. viadonau setzt im Wasserstraßenmanagement auf Nachhaltigkeit, Voraussicht und die Schonung der Natur. Wurde der Donaukies, der bei Baggerungen zur Instandhaltung der Schifffahrtsrinne anfiel, in früheren Zeiten teilweise noch in den Uferbereichen gelagert, so wird er heute der Donau weiter stromaufwärts wieder zugegeben. Der bei viadonau zuständige Leiter des Wasserstraßen-Managements, Markus Simoner, erläutert: „Durch das innovative Geschiebemanagement von viadonau entsteht ein Kreislauf, bei dem der Kies länger im Donauabschnitt östlich von Wien verbleibt und so dazu beiträgt, die Wasserspiegellagen zu stabilisieren.“ Der Abtrag des rund fünf Meter hohen Kieshaufens oberhalb der Fischamündung im Gebiet des Nationalparks Donau-Auen hat auf diese Weise einen bedeutenden ökologischen und wasserbaulichen Mehrwert: Während die Zugabe des Kieses an geeigneter Stelle der Eintiefungstendenz des Stroms entgegenwirkt, werden zugleich beste Ausgangsbedingungen zum für Herbst und Winter 2019/2020 geplanten Beginn der Revitalisierung des Mündungsbereichs der Fischa geschaffen.

Die für die Baggerarbeiten notwendigen Rodungen der vergangenen Wochen hatten das Ende des Kies-Giganten bereits angekündigt und schufen genügend Raum, um ihm nun fachgerecht mit schwerem Gerät zu Leibe zu rücken. Von den über 40.000 Kubikmetern Kies wird der Großteil abgetragen und stromauf verbracht, wo das Material schließlich verklappt wird. Zurück bleibt noch ein kleinerer Kieshaufen, der als Wildrettungshügel (Rückzugsmöglichkeit für Wildtiere im Hochwasserfall) an der Fischamündung dient. Ende 2019 soll ein weiterer Kieshaufen bei Wildungsmauer vom viadonau-Geschiebemanagement auf diese Weise dem „Kies-Kreislauf“ an der Donau zugeführt werden.

Das INTERREG-Projekt Alpen Karpaten Fluss Korridor widmet sich der Stärkung des Lebensraumverbundes im Natur-Großraum zwischen Alpen und Karpaten und der Aufwertung der Fließgewässer als ökologische Korridore. „Dynamische Fließgewässer haben neben ihrer Funktion als Lebensraum auch eine wesentliche Rolle als Wanderkorridore für Tier- und Pflanzenarten, die es unbedingt zu erhalten gilt“, unterstreicht Projektleiter Christoph Litschauer vom Nationalpark Donau-Auen die Bedeutung des Projekts. Dabei spielen Revitalisierungen und Artenschutzmaßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung des Flusslebensraums eine zentrale Rolle.

„viadonau ist im Rahmen des INTERREG-Projekts zuständig für Planung und Umsetzung der Revitalisierung des Mündungsbereiches der Fischa in die Donau. Dabei soll das Ufer beidseitig vom Blockwurf befreit und die Flussmündung durch eine naturnahe Neugestaltung ökologisch aufgewertet werden. Entlang der Fischa werden durch weitere Maßnahmen der Projektpartner und der Fischerei die Lebensbedingungen für Fische weiter verbessert“, erläutert Julia Kneifel als Maßnahmenverantwortliche von viadonau.

Das bilaterale Projekt Alpen Karpaten Fluss Korridor wird von sieben Partnern und zehn strategischen Partnern aus Österreich und der Slowakei umgesetzt. Leadpartner ist der Nationalpark Donau-Auen. Die Maßnahme ist Teil des viadonau-Maßnahmenkatalogs für die Donau östlich von Wien.

Mehr zum INTERREG-Projekt Alpen Karpaten Fluss Korridor finden Sie auch in der viadonau-Projektdatenbank.

]]>
Presseinformation FGP
news-1350 Mon, 28 Jan 2019 17:08:37 +0100 Trotz Niederwasser 2018 – Bestnoten für Wasserstraßen-Services https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/trotz-niederwasser-2018-bestnoten-fuer-wasserstrassen-services Die ausgeprägte Niederwasserperiode 2018 hatte es Schifffahrtstreibenden auf der Donau nicht leicht gemacht. Dass der Schiffsbetrieb auf dem österreichischen Donauabschnitt dennoch ganzjährig möglich war, lag vor allem an der Top-Servicequalität. In einer erneuten Umfrage zur Zufriedenheit mit den viadonau-Diensten am Strom gaben die Nutzerinnen und Nutzer der Wasserstraße ein klares Urteil: Gerade unter schwierigen Rahmenbedingungen sind die verlässlichen Services von viadonau das A und O und ein wichtiges Vorbild für die Servicequalität entlang der gesamten Donau. Top-Services, die ankommen

Der hohe Wert zuverlässiger Instandhaltungsmaßnahmen zeigt sich umso deutlicher, wenn der Strom sich von seiner weniger schifffahrtsfreundlichen Seite zeigt. Die treffsicheren und proaktiven Instandhaltungsaktivitäten von viadonau, die auch während des Niederwassers 2018 dafür sorgten, dass die Fahrrinne weiter schiffbar blieb, kommen bei den Kundinnen und Kunden der Wasserstraße besonders gut an. Das zeigte auch die jüngste von viadonau durchgeführte Umfrage zur Kundenzufriedenheit an der Donau. So beurteilten rund 95 Prozent der Befragten die Qualität der Instandhaltung der Fahrrinne in Österreich mit ausgezeichnet oder gut. Auch die Kennzeichnung der Fahrrinne wurde mit 93 Prozent Ausgezeichnet- oder Gutwertungen äußerst positiv eingeschätzt und erreichte damit einen neuen Spitzenwert (2017: 86%). Mit 85 Prozent Bestnoten konnten auch die Schleusen wieder überzeugen. Laut der Mehrheit der Befragten werden Schleusungen entlang der österreichischen Donau sicher, freundlich und kompetent durchgeführt.

Das Fundament einer sicheren Wasserstraße sind verlässliche und lückenlose Informationen. Wie stand es 2018 mit Qualität, Aktualität und Vollständigkeit der viadonau-Informationsdienste? Rund 91 Prozent der Befragten sind sich einig: Die bereitgestellten Informationsservices, wie DoRIS, DoRIS App und elektronische Wasserkarten verdienen Bestnoten. Daten zu Seichtstellen und zur Streckenverfügbarkeit aber auch die Nachrichten für die Binnenschifffahrt werden von über 90 Prozent der Befragten genutzt.

Verbesserungspotenzial: Pegelprognosen und Liegestellen

Während den verkehrsbezogenen Diensten ein allgemein gutes Zeugnis ausgestellt wird, wurde vor dem Hintergrund der ausgedehnten Niederwasserperiode 2018 insbesondere in Sachen Pegelprognose Verbesserungspotenzial festgestellt. viadonau nahm sich dem Anliegen rasch an und stellte nach einer mehrmonatigen Überarbeitungsphase die Prognosen für die Pegel Kienstock und Wildungsmauer ab Anfang des Jahres 2019 wieder zur Verfügung. Nachholbedarf sahen viele Kundinnen und Kunden an der Wasserstraße auch beim Thema Liegestellen. So wurde angemerkt, dass es zum Beispiel in Wien und Linz kaum öffentliche Länden für Fahrgäste aber auch zu wenig Angebote für die Sportschifffahrt gäbe.

Die Ergebnisse der Umfrage machten einmal mehr deutlich: Die Servicequalität an der österreichischen Donau hat Vorbildcharakter. Das zeigte sich vor allem bei der Einschätzung der Instandhaltung der Donau. Während hierbei mit 95 Prozent positiver Bewertungen das traditionell hohe Niveau in Österreich gehalten werden konnte, wurden für die Instandhaltung der gesamten Donau trotz Aufwärtstrend nur von rund 60 Prozent der Befragten Bestnoten vergeben. Der Wunsch der Kundinnen und Kunden ist klar: Österreichisches Know-how entlang der gesamten Donau.

Alle Informationen zu den Ergebnissen der Kundenbefragung 2018 finden Sie hier.

]]>
Wasserstraße viadonau
news-1344 Thu, 17 Jan 2019 13:55:20 +0100 Deutschland schafft Befahrensabgabe auf Bundeswasserstraßen ab https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/deutschland-schafft-befahrensabgabe-auf-bundeswasserstrassen-ab Seit 1. Januar 2019 sind die Befahrensabgaben auf deutschen Bundeswasserstraßen Geschichte. Die Güterschifffahrt soll damit um rund 45 Mio. Euro jährlich entlastet und ihre Wettbewerbsfähigkeit im multimodalen Transport nachhaltig erhöht werden – ein starkes Signal für mehr Wasserstraße in der europäischen Transportwirtschaft. Bisher hatte die Bundesrepublik für die Befahrung der meisten Bundeswasserstraßen Abgaben von der gewerblichen Schifffahrt eingehoben. Mit der Verabschiedung des Bundeshaushalts 2019 hat das deutsche Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) das Ende der Abgaben zum Jahreswechsel – inklusive Hafen- und Ufergelder – für die Binnenschifffahrt auf abgabepflichtigen Wasserstraßen besiegelt. Auf diese Weise soll die Wettbewerbsfähigkeit der Binnenschifffahrt als leistungsfähiger Teil des Transportnetzes gestärkt und die Attraktivität des Verkehrswegs Wasserstraße nachhaltig erhöht werden.

Auch der Main-Donau-Kanal kann somit seit Jahresbeginn abgabenfrei befahren werden. Ausgenommen von dem Beschluss sind lediglich noch der Nord-Ostsee-Kanal und – aufgrund internationaler Abkommen – die Mosel.

]]>
Wasserstraße Donaulogistik
news-1340 Fri, 11 Jan 2019 10:15:48 +0100 Pegelprognosen wieder verfügbar https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/pegelprognosen-wieder-verfuegbar Seit Anfang des Jahres sind die von viadonau bereitgestellten Prognosen für die Pegel Kienstock und Wildungsmauer wieder verfügbar und dienen der Donauschifffahrt als praktische Orientierungshilfen, um erhöhte Sicherheit und Planbarkeit von Transporten und Passagierschifffahrten zu ermöglichen. viadonau veröffentlicht für die Pegel Kienstock (Wachau) und Wildungsmauer (östlich Wien) traditionell mehrmals täglich aktualisierte Pegelprognosen. Nach einer mehrmonatigen Überarbeitungs- und Rekalibrierungsphase stehen die Vorhersagen zur voraussichtlichen Entwicklung der Wasserstände nun wieder zur Verfügung – die Daten können auf der DoRIS-Website oder der DoRIS mobile App abgerufen werden.

Parallel zur Veröffentlichung wird die Güte der Prognosen permanent analysiert und so die Prognosemodelle weiter optimiert. Die Verbesserungen werden in den kommenden Monaten in den fortlaufenden Betrieb einfließen, mit dem Ziel, die Treffsicherheit der Vorhersagen weiter zu erhöhen. Die Prognosen tragen so auch dazu bei, den Auslastungsgrad der Schiffe zu optimieren, die Nutzungssicherheit der Wasserstraße zu verbessern und somit die Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz des Transport- und Verkehrswegs Donau zu erhöhen.

]]>
Wasserstraße viadonau
news-1302 Fri, 07 Dec 2018 11:18:32 +0100 Ökologische Ufersicherung am Johler Arm https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/oekologische-ufersicherung-am-johler-arm Durch die Neugestaltung des Ufers werden die Hollitzer Allee und die darunterliegende Abwasserleitung geschützt. Zum Einsatz gelangt eine naturnähere Alternative zur harten Steinverbauung. Die gewählte Konstruktion kommt in dieser Form erstmals an der Donau zum Einsatz. Der Johler Arm hat sich seit der Wiederanbindung an die Donau im Jahr 2013 sehr gut entwickelt. Der Fluss bildete wieder natürliche Ufer aus. Der Donauarm ist (unter normalen Verhältnissen) nahezu ganzjährig durchströmt und bietet dadurch Fischen Rückzugs- und Laichmöglichkeiten. Mit etwas Glück können auch wieder Eisvögel erspäht werden.

Zum Jahreswechsel 2017/18 ereignete sich im Einströmbereich allerdings eine starke Ufererosion in Richtung der Hollitzer Allee. Während über die restliche Länge des Johler Arms eine alte, größtenteils nicht sichtbare Ufersicherung die Hollitzer Allee vor Erosion durch den Seitenarm schützt, fehlt eine solche im Einströmbereich auf den ersten 250 Metern. Diese Lücke wurde nun in einer für die Donau neuartigen Bauweise geschlossen.

Von einer ingenieurbiologischen Ufersicherung spricht man, wenn pflanzliche Materialien zum Einsatz kommen, und wenn man sich der stabilisierenden und schützenden Wirkung von Pflanzen und ihren Wurzeln bedient. Im Einströmbereich des Johler Arms wurden wasserbeständige Lärchen- und Robinienstämme für die terrassenförmige Rahmenkonstruktion verwendet. Darin wurden Weidenfaschinen – das sind Bündeln aus lebenden Weidenästen – eingeflochten. Zum Abschluss wurde die Ufersicherung mit Donaukies überdeckt. Einige der Weiden werden nach ihrem Austreiben im Frühjahr das neu entstandene Ufer allmählich begrünen und weiter festigen. Ergänzend werden dann auch Weidenstecklinge gesetzt.

Die ingenieurbiologische Ufersicherung wurde im Rahmen des Maßnahmenkatalogs für die Donau östlich von Wien hergestellt. Die Umsetzung dauerte etwa einen Monat und erfolgte größtenteils durch das lokale Erhaltungsteam von viadonau. Bei der Herstellung der Weidenfaschinen wurde viadonau von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universität für Bodenkultur, des Nationalparks Donau-Auen und des WWF tatkräftig unterstützt. Damit trug das Projekt auch zum Erfahrungsaustausch im Bereich ingenieurbiologischer Maßnahmen bei.

]]>
FGP Presseinformation
news-1298 Thu, 06 Dec 2018 15:28:54 +0100 Fortschritte in der Momentaufnahme – RIS Week gastiert in Wien https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/fortschritte-in-der-momentaufnahme-ris-week-gastiert-in-wien Quo vadis Digitalisierung? Für die Wasserstraßen Europas lautet die Antwort ganz klar: Die digitale Aufrüstung ist in vollem Gange. Um die wichtigsten Fortschritte und neuen Potenziale einer modern genutzten Wasserstraße aufzuzeigen und die technischen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, treffen die europäischen RIS-Experten regelmäßig im Rahmen von „RIS Weeks“ zusammen – aktuell von 3. bis 7. Dezember auf Einladung von bmvit und viadonau in Wien. Im Fokus des beliebten Common Issues Meetings am 5. Dezember: Stand der Entwicklung, politische Impulse und neue Formen moderner Online-Dienstleistungen, die die Internationalisierung der River Information Services (RIS) mit sich bringen. Seit der Implementierung von RIS in Österreich ab 2006 sind die digitalen Informationsdienste kontinuierlich gewachsen und brillieren heute mit großer Service-Vielfalt aber auch maßgeschneiderter User-Freundlichkeit. Kein Wunder also, dass die Weiterentwicklung von RIS und ihre europaweite Umsetzung einer der wichtigsten Katalysatoren bei der fortschreitenden Digitalisierung der Wasserstraße waren und sind. Ein weiterer wesentlicher Faktor: politische Impulse auch auf europäischer Ebene, um ein entwicklungsfreudiges Umfeld zu schaffen. Denn es herrscht noch Nachholbedarf bei der grenzüberschreitenden Nutzung von RIS. So betonte Mario Sattler, vormals viadonau-Experte und aktuell entsandter Beamter der Europäischen Kommission, einmal mehr die große Bedeutung von internationalen Aktionsprogrammen zur Förderung der Binnenschifffahrt, die in den vergangenen Jahren gemeinschaftlich auf den Weg gebracht wurden. Damit die dabei bereits umgesetzten und noch zu erreichenden Standards auch Bestand haben, brauchen sie einen rechtlichen Rahmen. Sattler verwies in diesem Zusammenhang auf die EU-Direktive 2005/44/EC in der die vereinbarten Regelungen fest verankert werden.

Die Digitalisierung bietet auch an der Wasserstraße vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Während sich zum Beispiel Piet Creemers von De Vlaamse Waterweg der Visualisierung RIS-bezogener Informationen und damit der Frage nach den treffsichersten Nutzungsmöglichkeiten von RIS-Daten widmete, demonstrierte Stefan Wiech von Hamburg Port Consulting, wie mit dem Rhein Ports Information System hafen- und infrastrukturspezifische Informationsdienste bereitgestellt werden können. Als die wichtigsten Profiteure einer modernen Wasserstraße rückte unter anderem auch viadonau-RIS-Experte Andreas Scherb die Schifffahrts- und Wirtschaftstreibenden in den Mittelpunkt. Harmonisierte Informationen zu Schiff, Position, Ladung und Fahrtroute seien entscheidende Vorteile bei der zuverlässigen logistischen Planung von Transporten über den Wasserweg. In der Podiumsdiskussion mit Manfred Seitz (Pro Danube International), Henk van Laar (Bureau Telematica Binnenvaart), Alexander Schmid (BearingPoint), Piet Creemers und Jürgen Trögl (viadonau) herrschte einmal mehr Einigkeit: Dichte und Vielfalt der zur Verfügung stehenden Informationen müssten weiter erhöht, vor allem administrative Vereinfachung vorangetrieben und noch mehr Bewusstsein für die Vorteile einheitlicher Informationsdienste geschaffen werden.

Die nächste RIS-Woche findet voraussichtlich in der ersten Juniwoche 2019 in Rumänien statt. Weiterführende Informationen sind unter www.ris.eu zu finden.

Mehr Bilder zum Event finden Sie in der viadonau-Fotodatenbank.

]]>
viadonau Wasserstraße
news-1296 Wed, 05 Dec 2018 12:34:24 +0100 Mit vereinten Kräften – viadonau bei der „länderübergreifenden Katastrophenschutzübung 2018“ https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/mit-vereinten-kraeften-viadonau-bei-der-laenderuebergreifenden-katastrophenschutzuebung-2018 Naturkatastrophen, technische Großschadensereignisse und Ausfälle hochrangiger Infrastruktureinrichtungen kennen keine Verwaltungsgrenzen. Bei der „länderübergreifenden Katastrophenschutzübung 2018“ wurde mit dem Szenario „Hochwasser“ daher das Augenmerk auf die Zusammenarbeit aller Behörden, Einsatzkräfte und Infrastrukturbetreiber im österreichischen Donauraum gelegt. viadonau erhält rund 300 Kilometer Hochwasserschutzanlagen an der Donau, der March und der Thaya und arbeitet im Hochwasserfall mit den Feuerwehren im sogenannten „Hochwasserdienst“ eng zusammen. Maßnahmen zur Sicherung unerwarteter Schadensfälle werden in Abstimmung mit der Katastrophenschutzbehörde geplant und gemeinsam mit allen Einsatzkräften, von den örtlichen Bauhöfen der Gemeinden angefangen, über die Feuerwehren bis zum Bundesheer umgesetzt.

Katastrophenereignisse zeigen oft ein komplexes Wirkungsbild – von der Belastung von Schutzeinrichtungen über die Beschädigung von Verkehrsinfrastruktur und zivilen Gebäuden bis zur Zerstörung von Kommunikationsnetzen. Umso wichtiger ist es, an den Einsatzstellen rasch gut geübte und miteinander eingespielte Kräfte zur Verfügung zu haben. Die länderübergreifende Katastrophenschutzübung 2018 forderte die Aufmerksamkeit und Einsatzfähigkeit sämtlicher an der Bewältigung einer Katastrophe beteiligten Organisationen und Einrichtungen wie Feuerwehr, Polizei, Bundesheer, Rettungskräfte aber auch Expertinnen und Experten, die mit Betrieb und Sicherung von Schutzstrukturen wie Hochwasserschutzdämmen vertraut sind und im Notfall an Ort und Stelle zum Einsatz kommen oder im Krisenmanagement wichtige Koordinierungsarbeit leisten. Das Großszenario: Im westlichen Oberlauf der Donau werden rasch steigende Wasserstände registriert. Die Experten gehen von einer Hochwasserwelle aus, die die Dimensionen des Hochwassers von 2002 und 2013 noch übersteigen. viadonau-Experten übernehmen zunächst im Westen dann auch im Osten den Hochwasserdienst an den Dammanlagen. Dabei werden alle 10 Hochwasserexposituren (Krems, Stockerau, Nußdorf, Wehr II auf der Donauinsel, Albern, Orth an der Donau, Markthof, Bad-Deutsch-Altenburg, Hainburg und Angern) besetzt. Alle notwendigen Schritte zur Herstellung der Hochwassersicherheit, wie das Schließen von Dammdurchfahrten, das Absperren von Rohrdurchlässen und die Inbetriebnahme von Pumpwerken werden gewährleistet. Während von den Bezirkshauptmannschaften der Katastrophenfall für die Donauanrainergemeinden ausgerufen wird, spitzt sich im Marchfeld die Lage dramatisch zu: Die historischen Wassermassen überwinden die Dammbarriere, die Region um den Marchfeldschutzdamm muss schließlich evakuiert werden. In der Zwischenzeit war es in Oberösterreich zu einem Bahnunfall gekommen und eine giftige Substanz in die Donau gelangt. Man muss von erhöhter Schadstoffbelastung flussabwärts von Linz ausgehen. Mit dutzenden weiteren Teilszenarien sind die Einsatzkräfte und Krisenstäbe nun im Dauereinsatz – mobile Hochwasserschutzanlagen werden errichtet, zig-tausende Sandsäcke gestapelt und essentielle Informationsarbeit geleistet, um sowohl die Einsatzkräfte vor Ort als auch das Umland zu schützen.

Den Abschluss der Übung vor Ort bildete die protokollarische Beschreibung aller gesetzten Maßnahmen in einem Expositurbericht und die Übermittlung an den Hochwasserstab von viadonau. Die Aufgabe des Hochwasserstabes ist die zeitgerechte Planung und Anordnung aller Maßnahmen sowie die Sicherstellung der dafür notwendigen Ressourcen. Der Hochwasserstab ist im Ernstfall rund um die Uhr besetzt und bildet somit die zentrale Anlaufstelle für alle Behörden und Einsatzorganisationen. Eine besondere Herausforderung war bei der jüngsten Katastrophenschutzübung die Einbindung jener Baufirmen in den Übungsablauf, die derzeit den Marchfeldschutzdamm sanieren. Im Ernstfall müssen die Baustellen innerhalb von 48 Stunden vollkommen hochwassersicher sein. Übung macht also auch hier den Meister.

Abgeschlossen wird auch die Übung im Hochwasserstab mit einem zusammenfassenden Bericht, der an alle mitübenden Organisationen ergeht. So können noch während der Übung alle Kontaktadressen auf Ihre Aktualität überprüft und gegebenenfalls neue Kontaktdaten gleich abgespeichert werden. Sämtliche Arbeitsabläufe im Hochwasserstab entsprechen den „Richtlinien für das Führen im Katastropheneinsatz“ des Bundesministeriums für Inneres. Somit wird eine reibungslose Zusammenarbeit mit allen Behörden und Einsatzorganisationen gewährleistet.

Mehr als 1.000 Angehörige von Feuerwehr, Rettung, Polizei und Bundesheer waren in Oberösterreich, Niederösterreich und Wien im Einsatz, um die Notsituation bestmöglich zu meistern. In den Krisenstäben wurde die Hochwassersituation modern vsiualisiert, um möglichst exakt die weitere Entwicklung und die Wirkung der Sofortmaßnahmen festzustellen. Ein Großteil der Übung lief virtuell über Computernetzwerke ab – effiziente Kommunikation stand also einmal mehr im Zentrum des erfolgreichen Krisenmanagements.

Mit der „länderübergreifenden Katastrophenschutzübung 2018“ geht viadonau einen weiteren Schritt in Richtung „grenzübergreifende Zusammenarbeit von Einsatzkräften“ im Krisen- und Katastrophenmanagement zum Schutz der Bevölkerung vor den Auswirkungen von Hochwasserereignissen.

]]>
Hochwasserschutz viadonau
news-1293 Tue, 04 Dec 2018 15:25:23 +0100 Revitalisierung der Insel Wolfsthal gestartet https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/revitalisierung-der-insel-wolfsthal-gestartet An der Donau östlich von Wien laufen die Bauarbeiten zur Revitalisierung der Insel Wolfsthal auf Hochtouren. Durch die Ertüchtigung des Seitengewässers wird der Inselcharakter der Kiesstruktur verstärkt und so ökologisch aufgewertet. Inseln sind ökologisch bedeutende Lebensräume. Viele seltene Tier- und Pflanzenarten finden hier wichtige Rückzugsgebiete. Nicht nur die Insel selbst, auch das durch die Insel geschützte Seitengewässer ist von hohem ökologischem Wert – vor allem für Fische. Die freie Fließstrecke der Donau östlich von Wien weist innerhalb Österreichs die höchste Anzahl an Inseln auf: Rund 40 Inseln befinden sich in diesem Abschnitt und machen ihn auch deshalb so bedeutend.

Die Insel Wolfsthal ist besonders naturnah, weist einen weitgehend unberührten Silberweiden-Bestand auf, die ausgedehnten Schotterbänke sind Heimat für seltene Insekten und den Flussuferläufer, einer Vogelart, welche ihre Eier auf Kiesflächen ablegt. Durch die bestehende Regulierung der Donau verliert sie jedoch zunehmend ihren Inselcharakter und ist über weite Teile des Jahres mit dem Festland verbunden.

Gemeinsam setzen nun viadonau und der Nationalpark Donau-Auen Maßnahmen zur Revitalisierung der Insel Wolfsthal. Die Bauarbeiten wurden Ende November 2018 aufgenommen und laufen bereits auf Hochtouren.

Hans-Peter Hasenbichler, Geschäftsführer von viadonau, betont die Wichtigkeit dieser Revitalisierung als weiteren Schritt zur Umsetzung des Maßnahmenkatalogs östlich von Wien und erklärt das Projekt: „Aus dem Seitenarm hinter der Insel werden neun Querbauwerke rückgebaut, knapp 6.000 Tonnen Wasserbausteine werden entfernt. Dadurch soll eine bessere Durchströmung in den Seitenarm gewährleistet werden. Der Insel-Charakter wird gesichert, wertvolle Lebensräume erhalten und gefördert.“ Tendenziell trägt eine solche Flussrevitalisierung auch zum Hochwasserschutz und zur Verbesserung des Sedimenthaushaltes in der Donau bei.

Gerhard Schödinger, Abgeordneter zum NÖ Landtag und Bürgermeister von Wolfsthal, unterstützt das Vorhaben: „Für uns Kinder war diese Insel ein richtiger Abenteuerspielplatz, wir haben dort sehr viel Zeit verbracht. Bis vor wenigen Jahren war es auch ein wichtiges Fischereigebiet. Jetzt liegt der Seitenarm völlig trocken. Durch die gemeinsamen Anstrengungen fließt hoffentlich bald wieder mehr Wasser hindurch.“

Carl Manzano, Direktor des Nationalparks Donau-Auen, unterstreicht die zukunftsweisende Zusammenarbeit. Die Finanzierung dieser Ökologisierungsmaßnahme erfolgt durch viadonau und den Nationalpark Donau-Auen im Rahmen des donauweiten Interreg-Projektes DANUBEparksCONNECTED. „Die Schaffung einer Wildnisinsel bei Wolfsthal ist ein weiterer wichtiger Schritt im ökologischen Flussbau. Durch die Revitalisierung entsteht ein wesentlicher Trittstein für Tiere und Pflanzen vom Nationalpark Donau-Auen zu den Partnerschutzgebieten in der Slowakei“, so Manzano.

Aufgrund der für den Baufortschritt günstigen Niederwasserbedingungen kann die Revitalisierung voraussichtlich in Rekordzeit umgesetzt und schon im Dezember abgeschlossen werden.

]]>
Presseinformation FGP
news-1290 Mon, 03 Dec 2018 14:34:37 +0100 Arbeitsinitiative: „Baustoffe mit dem Binnenschiff“ – Zukunftschancen im Resümee https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/arbeitsinitiative-baustoffe-mit-dem-binnenschiff-zukunftschancen-im-resuemee Die aktuelle viadonau-Arbeitsinitiative „Baustoffe mit dem Binnenschiff“ neigt sich nach knapp 2 Jahren ihrem Ende zu. Im letzten Workshop von insgesamt vier Veranstaltungen fanden sich 30 Expertinnen und Experten aus dem Bau- und Donaulogistiksektor ein. Dabei stand nicht nur das Resümee über bisherige Schwerpunkte im Vordergrund. Mit dem Thema Brückenbau wurde auch eine neue Facette hinzugefügt. Als Highlight zum Abschluss fanden sich alle Sprecherinnen und Sprecher zu einer gemeinsamen Fachdiskussion zusammen, wobei aus dem Sektor offen über Chancen und Grenzen des Binnenschiffs beim Transport von Baustoffen gesprochen wurde. Bieten Baustoffe ein Potential für die Binnenschifffahrt oder nicht? In der Diskussion unter den Expertinnen und Experten wird klar: eine generelle Aussage kann nicht getroffen werden. Entscheidend sind die Basiskriterien des Transportauftrages: das Transportaufkommen und das Gewicht des Gutes (Abmessungen im High&Heavy Bereich), aber auch Quelle und Ziel.

Besonders bei größeren Stückgütern stehen die Kosten für den Umschlag auf das Binnenschiff den oft zitierten Nebenkosten eines Straßentransports (z.B. Genehmigungen, Begleitung) gegenüber. Bei hochwertigen Schüttgütern wie Zement, Hochofensande und mineralische Rohstoffe mit langen Transportwegen spielt die Binnenschifffahrt aktuell und auch in Zukunft eine tragende Rolle. Dennoch muss die Infrastruktur weiter flächendeckend verbessert werden, damit die Binnenschifffahrt auch in anhaltenden Trockenperioden nutzbar ist.

Begleitet wurde der Workshop von einem Technical Visit im Rhenus Donauhafen Krems, der auch heute schon zahlreiche Beispiele für Umschlag und Lagerung von verschiedensten Baustoffen bietet. Neben Schüttgütern in BigBags wurden in der Vergangenheit auch Holzprodukte für den Hochbau und Teile von Windkraftanlagen umgeschlagen.

Voreinschätzungen, ob die Nutzung der Binnenschifffahrt möglich und attraktiv ist, können vor allem erfahrene Spediteure und Wirtschaftstreibende an der Donau geben, die als Vortragende des abschließenden Workshops einmal mehr wichtige Erfahrungswerte in Sachen Donauschifffahrt austauschten. So empfing Gerhard Fraundorfer, Geschäftsführer von Lithos Industrial Minerals und Ansiedler im Ennshafen, bereits einige Ladungen seiner Ware aus Pakistan per Schiff. Auch Jochen Schmidt von Prangl hat zahlreiche Projekte aus dem Anlagen- und Energiebau mit dem Binnenschiff abgewickelt. Die Vorteile der Schifffahrt kommen für ihn vor allem bei einer größeren Anzahl von Gütern und bei besonders großen und schweren Colli zum Tragen. Im Bereich Brückenbau bei der MCE zeigte Günther Dorrer vor allem Quelle und Ziel der Teile und Segmente als ausschlaggebendes Kriterium pro oder contra Binnenschifffahrt auf. Da die Fertigungsstätte nicht immer donaunah liegt, ist ein Transport dann nicht praktikabel. Dennoch sieht er großes Potential auch beim Transport der Vormaterialien.

Fazit nach mittlerweile zwei Jahren unter dem Zeichen „Baustoffe mit dem Binnenschiff“: Das Potential für die Binnenschifffahrt heute und auch in Zukunft ist vorhanden und zieht sich quer durch alle Produktgruppen. Die Donau sollte beim Transport von Baustoffen stets als lohnende und umweltfreundliche Verkehrsalternative miteinbezogen werden und kann effizient genutzt ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein.

Mehr zur Arbeitsinitiative "Baustoffe mit dem Binnenschiff"

]]>
Donaulogistik viadonau
news-1284 Mon, 26 Nov 2018 15:28:06 +0100 Hochwasserschutz Donau – Mit Riesenschritten in den Winter https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/hochwasserschutz-donau-mit-riesenschritten-in-den-winter Die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks Donau-Auen tritt langsam die Winterruhe an, nicht so die Sanierungsarbeiten zum Hochwasserschutz Donau, diese laufen auch während der kalten Monate auf Hochtouren. Bestes Bauwetter bis in den November hinein hat dafür gesorgt, dass erste Dammbereiche bereits fertiggestellt werden konnten. Am Marchfeldschutzdamm ist der Abschnitt von Schönau bis Orth (Baulos Schönau – Witzelsdorf) samt Asphaltierung der Krone bereits fertiggestellt. Über den Winter wird die Dichtwandfräse den Abschnitt bis Witzelsdorf abschließen, sodass hier im Frühjahr 2019 die Hochwasserschutzfunktion durch den sanierten Damm wieder vollständig gegeben ist.

Zügig voran gehen die Arbeiten auch im Abschnitt von Stopfenreuth bis zur Rußbachmündung. Hier wird nun von der Baufirma ein zweites Dichtwandgerät, mit dem die Bauleistung noch deutlich gesteigert werden konnte, eingesetzt. Derzeit arbeiten die Geräte am äußeren Künettendamm und am letzten Teilstück des Marchfeldschutzdamms. Der innere Künettendamm ist über seine gesamte Länge von rund 3 Kilometer erdbautechnisch fertiggestellt. Abschließend wird hier aktuell das Andecken des Oberbodens auf der Dammkrone in Angriff genommen.

Auch am Rußbach wird an den beiderseits verlaufenden Dämmen intensiv gearbeitet. Während am linken Rußbachdamm die Dichtwand mittels Fräse hergestellt und am Dammfuß der Dammbegleitweg samt Auflastschüttung gebaut werden, geht es am rechten Rußbachdamm bereits an den Aufbau der Dammkrone.

Rege Bautätigkeit auch am Schönauer Rückstaudamm. Die Bauvorbereitungsarbeiten wie Abstecken und Aufstellen von Schutzzäunen für Amphibien- und Reptilien sowie Bodenerkundungen sind abgeschlossen. Mithilfe schweren Erdbaugeräts werden derzeit die Kiessäulen und die Drainageleitungen sowie der Begleitweg längs des Damms errichtet.

In den zum verbesserten Hochwasserschutz Wien gehörigen Abschnitten Überströmstrecke Stopfenreuth und Witzelsdorfer Rückstaudamm (Baulose der Stadt Wien) wurden im Oktober die behördlichen Bewilligungen erteilt, derzeit wird an der Ausschreibungsplanung gearbeitet, sodass nach Durchführung der Vergabeverfahren für die Bauleistungen über den Winter auch hier im Frühjahr der Bau beginnen kann.

Mehr zum Projekt Hochwasserschutz Donau

]]>
viadonau Hochwasserschutz
news-1278 Fri, 16 Nov 2018 14:33:25 +0100 Ihre Meinung ist uns wichtig https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/ihre-meinung-ist-uns-wichtig Für treffsichere Services, auf die man sich auch in Zukunft verlassen kann. Um die Bedürfnisse und Anliegen der Schifffahrt optimal zu bedienen und das Serviceangebot weiter zu verbessern, führt viadonau auch heuer eine Umfrage zur Kundinnen- und Kundenzufriedenheit auf der Wasserstraße Donau durch. Wie steht es mit der Verfügbarkeit der Wasserstraße? Werden Schleusungen sicher und kompetent durchgeführt? Können Informationsdienste wie DoRIS gut genutzt werden? Sagen Sie uns Ihre Meinung bis 10. Dezember. Der Link zur Online-Umfrage sowie nähere Informationen stehen ab sofort hier zur Verfügung. Alternativ kann der Fragebogen jeweils in drei Sprachen (Englisch, Russisch und Deutsch) auch heruntergeladen werden.

]]>
viadonau Wasserstraße
news-1259 Fri, 09 Nov 2018 09:51:59 +0100 Positive Stimmung trotz Niederwasser – 2. Bau- und Schifffahrtsbesprechung im Ennshafen https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/positive-stimmung-trotz-niederwasser-2-bau-und-schifffahrtsbesprechung-im-ennshafen Am 6. November lud der Ennshafen zur 2. Auflage der Bau- und Schifffahrtsbesprechung des Jahres 2018. Im Logistikzentrum des Hafens waren sich die zusammengekommenen Expertinnen und Experten einig: Auch bei schwierigen Fahrwasserverhältnissen kann die Wasserstraße eine lohnende Transportalternative sein. Besonders wichtig dafür: vorausschauende Erhaltungsmaßnahmen und bestmögliche Infrastruktur. Trotz historischen Niederwassers zeigten sich die anwesenden Vertreter der Schifffahrt und der Donauhäfen zufrieden mit Zustand und Entwicklung der Donau in Österreich. Weiters präsentierte der Kraftwerksbetreiber Verbund Hydro Power AG (VHP) wie gewohnt den Status seiner Maßnahmen an der Donau. Das Wirkungspotenzial proaktiver Instandhaltung beweist sich an der Donau vor allem dann, wenn der Strom sein besonders strenges Gesicht zeigt. Die ausgedehnte Niederwasserperiode seit August 2018 auf der Donau stellt die Binnenschifffahrt insgesamt vor enorme Herausforderungen. So wurden im Oktober 2018 teilweise historische Pegeltiefstände an der Donau registriert, welche bis zu 70 cm unter dem definierten Regulierungsniederwasser lagen. Umso wichtiger war und ist es, auch bei schwierigen Rahmenbedingungen mit treffsicheren und proaktiven Erhaltungsmaßnahmen sowie verlässlichen Informationen eine weiterhin nutzbare Wasserstraße bereitzustellen. viadonau-Leiter des Wasserstraßen-Managements Markus Simoner zeigte bei der 2. Bau- und Schifffahrtsbesprechung einmal mehr Sinn und Wirkung der gezielten Instandhaltungsmaßnahmen auf. Weiters präsentierte sein Stellvertreter Hans Berger die positiven Wirkungen der im Jahr 2018 realisierten wasserbaulichen Optimierungsprojekte, welche im Rahmen des Maßnahmenkataloges für die Donau östlich von Wien finanziert wurden. So konnte mit maßgeschneiderten baulichen Lösungen in den Furtbereichen Rote Werd und Treuschütt lokalen Anlandungen erfolgreich entgegengewirkt werden. Gleichzeitig wurden durch die Versetzung der Donaustation Hainburg die Lage der Schifffahrtsrinne optimiert sowie künftig notwendige Erhaltungsbaggerungen reduziert. Durch dieses Maßnahmenbündel im Wasserstraßen-Management kam auch während der Hochphase der Niederwasserperiode der Schiffsverkehr an der österreichischen Donau zu keinem Zeitpunkt vollständig zum Erliegen.

Eine bestmögliche Wasserstraßen-Infrastruktur ist das Rückgrat für wirtschaftliche Aktivitäten und stärkt die direkt an die Wasserstraße Donau angebundenen Häfen sowie Industrien. Werner Auer, Geschäftsführer Ennshafen OÖ GmbH, machte auf die bedeutende Rolle des Ennshafens als Knotenpunkt des trimodalen Transports in Österreich und Europa aufmerksam. „Der Ennshafen ist ein wichtiges Tor zur Welt. Mithilfe unserer kontinuierlich wachsenden Infrastruktur verbinden wir entlang der Wasserstraße die unterschiedlichsten Märkte, verstärken das multimodale Transportnetz und unterstützen die vermehrte Verlagerung neuer Gütergruppen auf die Donau.“ Eine gut verfügbare Wasserstraße ist dafür ein wesentlicher Faktor.

Wasserstraße international

Während der Schiffsverkehr auf der österreichischen Donau aufrechterhalten werden konnte, zeigten sich in Deutschland teils dramatische Auswirkungen des Niederwassers. Paul Marcus Schäfer vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Regensburg berichtete über teilweise Sperren und Unfälle aufgrund der außergewöhnlich niedrigen Fahrwasserbedingungen. viadonau-Experte Gert-Jan-Muilerman berichtete von den internationalen Entwicklungen an der Donau stromabwärts von Österreich: So wurden im Rahmen des internationalen Projekts FAIRway Danube 2018 in den östlichen Donauanrainerstaaten mehrere neue Mess- und Arbeitsschiffe sowie Pegelmessstellen in Betrieb genommen. Dadurch konnten, unterstützt durch die Arbeit eines modernen Messschiffs, gezielte Erhaltungsbaggerungen in Bulgarien durchgeführt und mithilfe eines neuen Bojenlegers die Schifffahrtsrinne auch entsprechend gekennzeichnet werden.

Hans-Peter Hasenbichler, viadonau Geschäftsführer, hielt in seinem zusammenfassenden Statement fest: „In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass mit Projekten wie FAIRway Danube aber auch durch das aktuelle Engagement im Rahmen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft sowie durch erfolgreiche Kommunikationsplattformen wie den Danube Business Talks das internationale Engagement für eine top instandgesetzte Wasserstraße enorm gestiegen ist. Das hilft uns, unsere hohen Standards auf einer gemeinsamen europäischen Ebene umzusetzen und so die Nutzungssicherheit der Wasserstraße weiter zu erhöhen.“

]]>
viadonau Wasserstraße
news-1254 Thu, 25 Oct 2018 15:02:04 +0200 Wasserstraße im digitalen Aufbruch – RIS COMEX zieht Zwischenbilanz https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/wasserstrasse-im-digitalen-aufbruch-ris-comex-zieht-zwischenbilanz Seit Anfang 2016 sorgt das von viadonau geleitete und von der Europäischen Union unterstützte Projekt RIS COMEX für einen Digitalisierungs- und Harmonisierungsschub an den europäischen Wasserstraßen. Das Ziel der 14 Partner aus 13 Ländern ist ein gemeinsamer Standard in Sachen Verkehrs- und Fahrwasserinformationen durch die internationale Nutzung der River Information Services (RIS). Am 24. Oktober lud viadonau im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs zum RIS COMEX Stakeholder Symposium nach Wien, um gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der europäischen Wasserstraßenverwaltungen, der Politik sowie Wirtschafts- und Schifffahrtstreibenden den aktuellen Status der gemeinschaftlichen Vorhaben zu beleuchten. Das Jahr 2018 zeigt einmal mehr: Als natürlicher Verkehrsträger sind die Wasserstraßen Europas in besonderem Maße äußeren Bedingungen unterworfen, die die Nutzbarkeit des Stroms als Verkehrsweg entscheidend beeinflussen können. Niedrige Wasserstände, wie sie seit Mitte des Jahres auf der Donau vorherrschen, stellen die Binnenschifffahrt vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, aktuelle und verlässliche Fahrwasserdaten bereitzustellen, die dabei helfen, den steten Wandel einer Wasserstraße im Blick zu haben und vorausschauend in multimodale Transportplanungen miteinzubeziehen. Speerspitze dieser Entwicklung in Europa ist das internationale Projekt RIS COMEX. Die Stoßrichtung der 13 Partnerländer ist klar: Ein harmonisiertes Informationssystem für Europas Wasserstraßen. Der innovative Ansatz des Projekts: Corridor Management.

Nachdem viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler das rund 80-köpfige Fachpublikum beim Stakeholder Symposium in Wien willkommen geheißen und mit einführenden Worten über RIS COMEX auf das Event eingestimmt hatte, erklärte Projektleiter Mario Kaufmann das grundlegende Prinzip des internationalen Projekts: „Mithilfe der jeweiligen nationalen Ressourcen setzen die Projektpartner zwischen Rotterdam und Schwarzem Meer in ihren Wasserstraßen-Korridoren entlang Donau, Rhein, Elbe, Mosel, etc. bis 2020 gemeinsam abgestimmte Modernisierungsschritte um. Auf diese Weise sollen sich die einzelnen Korridore fortschreitend angleichen, um so das gemeinsame Ziel eines einheitlich hohen Informationsstandards zu Infrastruktur-, Verkehrs- und Logistikdaten zu erzielen“, stellte Kaufmann dar. Bereits in zahlreichen früheren Projekten im Rahmen von RIS wurden eine Reihe nützlicher Dienste bereitgestellt wie Inland ECDIS, der Informationsdienst „Notices to Skippers“ und die Möglichkeit Gefahrengut elektronisch zu melden. Die internationale Verfügbarkeit spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie der Umfang der Informationsservices. „Derzeit werden zum Teil noch sehr unterschiedliche Plattformen, Systeme und Interfaces genutzt, auch die Service-Verfügbarkeit und vor allem die Datenqualität variiert stark zwischen den Korridoren und den einzelnen Ländern. Mit dem Ansatz von RIS COMEX geben sich die Partnerländer eine Lösung zur Harmonisierung an die Hand, die die spezifischen Gegebenheiten der jeweiligen Korridore berücksichtigt“, so Kaufmann.

Eine der wichtigsten Herausforderungen für die Projektpartner ist es, Bereitschaft für die konsequente Implementierung von RIS zu erzeugen. Es gilt, die Aufmerksamkeit für damit entstehende Vorteile zu erhöhen und so zugleich Anreize zur verstärkten Nutzung der Wasserstraße zu kreieren. So meinte Catherine Rivoallon, Vorstandsvorsitzende von Port de Paris: „Bei solchen Vorhaben muss es auch darum gehen, eine Community zu schaffen, für die die Nutzung einer gemeinsamen Plattform selbstverständlich ist. Dazu muss man offen sein für Neues.“ Den praktischen Nutzen eines europaweiten RIS-Standards zu erkennen, ist dafür eine wesentliche Voraussetzung. So betonte Manfred Seitz von Pro Danube International vor allem wirtschaftliche Faktoren und stellte klar: „Die zentrale Frage für Wirtschaftstreibende an der Wasserstraße ist, ob die transportierten Güter rechtzeitig ankommen und wenn nicht, wann genau – Planbarkeit von Transporten ist das wichtigste Kriterium.“ Dafür benötige man vor allem stets aktuelle und jederzeit zugängliche Verkehrsinformationen wie grenzunabhängige Positionsdaten. Indem Transporte so besser planbar werden, entstünde ein wirtschaftlicher Vorteil und die Bereitschaft Schifffahrtstreibender ihre Verkehrsdaten bereitzustellen würde steigen. Neben Awareness-Steigerung und technischer Umsetzung sind für den Erfolg von RIS COMEX noch weitere Hürden zu nehmen. Nik Delmeire, Generalsekretär des European Shippers Council gab zu bedenken, dass im Zuge der Digitalisierung bestehende Abläufe in der Abwicklung von Schiffstransporten entsprechend angepasst werden müssten. Die Beseitigung administrativer Barrieren ist daher eine wichtige Wegmarke für RIS COMEX. Und schließlich gilt es, den neuen Standard auch rechtlich zu würdigen. Vera Hofbauer, Abteilungsleiterin Schifffahrt des bmvit, merkte dazu an: „Dass wir für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wasserstraßen einen gemeinsamen Informations- und Instandhaltungsstandard brauchen, ist klar. Diesen auch gesetzlich zu verankern, ist allerdings nationale Angelegenheit.“ Die Europäische Kommission sieht sich als wichtiger Motivator, um diesen Prozess zu beschleunigen. „Unter dem Dach der Europäischen Strategie für den Donauraum und mit Projekten wie RIS COMEX und FAIRway Danube schaffen wir gute Grundlagen, um unser Ziel eines gemeinsamen RIS-Standards zu erreichen“, stellte Désirée Oen , EU-Koordinatorin für den Rhein-Donau-Korridor, klar und apellierte pointiert: „Auch an unseren Flüssen müssen wir anfangen gemeinschaftlich und modern zu denken, dann kommen wir vorwärts.“

Mehr zu RIS COMEX

]]>
viadonau Presseinformation
news-1245 Mon, 22 Oct 2018 13:36:46 +0200 Höchste Qualität für Ausbildung der Schiffsführerinnen und -führer von Morgen https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/hoechste-qualitaet-fuer-ausbildung-der-schiffsfuehrerinnen-und-fuehrer-von-morgen Die Zahl der jährlichen Neueinsteigerinnen und -einsteiger in die Binnenschifffahrt in Österreich bewegt sich im einstelligen Bereich, die Unternehmen suchen händeringend nach Lehrlingen. Diese genießen bereits eine qualitativ hochwertige Ausbildung, die eine zukünftige international anerkannte Berufsqualifikation unterstreichen soll. Mit einer Anfang 2018 in Kraft getretenen EU-Richtlinie zur Anerkennung von Berufsqualifikationen soll das Bereitstellen standardisierter Ausbildungsangebote forciert werden. Es gibt auch heute noch Berufswelten, die viel Abwechslung, immer wieder neue und faszinierende Eindrücke und eine gehörige Portion Abenteuer verheißen – wie die Arbeit auf einem Binnenschiff. Dabei sind handwerkliche Begabung, Neugier für technische und nautische Hintergründe und soziale Verantwortung entscheidende Kriterien, die eine umfassende Ausbildung erfordern. Für die vielfältige und außergewöhnliche Tätigkeit in einem Berufsfeld, dessen Bedeutung zunehmend wächst, gilt es, Interesse zu wecken und jungen Menschen ein optimales Ausbildungsangebot bereitzustellen.

Der Bedarf an gut ausgebildeten Binnenschifferinnen und -schiffern ist europaweit hoch. So auch bei den beiden Donauschifffahrtsunternehmen BRANDNER Schifffahrt in der Wachau und DDSG Blue Danube in Wien – zwei der wenigen Betriebe in Österreich, die Lehrlinge in der Binnenschifffahrt ausbilden und dafür optimale Bedingungen bieten. Eine gute Betreuungsquote mit hochqualifizierten und erfahrenen Ausbildnern, sowohl in der praxisnahen Schulung im Lehrbetrieb als auch im fachtheoretischen Unterricht in der Berufsschule, stellen umfangreiches Können und Wissen bei den Auszubildenden sicher. Absolventinnen und Absolventen der dreijährigen Berufslehre eilt ein guter Ruf mit schnellen Aufstiegsmöglichkeiten im Berufsleben voraus.

Neue EU-Richtlinie als Anlass für die Weiterentwicklung des Lehrberufes

Mit Inkrafttreten der EU-Richtlinie 2017/2397 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anerkennung von Berufsqualifikationen Anfang 2018 soll der Lehrberuf Binnenschifffahrt zukünftig ein Qualitätssiegel erhalten. So soll die nationale Berufslehre ab Januar 2022 ein im Sinne der EU-Richtlinie anerkanntes Ausbildungsprogramm darstellen. Absolventinnen und Absolventen erlangen mit dem Lehrabschluss ein „Unionsbefähigungszeugnis“ und verfügen somit über einen Nachweis einer international anerkannten Berufsqualifikation. Eine Ablegung der dafür erforderlichen Lehrabschlussprüfung besteht auch über den 2. Bildungsweg.  

Die rechtlichen Rahmenbedingungen der Nationalstaaten regeln Kompetenzen und Qualifikationen im Binnenschifffahrtssektor derzeit noch unterschiedlich, die Anerkennung zwischen den Mitgliedsstaaten ist bisher nur für die Qualifikationsebene der oder des Schiffsführenden sichergestellt. Die EU-Richtlinie ermöglicht den EU-Mitgliedsstaaten ab 2022 „Unionsbefähigungszeugnisse“ für Berufsqualifikationen von Besatzungsmitgliedern (Matrosin/Matrose, Bootsfrau/Bootsmann, Steuerfrau/Steuermann) in der Binnenschifffahrt auszustellen. Dies erfolgt auf Grundlage von verbindlichen Mindeststandards der für den Betrieb von Schiffen erforderlichen Befähigungen gemäß harmonisierter Kriterien. Ausbildungsprogramme, die das Erwerben von Befähigungszeugnissen ermöglichen, unterliegen einer Zulassung durch die zuständigen nationalen Behörden und erfüllen festgeschriebene Qualitätsstandards. Die Durchführung nach einheitlichen Vorgaben soll sicherstellen, dass die Mindestbefähigungsanforderungen in allen Mitgliedstaaten vergleichbar sind.

Nationale Umsetzung in Österreich: Gemeinsam zum Ziel

Um die Weichen für die nationale Umsetzung innerhalb des Lehrberufes Binnenschifffahrt zu stellen, fand am 12. Oktober 2018 ein Stakeholder-Meeting in Wien statt. Vertreterinnen und Vertreter von Donauschifffahrtsunternehmen, Berufsschule für Maschinen-, Fertigungstechnik und Elektronik, des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie als zuständige Behörde für technische und nautische Angelegenheiten im Bereich der Binnen- und Seeschifffahrt, sowie Sozialpartnern der Wirtschaftskammer Österreich, Arbeiterkammer Wien und Gewerkschaft vida folgten einer Einladung von viadonau, den Status quo in Sachen Binnenschifffahrtslehre zu erörtern, die inhaltliche und organisatorische Umsetzung im praktischen Lehrbetrieb sowie im Unterricht der Berufsschule zu diskutieren und Möglichkeiten der Anpassung des bestehenden rechtlichen Rahmens auszuloten. Das gemeinsame Ziel ist klar: die verbindlichen EU-Befähigungsstandards für die Betriebsebene im Zuge des Lehrberufes abzudecken und die Absolventinnen und Absolventen der Ausbildung hürdenfrei und bestens gewappnet in die internationale Berufswelt zu entlassen. Gleichzeitig sollen die Kenntnisse und Fertigkeiten junger Menschen nochmals verbessert werden. Denn dem Mangel an qualifiziertem Personal, das für den reibungslosen Betrieb eines Binnenschiffs sorgt, kann Abhilfe geschafft werden.

Wegbereiter und -begleiter: Danube SKILLS

Die notwendigen Anpassungen von Ausbildungsprogrammen wird durch das EU-kofinanzierte Projekt Danube SKILLS unterstützt. In Österreich begleiten etwa die beiden nationalen Projektpartner viadonau und FH Oberösterreich nationale Entscheidungsträger. Die Umsetzung der Richtlinie erfolgt neben Österreich in allen europäischen Staaten mit Bezug zur Binnenschifffahrt.

Weiterführende Informationen und mehr zu Danube SKILLS finden Sie unter: www.viadonau.org/unternehmen/projektdatenbank/aktiv/danube-skills/ 
www.interreg-danube.eu/approved-projects/danube-skills 
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32017L2397  

]]>
viadonau Presseinformation
news-1240 Tue, 16 Oct 2018 17:36:59 +0200 Hainburg feiert runderneuerten Hochwasserschutz https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/hainburg-feiert-runderneuerten-hochwasserschutz Als Teil des großangelegten Projekts Hochwasserschutz Donau wurde die später als Hochwasserschutzanlage adaptierte Brückenkette in Hainburg von Herbst 2017 bis Frühjahr 2018 von der Donauhochwasserschutz-Konkurrenz (DHK) saniert. Am 16. Oktober begingen Vertreterinnen und Vertreter des bmvit, des Landes Niederösterreich, der Gemeinde, der bauausführenden Unternehmen sowie von viadonau feierlich den Abschluss des runderneuerten Hochwasserschutzes. Gemeinsam mit der heuer neu errichteten Donaustation ist Hainburg in Sachen Sicherheit und Schifffahrt nun wieder top aufgestellt. Entlang der malerischen Kulisse der freien Donaufließstrecke östlich von Wien verläuft die Eisenbahntrasse der ÖBB bei Hainburg direkt am Donauufer. Ihr Alter – die Brückenkette wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet – sowie ihre Nähe zum Fluss stellen besondere Anforderungen an verlässlichen Hochwasserschutz.

Die am rechten Donauufer bei Stromkilometer 1883,670 bis 1884,330 gelegene Hochwasserschutzanlage in Hainburg setzt sich aus den der ÖBB gehörenden Brückenpfeilern der Bahnanlage und den von der Donauhochwasserschutz-Konkurrenz (DHK) errichteten Hochwasserschutzmauern zwischen den Brückenpfeilern zusammen. Die Schutzmauern sind abschnittsweise mit Durchgängen versehen, die im Hochwasserfall mit mobilen Elementen verschlossen werden.

Nachdem bereits beim Hochwasser im August 2002 stadtseitig Wasseraustritte entlang des Bauwerkes sowie der Donaulände beobachtet werden konnten, wurde beschlossen, die Hochwasserschutzanlage zu sanieren und zu verbessern. In einer ersten Phase in den Jahren 2011 und 2012 wurden dazu entsprechende Baumaßnahmen in Angriff genommen. Dabei wurden die bestehenden Schutzmauern zwischen den ÖBB-Pfeilern um 27 Zentimeter aufgehöht und mittels Spezialanstrich abgedichtet. Um einen hydraulischen Grundbruch zu verhindern und die Wassermengen im Hochwasserfall landseitig zu verringern, wurde in der ersten Phase der Untergrund unter den Fundamenten der Hochwasserschutzmauern bis zur Fundamentunterkante der angrenzenden Pfeiler abgedichtet.

Während des Hochwassers 2013 kam es im Bereich der ehemaligen Haltestelle nahe der Donaulände landseitig erneut zu Wasseraustritten, sodass die DHK die zweite Bauphase veranlasste und durch viadonau umsetzten ließ. Von September 2017 bis zum Frühjahr 2018 setzte die DHK dazu im Rahmen des Projekts Hochwasserschutz Donau – Marchfeldschutzdamm, Hainburg, Wolfsthaler Damm die zweite Bauphase in Hainburg um. Dabei wurden nun die fehlenden Bereiche im Untergrund entlang der Bahntrasse von September 2017 bis zum Frühjahr 2018 abgedichtet. Die bis zu fünf Meter tief reichende Dichtwand, bestehend aus einem Boden-Zement-Körper, wurde im Düsenstrahlverfahren hergestellt. Mit Spezialgeräten mit Drücken von bis zu 400bar wurde ein Wasser-Zement-Gemisch mit dem anstehenden Boden vermischt und erzeugte so ein technisch dichtes, homogenes Wandelement.

Mit dem Abschluss der letzten Bauphase im Sommer kann der Bevölkerung nun ein besonders empfindlicher Teil der Hochwasserschutzanlagen östlich von Wien wieder in voller Funktion präsentiert werden.

„Aufgewachsen an der Donau empfinde ich den Strom als unschätzbare Lebensader, die aber auch Gefahrenpotenzial in Hochwasserzeiten birgt. 2013 habe ich selbst miterlebt, wie hoch das Wasser damals stand. Umso dankbarer bin ich für jede Maßnahme, die das Land NÖ für den Hochwasserschutz setzt“, bekundete der niederösterreichische Landtagsabgeordnete und Bürgermeister von Wolfsthal, Gerhard Schödinger, in Vertretung von Landeshauptfrau NÖ, Johanna Mikl-Leitner. Das Hochwasserjahr 2013 war für die gesamte Region besonders prägend. So betonte auch Helmut Schmid, Bürgermeister von Hainburg: „2013 machte uns einmal mehr bewusst, wie wichtig die Modernisierung und Instandhaltung von Hochwasserschutzanlagen ist, ganz besonders an diesem Ort, der mit Donau, Bahntrasse und Straße verkehrstechnisch optimal genutzt wird“.

Für Sektionschef im bmvit, Prof. Gerhard Gürtlich, der in Vertretung von Bundesminister Norbert Hofer an den Feierlichkeiten teilnahm, ist mit dem Abschluss des Hainburg-Projektes eine wichtige Lücke in einer ganzen Reihe von Hochwasserschutzprojekten an der Donau, an denen sich der Bund mit 50 Prozent beteiligt, wieder geschlossen und betont: „Ebenso wichtig wie moderner Hochwasserschutz ist seine Verteidigung. Diese gelingt nur durch die hervorragende Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Österreichischem Bundesheer.“ Abschließend hob viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler die Qualität des Projekts hervor. „Im intensiven gemeinsamen Bemühen der Länder Wien und Niederösterreich sowie des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie und unserer Expertinnen und Experten wurde das Projekt effizient geplant. So entstanden bei Kosten von rund 2,1 Mio. Euro keine zusätzlichen Aufwendungen“, so Hasenbichler. Der viadonau-Geschäftsführer warf sogleich einen Blick in die Zukunft und erklärte: „Die fortgesetzte Digitalisierung der Wasserstraße wird uns dabei unterstützen die Unwägbarkeiten eines natürlichen Verkehrsträgers noch besser zu kompensieren und die schon exzellente Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Organisationen im Hochwasserfall zu optimieren.“

Mehr Bilder zu den Abschlussfeierlichkeiten des Hochwasserschutzprojekts Hainburg finden Sie hier in der viadonau-Fotodatenbank.

]]>
Presseinformation Hochwasserschutz
news-1236 Fri, 12 Oct 2018 12:35:52 +0200 Trends, Networking, neue Märkte – Erfolge und Herausforderungen an der Wasserstraße bei den Danube Business Talks 2018 https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/trends-networking-neue-maerkte-erfolge-und-herausforderungen-an-der-wasserstrasse-bei-den-danube-business-talks-2018 The Danube: A Stream of Energy. Das Motto der diesjährigen Danube Business Talks am 10. und 11. Oktober in Wien war bewusst vieldeutig. Die Donau – Energiequelle, Tourismusmagnet, Freizeitparadies und Naturraum – ist zugleich Lebensader einer sich dynamisch entwickelnden Transportwirtschaft, die neue Märkte erschließt und sich innovativen Branchen zuwendet. Aktuell: Biomasse und Bioenergie. Zur dritten Auflage der erfolgreichen von viadonau veranstalteten Businessplattform kam ein internationales Fachpublikum zusammen, um zu erörtern, wie sich die Stärken der Wasserstraße besser nutzen lassen. Erstmals vertreten: die Personenschifffahrt. Bundesminister Norbert Hofer und die EU-Koordinatorin für den Rhein-Donau-Korridor, Désirée Oen, nahmen bei der Veranstaltung die Wünsche und Anliegen der Wirtschaft entgegen. Um den hohen Mehrwert der Donau zu bewahren, muss sie vorausschauend und integrativ entwickelt werden. Besonders wichtig dabei: internationale Kooperation. Unter dem Dach der Europäischen Strategie für den Donauraum als auch im Sinne des Nationalen Aktionsprogramms Donau des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie wurde eine Reihe von Initiativen und Projekten, wie jüngst FAIRway Danube und Danube Stream, ins Leben gerufen, um Instandhaltungsstandards gemeinschaftlich zu harmonisieren. „Heute kann niemand die Herausforderungen an der Donau alleine angehen“, meinte Bundesminister Norbert Hofer bei seinen Begrüßungsworten an das rund 200-köpfige Fachpublikum der Danube Business Talks und verdeutlichte: “Die Förderung eines effizienten und nachhaltigen europäischen Verkehrsnetzes kann nur im gemeinsamen, internationalen Bemühen erfolgreich sein. Dies voranzutreiben, ist ein klares Ziel der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs.“ Dass die Donau längst auch auf europäischer Ebene Priorität hat, stellte auch Désirée Oen, EU-Koordinatorin für den Rhein-Donau-Korridor, klar. Die Donau sei ein außergewöhnlicher Tourismusmagnet, der 2017 rund 1,3 Millionen Passagiere (+2,8%) anlockte. Dieser Positivtrend könne jedoch nur anhalten, wenn der Strom ökologisch intakt und zugleich verkehrstechnisch funktionsfähig bleibe. Internationale Projekte wie FAIRway Danube zur Harmonisierung der Informationsdienste zu den Fahrwasserdaten, sollen dazu beitragen, eine verlässliche Entscheidungsgrundlage für die Planung von Schiffstransporten auf der gesamten Donau zu gewährleisten – ein enormes Plus für die Passagier- und mehr noch für die Güterschifffahrt, die in besonderem Maße auf ausreichende Fahrwassertiefen angewiesen ist.

Die Verfügbarkeit der Wasserstraße war einmal mehr ein Top-Thema für Vertreter der Schifffahrt, so auch für Wolfgang Lüftner von Lüftner Cruises. Der Geschäftsführer der Lüftner Reisen GmbH wies darauf hin, dass die laufende Vermessung und Instandhaltung der Fahrrinne entlang der gesamten Donau das Wachstum einer bereits seit vielen Jahren boomenden Branche sogar noch steigern könnte, sieht jedoch noch freies Potenzial in Sachen grenzübergreifende Zusammenarbeit. So müssten die Donau-Anrainerstaaten noch mehr dazu angespornt werden, ausreichend hohe Informations- und Instandhaltungsstandards umzusetzen. Um den noch bestehenden Unterschied zwischen möglichen Kapazitäten und tatsächlichem Transportvolumen an der Donau wirkungsvoll zu verringern, müssten laut Otto Schwetz von Pro Danube Austria vor allem Innovationen wie die konsequente Umstellung auf LNG-Treibstoffe, standardisierte Informationsdienste und vereinheitlichte Ausbildung realisiert werden.

Noch Luft nach oben besteht auch bei Gütern, die für den Transport über die Wasserstraße besonders geeignet sind. Um gezielt Anreize für die Transportwirtschaft zu schaffen, rief viadonau in den vergangenen Jahren gemeinsam mit den Häfen und Schifffahrtstreibenden mehrere Schwerpunktinitiativen zu High & Heavy-Gütern, nachwachsenden Rohstoffen, Recyclingprodukten und Baustoffen ins Leben. Das EU-geförderte Projekt ENERGY BARGE baut auf den Erkenntnissen aus diesen Initiativen auf und hat das Ziel einer erhöhten Nutzung von Biomasse zur nachhaltigen Energieerzeugung in der Donauregion und eine verstärkte Verlagerung von Biomassetransporten auf die Wasserstraße Donau. Bei den Danube Business Talks konnten die österreichischen Donauhäfen für diese Branche eine positive Entwicklung präsentieren. So berichtete Gerhard Gussmagg von Rhenus Donauhafen Krems von jährlich rund 30 000 Kubikmetern verladene Biomasse und Zellstoffe und machte auf die kontinuierlich ausgebaute Infrastruktur des Hafens aufmerksam. Gestartet Anfang 2017 läuft das Projekt ENERGY BARGE gemeinsam mit 15 Partnern aus dem Donaulogistiksektor und der Bioenergieindustrie bis Mitte 2019 und wird zu 85% aus dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung kofinanziert. „Mit Projekten wie FAIRway Danube, Danube Stream und ENERGY BARGE zeigt sich, dass sich vor allem in Sachen internationaler Zusammenarbeit viel getan hat. Das bietet uns auch die Chance, unsere hohen Standards über die Landesgrenzen hinauszutragen und die Donau gemeinschaftlich noch zielgerichteter weiterzuentwickeln“, resümierte viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler.

Auftrag für die Zukunft

Das Zusammenrücken der Donauländer in den vergangenen Jahren und die Bereitschaft Wirtschaftstreibender am Strom wichtige Entwicklungsakzente zu setzen, hat die Bedeutung der Donau über die Ländergrenzen hinweg entscheidend erhöht. Für eine sichere Zukunft des Flusses als nachhaltig entwickelter und prosperierender Lebens- und Wirtschaftsraum braucht es jedoch noch weitere Impulse vor allem auf nationaler wie internationaler politischer Ebene. So überreichten Manfred Seitz (Pro Danube International) und Theresia Hacksteiner (European Barge Union) ein „Draft Findings Paper“ an Norbert Hofer und Désirée Oen mit den Wünschen der Wirtschaftstreibenden an der Donau und Deklarationen der Dachverbände European Barge Union, European Skippers‘ Organisation sowie Pro Danube International und Pro Danube Austria. Der Auftrag ist klar: auf den Erfolgen von heute gemeinsam die Zukunft der Donau bauen.

]]>
Donaulogistik Presseinformation
news-1232 Tue, 02 Oct 2018 11:25:27 +0200 Interessentensuche für Lokale am Donaukanal abgeschlossen https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/interessentensuche-fuer-lokale-am-donaukanal-abgeschlossen Am Wiener Donaukanal wurden 2017 sechs Flächen neu ausgeschrieben: Tel Aviv Beach, Feuerdorf, Adria Wien, Badeschiff Vorkaifläche, Central Garden und Hafenkneipe. Anlass für die Ausschreibung war die Kritik des Rechnungshofes, wonach die bestehenden Pachtverträge teils zu günstig vergeben worden seien und die Vergabe intransparent erfolgt sei. Die Pachtverträge der sechs Flächen laufen 2018 ab. Hinter der Ausschreibung steht als Grundeigentümer die Donau Donauhochwasserschutz-Konkurrenz (DHK). Sie besteht aus den drei Kurien Bund, Land Niederösterreich und Stadt Wien. Mit Ausnahme des Pächters des Badeschiffs und der Adria Wien, Gerold Ecker, haben sich alle aktuellen Betreiber um eine Fläche beworben. Für die siegreichen Projekte sind 10-Jahres-Verträge vorgesehen. Die Letztentscheidung über die Vergabe der Flächen erfolgt durch die Vertreter der DHK. Eine unabhängige Personenkommission sichtet und bewertet die eingereichten Bewerbungsunterlagen im Vorfeld und unterbreitet der DHK Empfehlungen.

Bei der Personenkommission handelt es sich um ein interdisziplinär besetztes Gremium. Vertreten sind Fachleute mit Expertise in den Bereichen Architektur/Gestaltung, Vergabe- und Vertragsrecht, Tourismus, Gastronomie sowie Bewirtschaftung von Flächen. Beim Auswahlverfahren durch die Personenkommission wird darauf Bedacht genommen, dass der Erholungsraum (mit umfangreichen Grünbereichen) erhalten bleibt und sich die kommerzielle Nutzung mit frei zugänglichen Erholungsflächen abwechselt. Ebenso wurde auf kulturelle Vielfältigkeit und Diversität im gastronomischen Angebot höchster Wert gelegt. Kriterien der Nachhaltigkeit, Innovation, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit wurden von den Bewerbern eingefordert.

Ergebnis der Interessentensuche

Mit der Neuvergabe wird den Empfehlungen des Rechnungshofes gefolgt, der eine transparente und öffentliche Interessentensuche eingefordert hat: Mit dem nun vorliegenden Ergebnis ist eine weitere, positive Entwicklung des Donaukanals prognostiziert. Mit der Entscheidung der DHK ist sichergestellt, dass der Donaukanal auch in Zukunft ein vielfältiges und hochwertiges gastronomisches sowie kulturelles Angebot in unterschiedlichen Preisklassen bieten wird. Es bleibt weiterhin genug Raum ohne Konsumzwang: Der Mix aus Freiflächen und Gastronomie macht das besondere Flair des Donaukanals aus – jetzt und in Zukunft. Denn jede Wienerin und jeder Wiener soll den persönlichen Wohlfühlbereich am Donaukanal finden können.

Zusammenfassung Vergabe

Fläche Tel Aviv Beach
L.I.B. GmbH (Geschäftsführer: Nuriel Molcho, Elior Molcho, Ilan Molcho)

Fläche Adria Wien
Vienna Waterfront GmbH (zu gründen) Gesellschafter: Mag. Clemens Hromatka, Johannes Kriegs-Au, DI Andreas Mladek (BOXIRCUS GmbH) sowie David Figar, Ergo Seiler (FIGAR & SEILER GmbH)

Fläche Feuerdorf
Feuerdorf GmbH (Geschäftsführer Hannes Strobl)

Fläche Badeschiff Vorkaifläche
Café Fraulein´s (Stephanie Edtstadtler)

Fläche Central Garden
Verein Central Garden

Fläche Hafenkneipe
Karin Guttmann

]]>
viadonau Presseinformation
news-1226 Mon, 01 Oct 2018 12:19:00 +0200 Herausforderung Pegelprognose https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/herausforderung-pegelprognose Wasserstandsprognosen helfen dabei, Transporte auf der Donau verlässlich in die Zukunft zu planen und die Wasserstraße sicher zu nutzen. Angesichts der schwierigen Wetterbedingungen der vergangenen Monate arbeitet viadonau intensiv an der weiteren Verbesserung der Prognosemodelle. Nach der Rekalibrierung sollen die verbesserten Prognosen bereits Ende des Jahres zur Verfügung stehen. Seit Februar dieses Jahres liegen die Niederschlagsmengen im Einzugsgebiet der Donau unter dem langjährigen Schnitt. Trotz gelegentlicher, lokaler Starkniederschläge ist es in den vergangenen Monaten von Tirol bis Wien als auch in Bayern viel zu trocken. Diese besonderen Bedingungen machten sich bereits im Juli beim Wasserstand der österreichischen Donau deutlich bemerkbar: Die Wasserstände sanken ungewöhnlich tief, und am 29. Juli wurde am Pegel Wildungsmauer erstmals das Regulierungsniederwasser (RNW) unterschritten. Umso wichtiger ist es für viadonau, Schifffahrtstreibenden jederzeit verlässliche Fahrwasserdaten zur Verfügung stellen zu können.

viadonau veröffentlicht für die Pegel Kienstock (Wachau) und Wildungsmauer (östlich Wien) mehrmals täglich aktualisierte Pegelprognosen. Die Daten können auf der DoRIS-Website oder der DoRIS mobile App abgerufen werden. Über die vergangenen Sommermonate wurden leider von den Prognosemodellen vergleichsweise pessimistische Vorhersagewerte angenommen. So wurde für September in der 2-Tagesprognose eine mittlere Abweichung von -45 Zentimeter festgestellt. Die Werte lagen also im Durchschnitt um 45 Zentimeter tiefer als die später tatsächlich gemessenen Wasserstände. Ein enormer Unterschied, der die Transportplanung der Schifffahrtstreibenden massiv beeinflusst.

Um für die Schifffahrt auf der Donau bestmögliche Sicherheit und Planbarkeit zu gewährleisten, hat viadonau damit begonnen, das Prognosesystem umfassend zu überarbeiten und seine Genauigkeit deutlich zu erhöhen.

]]>
viadonau Wasserstraße
news-1272 Sun, 30 Sep 2018 11:07:00 +0200 Hochwasserschutz Donau – Sanierung schreitet zügig voran https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/hochwasserschutz-donau-sanierung-schreitet-zuegig-voran Moderner Maschineneinsatz und ideales Bauwetter sorgen bei der Sanierung des Hochwasserschutzes an der Donau für zügige Fortschritte. So konnten über die Sommermonate sowohl im Bereich Schönau-Mannsdorf-Orth und Orth-Eckartsau-Witzelsdorf als auch bei Stopfenreuth bis zur Rußbachmündung sowie am linken und rechten Rußbachdamm wichtige Bauetappen bewältigt oder bereits in Angriff genommen werden. Der von viadonau im Auftrag der Donauhochwasserschutz-Konkurrenz (DHK) umzusetzende runderneuerte Hochwasserschutz Donau nimmt nun zunehmend Gestalt an. Mit der kraftvollen Unterstützung einer Dichtwandfräse entstehen im Bereich Schönau bis Witzelsdorf aktuell bis zu 200 Laufmeter Dichtwand pro Tag. Während auch die Dammkrone bereits wiederhergestellt wird, haben die Arbeiten beim Schönauer Schlitz inzwischen das Gemeindegebiet von Orth an der Donau erreicht.

Auch bei Stopfenreuth bis zur Rußbachmündung sind die Sanierungsarbeiten voll im Plan. Die Dichtwandarbeiten konnten im Juli planmäßig begonnen werden. Derzeit werden Dammkrone, Innerer Künettendamm, Kiessäule am äußeren Künettendamm sowie Drainage und Pumpwerk bei der Rußbachmündung wiederhergestellt. Während am linken Rußbachdamm die Erdbauarbeiten zur Errichtung von Dammkrone, Auflastschüttungen und Begleitweg laufen, schreitet die Herstellung der Dichtwand ebenfalls zügig voran – auch hier sorgt eine moderne Dichtwandfräse für einen raschen Baufortschritt.

Wie schon in den Abschnitten Schönau-Mannsdorf-Orth und Orth-Eckartsau-Witzelsdorf wird auch der Bauauftrag zur Sanierung des Schönauer Rückstaudamms von ARGE STRABAG-ZÜBLIN umgesetzt. Nachdem der Bau Mitte August eingeleitet wurde, laufen derzeit bauvorbereitende Arbeiten, wie Vermessungen und Absteckungen sowie das behutsame Freimachen des Baufeldes zum Schutz von Amphibien und Reptilien. Die maschinellen Arbeiten werden Mitte September beginnen.

Anfang 2019 soll auch die Überströmstrecke Stopfenreuth und des Witzelsdorfer Rückstaudamms in Angriff genommen werden. Die letzten behördlichen Abstimmungen mit dem Land NÖ und dem Nationalpark Donau-Auen zur Bewilligung für das von der Wiener Gewässer Management im Auftrag der Stadt Wien umzusetzende Bauvorhaben sind bereits erfolgt. Nachdem bauvorbereitende Maßnahmen wie Probeschürfe zur Bodenerkundung sowie die Baufeldfreimachung schon eingeleitet wurden, sollen auch die bauvorbereitenden Rodungen noch Ende 2018 beginnen.

]]>
Hochwasserschutz viadonau
news-1228 Fri, 28 Sep 2018 16:01:36 +0200 Erster Thaya-Mäander wieder mit dem Fluss verbunden – INTERREG Projekt Thaya2020 setzt ersten Meilenstein mit Vorbildcharakter für die Wiederanbindung von Mäandern https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/erster-thaya-maeander-wieder-mit-dem-fluss-verbunden-interreg-projekt-thaya2020-setzt-ersten-meilenstein-mit-vorbildcharakter-fuer-die-wiederanbindung-von-maeandern Im August 2018 startete im Rahmen des Förderprogramms INTERREG V-A Österreich – Tschechische Republik das Projekt Thaya2020 mit den Bauarbeiten für die Wiederanbindung von zwei Mäandern. Der jeweils längste Mäander auf österreichischer (Mäander 18) und tschechischer Seite (Mäander 9) sollen dabei den Lauf der Thaya um 900 Meter verlängern. Begonnen wurde mit den Bauarbeiten auf österreichischer Seite beim Mäander 18 im Gemeindegebiet von Bernhardsthal. Im Luftbild sind die Erdarbeiten im Einlaufbereich des Mäanders zu sehen. In diesem Bereich werden 8.500 Kubikmeter Material entfernt, damit die Thaya den Mäander wieder durchströmen kann. Auch eine Baustraße durch die Thaya wurde geschüttet, wodurch die Baufahrzeuge die Thaya einfach queren können. Sobald der Mäander geöffnet ist, soll dadurch auch die Thaya durch den Mäander geleitet werden.

Am 26. September war es schließlich so weit. Ein Langstielbagger entfernte die letzte Barriere zwischen der Thaya und dem ausgebaggerten Mäander, und das Wasser konnte erstmals seit Jahren wieder durch die Flussschlinge strömen. In den nächsten Wochen werden die Absperrbauwerke im Durchstichbereich der Thaya hergestellt, um zukünftig den Großteil des Wassers durch den Mäander zu leiten.

Bei der Anbindung wurde auch die Staatsgrenze zwischen Österreich und Tschechien, die in der Mitte der Thaya verläuft, berücksichtigt. Denn durch die ökologische Verbesserung des Lebensraums – der Anbindung des Mäanders – soll es zu keiner Veränderung der Staatsgrenze kommen. Dies wurde im Vorfeld intensiv mit den zuständigen Staatsgrenzkommissionen abgestimmt.

Die bauliche Umsetzung soll bis Februar 2019 abgeschlossen sein. Analog dazu wird im Gemeindegebiet von Rabensburg auf tschechischer Seite ein Mäander angebunden. Auch diese Maßnahme soll bis Februar 2019 umgesetzt werden und somit die Thaya ein Stück weit natürlicher machen. Verantwortlich für die Umsetzung des Projekts sind viadonau und die tschechische Wasserbauverwaltung Povodí Moravy s.p.

Mehr zum Projekt Thaya2020

]]>
viadonau Presseinformation
news-1220 Thu, 13 Sep 2018 17:26:01 +0200 Danube Awareness Day – Mehr Aufmerksamkeit für die Vielfalt der Donau https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/danube-awareness-day-mehr-aufmerksamkeit-fuer-die-vielfalt-der-donau Die Donau und ihre Nebenflüsse sind kostbare Naturräume und als Verkehrsträger und Transportnetz zugleich das Rückgrat des europäischen Wirtschaftsraums. Dass sich Umwelt und Wirtschaftsinteressen nicht ausschließen müssen, sondern – im Gegenteil – optimal ergänzen können, verdeutlichte im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs der von viadonau organisierte Danube Awareness Day am 13. September. Anhand praktischer Beispiele und Erfahrungswerte demonstrierten internationale Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im Vienna International Center, wie durch sinnvolle Verknüpfung nachhaltiger Naturschutzprojekte mit proaktivem Wasserstraßen-Management die ökologische wie ökonomische Zukunft des Donauraums gesichert werden kann. Um die Donau sowohl als lebenswerten Naturraum und zugleich als attraktiven Wirtschaftsraum langfristig zu erhalten, sind vielfältige Entwicklungsansätze notwendig. Seit 2007 unter der Schirmherrschaft der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD), Donau- und Save-Kommission und seit 2010 zusätzlich unter dem Dach der Europäischen Strategie für den Donauraum (EUSDR) arbeiten die Donauländer gemeinsam daran, die Donau und ihre Nebenflüsse integrativ, nachhaltig und vorausschauend weiterzuentwickeln. Im Fokus steht dabei die sinnvolle Verbindung von Umwelt-, Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen und wie die vielen verschiedenen Stakeholder dabei gezielt eingebunden werden können. Zum anlässlich der EU-Ratspräsidentschaft ins Leben gerufenen Danube Awareness Day – veranstaltet von den Partnern des EU-geförderten Projekts Danube STREAM und mit Unterstützung des Projekts DANUBEparksCONNECTED und der IKSD – wurden die in den vergangenen Jahren realisierten Good Practices in Sachen ökologisch nachhaltiges Wasserstraßen-Management aufgezeigt. Darüber hinaus standen auch drängende Themen für die weitere gemeinsame Zukunft an der Donau zur Diskussion. So widmeten sich Expertinnen und Experten wie Ivan Zavadsky (Executive Secretary der IKSD), Horst Schindler (Chef-Ingenieur Donau-Kommission), Jasna Muškatirović (Plovput, Serbische Wasserstraßenverwaltung), Željko Milković (Deputy Secretary Save-Kommission), Désirée Oen (DG MOVE), Florian Ballnus (Koordinator für die Priority Area 6 der Donauraumstrategie), Vera Hofbauer (Leiterin der Schifffahrtsaufsicht des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie) und Helmut Habersack (BOKU) Fragen, die das Fachpublikum sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft gemeinsamer Herausforderungen blicken ließ. Was sind die wichtigsten Meilensteine der vergangenen Jahre? Wie wird ein optimales Gleichgewicht zwischen Naturschutz einerseits und den Interessen der Schifffahrt andererseits erreicht? Wie können spezielle Erhaltungsmaßnahmen etwa durch modernes Sediment-Management zur nachhaltigeren Nutzung der Donau beitragen? Und welches Potenzial steckt noch in der Digitalisierung der Wasserstraße?

In den Vorträgen und der anschließenden Podiumsdiskussion zu bewältigten und noch zu bestehenden Herausforderungen zeigte sich klar: Die bereits errungenen Erfolge – zum Beispiel im Rahmen des internationalen Projekts FAIRway Danube sowie die europaweite Implementierung der River Information Services – sorgen für Optimismus für die weitere Entwicklung an der Donau. Gleichzeitig herrscht Konsens darüber, dass es noch viel zu tun gibt – die nächsten gemeinsamen Schritte seien entscheidend. Während Desiree Oen und Florian Ballnus die notwendige grenzübergreifende Kooperation betonten und die große Bedeutung des noch engeren Zusammenrückens der Partnerländer für die nachhaltige Entwicklung der Wasserstraße hervorhoben, gab Zeljko Milković die unterschiedlichen finanziellen Bedingungen in den Ländern Osteuropas zu bedenken. So meinte der schifffahrtserfahrene Experte aus der Save-Kommission, dass daher hinsichtlich integrativer Entwicklungsansätze klare Prioritäten und der Fokus auf das Notwendigste gesetzt werden müssten. Gleichwohl seien in den vergangenen Jahren gemeinsam und auch jenseits von EU-Grenzen gute Erfolge erzielt worden, wie Jasna Muškatirović am Beispiel Serbiens aufzeigte. Bereits nationale Aktionspläne mit klar formulierten Zielen für die unterschiedlichsten Interessen an der Donau können dazu beitragen gemeinsam und koordiniert die Entwicklung entlang der gesamten Donau voranzutreiben. Vera Hofbauer verwies in diesem Zusammenhang auf das Aktionsprogramm Donau des bmvit als wichtige Grundlage für eine maßgeschneiderte integrative Entwicklungsstrategie an der österreichischen Donau. Dass es bei der nachhaltigen Entwicklung des Natur- und Wirtschaftsraums Donau besonders wichtig ist, ein Gleichgewicht an sinnvollen Maßnahmen sowohl für die Umwelt als auch für die Schifffahrt zu schaffen, stellten vor allem Ivan Zavadsky und Helmut Habersack heraus. Für den Hydrologen und Wasserwirtschaftsexperten Habersack hängt die Zukunft der Donau als Verkehrsträger und Lebensraum von einer möglichst umfassenden Informationslage ab. Es müsse entlang der gesamten Donau intensive Forschung mit gemeinsam vereinbarten Zielen betrieben werden. Vor allem auf dem Gebiet des Sediment-Managements bestehe dafür großes Potenzial. Auf dieser Informationsbasis könne man schließlich vielfältige optimal ineinandergreifende Maßnahmen setzen, um sowohl für Natur als auch Wirtschaft bestmögliche Bedingungen zu bieten. Treffsicheres Sediment-Management sei das Rückgrat modernen Wasserstraßen-Managements, so der Experte.

Das Ziel der versammelten Expertinnen und Experten ist klar: die ökonomische Entwicklung des Donauraums mit größtmöglichem ökologischen Verantwortungsbewusstsein. Besonders wichtig dabei: länderübergreifende Kooperation und frühzeitige Einbindung aller Stakeholder – aktuell engagiert sich viadonau gemeinsam mit sieben Partnerländern im EU-geförderten Projekt Danube STREAM für die Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit zwischen den Wasserstraßenverwaltungen entlang der Donau und unterstützt die weitere Harmonisierung des Wasserstraßen-Managements.

Mehr zu Danube STREAM finden Sie hier.

]]>
viadonau Presseinformation
news-1163 Mon, 10 Sep 2018 17:53:49 +0200 Neue Schiffsanlegestelle für Hainburg https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/neue-schiffsanlegestelle-fuer-hainburg Seit April 2018 wurde an der Verlegung der Donaustation Hainburg gearbeitet. Nun ist die Anlegestelle fertig und liegt jetzt rund 400 Meter stromaufwärts unmittelbar vor der Kulturfabrik in Hainburg. Durch die Verlegung der Schiffsanlegestelle kann die Fahrrinne besser genutzt und Erhaltungsbaggerungen reduziert werden. Das bedeutet mehr Verkehssicherheit für die Schifffahrt und bessere Bedingungen für die Natur. Bei Anlegestellen für Schiffe ist es gerade im Bereich von Ballungszentren und Ortschaften besonders wichtig, dass die Beeinträchtigung für den Verkehr in der Fahrrinne möglichst gering gehalten wird. Durch die neue Position der Donaustation Hainburg kann die Fahrrinne zusätzlich in Richtung der tieferen Bereiche am rechten Donauufer verlegt werden – das heißt: bessere Fahrbedingungen für die Schifffahrt, geringere Instandhaltungsaufwände durch reduzierte Baggerungen und damit auch ökologische Verbesserungen im Bereich des Nationalparks.

Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit zwischen viadonau, dem Amt der NÖ Landesregierung Abteilung Wirtschaft, Tourismus und Technologie, der Stadtgemeinde Hainburg, der Donau Schiffsstationen GmbH und der Schifffahrtsaufsicht Hainburg entwickelt und umgesetzt und ist Teil des FGP-Maßnahmenkatalogs für die Donau östlich von Wien.

Mehr Infos zum Projekt sind hier zu finden.

]]>
viadonau FGP
news-1158 Fri, 07 Sep 2018 16:58:04 +0200 Erstmalige Mäanderanbindung am Grenzfluss Thaya – INTERREG Projekt Thaya2020 gibt der Thaya zwei Mäander zurück https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/erstmalige-maeanderanbindung-am-grenzfluss-thaya-interreg-projekt-thaya2020-gibt-der-thaya-zwei-maeander-zurueck Die Grenzstrecke der Thaya von Bernhardsthal bis zur Mündung in die March wird verlängert. Ab August 2018 werden im Rahmen des Förderprogramms INTERREG V-A Österreich - Tschechische Republik durch das Projekt Thaya2020 zwei Mäander wieder angebunden. Der jeweils längste Mäander auf österreichischer (Altarm 18) und tschechischer Seite (Altarm 9) verlängert dabei den Lauf der Thaya um 900 Meter. Verantwortlich für die Umsetzung des Projekts sind viadonau und die tschechische Wasserbauverwaltung Povodí Moravy s.p. Die Thaya verfügt mit der March über eine der größten zusammenhängenden und ökologisch wertvollsten Auenlandschaften Mitteleuropas. Mit den Durchstichen in den 1970er- und 80er-Jahren wurde die Lauflänge der Thaya um knapp 3,2 Kilometer verkürzt. Parallel dazu erfolgte die Errichtung des Thaya-Hochwasserschutzes auf beiden Ufern entlang der Grenzstrecke. Durch diese Maßnahmen sollte zum einen die Staatsgrenze zwischen Österreich und der Tschechischen Republik (damals Tschechoslowakei) gesichert und zum anderen der Hochwasserschutz sichergestellt werden.

Im Rahmen eines gemeinsamen von der EU geförderten INTERREG Projekts wollen die beiden Wasserbauverwaltungen viadonau und Povodí Moravy der Thaya wieder mehr Raum geben.

Besondere Herausforderung bei den Planungen der Maßnahmen war die Staatsgrenze zu Tschechien. Diese verläuft in der Flussmitte der Thaya und würde bei einer Veränderung der Thaya auch eine Veränderung des Grenzverlaufs bedeuten. Damit die Staatsgrenze unverändert bleibt, der Fluss aber dennoch zwei Mäander wieder bekommt, war ein innovativer Planungsprozess erforderlich.

Nach der gemeinsamen Planung erfolgt auch die bauliche Umsetzung gemeinsam mit den tschechischen Partnern. Beide Mäander werden auf den jeweiligen Staatsgebieten nach gleichen Prinzipien angebunden. Ab August 2018 werden im Grenzgebiet diese Renaturierungsarbeiten von einer Baufirma umgesetzt.

„Dank der intensiven Kooperation mit NGOs, universitären Bildungseinrichtungen und Fischereiverbänden konnten wir viel Erfahrung für die Umsetzung auch komplexer Renaturierungsmaßnahmen sammeln. Nach den erfolgreichen Maßnahmen an Donau und March setzen wir nun gemeinsam mit unseren tschechischen Kollegen auch an der Thaya Meilensteine durch die Integration der Presseinformation Wien, 27. August 2018 2/2 beiden längsten Mäander der Thaya.“ zeigt sich Hans-Peter Hasenbichler, Geschäftsführer viadonau erfreut.

Durch die Integration erhält die Thaya nahezu ein Drittel ihrer ehemalige Lauflänge und somit ihrer typischen Charakteristik als Tieflandfluss zurück. Die Bauarbeiten wurden am 1. August 2018 aufgenommen und werden voraussichtlich im Februar 2019 abgeschlossen sein.

Weitere Bestandteile des Thaya2020 Projekts sind

  • die Verbesserung der Gewässerökologie im Bereich der beiden Thaya Nationalparks
  • die Abstimmung des grenzüberschreitenden Gewässermanagements.

Das Thaya2020 Projekt wird von Povodí Moravy s.p. umgesetzt. Auf österreichischer Seite sind via donau - Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH, das Umweltbundesamt Wien und der Nationalpark Thayatal Partner. Auf tschechischer Seite ist die Wasserwirtschaftliche Forschungsanstalt Výzkumný ústav vodohospodářský T. G. Masaryka Projektpartner. Als strategische Partner sind auch das Land Niederösterreich sowie der tschechische Nationalpark Národní park Podyjí eingebunden.

Das Thaya2020 Projekt soll bis zum Jahr 2020 umgesetzt werden. Die Projektgesamtkosten belaufen sich auf rund 1,8 Mio. EUR, wobei davon 85 Prozent EU Ko-Finanzierung enthalten sind.

]]>
viadonau Presseinformation
news-1152 Mon, 03 Sep 2018 15:47:20 +0200 Für Schifffahrt und Ökologie: Verbesserung von kritischen Seichtstellen https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/fuer-schifffahrt-und-oekologie-verbesserung-von-kritischen-seichtstellen Um auch bei Niederwasser, wie es in den vergangenen Wochen an der Donau vorherrschte, die Schiffbarkeit sicherzustellen, haben die Experten für Wasserstraßen-Management bei viadonau Maßnahmen zur wasserbaulichen Optimierung kritischer Seichtstellen erarbeitet, die nun Schritt für Schritt umgesetzt werden. Zusätzlich reduzieren die Maßnahmen nachhaltig erforderliche Erhaltungsbaggerungen. Nautisch kritische Bereiche werden von viadonau laufend verbessert. Im letzten Frühjahr wurde bereits – wie berichtet – im Furtbereich Rote Werd, bei Strom-km 1896 eine neue Insel geschüttet. Der Fließquerschnitt in dieser für die Schifffahrt kritischen Seichtstelle wurde damit eingeengt und so lokalen Anlandungen in der Fahrrinne entgegengewirkt.

Nun richtet sich der Fokus auf die nächste kritische Seichtstelle: Im August und September erfolgt die Buhnenoptimierung in der Furt Treuschütt (etwa Strom-km 1888,4 bis 1887,6), um auch in diesem Abschnitt die erforderlichen Schifffahrtsparameter gewährleisten zu können. Nach dem Prinzip des geringstmöglichen Eingriffes werden keine neuen Wasserbauwerke im Fluss errichtet, sondern bereits vorhandene optimiert. Die Finanzierung dieser Projekte erfolgt über den FGP Maßnahmenkatalog.

Eine Verbesserung soll dabei nicht nur in Hinsicht auf die Wasserstraßeninfrastruktur erzielt werden, sondern verfolgt auch ökologische Ziele: So wird durch die Herstellung eines Hinterrinners und lokale Inselschüttungen die ökologische Situation verbessert. Durch die Absenkung von Buhnenwurzeln werden geschützte Bereiche geschaffen, die auch bei extremen Niederwasserverhältnissen durchströmt sind und somit unter anderem wertvolle Fischlaichplätze bieten.

Die wasserbaulichen Anpassungen wurden im Sinne eines integrativen Planungsansatzes erarbeitet und erfolgen in enger Kooperation mit der Obersten Schifffahrtsbehörde und dem Nationalpark Donau-Auen.

]]>
viadonau Wasserstraße FGP
news-1150 Fri, 17 Aug 2018 15:51:11 +0200 Zweiter Fortschrittsbericht zum Aktionsprogramm Donau verfügbar https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/zweiter-fortschrittsbericht-zum-aktionsprogramm-donau-verfuegbar Das Aktionsprogramm Donau des bmvit bis 2022 wurde im Juni 2015 veröffentlicht und bildet den strategischen Rahmen für Vorhaben in Zusammenhang mit der Donau. Es beruht auf einem integrativen Ansatz, der die drei Themenbereiche Schifffahrt, Ökologie und Hochwasserschutz gleichermaßen anspricht und in 23 Maßnahmen bestmöglich aufeinander abstimmt. Die Umsetzung der 23 Maßnahmen erfolgt durch unterschiedliche Projekte oder Initiativen im Kompetenzbereich des bmvit und in Kooperation mit relevanten Akteuren im Donauraum. Für die Umsetzung des Aktionsprogramms ist viadonau im Auftrag des bmvit zuständig. Der nun vorliegende zweite Fortschrittsbericht widmet sich dem Berichtszeitraum des Jahres 2017 und beschreibt den aktuellen Umsetzungsstand der 23 Maßnahmen des Aktionsprogramms anhand verschiedener Indikatoren sowie die durchgeführten Umsetzungsaktivitäten.

Seit der Veröffentlichung des Aktionsprogramms im Jahr 2015 lagen die Schwerpunkte auf folgenden Themen:

  • Zuverlässige und naturverträgliche Infrastruktur
    Durch zielgerichtete wasserbauliche Maßnahmen beseitigt viadonau schrittweise die nautischen Engpässe entlang der Donau und reduziert gleichzeitig den jährlichen Erhaltungsaufwand der Wasserstraßeninfrastruktur. Die Planung dieser Vorhaben erfolgt stets integrativ, damit Umwelt und Schifffahrt gleichermaßen von den Lösungen profitieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der verstärkten Kooperation im Bereich Wasserstraßeninstandhaltung zwischen den Wasserstraßenverwaltungen des Donaukorridors im Rahmen der EU Donauraumstrategie.
  • Effizientes Verkehrssicherheitsmanagement
    Verschiedenste Modernisierungsmaßnahmen in unterschiedlichen Unternehmensbereichen machen die Schifffahrt laufend sicherer, effizienter und die Transportabwicklung nutzerfreundlicher. Insbesondere die stetige Erweiterung der von viadonau betriebenen Binnenschifffahrts-Informationsdienste (DoRIS) dient der Unterstützung der Schifffahrtstreibenden, des Logistiksektors und der Behörden. Die Weiterentwicklung digitaler Serviceangebote und die Digitalisierung des Verkehrsmanagements werden auch künftig bei viadonau im Vordergrund stehen.
  • Optimiertes Hochwasserschutzmanagement
    Seit Inkrafttreten des Aktionsprogramms wurden mehrere unternehmensinterne Prozesse und Vorschriften sowohl für den Betrieb der Hochwasserschutzanlagen im Trockenwetterfall als auch für die Abwicklung des Hochwasserdienstes aktualisiert. Besonderes Augenmerk liegt auch weiterhin auf den Schnittstellen mit anderen im Hochwasserdienst beteiligten Einsatzkräften und Behörden sowie auf der Digitalisierung des Einsatzmanagements.

Der vollständige Fortschrittsbericht ist ab sofort hier verfügbar.

]]>
viadonau
news-1148 Mon, 13 Aug 2018 10:21:26 +0200 Optimales Management für die Natur – viadonau präsentiert Umwelterklärung 2018 https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/optimales-management-fuer-die-natur-viadonau-praesentiert-umwelterklaerung-2018 An der Donau sind Leben, Wirtschaft und Sicherheit auf vielfältige Weise miteinander verbunden. Die Interessen am Fluss sind zahlreich – umso wichtiger ist es für viadonau, sowohl bei den täglichen Arbeitsabläufen als auch bei der Umsetzung der vielen Projekte am und für den Strom sicher und umweltorientiert zu handeln. Wie viadonau mit Projekten zur Renaturierung den komplexen Lebensraum Donau treffsicher entwickelt und auch stets bemüht ist seinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, zeigt die neue Umwelterklärung 2018 – das jüngste Kompendium zu maßgeschneiderten ökologischen Lösungen und verantwortungsbewusster Naturraumentwicklung Marke viadonau. Auwälder, Feuchtgebiete, Wildufer und Wiesen – die Flusslandschaft von Donau, March und Thaya hat viel zu bieten, das kostbar und schützenswert ist. Damit sich Fledermaus, Sumpfschildkröte und Co. in naturbelassenen Lebensräumen optimal entfalten können, setzt viadonau seit 2017 neben dem bereits mehrjährig bestehenden Umweltmanagementsystem auf ein modernes Naturraummanagementsystem. Die Umweltleistungen des Unternehmens werden darin dokumentiert und nach einem einfachen Prinzip bewertet. Die so entstehenden Kennzahlen helfen dabei, weitere Maßnahmen treffsicher und ökologisch zu gestalten. Das Naturraummanagementsystem von viadonau umfasst Renaturierungsprojekte, wie die Schaffung von Schotterinseln und Nebenarmen, das Geschiebemanagement oder auch die Wiesenpflege und Erhaltung von Auwäldern.  

Gleichzeitig legt viadonau großen Wert auf hohe Arbeitssicherheitsstandards und das betriebliche Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In sämtlichen Arbeitsbereichen gilt daher: Sicherheit geht vor. Von der täglichen Erhaltungsarbeit in den Uferbereichen über den Betrieb der Schleusen bis zum Bojenlegen zur Kennzeichnung der Wasserstraße – mit modernster Ausrüstung, fachspezifischen Schulungen und nach aktuellen Arbeitssicherheitsstandards (ISO 45001:2018) werden die Expertinnen und Experten optimal auf ihr berufliches Umfeld eingestellt und so stets der Blick für „das große Ganze“ gewahrt – Umwelt, Verantwortung und Sicherheit an der Donau.  

Erfahren Sie in der umfassenden Umwelterklärung 2018 noch viel mehr über aktuelle Maßnahmen und Projekte des Unternehmens zur verantwortungsbewussten Weiterentwicklung der Donau als Wasserstraße, Natur- und Lebensraum – zum Beispiel, wie viadonau die Artenvielfalt in den Flusslandschaften fördert oder wie viele Meter Naturufer und Kiesstrukturen 2017 geschaffen wurden.  

Die viadonau-Umwelterklärung steht ab sofort hier zum Download bereit.

]]>
viadonau Umwelt
news-1141 Tue, 07 Aug 2018 13:25:04 +0200 LIFE+ Auenwildnis Wachau verbessert das Ökosystem Donau https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/life-auenwildnis-wachau-verbessert-das-oekosystem-donau Am 6. August lud viadonau Bundesminister Norbert Hofer und LH-Stellvertreter NÖ Stephan Pernkopf zu einem Lokalaugenschein in das Projektgebiet von LIFE+ Auenwildnis Wachau. Auf dem Programm: der Besuch des neu angebundenen Nebenarms bei Rührsdorf-Rossatz. Auf einer Länge von rund 40 Kilometern, zwischen den Städten Krems und Melk gelegen, bildet die Wachau als Teil des europaweiten Schutzgebietsnetzes NATURA 2000 einen neuralgischen Punkt der Naturwelt an der Donau. Hier nimmt der Fluss seinen ganz eigenen Weg durch die Granit- und Gneislandschaft der Böhmischen Masse und belebt mit seinem Wasser eine einzigartige Kultur- und Naturlandschaft. Seit vielen Jahren setzt viadonau in den LIFE-Projekten der Europäischen Union gezielt darauf, das Naturjuwel der Wachauer Donaulandschaft langfristig zu schützen und nachhaltig weiterzuentwickeln – wie seit 2015 mit LIFE+ Auenwildnis Wachau – ein Projekt mit unschätzbarem Mehrwert für Mensch (Naherholungsgebiet), Natur (Lebensraum für Fauna und Flora) und Sicherheit (Retentionsraum im Hochwasserfall) am frei fließenden Strom.

Seit 2000 ist die Wachau auf der Liste des UNESCO Weltkultur -und Naturerbes. Der Schutz dieser wunderschönen Region an einer der beiden letzten freien Fließstrecken der österreichischen Donau dient nicht nur Umweltinteressen, sondern ist auch für die Freizeit- und Tourismuswirtschaft von immenser Bedeutung. Mit ihrer außergewöhnlichen Lebensraumvielfalt von trockener Terrassenlandschaft bis zur dynamischen Flusslandschaft weist sie ein besonders großes und bedeutendendes Umwelt- und Naturschutzpotenzial auf.

Auenlandschaft – ein buntes Mosaik
Flusslandschaften, wie die Wachau, leben vom Wechsel und der Vielfalt der spezifischen Lebensräume. Damit dieses einzigartige Mosaik des Lebens an der Donau auch weiterhin möglich ist, braucht es konsequente zukunftsorientierte ökologische Entwicklungsmaßnahmen. LIFE+ Auenwildnis Wachau trat 2015 die Nachfolge erfolgreicher Vorgängerprojekte wie LIFE+ Flusslebensraum Mostviertel - Wachau an, das von der Europäischen Kommission als ein Best LIFE Nature Projekt 2015 ausgezeichnet wurde. Im Blickfeld stehen die Schaffung des „günstigen Erhaltungszustandes“ im Natura 2000 Gebiet und die Wiederherstellung des „guten ökologischen Zustands“ in der freien Fließstrecke. Dabei geht es vor allem um die Revitalisierung von Altarmresten und die Gewinnung von Auwaldflächen aber auch die Bekämpfung von Neophyten. Mit dem Schopperstatt-Arm und dem Seitenarm Rührsdorf/Rossatz als ganzjährig durchströmte Nebenarme werden zugleich Buchten und kleinräumige Uferstrukturen erhalten und neu geschaffen. Uferflächen werden so gestaltet, dass sich standorttypische Weidenauen einstellen.

Eine donautypisch wilde Flusslandschaft bedeutet dabei, heimische Pflanzenarten wie die Schwarzpappel gezielt zu schützen und dafür gebietsfremde Arten wie Eschenahorn und Robinie zum Beispiel auf der Schönbühler Insel konsequent ins Visier zu nehmen. Stattdessen werden standortgerechte Hölzer gesetzt und Naturschutzgebiete im Gesamtausmaß von 50 Hektar in der Pritzenau und auf der Schönbühler Insel geschaffen.

Jüngste Meilensteine
Sämtliche Amphibienarten Österreichs stehen auf der Roten Liste gefährdeter oder bedrohter Arten. Nach einer dreijährigen Erhebungsphase wurde Ende April das neue Amphibienschutzkonzept Wachau fertiggestellt. Aufgrund ihrer herausragenden Bedeutung für einen stabilen Amphibienbestand, steht dabei einmal mehr die Schaffung neuer Amphibiengewässer im Fokus. Neu angelegte Tümpel sind Fortpflanzungsgewässer für Teichmolche, Unken und Springfrösche.

Um Dynamik und Veränderungen des Ökosystems an der Wachauer Donau zu dokumentieren, wird die Entwicklung der Artenvielfalt genau untersucht – so auch im Auwald Pritzenau und auf der Schönbühler Insel. Neben 18 zum Teil stark gefährdeten Fledermausarten konnten zudem totholzbewohnende Käfer und die anspruchsvollen Höhlenbrüter Halsbandschnäpper, Mittel-, Schwarz- und Grauspecht nachgewiesen werden.

Gemeinsam mit dem Arbeitskreis für Regionalentwicklung Wachau und der Gemeinde Rossatz-Arnsdorf sorgt viadonau mit LIFE+ Auenwildnis Wachau bis 2020 dafür, dass eine der schönsten Flusslandschaften Europas als Naturraum, Freizeitparadies und Tourismusmagnet für kommende Generationen erhalten bleibt.

„Integrative Entwicklungsprojekte wie LIFE+ Auenwildnis Wachau verfügen über einen wertvollen Mehrfachnutzen. Sie gestalten sichere Lebensräume für die Pflanzen- und Tierwelt, die auch für Menschen einen kostbaren Naherholungsraum bilden. Gleichzeitig werden wichtige Retentionsräume für den Hochwasserfall geschaffen. So kreieren wir sichere Zukunftsperspektiven für die Natur ebenso wie für Mensch und Wirtschaft im einzigartigen Umfeld der Donau“, streicht Bundesminister Hofer den unschätzbaren Mehrwert des LIFE+-Projekts heraus.

„Gerade bei Renaturierungsprojekten ist Kontinuität besonders wichtig. Nur wenn wir in dieser vielfältigen Naturregion weiterhin nah am Fluss und seiner Natur entwickeln, können wir ihre Schönheit und ihren großen Wert für Mensch und Natur langfristig erhalten. Diesen Ansatz verfolgen wir im gesamten österreichischen Donauraum. So setzen wir neben LIFE+ Auenwildnis Wachau zum Beispiel auch an der Unteren March auf nachhaltige Renaturierung über die Ländergrenzen hinweg“, ist Niederösterreichs LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf überzeugt.

Mehr zum Projekt LIFE+ Auenwildnis Wachau

]]>
viadonau Presseinformation
news-1138 Tue, 31 Jul 2018 14:10:00 +0200 Schifffahrt im Zeichen der Digitalisierung – viadonau präsentiert Jahresbericht 2017 https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/schifffahrt-im-zeichen-der-digitalisierung-viadonau-praesentiert-jahresbericht-2017 Auch der jüngste Jahresbericht zur Donauschifffahrt in Österreich für das Jahr 2017 zeigt klar: Die Wasserstraße Donau liegt weiter im Trend. So konnten bei Transportaufkommen (+6%) und wasserseitigem Umschlag (+6,5%) an den österreichischen Donauhäfen und –länden im Jahr 2017 solide Zuwächse verzeichnet werden. Die Zahl der geschleusten Schiffseinheiten (+2%) stieg ebenso weiter an wie die Passagierzahlen der Personenschifffahrt (+2,8%). Eine wichtige Basis für die positive Entwicklung: eine gut verfügbare Wasserstraße sowie maßgeschneiderte und moderne Services für eine sichere Navigation entlang der Donau. Wie entwickelte sich der Güterverkehr auf der Donau im Detail? Welche Fahrwassertiefen herrschten 2017 vor? Und wie stand es mit der Verfügbarkeit der Donauschleusen in Österreich? Diese und viele weitere Fragen zur Wasserstraße beantwortet der neue Jahresbericht Donauschifffahrt in gewohnt hoher Qualität. Die wichtigsten Trends in der Binnenschifffahrt werden anschaulich und übersichtlich präsentiert. Zugleich bietet das Kompendium neueste Informationen und Einblicke in aktuelle Projekte und Vorhaben zur weiteren digital gestützten Modernisierung der Wasserstraße – von der Weiterentwicklung des Waterway Asset Management Systems (WAMS) über internationale Kooperationen für europaweite top-moderne River Information Services (RIS) bis hin zu Maßnahmen für länderübergreifend harmonisierte Instandhaltungs- und Informationsstandards im Projekt FAIRway Danube.

Der neue Jahresbericht Donauschifffahrt in Österreich 2017 sorgt für klare Sicht auf der Wasserstraße. Jetzt hier einfach downloaden.

]]>
viadonau Wasserstraße
news-1135 Fri, 13 Jul 2018 11:39:23 +0200 Auch Flussregenpfeifer sind reif für die Insel https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/auch-flussregenpfeifer-sind-reif-fuer-die-insel Wie berichtet, wurde im März 2018 in der Furt „Rote Werd“ eine Insel mit Donaukies geschüttet. In diesem Bereich mussten zuvor regelmäßig Erhaltungsbaggerungen durchgeführt werden, um die für die Donauschifffahrt notwendigen Fahrwasserbedingungen zu erhalten. In den vergangenen vier Monaten hat die unbefestigte Struktur den Furtbereich freigehalten. Form und Lage haben sich bewährt. Erhaltungstätigkeiten sind vorerst nicht erforderlich. In jüngster Zeit kann man auf der Insel auch schon vereinzelt Flussregenpfeifer beobachten. viadonau-Experte Josef Semrad geht von derzeit etwa zwei Brutpaaren aus, die es sich auf dem neu gewonnenen Lebensraum gemütlich gemacht haben: „Für den Menschen mag die unbewachsene Kiesstruktur karg wirken. Für Vögel, die ihre Eier direkt auf Kiesflächen ablegen, ist die Fläche aber als Brutgebiet gut geeignet, weil sie von Land aus nicht erreicht werden kann und somit Störungen unterbleiben“, so Semrad.

Wie im Furtbereich „Rote Werd“ eine neue Donauinsel entstand

]]>
Wasserstraße FGP
news-1130 Fri, 06 Jul 2018 09:25:44 +0200 Schwerpunktinitiative Baustoffe mit dem Binnenschiff – Großes Interesse für rollende Güter aus dem Bausektor https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/schwerpunktinitiative-baustoffe-mit-dem-binnenschiff-grosses-interesse-fuer-rollende-gueter-aus-dem-bausektor Alle guten Dinge sind drei – der 3. Schwerpunktworkshop am 4. Juni begeisterte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Bau- und Donaulogistiksektor. Diesmal fand die Veranstaltung in Linz statt. Im Fokus: der rollende Transport von Gütern aus dem Bausektor, wie Kräne und Baumaschinen, mit dem Donauschiff. Ein Ergebnis des Austauschs der rund 40 Expertinnen und Experten: viadonau aktualisiert die Liste von High & Heavy Umschlagsmöglichkeiten in den Donauhäfen und stellt diese in Kürze auf der Website bereit. Güter aus dem Bausektor, zum Beispiel Kräne, kann man selbstrollend oder auf Trailern vorteilhaft auf ein Donauschiff verladen. Das sollte der letzte themenspezifische Workshop aus der Arbeitsinitiative „Baustoffe mit dem Binnenschiff“ verdeutlichen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmern nutzten die Veranstaltung als neutrale Plattform für den Informationsaustausch und Knüpfen neuer Kontakte.

Das Programm bot viele Facetten rollender Transporte mit dem Binnenschiff: Eine Exkursion in den Schwerlasthafen der Firma Felbermayr gab einen praktischen Einblick in den Umschlag von rollenden und nicht-rollenden Gütern aus dem Bau- und Energiesektor. Die Führung durch den Schwerlasthafen und das Betriebsgelände mit den mietbaren Vormontagehallen demonstrierten eindrucksvoll die Vorteile einer Fertigmontage direkt an der Wasserstraße. Zahlreiche Unternehmen nutzen diese Möglichkeit bereits und profitieren von dem Wegfall des Vorlaufs bei einem Transport mit dem Binnenschiff.

Anschließend ließ der Expertenworkshop alle Beteiligten eines Kran-Transportes zu Wort kommen: Peter Stöttinger (Felbermayr) und Gerhard Wagner (BOLK) gaben Einblicke in die Sicht eines Spediteurs aus dem Schwer- und Schwerstgutbereich, während Dietmar Kohlhuber (Kalmar Austria) und Jörg Kopeinig (Künz AG) ihre Produkte und die daraus resultierenden logistischen Anforderungen skizzierten. Alexander Rubchev (Rubi Trans) komplettierte das Bild aus der Perspektive eines Schifffahrtsunternehmens und stellte den regelmäßigen Dienst für rollende Ladung von Donaustar zwischen Passau (DE) und Vidin (BG) vor.

Die Transportmöglichkeit mit dem Binnenschiff als Ergänzung zum Straßentransport wird von den beiden Kranherstellen grundsätzlich begrüßt. Damit man diese Alternative umfassend und langfristig in Betracht ziehen kann, fehle es jedoch oftmals an geeigneten Informationen zu Umschlagsmöglichkeiten und Kontakten zu geeigneten Logistikdienstleistern in diesem Bereich. Mit dem passenden Angebot können diese Produkte ihren Weg über die Donau finden. viadonau hat diese Forderung aufgegriffen und arbeitet derzeit an einer aktuellen Auflistung aller High & Heavy-Häfen und Rampen für Schwertransporte entlang der Donau.

Der Abschlussworkshop zum Baustoffe-Schwerpunkt wird im Herbst 2018 stattfinden und die gesamte Arbeitsinitiative zusammenfassend beleuchten. Dabei wird auf die einzelnen Spezialgebiete mit Beispielen zurückgeblickt – eine gemeinsame Diskussion soll neue Perspektiven eröffnen.

Mehr Infos zur Baustoffinitiative

]]>
viadonau Donaulogistik
news-1123 Wed, 27 Jun 2018 14:54:04 +0200 Naturschutz und Schifffahrt auf der Donau müssen sich nicht ausschließen https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/naturschutz-und-schifffahrt-auf-der-donau-muessen-sich-nicht-ausschliessen Im Rahmen des EU-geförderten Projektes Danube STREAM soll die länderübergreifende Kooperation zwischen den Wasserstraßenverwaltungen entlang der Donau verbessert und das Wasserstraßenmanagement weiter harmonisiert werden. Neben der Steigerung der Qualität der Wasserstraßeninfrastruktur und der Informationsdienste entlang der ganzen Donau soll dabei gleichzeitig auch die ökologische Nachhaltigkeit gewährleistet werden. Um nicht nur die länderübergreifende Kooperation zu stärken, sondern auch die Synergien zwischen verschiedenen Projekten besser zu nutzen, wurde von Danube STREAM in Kooperation mit DANUBEparksCONNECTED und DanubeSediment eine sektorübergreifende Konferenz zum Thema Naturschutz und Schifffahrt entlang der Donau organisiert. Die Konferenz fand von 29. bis 30. Mai 2018 in Kladovo an der Donau in Serbien statt. Dabei wurde der aktuelle Stand der jeweiligen Projekte präsentiert, Erfahrungen ausgetauscht und weitere Synergie- und Kooperationsmöglichkeiten diskutiert.

Danube STREAM ist ein EU-finanziertes Projekt des Interreg Danube Transnational Programme.

]]>
Wirtschaft Umwelt
news-1118 Thu, 21 Jun 2018 16:50:39 +0200 Für eine saubere Donau – Mehr als 1000 Kids machen am Danube Day den Wiener Stadtpark zum Donau-Hotspot https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/fuer-eine-saubere-donau-mehr-als-1000-kids-machen-am-danube-day-den-wiener-stadtpark-zum-donau-hotspot Die Donau kann auch abseits ihrer Ufer Thema sein, wie zum Beispiel am alljährlichen Danube Day, der am 20. Juni zum zweiten Mal nach 2017 seine Zelte im Wiener Stadtpark aufschlug. Mehr als 1000 Kinder stürmten die Johann-Strauß-Wiese, um mehr zu erfahren über Natur, Hochwasserschutz, Schifffahrt, Wasser und natürlich die Donau selbst. Das heurige Motto: Get active for a healthier Danube! An 16 interaktiven Stationen gab es wieder Rätsel zu lösen, Verblüffendes zu entdecken und allerlei zum Selber-Ausprobieren. Wie werden Schifffahrtsknoten richtig gebunden? Was kreucht und fleucht eigentlich so alles im Donaukies? Oder wie lange dauert es, bis sich der Plastikmüll im Wasser zersetzt? Mit ihrem Danube-Day-Rätselpass gingen die jungen Donau-Detektive eifrig auf „Spurensuche“, um sämtliche Aufgaben zu lösen und Fragen zu beantworten. Kids, deren Schulklassen vorangemeldet waren, konnten mit ihren vervollständigten Rätselpässen bei einer Gewinnverlosung sogar coole Goody-Bags und schöne Hauptpreise gewinnen. Besonderes Highlight: Moderator und diesjähriger Danube-Day-Pate Robert Steiner kam mit Ratte Rolf Rüdiger und der WOW-Show zu Besuch und sorgte auch abseits der spannenden Stationen für Heiterkeit.

Das diesjährige Motto „Get active for a healthier Danube“ soll stärkeres Bewusstsein für den Erhalt einer sauberen Donau schaffen. Die Besucherinnen und Besucher erhielten an den Ständen wichtige Infos und lehrreiche Hinweise, wie jede und jeder Einzelne etwas dazu beitragen kann.

Der Danube Day wurde 2004 ins Leben gerufen und wird in allen Donauländern gefeiert. Er leistet einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung und zum Schutz des Lebensraums Donau. In Österreich organisieren das Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, die Stadt Wien und die MA 31 – Wiener Wasser sowie das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie/viadonau jährlich den Event.

www.danubeday.at
www.facebook.com/danubeday

]]>
Aktuelles viadonau
news-1115 Tue, 12 Jun 2018 16:14:57 +0200 Status Wasserstraße – Bau- und Schifffahrtsbesprechung in Krems https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/status-wasserstrasse-bau-und-schifffahrtsbesprechung-in-krems Vom Feintuning zum großen Ganzen. Wenn Expertinnen und Experten von Schifffahrt, Häfen, Wasserstraßenverwaltungen und Behörden zur halbjährlichen viadonau-Bau- und Schifffahrtsbesprechung zusammenkommen, dann stehen nicht nur aktuelle Aktivitäten an der Donau im Fokus, sondern immer auch die nächsten Schritte für eine positive Entwicklung. Was tut sich aktuell an und auf der Wasserstraße, um die Bedingungen für die Schifffahrt nachhaltig zu verbessern? Wo bestehen derzeit besondere Herausforderungen? Am 11. Juni lud viadonau dazu ins Servicecenter Wachau in Krems, wo zu jüngsten, aktuellen und in naher Zukunft geplanten Aktivitäten in Sachen Wasserstraßen-Management, Wirtschaft und internationale Kooperationen Rede und Antwort gestanden wurde. Stärken pflegen und ausbauen
Für den unter neuem Namen auftretenden Rhenus Donauhafen Krems steht die Trimodalität klar im Zentrum, vor allem aber, wie sie noch gezielter nach den speziellen Anforderungen der Donauschifffahrt zugeschnitten werden kann. Besonders positiv für Geschäftsführer Gerhard Gussmagg: vielversprechende Trends vor allem beim Rohstofftransport über das Binnenschiff, etwa durch Big-Bag-Lösungen. Entscheidender Rückhalt des Hafens ist dabei seine starke Verlade-Infrastruktur, die eine optimale Ein- und Auslagerung von Gütern ermöglicht und der weiteren Entwicklung des Hafens neue Potenziale eröffnet. Am Horizont: der Ausbau der Lagerflächen für Container.

Um langfristig lohnende Transportperspektiven für die Passagier- und Güterschifffahrt zu bieten, müssen an der Donau kontinuierlich viele Stellschrauben justiert werden. Eine besonders Wichtige ist – logisch – die Fahrrinne. Markus Simoner, Leiter des Wasserstraßen-Managements bei viadonau, stellte einmal mehr klar: Der Ansatz von viadonau muss ganzheitlich und proaktiv sein. Die Erfolge an den freien Fließstrecken des österreichischen Donauabschnitts geben dem Experten recht: So waren sowohl bei Witzelsdorf als auch bei Bad Deutsch-Altenburg seit den gezielten vorausschauenden flussbaulichen Maßnahmen 2017 keine weiteren Baggerungen mehr erforderlich. Innovativ: Um die Fahrwasserbedingungen im Furtbereich Rote Werd nachhaltig zu verbessern, wurde im Frühjahr 2018 eine ganze Insel aufgeschüttet. Aber auch neue Kapitel kamen für das Wasserstraßen-Management 2017 hinzu, wie etwa die Sanierung öffentlicher Länden und die von der Obersten Schifffahrtsbehörde übernommenen Aufgaben zur Kennzeichnung der Wasserstraße. Der Ausblick auf die kommenden Monate ist für Simoner ganz klar digital. Neben der Weiterentwicklung des von viadonau betriebenen Waterway Asset Management Systems (WAMS) hat man längst auch die Fernüberwachung der Bojen und Taktfeuer auf dem Radar.

Und die Nutzerinnen und Nutzer der Wasserstraße? Wie eine Ende 2017 von viadonau durchgeführte Befragung zeigte, ist die Zufriedenheit groß, aber, wie Hans-Peter Wegscheider, Leiter des Verkehrsmanagements bei viadonau, anmerkte, mit noch Luft nach oben. Während vor allem die Arbeit an den Schleusen sowie die Informationsdienste für die Donau hervorragend bewertet wurden, mussten die Schifffahrtstreibenden an den Schleusen 2017 geringfügig längere Wartezeiten in Kauf nehmen.

Kooperation auf allen Ebenen
Die Donau als lebendiges und vielfältig genutztes Verkehrssystem zu modernisieren heißt, sowohl auf nationale als auch internationale Zusammenarbeit zu setzen. Während Vertreter von Verbund Hydro Power und der Magistratsabteilung 45 der Stadt Wien die Bedeutung punktueller Baggerungen sowie die gute und notwendige Kooperation mit viadonau und den Häfen hervorhoben, machte viadonau-Projektmanagerin Viktoria Weissenburger auf das internationale Engagement an der Donau aufmerksam. Flaggschiff in Sachen grenzübergreifender Modernisierung ist derzeit das von der EU geförderte Projekt FAIRway Danube. Ziel: harmonisierte Fahrwasserdaten und die Ausrüstung der Donauländer mit modernem Vermessungsequipment. Die ersten Ergebnisse sind bereits sichtbar: neue Messboote für Kroatien, Rumänien und Bulgarien. Auch neue Bojenleger sollen bald vom Stapel laufen. Ebenso wurden in Kroatien zum Teil bereits neue Pegelmessstellen in Betrieb genommen. Derzeit also viel Bewegung entlang der gesamten Donau.

„An dieser positiven Zwischenbilanz kann man sehen, dass wir uns aktuell in einer intensiven Umsetzungsphase an der Donau befinden. Das zeigt wiederum, dass die Zusammenarbeit zwischen allen Ebenen gut funktioniert und wir somit beste Voraussetzungen schaffen, um für die Schifffahrt nachhaltige Verbesserungen zu erreichen“, bringt es viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler auf den Punkt.

Deutsche Wasserstraßenverwaltung zu Gast in Krems
Einen besonderen Blickwinkel auf das Thema Wasserstraßenverwaltung präsentierte in Krems Rolf Diesler, Leiter des deutschen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes in Regensburg. Der Experte gab zu bedenken, dass die Donau in ihrem deutschen Abschnitt ein „jüngerer“ Strom ist, also auch schmäler und weniger Wasser führend. Die Herausforderungen für die Schifffahrt bestehen dort vor allem in den häufig nur einfach vorhandenen Schleusenkammern – ein wesentlicher Faktor, den die Kapitäne und Wirtschaftstreibenden entsprechend einplanen müssen und vor allem in Zusammenhang mit Schleusenrevisionen empfindliche Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses verursachen kann. Gleichzeitig werden auch im deutschen Flussabschnitt – wie der Donauausbau Straubing/Vilshofen – umfassende Flussbau- und Renaturierungsprojekte in Angriff genommen, die für ihre nachhaltige Wirkung ein modernes und vorausschauendes Wasserstraßen-Management erfordern – ein Fachgebiet, in dem man vom Beispiel viadonau, so ist Diesler überzeugt, noch viel lernen könne.

]]>
Wasserstraße viadonau
news-1098 Fri, 25 May 2018 11:45:24 +0200 Danube Business Talks 2018 – Registrierung gestartet https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/danube-business-talks-2018-registrierung-gestartet Geballtes Binnenschifffahrts-Know-how in Wien. Am 10. und 11. Oktober 2018 erleben die Danube Business Talks ihre dritte Auflage. Als etabliertes Forum für innovative Transport- und Logistiklösungen bietet die erfolgreiche Business-Plattform internationalen Wirtschaftstreibenden, Expertinnen und Experten sowie Interessierten einen Platz in der ersten Reihe zu aktuellen Top-Themen in Sachen Donauschifffahrt. Trends – Networking – Neue Märkte
Um sich als leistungsstarke Transportachse im europäischen Verkehrsnetz zu positionieren, verlangt die Donau besondere Aufmerksamkeit. Die Danube Business Talks bieten dazu einmal mehr eine ideale Plattform: Schifffahrtstreibende, Hafen- und Terminalbetreiber und Verlader widmen sich aktuellen Fragen, beleuchten neue Wirtschaftchancen und erörtern notwendige Impulse für die Zukunft der Wasserstraße Donau. Welche Maßnahmen werden zum Ausbau und zur Modernisierung der Infrastruktur aktuell umgesetzt? Was wurde zur Verbesserung der Verkehrsbedingungen auf der Donau getan? Wie kann der Abbau administrativer Barrieren im grenzüberschreitenden Güterverkehr vorangetrieben werden? Das Ziel: mit der Donau neue Märkte erschließen und das Potenzial zukunftsträchtiger Transportmöglichkeiten bestimmen.

„A Stream of Energy“
Bioenergy meets Danube logistics. Passen die Rahmenbedingungen, lassen sich die Stärken der Donau effizient und vor allem sinnvoll nutzen – und die Bandbreite der für den Transport über die Wasserstraße geeigneten Gütergruppen wächst. Top-Thema bei den Danube Business Talks 2018: Biomasse und Bioenergie. So werden Expertinnen und Experten aus Industrie und Logistik vielversprechende Perspektiven zum Transport von Biomasse auf der Wasserstraße analysieren. Hier wird der Bogen von den für die Produktion benötigten Rohstoffen bis zu den produzierten Endprodukten wie zum Beispiel Biodiesel oder Bioethanol gespannt.

Personenschifffahrt erstmals mit an Bord
Aber auch die Passagierschifffahrt wird diesmal vertreten sein und Einblicke in aktuelle Entwicklungen einer stark wachsenden Branche an der Donau präsentieren. Gemeinsam mit wichtigen nationalen und internationalen Akteuren sollen verfügbare Potenziale und Trends identifiziert und genutzt werden. Eine Exkursion bietet zudem einen praktischen Einblick in den boomenden Personenschifffahrtssektor an der Donau.

Die österreichische EU-Ratspräsidentschaft schafft den passenden Rahmen, um grenzübergreifende Lösungen zur Stärkung der Transportachse Donau zu erarbeiten. Ob privater oder öffentlicher Sektor – die Danube Business Talks sind DIE Gelegenheit zum gezielten Networking und Austausch über jüngste Entwicklungen, Impulse und Neuheiten im Bereich der Donauschifffahrt. Neben dem internationalen Austausch zwischen Unternehmen, Behörden und Politik, können über die B2B-Plattform Danube Business Dating ganz unmittelbar und in einem persönlichen Umfeld auch dieses Mal wieder neue Wirtschaftskontakte geknüpft werden.

Folgende hochkarätige Sprecherinnen und Sprecher machen Wien am 10. und 11. Oktober zum Hot Spot in Sachen aktuelle Entwicklungen an der Wasserstraße Donau:

  • NORBERT HOFER, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie (Begrüßung)
  • DÉSIRÉE OEN, Politik-Koordinatorin für den Rhein-Donau-Korridor, Europäische Kommission
  • HANS-PETER HASENBICHLER, Geschäftsführer, viadonau
  • GERHARD GUSSMAGG, Geschäftsführer, Rhenus Donauhafen Krems
  • WOLFGANG LÜFTNER, Geschäftsführer, Dr. W. Lüftner Reisen GmbH
  • VIATCHESLAV VDOVITCHENKO, CEO, First-DDSG Logistics Holding GmbH
  • LJUBIŠA MIHAJLOVIĆ, Direktor, Serbische Wasserstraßenverwaltung Plovput
  • THOMAS BOGLER, Vizepräsident Nautik und Technik, Viking River Cruises AG
  • FRITZ LEHR, Präsident, Pro Danube Austria (PDA) / Kaufmännischer Geschäftsführer, Hafen Wien
  • WALTER SCHRAGEN, Abteilungsleiter Rohstoffeinkauf & Logistik, AGRANA Stärke GmbH
  • MLADEN STANKOV, Trade Manager, Bulmarket DM Ltd.
  • GREGOR REINDL, General Manager, Münzer Bioindustrie GmbH
  • NICOLE VAN KLAVEREN, Bereichsleiterin Schüttgut & Energie, Hafen Rotterdam
  • GERD KRÄMER, Geschäftsführer, Central Danube Region Marketing & Development GmbH
  • BURGHART LELL, Director Operations, Avalon Waterways
  • ROBERT STRAUBHAAR, CEO/Präsident, River Advice AG
  • DANIEL JARNEA, Abteilungsleiter Marketing, Hafen Constanta
  • RADU COMANICI, CEO, Danube Cruises Romania SRL


Jetzt registrieren!

Sie wollen klare Sicht auf aktuelle Trends an der Wasserstraße Donau? Gleich registrieren! Hier erfahren Sie Details zum Event und wie Sie sich anmelden können.


Eine Initiative des Aktionsprogramms Donau des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit).

Die Danube Business Talks 2018 werden in enger Kooperation mit dem transnationalen Projekt ENERGY BARGE organisiert, das aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (ERDF) ko-finanziert wird.

]]>
Donaulogistik viadonau
news-1094 Tue, 22 May 2018 09:37:40 +0200 Uferschutz geht neue Wege – Ingenieurbiologischer Uferverbau an der Thaya (NÖ) https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/uferschutz-geht-neue-wege-ingenieurbiologischer-uferverbau-an-der-thaya-noe Erfolgreiche Kooperation und Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen von viadonau und der Universität für Bodenkultur Wien. Ein sanierungsbedürftiger Abschnitt der Thaya konnte im Zuge einer Kooperation zwischen viadonau und der Universität für Bodenkultur Wien zu neuem Leben erweckt werden. Studentinnen und Studenten entwickelten ökologisch nachhaltige Maßnahmen vor Ort – mit dem Ergebnis: Optimale Bedingungen für Fauna und Flora, Wiederverwendung bereits vorhandener, natürlicher Materialien und Schutz gegen Ufererosion für viele Jahre. viadonau ist neben den Erhaltungsmaßnahmen an der Donau auch für die Gewässer- und Streckenpflege an March und Thaya verantwortlich. Im Zuge von Instandhaltungsmaßnahmen wurde die Sanierung eines 150 Meter langen Uferabschnittes an der Thaya (Gemeinde Bernhardstal/Föhrenwald) abgeschlossen. Der ursprüngliche Uferschutz aus den 90er-Jahren wurde durch Erosion massiv in Mitleidenschaft gezogen. Im Zuge einer Kooperation zwischen viadonau und der Universität für Bodenkultur Wien wurde mittels ingenieurbiologischer Bautechnik diese Uferböschung der Thaya gesichert. Die ingenieurbiologische Bautechnik verwendet Pflanzen und vor Ort verfügbare Materialien (Steine und Holz) für bautechnische Zwecke. Es entstehen ingenieurbiologische Systeme, die neben dem Erosionsschutz auch ökologische und ästhetische Effekte bieten.

Das Besondere an diesem Projekt: Die Studierenden konnten unter der Leitung von Dr. Hans Peter Rauch und Stephan Hörbinger (Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau) sowie viadonau sowohl im Planungsprozess als auch bei der praktischen Umsetzung wertvolle praktische Erfahrungen sammeln. Ziel war der nachhaltige Schutz gegen Ufererosion, die Schaffung optimaler Bedingungen für Fauna und Flora sowie die Wiederverwendung bereits vorhandener und natürlicher Materialien. Durch fundierte wissenschaftliche Expertise, aber auch durch kreative Ideen der Studentinnen und Studenten, konnten ökologisch nachhaltige Maßnahmen, die zur Gänze auch den Anforderungen moderner Ufererhaltung genüge tragen, implementiert werden.

Im März 2018 wurden gemeinsam mit der viadonau die ingenieurbiologischen Maßnahmen in Form einer Weidenspreitlage und abgetreppter Uferpfahlwand umgesetzt. Dabei wurden die vertikal geschlagenen Lärchen-Holzpiloten mit horizontalen Robinienhölzern verbunden. Für die Fußsicherung diente vorhandenes Totholz (aus dem ehemaligen Uferverbau) und für die Befüllung der Zwischenräume wurden Totholz, Steine und anstehendes Erdmaterial verwendet. Über die gesamte Länge wurden Steckhölzer geschlagen. Die raue Struktur am Böschungsfuß dient nun zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Fische und anderer Wasserlebewesen. Mit dem Austrieb der Steckhölzer soll in kürzester Zeit eine das Ufer schützende Vegetation entstehen.

viadonau profitiert von der Zusammenarbeit mit den Studentinnen und Studenten der Universität einerseits durch die wissenschaftliche Begleitung ingenieurbiologischer Maßnahmen sowie durch die Umsetzung innovativer Ansätze, welche zukünftig auch bei anderen Sanierungsvorhaben angewandt werden. Das Projekt Uferschutz Thaya-Föhrenwald ermöglichte den Studierenden der Universität für Bodenkultur eine aktive Partizipation während der Planungs- und Bauphase, höchstinteressante Einblicke in die Umsetzung wasserbaulicher Projekte und praxisnahe und forschungsgeleitete Lehre.

]]>
viadonau Presseinformation
news-1091 Thu, 17 May 2018 18:14:54 +0200 Damit die Natur wieder wandern kann – Gemeinschaftsprojekt Alpen-Karpaten-Fluss-Korridor gestartet https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/damit-die-natur-wieder-wandern-kann-gemeinschaftsprojekt-alpen-karpaten-fluss-korridor-gestartet Das neue INTERREG-Alpen-Karpaten-Fluss-Korridor-Projekt wurde heute feierlich im Schloss Rothmühle in Schwechat gestartet. An dem grenzübergreifenden Projekt, das vom Nationalpark Donau-Auen koordiniert wird, beteiligen sich insgesamt 19 Institutionen – darunter auch viadonau. Ziel: die Fließgewässer in der slowakisch-österreichischen Grenzregion als Lebensraumverbund zwischen Alpen und Karpaten zu stärken. Die Region zwischen den Alpen und den Karpaten verfügt über eine enorme Artenvielfalt. Ihre dynamische wirtschaftliche Entwicklung verschärft jedoch die Situation für Tiere und Pflanzen vor Ort: Lebensräume von Eisvogel, Würfelnatter und mehr werden zerstört oder zerschnitten – wichtige Verbindungen zwischen den Schutzgebieten stehen nicht mehr zur Verfügung. Durch grenzübergreifende Zusammenarbeit sollen in den nächsten drei Jahren Strategien entwickelt und Maßnahmen umgesetzt werden, um der Verinselung des Gebietes entgegenzuwirken, Wanderkorridore zu erhalten und zu verbessern und damit seltene Arten zu schützen.

Dazu ziehen wichtige Institutionen aus Österreich und der Slowakei an einem Strang. Insgesamt ist die Umsetzung von 13 Fluss-Revitalisierungs- und mehreren Artenschutzmaßnahmen geplant. Während der Wasserverband Schwechat im Rahmen des Projektes ausgewählte Pilotmaßnahmen an der Schwechat umsetzen wird, bringt sich die State Nature Conservancy der Slowakischen Republik vor allem durch die Umsetzung von Revitalisierungsmaßnahmen im Bereich der Kleinen Karpaten ein. Ebenso realisiert der Regionale Naturschutzverband Bratislava (BROZ) Revitalisierungen sowie Artenschutz. viadonau wird sich der Revitalisierung an der Mündung der Fischa in die Donau widmen – im Fokus steht, die Lebensraumqualität zu verbessern und den Lebensraumverbund zu stärken.

Das Projekt Alpen-Karpaten-Fluss-Korridor wird durch das Programm INTERREG V-A SK AT der EU finanziert und von Bund, Land NÖ und Wasserverband Schwechat unterstützt.

Mehr zum Projekt erfahren Sie unter http://rivercorridor.com.

]]>
Aktuelles Umwelt FGP
news-1089 Tue, 15 May 2018 12:59:59 +0200 Sicherheit mit ökologischer Verantwortung – Rascher Baufortschritt für Hochwasserschutz Donau durch maßgeschneiderte ökologische Lösungen https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/sicherheit-mit-oekologischer-verantwortung-rascher-baufortschritt-fuer-hochwasserschutz-donau-durch-massgeschneiderte-oekologische-loesungen Seit Oktober 2017 setzt viadonau für die Donauhochwasserschutz-Konkurrenz (DHK) im Rahmen des Sanierungsgroßprojekts Hochwasserschutz Donau – Marchfeldschutzdamm mehrere Baulose – in den Bereichen Schönau bis Witzelsdorf und Stopfenreuth bis zur Rußbachmündung – um. Trotz der teils empfindlichen Kälteeinbrüche konnten die Bauarbeiten im Umfeld des Nationalparks Donau-Auen über die Wintermonate zügig voranschreiten. Während in Mannsdorf am Marchfeldschutzdamm bereits die Arbeiten an der Dichtwand begonnen haben, sind die Erdbauarbeiten in Stopfenreuth am inneren Künettendamm sowie in Engelhartstetten am Marchfeldschutzdamm ebenfalls angelaufen. Um die Beeinträchtigung der seit Frühlingsbeginn neu erwachenden Tierwelt durch die Baumaßnahmen aber auch bauliche Verzögerungen so gering wie möglich zu halten, werden in enger Abstimmung und Einbeziehung des Nationalparks Donau-Auen und der betroffenen Gemeinden ökologisch verträgliche Lösungen umgesetzt. Im Frühling erwacht die Natur zu neuem Leben. Zahlreiche Tierarten werden wieder aktiv, verlassen ihre Winterquartiere und begeben sich auf Partnersuche. Gerade im artenreichen Umfeld des Nationalparks Donau-Auen gehen viele Tiere nun auf Wanderschaft oder suchen neue oder angestammte Brut- und Laichplätze auf. Neben den gemäß naturschutz- und nationalparkrechtlicher Bewilligung des Projekts Hochwasserschutz Donau festgelegten Schutzmaßnahmen für Amphibien und Reptilien – insbesondere für die Europäische Sumpfschildkröte – sind auch für Großvögel wie Seeadler, Schwarzstorch und Wespenbussard artgerechte Lösungen vorgesehen.

Ökologische Ersatzmaßnahmen fördern Artenschutz und sichern Baufortschritt

Die Zunahme an Tieren und insbesondere Vertretern seltener Arten ist ein positives Zeichen für die Lebensraumqualität und die Entwicklung der Biodiversität im Nationalpark Donau-Auen. Umso wichtiger ist es bei der Umsetzung effizienten Hochwasserschutzes in einem ökologisch empfindlichen Umfeld, nicht nur Sicherheits- und Umweltinteressen bestmöglich in Einklang zu bringen, sondern dabei auch die Eigendynamik eines wilden Naturraums zu berücksichtigen. Dabei ist es gegebenenfalls notwendig, schnell auf neue Situationen zu reagieren und Maßnahmen entsprechend anzupassen – dies war zuletzt für den Schutz des Wespenbussards und des Schwarzstorchs erforderlich. Für diese beiden Großvögel war im behördlich bewilligten Einreichprojekt während der Balz- und Brutzeit ursprünglich die Errichtung von Horstschutzzonen vorgesehen (Anm. das sind Bereiche rund um den Horst, wo Bauarbeiten vorübergehend eingestellt werden). Eine im Dezember und Jänner 2018 von Ornitologen durchgeführte Horstkartierung stellte jedoch fest, dass annährend die 10-fache Anzahl möglicher Bruthorste, als zunächst bekannt, entlang der Hochwasserschutzdämme vorhanden ist. Die vorgesehene Aktivierung der Schutzzonen für alle festgestellten Horste hätte zu einer vollständigen Einstellung von ganzen Baulosen über mehrere Monate geführt. Da nur ein geringer Teil der Horste tatsächlich von Wespenbussard und Schwarzstroch zum Brüten genutzt wird, ist eine Aktivierung von Horstschutzzonen ökologisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll.  

Im Sinne einer effizienten Bauumsetzung des Hochwasserschutzsanierungs-projekts wurden daher gemeinsam mit dem Nationalpark Donau-Auen und den Sachverständigen der Naturschutzbehörde alternative Lösungen für den Artenschutz des Wespenbussards und des Schwarzstorchs angestrebt. Die vereinbarten ökologischen Ersatzmaßnahmen zielen auf die individuellen Bedürfnisse der beiden Vogelarten. So sollen Förderprojekte den Erhalt von Schwarzstorch und Wespenbussard im Projektgebiet gezielt unterstützen und zugleich ihre Robustheit gegenüber möglichen Beeinträchtigungen durch das Sanierungsprojekt stärken.

Durch die Anpassung der Maßnahmen wird auf die ökologischen und baulichen Gegebenheiten vor Ort Rücksicht genommen und ein kontinuierlicher Baufortschritt ermöglicht. So konnten die Bauarbeiten an den Rußbachdämmen bereits Anfang April begonnen werden, nach Beendigung der Vorbereitungsarbeiten starteten Ende April die Erdbauarbeiten im Gemeindegebiet von Loimersdorf. Am Schönauer Rückstaudamm soll im Herbst die Umsetzung eines weiteren Bauloses folgen. Die funktionale Fertigstellung des Hochwasserschutzes soll plangemäß bis Ende 2020 erreicht werden. 

Die Gesamtlänge der betroffenen Hochwasserschutzanlagen beträgt ca. 67 Kilometer. Durch die Sanierungsmaßnahmen stellt viadonau den Hochwasserschutz für rund 30.000 Bürgerinnen und Bürger in zwölf Gemeinden sicher.

]]>
Presseinformation Hochwasserschutz
news-1084 Fri, 04 May 2018 18:53:37 +0200 viadonau eröffnet neues Servicecenter Oberes Donautal in Aschach – Modernste Räumlichkeiten für die vielfältigen Aufgaben an der Donau in Oberösterreich https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/viadonau-eroeffnet-neues-servicecenter-oberes-donautal-in-aschach-modernste-raeumlichkeiten-fuer-die-vielfaeltigen-aufgaben-an-der-donau-in-oberoesterreich Aschach, 4. Mai. In den vergangenen Jahren wurden immer mehr Aktivitäten für den oberösterreichischen Donauabschnitt von viadonau am Standort Aschach gebündelt. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, entstand in den vergangenen 12 Monaten ein neues Servicecenter für das Obere Donautal. Mit dem Bau des neuen, innovativ gestalteten Verwaltungsgebäudes bekommen aber nicht nur die viadonau-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeitgemäße Büroarbeitsplätze. Durch den Einzug der Schifffahrtsaufsicht Engelhartszell ergeben sich auch optimale Bedingungen für die Zusammenarbeit vor Ort. Nun ist der markante Holzbau fertig und bereit für die vielfältigen Aufgaben am Fluss. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie sowie der Landes- und Gemeindepolitik wurde das neue Servicecenter Oberes Donautal heute feierlich eröffnet. Seit Frühjahr 2017 entstand in Aschach in Oberösterreich der neue, top-moderne Standort für viadonau und die Schifffahrtsaufsicht. Der langgezogene, ebenerdige und direkt am Donauufer liegende Holzbau mit viel Raum für Tageslicht und Bewegungsfreiheit fügt sich harmonisch in das bestehende Ensemble im historischen Umfeld des Schopper- und Fischermuseums Aschach und bietet optimale Bedingungen für Synergien zwischen den Kolleginnen und Kollegen von viadonau und der Schifffahrtsaufsicht Engelhartszell.

Das lichtdurchflutete, von Dietrich I Untertrifaller Architekten, entworfene Baukonzept nimmt Anklänge an den benachbarten Gebäuden – die ästhetische Schlichtheit steht dabei im Vordergrund. Der moderne und zugleich technikarme Holzbau folgt einem nachhaltigen Energiekonzept, ist hochwassersicher geplant und bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für gemeinsames, fachübergreifendes Arbeiten inmitten der malerischen Flusslandschaft der Oberen Donau.

Mit positivem Arbeitsklima und Top-Ausrüstung unterstützt das neue Servicecenter entscheidend die vielfältigen Erhaltungsaufgaben vor Ort – ein echter Gewinn für die nachhaltige Pflege und Instandhaltung der Oberen Donau. Im Rahmen der feierlichen Eröffnung am Freitag, den 4. Mai 2018 wurde im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern aus Landes- und Gemeindepolitik, aus dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, dem viadonau-Aufsichtsrat sowie der Geschäftsführung von viadonau das Gebäude offiziell an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übergeben. Bei einer Gesprächsrunde im unmittelbaren Umfeld des Neubaus bestätigten die Teilnehmer den hohen Mehrwert des neuen Servicecenters direkt am Donauufer.

„Die Donau ist eine wachsende Wirtschaftsdrehscheibe – ökologisch sinnvoll und für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich von großer Bedeutung. viadonau steht für hochprofessionelle und unkomplizierte Arbeitsweise und das immer im Interesse der Bevölkerung“, erklärte Landesrat Günther Steinkellner.

BMVIT-Sektionschef Gerhard Gürtlich rückte vor allem die Stärkung der Donau als Verkehrsweg in den Fokus: „Die Donau ist einer der bedeutendsten Verkehrswege. Die Wasserstraßengesellschaft viadonau erweckt die Donau zum Leben. Der neue Standort von viadonau und der Schifffahrtsaufsicht steht für eine vorbildliche Bündelung von Synergien, der Dank gilt allen Beteiligten.“

Für viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler ist das verbesserte Arbeitsumfeld durch das neue Servicecenter entscheidend für optimales Arbeiten an und für die Donau: „Es zeigt sich nun, dass es die richtige Entscheidung war, die Aufgaben von viadonau entlang der gesamten Strecke in Österreich zu verteilen. Dieses neue Gebäude steht für einen Modernisierungsschub, den wir in den nächsten Jahren kontinuierlich fortsetzen. Mit der Ausrollung unserer österreichischen Standards – auch über die Grenzen hinweg – tragen wir dazu bei, dass die Donau Lebensader für Wirtschaft, Tourismus und Ökologie bleibt“, so Hasenbichler.

„Für die Gemeinde stellt diese Eröffnung einen wahren Freudentag dar. viadonau ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner für sämtliche Fragen rund um die Donau – eine wahre Ehre und Freude, mit den Kolleginnen und Kollegen hier zusammenarbeiten zu dürfen“, bringt Bürgermeister Knierzinger seine Begeisterung über das neue Servicecenter auf den Punkt.

Nach dem Segen von Pater Fritz Wenigwieser mittels geweihtem Donauwasser steht einer positiven Zukunft in Sachen optimaler Erhaltung und Pflege sowie den Agenden der Schifffahrtsaufsicht im Oberen Donautal nichts mehr im Wege.

]]>
viadonau Presseinformation
news-1081 Fri, 27 Apr 2018 10:27:30 +0200 Schiff ahoi am Töchtertag 2018! https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/schiff-ahoi-am-toechtertag-2018 Am 26. April öffnete viadonau im Rahmen des Töchtertags der Stadt Wien wieder die Türen für junge interessierte Mädchen. Die Schülerinnen im Alter von 11 bis 16 Jahren erlebten an Bord eines viadonau-Messschiffes einen Tag voller spannender Eindrücke, rund um Schifffahrt Schleuse und die vielen interessanten Aufgabenbereiche eines Infrastrukturunternehmens an der Donau. Für 11 Mädchen im Alter von 11 bis 16 Jahren hieß es auch heuer wieder: Leinen los und auf zu einer ganz besonderen Flussfahrt. Zuvor wurden die Mädchen mit persönlichen Einblicken von viadonau-Expertinnen aus den unterschiedlichsten Bereichen – von Wissensmanagement bis zum modernen Wasserbau – so richtig auf das Thema Wasserstraße eingestimmt. Danach konnte es auch schon losgehen: Von der Marina Wien nahm das Messschiff 4 über die Donau zunächst stromabwärts Kurs zum Kraftwerk Freudenau bevor gewendet und die Schleuse Nussdorf am Brigittenauer Sporn angesteuert wurde, wo es neben technischen Details und dem faszinierenden Ablauf einer Schiffsschleusung auch die 2017 eröffnete Fischwanderhilfe zu bestaunen gab. Dass dabei nicht nur die viadonau-Schleusenaufsicht, sondern auch der Himmel seine sprichwörtlichen Schleusen öffnete, konnte die Laune der Mädchen nicht trüben – bereitwillig beantworteten die viadonau-Expertinnen und -Experten auf Schiff und Schleuse neugierige Fragen zu den Aufgabenfeldern bei viadonau, was eigentlich hinter dem Begriff Hochwasserschutz steckt, oder was es mit den eigentümlichen Bedienelementen in der B-Stelle (Befehlsstelle) der Schleuse Nussdorf auf sich hat. Nach dem Zwischenstopp an der Schemerlbrücke ging es über die Donau zurück zur Marina Wien, wo die Teenagerinnen um einzigartige Eindrücke reicher wieder festen Boden unter die Füße bekamen – bei viadonau kann man am Töchtertag eben immer was erleben.

Der Töchtertag bietet jungen Mädchen zwischen 11 und 16 Jahren, die in Wien, Niederösterreich oder im Burgenland zur Schule gehen, die Gelegenheit, einen Tag lang in die Berufswelt von knapp 160 Unternehmen hinein zu schnuppern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf technischen, handwerklichen und naturwissenschaftlichen Berufen. Am ersten Wiener Töchtertag 2002 nahmen rund 200 Mädchen teil. Inzwischen melden sich jährlich schon rund 3.000 Mädchen und etwa 160 Unternehmen für den Töchtertag an.

]]>
viadonau Aktuelles
news-1074 Thu, 26 Apr 2018 15:46:51 +0200 Ein Naturjuwel lebt auf – Erste Seitenarme durch das Life-Projekt an den Unteren March-Auen fertiggestellt https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/ein-naturjuwel-lebt-auf-erste-seitenarme-durch-das-life-projekt-an-den-unteren-march-auen-fertiggestellt Die March erhält Zuwachs. Dafür sorgt seit Herbst 2017 das große LIFE+-Projekt Renaturierung Untere March-Auen der Europäischen Union. Exakt 5,3 Kilometer Nebenarme, die einst durch die Regulierung abgetrennt waren, werden nun wieder vom Marchwasser durchströmt und bilden so eine einzigartige Flusslandschaft. Für den Stempfelbach und den Zapfengraben – zwei Zubringer der March – wurden sogar neue Mündungsbereiche gestaltet. Nachdem die Arbeiten im März 2018 abgeschlossen wurden, sollen ab August 2018 noch weitere Maßnahmen folgen. Mit einem Inselfest im Sommer 2019 feiert das LIFE+-Projekt Untere March-Auen schließlich den Abschluss der Baumaßnahmen. Verantwortlich für die Umsetzung des Projekts ist die österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft viadonau. LIFE+ Renaturierung Untere March-Auen verbindet mehr als 5 Kilometer neue Seitenarme wieder mit der March
Die March und deren charakteristische Auwälder sind Mitteleuropas größte zusammenhängende und ökologisch wertvollste Auenlandschaft. In diesem idyllischen Naturraum herrschte in den letzten Monaten reger Baubetrieb. Ab September 2017 gingen im Gemeindegebiet von Engelhartstetten und Marchegg nämlich die Bagger ans Werk. Zahlreiche LKW-Fuhren waren nötig, um die Wasserbausteine, die im Zuge der Regulierung die March in ein fixes Korsett zwängten, gezielt zu entfernen. Die im Laufe der Jahrzehnte verlandeten Seitenarme wurden wieder ausgebaggert und das Erdmaterial wurden örtlich umgelagert bzw. aus dem Hochwasserabflussbereich entfernt. Ebenso wurden Brücken über die neuen Seitenarme errichtet. Dabei trotzten die Arbeiten den späten aber empfindlichen Wintereinbrüchen im Februar. Selbst Tagestemperaturen von unter -5° Celsius über mehrere Tage und das beeindruckende Eistreiben an der March konnten die Arbeiten kaum bremsen.

Im März konnte die erste Bauphase der Wasserbaumaßnahmen des Life+-Projekts Untere March-Auen von viadonau erfolgreich abgeschlossen werden.

„Mit dem Engagement der LIFE+-Projektpartner an der March bekommt der Fluss seine ursprünglichen Lebensräume zurück – davon profitieren Mensch und Natur gleichermaßen. Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie nimmt dafür rund zwei Millionen Euro in die Hand und hilft dabei, die wertvollen Naturhabitate und Lebensräume für kommende Generationen zu schützen“, sagt Norbert Hofer, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie.

LH-Stellvertreter NÖ Stephan Pernkopf macht auf den unschätzbaren Mehrwert von Renaturierungsprojekten aufmerksam: „LIFE+ Untere March-Auen ist einmal mehr ein starkes Signal und klares Bekenntnis für die Rückkehr der Natur an unsere Flüsse. Diesen Weg gilt es konsequent fortzusetzen, denn die Renaturierung von Flüssen hilft im Hochwasserfall, gibt seltenen Tier- und Pflanzenarten wieder Lebensraum und ermöglicht vielfältige Naherholungsräume für die Menschen.“

Da die March auch Grenzfluss zwischen Österreich und der Slowakei ist, wurden alle Vorhaben am Fluss mit den slowakischen Kolleginnen und Kollegen abgestimmt. Weitere wasserbauliche Maßnahmen sind bereits in Planung und sollen ab August 2018 umgesetzt werden.

„Die Anbindung eines Altarms in Angern 2015 war als erste Seitenarmanbindung seit der Regulierung der March ein echter Meilenstein, mit dem die Renaturierung des Flusses eingeleitet wurde. Heute können wir stolz darauf sein, dass wir diesen Weg weitergegangen sind und fokussiert weitergehen. Mit der Arbeit im LIFE-Projekt Untere March-Auen schaffen wir neue Lebensräume für eine einzigartige Flussnatur – allen voran für Fische und andere Gewässerorganismen – und beziehen dabei zugleich immer auch den Hochwasserschutz mit ein“, betont Hans-Peter Hasenbichler, Geschäftsführer von viadonau.

Folgende Wasserbaumaßnahmen wurden im Rahmen von LIFE+ Renaturierung Untere March-Auen erfolgreich umgesetzt:

  • Herstellung von zwei Nebenarmen im Mündungsbereich der March (Flusskilometer 0,0 bis 1,7; ca. 1,3 Kilometer neue durchströmte Fließgewässer)
  • Gestaltung des verschleppten Mündungsverlaufes des Stempfelbaches (March Flusskilometer 1,5 und 2,2; ca. 1,0 Kilometer neues Fließgewässer)
  • Anbindung des Altarms „Alter Zipf“ (March Flusskilometer 8,3 bis 9,9; ca. 1,8 Kilometer neues durchströmtes Fließgewässer)
  • Anbindung zweier Seitenarme bei der „Wolfsinsel“ (March Flusskilometer 10,2 bis 11,3; ca. 1,2 Kilometer neue durchströmte Fließgewässer)

Ab August 2018 sollen unter anderem noch folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

  • Anbindung eines Seitenarms der „Langen Luss“ (March Flusskilometer 5,0 bis 7,0; ca. 2,0 Kilometer neues durchströmtes Fließgewässer)
  • Verbesserung der Durchgängigkeit des Maritz-Gewässersystems (March Flusskilometer 15,1 bis 24,4; Verbesserung der Fluss-Au Konnektivität)

Neben den Renaturierungsarbeiten finden noch weitere Projekte im Vorland statt. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Wasserbau und Ökologie wesentlich, denn jede Tierart hat andere Ansprüche und benötigt daher unterschiedliche Lebensräume. viadonau setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit dem WWF Österreich und dem Niederösterreichischen Landesfischereiverband.

Flussregulierung und Intensivierung der Landwirtschaft haben den einzigartigen March-Thaya-Auen in den vergangenen Jahrzehnten stark zugesetzt. „Umso erfreulicher, dass wir im Zuge des Life-Projekts mehr als 12 Hektar Ackerflächen wieder in wertvolle Feuchtwiese umwandeln. Neue Lebensräume für viele gefährdete Arten schaffen auch die Konik-Pferde, die auf 80 Hektar die Aulandschaft naturnah pflegen“, freut sich Andrea Johanides, Geschäftsführerin des WWF Österreich.

Auch der Landesfischermeister des NÖ Landesfischereiverbands Karl Gravogl freut sich über die bisherigen Erfolge des Projekts: „Mit der Wieder-Anbindung der Seitenarme an die March, können die Fische nun endlich wieder vom Hauptfluss in die Nebenarme zum Laichen wandern. Das schafft wieder mehr natürlichen Lebensraum und stärkt die Fischpopulation. Das kommt letztendlich nicht nur den Fischen, sondern auch den Fischern zugute. Am 21. April war „World Fish Migration Day” – der weltweite Tag der Fischwanderung soll Bewusstsein für die Ansprüche der Fische schaffen und das Life Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Situation verbessert werden kann.“

Neben der finanziellen Unterstützung durch die EU beteiligen sich auch das Land Niederösterreich, das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus sowie die Österreichische Fischereigesellschaft, gegr. 1880.

Weitere Infos sind auf der Projekt-Website unter www.life-march.at zu finden.

]]>
viadonau Presseinformation
news-1071 Tue, 24 Apr 2018 15:55:17 +0200 Gegenwart und Zukunft der frei fließenden Donau – Großes Interesse am Maßnahmenkatalog für die Donau östlich von Wien https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/gegenwart-und-zukunft-der-frei-fliessenden-donau-grosses-interesse-am-massnahmenkatalog-fuer-die-donau-oestlich-von-wien Auf der Universität für Bodenkultur Wien fand am 23. April 2018 im Rahmen des Beteiligungsmodells ein Informationstag zum Maßnahmenkatalog für die Donau östlich von Wien statt. Rund 90 interessierte Besucherinnen und Besucher wurden über die aktuellen Entwicklungen informiert und konnten ihre Fragen und Stellungnahmen an die Vortragenden richten. Maßnahmenkatalog ist angelaufen
Die Expertinnen und Experten von viadonau stellten den aktuellen Stand der Planungen und die bereits angelaufenen Arbeiten im Nationalparkabschnitt vor, um die Wasserspiegellagen zu stabilisieren, den Lebensraum Donau-Auen zu fördern und die Schifffahrtsbedingungen zu verbessern. DI Peter Flicker von der Obersten Wasserrechtsbehörde im BMNT stellte erstmals öffentlich die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe zur Sohlentwicklung in der freien Fließstrecke stromab des Kraftwerks Freudenau dar, an der neben Behördenvertreterinnen und –vertretern der Verbund, der Nationalpark Donau-Auen und viadonau beteiligt waren. Nationalparkdirektor Carl Manzano fasste die aktuellen Entwicklungen aus seiner Sicht zusammen.

Im Zeichen der Wissenschaft
Der zweite Teil der Veranstaltung stand ganz im Zeichen der wissenschaftlichen Begleitung des Maßnahmenkatalogs. Das gerade abgeschlossene Christian Doppler Labor „IM Fluss“ begleitete die Pilotprojektphase des Flussbaulichen Gesamtprojekts. Vor kurzem ist es erneut gelungen, ein Christian Doppler Labor einzurichten. Es befasst sich mit Sedimentforschung und -management auf der österreichischen Donau. Die Arbeit der Forschungseinrichtungen wurde von den Laborleitern Prof. Helmut Habersack und Dr. Christoph Hauer vorgestellt. Dr. Marcel Liedermann und Prof. Thomas Hein gaben Einblicke in die laufende Erfassung der Wirkungen des Pilotprojekts Bad Deutsch-Altenburg auf den Fluss selbst und den Flusslebensraum.

Einbindung unterschiedlicher Interessen
Der Informationstag 2018 bot neben der Information auch die Möglichkeit, Fragen an die Vortragenden zu richten oder Statements abzugeben. Informations- und Diskussionsveranstaltungen dieser Art sind teil des Beteiligungsmodells zum Maßnahmenkatalog zur Einbindung von Stakeholdern aus Wirtschaft und Ökologie sowie der Zivilgesellschaft. Der Beirat hat sich 2017 konstituiert und begleitet die Umsetzung der flussbaulichen Maßnahmen. Die Gruppe der Akteurinnen und Akteure werden immer wieder zu Veranstaltungen wie den Informationstag 2018 eingeladen und bekommen aktuelle Informationen über den Stand der Arbeiten zugeschickt.

Weitere Informationen über den Maßnahmenkatalog für die Donau östlich von Wien erhalten Sie unter www.lebendige-wasserstrasse.at. Auch Sie können Akteurin oder Akteur werden. Melden Sie sich einfach unter „Beteiligung“ an!

]]>
viadonau FGP
news-1063 Fri, 20 Apr 2018 11:54:18 +0200 Im digitalen Strom – Die virtuelle Donau zu Gast bei der Transport Research Arena https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/im-digitalen-strom-die-virtuelle-donau-zu-gast-bei-der-transport-research-arena-1 Im weltweiten Trend für umweltfreundlichere Verkehrsträger und –technologien sind die Chancen für die Wasserstraße größer denn je. Die Binnenschifffahrt punktet mit hohen Ladekapazitäten, störungsarmen Verkehrsbedingungen und einer günstigen Treibhausgas/Leistungs-Bilanz. Besonders wichtig aber für den Erfolg der Wasserstraße im multimodalen Transportnetz Europas: zuverlässige und vorausschauende Instandhaltung. Bei der Transport Research Arena – von 16. bis 19. April in der Messe Wien – präsentierte viadonau gemeinsam mit Spezialisten der TU Wien/Büro Hoffmann den hohen Instandhaltungs- und Servicestandard an der österreichischen Donau. Als Vorreiter in Sachen Digitalisierung der Wasserstraße beleuchteten die Experten darüber hinaus mit Vertreterinnen und Vertretern der Innovation and Networks Executive Agency (INEA) und des Hafen Krems das große Potenzial einheitlich digitalisierter Informationen, Instandhaltungssysteme und Services für die gesamte Donau. Damit die gewonnenen digitalen Daten auch zielgerichtet an die Nutzerinnen und Nutzer der Wasserstraße kommuniziert werden, zeigte viadonau die aktuellsten Entwicklungen im Bereich der River Information Services. Die Donau liegt im Trend. Im Jahr 2017 wurden laut Statistik Austria 9,6 Millionen Tonnen Güter auf der österreichischen Donau transportiert – ein Plus von sechs Prozent oder einer halben Million Tonnen im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahlen beweisen die hohe Nutzungsqualität und zugleich ein solides Interesse der Transportwirtschaft, sowohl Massen- als auch Stückgüter über die Donau zu befördern – zu den am häufigsten transportierten Güterarten zählen forstwirtschaftliche Güter und Erdölerzeugnisse sowie Erze und Metallabfälle.

Neben den konkurrenzlosen Stärken des Flusses, wie großzügige räumliche Verhältnisse und hohe Belastbarkeit, ist er gleichzeitig auch ein lebendiges Verkehrssystem, ein vielfältiger Naturraum für eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt, die auf empfindliche Weise mit der Entwicklung des Stroms verbunden ist. Um Natur und Wirtschaft gleichermaßen Raum zur Entfaltung an und auf der Donau zu geben, setzt viadonau auf die Digitalisierung der Wasserstraße mit klarer Strategie: umfassende Daten für optimal maßgeschneiderte Instandhaltung und lückenloses Monitoring. Neben den River Information Services (RIS) zu top-aktuellen Daten für die Binnenschifffahrt zeigt viadonau mit dem Waterway Asset Management System, kurz WAMS, derzeit einen der höchsten Entwicklungsstände weltweit in Sachen nachhaltiges und vorausschauendes Wasserstraßen-Management.

Digital erfassen, punktgenau instand halten, sicher nutzen
Wie der Strom gebettet, so fließt er. Entscheidend für die verlässliche Nutzbarkeit der Wasserstraße Donau ist die genaue Kenntnis über den aktuellen Zustand ihres Flussbettes und insbesondere der Fahrrinne – jener Bereich, der von Passagier- und Güterschiffen sicher befahren werden kann. Dabei geht es nicht nur um das Aufspüren und Beseitigen von Hindernissen. Vorausschauendes Wasserstraßen-Management heißt für die Experten bei viadonau auch: proaktives Geschiebemanagement. Dort, wo die Donau aufgrund der Stauräume zu viel Kies anhäuft, wird dieser abgetragen und an geeigneter Stelle wieder zugegeben. Um die wasserbaulichen Maßnahmen treffsicher zu setzen, wird WAMS kontinuierlich mit einer Vielzahl an Daten von Pegelmessstellen und Messschiffen aber auch Navigationsdaten der Schifffahrt gespeist. Wo entstehen aktuell Seichtstellen? Welchen Einfluss haben Wasserbauten wie Buhnen und Leitwerke auf die Fließ- und Geschiebedynamik des Stroms? Welche spezifischen Wege wählen die Kapitäne entlang der Fahrrinne? Die mittels WAMS aufbereiteten Daten bilden schließlich die Grundlage für integrative und nachhaltige Maßnahmen des viadonau-Wasserstraßen-Managements. Über die Donau River Information Services (DoRIS) erreichen die erhobenen Daten – userfreundlich auch über die DoRIS-App – direkt die Nutzerinnen und Nutzer der Wasserstraße. Auf diese Weise ergibt sich ein geschlossener Kreislauf von der Erhebung über die Instandhaltung hin zur sicheren Nutzung.

Best Practice aus Österreich
Bei der Podiumsdiskussion im Rahmen der Transport Research Arena in Wien zur Digitalisierung der Wasserstraße wurde einmal mehr klar: Das Wasserstraßen-Management Marke viadonau hat nicht nur Zukunft, sondern auch Nachahmungspotenzial. Während Renata Kadric (INEA) die wertvolle Vorbildfunktion Österreichs für andere Donauländer betonte, verwies Markus Hoffmann (Büro Hoffmann) – Experte für Verkehrswesen und Raumplanung und eine der treibenden Kräfte bei der Entwicklung von WAMS – auf die enormen Vorteile eines umfassenden digitalen Systems für bedarfsgerechte Maßnahmen zur Instandhaltung der Donau. Besonders wichtig dabei: vorausschauendes Planen. „An der Donau arbeiten wir mit einem besonders dynamischen Verkehrssystem, das ein entsprechendes Eigenleben hat. Bei der Entwicklung eines möglichst leistungsfähigen Wasserstraßen-Management-Systems für die Donau war und ist es daher wichtig, Tools und Daten so bereitzustellen, dass man die Herausforderungen von morgen schon heute effizient angehen und lösen kann“, so Hoffmann.

Die digitale Donau schafft Sicherheit – auch und vor allem für die Transportwirtschaft. Denn nur eine modern und treffsicher in Schuss gehaltene Wasserstraße bildet eine stabile Basis für ein leistungsfähiges multimodales Transportnetz in Europa. „Mit Informationsplattformen wie der DoRIS-App schafft viadonau wesentliche Grundlagen für unser tägliches Business“, meinte Gerhard Gussmagg, Geschäftsführer von Rhenus Hafen Krems. „Die kontinuierlich aktualisierten Daten zum Zustand der Fahrrinne sind entscheidend für die effiziente Planung von Transporten über den Flussweg und stärken damit die Wasserstraße als verlässliche Transportalternative.“

Optimale Rahmenbedingungen auf der Donau sind auch für Markus Simoner, Leiter des Wasserstraßen-Managements bei viadonau, das A und O, wenn es darum geht, eine funktionierende Infrastruktur für Logistik und Schifffahrt entlang des Flusses bereitzustellen. Eng eingebunden in die Entwicklung von WAMS kennt der Experte sowohl die Herausforderungen als auch die Chancen der Digitalisierung eines so wandelbaren Verkehrssystems wie die Wasserstraße genau. „Schrittzuhalten mit der Eigendynamik einer Wasserstraße und zugleich proaktive Maßnahmen zu setzen, also Probleme schon dann zu lösen, bevor sie zur Wirkung kommen, lässt sich ohne sinnvolle digitale Systeme kaum denken“, betonte Simoner und schloss: „Um unseren Kundinnen und Kunden eine stets gut nutzbare Wasserstraße zur Verfügung zu stellen, ist die Digitalisierung nicht nur eines unserer zentralen Ziele, sondern längst fester Bestandteil der DNA von viadonau.“

Im Zuge einer weiteren Präsentation durch Mario Sattler, Senior Projekt Manager für Informationsdienste in der Binnenschifffahrt – RIS – bei viadonau, wurde der Mehrwert des Einsatzes von digitalen Wasserstraßen- und Verkehrsinformationen für logistische Zwecke hervorgehoben. Die digitale Wasserstraße gemeinsam mit zielgerichteten Informationsdiensten bilden das Rückgrat der intelligenten Verkehrsinfrastruktur Donau für sämtliche Nutzer des Wasserweges, von der verladenden Wirtschaft bis hin zur Freizeitschifffahrt.

Europas größte Verkehrsforschungskonferenz
Die Transport Research Arena findet alle zwei Jahre in Europa statt. Unterstützt von der Europäischen Kommission, den Technologieplattformen ERTRAC (European Road Transport Research Advisory Council), ERRAC (European Rail Research Advisory Council), WATERBORNE sowie der CEDR (Conference of European Directors of Roads) und ALICE (Alliance for Logistics Innovation through Collaboration) wurde Europas größte Verkehrsforschungs-konferenz heuer von 16. bis 19. April 2018 in Wien ausgetragen. Organisiert und betreut von austriatech trafen sich 3.000 internationale Expertinnen und Experten unter dem Motto "a digital era for transport. solutions for society, economy and environment", um über die Entwicklungen im Bereich Mobilität und neuesten Forschungsergebnisse zu diskutieren.

Mehr zur TRA 2018
www.traconference.eu 
www.facebook.com/traconference 
www.facebook.com/viadonau 
https://twitter.com/via_donau

 

]]>
viadonau Presseinformation
news-1055 Fri, 23 Mar 2018 10:05:24 +0100 Danube SKILLS macht fit für Transportentwicklung an der Donau https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/danube-skills-macht-fit-fuer-transportentwicklung-an-der-donau Ende Februar ging es für die viadonau-Profis der Transportentwicklung im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projekts Danube SKILLS nach Constanta in Rumänien. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sieben Ländern – Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien und Rumänien – stand die erste Trainingseinheit zur Vorbereitung der neuen „Danube logistics promotion centres“ auf dem Plan. Das Ziel: fundiertes Grundlagenwissen schaffen, um erfolgreiche Promotion centres mit einem einheitlich hohen Informations- und Service-Standard entlang der gesamten Donau einzurichten. Vorbild Österreich. Mit dem Ziel, künftig in noch engerer internationaler Zusammenarbeit neue und nachhaltige Transportperspektiven entlang der Donau zu schaffen, stand bei der Schulung der intensive Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. So präsentierten die Expertinnen und Experten von viadonau ihre Kenntnisse und hilfreichen Werkzeuge in Sachen wirtschafts- und kundenorientierte Informationsangebote, um die Projektpartner für den Aufbau eines erfolgreichen „Danube logistics promotion centre“ fit zu machen. Neben Beiträgen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden dabei auch bereits etablierte internet-basierte Tools für die Binnenschifffahrt, wie das von viadonau betriebene Danube Logistics Portal und weitere Websites zur gezielten Informationsbeschaffung, vorgestellt und interaktiv getestet. Auf diese Weise konnten in einem Rollenspiel authentische Kundenanfragen etwa zu Transportmodalitäten, Schleusenstatus und aktueller Eislage mithilfe der Online-Tools bearbeitet und für die Entwicklung des jeweiligen „Danube logistics promotion centres“ praxisnah trainiert werden.

Fazit: Mit der maßgeschneiderten Vorbereitung im Rahmen von Danube SKILLS sind die Projektpartner auf dem besten Weg, sich als zentrale Anlaufstelle für die Anliegen der Donaulogistik in ihren Ländern zu positionieren – für ein kostenloses Top-Informationsservice an der gesamten Donau.

]]>
viadonau Wirtschaft
news-1052 Tue, 20 Mar 2018 11:23:29 +0100 Hochwasserschutz mit ökologischer Verantwortung https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/hochwasserschutz-mit-oekologischer-verantwortung Die Vielfalt der einzigartigen Donaunatur gilt es zu schützen – auch und vor allem dort, wo gerade notwendige Hochwasserschutzmaßnahmen zur Sicherheit der Bevölkerung umgesetzt werden. So kommen im Rahmen des viadonau-Projekts „Hochwasserschutz Donau – Marchfeldschutzdamm“ im unmittelbaren Umfeld wertvoller Naturschutzgebiete wie des Nationalparks Donau-Auen unter anderem auch Amphibienschutzzäune zum Einsatz. Viele Amphibienarten packt zu bestimmten Zeiten des Jahres die Wanderlust. Parallel zu den Bauarbeiten zum Projekt „Hochwasserschutz Donau – Marchfeldschutzdamm“ östlich von Wien ist derzeit in verschiedenen Gebieten des Nationalparks Donau-Auen eine solche Wanderphase im Gange. Um die Tiere nicht durch die Bauarbeiten zu gefährden, ist es daher gerade jetzt besonders wichtig, sie aktiv und vorausschauend zu schützen. Dazu werden in allen Bauabschnitten des Projekts beiderseits des Dammes entsprechende Schutzzäune errichtet und bedarfsgerecht stets dort platziert, wo gerade Bauarbeiten laufen oder in den nächsten Wochen stattfinden werden. Eigens geschulte Betreuerinnen und Betreuer fangen mithilfe längs der Amphibienzäune befindlicher einfacher Behälter die wanderfreudigen Tiere ein und verbringen sie in geeignete Habitate oder ermöglichen ihnen die gefahrlose Überquerung des Dammes. Da die Amphibien gerade besonders mobil sind, ist aktuell eine intensive tägliche Betreuung notwendig. Die Artenschutzmaßnahmen in den Baubereichen sind Bestandteil der behördlichen Bewilligung und geschehen in Abstimmung mit dem Nationalpark Donau-Auen.

]]>
viadonau Sicherheit
news-1038 Mon, 12 Mar 2018 17:11:51 +0100 Eine Insel entsteht https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/eine-insel-entsteht Östlich von Wien, bei Stromkilometer 1896, wird im Furtbereich Rote Werd eine neue Insel geschüttet. Ganz im Sinne eines integrativen Geschiebemanagements wird dazu Kies aus den aktuell laufenden Baggerungen der Seichtstellen Rote Werd und Regelsbrunn genutzt. Das neue Eiland entsteht nicht ohne konkretes Ziel: Der Fließquerschnitt in der für die Schifffahrt kritischen Seichtstelle Rote Werd soll dadurch so eingeengt werden, dass lokal keine Anlandungen in der Fahrrinne mehr auftreten können. Auf diese Weise wird die Eigendynamik des Flusses nachhaltig genutzt, um die vorgeschriebenen Fahrwasserparameter für die Schifffahrt ohne zusätzliche Baggermaßnahmen bereitzustellen. Seit Anfang Februar wurde in einem ersten Schritt das Material aus dem Furtbereich in der Strommitte gebaggert und neben der Fahrrinne gelagert. Nun wird in einem zweiten Schritt der eigentliche Inselkörper geschaffen. Dabei gilt es, die Höhenlage anzupassen sowie die Flachwasserzonen auszuformen. Die Arbeiten an der neuen Insel werden bis Mitte März beendet sein. Anschließend werden im Rahmen eines kontinuierlichen Monitorings sowohl die Entwicklung der neugeschaffenen Flussinsel als auch ihre Auswirkungen auf die Schifffahrtsrinne bis zur nächsten Niederwasserperiode Ende 2018/2019 beobachtet. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse zur Wirkung der neuen Insel werden in zukünftige wasserbauliche Maßnahmen östlich von Wien einfließen.

Neben der wasserbaulichen Optimierung ergeben sich durch die Inselschüttung auch ökologische Vorteile: Auf der Rückseite der Insel entstehen vom Wellenschlag beruhigte und durchströmte Bereiche, die wertvolle Fischlaichplätze darstellen. Zudem entstehen mit der Insel neue Uferlinien und Bereiche mit unterschiedlichen Strömungsverhältnissen. Insgesamt werden rund 50.000 Kubikmeter Kies umgelagert. Die Durchführung der Baumaßnahmen erfolgt in enger Abstimmung mit dem Nationalpark Donauauen.

]]>
viadonau Wasserstraße FGP
news-1035 Thu, 08 Mar 2018 12:22:19 +0100 Gleiche Chancen und Diversität als wertvolle Ressourcen für die Zukunft – viadonau veröffentlicht Bericht zur Chancengleichheit https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/gleiche-chancen-und-diversitaet-als-wertvolle-ressourcen-fuer-die-zukunft-viadonau-veroeffentlicht-bericht-zur-chancengleichheit viadonau bekennt sich seit jeher zu einer gezielten arbeitnehmerinnen- und arbeitnehmerorientierten Unternehmensentwicklung, um gerechte Berufsperspektiven für alle zu schaffen. Mit vielfältigen Ansätzen – von der konsequenten gendergerechten Kommunikation bis zu aktiven Maßnahmen, das breitgefächerte Berufsspektrum jenseits von Geschlechtergrenzen zu präsentieren – setzt das Unternehmen weiterhin ein klares Zeichen für gleiche Chancen zu beruflicher Selbstverwirklichung und Erfolg. Rechtzeitig zum Weltfrauentag präsentiert viadonau den jährlichen Bericht zur Chancengleichheit. Die Arbeitswelt in Österreich verändert sich kontinuierlich – vor allem, wenn es um gleiche Chancen im Beruf geht. Während der allgemeine Trend in Sachen Geschlechtergerechtigkeit eine positive Entwicklung zeigt, gibt es in einzelnen Bereichen noch enormen Nachholbedarf. So ist laut Analyse der Statistik Austria zwar der sogenannte Gender Pay Gap von 2006 bis 2016 von 25,5 Prozent auf 20 Prozent gesunken, unselbständig beschäftigte Frauen verdienen brutto jedoch immer noch rund 38 Prozent weniger als Männer. Mitverantwortlich dafür ist der vergleichsweise hohe Anteil von Frauen in Teilzeitbeschäftigung – 2016 lag dieser Anteil bei 48 Prozent. Vergleicht man nur die Vollzeitbeschäftigten, beträgt der Einkommensunterschied immerhin noch rund 16 Prozent.  

Geschlechtergerechte Berufsperspektiven zu bieten, heißt für viadonau, auf die speziellen Lebenssituationen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter maßgeschneidert einzugehen. Als sozialbewusstes Unternehmen bietet viadonau dazu ein modernes und bedarfsgerechtes Karenzmanagement, das den individuellen Lebensrealitäten Rechnung trägt und die bestmögliche Balance zwischen den eigenen Bedürfnissen und den Interessen des Unternehmens schafft. Dabei geht es nicht nur um die Betreuung des Nachwuchses, sondern zum Beispiel auch um Pflegebedürfnisse im familiären Umfeld oder Auszeiten zur Weiterbildung. Aber auch der Wiedereinstieg nach Karenzzeiten in den Arbeitsalltag soll gelingen. Dafür können bei viadonau flexible und individuelle Arbeitszeitmodelle in Anspruch genommen werden wie Gleitzeit, Telearbeit und das „Führen in Teilzeit“.  

Maßgeschneiderte Arbeitszeitmodelle sind jedoch nur ein Teil der Gleichbehandlungsstrategie von viadonau. Das Unternehmen versteht Vielfalt als wertvolle Ressource für den Unternehmenserfolg. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen deshalb ganz unmittelbar spüren, dass sie unabhängig von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder Weltanschauung, Alter, einer Behinderung oder der sexuellen Orientierung dieselbe Wertschätzung erfahren. Das gelingt am besten durch konsequente rücksichtsvolle und gendergerechte Ausdrucksformen in Wort und Bild – von der internen Kommunikation bis zu den zahlreichen Publikationen und Online-Auftritten.  

Um optimale Rahmenbedingungen für ein vielfältiges geschlechtergerechtes Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich harmonisch ergänzen, unterstützen und respektieren, ist es jedoch auch wichtig, fernab traditioneller Geschlechterrollen Bewusstsein für die Vielfalt der viadonau-Berufe zu kreieren. Denn Schifffahrt, Schleuse oder Erhaltung müssen nicht ausschließlich Männersache sein. An den jährlichen Töchtertagen der Stadt Wien und der Girl‘s Days des Bundes Ende April lädt viadonau regelmäßig Mädchen dazu ein, die enorme Bandbreite der Aufgaben und Tätigkeiten bei viadonau hautnah kennenzulernen – um schon jetzt die nächste Generation von Schleusenaufseherinnen, Kapitäninnen und Ökologinnen mit der einzigartigen Berufswelt von viadonau zu inspirieren.  

Aktuelle Impulse und Entwicklungen zur geschlechtergerechten Unternehmensentwicklung und wie viadonau im Detail die Vielfalt fördert und für nachhaltige Chancengleichheit im Berufsalltag sorgt, ist ab sofort im neuen Bericht zur Chancengleichheit bei viadonau 2018 nachzulesen.

]]>
viadonau
news-1030 Wed, 07 Mar 2018 18:12:51 +0100 Aktuelle Daten zu Brückendurchfahrtshöhen bringen mehr Sicherheit für Schifffahrtstreibende https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/aktuelle-daten-zu-brueckendurchfahrtshoehen-bringen-mehr-sicherheit-fuer-schifffahrtstreibende Bereits seit 2015 veröffentlicht viadonau die aktuellen Durchfahrtshöhen jener sieben Brücken, die bei höchstem Schifffahrtswasserstand niedriger als 8 Meter und damit für die Schifffahrt potenziell kritisch sind. Die bisher veröffentlichten Brückendaten betreffen die Nibelungenbrücke in Linz, die Straßenbrücke Stein-Mautern, die Eisenbahnbrücke Krems, die Straßen- und Eisenbahnbrücke Tulln sowie die Reichsbrücke in Wien. Die laufend aktualisierten Brückendurchfahrtshöhen werden entweder aus den Messdaten nahe gelegener Pegelstellen berechnet oder mit Hilfe von Radarmessgeräten, die direkt am Brückengeländer montiert sind, ausgelotet. Nur wenige Minuten nach der Messung sind die Brückendurchfahrtshöhen bereits über die DoRIS-Website und die DoRIS Mobile App (erhältlich für iOS und Android) abrufbar.

Im November 2017 wurden auch die Praterbrücke und der Georg-Danzer-Steg (U6-Brücke) in Wien mit entsprechenden Messgeräten ausgestattet. Nach Ende des erfolgreichen Probebetriebs im Februar 2018 werden nun die aktuellen Durchfahrtshöhen für alle sieben kritischen Donaubrücken in Österreich veröffentlicht.

]]>
viadonau Sicherheit
news-1010 Tue, 06 Mar 2018 10:53:27 +0100 Kundenzufriedenheit: viadonau auch 2017 mit Topwerten beurteilt https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/kundenzufriedenheit-viadonau-auch-2017-mit-topwerten-beurteilt Ende 2017 führte viadonau erneut eine Umfrage zur Zufriedenheit der Nutzerinnen und Nutzer der Wasserstraße durch. Ziel war es, die Service-Qualität in Sachen Wasserstraße, Schleusen und den Donau River Information Services noch besser an die Bedürfnisse der Schifffahrtstreibenden anpassen zu können. Dabei zeigten sich neue Spitzenwerte und ein noch erfreulicheres Zeugnis als zuletzt bei der 2016 durchgeführten Befragung. Die unmittelbaren Nutzerinnen und Nutzer der Wasserstraße standen dieses Mal noch stärker im Fokus: So handelte es sich bei rund 96 % der Befragten um Schifffahrtstreibende (2016 waren es 80 %). Auf einer fünfteiligen Skala (1 für "ausgezeichnet", 5 für "schlecht") konnten wieder Bewertungen für unterschiedliche Themenbereiche abgegeben werden. Das Ergebnis: Auch 2017 kann viadonau wieder mit neuen Spitzenwerten und deutlich positiven Rückmeldungen das hohe Serviceniveau aufrecht erhalten und so zu einer verbesserten Leistungsfähigkeit der Wasserstraße beitragen.

Instandhaltung und Schleusungen: Ausgezeichnete Werte 
Bereits bei der vorangegangenen Erhebung im Jahr 2016 bewerteten 93 % der Befragten die Qualität der Instandhaltungsmaßnahmen mit "gut" oder "ausgezeichnet" - mit 96 % konnte viadonau diesen Wert 2017 noch einmal übertreffen. Neue Spitzenwerte gab es außerdem bei der Qualität der Fahrrinnenbezeichnung: Hier erhielt viadonau erstmals eine Durchschnittsnote von 1,6 sowohl für die Positionierung als auch Sichtbarkeit der Kennzeichnung. Auch die Durchführung der Schleusungen wurde mit 92 % positiven Angaben und einer Note von 1,69 noch besser bewertet als 2016. Die Sicherheit und Ausstattung wird von über 90 % weiterhin als "gut" bzw. "ausgezeichnet" empfunden, während Zeitpunkt und Dauer der Sperren für Revisionen und Reparaturen eine neue Bestnote von 2,19 erzielten.

Schleusenaufsicht: Freundlich, kompetent und für kritische Situationen gewappnet 
93 % der Befragten beurteilten die Freundlichkeit und Kompetenz, aber auch das Verhalten der Schleusenaufsicht in kritischen Situationen mit einem "gut" oder "ausgezeichnet". Und auch die Reaktionen der Schleusenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter auf Beschwerden erhielten mit über 80 % positiven Bewertungen eine solide Note von 1,77.

Informationsdienste: Pegelstände am häufigsten abgefragt 
Die Qualität, Aktualität und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationsdienste erreichten bei der aktuellen Umfrage zwischen 82 % und 92 % positive Rückmeldungen. Und auch die DoRIS Mobile App erfreut sich mit über 80 % deutlich zufriedenen Befragten eines guten Zeugnisses. Am häufigsten werden dabei Pegelstände und mehrtägige Pegelprognosen bei Niederwasser abgefragt (96 %), Informationen zu Fahrwassertiefen an Seichtstellen (95 %), Nachrichten für die Binnenschifffahrt (93 %) und der Schleusenstatus (92 %).

Öffentliche Liegestellen: Kundenzufriedenheit gestiegen 
Sowohl in Wien und Linz, als auch bei den Warteländen vor Schleusen, hat sich die Zufriedenheit der Nutzerinnen und Nutzer mit den öffentlichen Liegestellen im Vergleich zu 2016 verbessert. Das öffentliche Liegestellenangebot im Allgemeinen (Anzahl der Liegestellen, baulicher Zustand, Ausstattung und Lage) wurde ebenfalls überwiegend mit "gut" oder "ausgezeichnet" bewertet.

Fazit: Trotz neuen Spitzenwerten noch Luft nach oben 
Bereits 2016 konnte die Zufriedenheit der Nutzerinnen und Nutzer der Wasserstraße bedeutend gesteigert werden. Auch 2017 gelang es viadonau, das Serviceangebot weiter zu optimieren und somit ein noch besseres Zeugnis zu erhalten. Um stets die Leistungsfähigkeit der Wasserstraße nachhaltig zu verbessern, bleibt für das Unternehmen weiterhin das Verbesserungspotenzial im Vordergrund - so werden die Ergebnisse der jährlich durchgeführten Umfrage dazu genutzt, um eine laufende Anpassung der Dienstleistungen an die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden gewährleisten zu können.

Alle Informationen zu den Ergebnissen der Kundenbefragung 2017 finden Sie hier

]]>
viadonau
news-990 Tue, 27 Feb 2018 13:30:00 +0100 Christian Doppler Labor eröffnet – Zukunftsweisende Sedimentforschung an der Donau https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/christian-doppler-labor-eroeffnet-zukunftsweisende-sedimentforschung-an-der-donau Am 26. Februar wurde mit der Eröffnung eines neuen Christian Doppler Labors an der Universität für Bodenkultur in Wien ein neues Kapitel der Sedimentforschung an der Donau aufgeschlagen. Expertinnen und Experten aus Forschung und Wirtschaft widmen sich dabei ganz gezielt und in enger Zusammenarbeit der komplexen Dynamik von Fließgewässern und den vielfältigen Fragen im Bereich Flussmorphologie und Sedimenttransport. Im Zentrum der Forschungskooperation steht zukunftsorientiertes Sedimentmanagement sowohl im Hinblick auf Aspekte der Energiewasserwirtschaft als auch im Kontext der ganzheitlichen und nachhaltigen Entwicklung von Flusssystemen und hier im Besonderen der Wasserstraße Donau. Wissen schafft Wert“ lautet das Motto der Christian Doppler Forschungsgesellschaft. Christian Doppler Labore (kurz: CD Labor) stehen für anwendungsorientierte Grundlagenforschung und fördern zielgerichtete Kooperationen von Wissenschaft und Wirtschaft. Die Partner müssen sich gemeinsam bewerben. Falls das Konzept überzeugt und ein Forschungslabor durch die Christian Doppler Gesellschaft bewilligt wurde, werden 50 Prozent der Kosten als Wissenschaftsförderung übernommen. Im neu eröffneten Labor steht „Sedimentforschung und -management“ im Fokus. Forscherinnen und Forscher betrachten dabei die Erfordernisse für die Energiewirtschaft ebenso wie die Wirkung flussbaulicher Maßnahmen auf Fließverhalten und Geschiebedynamik der Donau. Zur Beantwortung der Fragestellungen kommen neue Messmethoden, numerische Modelle und physische Laborversuche zum Einsatz.  

Träger des Labors ist das Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstruktiver Wasserbau der BOKU Wien. Um das fachliche Know-How aus Wissenschaft und Wirtschaft bedarfsgerecht zu bündeln wird das vielfältige Forschungsspektrum in drei Module geteilt: Wasserkrafttechnologien und -management (Partner: VÖU Verein für Ökologie und Umweltforschung, ein Zusammenschluss heimischer Wasserkraft-Unternehmen), Sedimentmanagement an großen Flüssen (Partner: viadonau) und Sedimentmanagement im Umfeld von Wasserkraftturbinen (Partner: Andritz Hydro und Voith Hydro). Im Rahmen des Labors arbeiten so jene Organisationen zusammen, für die Sedimentmanagement eine zentrale Herausforderung darstellt. Die Forschungsaktivitäten zu den Modulen wurden bereits im Oktober 2017 aufgenommen.

Ein nachhaltiges Sedimentmanagement ist derzeit kaum möglich, da ein umfassendes Verständnis der zugrundeliegenden Prozesse noch fehlt, gab Christian Hauer, Leiter des neuen CD Labors für Sedimentforschung und -management, die wissenschaftliche Ausgangslage zu den mathematischen Grundlagen zu bedenken und schwor abschließend die Forscherinnen und Forscher sowie die Partnerunternehmen auf die kommenden sieben Forschungsjahre ein: Genau da setzt das neue Labor an gemeinsam gehen wir den drängendsten Fragen der Sedimentforschung ganz gezielt auf den Grund.

Schlüsselwort Sedimentmanagement 
Die Beschaffenheit der Flusssohle und Ufer gibt dem Strom sein ganz eigenes, charakteristisches Fließverhalten. Eine entscheidende Rolle spielen dabei Sedimente, also jene Feststoffe im Fluss, die von der Fließkraft kontinuierlich über den Grund weitergeschoben oder in der fließenden Welle transportiert werden. Das kiesige bis sandige Material kann jedoch nicht immer vom Fluss weiterbefördert werden. In Stauräumen oder Furtbereichen sammelt es sich und muss entfernt werden, in anderen Bereichen entsteht ein Defizit, das zu Erosionserscheinungen führt. Um Energieerzeugung und Schifffahrt aufrechtzuerhalten sind die Energiewirtschaft und viadonau daher zu einem Management der Sedimente gezwungen. Sedimente spielen aber auch eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Lebensräume im und entlang von Flüssen, und Kies ist wichtiges Baumaterial zur Gestaltung naturnaher Strukturen wie Kiesbänke und Inseln im ökologischen Wasserbau.

Um Sedimentationsprozesse und Geschiebedynamik der Donau noch besser zu verstehen und diese möglichst positiv zu beeinflussen, rücken viadonau und das CD Labor vor allem den Donaukies und die spezifischen Prozesse seines Transports über den Flussboden in den Fokus. Wie groß ist der Nutzen einer Grobkornzugabe, um die Eintiefung der Sohle zu reduzieren? Sind Kiesinselschüttungen geeignete Elemente im modernen Wasserbau? Wie ist ihre Wirkung gegen Eintiefungen aber auch bei Hochwasserereignissen? Wie genau entstehen Gefahrenkolke und wie können sie gegen einen drohenden Sohldurchschlag gesichert werden? Mithilfe der Forschungsergebnisse strebt viadonau vor allem an der frei fließenden Donau östlich von Wien ein maßgeschneidertes Geschiebemanagement an, das sowohl den Schutz des Lebens- und Naturraums als auch den sicheren Betrieb der Wasserstraße nachhaltig unterstützt.   

Reprise einer erfolgreichen Zusammenarbeit 
Für viadonau und die Universität für Bodenkultur handelt es sich bereits um die zweite Zusammenarbeit im Rahmen eines CD Labors. Das im April 2017 abgeschlossene Labor „IM Fluss“ begleitete die Pilotprojektphase an der Donau östlich Wien und war für die wissenschaftliche Begleitung der wasserbaulichen Maßnahmen verantwortlich. Die dabei erzielten Forschungsergebnisse waren wesentlich für die Entwicklung des Maßnahmenkatalogs für die Donau östlich von Wien. Die erfolgreiche Kooperation wurde im Jahr 2015 mit dem science2business Award ausgezeichnet.  

„Schon das CD Labor „IM Fluss“ war eine erfolgreiche Zusammenarbeit und schuf wesentliche Grundlagen für ein entwicklungsorientiertes Miteinander von Forschung und Wirtschaft. Mit der erneuten Kooperation wollen wir die Nutzungssicherheit der Donau als verlässlicher Verkehrsträger weiter erhöhen und zugleich die naturverträgliche Entwicklung des Flusses sichern“, zeigte sich viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler bei der Eröffnungsfeier optimistisch.

Mit der erneuten Kooperation will viadonau das Wissen und Verständnis über Sedimente und morphodynamische Prozesse in der Donau erweitern, um Verbesserungen für den Lebensraum Donau und die Wasserstraßen-Infrastruktur zu erzielen. Östlich von Wien spielt das Sedimentmanagement bzw. Geschiebemanagement die zentrale Rolle, um der Sohleintiefung entgegenzuwirken.

]]>
Umwelt FGP
news-1270 Fri, 23 Feb 2018 10:55:00 +0100 Hochwasserschutz Donau – Dammsanierung trotzt Wintereinbruch https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/hochwasserschutz-donau-dammsanierung-trotzt-wintereinbruch Obwohl der Winter in Ostösterreich Ende Februar mit dichtem Schneefall und hohen Minustemperaturen eine überraschende Neuauflage erlebt, schreiten die Arbeiten zur Dammsanierung des Marchfeldschutzdamms unvermindert voran. So sollen die bauvorbereitenden Maßnahmen und Rodungen noch Ende Februar abgeschlossen werden. Während in den Gemeinden Mannsdorf, Orth und Stopfenreuth die runderneuerten Schutzanlagen Form annehmen, achten die Expertinnen und Experten von viadonau zugleich auch auf Schonung der wertvollen Tier- und Pflanzenwelt im Projektgebiet. Im Rahmen des umfangreichen Sanierungsprojekts haben die Arbeiten an den Hochwasserschutzanlagen (mit einer Gesamtlänge von rund 67 Kilometern) bereits ordentlich Fahrt aufgenommen. So sind die Baufortschritte in den Projektgebieten Mannsdorf – Orth und Stopfenreuth inzwischen gut sichtbar: Die Erdbauarbeiten sind angelaufen, der Bau des Fadenbachsiels in Orth geht zügig voran, und die Fertigstellung der Querungen der Erdgaspipelines in Mannsdorf steht bereits kurz bevor. Noch im März wird in diesem Bereich der Einbau der Dammdichtwand in Angriff genommen. Ebenfalls schon voll im Gange sind die Erdbauarbeiten am Künettendamm in Stopfenreuth. Kiessäulen und Dichtwand konnten dort bereits Ende Jänner fertiggestellt werden. Nach den raschen Fortschritten haben die Hochwasserschutzexpertinnen und –experten schon den nächsten Sanierungsabschnitt im Visier: die Rußbachdämme. Der Baustart ist für März geplant.

Ein Hochwasserschutzdamm ist immer auch Naturraum. Das Projektgebiet liegt im unmittelbaren Umfeld des Nationalparks Donau-Auen und verfügt über eine außergewöhnliche Artenvielfalt. Um die Beeinträchtigung dieses wertvollen Lebensraums durch die Sanierungsarbeiten möglichst gering zu halten, werden im Zuge der Bauaktivitäten – wie zuvor schon bei der Dammsanierung an March und Thaya – vielfältige Maßnahmen zum Schutz der Pflanzen- und Tierwelt gesetzt. So werden entlang des Damms unter fachkundiger ökologischer Begleitung Schutzzäune für Amphibien und Reptilien errichtet. Wertvolle Trockenrasen und Orchideen werden in Soden abgetragen und wieder zurückversetzt. Im Frühling beginnt zudem die Eiablage der Sumpfschildkröten, Großvögel wie Seeadler, Schwarzstorch und Wespenbussard beziehen ihre Horste. Um sie zu schützen, werden in diesen Bereichen im entsprechenden Zeitraum keine Bauarbeiten durchgeführt. Auch für die örtlichen Landwirte können sich vorübergehende Erschwernisse bei der Bestellung ihrer Felder und Wiesen beispielsweise durch die Amphibienschutzzäune an ergeben. Hier ersuchen wir um Rücksichtnahme, damit ein modernes Dammsystem errichtet werden kann, das auch weiterhin einzigartige Naturerlebnisse bietet.

]]>
Hochwasserschutz Aktuelles
news-981 Fri, 09 Feb 2018 14:20:18 +0100 FAIRway Danube: Erste Ergebnisse für Schifffahrtstreibende https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/fairway-danube-erste-ergebnisse-fuer-schifffahrtstreibende FAIRway Danube unterstützt aktiv die Wasserstraßenverwaltungen von sechs Ländern entlang der Donau, um die Maßnahmen in den jeweiligen Abschnitten nachhaltig zu verbessern. Am 28. November 2017 zogen die Projektpartner Zwischenbilanz zu den Projektfortschritten unter Leitung des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und viadonau. Maja Bakran Marcich, stellvertretende Generaldirektorin für Mobilität und Transport der Europäischen Kommission sowie Vertreter der Logistikbranche zeigten sich mit den Zwischenergebnissen von FAIRway Danube sehr zufrieden. Von 2015 bis 2020 engagieren sich die Projektpartner von FAIRway Danube, aktuelle Informationen zu Seichtstellen, Wasserständen und Pegelprognosen länderübergreifend zu harmonisieren. Durch eine Anpassung der Fahrrinne an die Wassertiefen und am besten geeigneten nautischen Bedingungen werden verfügbare Tiefen optimal genutzt. Parallel dazu strebt FAIRway Danube eine harmonisierte Instandhaltung der Donau und der schiffbaren Nebenflüsse an. Die Pilotaktivitäten der neuen vereinheitlichten Dienste für Nutzerinnen und Nutzer der Wasserstraße, technische Spezifikationen und der Gebrauch des Equipments sind ein bedeutender Bestandteil von FAIRway Danube.

Bis Dezember 2017 wurden bereits folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Die nationalen Aktionspläne, die Informationen zu den Fahrwasserverhältnissen und geplanten Maßnahmen bereitstellen, wurden 2 Mal pro Jahr aktualisiert. Die jeweiligen Berichte bildeten außerdem eine Grundlage für die Verkehrsministerinnen und -ministertagung in Rotterdam am 20. Juni 2016.
  • Am 25. Oktober 2017 wurde in Vukovar (Kroatien) das erste Vermessungsschiff getauft. Das Schiff bietet genauere Fahrwasserdaten sowohl für Schifffahrtstreibende als auch für die Wasserstraßenverwaltungen.
  • Noch in diesem Jahr werden zusätzliche Schiffe für Bulgarien, Rumänien und die Slowakei geliefert. Durch den Betrieb der Schiffe wird die Kennzeichnung der Wasserstraße verbessert.
  • In Kroatien werden aktuell neun Pegelstellen aufgebaut. Die Vorbereitungen für weitere 30 Pegelstellen wurden bereits getroffen, sodass diese noch 2018 in Betrieb genommen werden können.
  • Basierend auf der Machbarkeitsstudie zur Sanierung der Schleusen in Gabčíkovo (Slowakei), die im Rahmen von FAIRway Danube erstellt wurde, wurde ein Connecting Europe Facility Projekt im Wert von 145 Mio. € von der Europäischen Kommission genehmigt.
  • Auch heuer wird eine Reihe von nationalen Nutzerforen organisiert, um Feedback von wichtigen privaten und öffentlichen Stakeholdern einzuholen.  

2018 stehen die Fertigstellung der Schiffe und der Aufbau der Pegelstellen, aber auch die Bereitstellung von aktuellen und vereinheitlichten Informationen zu Seichtstellen im Mittelpunkt. So liefert FAIRway Danube einen wertvollen Beitrag zur Realisierung des Fairway Masterplans zur Instandhaltung der Donau und ihrer schiffbaren Nebenflüsse.

Mehr über FAIRway Danube

Kontakt: 
Andreas Bäck (Projektkoordinator) via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH Donau-City-Straße 1, A-1220 Wien Tel: +43 (0) 50 4321-1609
Email: andreas.baeck[at]viadonau.org    

Claudiu Dutu (Project Dissemination) AFDJ – River Administration of the Lower Danube Galati Galati, 32 Portului Street, Rumänien Tel: +40 (36) 460016
Email: claudiu.dutu[at]afdj.ro 

]]>
viadonau Wirtschaft
news-973 Fri, 02 Feb 2018 14:29:37 +0100 Plastikfrei von der Quelle bis zur Mündung https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/plastikfrei-von-der-quelle-bis-zur-muendung In den letzten Jahren ist das Bewusstsein für eine saubere Donau in allen ihren Anrainerstaaten deutlich gewachsen. So ist das Reinhalten des internationalsten Stroms der Welt inzwischen ein gemeinschaftlich europäisches Anliegen, das auch in der sogenannten Plastic Strategy der Europäischen Kommission seinen Ausdruck findet. Im grenzübergreifenden Projekt PlasticFreeDanube engagiert sich viadonau gemeinsam mit österreichischen und slowakischen Partnern zur umfassenden Untersuchung und für nachhaltige gemeinsame Lösungsansätze zur Vermeidung von Kunststoffabfällen in der Donau. Zu dem von der EU geförderten bilateralen Donauprojekt fand am 24. Jänner in Hainburg das erste Meeting mit nationalen und internationalen strategischen Partnern statt. Kunststoffe zählen zu den vielseitigsten Materialien überhaupt und begegnen uns heute in beinahe allen Bereichen des Alltags. Ihr großer Erfolg als Allzweckstoff macht sie zugleich aber zu einem wesentlichen Teil des Müll- und Müllentsorgungsproblems – auch an und auf der Donau. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes aus 2015, die sich auf das Vorkommen von Mikroplastik (Teile in der Größe von 0,5 bis 5 mm) konzentrierte, landen jährlich bis zu 40 Tonnen Plastik (Hochrechnung für alle Größenfraktionen, Messstelle Hainburg) in der Donau. Etwa 90 Prozent der in den untersuchten Proben gefundenen Kunststoffe gelangten durch Abschwemmung, Windverfrachtung, Abwasser und durch Wegwerfen in den Fluss. Die restlichen rund 10 Prozent sind industriellen Ursprungs und stammen aus Produktion, Verarbeitung und Logistik. Während ein Teil des Plastikmülls insbesondere im Umfeld der Staustufen wieder anlandet und dabei die Flussufer verschmutzt, leitet der Strom große Mengen des Kunststoffs schließlich bis ins Schwarze Meer. Auf diese Weise wirken Flüsse als bedeutende „Lieferanten“ für die zunehmende Kunststoffbelastung der Meere und die wachsenden, ziellos über die Ozeane treibenden Müllinseln.  

Für wirkungsvolle Maßnahmen braucht es umfassende und verlässliche Daten. PlasticFreeDanube zielt daher vor allem darauf ab, das Wissen über Eintragsquellen, Transportverhalten und mögliche Umweltgefahren durch die fortschreitende Kunststoffbelastung der Donau zu erweitern. Mithilfe der Analysedaten sollen standardisierte Methoden entwickelt werden, um die Verschmutzung durch Makro-Kunststoffe (Teile größer als 5 mm) von Flussökosystemen zuverlässig beobachten und bewerten zu können. Die gewonnenen Daten und daraus entstehenden Monitoring-Konzepte bilden wiederum die Basis für ein zentrales Anliegen der Projektpartner: ein Aktionsplan für Kunststoffabfälle und treffsichere Pilotmaßnahmen gegen die Verschmutzung durch Kunststoffe in und entlang der Donau. Ein wichtiger Ansatzpunkt des Projekts ist dabei konsequente Bewusstseinsbildung. Neben der Erstellung maßgeschneiderter Lehr- und Ausbildungsmaterialien setzt PlasticFreeDanube auf eine eigens geschaffene Kommunikations- und Informationsplattform zum Thema Plastikverschmutzung in Flussökosystemen – ein starkes und nachhaltiges grenzübergreifendes Signal für eine saubere und lebendige Lebensader Donau.  

Das von der EU im Rahmen des Interreg SK-AT Programms geförderte bilaterale Projekt PlasticFreeDanube wird von fünf Partnern aus Österreich und der Slowakei (Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) – Institut für Abfallwirtschaft (ABF) & Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstruktiver Wasserbau (IWHW), viadonau, RepaNet o.z., PISAS – Polymer Institute der Slowakischen Akademie der Wissenschaften und der Nationalpark Donau-Auen) und 17 strategischen Partnern umgesetzt.

Mehr über PlasticFreeDanube
Über den Circular Economy Action Plan der EU
European strategy for plastics

]]>
viadonau Umwelt
news-960 Mon, 15 Jan 2018 17:21:16 +0100 Für das digitale Transportzeitalter – Transport Research Arena 2018 in Wien https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/fuer-das-digitale-transportzeitalter-transport-research-arena-2018-in-wien Nach Warschau 2016 legt die Transport Research Arena heuer von 16. bis 19. April in der Messe Wien an. Als eine der wichtigsten europäischen Forschungskonferenzen in Sachen moderner Transporttechnologien und Mobilitätskonzepte bietet die TRA einmal mehr eine ideale Plattform für die innovative Wasserstraßenentwicklung Marke viadonau. Im Zentrum des viadonau-Auftritts steht die Digitalisierung der Wasserstraße und wie sie zu einer sicheren, wettbewerbsfähigen und ökologisch nachhaltigen Zukunft des Donauraums beitragen kann. Als umweltfreundliches und konkurrenzlos belastbares Transportsystem ist die Binnenschifffahrt jener Verkehrsträger mit dem größten Zukunftspotenzial. Um die Stärken der Wasserstraße bestmöglich zu nutzen, braucht es jedoch auch optimale Rahmenbedingungen. Besonders wichtig: die Binnenschifffahrt fest im digitalen Zeitalter verankern und so der Transportwirtschaft eine moderne, sichere und leistungsfähige Alternative im europäischen Verkehrsnetz anbieten. Die Fahrrinne innovativ instand zu halten, steht für viadonau dabei ebenso im Fokus, wie die Weiterentwicklung von elektronischen Schifffahrtsinformationsdiensten und der Einsatz modernster Messtechnik. Was leistet das Waterway Asset Managementsystem WAMS für eine proaktive Instandhaltung der Wasserstraße? Warum sind die River Information Services auf der österreichischen Donau heute kaum noch wegzudenken? Wie kann das Binnenschiff noch umweltfreundlicher gemacht werden? Und wie lassen sich ökologische Ziele, Hochwasserschutzmaßnahmen und wirtschaftliche Entwicklungsansätze am besten miteinander verbinden?

Seien Sie dabei und erfahren Sie aus erster Hand mehr über aktuelle Entwicklungen, Chancen und Perspektiven der Güterschifffahrt, und erhalten Sie seltene Einblicke hinter die Kulissen innovativer und verantwortungsbewusster Wasserstraßenverwaltung.  

Die alle zwei Jahre stattfindende Transport Research Arena ist die größte Europäische Verkehrsforschungskonferenz mit Schwerpunkt Transport und Mobilität. Unter dem Motto "a digital era for transport. solutions for society, economy and environment" werden heuer rund 3.000 internationale Expertinnen und Experten in Wien erwartet, um über die Entwicklungen im Bereich Mobilität und neueste Forschungsergebnisse zu diskutieren.

www.traconference.eu

]]>
viadonau Wirtschaft
news-955 Mon, 18 Dec 2017 09:58:47 +0100 Die Baustoffinitiative nimmt Fahrt auf – Stückguttransporte im Aufwind https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/die-baustoffinitiative-nimmt-fahrt-auf-stueckguttransporte-im-aufwind Am 30. November fand im Ennshafen der 2. Expertenworkshop „Baustoffe mit dem Binnenschiff“ statt. Rund 30 Expertinnen und Experten aus dem Baustoff- und Donaulogistiksektor nutzten diesmal die Gelegenheit, um über die Chancen und Möglichkeiten der Binnenschifffahrt zu diskutieren. Der Workshop fand im Logistikzentrum Ennshafen, in Sichtweite zum Donauhafen statt. Ziel des Veranstaltungsformats: viadonau bietet Vertreterinnen und Vertretern der Baustoffindustrie und des Donaulogistiksektors eine neutrale Plattform für den Informationsaustausch. Das soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Business-to-Business Kontakte bieten, aus denen schließlich Transporte auf der Wasserstraße entstehen.

Im Mittelpunkt standen einmal mehr die Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft. So konnten aktuelle Logistikanforderungen in der Baustoffbranche diskutiert werden, um darauf aufbauend Möglichkeiten für die Transportverlagerung auf die Donau zu identifizieren. Dr. Auer, Geschäftsführer der EHG Ennshafen, beleuchtete die Angebote im Hafen ansässiger Logistikdienstleister für den Umschlag von Baustoffen. DI Ockermüller von GEROCRET machte deutlich, dass die von seinem Unternehmen produzierten Betonfertigteile – darunter auch Schwer- und Übermaßgüter – optimal geeignet sind, um mit dem Binnenschiff transportiert zu werden. GEROCRET hat ab Standort Langenlebarn direkten Zugang zur Donau und überlegt langfristig auch die eigene Umschlagstelle auszubauen. Darüber hinaus gab Mag. Reithofer einen strategischen Ausblick auf mögliche Baurohstofftransporte der Firma Bernegger mit dem Binnenschiff. Das Unternehmen hat bisher auch schon die Donau als Tranportachse genutzt. Besonders aufgrund von steigenden Umweltvorschriften und der strenger werdenden Vorgaben bei Spezialprojekten – vornehmlich in städtischen Gebieten – kann die Binnenschifffahrt in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen. Abschließend gaben Mag. Walter Holzhammer und Dipl. Vw Elmar Ockenfels noch einen Überblick über die Umschlagsmöglichkeiten im Hafen Antwerpen für Güter der Baustoffindustrie inklusive der internationalen Anschlussmöglichkeiten.

Im Rahmen eines kleinen Rückblicks auf die vorhergehende Recyclingprodukte-Initiative fand begleitend zum Baustoffe-Workshop eine Betriebsbesichtigung der TBS GmbH, einem Tochterunternehmen der Firma Bernegger statt. Diese betreibt am Standort Enns ein Lager für Bernegger und eine Aufbereitungsanlage für Schredder-Abfälle.

Das gemeinsame Fazit: Vor allem in Zeiten steigenden Kostendrucks und strenger werdender Umweltvorschriften haben Stückgüter großes Potential für die Verlagerung auf die Binnenschifffahrt. Der nächste Expertenworkshop wird im Frühjahr 2018 stattfinden und den verbleibenden Schwerpunkt Roll on/Roll off-Transporte von Baumaschinen abdecken.

Vom Workshop zu konkreten Zukunftsperspektiven 
Pünktlich zur Halbzeit der Initiative „Baustoffe mit dem Binnenschiff“ kann viadonau noch einen besonderen Erfolg vermelden. Am 13. Dezember wurden Betonblöcke der GEROCRET Ockermüller Betonwaren GmbH am Standort Langenlebarn mit einem Mobilkran auf ein Binnenschiff verladen und so erfolgreich zum Kunden, der Schaufler GmbH, nach Ybbs transportiert. Initiiert durch einen Geschäftskontakt im Baustoffe-Workshop, soll dieser Probetransport den Auftakt für eine verstärkte Nutzung der Wasserstraße durch das Unternehmen bilden. Die Unternehmen Prangl (Umschlag) und PAN EUROPE LINE (Befrachtung) sorgten für eine reibungslose Verladung auf das Binnenschiff.

Mehr zum Betonfertigteiltransport von GEROCRET finden Sie hier.

]]>
Wirtschaft Donaulogistik
news-946 Thu, 23 Nov 2017 15:51:12 +0100 Von wandernden Steinen und dem Leben in der Flusssohle https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/von-wandernden-steinen-und-dem-leben-in-der-flusssohle Derzeit laufen die wissenschaftlichen Untersuchungen zum Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg wieder auf Hochtouren. Seit Anfang November sind Forscherinnen und Forscher der Universität für Bodenkultur Wien (IWHW), des WasserClusters Lunz sowie der Firma UWITEC (Umwelt und Wissenschaftstechnik Richard Niederreiter) damit beschäftigt, sogenannte „Freeze Cores“ aus der Donausohle zu ziehen. Ziel ist, die Einmischung der im Rahmen des Pilotprojektes aufgebrachten groben Kiesfraktion (Granulometrische Sohlverbesserung) in die Donausohle nachzuvollziehen sowie etwaige ökologische Auswirkungen zu erkennen. Die Forscherinnen und Forscher dirigieren dabei ein Stelzenponton mittels GPS-Verortung von Probepunkt zu Probepunkt, um wieder exakt jene Flussbereiche zu erfassen, die auch schon in den Vorerhebungen untersucht wurden. Dann wird eine Metalllanze in den Untergrund getrieben und das Gestein mittels Flüssigstickstoff bei minus 196°C an der Lanze festgefroren. Diese gefrorenen Sedimentproben reichen bis in eine Tiefe von einem Meter und haben den Vorteil, die ungestörte Schichtung des Donausedimentes abbilden zu können. Und dabei werden auch die Lebewesen im Kieslückensystem mit erfasst. Es gibt nämlich eine ganze Lebensgemeinschaft von Insektenlarven, Kleinkrebsen, Würmern, Muscheln und Ähnlichem, die sich auf das Leben im Lückenraum von Flusssohlen angepasst hat – das sogenannte Makrozoobenthos. Die Proben werden anschließend an Land gebracht, geschlämmt, getrocknet und gesiebt. Während der WasserCluster Lunz das Makrozoobenthos untersucht, analysiert die Universität für Bodenkultur die Einmischung des aufgebrachten Grobkieses in die Donausohle sowie seinen Transport stromab. So greifen die abiotischen und biotischen Erhebungen ineinander, es wird interdisziplinär und universitätsübergreifend zusammengearbeitet.

Die bisherigen Untersuchungen haben gezeigt, dass die flussbaulichen Maßnahmen in der Flussmitte, wie das Aufbringen von groben Kiesfraktionen auf der Donausohle, keinen wesentlichen Einfluss auf das Makrozoobenthos hatten. Die Wiederbesiedlung erfolgte sehr rasch und es gab keine wesentlichen Unterschiede in der Tiefenverteilung, Artenzusammensetzung oder Dichte der Lebensgemeinschaft. Die natürlichen Schwankungen überwiegen. Anders war dies in den Uferzonen oder im Johler Arm. Dort, wo der Blockwurf im Rahmen des Uferrückbaus entfernt wurde, glich sich die Artengemeinschaft rasch an jene von natürlichen Kiessubstraten an. Im Johler Arm war vor der Wiederanbindung an die Donau eine Artenzusammensetzung ähnlich der Lebewelt stehender Gewässertypen zu beobachten. Mittlerweile hat sich hier die Artengemeinschaft an die neuen Strömungsverhältnisse angepasst. Mit der derzeitigen Wiederholung der Probenahmen sollen nun auch die längerfristigen Effekte der Baumaßnahmen im Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg erfasst werden.

Das Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg wurde von 2012 bis 2014 baulich umgesetzt und dabei von Anfang an durch ein wissenschaftliches Monitoring begleitet. Mit Baufertigstellung hat die erste Phase der Nacherhebungen begonnen und wurde 2016 beendet. Derzeit läuft die zweite Phase der Nacherhebungen mit einem geplanten Abschluss im Jahr 2020.

]]>
viadonau FGP
news-942 Tue, 21 Nov 2017 17:13:47 +0100 Workshop „20 Jahre RIS“ https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/workshop-20-jahre-ris Am 17. November fand am Sitz der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (ZKR) in Straßburg ein Workshop zum Thema „20 Jahre RIS“ statt. Im großen Saal der ZKR versammelten sich Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, der EU, des Gewerbes und der Systemhersteller, um über die Geschichte, den Status-quo sowie die Zukunft von RIS zu diskutieren. Die Vertreterinnen und Vertreter der Schifffahrt äußerten dabei den klaren Wunsch, das Versprechen für einmaliges elektronisches Melden für alle Belange des Transports in ganz Europa umzusetzen. Die Schifffahrtstreibenden und Behörden waren sich einig: Auf die modernen Technologien der Inland AIS und Inland ECDIS möchten sie nicht mehr verzichten. Jedoch sei noch viel Arbeit insbesondere in Sachen einheitliche grenzüberschreitende Nutzung zu leisten. Das wurde durch eine große Umfrage der ZKR unter Beteiligung von über 1200 Schiffsführenden festgestellt.

Entsprechend große Erwartungen werden an das laufende und von viadonau koordinierte Projekt RIS COMEX gesetzt, um vor allem die logistische Nutzung von RIS zu verbessern. Insbesondere mit Blick auf die Rolle von RIS und der ZKR rückten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch viele Zukunftsthemen in den Fokus wie autonomes Fahren und Business-to-Business Plattformen.

]]>
Aktuelles viadonau
news-1268 Mon, 13 Nov 2017 10:49:00 +0100 Hochwasserschutz Donau – Dammsanierung nimmt Fahrt auf https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/hochwasserschutz-donau-dammsanierung-nimmt-fahrt-auf Am 4. September wurde in Orth an der Donau gemeinsam mit Landeshauptfrau NÖ Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Sektionschefin des bmvit, Ursula Zechner und den Vertretern der Anrainergemeinden das Sanierungsprojekt „Hochwasserschutz Donau – Marchfeldschutzdamm, Hainburg, Wolfsthaler Damm“ feierlich eröffnet. Seither sind vorbereitende sowie erste Baumaßnahmen des Projekts voll angelaufen. Umsetzungsstand

In Hainburg wird seit September die Abdichtung der Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten und später als Hochwasserschutz adaptierten Brückenkette der Eisenbahntrasse an der Donaulände durchgeführt. Die Maßnahmen in Hainburg sollen bis Mitte nächsten Jahres abgeschlossen werden.

Am Marchfeldschutzdamm wurde am 2. Oktober mit den bauvorbereitenden Rodungen durch die Österreichischen Bundesforste begonnen. Insgesamt müssen beiderseits der Dämme Flächen im Ausmaß von rd. 8 ha für die Schutzstreifen und abschnittsweise Aufhöhung samt Verbreiterung des Damms gerodet werden. Gleichzeitig zu den Forstarbeiten finden die archäologischen Untersuchungen der Waldflächen statt. Mit Beginn der Rodungen wurde es erforderlich, den direkt am Damm verlaufenden Donauradweg großräumig umzuleiten. Die Umleitungsstrecken sind durch entsprechende Informationsschilder gekennzeichnet und werden bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten am Damm in Betrieb bleiben.

Auch die Baufirmen am Marchfeldschutzdamm haben bereits ihre Arbeiten aufgenommen. Nach Erledigung der Baufeldabsteckungen und Kampfmittelerkundungen, wurde in Mannsdorf mit der Errichtung der Dammfußdrainage und in Orth mit der Neuerrichtung des Fadenbachsiels begonnen. Seit November werden auch Erdbauarbeiten am Marchfeldschutzdamm selbst durchgeführt. Auch die europaweite Bauausschreibung zur Sanierung der Rußbachdämme ist schon angelaufen, deren Baustart soll im Frühjahr 2018 erfolgen.

Die Sanierungsarbeiten finden in einem sehr komplexen Umfeld statt und stellen eine logistische Herausforderung dar. Weite Bereiche des Marchfeldschutzdamms liegen in Naturschutzgebieten, wie Nationalpark Donau-Auen und Natura-2000-Gebieten. Die Sanierungsmaßnahmen werden daher mit entsprechender fachgerechter Rücksichtnahme auf im Sanierungsgebiet lebender heimischer Pflanzen und Tiere durchgeführt. So werden im Rahmen der Sanierung Maßnahmen zum Schutz etwa der europäischen Sumpfschildkröte, von Orchideen und der wilden Weinrebe gesetzt.

Die funktionale Fertigstellung des Dammsystems ist für das Jahr 2020 geplant, die Gesamtfertigstellung einschließlich der Restarbeiten soll 2023 erreicht sein.

Auftraggeber

Die linksufrigen Dammabschnitte sowie die Hochwasserschutzanlage Hainburg liegen im Zuständigkeitsbereich der Donauhochwasserschutz-Konkurrenz (DHK). Das Projekt wird von viadonau umgesetzt. Der Witzelsdorfer Rückstaudamm und die Überströmstrecke sind Teile des „Verbesserten Hochwasserschutzes Wien“ im Zuständigkeitsbereich der Stadt Wien und werden von der Wiener Gewässer Management GmbH (WGM) umgesetzt. Die Sanierung des Wolfsthaler Damms erfolgt im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und wird ebenfalls von viadonau durchgeführt.

]]>
Aktuelles Hochwasserschutz
news-932 Fri, 10 Nov 2017 14:37:29 +0100 An einem Strang ziehen – Österreich und Slowakei für eine saubere, sichere und lebendige Donau https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/an-einem-strang-ziehen-oesterreich-und-slowakei-fuer-eine-saubere-sichere-und-lebendige-donau Auch die kommenden Jahre stehen für viadonau ganz im Zeichen der länderübergreifenden Verbesserung des ökologischen Zustandes und der Sicherheit an der Donau. Die österreichisch-slowakische Grenzregion an Donau und March bildet dabei einen bedeutenden Hotspot. Besonders wichtig ist daher die grenzübergreifende Kooperation. In mehreren Projekten arbeiten österreichische und slowakische Expertinnen und Experten eng zusammen, um die Flusslandschaften an der gemeinsamen Grenze zu schützen und weiterzuentwickeln. Während sich das Projekt PlasticFreeDanube der Kunststoffverschmutzung entlang der Donau zwischen Wien und Bratislava widmet, engagieren sich die Projekte ProDaM (Protect Danube and Morava) und Alpen-Karpaten-Fluss-Korridor für gemeinsames Hochwasser-Management beziehungsweise die Lebensraumkonnektivität im österreichisch-slowakischen Grenzgebiet. Die angestrebten Verbesserungen sollen bis 2021 umgesetzt sein. Für einen plastikfreien Strom
Leicht, langlebig, vielseitig Kunststoffe haben viele Vorteile, entsprechend häufig finden sie im Alltag Verwendung. Werden diese aber zu Abfall, ist für eine umweltverträgliche Müllentsorgung vor allem ihre Beständigkeit ein Problem Plastik verrottet kaum. Flüsse werden als einer der Hauptpfade für die Verschmutzung mariner Ökosysteme angesehen. Um langfristige Lösungen gegen die Plastikverschmutzung der Donau zu erzielen, rückt PlasticFreeDanube sogenannte Makro-Kunststoffe (größer als 5 Millimeter) in den Fokus. Ziel des Projekts ist es, durch die Untersuchung des Flussabschnitts von Wien bis Bratislava das Wissen über Verschmutzungsgrad, Eintragsquellen, Transportverhalten sowie daraus resultierende Umweltgefahren zu erweitern. Mithilfe der gewonnenen Daten sollen qualitative Analysemodelle und gezielte Aktionspläne für ein geeignetes Management von Kunststoffabfällen in und entlang der Donau erstellt werden. Gemeinsam mit den Projektpartnern aus Österreich und der Slowakei fand am 23. Oktober 2017 in Wien das offizielle Kick-off des Projekts statt.

Bilateral mehr Sicherheit an der Donau schaffen
So wie der Fluss, kennen auch die Naturgewalten in seinem Umfeld keine Staatsgrenzen. Durch das INTERREG-Projekt ProDaM (Protect Danube and Morava) soll das gemeinsame Hochwassermanagement an den Grenzflüssen Donau und March optimiert werden. Das Projekt setzt auf die Schaffung einer gemeinsamen Datengrundlage, um die mit Hochwasserereignissen verbundenen Risiken besser einschätzen zu können. Auf diese Weise sollen die Auswirkungen von Hochwässern auf landwirtschaftliche Nutzflächen minimiert und Schutzanlagen effizienter geplant werden können. Bereits seit dem Jahr 2014 laufen die Vorbereitungsarbeiten für das Projekt. Die Kooperation zwischen den österreichischen und slowakischen Expertinnen und Experten findet im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie statt.

Naturräume international vernetzen
Die im Großraum Wien-Bratislava gelegenen Großschutzgebiete (Donau-Auen, Zahorie, Wienerwald, March) sind für Naturschutz und Naherholung von herausragender Bedeutung. Sie können ihre wertvolle Funktion jedoch nur erfüllen, wenn sie über Lebensraumkorridore miteinander verbunden bleiben – das Netzwerk der Fließgewässer übernimmt dabei eine zentrale Rolle. Regulierungen, Querbauwerke, strukturarme Auwälder und intensive Landwirtschaft im Umland beeinträchtigen deren Multi-Funktionalität. Daher soll der Lebensraumverbund im Alpen-Karpaten-Korridor nachhaltig gestärkt und weiterentwickelt werden. Besonders wichtig dabei: der grenzübergreifende Erfahrungsaustausch sowie gemeinsame Strategien zur Umsetzung langfristig wirksamer lebensraumverbessernder Maßnahmen. 13 Pilotmaßnahmen werden im Zuge des Projekts Alpen-Karpaten-Fluss-Korridor zur Revitalisierung der Fließgewässer in der Region verwirklicht. viadonau widmet sich dabei der Neubelebung der Fischamündung in Niederösterreich. Es ist geplant, die Ufer beidseitig vom Blockwurf zu befreien und den Mündungsbereich der Fischa dadurch wieder naturnah zu gestalten und so ökologisch aufzuwerten.

Erfahren Sie mehr über PlasticFreeDanube, ProDaM und Alpen-Karpaten-Fluss-Korridor in der viadonau-Projektdatenbank. 

]]>
viadonau Umwelt
news-927 Fri, 03 Nov 2017 13:17:59 +0100 Schiffstaufe in Vukovar – Neues Messboot für eine sichere Wasserstraße https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/schiffstaufe-in-vukovar-neues-messboot-fuer-eine-sichere-wasserstrasse Am 25. Oktober taufte die EU-Koordinatorin für den Rhein-Donau Korridor, Karla Peijs, in Anwesenheit des kroatischen Verkehrsministers Oleg Butković, das erste Messboot im Rahmen des EU-Projekts FAIRway Danube. Das Schiff mit Namen „Connecting Europe 1“ wird künftig aktuelle, für Schifffahrtsunternehmen wertvolle, Aufnahmen des Flussbetts liefern. Eine allzeit gute Fahrt und stets eine Handbreit Wasser unterm Kiel – so soll das neue kroatische Messboot als das erste von insgesamt neun Messbooten, die im Rahmen des von viadonau koordinierten Projekts FAIRway Danube in Betrieb genommen werden, künftig zu einer sicheren Fahrt auf der Donau beitragen. Das Messboot wurde aus Mitteln der Connecting Europe Facility, dem 27 Milliarden Euro schweren Investitionsprogramm der Europäischen Union, finanziert. Im Fokus von FAIRway Danube stehen aktuelle und harmonisierte Informationen zu Seichtstellen, Pegelständen und Pegelstandsprognosen. Verfügbare Tiefen sollen optimal genutzt werden, indem die Fahrrinne an die aktuellen Bedingungen des Flussbetts angepasst wird. FAIRway Danube strebt so die Verbesserung der nautischen Bedingungen auf der Donau und ihren schiffbaren Nebenflüssen an.

Die Inbetriebnahme der „Connecting Europe 1“ sei von großem symbolischen Wert für die Entwicklung des europäischen Projekts, meinte Taufpatin Karla Peijs. So werde das Schiff über viele Jahre hinweg den Nutzern der Wasserstraße enorm wertvolle Dienste leisten. Auch der kroatische Verkehrsminister Oleg Butković betonte das Potential der Wasserstraße und ist überzeugt, dass Investitionen in die Donau und die Save essentiell für die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und des Tourismus seien.

Details zu FAIRway Danube
Das FAIRway Danube-Projekt bildet die erste Implementierungsphase des „Masterplans zur Rehabilitierung und Instandhaltung der Donau und iher schiffbaren Nebenflüsse“ (“Fairway Rehabilitation and Maintenance Master Plan for the Danube and its navigable tributaries”), welcher im Rahmen der EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR) entwickelt wurde.

Der Masterplan wurde im Dezember 2014 von den Verkehrsministerinnen und –ministern der Donauraum-Staaten in Kraft gesetzt. Ziel ist es, das ganze Jahr über gute Fahrbedingungen zu Erreichen und sicherzustellen, indem ein „Minimum Level of Service“ bereitgestellt wird. FAIRway Danube wird in sechs Ländern gemeinsam umgesetzt: Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Bulgarien und Rumänien. Die Maßnahmen werden durch das Investitionsprogramm Connecting Europe Facility der Europäischen Union ko-finanziert.

Während der Projektlaufzeit (Juli 2015 – Juni 2020) wird FAIRway Danube das Wissen über Seichtstellen auf der Wasserstraße Donau entscheidend verbessern, sodass die Streckenführung der Fahrrinne optimiert werden kann und nationale Maßnahmen geplant werden können. Darüber hinaus bereitet FAIRway Danube die volle Umsetzung des Masterplans vor, indem Grundlagen für Projekte bereitgestellt werden.

Mehr zum Projekt Fairway Danube finden Sie in der viadonau-Projektdatenbank sowie auf der Projektwebsite.

]]>
viadonau Wirtschaft
news-920 Mon, 23 Oct 2017 11:27:16 +0200 Den Fischen auf der Spur https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/den-fischen-auf-der-spur Mit hochtechnologischen Messgeräten ist die Universität Wien (Department Limnologie und Bio- Ozeanographie) mit einem Team rund um Dr. Hubert Keckeis den Fischen in der Donau auf der Spur. Am 19. Oktober konnte man am Johler Arm bei Hainburg das ARIS 1800 Sonar im Einsatz erleben. Das Gerät arbeitet ähnlich einem Ultraschall und kann Schallimpulse im Gewässer in digitale Bilder umwandeln. Derzeit ist es im Uferbereich des Nebenarmes befestigt, der Echolotstrahl reicht über das gesamte Querprofil bis zum nächsten Ufer. So können stromauf und stromab wandernde Fische erkannt sowie ihre Zahl und Größe vermessen werden. Manchmal ziehen ganze Schwärme von kleinen Fischen über den Bildschirm, dann sind wieder einzelne große Individuen erkennbar – Fischbeobachtung live! Seit im März 2014 der Johler Arm bei Hainburg im Rahmen des Pilotprojekts Bad Deutsch-Altenburg wieder an die Donau angebunden wurde, fließt hier wieder das ganze Jahr Wasser. Natürlich möchte man da auch wissen, wie sich das auf die Fischbesiedelung ausgewirkt hat. So sind unter anderem Erhebungen zur Fischökologie Teil eines universitären Monitoringprogramms zum Pilotprojekt. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen! Die Aufzeichnungen mit dem Echolot zeigen das ganze Jahr über eine ausgesprochen rege Aktivität im Johler Arm. So konnten bisher bei Messungen im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter zwischen 14 300 und 17 800 Fische über einen Zeitraum von jeweils 24 Stunden nachgewiesen werden. Dabei hat sich die Zahl der Fische vor allem im Frühjahr und Herbst gegenüber den Messungen vor der Bauumsetzung vervielfacht. Die durchschnittliche Länge der gemessenen Individuen beträgt ca. 17 Zentimeter, das größte bisher erfasste Individuum hatte eine Länge von ca. 76 Zentimeter. Es sind also alle Alters- und Größenklassen unterwegs. Eine besondere Bedeutung scheint der Nebenarm auch als Einstand im Winter zu haben, denn hier sind die bisher höchsten Zahlen zu verzeichnen.

Seit der Wiederanbindung an die Donau ist der Johler Arm auf natürliche Weise laufend in Veränderung begriffen. Die Kräfte des Wassers sorgen für fast senkrechte Uferanbrüche an den Prallhängen und extrem flache Kiesufer in den Gleituferbereichen. Beide Lebensraumtypen sind ökologisch besonders wertvoll und werden von verschiedenen Tierarten genutzt. Diese Lebensraumvielfalt setzt sich auch im Gewässer fort. Hier sind von fast stehenden Gewässerbereichen bis hin zu stark strömenden Abschnitten sämtliche Übergänge zu entdecken. So finden zahlreiche Fischarten mit ihren unterschiedlichen Lebensraumbedürfnissen, aber auch die unterschiedlichen Altersklassen ihre geeignete Nische. Ein weiterer Beitrag zur Erhaltung des guten ökologischen Zustandes der Donau im Nationalpark Donau-Auen ist umgesetzt!


Mehr zur vielfältigen Fischwelt Donau gibt es jetzt in unserem Blog.

]]>
viadonau FGP
news-1263 Fri, 20 Oct 2017 10:13:00 +0200 Hochwasserschutz Donau – Aktivitäten in Hainburg voll im Gange https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/hochwasserschutz-donau-aktivitaeten-in-hainburg-voll-im-gange Die Bauphase 2 des Hainburger Hochwasserschutzes ist Teil einer groß angelegten Ertüchtigung von Hochwasserschutzanlagen entlang der Donau östlich von Wien. Im Zuständigkeitsbereich der Donauhochwasserschutz-Konkurrenz (DHK) saniert viadonau zum Schutz von rund 30 000 Bürgerinnen und Bürger in 12 Gemeinden diese Anlagen. Die Brückenkette der Eisenbahntrasse entlang der Donaulände in Hainburg wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts als reines Verkehrsbauwerk errichtet und später mit den zwischen den Pfeilern angeordneten Mauern als Hochwasserschutzanlage adaptiert. In den Jahren 2011/2012 wurde jene Anlage nochmals verstärkt und aufgehöht. Im Zuge des Hochwassers 2013 konnte die Anlage erfolgreich Hainburg schützen, es kam jedoch im Bereich der ehemaligen Haltestelle nahe der Donaulände landseitig zu Wasseraustritten.

Mit der letzten Bauphase werden nun die fehlenden Bereiche entlang der Bahntrasse unterirdisch abgedichtet. Die bis zu fünf Meter tief reichende Dichtwand besteht aus einem Boden-Zement-Körper, der im Düsenstrahlverfahren hergestellt wird. Dabei wird mittels Hochdruckpumpen ein Wasser-Zement-Gemisch mit dem anstehenden Boden vermischt und so ein technisch dichtes Wandelement erzeugt. Mit den Bauarbeiten der letzten Phase wurde im September 2017 begonnen, das geplante Bauende ist Sommer 2018.

]]>
viadonau
news-904 Tue, 17 Oct 2017 13:04:45 +0200 Fischbesatz Rührsdorf – Junge Artenschützerinnen und -schützer für den Sterlet in Österreich https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/fischbesatz-ruehrsdorf-junge-artenschuetzerinnen-und-schuetzer-fuer-den-sterlet-in-oesterreich Bewusstseinsbildung für den Schutz gefährdeter Arten beginnt am besten schon bei der jungen Generation. Daher setzten Expertinnen und Experten von viadonau, die Universität für Bodenkultur Wien, Landesfischermeister Karl Gravogl vom Landesfischereiverband NÖ und Präsident der Österreichischen Fischereigesellschaft gegr. 1880, Franz Kiwek, am 17. Oktober in Rührsdorf gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Volksschule der Gemeinde Rossatz-Arnsdorf Jungsterlets in die Wachauer Donau. Bis 2021 sollen im Rahmen des Projekts LIFE-Sterlet jährlich rund 10 000 Jungfische ausgewildert und ca. 300 000 Eier erbrütet werden. Dabei profitiert das Artenschutzprojekt von den gezielten Renaturierungsmaßnahmen weiterer LIFE-Projekte in der Region Wachau, mit denen viadonau maßgeblich dazu beiträgt, eine der schönsten Flusslandschaften an der Donau zu schützen und wieder ursprüngliche Habitate für bedrohte Arten zu schaffen. Um gefährdeten Arten an der Donau wieder eine Zukunft geben zu können, müssen geeignete Lebensbedingungen vorherrschen. Naturprojekte wie LIFE Mostviertel-Wachau (2009 bis 2014) und das seit 2015 laufende Projekt LIFE+ Auenwildnis Wachau standen und stehen für die Gestaltung ursprünglicher Flusslandschaften, in denen bedrohte Arten jene Bedingungen vorfinden, unter denen sie sich wieder dauerhaft ansiedeln und optimal entfalten können. Mit der Entstehung von dynamischen Nebenarmsystemen, naturbelassenen Flussinseln, Laichgewässern und wilden Uferbereichen wird dabei für Fische aber auch Amphibien wie Gelbbauchunke und Donau-Kammmolch ein urtümlicher Natur- und Lebensraum neugeschaffen. Die Renaturierungsmaßnahmen an einer der beiden letzten freien Fließstrecken der Donau in Österreich bilden die Voraussetzung dafür, dass Artenschutzprojekte wie LIFE-Sterlet langfristig erfolgreich sind und auch der kleine und flinke Stör die Chance hat, dauerhaft entlang der österreichischen Donau wieder Fuß zu fassen.

Der Sterlet ist der einzige heimische störartige Fisch, der ganzjährig im Süßwasser vorkommt. Die übrigen Störarten kamen auf ihren Laichwanderungen früher bis in die österreichische Donau. Mit der Errichtung von Staustufen sind diese Arten an der oberen Donau jedoch ausgestorben. Inzwischen ist auch der Sterlet gefährdet und gilt nach der Roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) als vom Aussterben bedroht. Die Gefährdungsursachen sind Lebensraumverlust aber auch der Besatz mit nicht-heimischen Stören. Durch die geringe Individuenzahl ist die noch verbliebene Sterletpopulation überaltert, wodurch die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Reproduktion zunehmend sinkt. Um den Sterletbestand in der österreichischen Donau zu bewahren, wurde das LIFE-Projekt Sterlet ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist die Nachzucht heimischer und an die österreichische Donau angepasster Sterlets und der Besatz in geeigneten Lebensräumen wie der Wachau und dem Nationalpark Donau-Auen.

Störe sind eine bedeutende Schirmart an der Donau und ein wichtiger Teil unseres Flussökosystems. Wenn der Lebensraum für die Störe passt, ist er auch für andere Fischarten gut geeignet. Maßnahmen wie der heutige Fischbesatz gemeinsam mit den Kindern helfen auch dabei, Bewusstsein für Artenschutz schon bei der nächsten Generation zu schaffen, erklärt Thomas Friedrich von der Universität für Bodenkultur.

Gefährdete Arten zu schützen und ursprüngliche Flusslandschaften zu gestalten sind einander ergänzende Entwicklungsschwerpunkte der LIFE-Projekte in der Region. Während sich LIFE-Sterlet seit 2016 für die Entwicklung geeigneter Habitate zum Schutz und zur Wiederansiedlung der Sterlets in der Wachau, im Nationalpark Donau-Auen sowie an der March einsetzt, bewahrt und entwickelt das Projekt LIFE+ Auenwildnis Wachau den einzigartigen Naturlebensraum an einer der beiden letzten freien Fließstrecken der Donau in Österreich eine optimale Kombination von Artenschutz und Naturraumgestaltung für die kostbare Vielfalt der Donaunatur.

Weitere Bilder zum Fischbesatz in Rührsdorf finden Sie hier.
Erfahren Sie mehr über LIFE Sterlet und LIFE+ Auenwildnis Wachau.


Über viadonau
Unsere mehr als 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen in der Zentrale im Tech Gate Vienna, an vier Servicecentern und zehn Schleusen entlang der 378 Flusskilometer in Österreich die Naturlandschaft und die Wasserstraße Donau. Ziel ist die behutsame und nachhaltige Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraumes Donau. Für jede Maßnahme und bei jeder Dienstleistung haben wir alle wesentlichen Umwelt-, Sicherheits- und Wirtschaftsaspekte im Auge. Unser Engagement ist somit stets ausgewogen und nachhaltig für die Natur, für die Menschen am Fluss und für den Standort Österreich. viadonau ist ein Unternehmen des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie.

]]>
Presseinformation Umwelt
news-895 Wed, 11 Oct 2017 14:45:48 +0200 Danube STREAM präsentiert Common Danube Report 2016 https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/danube-stream-praesentiert-common-danube-report-2016 Im Rahmen des Danube STREAM Projekts wurde der Common Danube Report 2016 vorgestellt: Gemeinsam liefern die Donauwasserstraßenverwaltungen eine Informationsquelle zur Donauschifffahrt. Der Common Danube Report 2016 wurde im Zuge des EU-geförderten Danube STREAM-Projekts erstellt und fasst die wichtigsten Leistungskennzahlen der Donauschifffahrt zusammen: Informationen zur Verfügbarkeit des Fahrwassers, Passagier- und Gütertransportvolumen, Verkehrssperren, Schleusenstatistiken und Fahrwasser-Informationsdienste entlang des Donaukorridors. Außerdem gibt der Report einen Überblick über aktuelle Projekte und Initiativen. Er wurde erstmals im Rahmen des EU-geförderten Projekts NEWADA entwickelt und wird seit 2012 laufend erstellt.

Hier geht es zum Download des Common Danube Reports 2016.

]]>
viadonau Wirtschaft
news-891 Mon, 09 Oct 2017 14:44:04 +0200 Service und Know-how – Danube SKILLS für den europäischen Wirtschaftsraum Donau https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/service-und-know-how-danube-skills-fuer-den-europaeischen-wirtschaftsraum-donau Im Rahmen des Projekts Danube SKILLS werden sogenannte One-Stop-Shops als öffentliche Infopoints zum verfügbaren Logistikangebot an der Donau aufgebaut. Diese sollen Kundinnen und Kunden der Donauschifffahrt einen schnellen und kostenfreien Zugang zu logistikrelevanten Informationen bieten, um eine Verlagerung von Transporten auf die Wasserstraße zu unterstützen. Gleichzeitig rückt Danube SKILLS die Qualifikation nautischen Schiffspersonals in den Fokus. Ziel: Einheitliche Ausbildungsstandards entlang der gesamten Donau. Geht es um Daten zur Wasserstraße Donau, so ist bei zehn Anrainerstaaten das Informations- und Serviceangebot noch sehr unterschiedlich. Ein gemeinsames Level zu schaffen, ist daher das zentrale Ziel von Danube SKILLS. Die Strategie: effiziente Bündelung sowie leichter und freier Zugang der von den Kundinnen und Kunden angeforderten Informationen über One-Stop-Shops. Von Fahrwasserinformationen über Anfragen zu Häfen bis hin zu Daten aus den River Information Services (RIS) sollte das Angebot entlang der gesamten Donau möglichst alle Bereiche umfassen. Um diese einheitlich hohe Servicequalität zu erreichen, setzt Danube SKILLS auf die Einrichtung sogenannter One-Stop-Shops in allen Donauländern. In Österreich werden dazu bereits Online-Plattformen wie das Danube Logistics Portal, die DoRIS-Website und das bewährte Handbuch der Donauschifffahrt eingebunden. Eine optimale Informationslage entlang der gesamten Donau ermöglicht nicht nur effizienteres Wirtschaften, sondern trägt außerdem zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf der Wasserstraße bei. Das erzeugt langfristig Akzeptanz für die Donauschifffahrt und somit auch mehr Anreize, die Wasserstraße stärker zu nutzen.

Beim letzten Danube SKILLS Meeting Mitte September in Wien wurde gemeinsam mit den Projektpartnern ein Arbeitsprogramm zu den konkreten Service- und Informationsleistungen der One-Stop-Shops entwickelt. Dieses Arbeitsprogramm wird im Laufe der nächsten zwei Jahre gemeinsam von allen Projektpartnern umgesetzt.

Ein hoher Service-Level geht bei Danube SKILLS Hand in Hand mit gemeinsamen qualitativen Ausbildungsstandards für das nautische Personal auf der Wasserstraße. Neben der Bereitstellung marktneutraler Informationen zur Donaulogistik ist daher die Schaffung international einheitlicher Mindestanforderungen für die Ausbildung von Schiffspersonal eine weitere wichtige Säule von Danube SKILLS. Die Projektpartner sind überzeugt: Für die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung des Donauraums ist es auch wichtig, der Ausbildung des nautischen Personals einen einheitlichen und europaweit geltenden Rahmen zu geben. Ziel ist es daher, gemeinschaftliche Standards festzulegen und den Erwerb von Zertifikaten zu ermöglichen, die länderübergreifende Gültigkeit haben. Die Projektpartner erwarten sich davon nicht nur eine Aufwertung des Wirtschaftsraums Donau, sondern vor allem auch einen entscheidenden Qualitätsschub für ein Berufsfeld, in dem fachkompetente und sicherheitsbewusste Ausbildung besonders wichtig ist.

Nähere Informationen stehen auf der Projektwebsite, Twitter und Facebook zur Verfügung.

]]>
viadonau Wirtschaft
news-888 Mon, 04 Sep 2017 11:38:35 +0200 Spatenstich in Orth an der Donau – Sanierung des Marchfeldschutzdamms feierlich eröffnet https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/spatenstich-in-orth-an-der-donau-sanierung-des-marchfeldschutzdamms-feierlich-eroeffnet Durch das Hochwasser im Juni 2013 kam es am Marchfeldschutzdamm sowie an den Rückstaudämmen zu Sickerwasseraustritten, Aufweichungen und Setzungen. Im Rahmen des Projekts „Hochwasserschutz Donau – Marchfeldschutzdamm“ werden nun die betroffenen Dämme nach dem Stand der Technik saniert und abschnittsweise erhöht. Darüber hinaus werden auch die Schutzanlagen östlich von Wien bei Hainburg und Wolfsthal am rechten Donauufer erneuert. Die Gesamtlänge der betroffenen Hochwasserschutzanlagen beträgt ca. 67 Kilometer. Heute erfolgte im Beisein von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Sektionschefin des bmvit, Ursula Zechner und den Vertretern der Anrainergemeinden der Spatenstich zum Sanierungsprojekt: Hochwasserschutz Donau – Marchfeldschutzdamm, Hainburg, Wolfsthaler Damm. Vom alten Dammsystem zum modernen Hochwasserschutz

Der Marchfeldschutzdamm wurde im 19. und 20. Jahrhundert als Homogendamm (nur aus Erdmaterial bestehend) gebaut. Durch die immer wieder auftretenden Hochwässer wurde der Damm im Laufe der Zeit trotz regelmäßiger Wartungs- und Sanierungsmaßnahmen so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass nunmehr eine umfangreiche Generalsanierung samt Anpassung an den Stand der Technik erfolgen muss. Die Sanierungsmaßnahmen umfassen insbesondere:

  • Einbau einer Dichtwand zur Verhinderung einer Durchströmung des Damms,
  • Einbau von Kiessäulen zur Vermeidung eines hydraulischen Grundbruchs auf der Luftseite,
  • Ausweisung von land- und wasserseitigen Schutzstreifen längs vom Damm, welche gehölzfrei gehalten werden,
  • sowie eine Aufhöhung in Teilbereichen des bestehenden Damms, damit ein einheitliches Schutzniveau erreicht wird.

Alle notwendigen Sanierungsmaßnahmen werden in einem sehr komplexen Umfeld durchgeführt. So liegen weite Bereiche des Marchfeldschutzdamms in Naturschutzgebieten wie dem Nationalpark Donauauen und Natura-2000-Gebieten. Auch der Donauradweg verläuft direkt auf dem Damm und muss daher während der Bauphase großräumig umgeleitet werden. Die Sanierung des Dammsystems gewährleistet bestmögliche Hochwassersicherheit für rund 30 000 Bürgerinnen und Bürger in 12 Gemeinden in Niederösterreich und Wien.

„In den letzten 15 Jahren haben Hochwässer in Niederösterreich einen Schaden von über 1 Milliarde Euro verursacht. Das ist natürlich eine extreme Belastung für die Betroffenen und für die Einsatzkräfte. Aus diesem Grund ist es uns ein Anliegen, in guter Zusammenarbeit zwischen Bund, Land und Gemeinden die Risiken des Hochwassers zu minimieren und die Sicherheit zu maximieren. Der heutige Spatenstich zur Sanierung des Marchfeldschutzdammes ist jedenfalls ein wichtiges Signal für einen sicheren Weg in die Zukunft“, macht Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner deutlich.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf weist auf die hohe Bedeutung des Hochwasserschutzes hin: „Beim Hochwasser 2013 konnte der Damm nur mit viel Mühe von den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr verteidigt werden, sie haben dabei Großartiges geleistet. Auf den Zusammenhalt in Niederösterreich können wir uns immer verlassen, trotzdem investieren wir weiter kräftig in den Hochwasserschutz, in den letzten 15 Jahren haben wir schon 270 Gemeinden sicherer gemacht. Zusätzlich werden wir heuer noch 25 weitere Projekte im gesamten Land in Angriff nehmen. Das größte davon ist die Sanierung des Marchfeldschutzdammes.“

„Für den Bund ist es ein großes Anliegen, die Bevölkerung, die Infrastruktur und die Betriebe im Hinterland, die den Wirtschaftsmotor Österreichs darstellen, nachhaltig zu schützen. Dafür wird das Projekt Hochwasserschutz Donau, das heute startet, optimale Sicherheit bieten“, betont Ursula Zechner, Leiterin der Sektion Verkehr des bmvit.

Bevorstehende Aktivitäten

Die Bauarbeiten werden im Oktober 2017 mit den bauvorbereitenden Rodungen und den archäologischen Untersuchungen der Waldflächen starten. Wenige Wochen später beginnen dann die Hauptbauarbeiten, bis Ende 2020 sollen die Hochwasserschutzdämme funktionell fertiggestellt werden. Nach Erledigung der Restarbeiten wird die Sanierung der Dammanlage nach dem aktuellen Stand der Technik voraussichtlich bis Ende 2023 vollständig abgeschlossen sein. „Mit den vielen punktgenauen Maßnahmen erreichen wir nicht nur eine bedarfsgerechte Instandhaltung des Dammsystems, sondern auch eine gezielte Modernisierung nach dem Stand der Technik und sind damit bestmöglich gerüstet für künftige Herausforderungen in Sachen Hochwasserschutz in der Region“, erklärt Hans-Peter Hasenbichler, Geschäftsführer von viadonau.

Auftraggeber

Die linksufrigen Dammabschnitte sowie die Hochwasserschutzanlage Hainburg liegen im Zuständigkeitsbereich der Donauhochwasserschutz-Konkurrenz (DHK). Das Projekt wird von viadonau umgesetzt. Der Witzelsdorfer Rückstaudamm und die Überströmstrecke sind Teile des „Verbesserten Hochwasserschutzes Wien“ im Zuständigkeitsbereich der Stadt Wien und werden von der Wiener Gewässer Management GmbH umgesetzt. Die Sanierung des Wolfsthaler Damms erfolgt im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und wird von ebenfalls viadonau durchgeführt.

Weitere Eventfotos

Über viadonau

Unsere mehr als 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen in der Zentrale im Tech Gate Vienna, an vier Servicecentern und zehn Schleusen entlang der 378 Flusskilometer in Österreich die Naturlandschaft und die Wasserstraße Donau. Ziel ist die behutsame und nachhaltige Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraumes Donau. Für jede Maßnahme und bei jeder Dienstleistung haben wir alle wesentlichen Umwelt-, Sicherheits- und Wirtschaftsaspekte im Auge. Unser Engagement ist somit stets ausgewogen und nachhaltig – für die Natur, für die Menschen am Fluss und für den Standort Österreich. viadonau ist ein Unternehmen des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie.

]]>
Presseinformation Hochwasserschutz
news-881 Mon, 28 Aug 2017 15:08:31 +0200 Baustart für das Life-Projekt Untere March-Auen – Mehr als 5 Kilometer Seitenarme bekommen Anbindung an die March https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/baustart-fuer-das-life-projekt-untere-march-auen-mehr-als-5-kilometer-seitenarme-bekommen-anbindung-an-die-march Exakt 5,3 Kilometer Nebenarme bekommt die March durch ein umfassendes EU-Projekt wieder zurück. Fünf durch die Regulierung einst abgetrennte Seitenarme werden somit wieder durchströmt und bilden zukünftig eine einzigartige Flusslandschaft. Für den Stempfelbach und den Zapfengraben – zwei Zubringer der March – werden sogar neue Mündungsbereiche gestaltet. Die Arbeiten für das Projekt konnten heute in der Gemeinde Engelhartstetten starten. Die Fertigstellung ist für Februar 2018 geplant. Verantwortlich für die Umsetzung ist die österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft viadonau. Die March und deren charakteristische Auwälder sind Mitteleuropas größte zusammenhängende und ökologisch wichtigste Auenlandschaft. Die March bildet aber auch eine natürliche Grenze zwischen Österreich und der Slowakei.

Prägend für die Auwälder und -wiesen entlang der March sind die regelmäßigen Überschwemmungen. Die Regulierungsmaßnahmen des vergangenen Jahrhunderts haben den Fluss und seinen ökologischen Zustand stark beeinflusst. Viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten haben ihren natürlichen Lebensraum verloren. Mit dem EU-geförderten Life+ Projekt Renaturierung Untere March-Auen soll durch Anbindung von Seitenarmen die Dynamik des Flusses wiederhergestellt werden. Dafür werden bestehende Regulierungsbauwerke wie Uferblockwürfe oder Querbauwerke völlig entfernt oder gezielt teilweise rückgebaut, sodass sich eine dynamische Entwicklung einstellen kann. Dies verbessert die Vernetzung des Flusses mit der angrenzenden Au, wovon neben dem Auwald vor allem die Fischfauna und Wasservögel profitieren, die nun wieder naturnahe Habitate und Nistplätze vorfinden. Wir werden der March ihren natürlichen Charakter zurückgeben. Dafür nimmt das Infrastrukturministerium rund zwei Millionen in die Hand. So erhalten wir die wertvollen Auen für kommende Generationen und schützen den Lebensraum von seltenen Tier- und Pflanzenarten, sagt Infrastrukturminister Jörg Leichtfried.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf verweist auf den Mehrfachnutzen von Renaturierungsprojekten: Niederösterreich ist Spitzenreiter bei der Renaturierung von Flüssen. Seit Bestehen des EU-LIFE-Programms (1992) wurden in Niederösterreich 25 solche Großprojekte umgesetzt und dazu auch noch viele weitere kleinere Renaturierungsprojekte, mit denen wir den Flüssen wieder mehr Raum geben. In den letzten Jahren wurden von EU, Bund und Land dafür insgesamt rund 100 Mio. Euro investiert. Diesen Weg wollen wir weitergehen, denn die Renaturierung von Flüssen hilft im Hochwasserfall, sie gibt seltenen Tier- und Pflanzenarten wieder Lebensraum und dient oft auch als Naherholungsraum für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher.

Da die March auch Grenzfluss ist, sind alle Vorhaben am Fluss mit den slowakischen Kolleginnen und Kollegen abzustimmen. Die dazu notwendige Planungs- und Genehmigungsphase konnte in den letzten Monaten erfolgreich abgeschlossen werden. Der Umsetzung der umfassenden Renaturierungsmaßnahmen steht somit nichts mehr im Wege und die Arbeiten konnten heute starten. Nach der erfolgreichen Anbindung eines Altarms in Angern ist auch hier unser Ziel, dem Fluss wieder mehr Platz zu geben. Damit schaffen wir neue Lebensräume – allen voran für Fische und andere Gewässerorganismen, aber ohne den Hochwasserschutz zu beeinträchtigen, betont Hans-Peter Hasenbichler, Geschäftsführer von viadonau, anlässlich des Baubeginns.

Konkret starten folgende Wasserbaumaßnahmen:

  • Herstellung von zwei Nebenarmen im Mündungsbereich der March (Flusskilometer 0,0 bis 1,7; ca. 1,3 Kilometer neue durchströmte Fließgewässer)
  • Gestaltung des verschleppten Mündungsverlaufes des Stempfelbaches (March Flusskilometer 1,5 und 2,2; ca. 1,0 Kilometer neues Fließgewässer)
  • Anbindung des Altarms „Alter Zipf“ (March Flusskilometer 8,3 bis 9,9; ca. 1,8 Kilometer neues durchströmtes Fließgewässer)
  • Anbindung zweier Seitenarme bei der „Wolfsinsel“ (March Flusskilometer 10,2 bis 11,3; ca. 1,2 Kilometer neue durchströmte Fließgewässer)
  • Verbesserung der Durchgängigkeit des Maritz-Gewässersystems (March Flusskilometer 15,1 bis 24,4; Verbesserung der Fluss-Au Konnektivität)

Neben den Wasserbaumaßnahmen finden noch weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensraums und zum Artenschutz im Vorland statt. viadonau setzt dabei als Projektleiter gemeinsam mit den Partnern WWF Österreich und dem Niederösterreichischen Landesfischereiverband die Maßnahmen um. Neben der finanziellen Unterstützung durch die EU beteiligen sich auch das Land Niederösterreich, das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft sowie die Österreichische Fischereigesellschaft, gegr. 1880.

Weitere Infos sind auf der Projekt-Website unter www.life-march.at zu finden.

]]>
Presseinformation Umwelt
news-877 Tue, 01 Aug 2017 13:03:19 +0200 Mit der Natur für die Natur – Umwelterklärung 2017 ist da https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/mit-der-natur-fuer-die-natur-umwelterklaerung-2017-ist-da Für ein Unternehmen mit ausgeprägtem Umweltbewusstsein beginnt die Verantwortung beim täglichen Handeln. Die aktuelle Umwelterklärung von viadonau zeigt die wichtigsten Leistungskennzahlen zur Umweltperformance des Unternehmens, was für Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung getan wird und welche Maßnahmen und Ziele heute und in Zukunft gesetzt werden. Im besonderen Fokus der neuen Ausgabe stehen außerdem Geschichte und Meilensteine vielfältiger Renaturierungsaktivitäten an der Donau sowie ihre ökologische Wirkung und Rolle bei der Entwicklung eines bedeutenden Wirtschafts- und Naturraums. Wussten Sie, dass viadonau 2016 rund 1.550 Meter Nebengewässer der Donau renaturierte und so einmal mehr einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Artenvielfalt im Donauraum leistete? Indem naturnahe Lebensräume geschaffen werden, verbessert viadonau den ökologischen Zustand der Flusslandschaft und stellt die natürliche Dynamik der Fließgewässer wieder her. Von der langfristigen Bewahrung des kostbaren Naturraums profitieren Mensch, Natur und Wirtschaft gleichermaßen.

Verantwortungsbewusste und vorausschauende Entwicklung steht daher im Zentrum der Unternehmensphilosophie von viadonau, die sich auch in der täglichen Arbeit der vielen Expertinnen und Experten wiederspiegelt. Als EMAS-zertifiziertes Unternehmen fördert viadonau nicht nur gezielt die Umweltleistung, sondern verbessert konsequent und maßgeschneidert die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So wurden auch 2016 zahlreiche Impulse und Maßnahmen gesetzt, um die Arbeitssicherheit weiter zu erhöhen und das Gesundheitsmanagement zu stärken.

Wenn Sie noch viel mehr darüber erfahren wollen, dann holen Sie sich jetzt die neue aktualisierte Umwelterklärung einfach digital im viadonau-Publikationsbereich.

]]>
Umwelt viadonau
news-876 Thu, 27 Jul 2017 10:37:59 +0200 Donau östlich Wien: Beteiligungsmodell startet https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/donau-oestlich-wien-beteiligungsmodell-startet Nach dem Abschluss der Pilotprojektphase des Flussbaulichen Gesamtprojekts wird an der Umsetzung eines Maßnahmenkatalogs zur schrittweisen Verbesserung der ökologischen und nautischen Bedingungen an der Donau östlich von Wien gearbeitet. Um möglichst viele Interessen aktiv einzubinden, wird auch diese Phase von einem Beteiligungsmodell begleitet. Konstituierende Sitzung des Beirats

Am 11. Juli 2017 konstituierte sich der Beirat, der die Maßnahmen an der Donau östlich von Wien begleiten wird. Der Beirat besteht aus Mitgliedern von Organisationen beziehungsweise Interessensvertretungen, die einen fachlichen Bezug zur Nationalpark-Strecke haben. Gemeinsam decken sie einen Großteil der vorhandenen Interessen ab:

  • BirdLife Österreich
  • Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
  • Forum Wissenschaft und Umwelt (FWU)
  • Internationale Kommission zum Schutz der Donau (IKSD)
  • Nationalpark Donau-Auen
  • Niederösterreichischer Landesfischereiverband
  • Pro Danube Austria
  • Umweltdachverband
  • Umweltorganisation VIRUS
  • viadonau
  • Wirtschaftskammer Österreich
  • WWF Österreich

Die Mitglieder des Beirats wurden nach Diskussionen unter den Wirtschaftsvertretungen und Umweltorganisationen nominiert. Nach der Unterfertigung der gemeinsam entwickelten Geschäftsordnung kann das Gremium nun seine inhaltliche Tätigkeit aufnehmen. Eine wichtige Aufgabe ist die Erarbeitung eines Managementleitbilds für die Donau östlich von Wien.

Der Beirat ist allerdings nur ein Element des Beteiligungsmodells. Namhafte Fachleute unter anderem aus den Bereichen Biodiversität, Gewässerökologie, Ökologischer Wasserbau und Schifffahrt, unterstützen bei Bedarf die Arbeit des Beirats. Das Beteiligungsmodell steht interessierten Personen im Rahmen von Informations- und Diskussionsveranstaltungen sowie themenbezogenen Arbeitsgruppen offen.

Interessierte Personen oder Organisationen können sich schon jetzt unter www.lebendige-wasserstrasse.at unter „Beteiligung“ anmelden.

Erfahrungen aus dem Akteursforum zum Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg

Nach dem Abschluss des Pilotprojekts Bad Deutsch-Altenburg endete 2015 auch das begleitende Akteursforum. Im Abschluss-Statement der Akteurinnen und Akteure wurde eine positive Bilanz zum Beteiligungsmodell gezogen und darauf hingewiesen, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht. Die in den Pilotprojekten gewonnenen Erkenntnisse sollten in der weiteren Planung berücksichtigt und die Umsetzung weiterer Verbesserungsprojekte rasch begonnen werden. Zur Begleitung der künftigen Maßnahmen wurde ein optimierter Dialogprozess empfohlen.

Der Maßnahmenkatalog für die Donau östlich von Wien

Mit dem Ziel, örtlich spezifische Maßnahmen zu entwickeln und bei Bedarf sukzessiv zu optimieren („Lernen vom Fluss“) wurde von viadonau ein Maßnahmenkatalog entwickelt. Dieser umfasst eine Vielzahl an wasserbaulichen Maßnahmen, um das weitere Absinken der Wasserspiegellagen zu verhindern, einzigartigen Lebensraum in den Donau-Auen zu bewahren und die Wasserstraßen-Infrastruktur an den Erfordernissen einer sicheren und wirtschaftlichen Donauschifffahrt auszurichten. Um diese Ziele zu erreichen, werden laufend Erhaltungstätigkeiten durchgeführt und wasserbauliche Optimierungsprojekte umgesetzt. Der Maßnahmenkatalog ist das Ergebnis eines integrativen Planungsprozesses und baut auf den Erkenntnissen eines optimierten Wasserstraßen- und Verkehrsmanagements sowie der mehrjährigen Pilotprojektphase des Flussbaulichen Gesamtprojekts auf. Um sozial- und umweltverträgliche Lösungen zu verwirklichen, spielt neben der wissenschaftlichen Begleitung der Maßnahmen auch die Einbindung verschiedener Interessensgruppen eine wichtige Rolle.

Weitere Informationen unter www.lebendige-wasserstrasse.at

 

]]>
FGP
news-875 Tue, 25 Jul 2017 10:34:53 +0200 Vertrauen ist gut, ... – IKS im Fokus der Forschung https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/vertrauen-ist-gut-iks-im-fokus-der-forschung In einem modernen Betrieb sind ein zuverlässiges Internes Kontrollsystem (IKS) und ein ausgewogenes Risikomanagement die Voraussetzungen für gutes Wirtschaften und qualitätsvolle Arbeit. Entscheidend ist dabei nicht nur die Gestaltung und Implementierung geeigneter Instrumente, sondern auch ihre nachhaltige Wirkung und kontinuierliche Verbesserung. Eine Forschungsarbeit der Fachhochschule Campus Wien setzte sich nun ganz gezielt mit der Frage auseinander, welche Kontrollinstrumente in staatsnahen Unternehmen konkret zum Einsatz kommen. Wo steht die Entwicklung heute, und wo gibt es noch Verbesserungspotenzial? 14 Betriebe, darunter auch viadonau, wurden dazu unter die Lupe genommen. Projekte vorausschauend umsetzen, Aufgaben verantwortungsvoll durchführen, grundlegende Kontrollmechanismen wie zum Beispiel das 4-Augen-Prinzip beachten und stets einen allgemein gültigen Verhaltenskodex berücksichtigen. Ein gut verankertes Internes Kontrollsystem bietet ein robustes Gerüst für das komplexe und vielfältige Geflecht an innerbetrieblichen Abläufen. Auch und vor allem für staatsnahe Unternehmen gilt es daher inzwischen längst als wesentliche Basis für effiziente Leistungserbringung und Erfolg. So stellten die Autorinnen der Forschungsarbeit fest, dass sämtliche befragten Organisationseinheiten in ihren Aufbau- und Ablauforganisationen ein Internes Kontrollsystem verankert haben und sowohl über ein Risikomanagement als auch eine Interne Revision verfügen. Auch setzen die Unternehmen mehrheitlich eigene IKS-Beauftragte ein und betreiben ein Berichtswesen zu Kontrollen und Risiken. Die Unternehmen orientieren sich bei der Entwicklung ihres IKS in unterschiedlicher Ausprägung am Bundes Public Corporate Governance Kodex oder am so genannten COSO-Rahmenwerk, das auch nicht-finanzielle Berichterstattung, wie zum Beispiel Corporate Responsibility berücksichtigt. Innovationsanätze gebe es vor allem in Sachen Information und Ausbildung. E-Learning-Initiativen und etwa anonyme Anlaufstellen für Probleme und Fragen zu IKS und Risikomanagement ermöglichen eine optimale Verbindung zwischen den Kontrollstrukturen des Unternehmens und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Bei der Verschmelzung von IKS und Risikomanagement sowie der Forcierung eines integrierten Managementansatzes sehen die Autorinnen hingegen noch Verbesserungspotenzial.

viadonau leistet seit mehreren Jahren innovative Pionierarbeit bei der Implementierung eines treffsicheren Kontrollsystems und kann auch im Blickfeld der Forschungsarbeit der FH Campus Wien einen exzellenten Entwicklungsstand vorweisen. Während die Forschungsergebnisse eine allgemein positive Entwicklung unter den staatsnahen Betrieben zeigen, punktet viadonau vor allem bei der Implementierung des Integrierten Managementsystems. Aber auch mit der Entwicklung einer maßgeschneiderten digitalen IKS-Lernplattform macht das Unternehmen aktuell einen wichtigen Schritt nach vorne und setzt damit den Weg der vergangenen Jahre konsequent fort. Die Forschungsergebnisse bestätigen: Der Kurs stimmt.

]]>
viadonau
news-868 Thu, 20 Jul 2017 20:30:50 +0200 Transportmeldung leicht gemacht https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/transportmeldung-leicht-gemacht In Österreich ist es bereits möglich, Gefahrguttransporte, welche gemäß Meldepflicht der Wasserstraßen-Verkehrsordnung §8.02, Abs. 1 gemeldet werden müssen, nun auch elektronisch zu melden. Dabei können Transportmeldungen im DoRIS-Portal einfach und benutzerfreundlich erstellt und per Knopfdruck an die entsprechende Behörde übermittelt werden. Um das DoRIS-Portal nutzen zu können, sind Nutzungsvereinbarungen notwendig. Nähere Informationen zu den Funktionen und Services des DoRIS-Portals, der Möglichkeit der Registrierung sowie den notwendigen Vertragsdokumenten sind auf unserer aktualisierten Informationsseite hier zu finden.

Verschiedenste relevante Formulare für die Binnenschifffahrt wie das Statistikformular für Güterschiffe im Transitverkehr und weitere Informationen stehen hier zum Download zur Verfügung.

]]>
viadonau Sicherheit
news-861 Fri, 30 Jun 2017 15:29:38 +0200 Donau im Trend – viadonau präsentiert Jahresbericht 2016 https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/donau-im-trend-viadonau-praesentiert-jahresbericht-2016 Wieder zunehmender Güterverkehr, solide Umschlagszahlen, weiter steigende Passagierzahlen – der neue Jahresbericht Donauschifffahrt zeigt: Die Donau liegt im Trend. Wichtige Stützen der positiven Entwicklung waren 2016 einmal mehr ein verlässliches Verkehrsmanagement und proaktive Instandhaltungsmaßnahmen von viadonau. Die Schifffahrtstreibenden goutieren die Services mit steigendem Vertrauen in die Sicherheit und Nutzbarkeit der Wasserstraße. Mit rund 1,2 Millionen Passagieren und 9,1 Millionen Tonnen beförderter Güter war die Schifffahrt auf der österreichischen Donau 2016 klar im Aufwind. Nach dem schwierigen Jahr 2015 meinte es die Donau im Folgejahr wieder gut mit der Binnenschifffahrt auf ihrem österreichischen Abschnitt. Geeignete Fahrwasserbedingungen und die exzellente Verfügbarkeit der Wasserstraße – keine Eis- oder Hochwassersperren – stärkten das Vertrauen der schifffahrtstreibenden Wirtschaft in die Donau als verlässlicher Transportweg. Während sich der Güterverkehr insgesamt erholt (+ 5,5 %), stand 2016 vor allem im wasserseitigen Umschlag der Transport von Erzen, Metallabfällen und Metallerzeugnissen hoch im Kurs. Als Tourismusmagnet längst in einem ungebrochenen Höhenflug bescherte das Naturwunder Donau der Personenschifffahrt mit 1,2 Millionen Passagieren (+ 5,1 %) erneut einen Spitzenwert.

Die positive Entwicklung ist auch das Ergebnis einer reibungslosen Verkehrsregulierung sowie treffsicherer und proaktiver Maßnahmen zur Instandhaltung der Fahrrinne. Rund 93.000 Schiffseinheiten nutzten 2016 die guten Fahrbedingungen und wurden an den neun Donauschleusen schnell und sicher durch die Staustufen geschleust mehr als 90 % der Schiffe konnten die Schleusen ohne Wartezeit passieren. „Als Wasserstraßenbetreiber stehen wir für Servicequalität. Diese kommt bei den Kundinnen und Kunden gut an, wie eine Ende 2016 durchgeführte Umfrage zeigt. Rund 90 % der befragten Nutzerinnen und Nutzer gaben uns Bestnoten für Instandhaltung und Schleusenservice. Auch die bereitgestellten Informationsdienste finden großen Anklang“, fasst viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler die positive Entwicklung im österreichischen Donaukorridor zusammen.

Detailreich und übersichtlich bietet der Jahresbericht 2016 noch viel mehr Daten und Fakten zur aktuellen Entwicklung der Donauschifffahrt in Österreich. Der Bericht steht für Sie ab sofort im Publikationsbereich zum Download bereit.

]]>
Presseinformation viadonau
news-856 Mon, 26 Jun 2017 15:44:14 +0200 Lernen vom Fluss – Erkenntnisse aus sieben Jahren Flussforschung https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/lernen-vom-fluss-erkenntnisse-aus-sieben-jahren-flussforschung Anlässlich des erfolgreichen Abschlusses des Christian Doppler Labors „IM Fluss“ lud viadonau wissenschaftliche Wegbegleiter der gemeinsamen Erforschung der Donau östlich von Wien zur Themenfahrt „Lernen vom Fluss“. Die Schiffsfahrt an Bord des MS Negrelli führte nach Hainburg zur frei fließenden Donau und gewährte unmittelbare Einblicke in die Erkenntnisse aus sieben Jahren Flussforschung. Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf innovativen Methoden in Fließgewässermonitoring, Modellierung und Flussbau. Flüsse prägen als wertvolle Lebensadern einzigartige Natur- und Wirtschaftsräume. Um sie als solche zu erhalten und weiterzuentwickeln, steht für viadonau die integrative Verknüpfung ökologischer und wirtschaftlicher Ziele im Fokus. Besonders wichtig ist dabei, Wissen und Verständnis über die komplexen Prozesse im Fluss kontinuierlich zu erweitern und so die Wirkung wasserbaulicher Maßnahmen zu verbessern. Das von viadonau mitgegründete Christian Doppler Labor (kurz "CD-Labor") widmete sich der Entwicklung neuer Messmethoden zur Erfassung dieser wesentlichen Prozesse. Mit der Weiterentwicklung verlässlicher Prognosemodelle zur Wirkung wasserbaulicher Eingriffe sollen flussbauliche Maßnahmen zukünftig treffsicherer, vorausschauender und umweltschonender geplant und umgesetzt werden. Schließlich war auch die Optimierung der Wasserbaumethoden selbst Forschungsgegenstand.

Fahrt zu den Stationen einer erfolgreichen Zusammenarbeit
Die heutige Themenfahrt führte nach Hainburg, mitten in das Gebiet des Nationalparks Donau-Auen. Dort wurden jene Streckenabschnitte in Augenschein genommen, die im Rahmen der Flussbauprojekte von viadonau auch im Zentrum der Zusammenarbeit mit dem CD-Labor standen. Im Umfeld der besonderen Gegebenheiten der frei fließenden Donau ließen Expertinnen und Experten aus den Bereichen ökologischer Wasserbau und Gewässerforschung die vielfältigen Erkenntnisse, Erfahrungen und Herausforderungen aus sieben Jahren "Lernen vom Fluss" Revue passieren. Reinhart Kögerler, Präsident der Christian Doppler Forschungsgesellschaft zeigte sich begeistert von den Erfolgen des Laobrs. "Die Besonderheit an diesem Labor lag in der Kombination aus Grundlagenforschung mithilfe von theoretischer Modellierung einerseits und Naturversuchen in der Donau andererseits und den daraus resultierenden einzigartigen Erkenntnissen."

Sowohl der Uferrückbau bei Witzelsdorf (Bauumsetzung 2007 bis 2009) als auch das Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg (Bauumsetzung 2012 bis 2014) wurden vom CD-Labor wissenschaftlich begleitet und förderten dabei eine Fülle neuer Erkenntnisse zu den Wirkungen des ökologischen Flussbaus aber auch den Folgen von Hochwasser auf das Flussbett der Donau zutage. Gemeinsam mit den Forschungspartnern viadonau und UWITEC legte das Labor unter der Leitung von Prof. Helmut Habersack von der Universität für Bodenkultur, Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstruktiven Wasserbau (IWHW) drei für die Untersuchung der Fließgewässerdynamik wesentliche Schwerpunkte: "Durch den Einsatz modernster Messtechnik konnten wir viele Methoden verfeinern und so das Verständnis der Abläufe im Fluss verbessern. Darüber hinaus haben wir mehrdimensionale mathematische Modelle entwickelt, um Fließdynamik, Sedimenttransport, Flussmorphologie sowie ökologische Prozesse präzise zu simulieren. Mithilfe der Prozessmodelle und des intensiven Monitorings der Wirkungen wasserbaulicher Eingriffe war es schließlich möglich, innovative flussbauliche Maßnahmen umzusetzen, die dem Lebensraum und der Wasserstraße Donau östlich von Wien wirtschaftlich und ökologisch zugutekommen. Aber das Wichtigste ist es, in die Natur zu schauen und nicht nur im Labor zu testen."

Für seine lösungs- und zukunftsorientierte Zusammenführung von Umwelt-, Wirtschaft- und Wissenschaftsinteressen wurde das CD-Labor 2015 mit dem science2business Award des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ausgezeichnet. "Die Erkenntnisse aus der gemeinsamen Forschungsarbeit sind für uns von unschätzbarem Wert auch und vor allem wenn es um eine nachhaltige Zukunft der Donau östlich von Wien geht. Sie unterstützen viadonau maßgeblich dabei, künftige Maßnahmen punktgenau und vorausschauend zu setzen und bilden auf diese Weise die wissenschaftliche Basis für den neuen Maßnahmenkatalog für die Donau zwischen Wien und Bratislava", erklärt viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler.

Die Forschungsergebnisse nützen nicht nur den Partnern. Im Rahmen der Zusammenarbeit wurden über 100 wissenschaftliche Publikationen und Konferenzbeiträge erstellt. Bereits im Herbst 2015 zogen Expertinnen und Experten bei einer Fachtagung an der Universität für Bodenkultur Wien eine erste umfassende Zwischenbilanz zu den Wirkungen der einzelnen Maßnahmen des Pilotprojekts Bad Deutsch-Altenburg.

Weiterführende Informationen:

Website des CD-Labors „IM Fluss“ mit einem Verzeichnis der wissenschaftlichen Publikationen und Dokumentationen zu Forschungsgeschichte und –ergebnissen

Der Tagungsband zur Fachtagung zum Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg kann im viadonau-Publikationsbereich heruntergeladen werden.

Aktuelles von der Donau östlich von Wien

]]>
Presseinformation FGP
news-852 Thu, 22 Jun 2017 12:34:59 +0200 Wir sind Donau-Detektive! Mehr als 1000 Kinder feiern den Danube Day im Stadtpark https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/wir-sind-donau-detektive-mehr-als-1000-kinder-feiern-den-danube-day-im-stadtpark Der Danube Day 2017 macht heuer erstmals Station im Stadtpark. Im Bereich der Johann-Strauß-Wiese und in Sichtweite des Johann-Strauß-Denkmals können die Donau-Detektive an 17 interaktiven Informationsständen Wissenswertes über die Donau erfahren. Mehr als tausend Kinder aus 39 verschiedenen Schulen und Horten werden erwartet. Eröffnet wurde der diesjährige Danube Day von bmvit-Sektionsleiterin Ursula Zechner, Bundesminister Andrä Rupprechter und Wolfgang Zerobin, Betriebsvorstand Wiener Wasser. Die Patenschaft hat 2017 Julia Cencig übernommen, bekannt aus SOKO Kitzbühel. Passend zu 150 Jahre Donauwalzer tanzten mehr als 300 Kinder gemeinsam zu den Klängen „An der schönen blauen Donau“ und setzen damit ein Zeichen der Solidarität für unsere einzigartige Donau. 1994 wurde das Donauschutzabkommen unterzeichnet und seit 2004 wird der Internationale Tag der Donau im gesamten Donauraum gefeiert. Gemäß dem Motto Get active for a cleaner Danube sollen die Veranstaltungen Bewusstsein für eine saubere Donau schaffen.

Mitmachen und gewinnen
Die Besucherinnen und Besucher im Stadtpark können sich an den zahlreichen interaktiven Ständen nicht nur informieren, sondern auch einiges ausprobieren. Die Kinder werden so zu Donau-Detektivinnen bzw. Donau-Detektiven, da sie an jedem Stand auch eine Frage für das Spurenheft beantworten müssen. Für ein fertiges Spurenheft gibt es ein Goody-Bag und mit ein wenig Glück auch einen Preis, der vor Ort verlost wird.

Alles Walzer
Vor 150 Jahren hat Johann Strauß Sohn den berühmten Walzer An der schönen blauen Donau" komponiert. Als besonderer Höhepunkt am Danube Day 2017 wird deshalb ein musikalischer und tänzerischer Gruß in die Welt geschickt. Im Rahmen der Eröffnung um 10 Uhr tanzten bmvit-Sektionsleiterin Ursula Zechner, Bundesminister Andrä Rupprechter und SOKO-Kitzbühel-Kommissarin Julia Cencig mit mehr als 300 Kinder den Donauwalzer.  

Der Event wird nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens für Green Events sowie ÖkoEvents der Stadt Wien ausgerichtet. Deshalb heißt es auch Bring your bottle! Also Mehrwegflasche mitnehmen und an der Wasserbar der MA 31-Wiener Wasser mit frischem Hochquellwasser auffüllen.

Der Danube Day wird in allen Donauländern gefeiert. In Österreich organisieren das Ministerium für ein lebenswertes Österreich, die Stadt Wien und die MA 31-Wiener Wasser sowie das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie/viadonau jährlich den Event.

Mehr Bilder zum Event sind hier zu finden.

]]>
viadonau
news-849 Wed, 31 May 2017 17:29:27 +0200 Startschuss für neues Servicecenter in Aschach https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/startschuss-fuer-neues-servicecenter-in-aschach Ein neues Heim für viadonau und die Schifffahrtsaufsicht in Aschach. Heute wurde das Bauprojekt für das neue Verwaltungsgebäude des Servicecenters Oberes Donautal feierlich eröffnet. Das innovative Gebäudekonzept hat im Vorjahr bei einem Wettbewerb mit Einfachheit und flexibler Nutzbarkeit überzeugt. Gemeinsam mit Sektionschefin des bmvit Ursula Zechner, Helmut Dietrich, Geschäftsführer von Dietrich I Untertrifaller Architekten, Fritz Knierzinger, Bürgermeister von Aschach und viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler erfolgte nun in Aschach der Spatenstich. Mit dem Bau des Gebäudes bekommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Servicecenters Oberes Donautal sowie der ebenfalls in das neue Gebäude einziehenden Schifffahrtsaufsicht des bmvit nicht nur moderne Büroarbeitsplätze, sondern auch mehr Raum zur Entfaltung. So sorgen die offen und flexibel gestalteten Arbeitsplätze für noch mehr Synergien für gemeinsames, fachübergreifendes Arbeiten entlang der Donau.   

viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler zeigte sich bereits im Vorfeld erfreut über das geplante Bauprojekt, das genau den Anforderungen für einen regionalen Unternehmensstandort entspreche und so die Sicherung von Arbeitsplätzen an der Donau unterstütze.  

Das Baukonzept des Projekts nimmt den benachbarten Gebäuden nicht die Sicht, während es an die Form der bestehenden Bauwerke anknüpft – die ästhetische Schlichtheit der dahinterliegenden Gebäude wird dabei neu aufgegriffen. Der moderne und zugleich technikarme Holzbau ist hochwassersicher geplant und bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für ein positives Arbeitsklima inmitten der malerischen Flusslandschaft der Oberen Donau.

]]>
Aktuelles viadonau
news-843 Sun, 21 May 2017 13:08:38 +0200 25 Jahre LIFE-Programm https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/25-jahre-life-programm Am 21. Mai 1992 wurden das LIFE Förderprogramm und die EU Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ins Leben gerufen. Als stolzes Mitglied der LIFE-Familie gratuliert viadonau herzlich zum 25. Jahrestag. Als eines der aktivsten Mitglieder in Österreich haben wir gemeinsam mit unseren starken Partnern das LIFE-Programm ein langes Stück des Weges begleiten dürfen: Bereits 1995 – im Jahr des EU Beitritts Österreichs – startete das erste LIFE-Projekt der ehemaligen Wasserstraßendirektion, heute viadonau. viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler unterstreicht die große Bedeutung des Förderprogramms für die Donau, March und Thaya: „Das LIFE-Förderprogramm ist für viadonau seit mittlerweile 20 Jahren ein wesentlicher Katalysator, um unsere Umwelt-Aktivitäten voranzubringen. Das Programm ist umsetzungsorientiert, kann beachtliche Fördersummen aufbringen und wird professionell gemanagt. Eine bewilligte LIFE-Förderung ist immer gleichzeitig auch eine Auszeichnung für ein Projekt. Sie führt auch dazu, dass Gelder aus anderen Finanzierungstöpfen in die wichtigen Renaturierungsvorhaben fließen.“

Bisherige Zusammenarbeit mit LIFE
In den 1990er Jahren standen die March-Thaya-Auen im Mittelpunkt zweier LIFE-Projekte: RAMSAR-Management March-Thaya und Wasserwelt March-Thaya Auen. Die LIFE-Projekte zur Anbindung der Nebenarme bei Schönau, Orth sowie der Uferrückbau Thurnhaufen setzten wichtige Impulse zur Verbesserung des Lebensraums im Nationalpark Donau-Auen. Die Projekte LIFE+ Wachau und LIFE Mostviertel Wachau prägen eindrucksvoll das einzigartige Landschaftsbild der Wachau mit.

Für den Uferrückbau Thurnhaufen und Mostviertel Wachau wurde viadonau und unseren Partnern von der EU-Kommission der „Best LIFE Nature Award“ verliehen. Derzeit ist viadonau in folgenden LIFE-Projekten aktiv: In den Projekten LIFE Auenwildnis Wachau und LIFE Untere Marchauen nimmt viadonau eine Führungsrolle ein. In den Projekten LIFE Sterlet und LIFE Traisen unterstützen wir unsere Partner.

Weitere LIFE-Projekte in Vorbereitung
Damit die Erfolgsgeschichte weitergehen kann, sind heuer zwei weitere Projekteinreichungen in Vorbereitung. An der Donau östlich von Wien und an der oberösterreichischen Donau soll durch Renaturierungen der Lebensraum Donau weiter verbessert werden. Zur Würdigung der beachtlichen Erfolge des Förderprogramms und der Richtlinie wird am 21. Mai durch die EU der „European Natura 2000 Day” ausgerufen.

LIFE 25 Years (Website) 

]]>
viadonau Umwelt FGP
news-842 Fri, 12 May 2017 13:56:57 +0200 Junge Profis bauen auf die Donau https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/junge-profis-bauen-auf-die-donau Die transport-logistic-Messe in München ist traditionell ein buntes Kaleidoskop von Chancen, Anreizen und Ideen – das Schmiermittel der Wirtschaft für den internationalen Transportverkehr. Auch viadonau und die Vertreterinnen und Vertreter des Donaulogistiksektors nutzten die Gelegenheit und luden am 11. Mai zu einer Podiumsdiskussion, um das internationale Messepublikum auf aktuelle Entwicklungen und die wachsende Rolle der Wasserstraße in der Zukunft des europäischen Transportnetzes aufmerksam zu machen. Für die jungen Transport- und Logistikexpertinnen- und experten war das Motto der lebhaften Diskussionsrunde „Young Professionals bauen auf die Donau“ ein selbstverständliches Bekenntnis: Vor allem für Schwer- und Übermaßgüter sowie Massengüter hat der Transport auf der Donau Zukunft. Aktueller Schwerpunkt von viadonau: Baustoffe. Welches Potenzial haben sie auf der Donau? Wie gut ist die Infrastruktur entlang der Donau dafür aufgestellt? Und wie sieht es mit dem Interesse der Wirtschaft aus?

Für die Young Professionals aus Österreich und Bayern war klar: Baustoffe sind geradezu prädestiniert für den Transport auf der Wasserstraße. Dabei gehe es nicht nur um „klassische“ Güter wie Zement und Schotter, sondern auch etwa um spezielle Bauteile und Equipment wie  Konstruktionsteile, Kräne und Baumaschinen für die Bauindustrie. Deren Transport über den Wasserweg werde bereits effizient und reibungslos durchgeführt – ein Vorteil, der längst ins Blickfeld der Häfen gerückt sei. So merkte Ann-Katrin Kaufmann von Donauhafen Straubing-Sand an, dass der Hafen verstärkt auf High-&-Heavy-Umschlag setze und mit verschiedenen Partner bereits neue Transportlösungen auf der Donau anstrebe. Aber nicht nur die großzügigen Platzverhältnisse sind ein Plus. Neben den bereits stattfindenden Transporten von mineralischen Rohstoffen wie Magnesit, Bentonit etc. sind für Valdet Farizi von Multinaut Imperial schon die nicht notwendigen Sondergenehmigungen für den Transport von Übermaßgütern sowie das Fehlen eines Nachtfahrverbots wesentliche Vorteile des Binnenschiffstransports. Damit die Schifffahrt ihre Stärken entlang der gesamten Donau ausspielen kann, müsse jedoch noch stärker an einem Strang gezogen werden. Besonders wichtig also: internationale Zusammenarbeit und gemeinsame Standards. Die jungen Profis sind sich einig: Mit dem Abbau administrativer Barrieren im grenzüberschreitenden Güterverkehr kann das große Potenzial der Wasserstraße gehoben werden.

]]>
viadonau Wirtschaft Donaulogistik
news-840 Tue, 09 May 2017 13:02:26 +0200 Mehr Baustoffe auf das Binnenschiff https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/mehr-baustoffe-auf-das-binnenschiff Nach „High & Heavy“, „Nachwachsenden Rohstoffen“ und „Recyclingprodukten“ widmet sich die vierte Arbeitsinitiative von viadonau einer weiteren vielversprechenden Gütergruppe – Baustoffen, Baumaterialien sowie Bauequipment wie Kränen und Baumaschinen. Die Experten aus Wirtschaft, Interessensvertretung und Marktforschung waren sich einig: Die Baustoffbranche in Österreich und dem Donauraum ist zukunftsträchtig für die Binnenschifffahrt. Ende April startete die neue zweijährige Schwerpunktinitiative „Baustoffe mit dem Binnenschiff“ von viadonau. Vertreterinnen und Vertreter der verladenden Wirtschaft, Donauhäfen und Umschlagsbetriebe sowie Schifffahrts- und Befrachtungsunternehmen nutzen die neutrale Plattform, um sich über die Potenziale des Transports von Baustoffen mit dem Binnenschiff auszutauschen.

Hauptthema der ersten Veranstaltung waren vor allem trockene Schüttgüter. Im Fokus: Möglichkeiten für eine Verlagerung dieser Gütergruppe auf die Wasserstraße Donau, Kontaktpflege und konkrete Business Cases und Lösungsansätze. Stephanie Kirchmayr-Novak und Florian Kehringer vom Österreichischen Institut für Raumplanung (ÖIR) präsentierten erstmals Ergebnisse aus der im Auftrag von viadonau durchgeführten Marktstudie „Baustoffe im Donauraum“. So wurden beispielsweise Unternehmensstandorte der Baustoffbranche in Donaunähe erhoben, die für potenzielle Kunden der Donauschifffahrt in Frage kommen. Andreas Pfeiler, Geschäftsführer Fachverband der Stein- und keramischen Industrie der WKO stellte die Struktur und Aufgaben des Fachverbands vor. 

Ein großer Player der Baustoffindustrie – LafargeHolcim, vertreten durch Haimo Primas, Head of Logistics – zeigte in seiner Präsentation, dass es in der Vergangenheit bereits vereinzelte Transporte von Schlacke, Zement und Klinker mit dem Binnenschiff gab. Auch für die Zukunft zieht das Unternehmen Binnenschiffstransporte in Erwägung und hofft auf konstruktive Gespräche mit Dienstleistern aus dem Bereich Donaulogistik. Das Logistikzentrum Hafen Wien wurde von Verkaufsleiterin Andrea Buchecker vorgestellt. Buchecker präsentierte das breite Dienstleistungsangebot des Hafens. Sowohl trockene Schüttgüter als auch Stückgüter sowie RoRo können im Hafen mit passendem Equipment umgeschlagen werden. Als wichtiger Multiplikator in der Baustoffbranche begrüßte auch die Wirtschaftskammer die Initiative.

Der nächste Workshop ist für Ende 2017 zum Thema Stückgüter wie Betonfertigteile, Konstruktionsteile sowie Kräne geplant.

]]>
Donaulogistik viadonau
news-837 Fri, 05 May 2017 11:31:45 +0200 Eine Woche im Zeichen von RIS https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/eine-woche-im-zeichen-von-ris Von 8. bis 11. Mai lädt Belgrad zur RIS Week 2017. Beim traditionellen Stelldichein der europäischen RIS-Expertengruppen stehen einmal mehr gemeinsame Ziele und Projekte zur internationalen Einführung und Anwendung der River Information Services im Fokus. Die RIS Week gibt es gemeinsam mit dem beliebten Common Issues Meeting bereits seit Herbst 2009. Sie findet zweimal pro Jahr mit wechselnden Gastgebern statt. Die erste RIS-Woche 2017 wird von der serbischen Wasserstraßenverwaltung PLOVPUT veranstaltet. Das beim internationalen Fachpublikum beliebte Event bietet wieder optimale Bedingungen zum Netzwerken und Informieren über Innovationen in Sachen Informationsdienste auf den europäischen Wasserstraßen. Darüber hinaus wird beim traditionellen Common Issues Meeting am 10. Mai neben der Entwicklung gemeinsamer harmonisierter River Information Services auch die Frage im Vordergrund stehen, wie von der Europäischen Union unterstützte Projekte gezielt zur Entwicklung von RIS im TEN-T-Korridor beitragen können. Brandaktuell: Im Mitte Jänner offiziell gestarteten Projekt RIS COMEX engagieren sich die RIS-Experten von viadonau gemeinsam mit 13 Partnerländern für die bedarfsorientierte grenzübergreifende Harmonisierung und Umsetzung der River Information Services.

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

]]>
Aktuelles Sicherheit
news-834 Thu, 04 May 2017 09:37:42 +0200 Auf zu neuen Ufern am Töchtertag 2017! https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/auf-zu-neuen-ufern-am-toechtertag-2017 Am 27. April öffnete viadonau im Rahmen des Töchtertags der Stadt Wien beziehungsweise Girls‘ Day des Bundes wieder die Türen für junge interessierte Mädchen. Während die Schülerinnen im Alter von 11 bis 16 Jahren einen erlebnisreichen Tag an Bord eines viadonau-Messschiffes verbrachten, lernten die Vier- bis Sechsjährigen das Unternehmen vor Ort in der Zentrale kennen. Beide Altersgruppen erhielten interessante Einblicke in verschiedene Berufsbilder eines modernen Infrastrukturunternehmens. Sechzehn Mädchen im Alter von 11 bis 16 Jahren hatten am 27. April nicht nur die Möglichkeit wichtige Informationen zu den Berufschancen für Frauen bei viadonau zu erhalten, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen einer Schiffsschleusung zu werfen. So gab es einen Zwischenstopp in Nussdorf, wo den jungen Teilnehmerinnen des Töchtertags auch die neue Fischwanderhilfe vorgestellt wurde. Während der Fahrt mit dem viadonau-Messschiff sorgte ein Fotospiel für launige Eindrücke von der Tour – dabei galt es, alle bedeutenden Gebäude, wie zum Beispiel den DC Tower, während der Fahrt abzulichten. Der spannende Ausflug endete nach der Verteilung von Präsenten an die Schülerinnen am Donaukanal auf Höhe des Schwedenplatzes.  

Beim Girls´ Day Mini wurden währenddessen 20 Mädchen, unter anderem aus dem Kindergarten des Bundeskanzleramtes, in der Zentrale herzlich empfangen und durch das Unternehmen geführt. Dabei lernten die Mädchen neben den wichtigsten Abteilungen auch die Tätigkeitsbereiche der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen. Anschließend gestalteten die jungen Besucherinnen gemeinsam ein farbenfrohes Schuppenkleid für einen aufgemalten Fisch und erhielten ebenfalls zum Abschied kleine Geschenke.  

Der Töchtertag bietet jungen Mädchen zwischen 11 und 16 Jahren, die in Wien, Niederösterreich oder im Burgenland zur Schule gehen, die Gelegenheit, einen Tag lang in die Berufswelt von knapp 160 Unternehmen hinein zu schnuppern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf technischen, handwerklichen und naturwissenschaftlichen Berufen. Am ersten Wiener Töchtertag 2002 nahmen rund 200 Mädchen teil. Inzwischen melden sich jährlich schon rund 3.000 Mädchen und etwa 160 Unternehmen für den Töchtertag an.

]]>
viadonau
news-830 Thu, 04 May 2017 09:24:33 +0200 Neuauflage Handbuch zu Grenzkontrollen https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/neuauflage-handbuch-zu-grenzkontrollen Die zweite Auflage des Handbuchs zu Grenzkontrollen wurde im Rahmen einer Arbeitsgruppensitzung der Donauraumstrategie am 25. April 2017 veröffentlicht. Die wesentlichen Änderungen stellen vor allem ergänzende Angaben zu den Abläufen der Grenzkontrollen in Kroatien, Serbien und Bulgarien dar.

Zum Download und weiteren Informationen zum neuen Handbuch zu Grenzkontrollen in englischer Sprache gelangen Sie hier.

]]>
viadonau
news-820 Wed, 26 Apr 2017 13:16:30 +0200 viadonau erhält Verwaltungspreis 2017 https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/viadonau-erhaelt-verwaltungspreis-2017 Der Österreichische Verwaltungspreis 2017 in der Kategorie „Führung und Steuerung“ geht in diesem Jahr an viadonau. Nicht nur das Projekt konnte die Jury überzeugen, sondern auch die Anwendbarkeit für beinahe alle Bereiche des öffentlichen Sektors. Dabei ist natürlich das Management gefordert, aber auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind wesentlich für den Erfolg. Der Preis wird in vier Kategorien vergeben. In  der Kategorie „Führung und Steuerung“ werden Organisationen ausgezeichnet, die ihr Unternehmen integrativ steuern. Dies bedeutet, dass ein Unternehmen es schafft, seine Steuerungslogik mit dem Leitbild, den Unternehmenszielen und dem Organisationszweck in Einklang zu bringen.

Das Siegerprojekt koppelt strategische Wirkungsziele eines öffentlichen Unternehmens mit dem Budgetierungsprozess. Dabei werden die strategische und operative Planung verschränkt, indem die einzelnen Wirkungen der Projekte und Linienaufgaben an die strategischen Unternehmenszielen ausgerichtet werden.

Die richtigen Dinge tun
Laut Jury geht der erste Preis deswegen an das Projekt, weil die Wirkungsorientierung in die gelebten Planungs- und Steuerungsprozesse integriert wird. „Die strategischen Wirkungsziele – Machen wir die richtigen Dinge?, Wie trage ich zur Zielerreichung bei? – rücken dabei in den Mittelpunkt“, so die Jury. Fazit der Fachjury ist, dass das Projekt ein gelungenes Beispiel für „Learning by Doing“ ist, bei dem alle Planungsverantwortlichen eingebunden sind.“

Die von viadonau gewählte Vorgehensweise sowie die erarbeiteten Methodiken sind in fast allen Bereichen des öffentlichen Sektors anwendbar. Dafür bedarf es vor allem eines Umdenkens und einer Professionalisierung in der Zusammenarbeit zwischen strategischen und operativen Funktionen.  

]]>
Aktuelles viadonau
news-817 Tue, 25 Apr 2017 20:44:06 +0200 transport logistic 2017: viadonau am internationalen Marktplatz der Logistik https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/transport-logistic-2017-viadonau-am-internationalen-marktplatz-der-logistik Von 9. bis 12. Mai steht München wieder ganz im Zeichen moderner Transport- und Logistiklösungen. Gemeinsam mit den IGÖD-Partnern, den Häfen Linz, Enns, Krems, Wien und WienCont tauscht sich viadonau bei der transport logistic 2017, der internationalen Fachmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management, mit allen Schifffahrts- und Logistikinteressierten über Marktpotenziale und Trends in der Transportwirtschaft aus. Mit dem Slogan „Young Professionals bauen auf die Donau – Baustoffe mit dem Binnenschiff“ bietet viadonau ein Diskussionsforum zu Verlagerungsmöglichkeiten von Baustoffen auf die Wasserstraße, aktuellen Herausforderungen für die Donaulogistik sowie attraktiven Wirtschaftsperspektiven. Junge Praktikerinnen und Praktiker aus Schifffahrtsunternehmen, Umschlagsbetrieben und Donauhäfen aus Österreich und Bayern kommen am 11. Mai bei einer Podiumsdiskussion zusammen, um sich intensiv über die vielversprechenden Möglichkeiten in Sachen Transport und Logistik auf der Donau auszutauschen.

Der effiziente und nachhaltige Transport von Baustoffen durch den verstärkten Einsatz von Binnenschiffen ist das angestrebte Ziel von viadonau. Besonders wichtig dabei: mehr Aufmerksamkeit für die Wettbewerbsvorteile des Binnenschiffs wie das günstige Treibhausgas-Leistungs-Verhältnis, niedrige Transportkosten und die enormen Ladekapazitäten als wesentliche Anreize für die Nutzung der Wasserstraße.

Am Gemeinschaftsstand von viadonau, den öffentlichen Donauhäfen sowie WienCont haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich eingehend über die Themenbereiche Logistik, Binnenschifffahrt und Wasserstraße zu informieren.

Programm zum Gemeinschaftsstand Treffpunkt Donau: Wasserstraße & Logistik

Mehr über die transport logistic 2017

]]>
Donaulogistik viadonau
news-813 Fri, 21 Apr 2017 15:13:54 +0200 ENERGY BARGE – Synergien zwischen Biomasse und Donau-Logistik gezielt nutzen https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/energy-barge-synergien-zwischen-biomasse-und-donau-logistik-gezielt-nutzen Seit dem Kick-Off Ende Februar in Linz steht im transnationalen Projekt ENERGY BARGE die attraktive Gütergruppe Biomasse gezielt im Blickfeld der Transportwirtschaft und der Donaulogistik. Ziel des Projekts ist es, die Verlagerung von Biomassetransporten auf die Wasserstraße zu forcieren und so zugleich die verstärkte Nutzung von Bioenergie zu unterstützen. In Linz setzten Vertreter der Transportwirtschaft und Logistik positive Signale und bestätigten die wachsende Bedeutung von Biomasse für den Transport mit dem Binnenschiff. Nachhaltige Energiegewinnung ist längst ein wichtiges Qualitätskriterium für die Energiewirtschaft. Für einen rundum verantwortungsvollen Umgang mit Energieträgern spielt jedoch auch ihr Transport eine wesentliche Rolle. Die Wasserstraße bietet dafür einzigartige Vorteile. Erstmals widmet sich mit ENERGY BARGE ein länderübergreifendes Projekt ganz gezielt Synergien zwischen dem Bioenergie- und dem Donaulogistiksektor. Neben einer höheren Energiesicherheit und -effizienz im Donauraum steht vor allem auch die Entwicklung eines gut vernetzten und zuverlässigen Logistikkonzepts für den Transport von Biomasserohstoffen, Nebenprodukten und Zwischenprodukten mit dem umweltfreundlichen Binnenschiff im Fokus.   

Beim offiziellen Projektstart in Linz zeigte sich bereits reges Interesse für diese vielversprechende Gütergruppe. So machte Christian Schlagitweit von proPellets Austria auf den wachsenden europäischen Markt für Holzpellets und sein Potenzial für den Transport auf der Donau aufmerksam. Dieser sei nicht nur aufgrund der zunehmenden Produktion in der Schwarzmeerregion wichtig, sondern auch wegen der steigenden Nachfrage, die durch Importe gesättigt werden müsse. Vor dem Hintergrund der dafür notwendigen Transportkapazitäten verwies Ralf Jina vom Schifffahrtsunternehmen First-DDSG Holding GmbH auf die wichtigsten Transportwege und die hohe Leistungsfähigkeit der Güterschifffahrt auf der Donau. Der Experte vermittelte so dem Projektkonsortium eindrücklich die Möglichkeiten für eine nachhaltige Transportverlagerung auf die Wasserstraße und dabei die freien Potenziale der Binnenschifffahrt gezielt zu nutzen.  

ENERGY BARGE baut auf den Erfolgen schon bestehender nationaler Initiativen auf der Oberen Donau und setzt auf einen intensiven Wissens- und Erfahrungsaustausch entlang des gesamten Donaukorridors. 23 Projektpartner aus der Bioenergie- und Donaulogistikbranche aus Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Bulgarien, Rumänien und Italien bilden eine breite geografische Abdeckung und repräsentieren sämtliche EU-Länder entlang der Donau.  

Die Projektdauer beträgt 30 Monate: Jänner 2017 bis Juni 2019.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

]]>
Donaulogistik viadonau
news-807 Tue, 18 Apr 2017 14:56:26 +0200 DoRIS-App: Update bringt mehr Benutzerfreundlichkeit https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/doris-app-update-bringt-mehr-benutzerfreundlichkeit Als Service für Kundinnen und Kunden der Wasserstraße entwickelt viadonau die DoRIS mobile App konsequent weiter. Mit den neuesten Updates bieten die mobilen Informationen für die Binnenschifffahrt neben einer verbesserten Benutzer-Freundlichkeit nun noch mehr Features für die reibungslose Navigation auf der Donau. Auf der DoRIS-Website gibt es seit einigen Monaten aktuelle Brückendurchfahrtshöhen. Diese können nun auch aus der App abgerufen werden. Für einen besseren Überblick über die Seichtstellen der Donau wurde der Datenwert „aktuelle Fahrwassertiefe Tiefenrinne“ hinzugefügt.  

Mit der 5-Tage-Prognose werden die Pegelinformationen noch umfassender und benutzerfreundlicher dargestellt. Durch ein Update des Datenformats ist auch die Anzeigequalität der „Nachrichten für die Binnenschifffahrt“ deutlich aufgewertet. Ebenso wurde die Navigation in der App verbessert, wie etwa durch die konsequente Verlinkung der Kartendetails mit den einzelnen Datendiensten.  

Wird der höchste Schifffahrtswasserstand überschritten, können sich Sportbootfahrerinnen und –fahrer durch eine Meldung des neuen „Push Service“ darüber informieren lassen. Darüber hinaus kann die App individueller personalisiert werden. So kann zum Beispiel ein häufig genutzter Dienst als Startservice festgelegt werden.  

Im Zuge der Aktualisierung wurde die DoRIS mobile App für die gängigen Betriebssysteme iOS 10 und Android 6 auf Vordermann gebracht. Erhältlich ist die generalüberholte App im Google Play Store sowie im Apple iTunes Store.

]]>
viadonau Wirtschaft
news-804 Tue, 04 Apr 2017 15:12:04 +0200 Neuer Wanderweg für Donau-Fische – 320 Meter lange Fischaufstiegshilfe in Nußdorf eröffnet https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/neuer-wanderweg-fuer-donau-fische-320-meter-lange-fischaufstiegshilfe-in-nussdorf-eroeffnet In knapp eineinhalb Jahren entstand im 20. Wiener Gemeindebezirk, mitten im urbanen Umfeld der Bundeshauptstadt, eine Fischwanderhilfe der besonderen Art. Diese ist nicht nur außergewöhnlich groß, sondern untertunnelt sogar die historische Schemerlbrücke aus 1898. Dank umfangreicher Spezialtiefbau-arbeiten fügt sich das Wasserbauwerk auf engstem Raum in das Otto Wagner-Ensemble des Brigittenauer Sporns ein. Heute wurde die Fischtreppe von Infrastrukturminister Jörg Leichtfried und der stellvertretenden Sektionschefin des BMLFUW Dorith Breindl, dem Vorstand VERBUND AG und der Geschäftsführung von DHK und viadonau feierlich eröffnet. Seit mehr als 10 Jahren liefert das Kleinkraftwerk Nußdorf Energie für Wiens Bevölkerung. Viele Fließgewässertiere brauchen jedoch für ihren natürlichen Lebenszyklus verschiedene Lebensräume. Kraftwerksstaustufen stellen dabei meist ein unüberwindbares Hindernis dar. „Mit der neuen Fischwanderhilfe Nußdorf“, so Infrastrukturminister Leichtfried anlässlich der Eröffnung, „beseitigen wir die Barriere zwischen Donau und Donaukanal und sorgen dafür, dass dieser Lebensraum wieder zusammenwächst. Damit heißt es Bahn frei für unsere heimischen Fische: Sie können jetzt wieder stromaufwärts wandern und laichen. Wir geben ihnen ein Stück Natur zurück und sichern ihr Fortbestehen auch in Zukunft.“ Auch der genetische Austausch wird durch Fischerwanderhilfen gefördert. Dies wirkt sich natürlich auch auf die Fischpopulationen einzelner Gewässerabschnitte aus. Außerdem steigen die Chancen, die jeweils für ihr Entwicklungsstadium erforderlichen Lebensbedingungen im Fluss aufzufinden. Auf diese Weise spielen Fischaufstiegshilfen oder auch Fischtreppen sowohl für den Artenschutz als auch bei der Renaturierung verbauter Gewässer, die geeigneten Lebensraum schafft, eine wichtige Rolle.

Außergewöhnliches Wasserbauwerk
Über den Weg der Fischaufstiegshilfe Nußdorf werden Fische in Zukunft einen Höhenunterschied von rund 3,6 Meter überwinden. Auf einer Länge von ca. 320 Metern wurden insgesamt 37 Wanderbecken („vertical slot“ oder auch „Schlitzpass“) errichtet. Ebenso bemerkenswert: Die Untertunnelung der im Jahr 1898 fertiggestellten Schemerlbrücke stellt eine bisher einzigartige Lösung bei Fischaufstiegshilfen dar. „Gerade im städtischen Umfeld ist es wichtig, der Natur ihre Freiräume zu belassen oder, wo dies möglich ist, zurückzugeben. Durch die moderne Fischtreppe in Nußdorf bedeutet das Kraftwerk nicht mehr „Endstation“ für wanderfreudige Flusstiere, sondern eine neue Chance, ihren Bestand dauerhaft zu sichern – ein wichtiger Schritt für nachhaltigen Artenschutz“, zeigte sich Umweltstadträtin Ulli Sima erfreut über die Fertigstellung des Wasserbauwerks.

Die Wiederherstellung der Fischpassierbarkeit erfolgte gemäß den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie und des Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans. Die Planung orientierte sich eng am Leitfaden zum Bau von Fischaufstiegshilfen für die Donauleitfischart Wels. Dorith Breindl, stellvertretende Leiterin der Sektion Wasser im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betont anlässlich der Eröffnung: „Um den ökologischen Zustand zu verbessern, setzen wir nicht nur Maßnahmen zur Gewässerreinhaltung, sondern auch zur besseren Gewässerstruktur. So werden Fischaufstiegshilfen errichtet, Wasserlebensräumen vernetzt und Hindernisse im Gewässer umgebaut. Daher unterstützt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auch das Projekt der Fischaufstiegshilfe Nußdorf und hat mit rund 2,5 Mio. Euro maßgeblich die Finanzierung dieser Maßnahme ermöglicht.“ „Als größter Stromerzeuger aus Wasserkraft in Österreich wissen wir, was wir den Gewässern schuldig sind. Das Projekt in Nußdorf ist ein mustergültiges Beispiel für die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten für das Ziel einer gesunden, artenreichen Gewässerlandschaft“, so Günther Rabensteiner, Vorstandsmitglied der VERBUND AG.

Die Stadt Wien, Fachabteilung MA 45 – Wiener Gewässer, hat das Projekt 2008 als Maßnahme in den Ersten Nationalen Gewässermanagementplan (NGP) eingebracht. Die ersten Planungen und Grundsatzvereinbarungen mit Partnerinnen und Partnern bis hin zur ersten wasserrechtlichen Einreichung erfolgten durch die Expertinnen und Experten der Fachabteilung. Danach wurde die finale Planung und bauliche Umsetzung an viadonau übergeben. Die Stadt Wien ist mit rund einem Sechstel der Gesamtkosten am Projekt beteiligt.

Initiiert wurde die bauliche Umsetzung durch die DHK – Donau Hochwasserschutz Konkurrenz in enger Kooperation mit VERBUND Hydro Power GmbH. Die gelungene Errichtung wurde durch die Finanzierung der drei Gesellschafter der Kraftwerk Nußdorf GmbH, VERBUND Hydro Power, evn naturkraft und Wien Energie mit der Unterstützung durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, die Stadt Wien, den Wiener Fischereiausschusses sowie den NÖ Landesfischereiverband sichergestellt.

Weitere Fotos in Kürze unter fotos.viadonau.org!

]]>
Presseinformation viadonau
news-801 Fri, 31 Mar 2017 18:51:26 +0200 Den Fluss erlebbar machen! https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/den-fluss-erlebbar-machen Mit tatkräftiger Unterstützung der Schülerinnen und Schüler der Klasse 3B der Neuen Mittelschule Marchegg und in Zusammenarbeit mit dem WWF und der Universität für Bodenkultur Wien fand am 30. März in Marchegg eine Flurreinigungsaktion statt. Neben unerwarteten Funden gab es für die jungen Teilnehmenden Wissenwertes über Hochwasser- und Naturschutz zu erfahren. Im Gebiet eines projektierten Nebenarms der March in der Gemeinde Marchegg wurde ein ca. 200 Meter langer Bereich von angeschwemmten Plastikteilen und anderem Unrat befreit manch kurioses Fundstück inklusive. So kamen neben unzähligen PET-Flaschen auch zum Beispiel Couchteile und Glühbirnen zum Vorschein.

Vor den Arbeiten wurden die Schülerinnen und Schüler zu Wasserbauthemen wie Hochwasserschutz, naturnahem Wasserbau und Naturschutz informiert und auch in Form eines Quiz dazu befragt. Auf diese Weise konnten die Kids neben ihrem körperlichen Einsatz auch ihr Wissen zu Pflanzen und Tieren in der Au unter Beweis stellen.

Die Flurreinigung war vor allem auch wegen den bereits heuer startenden Bauarbeiten für das Life+-Projekt Untere March-Auen eine sinnvolle Aktion und für die Mädchen und Burschen der Neuen Mittelschule Marchegg auf jeden Fall ein erlebnisreicher Tag in der Au.

]]>
viadonau Umwelt
news-794 Wed, 08 Mar 2017 18:06:37 +0100 Chancengerechtigkeit Marke viadonau – Unternehmen präsentiert Bericht zur Chancengleichheit https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/chancengerechtigkeit-marke-viadonau-unternehmen-praesentiert-bericht-zur-chancengleichheit Mit dem Fokus auf Diversität und gezielter arbeitnehmerinnen- und arbeitnehmerorientierter Kommunikation steht viadonau seit jeher für gleiche Chancen im Beruf. Rechtzeitig zum Weltfrauentag veröffentlicht das Unternehmen seinen jährlichen Bericht zur Chancengleichheit. Viele Wirtschaftsbereiche werden in Österreich zunehmend durch Frauenpower verstärkt. So stieg die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-jährigen Frauen laut Statistik Austria von 61,1 Prozent 2005 auf 67,1 Prozent im Jahr 2015. In Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf zeigt sich jedoch, dass vor allem bei Frauen mit betreuungspflichtigen Kindern Teilzeitverhältnisse weit verbreitet sind. Auch bei der Schließung der sogenannten „Gender Pay Gap“ ist noch viel zu tun. So betrug 2015 der geschlechtsspezifische Lohnunterschied gemessen an den Bruttostundenverdiensten in der Privatwirtschaft 21,7 Prozent.   

Gleiche Chancen für den beruflichen Erfolg sind für viadonau kein Thema, sondern selbstverständlich. Überzeugt von Vielfalt als wertvolle Ressource setzt das Unternehmen auf Wertschätzung, Integration und Förderung unabhängig von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder Weltanschauung, Alter, sexueller Orientierung oder Behinderung. Darüber hinaus ist es für viadonau ein wichtiges Anliegen, den verschiedenen Lebenswirklichkeiten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit einem bedarfsgerechten Angebot zur Arbeitszeitgestaltung zu begegnen – wie Gleitzeit, Telearbeit, Führen in Teilzeit oder ein aktives Karenzmanagement, das auch Pflege- und Bildungskarenz einschließt.

Um die Attraktivität als Arbeitgeber noch weiter zu steigern, entwickelt viadonau die Kommunikation nach außen gezielt weiter. Mit Employer Branding schärft das Unternehmen dabei seine Kommunikationsstrategie und widmet sich wichtigen Fragen für mögliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Zukunft: Welche Berufsbilder bietet viadonau? Wie sehen diese eigentlich aus? Und was macht viadonau zu einem verlässlichen und verantwortungsbewussten Arbeitgeber?

Im Bericht zur Chancengleichheit bei viadonau 2017 gibt das Unternehmen Einblicke in wichtige Impulse, Angebote und aktuelle Entwicklungen, um in einer vielfältigen und sich stetig wandelnden Berufswelt gleiche Chancen für alle zu ermöglichen.

]]>
viadonau Aktuelles
news-790 Tue, 07 Mar 2017 14:32:20 +0100 Entsorgung von Schiffsabfällen – Infoservice für die saubere Wasserstraße https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/entsorgung-von-schiffsabfaellen-infoservice-fuer-die-saubere-wasserstrasse Ab sofort bietet viadonau auf der DoRIS-Website aktuelle Informationen zur umweltgerechten Entsorgung von Schiffsabfällen an Häfen, Passagierländen und Schleusen. Die in englischer wie in deutscher Sprache verfügbaren nützlichen Infos und Kontaktdaten können sowohl in einer Karte abgerufen als auch in Form eines PDFs heruntergeladen werden. Mit seinem günstigen Treibhausgas-Leistungsverhältnis ist das Binnenschiff ein umweltfreundliches und zukunftsträchtiges Transportmittel. Wie aber sieht es mit der Abfallentsorgung aus?

Gerade für die Donau als wertvolles Ökosystem und natürlichen Verkehrsträger ist die fachgerechte Abfallentsorgung wesentlicher Teil einer verantwortungsbewussten Infrastrukturnutzung. So können Güterschiffe in den Häfen Schiffsabfälle in bereitgestellten Sammelbehältern entsorgen oder an spezialisierte Fachunternehmen übergeben. viadonau stellt darüber hinaus an drei Schleusen – Abwinden, Persenbeug und Greifenstein – kostenlos nutzbare Wertstoff- und Restmüllsammelbehälter zur Verfügung. Auf diese Weise konnten an den Schleusen im Jahr 2016 rund 30 Tonnen Schiffsabfälle ordnungsgemäß gesammelt und einem zertifizierten Entsorger übergeben werden. Zudem sind für die Personenschifffahrt Sammelstellen an ausgewählten Schifffahrtsländen und Winterhäfen eingerichtet, auch von den Ländenbetreibern organisierte Übergabemöglichkeiten können genutzt werden.  

In einem auf der DoRIS-Website neu aufbereiteten und umfassenden Informationsservice können Schifffahrtstreibende jetzt noch vielmehr zum Thema „umweltgerechte Abfallentsorgung“ erfahren, wie Details zur Entsorgungsinfrastruktur an der österreichischen Donau, Informationen zu Ansprechpartnern vor Ort, welche Abfallarten wo abgegeben werden können oder warum Mülltrennung auch in der Schifffahrt wichtig ist.  

Jetzt informieren und wissen, was so alles möglich ist in Sachen Abfallentsorgung an der Donau: DoRIS-Website

]]>
viadonau Umwelt
news-778 Wed, 01 Mar 2017 13:46:24 +0100 Transport Research Arena 2018 https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/transport-research-arena-2018 Von 16. bis 19. April 2018 findet in Wien die Transport Research Arena (TRA), die größte Verkehrsforschungskonferenz Europas, unter dem Motto „A digital era for transport“ statt. Die Gastgeber der Konferenz, das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit), das Austrian Institute of Technology sowie AustriaTech laden zur Einreichung von Proposals ein. Besonders willkommen sind Einreichungen von weiblichen Expertinnen. Vorläufige Einreichfrist ist der 21. März 2017. Einreichungen können zu folgenden Themen erfolgen:

  • Environment and Energy Efficiency
  • Vehicles & Vessels – Design, Development and Production
  • Advanced Propulsion Systems
  • Smart Urban Mobility & Logistics
  • People Mobility – Systems and Services
  • Freight Transport and Logistics
  • Transport Infrastructure
  • Connected and Automated Transport
  • Digital Technologies for Transport
  • Safe, Secure and Resilient Transport Systems
  • Human Dimension in Transport
  • Socio-Economics, Innovation and Policy

Abstracts sollen nicht mehr als 500 Wörter umfassen, die Einreichung erfolgt in englischer Sprache. Nähere Infos zur Einreichung finden Sie hier

]]>
Wirtschaft Umwelt
news-774 Fri, 24 Feb 2017 15:28:08 +0100 viadonau-Umfrage bestätigt hohe Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/viadonau-umfrage-bestaetigt-hohe-zufriedenheit-der-kundinnen-und-kunden Die Zufriedenheit der Nutzerinnen und Nutzer der Wasserstraße ist viadonau ein zentrales Anliegen. Um den Bedürfnissen der Schifffahrtstreibenden an der Donau optimal zu begegnen und dafür Kundinnen- und Kundenservices treffsicher weiterzuentwickeln, ist der direkte Austausch besonders wichtig. Wie wird der Zustand der Fahrrinne eingeschätzt? Werden Schleusungen rasch und sicher durchgeführt? Sind aus Sicht der Kundinnen und Kunden elektronische Informationsdienste zu den Bedingungen auf der Wasserstraße stets aktuell und vollständig? Nach 2014 führte viadonau Ende 2016 erneut eine Umfrage zur Zufriedenheit durch, um insbesondere von Kapitäninnen und Kapitänen und Schifffahrtsunternehmerinnen und -unternehmern ihre Meinung zur Service-Qualität in Sachen Wasserstraße, Schleusen und den Donau River Information Services zu erfahren. Im Fokus der Umfrage standen vor allem jene, die als Nutzerinnen und Nutzer der Wasserstraße unmittelbar von den Verkehrsgegebenheiten auf der Donau betroffen sind. So waren rund 80 % der Befragten Schifffahrtstreibende. Auf einer fünfteiligen Skala (1 für „ausgezeichnet“ bis 5 für „schlecht“) konnten die Teilnehmenden Noten für mehrere Themenbereiche vergeben. Fazit vorab: Die Nutzerinnen und Nutzer der Wasserstraße bescheinigen den viadonau-Services ein hervorragendes Zeugnis.

Instandhaltung und Schleusen top
Durch gezielte Erhaltungsbaggerungen insbesondere an der freien Fließstrecke östlich von Wien konnte die Schifffahrt auch 2016 an der österreichischen Donau ganzjährig gewährleistet werden. Damit zeigte viadonau nach einem für die Schifffahrt schwierigen Jahr 2015 die Bedeutung punktgenauer Instandhaltung und den hohen Qualitätsstandard des Wasserstraßen-Managements. Rund 93 % der Befragten beurteilten die Qualität der Instandhaltungsmaßnahmen 2016 mit „ausgezeichnet“ oder „gut“ und damit sogar noch positiver als 2014. Auch die Durchführung von Schleusungen erreichte mit rund 85 % positiven Angaben und der Durchschnittsnote 1,72 einen neuen Spitzenwert (2014 : 1,86). Sicherheit und Ausstattung der Schleusenanlagen waren für fast 95 % „ausgezeichnet“ oder „gut“.

Schleusenaufsicht – kompetent und freundlich
Auch im direkten Kontakt mit Schifffahrtstreibenden auf der Wasserstraße erreicht viadonau Bestnoten. So  beurteilten die Befragten Freundlichkeit und Kompetenz der Schleusenmitarbeiterinnen und –mitarbeiter zu rund 91 beziehungsweise 94 % positiv. Das Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fall von Reklamationen oder Beschwerden wurde mit einer Durchschnittsnote von 1,75 2016 deutlich besser bewertet als noch 2014 (2,05).

Informationsdienste – aktuell und vollständig
Die Qualität der von viadonau bereitgestellten Informationsdienste zu Fahrwasserverhältnissen und als Navigationsunterstützung erreichten zwischen 85 und 90 % positive Rückmeldungen. Am häufigsten genutzt oder abgefragt werden dabei Pegelstände und mehrtägige Pegelprognosen bei Niederwasser (rd. 83 %), Informationen zu Fahrwassertiefen an Seichtstellen (rd. 64 %), Nachrichten für die Binnenschifffahrt (rd. 61 %) und Informationen zum Schleusenstatus (rd. 61 %).

Trotz Spitzenwerten stets Verbesserungspotenzial im Blick
Obwohl bereits 2014 gute Umfragewerte erzielt wurden, konnte viadonau in vielen Bereichen die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden an der Wasserstraße weiter steigern. Die Ergebnisse der Umfrage nutzt das Unternehmen, um Verbesserungspotenzial festzustellen und das Serviceangebot gezielt anzupassen. So werden neben der Kennzeichnung der Wasserstraße (Bojen) und den Revisionszeiten an den Schleusen auch zum Beispiel die Informationsdienste zu Seichtstellen weiter optimiert. Für das in der Umfrage 2016 erstmals berücksichtigte Thema „Liegestellenangebot“ wurde bereits ein eigenes kundenorientiertes Projekt zur bedarfsgerechten Liegestellenentwicklung aufgesetzt.

„Die positive Resonanz zeigt: Für stets bestmögliche Bedingungen an der Donau machen wir gewissenhaft und zielstrebig unsere Hausaufgaben und werden dafür mit großem Vertrauen und der Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden belohnt. Der Austausch mit ihnen ist wichtig, um diesen erfolgreichen Kurs zu halten“, erklärt Hans-Peter Wegscheider, Leiter der Abteilung Verkehrsmanagment bei viadonau.

]]>
viadonau
news-768 Wed, 22 Feb 2017 13:15:24 +0100 Navigating a Changing Climate – Konferenz zu Klimawandel und Schifffahrt in Brüssel https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/navigating-a-changing-climate-konferenz-zu-klimawandel-und-schifffahrt-in-bruessel Am 27. und 28. März lädt die technisch-wissenschaftliche Vereinigung des Hafen- und Wasserstraßenbaus PIANC in Brüssel zur Konferenz: “Navigating a Changing Climate – Moving Towards Low Carbon and Resilient Waterborne Transport Infrastructure”. Internationale Fachleute aus Wirtschaft und Forschung widmen sich DER Herausforderung des 21. Jahrhunderts und wie sie aus Sicht des Verkehrssystems Wasserstraße technologisch, wirtschaftlich und politisch bewältigt werden kann. Im Fokus der Konferenz: Strategien zur nachhaltigen Treibhausgasreduktion in der Binnenschifffahrt, Erhöhung der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit des wassergestützten Güterverkehrs sowie die stärkere Einbindung der Binnenschifffahrt in den multimodalen Transport. Ziel ist es, noch mehr Awareness unter Schifffahrtstreibenden und den vielfältigen Nutzungsinteressenten aber auch politischen Verantwortungsträgern zu schaffen und mit konkreten Entwicklungskonzepten gemeinsam für eine umweltfreundliche und verlässliche Binnenschifffahrt zu arbeiten.  

Mit dabei im Kreis der Expertinnen und Experten: viadonau-Spezialist für Schiffstechnik Juha Schweighofer und seine Erkenntnisse aus dem zukunftsorientierten Entwicklungsprojekt MOWE-IT (2012-2014) für eine klimafreundliche und kosteneffiziente Binnenschifffahrt.  

Den Registrierungsflyer zur Konferenz sowie weiterführende Informationen erhalten Sie hier.

MOWE-IT-Projektwebsite

]]>
Umwelt Wirtschaft
news-759 Thu, 09 Feb 2017 11:35:51 +0100 Mehr Güter auf die Wasserstraße – „Bayerischer Verladertag Binnenschifffahrt“ zur Zukunft des Gütertransports auf Main und Donau https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/mehr-gueter-auf-die-wasserstrasse-bayerischer-verladertag-binnenschifffahrt-zur-zukunft-des-guetertransports-auf-main-und-donau Am 9. März 2017 veranstaltet der Deutsche Wasserstraßen- und Schifffahrtsverein Rhein-Main-Donau e.V. (DWSV) in Passau den „Bayerischen Verladertag Binnenschifffahrt“. Im Fokus: die Zukunft des Gütertransports auf der Wasserstraße – Vertreterinnen und Vertreter aus Schifffahrt, verladender Industrie, Häfen und Infrastrukturdienstleistern widmen sich dem Ist und Soll des Gütertransportaufkommens auf der Transportachse Main-Donau. Schon heute sind in Europa Straße und Schiene auf den stark frequentierten Strecken häufig überlastet. Das deutsche Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geht in seiner „Verkehrsprognose 2030“ davon aus, dass in Deutschland im Vergleich zu 2010 die Transporte per LKW und Bahn im Jahr 2030 um 39 beziehungsweise 43 Prozent höher liegen werden. Auch der Transport über den Wasserweg werde laut Prognose um 23 Prozent zulegen. Mit der Frage, wie das künftige Verkehrsaufkommen bewältigt werden soll, ergeben sich also zugleich auch neue Chancen und Anreize die Binnenschifffahrt noch stärker in das europäische Transportnetz einzubinden und mit bedarfsgerechten Investitionen zu unterstützen.

Umweltfreundlich, belastbar, aber auch gut genutzt – die Zukunft der Wasserstraßen ist eng mit ihrer verlässlichen Nutzbarkeit verknüpft. Wie die Wasserstraße ihre Vorteile in Zukunft noch besser ausspielen kann aber auch wo die Grenzen ihrer Nutzbarkeit liegen, sind für das Fachpublikum und die Vertreterinnen und Vertreter der Transportbranche die zentralen Themen beim „Bayerischen Verladertag Binnenschifffahrt“. Im Fokus stehen dabei sowohl der Austausch über bisherige Erfahrungen als auch neue Perspektiven des Gütertransports auf der Wasserstraße (Main, Main-Donau, Donau). Darüber hinaus soll der Event auch politischen Entscheidungsträgern Wege aufzeigen, die Binnenschifffahrt leistungs- und zukunftsfähig in das Verkehrsnetz einzubinden und notwendige Infrastruktur bedarfsgerecht und nachhaltig zu entwickeln. Neben konkreten Beispielen zum breiten Nutzungspotenzial der Wasserstraße wird auch die Frage im Mittelpunkt stehen, welche Entwicklungsschritte noch nötig sind, um nicht nur Transportangebote, sondern auch administrative Bedingungen für den Gütertransport über die Wasserstraße zu verbessern.


Die Anmeldung zum Bayerischen Verladertag Binnenschifffahrt ist online hier möglich (Registrierungscode: BVBN2017). Anmeldeschluss ist der 3. März 2017. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge der eingegangenen Registrierungen berücksichtigt.

Weitere Details zur Veranstaltung (Ort, Programm, Anfahrt) finden Sie im Event-Flyer des DWSV.  

]]>
Wirtschaft Donaulogistik
news-757 Wed, 08 Feb 2017 13:12:59 +0100 Wasserbauarbeiten bei Bad Deutsch-Altenburg abgeschlossen https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/wasserbauarbeiten-bei-bad-deutsch-altenburg-abgeschlossen Punktgenaue Maßnahmen erfolgreich gesetzt – in den vergangenen drei Wochen trotzten an der Donau bei Bad Deutsch-Altenburg Mensch und Maschine der klirrenden Kälte. Ziel der Bauarbeiten: Buhnen optimieren und die Furt sanieren, um die Befahrbarkeit der Fahrrinne auch bei niedrigen Wasserständen sicherzustellen. Bereits am 3. Februar, zwei Wochen früher als erwartet und rechtzeitig bevor der Wasserstand wieder zu steigen begann, waren die Arbeiten abgeschlossen. Seit Mitte Jänner liefen die Wasserbauarbeiten bei Bad Deutsch-Altenburg trotz Eiseskälte auf Hochtouren. Insgesamt rund 6.800 Tonnen Wasserbausteine wurden dabei aus einem nahegelegenen Steinbruch herangeführt und in 5 Buhnen eingebaut und damit die Furt optimiert. Durch die Baumaßnahmen, die von Experten des Nationalparks Donau-Auen begleitet wurden, soll auch bei Niederwasser eine mindestens 2,5 Meter tiefe Fahrrinne für die Schifffahrt zur Verfügung stehen. Durch die effiziente Baustellenabwicklung konnte die Optimierung an der freien Donaufließstrecke bei Bad Deutsch-Altenburg bereits am 3. Februar und damit zwei Wochen früher als vorgesehen abgeschlossen werden.

]]>
viadonau Sicherheit FGP
news-750 Tue, 07 Feb 2017 15:16:07 +0100 FAIRway Danube – Meilenstein im internationalen Wasserstraßenmanagement https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/fairway-danube-meilenstein-im-internationalen-wasserstrassenmanagement Seit 2015 unterstützt das von der Europäischen Union geförderte Projekt FAIRway Danube die Wasserstraßenverwaltungen von sechs Ländern, um sowohl die Datenlage zur Fahrrinne als auch Maßnahmen in ihren jeweiligen Abschnitten zu verbessern. Nach 18 Monaten aktiver Projektarbeit zogen die Projektpartner unter Leitung des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und viadonau zu Jahresende 2016 eine Zwischenbilanz. Voraussetzung für sichere und effiziente Transporte auf der Wasserstraße sind verlässliche und unabhängig von Staatsgrenzen verfügbare Fahrwasserinformationen. Von 2015 bis 2020 engagieren sich die Projektpartner von FAIRway Danube daher, Informationen zu Seichtstellen, Wasserständen und Pegelprognosen länderübergreifend zu harmonisieren. Durch die einheitliche Verfügbarkeit umfassender Fahrwasserinformationen erhalten Schifffahrtstreibende zuverlässige Daten zu den nautischen Bedingungen entlang des gesamten Transportweges. Mit den nachhaltigen Harmonisierungsmaßnahmen in Sachen Fahrwasserdaten, den technischen Voraussetzungen und dem Gebrauch des nötigen Equipments bereitet FAIRway Danube den Weg für den 2014 beschlossenen Masterplan zur Instandhaltung der Donau und ihrer schiffbaren Nebenflüsse.

In den vergangenen 18 Monaten wurden zahlreiche Aktivitäten erfolgreich umgesetzt. Die wichtigsten Schritte:

  • Im Oktober 2015, Mai 2016 und Oktober 2016 konnten die nationalen Aktionspläne zur Sammlung umfassender Fahrwasserinformationen sowie dafür geplante Projekte auf den neuesten Stand gebracht werden. Beim Verkehrsministertreffen in Rotterdam im Juni 2016 wurden auf Basis der aktuellen Datenlage die weiteren Aktivitäten festgelegt.
  • FAIRway Danube hat die Spezifikationen für 5 Messboote, 4 Schiffe zum Verlegen der Bojen sowie 39 Pegelstellen fertiggestellt. Ausschreibungen im Wert von 7,5 Mio. € laufen bereits, sodass einem Pilotbetrieb ab 2017/2018 nichts mehr im Wege steht. Das erste Messboot wird ab Sommer 2017 hochqualitative Daten liefern.
  • FAIRway Danube erbrachte wesentliche Grundlagen für die Instandsetzung der Schleusenanlage Gabčíkovo. Auf Basis der Vorarbeiten im Rahmen von FAIRway Danube werden rund 145 Mio. € (davon 122 Mio. € aus Mitteln der Europäischen Union) in die Modernisierung der Schleusenanlage investiert.
  • Nach dem Kick-Off-Meeting in Brüssel im Februar 2016 fanden mehrere nationale Foren für Nutzungsinteressenten der Wasserstraße statt, so in der Slowakei, Kroatien, Rumänien und Bulgarien. Der regelmäßige Austausch mit wichtigen öffentlichen und privaten Stakeholdern liefert wertvolles Feedback zu Verlauf und Wirkungen der Maßnahmen von FAIRway Danube.

Die nächsten Stakeholder-Foren sind bereits geplant:

  • 21. Juni 2017 in Bratislava
  • 17. Mai 2017 in Budapest
  • 30. Mai 2017 in Ruse
  • 13. Juni 2017 in Constanta

2017 konzentriert sich das Projekt auf den Start der Pilotaktivititäten an ausgewählten Donauabschnitten.

Projektdaten

Weiterführende Informationen zu FAIRway Danube finden Sie hier.

]]>
viadonau Sicherheit Donaulogistik
news-745 Mon, 30 Jan 2017 16:42:04 +0100 Voller Einsatz auch bei Frost – Wasserbauarbeiten bei Bad Deutsch-Altenburg kommen gut voran https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/voller-einsatz-auch-bei-frost-wasserbauarbeiten-bei-bad-deutsch-altenburg-kommen-gut-voran In den Kältemonaten sinkt der Wasserstand der Donau oft empfindlich. So betrug der Pegel Wildungsmauer am 24. Jänner zeitweise nur 113 Zentimeter. Während niedrige Wasserstände eine große Herausforderung für die Schifffahrt sind, erleichtern sie zugleich gezielte Wasserbauarbeiten. Vor allem an der freien Fließstrecke östlich von Wien ist punktgenaue Fahrrinneninstandhaltung gerade auch im Winter wichtig. Trotz eisiger Temperaturen werden seit Mitte Jänner bei Bad Deutsch-Altenburg unter Einsatz schweren Geräts Buhnen optimiert und die Furt saniert. Bei frostigen Wetterbedingungen wird in Bad Deutsch-Altenburg derzeit ordentlich angepackt. Rund 650 Tonnen Schüttmaterial werden aktuell pro Tag eingebaut, um die Buhnen zu optimieren. LKWs transportieren die Steine – 17 Tonnen pro Ladung – von einem nahegelegenen Steinbruch ans Donauufer, wo sie direkt an den Buhnen aufgeschüttet werden. Durch die Baumaßnahmen an den Buhnen sowie an der Furt selbst soll auch bei Niederwasser eine mindestens 2,5 Meter tiefe Fahrrinne und so die Befahrbarkeit für die Schifffahrt gewährleistet werden.    

Die Arbeiten werden von Experten des Nationalparks Donau-Auen begleitet und sollen, sofern sich die Wetterbedingungen nicht verschlechtern, bis Mitte Februar abgeschlossen sein.

]]>
viadonau Sicherheit FGP
news-741 Mon, 23 Jan 2017 15:24:54 +0100 Frischer Wind auf Europas Wasserstraßen – RIS COMEX startet durch https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/frischer-wind-auf-europas-wasserstrassen-ris-comex-startet-durch Mit voller Kraft auf dem Weg zum europäischen Standard. Das neue Projekt RIS COMEX verleiht der europaweiten Einführung des erfolgreichen Informationsdienstes RIS unter Leitung von viadonau einen neuen Schub. Zu Gast beim deutschen Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Berlin präsentierten die Projektpartner beim Kick-Off-Meeting am 17. und 18 Jänner ihre wichtigsten Ziele und Vorhaben. Zu Jahresbeginn nimmt das neue Flaggschiff der River Information Services so richtig Fahrt auf. Mit den Erfahrungen und Ergebnissen des erfolgreichen Vorgängers CoRISMa macht sich das neue Projekt RIS COMEX (River Information Services  Corridor Management Execution) daran, die Erfolgsgeschichte von der europaweiten Verbreitung des bewährten Informationsdienstes fortzusetzen. Im Kick-Off-Meeting am 17. und 18. Jänner in Berlin spiegelte sich der besondere Geist des neuen Projekts wider, der ganz im Zeichen der zukünftigen Zusammenarbeit über zahlreiche Ländergrenzen hinweg steht. So präsentierten Projektkoordinator Mario Kaufmann von viadonau und Ivo ten Broeke von der niederländischen Rijkswaterstaat und Leiter des Projekt-Management-Teams, den innovativen Ansatz von RIS COMEX: 15 Projektpartner aus 13 Ländern werden gemeinsam definierte Dienste in den Korridoren Donau, Rhein, Elbe, Mosel, Amsterdam-Antwerpen-Liege, Amsterdam-Antwerpen-Brüssel sowie Dunquerke-Scheldt einführen. Zugleich werden sich die Partnerländer auf europäischer Ebene gezielt koordinieren. Um ein bedarfsgerechtes Konzept für effizientes Corridor Management zu entwickeln, setzt das von der Europäischen Union geförderte TEN-V-Projekt auf den intensiven Austausch zwischen RIS-Anbieter und –Nutzer. Hauptaugenmerk von RIS COMEX liegt auf verlässlichen und aktuellen Fahrrinnen-, Verkehrs- und Transportinformationen, Harmonisierung des Datenaustauschs sowie bestehender Transportinformationsdienste, bestmöglicher Nutzung der Infrastruktur, optimaler Planung von Transportwegen sowie entwicklungsfördernden rechtlichen, finanziellen und technischen Vereinbarungen.

Die RIS-Experten stellten in Berlin einmal mehr klar: Konsequent harmonisierte länderübergreifende River Information Services bieten für alle Wasserstraßennutzer zahlreiche Vorteile: mehr Sicherheit und Effizienz im Binnenschiffstransport aber auch geringere administrative Barrieren. Nicht nur die Transportwirtschaft profitiert dabei, mehr Effizienz im Schiffsverkehr entlastet auch die Umwelt. Mit der Forcierung einer verbesserten Informationslage auf den europäischen Wasserstraßen macht RIS COMEX in den kommenden vier Jahren einen weiteren großen Schritt hin zum leistungsstarken und zuverlässigen Verkehrsträger im multimodalen Transport – powered by RIS.

Mehr zu RIS COMEX finden Sie hier.

]]>
viadonau Sicherheit
news-737 Wed, 18 Jan 2017 15:19:07 +0100 Gemeinsam für die Donau östlich von Wien https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/gemeinsam-fuer-die-donau-oestlich-von-wien An der Donau östlich von Wien können nach der erfolgreich abgeschlossenen Pilotprojektphase des Flussbaulichen Gesamtprojekts nun weitere Maßnahmen umgesetzt werden. Bei einer Informationsveranstaltung wurde heute die weitere Vorgehensweise sowie ein Beteiligungsmodell diskutiert. Dieses soll auch in Zukunft die Einbindung der verschiedenen Interessensgruppen und Betroffenen ermöglichen. Nach der Umsetzung von sechs Pilotprojekten an der Donau östlich von Wien liegen nun die erforderlichen Erkenntnisse über die Wirkung flussbaulicher Maßnahmen vor, um die nach wie vor bestehenden ökologischen und nautischen Herausforderungen bewältigen zu können. Dieses Wissen wurde mit aktuellen Entwicklungen im Wasserstraßen- und Verkehrsmanagement zusammengeführt, sodass heute eine zukunftsorientierte Herangehensweise vorgestellt werden konnte, die sich sowohl auf Erhaltungsmaßnahmen als auch auf Verbesserungsprojekte stützt.

Kombination aus Erhaltungsmaßnahmen und Projekten
Für viadonau bleiben die drei Ziele des Flussbaulichen Gesamtprojekts aufrecht: Stabilisierung der Wasserspiegellagen, Verbesserung des Lebensraums Donau-Auen sowie die Verbesserung der Wasserstraßen-Infrastruktur. Das Ziel der Stabilisierung der sinkenden Wasserspiegellagen soll insbesondere durch ein im laufenden Betrieb der Wasserstraße verankertes Geschiebemanagement erreicht werden. Schon bisher wird das für die Instandhaltung der Schifffahrtbedingungen gebaggerte Kiesmaterial stromauf geführt und in besonders tiefen Bereichen verklappt. Dieser Ansatz wurde in den vergangenen Monaten ausgebaut. Der Kies wird deutlich weiter stromauf verklappt, sodass er nun länger im Donauabschnitt verbleibt und die Wasserspiegel stützt. Diese Geschiebeumlagerung wird künftig mit einer Grobkornzugabe kombiniert, um den gewünschten Stabilisierungseffekt zu erreichen.

Zur Verbesserung der Wasserstraßen-Infrastruktur trägt insbesondere die Optimierung der Niederwasserregulierung in den kritischen Furtbereichen bei. Weitere Maßnahmen umfassen etwa die Sicherung kritischer Tiefstellen, die Optimierung von bestehenden Schiffsanlegestellen und Länden etc. Im Nationalpark Donau-Auen ist die verstärkte Anbindung von Nebenarmen an den Hauptstrom sowie lokal der Rückbau harter Uferbefestigungen vorgesehen.

Flussbauliche Maßnahmen zeigen Wirkung
Auswertungen der Stromsohle der letzten 20 Jahre zeigen, dass durch die Umsetzung der Pilotprojekte sowie der konsequenten Verklappung des Baggermaterials in stromaufwärts gelegenen Tiefstellen die Eintiefung der Donausohle bereits zurückgegangen ist. Die wissenschaftliche Begleitung der Pilotprojekte zeigten positive ökologische Wirkungen der Renaturierungen. So stieg beispielsweise das Jungfischaufkommen entlang der neu geschaffenen Naturufern deutlich an. Zur Verbesserung der Fahrwasserverhältnisse für die Donauschifffahrt trugen die laufenden Verbesserungen im Wasserstraßenmanagement bei. Diese ersten Erfolge verdeutlichen die Wirkung der Maßnahmen, daher können neue Vorhaben mit Zuversicht in Angriff genommen werden.

Anknüpfen an erfolgreiches Beteiligungsmodell
Mit dem heute vorgestellten Konzept für ein Beteiligungsmodell möchte viadonau an das erfolgreiche Akteursforum zum Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg anknüpfen. Mehr als 90 Prozent der Mitwirkenden haben sich damals für die Fortführung des Prozesses ausgesprochen. Auch die Umsetzung der laufenden und künftigen Maßnahmen an der Donau östlich von Wien soll durch Interessens­vertreterinnen und -vertreter aus Ökologie und Wirtschaft begleitet werden. Ziel ist es, das neue Modell mit den Akteuren weiter zu entwickeln und den Dialog auf einer aktualisierten Grundlage fortzusetzen. Gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern aus Ökologie und Wirtschaft werden in den kommenden Wochen die Details zum neuen Akteursforum festgelegt. Die konstituierende Sitzung ist für Mitte des Jahres geplant.

Über viadonau:
Unsere mehr als 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen in der Zentrale im Tech Gate Vienna, an vier Servicecentern und zehn Schleusen entlang der 378 Flusskilometer in Österreich die Naturlandschaft und die Wasserstraße Donau. Ziel ist die behutsame und nachhaltige Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraumes Donau. Für jede Maßnahme und bei jeder Dienstleistung haben wir alle wesentlichen Umwelt-, Sicherheits- und Wirtschaftsaspekte im Auge. Unser Engagement ist somit stets ausgewogen und nachhaltig – für die Natur, für die Menschen am Fluss und für den Standort Österreich. viadonau ist ein Unternehmen des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie.

]]>
Presseinformation FGP
news-730 Fri, 23 Dec 2016 12:52:27 +0100 Frohes Fest und ein herzliches Dankeschön – Das war 2016! https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/frohes-fest-und-ein-herzliches-dankeschoen-das-war-2016 Wieder neigt sich ein Jahr dem Ende entgegen, ein Jahr voller Erfolge und neuer Herausforderungen, die viadonau gemeinsam mit engagierten Partnern hervorragend meistern konnte. Das Jahresende ist traditionell jene Zeit, in der wir innehalten, zurückblicken auf gemeinsam Erreichtes und einfach Danke sagen wollen für die exzellente Zusammenarbeit. Das Jahr 2016 stand für viadonau ganz im Zeichen von Erneuerung und Modernisierung. So wurden nicht nur wichtige Sanierungen der Außenstelle Grein und des Schleusengebäudes Nussdorf in Angriff genommen sowie die B-Stelle der Schleuse Wallsee runderneuert, sondern auch der Neubau des Servicecenters Oberes Donautal beschlossen. Mit dem neuen Naufahrtboot „Halbe Meile“ hat viadonau außerdem eine wichtige Verstärkung zur Beobachtung und Kontrolle des Flussbetts erhalten. Außergewöhnliche Funde, wie ein in der Donau versenkter Traktor bei Ybbs oder ein bei Orth an der Donau entdecktes 100 Jahre altes Schiffswrack stellten einmal mehr den Wert der peniblen und technisch anspruchsvollen Arbeit der viadonau-Vermessungsexpertinnen und –experten unter Beweis.  

Erneuerung war und ist auch das zentrale Thema im ungebrochenen Engagement von viadonau Donau, March und Thaya an ökologisch besonders sensiblen Abschnitten nachhaltig zu renaturieren. Von der Sanierung des Steinmetzplatzls in Linz über die Revitalisierung der Schildorfer Au bis zum LIFE-Projekt Auenwildnis Wachau und dem Start des Renaturierungsprojekts Thaya 2020 – gemeinsam mit Partnern aus Umwelt, Wirtschaft und Politik arbeitete viadonau konsequent für die Gestaltung und Neuentstehung naturbelassener Lebensräume – Engagement, das sich auszahlt und einen wichtigen Beitrag zur Awareness-Steigerung leistete. So wurde das Projekt LIFE+ Mostviertel-Wachau mit dem Best LIFE Nature Award der Europäischen Union ausgezeichnet. Gleichzeitig sorgten treffsichere Maßnahmen des Wasserstraßenmanagements von viadonau für stabile Fahrwasserverhältnisse vor allem an der frei fließenden Donau östlich von Wien – eine wesentliche Voraussetzung zur Nutzbarkeit des Verkehrsweges Donau.

Bei den Danube Business Talks in Linz kamen über hundert Expertinnen und Experten sowie Interessierte und Wirtschaftstreibende zusammen, um gemeinsam die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der Wasserstraße Donau weiter zu stärken. Eine wichtige Basis dafür bilden die Donau River Information Services (DoRIS), deren Erfolgsgeschichte heuer ihr zehnjähriges Jubiläum feierte. Mit der Verbreitung und Weiterentwicklung des digitalen Informationsdienstes hat viadonau neue Maßstäbe für die Modernisierung des europäischen Binnenschiffsverkehrs gesetzt – eine national wie international erfolgreiche Entwicklung, die gemeinsam mit zahlreichen Partnerländern und –organisationen konsequent fortgeführt wird.

Sicherheit und Verlässlichkeit wurden auch in Sachen Hochwasserschutz wieder groß geschrieben. In enger Abstimmung mit dem Nationalpark Donau-Auen widmete sich viadonau der intensiven Planungsphase für die Sanierung des Dammsystems Marchfeldschutzdamm, Hainburg und Wolfsthaler Damm. Das Großprojekt wird für verlässlichen Hochwasserschutz für rund 30 000 Bürgerinnen und Bürger in Wien und Niederösterreich sorgen und auf einer Länge von 67 Kilometern bedarfsorientiert das Dammsystem erneuern.  

Im Hier und Jetzt stets auch die Zukunft im Blick zu haben ist für viadonau traditionell besonders wichtig. Daher wandte sich das Unternehmen auch 2016 ganz gezielt der Neugier und dem Wissensdurst der Wasser- und Flussexpertinnen und –experten von morgen zu. Vom Danube Day in Wien über die Junior Rangers gemeinsam mit dem Nationalpark Donau-Auen bis hin zur KinderUni in Linz – im direkten Kontakt zu den jüngsten Donaufans schuf viadonau auch in diesem Jahr wieder viel Aufmerksamkeit für Leben, Arbeit, Natur und Wirtschaft am internationalsten Fluss der Welt.  

Gemeinsam mit zahlreichen Partnern und den Erfolgen des Jahres 2016 stellte viadonau bereits die Weichen für ein ebenso erfolgreiches Jahr 2017. Wir bedanken uns herzlich bei unseren Kundinnen und Kunden sowie Partnern für das Vertrauen und die hervorragende Zusammenarbeit.

Eine erholsame Weihnachtszeit und für das neue Jahr viel Glück und alles Gute!

]]>
viadonau
news-718 Fri, 16 Dec 2016 16:41:28 +0100 Common Issues Meeting in Vroenhoven, Belgien https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/common-issues-meeting-in-vroenhoven-belgien Zur zweiten RIS-Woche im Jahr 2016 kamen Expertinnen und Experten von 21. bis 25. November in Hasselt zusammen. Zwischen den RIS Expertengruppen fand am 23. November das Common Issues Meeting statt. Mit mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern demonstrierte das Event einmal mehr das große Interesse an aktuellen Themen rund um die Informationsdienste für die Binnenschifffahrt (RIS). Die thematischen Schwerpunkte:

  • Strategische Fortschritte
  • Technische Entwicklungen und Updates
  • Aktuelle Informationsdienste (RIS) vs. zukünftige DINA-Strategie
  • RIS in Flandern: Live-Demonstration von VisuRIS
  • Moderierte Diskussion zum Thema Digitale Binnenwasserstraße

Das Common Issues Meeting wurde von Promotie Binnenvaart Vlaandern vzw, Waterwegen en Zeekanaal NV und nv De Scheepvaart gemeinsam mit viadonau als administrative und technische Unterstützung der RIS Expertengruppen veranstaltet. Die vollständige Dokumentation des Common Issues Meetings kann auf www.ris.eu/news im PDF-Format heruntergeladen werden, einschließlich aller Präsentationen sowie dem Protokoll. 

Die nächste RIS-Woche wird von 8. bis 12. Mai 2017 in Belgrad stattfinden – organisiert von der serbischen Wasserstraßenverwaltung PLOVPUT in Zusammenarbeit mit viadonau.

Weiterführende Informationen sind auf www.ris.eu zu finden.

(risweek[at]viadonau.org)

]]>
Sicherheit Wirtschaft
news-711 Tue, 06 Dec 2016 20:44:41 +0100 Abschlussveranstaltung zur Arbeitsinitiative „Recyclingprodukte mit dem Binnenschiff“ – Ein Rückblick und Ausblick https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/abschlussveranstaltung-zur-arbeitsinitiative-recyclingprodukte-mit-dem-binnenschiff-ein-rueckblick-und-ausblick Am 1. Dezember fand in Kooperation zwischen viadonau und dem Mierka Donauhafen Krems der Abschlussworkshop der Arbeitsinitiative Donaulogistik „Recyclingprodukte mit dem Binnenschiff“ im Servicecenter Wachau statt. Neben einem Rückblick auf die Aktivitäten der letzten zwei Jahre wurden den 38 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wieder spannende Expertenpräsentationen von Wirtschaftstreibenden geboten. Interessierte hatten die Möglichkeit, im Rahmen einer Firmenbesichtigung das Unternehmen „Brantner Walter GmbH“ zu besuchen und hinter die Kulissen eines erfolgreichen familiengeführten Entsorgungsbetriebs zu blicken. Ab 2017 wird sich viadonau verstärkt dem Transport von Baustoffen auf der Donau widmen. Hubert Mierka, geschäftsführender Gesellschafter der Mierka Donauhafen Krems präsentierte zu Beginn der Veranstaltung maßgeschneiderte Logistiklösungen des Mierka Donauhafens Krems und der Rhenus-Gruppe für die Recyclingindustrie. Zwischen Rhenus und TSR (ehemals Thyssen Sonnenberg Recycling), dem europaweit führenden Recyclingunternehmen für Stahlschrott und Nichteisen-Metallen, besteht seit 2015 eine enge Kooperation. 2016 wurden für TSR bereits mehr als 200.000 Tonnen Schrott umgeschlagen. Eine neue PET Aufbereitungsanlage der Rhenus PET Recycling im Hafen Hamburg bietet Chancen für die Schifffahrt und innovative Ideen für den Donauraum. Eine enge Zusammenarbeit mit Remex – einem Spezialisten für den Stoffkreislauf mineralischer Abfälle – hat auch zu Umschlag und Zwischenlagerung von mehr als 200.000 Tonnen mineralischer Schüttgüter geführt.  

Einen Rückblick über die Recyclinginitiative sowie deren Erfolge und Ergebnisse gab Milica Gvozdic, Leiterin der Initiative bei viadonau. Neben der Zusammenfassung der Expertenpräsentationen verwies Gvozdic auf die rege Beteiligung der verladenden Wirtschaft bei den Workshops. In Ergänzung zu den zahlreichen Möglichkeiten für Geschäftskontakte bot viadonau wieder eine Reihe von Services wie Marktanalysen, thematische Karten und maßgeschneiderte Beratungsgespräche und Auswertungen für potenzielle Kunden aus dem Recyclingsektor. Die Initiative konnte somit einmal mehr einen wichtigen Beitrag zur Positionierung der Donaulogistik innerhalb einer vielversprechenden Branche beitragen.  

Auf großes Interesse stieß der Vortrag von Manfred Födinger, Geschäftsführer der Scholz Rohstoffhandel GmbH. Födinger betonte, dass monatliche Preis – und Mengenschwankungen große Herausforderungen auch an die Logistik mit sich bringen. Zwar seien Binnenschifffahrt und Donauhäfen auch im Vergleich etwa zu den Adriahäfen wettbewerbsfähig, insgesamt gehen jedoch nur 1 bis 2 Prozent der Gesamtmenge über die Donau via Konstanza in die Türkei. Die Logistikkosten machen hier etwa 30 Prozent der Gesamtkosten aus. Eine bessere Ausnutzung der Wasserstraße Donau würde unter anderem durch die Aufbereitung der Recyclingprodukte direkt im Hafen möglich.  

Herfried Leitner, Geschäftsführer der TTS (Transport Trade Services), präsentierte basierend auf der Ansiedlung von Sammel- und Aufbereitungsanlagen ein proaktives Geschäftsmodell direkt an der Donau in der Nähe von Ballungsräumen. So könnte aus seiner Sicht die Schifffahrt eine bedeutendere Rolle für die Recyclingbranche spielen. 

Dieter Haack, Niederlassungsleiter Regensburg & Passau der bayernhafen Gruppe, stellte das Logistikangebot für Recyclingprodukte im bayernhafen Regensburg dar. Derzeit sind drei Recyclingunternehmen mit ca. 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Hafen Regensburg angesiedelt. Trotz der jährlichen Umschlagsleistung von rund 530.000 Tonnen spielt die Binnenschifffahrt im Modal Split eine untergeordnete Rolle. Eine Ausnahme ist der Umschlag von Müllschlacke, die aus Müllverbrennungsanlagen im Umkreis von 150 Kilometer angeliefert und zu Wertstoffverwertungsanlagen am Rhein weitertransportiert werden.  

Abschließend wurde die neue Arbeitsinitiative ab 2017 vorgestellt. viadonau wird sich in den kommenden zwei Jahren dem Transport von Baustoffen und Baumaterialien auf der Donau widmen. Hoch- und Tiefbau im weiteren Sinn werden auch in dieser Schwerpunktaktivität bei Expertenworkshops, (inter)nationalen Veranstaltungen und gemeinsamen Diskussionen weiter unter die Lupe genommen.

]]>
viadonau Wirtschaft
news-701 Fri, 02 Dec 2016 10:04:49 +0100 Danube Logistics Portal aktualisiert & on video https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/danube-logistics-portal-aktualisiert-on-video Seit dem Launch des „Danube Logistics Portals“ von viadonau im März diesen Jahres wurde die Plattform kontinuierlich aktualisiert und mit neuen Profilen ergänzt. Ein neuer Infoclip klärt auf über Nutzen, Vorteile und Features des Portals. Das Firmenverzeichnis „The Blue Pages“  enthält zahlreiche neue Logistikunternehmen aus dem In- und Ausland, die „Danube Ports“ wurden durch zusätzliche Donauhäfen erweitert. Zudem konnte viadonau neue Partner für gemeinsame Werbemaßnahmen gewinnen.

Einen schnellen Überblick zeigt ein neues Informationsvideo auf dem viadonau-YouTube-Kanal.

]]>
Wirtschaft
news-693 Wed, 30 Nov 2016 11:39:57 +0100 Bestandnehmersuche Hollenburg, Niederösterreich https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/bestandnehmersuche-hollenburg-niederoesterreich viadonau sucht einen Bestandnehmer für die Bestandvertragsvergabe eines Donauuferareals zum Zweck der gewerblichen Nutzung oder der Vereinsnutzung einer Anlegestelle für die Kleinschifffahrt („Kleinschifffahrtslände"). Das Areal liegt am rechten Donauufer im Oberwasserbereich des Donaukraftwerks Altenwörth im niederösterreichischen Gemeindegebiet von Krems an der Donau (PLZ A-3500). Die 30 Meter lange Lände (Uferböschung samt Wasserstandsfläche) befindet sich am rechten Donauufer zwischen Stromkilometer 1994,220 und 1994,250 (siehe Abbildungen).

viadonau strebt den Abschluss eines Bestandvertrages über diesen Ländenabschnitt (Uferböschung) an. Der Uferabschnitt beziehungsweise die Anlagestelle soll von einem befähigten Betreiber geplant, finanziert, errichtet, erhalten und betrieben werden.

Die Suche nach einem Bestandnehmer durch viadonau unterliegt nicht dem Bundesvergabegesetz (BVergG). Die Bestandnehmerauswahl erfolgt direkt durch freiwillige öffentliche Bekanntmachung und voraussichtlich einstufig. Der Bestandvertrag wird mit demjenigen abgeschlossen, der die Voraussetzungen der Interessentensuche am besten erfüllt. Fragen zur Bestandnehmersuche können bis 11. Dezember 2016 schriftlich eingebracht werden. Die Abgabe der Bewerbungsunterlagen ist bis 7. Jänner 2017 (Einlangen) befristet.

Genaue Informationen unter anderem über die Rahmenbedingungen, die Nutzungsziele, die erforderlichen Unterlagen und das Auswahlverfahren finden Sie hier.

Die Antworten zu den im Auswahlverfahren gestellten Fragen finden Sie hier.

]]>
Ausschreibungen
news-688 Wed, 30 Nov 2016 11:10:37 +0100 Bestandnehmersuche Greifenstein, Niederösterreich https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/bestandnehmersuche-greifenstein-niederoesterreich viadonau sucht Bestandnehmer für die Bestandvertragsvergabe eines Donauuferareals zum Zweck der gewerblichen Nutzung oder Vereinsnutzung einer Anlegestelle für die Kleinschifffahrt („Kleinschifffahrtslände“). Das Uferareal liegt am rechten Donaualtarmufer im Unterwasserbereich des Donaukraftwerks Greifenstein im niederösterreichischen Gemeindegebiet von St. Andrä-Wördern (PLZ A-3423). viadonau beabsichtigt den Abschluss eines Bestandvertrages über entweder einen ungeteilten 40 Meter langen Ländenabschnitt (Uferböschung) zwischen den Stromkilometern ca. 1948,800 – 1948,747 am rechten Donaualtarmufer oder über zwei geteilte Ländenabschnitte (mit unterschiedlichen Bestandnehmern) mit je 20 lfm zu vergeben. Der/die Uferabschnitt(e) beziehungsweise die Anlagestelle(n) soll(en) je von einem oder zwei befähigten Betreibern geplant, finanziert, errichtet, erhalten und betrieben werden.

Die Suche nach einem Bestandnehmer durch viadonau unterliegt nicht dem Bundesvergabegesetz (BVergG). Die Bestandnehmerauswahl erfolgt direkt durch freiwillige öffentliche Bekanntmachung und voraussichtlich einstufig. Der Bestandvertrag wird mit demjenigen abgeschlossen, der die Voraussetzungen der Interessentensuche am besten erfüllt. Fragen zur Bestandnehmersuche können bis 11. Dezember 2016 schriftlich eingebracht werden. Die Abgabe der Bewerbungsunterlagen ist bis 7. Jänner 2017 (Einlangen) befristet.

Genaue Informationen unter anderem über die Rahmenbedingungen, die Nutzungsziele, die erforderlichen Unterlagen und das Auswahlverfahren finden Sie hier.

Im Zuge den Auswahlverfahrens entstanden keinen Fragen.

]]>
Ausschreibungen
news-675 Tue, 29 Nov 2016 15:09:11 +0100 10 Jahre Uferrückbau Thurnhaufen https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/10-jahre-uferrueckbau-thurnhaufen Im Jahr 2006 wurde am Donauufer gegenüber der Stadt Hainburg ein besonderer Meilenstein im ökologischen Wasserbau erreicht: Auf fast 3 Kilometer Länge wurde das Ufer von seiner harten Steinverbauung befreit. Nur auf den ersten Metern blieb eine niedrige Fußsicherung erhalten, um den Lauf des Flusses nicht zu verändern. Bereits kurz nach dem Abzug der Baumaschinen konnten sich wieder natürliche Uferstrukturen ausbilden – ein flacher Kiesstrand und eine meterhohe Steilkante im Feinsediment.  

Das Thurnhaufen-Projekt war der erste Uferrückbau auf einem Fluss in der Größenordnung der Donau. Für diese Innovation wurden der Nationalpark Donau-Auen und viadonau, die diese Renaturierung gemeinsam umgesetzt haben, von der EU-Kommission mit dem „Best LIFE Nature Award“ ausgezeichnet.

Im Jahr 2014 wurde das Vorhaben im Rahmen des Pilotprojekts Bad Deutsch-Altenburg stromauf, in Richtung der Hainburger Donaubrücke, durch zusätzliche Rückbauten und die Wiederanbindung des Johler Arms ergänzt.


Der Autor

Robert Tögel ist seit 2006 bei viadonau. Als Leiter des Flussbaulichen Gesamtprojekts (FGP) östlich von Wien widmet er sich integrativen Lösungen zur verantwortungsvollen ökologischen Entwicklung der Donau zwischen Wien und Bratislava.

]]>
Donaunatur
news-664 Tue, 22 Nov 2016 15:56:38 +0100 Vom Kreislauf des Donaukieses https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/vom-kreislauf-des-donaukieses Wie und warum das Geschiebe der Donau gemanagt werden muss. Hier wird Schotter vom Donaugrund entfernt, der bald darauf eine eigentümliche Reise antritt. Denn nach vier- bis fünfstündiger Fahrt mit dem Schiff stromaufwärts wird der herausgebaggerte Kies einfach wieder „fallen gelassen“. Dann dauert es etwa 6 Jahre, bis er wieder an der alten Stelle zu finden ist. Wozu also die Mühe?

Durch die Staustufen entlang der Donau ist der stetige Abtransport von Kies in der Flusssohle stark eingeschränkt. Daher werden an der Wasserstraße Erhaltungsbaggerungen durchgeführt: Der Donau wird dabei Kies entnommen und an geeigneter Stelle wieder zugegeben. Vor allem entlang der freien Fließstrecke östlich von Wien hält viadonau damit die Fahrrinne für die Schifffahrt frei. Seit 2009 konnte so und durch Umsetzung von Wasserbauprojekten die Eintiefung der Donausohle in der Nationalparkstrecke deutlich reduziert werden.  

2015 wurde das Geschiebemanagement intensiviert. Heuer werden in Summe etwa 290.000 Kubikmeter Kies auf eine solche Reise geschickt. Zum Transport auf der Schiene wären dafür rund 8.090 vierachsige Güterwaggons erforderlich – ein über 100 km langer Zug!

]]>
Im Fluss
news-658 Fri, 18 Nov 2016 15:28:37 +0100 40 Jahre Ennshafen – Logistikdrehscheibe in der Mitte Europas https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/40-jahre-ennshafen-logistikdrehscheibe-in-der-mitte-europas Der Ennshafen feiert sein 40-jähriges Bestehen und zugleich eine kontinuierliche Erfolgsgeschichte. Von seinen Anfängen im Jahr 1976 bis heute hat sich der Ennshafen zu einem der bedeutendsten Knotenpunkte der Transportwirtschaft in Mitteleuropa entwickelt. Auf der Pressekonferenz am 16. November im Logistikzentrum Ennshafen stand neben dem Jubiläum auch das Zukunftspotenzial des Ennshafens im Mittelpunkt. Im unmittelbaren Umfeld der europäischen Hauptverkehrsachsen gelegen, ist der Ennshafen die ideale Schnittstelle von Straße, Schiene und Wasserstraße. Mit seiner optimalen Lage spielt er eine zentrale Rolle für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich und Niederösterreich und ist zugleich ideal mit den internationalen Binnen- und Seehäfen vernetzt. Durch die konsequente Entwicklung zum multimodalen Güterverkehrszentrum ab den 1990er Jahren konnte der Ennshafen den internationalen und interkontinentalen Containerumschlag laufend ausbauen und sich so als wertvolle Logistikdrehscheibe für den gesamten Donauraum – insbesondere für den Schwarzmeerraum – positionieren. Während in dem für Donauschifffahrt und –häfen schwierigen Jahr 2015 das Gütertransportaufkommen auf der Donau insgesamt zurückging, verzeichnete der Ennshafen mit rund 717 000 Tonnen im wasserseitigen Umschlag ein Plus von 1,3 Prozent.  

Kontinuität und neue Chancen. Auch nach vierzig Jahren behält der Ennshafen die Zukunft im Blick. Als definierter Kernknoten für die Wasserstraße im aktuellen europäischen Entwicklungsprogramm für transeuropäische Verkehrsnetze bis 2030 (TEN-T Corenode im Rhein-Donau-Korridor) ist das Ziel für die kommenden Jahre, umweltrelevante Verkehrstrends wie den Transport von Gütern aus dem agrarischen und forstlichen Bereich weiter zu stärken. Aber auch die Versorgung der Verkehrsträger mit zukunftsträchtigen Treibstoffen sowie die weitere Förderung der Wasserstraße Donau im internationalen Güteraustausch stehen im Fokus. Damit will der Ennshafen einen aktiven Beitrag leisten, um die CO2-Reduktionsziele für den Verkehrsbereich im nächsten Jahrzehnt zu erreichen.

]]>
Wirtschaft
news-653 Thu, 03 Nov 2016 16:44:18 +0100 March und Thaya für die nächsten Generationen erhalten – Erhaltungskonzept sichert ökologische Zukunft https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/march-und-thaya-fuer-die-naechsten-generationen-erhalten-erhaltungskonzept-sichert-oekologische-zukunft Die Gestaltung der Flusslandschaften an March und Thaya und die Sicherung eines der kostbarsten Naturhabitate in Ostösterreich für die Zukunft ist viadonau ein wichtiges Anliegen. In Angern an der March wurde heute das neue Leitbild für Naturschutz und verantwortungsvolle Erhaltung der Öffentlichkeit präsentiert. Im Fokus: das sinnvolle Zusammenwirken von Artenschutz, ökologischem Flussbau und Hochwasserschutz. Die March-Thaya-Region ist eines der vielfältigsten Flusssysteme Österreichs und Heimat vieler seltener und gefährdeter Arten. So finden sich an der Thaya neben Seeadlern und Weiß- und Schwarzstörchen noch zahlreiche Eisvogelnistplätze. Über bedeutende Tiermigrationspfade eng mit der Donau verbunden, bildet die March-Thaya-Region ein wertvolles, aber auch empfindliches Naturrefugium. Gemeinsam mit dem WWF, dem Umweltbundesamt und Wasserbauexperten der Büros riocom und Trigonplan entwickelte viadonau ein maßgeschneidertes naturschutzfachliches Erhaltungskonzept, um die Natur an March und Thaya zu schützen, zu pflegen und zugleich behutsam weiterzuentwickeln. Im Zentrum steht ein zukunftsorientierter Entwicklungsansatz, der Hochwasserschutz sowie Gewässer- und Uferpflege integrativ mit Lebensraum- und Artenschutz verbindet. viadonau setzt dabei auf einen möglichst schonenden Einsatz der Erhaltungsinfrastruktur sowie auf enge Kommunikation mit beteiligten Interessengruppen. So werden die ökologischen Aktivitäten sowie besondere Nutzungsbedingungen vor Ort laufend mit den Fischerinnen und Fischern abgestimmt.

Da sowohl March als auch Thaya Grenzflüsse und somit Staatsgrenze zu den Nachbarstaaten Slowakei bzw. Tschechien sind, werden die Aktivitäten und wasserwirtschaftlichen Fragen mit den beiden Ländern koordiniert.

Als modernes und nachhaltiges Entwicklungskonzept setzt das Leitbild neue Maßstäbe für die verantwortungsvolle und vorausschauende Erhaltungs- und Naturschutzarbeit in der Region. „Das neue Erhaltungsleitbild ist für uns buchstäblich wegweisend. Es ist ein klarer Leitfaden, der uns bei unseren alltäglichen Aufgaben als auch bei der Umsetzung flussbaulicher Projekte dazu anleitet, unsere ökologischen Ziele stets im Auge zu behalten“, erklärt Franz Steiner, Projektmanager bei viadonau und Erhaltungsexperte für die March-Thaya-Region.

Gewässervernetzung an March und Thaya
Ein wichtiges Vorhaben läuft bereits seit Sommer 2016. Das Renaturierungsprojekt Thaya2020 widmet sich der Wiederbelebung der Uferregionen der Thaya. Im grenzübergreifenden Gewässermanagement mit den tschechischen Behörden schließt viadonau wertvolle Mäander wieder an den Hauptstrom an und setzt auf die nachhaltige Verbesserung der Gewässerökologie. Auch an der March werden im Rahmen des Life+-Projekts „Untere March-Auen“ ab 2017 Seitenarme und Mäander wieder angebunden und so die gesamte Region March-Thaya ökologisch und landschaftlich aufgewertet.

Im Einklang mit den Renaturierungsprojekten soll das Erhaltungskonzept dabei helfen, den Naturraum March-Thaya sensibel zu entwickeln. viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler ist von der konsequenten und umfassenden Entwicklungsstrategie überzeugt: „Damit setzen wir ein weiteres Zeichen für die ganzheitliche und verantwortungsvolle Entwicklung erhaltenswerter Flusslandschaften. Indem wir ursprüngliche Flusssysteme nach wesentlichen Kriterien des Hochwasserschutzes wiederherstellen, schaffen wir vielfältige, ökologisch wertvolle und zudem sichere Lebensräume für nachfolgende Generationen.“

Das Erhaltungsleitbild für March und Thaya steht hier zum Download zur Verfügung.


Über viadonau:
Unsere mehr als 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen in der Zentrale im Tech Gate Vienna, an vier Servicecentern und zehn Schleusen entlang der 378 Flusskilometer in Österreich die Naturlandschaft und die Wasserstraße Donau. Ziel ist die behutsame und nachhaltige Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraumes Donau. Für jede Maßnahme und bei jeder Dienstleistung haben wir alle wesentlichen Umwelt-, Sicherheits- und Wirtschaftsaspekte im Auge. Unser Engagement ist somit stets ausgewogen und nachhaltig – für die Natur, für die Menschen am Fluss und für den Standort Österreich. viadonau ist ein Unternehmen des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie.

]]>
Presseinformation Umwelt
news-649 Thu, 27 Oct 2016 18:18:50 +0200 20 Jahre Nationalpark Donau-Auen – 20 Jahre Flussrevitalisierung https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/20-jahre-nationalpark-donau-auen-20-jahre-flussrevitalisierung Zwei Jahrzehnte Nationalpark Donau-Auen, das heißt auch zwei Jahrzehnte Naturschutz und Revitalisierung. Aber wie erfolgreich waren die Maßnahmen und welche Erkenntnisse konnten für die freifließende Donau östlich von Wien gewonnen werden? Das Jubiläumsjahr des Nationalparks gibt Anlass, zurückzublicken und sich auszutauschen über vielfältige wichtige Erfahrungswerte aus der Vergangenheit und wie diese die Zukunft des Naturschutzes an der Donau mitgestalten können. Am 19. Oktober trafen sich Expertinnen und Experten bei einer Fachtagung auf dem MS Negrelli für ein umfassendes Resümee. Bereits in den Anfangszeiten des Nationalparks Donau-Auen wurden innovative Impulse zur natürlichen Wiederbelebung der Flusslandschaft gesetzt. Seither haben sich Ziele und Methoden von Renaturierungsprojekten kontinuierlich weiterentwickelt und im Kontext eines ganzheitlichen Naturschutzleitbildes bedeutende Erkenntnisse erbracht. Während im Sinne des Natur- und Artenschutzes mit neuartigen Pilotprojekten viele Ziele erreicht wurden, blieb das durch die Kraftwerkskette stark abgeschwächte Geschiebe eine permanente Herausforderung für die natürliche Entwicklung der au- und flusstypischen Fauna und Flora.   

In 20 Jahren kann viel passieren. Für den Natur- und Artenschutz in empfindlichen naturbelassenen Ökosystemen gilt das umso mehr. Entsprechend vielfältig war die Bandbreite an Know-how und Erfahrung, die sich den Teilnehmenden der Fachtagung an Bord des MS Negrelli bot.  

Robert Tögel, Leiter des Flussbaulichen Gesamtprojekts bei viadonau, sieht vor allem in Sachen Geschiebedefizit noch weiteren Forschungsbedarf aber auch vielversprechende Lösungsansätze, die erst durch Meilensteine wie das Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg möglich wurden. Die dabei über die letzten Jahre erlangten Erkenntnisse an der freien Fließstrecke könnten zur Stabilisierung der Wasserspiegellagen in Zukunft effektiv beitragen.  

Auch für Christian Baumgartner, Leiter des Bereichs Natur & Wissenschaft des Nationalparks ist die Sohleintiefung das dringendste Problem. Der Experte betonte darüber hinaus die Bedeutung des Uferrückbaus für die Entwicklung der Natur an der Donau. Durch natürliche Uferstrukturen könne der Fluss seine Landschaft besser gestalten, die Verjüngung mit Pionierpflanzen werde wieder ermöglicht.

Markus Simoner, Leiter des Wasserstraßen-Managements bei viadonau, hob in seinem Vortrag die Bedeutung des laufenden Betriebes der Wasserstraße Donau hervor. Die gezielte Geschieberückführung im Rahmen der von viadonau durchgeführten Erhaltungsbaggerungen trägt maßgeblich zur ökologisch gewünschten Stabilisierung der Donausohle bei. So wird der gebaggerte Donaukies seit 2009 nur mehr stromaufwärts verführt und verbleibt somit länger in der freien Fließstrecke östlich von Wien. Dies hat in Kombination mit den wasserbaulichen Projekten Witzelsdorf und Bad Deutsch-Altenburg eine entsprechende positive Wirkung gehabt. So sind im Zeitraum 2010-2015 die Nieder- und Mittelwasserspiegellagen im Zuständigkeitsbereich von viadonau (Stromkilometer 1910-1873) weitgehend stabil geblieben bzw. sogar leicht angehoben worden – der Eintiefungstrend konnte hier also gestoppt werden. In den kommenden Jahren wird das laufende Geschiebemanagement weiter optimiert, um einerseits gute Fahrwasserbedingungen für die Schifffahrt und andererseits dauerhaft stabile Wasserspiegellagen zu erreichen.

Uferrenaturierung und vorausschauendes Geschiebemanagement gehen für die Expertinnen und Experten Hand in Hand. Wasserbau-Experte Gerhard Klasz hob die Rolle treffsicheren Geschiebemanagements hervor. Auch die positiven Effekte kombinierter Maßnahmen, wie Uferrückbau, Buhnenumbau, Gewässervernetzung und Grobkornzugabe wurden angesprochen. Die Kombination verschiedener, gezielt aufeinander abgestimmter Aktivitäten ist nicht nur erfolgversprechend, sondern birgt auch großes Potential zur Weiterentwicklung der Maßnahmen.  

In Anwesenheit von rund 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Universitäten, Forstverwaltungen, Partnern und NGOs waren sich die Expertinnen und Experten an Bord des MS Negrelli einig: Zur Verbesserung des Sedimenthaushaltes und für die sichere ökologische Zukunft der Donau östlich von Wien sind vor allem punktgenaues Geschiebemanagement und konsequente, ökologisch sinnvolle Renaturierung entscheidend. Nationalparkdirektor Carl Manzano betonte abschließend, wie wichtig dafür ein integrativer Ansatz, intensive Kommunikation sowie die Fortführung bewährter Partnerschaften aber auch politische Unterstützung sei. Der Nationalpark Donau-Auen werde weiterhin entsprechende Impulse setzen – auch gemeinsam mit viadonau, wo maßgeschneiderte Projekte zur verantwortungsvollen flussbaulichen Entwicklung zwischen Wien und Bratislava bereits geplant sind.

Die Präsentationen der viadonau-Experten Robert Tögel und Markus Simoner zur Fachtagung am Negrelli stehen jeweils hier und hier zur Verfügung.

]]>
FGP Umwelt
news-644 Tue, 18 Oct 2016 10:52:49 +0200 Gemeinsam sicher – Erfolgreiche Katastrophenübung im Marchfeld https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/gemeinsam-sicher-erfolgreiche-katastrophenuebung-im-marchfeld Am Morgen des 15. Oktober herrschte im Bezirk Gänserndorf rege Betriebsamkeit – Übung für den Katastrophenfall. Neben Feuerwehr und Einheiten des Österreichischen Bundesheeres waren auch Hochwasserschutz-Experten von viadonau im Einsatz. Das Szenario: Hochwasser bedroht den Bezirk Gänserndorf, es gibt Verletzte, Brücken sind zerstört und einige Ortsteile bereits überflutet. Die Übungsszenarien waren vielfältig und forderten buchstäblich den Einsatz aller verfügbaren Kräfte. In Zwerndorf sah die Übung den Einsturz der Bundesstraßenbrücke und des Fußgängerstegs vor. Beim Aufbau der Behelfsbrücke wurde die örtliche Feuerwehr von einem Katastrophenhilfsdienst-Zug aus Mistelbach und dem Bundesheer unterstützt. Mithilfe eines Bergepanzers wurde sogar eine Lastenseilbahn errichtet. Auch in Marchegg musste schweres Gerät herangeschafft werden, um einen leck geschlagenen Schwimmkörper zu heben und weitere Beschädigungen zu verhindern.  

In Angern, Markthof und Orth an der Donau war hingegen Hochwasserschutz-Know-how gefragt. So mussten Arbeiter aus einem Schacht, Verklausungen gelöst und Dämme gegen gefährliche Durchsickerungen gesichert werden. In Orth an der Donau war ein Gewässerdurchlass durch einen feststeckenden Schieber nicht mehr zu verschließen. Mithilfe von 400 Sandsäcken konnte die Situation unter Kontrolle gebracht werden. Auch in Stopfenreuth wurde ein Dammabschnitt von den Hochwasser-Experten als kritisch eingestuft. Die Einsatzkräfte konnten die Situation mit Vlies, einer LKW-Ladung Schüttmaterial und über 350 Sandsäcken schließlich auch hier entschärfen. Um die Mittagszeit gab der Bezirksführungsstab das Signal, dass sämtliche Szenarien erfolgreich bewältigt wurden.  

Mehr als 90 Feuerwehrmitglieder aus dem Bezirk Gänserndorf, 148 Mitglieder des Katastrophenhilfsdienstes Mistelbach sowie 58 Soldaten aus der Kaserne Mistelbach und 12 Mitarbeiter von viadonau haben an der Übung vergangenen Samstag teilgenommen. Dabei konnten sie 16 sogenannte Schadenslagen in 9 Gemeinden meistern.

]]>
Sicherheit
news-618 Mon, 12 Sep 2016 15:45:25 +0200 Aktuelle Brückendurchfahrtshöhen in Echtzeit https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/aktuelle-brueckendurchfahrtshoehen-in-echtzeit Seit kurzem bietet die DoRIS-Webseite ein neues Info-Feature an: eine Anzeige der aktuellen Brückendurchfahrtshöhen in Echtzeit. Zusätzlich zur Liste sämtlicher Donaubrücken, die bereits auf der viadonau-Webseite zur Verfügung steht, werden nun auf der DoRIS-Webseite Durchfahrtshöhen jener Brücken auf der österreichischen Donau mit weniger als acht Meter bei HSW2010 (HSW = Höchster Schifffahrtswasserstand) des jeweiligen Bezugspegels angezeigt. Die Daten werden alle 15 Minuten aktualisiert. Die Daten folgender Brücken sind derzeit veröffentlicht:

  • Nibelungenbrücke (Linz) (Strom.km 2135,10)
  • Straßenbrücke Stein-Mautern (Strom.km 2003,53)
  • Eisenbahnbrücke Krems (Strom.km 2001,51)
  • Straßen- und Eisenbahnbrücke Tulln (Strom.km 1963,15)
  • Reichsbrücke (Wien) (Strom.km 1928,9)

Bis Jahresende sollen noch zwei weitere Brückendurchfahrtshöhen im Raum Wien veröffentlicht werden. Es sind dies die U6-Brücke bei Strom-km 1931,17 und die Praterbrücke bei Strom-km 1925,76.

Die Veröffentlichung der aktuellen Durchfahrtshöhen für die Eisenbahnbrücke Krems erfolgt mit freundlicher Unterstützung der VERBUND Hydro Power GmbH.

Mit diesem Service leistet viadonau einen weiteren Beitrag für die Sicherheit auf und entlang der Donau.

]]>
Gut zu wissen
news-615 Fri, 26 Aug 2016 11:14:07 +0200 Siegerprojekt mit Funktion zum Ort https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/siegerprojekt-mit-funktion-zum-ort Nachdem immer mehr Aufgaben von viadonau von Aschach aus gesteuert und abgewickelt werden, braucht das Service-Center Oberes Donautal dringend mehr Platz. Mit dem Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes bekommen aber nicht nur die viadonau-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeitgemäße Büroarbeitsplätze. Durch den Einzug der Schifffahrtsaufsicht Engelhartszell entstehen optimale Bedingungen für die Zusammenarbeit vor Ort. 2017 soll das neue Gebäude in Aschach an der Donau bereits stehen. In den vergangenen Tagen fand dazu ein geladener Wettbewerb statt. Das Siegerprojekt aus dem Büro von Dietrich I Untertrifaller Architekten setzt auf die harmonische Einbindung in das architektonische und landschaftliche Umfeld. Es greift die ästhetische Schlichtheit der Nachbargebäude innovativ neu auf, wodurch ein moderner Arbeitsplatz mit viel Raum für Synergien zwischen Schifffahrtsaufsicht und viadonau entsteht. „Die Stärkung von regionalen Unternehmensstandorten und die Sicherung von Arbeitsplätzen sind wichtige Themen für uns. Das Siegerprojekt erfüllt unsere Anforderungen optimal“, zeigt sich viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler erfreut. Der Entwurf konnte auch die Vorgabe einer bestmöglichen Erhaltung des bestehenden Gebäudeensembles erfüllen.

Die Fachjury konnte das Projekt durch Einfachheit und flexible Integrierbarkeit in die bestehenden örtlichen Gegebenheiten überzeugen. Laut Dietmar Eberle, Professor an der ETH Zürich, versteht es sich „als Teil der historischen Situation der niedrigen Gebäude, als Kontrast zum dahinterliegenden Siedlungsgebiet“. Das Projekt greift in seiner Einfachheit die Form der bestehenden Gebäude auf und nimmt den dahinterliegenden nicht die Sicht. Für die Jury besonders wichtig: Der moderne und zugleich technikarme Holzbau ist hochwassersicher und bietet ausreichend Möglichkeiten zur flexiblen Raumnutzung.

Derzeit laufen die Abstimmungen mit der Gemeinde. Baubeginn für das neue Verwaltungsgebäude ist 2017.

]]>
viadonau
news-607 Mon, 22 Aug 2016 15:32:49 +0200 Know-how vom Damm bis zur Fahrrinne – viadonau begeistert bei den Junior Rangern https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/know-how-vom-damm-bis-zur-fahrrinne-viadonau-begeistert-bei-den-junior-rangern Von 14. bis 19. August war in den Donau-Auen wieder das Junior-Ranger-Camp angesagt. Organisiert vom Nationalpark Donau-Auen war auch viadonau mit dabei und begeisterte etwa 20 Kids von 10 bis 16 Jahren mit einem Tagesprogramm rund um Umwelt, Hochwasserschutz und Flussvermessung – spannende Themen und Technik zum Anfassen! In den Sommermonaten präsentieren sich die naturbelassenen Uferräume der Donau besonders üppig und vielfältig. Da gibt es viel zu entdecken und noch mehr zu erfahren. So konnten auch heuer Kinder und Jugendliche gemeinsam mit den erfahrenen Nationalpark-Rangern nicht nur auf spannende Entdeckungstour in das faszinierende Schutzgebiet gehen, sondern auch gleich aktive Naturschutzarbeit leisten und Spezialistinnen und Spezialisten aus Wissenschaft, Forschung, Natur und Technik an der Donau kennenlernen. Auch viadonau-Expertinnen und –Experten öffneten am 17. August ihren reichen Wissens- und Erfahrungsfundus und gaben Einblicke in ihre abwechslungsreichen Tätigkeiten.

So erfuhren die Junior-Ranger bei Eckartsau und Orth an der Donau, welche Tier- und Pflanzenarten die Donaudämme als ihr bevorzugtes Habitat auswählen und wie man mithilfe moderner Erhaltungstechnik kilometerlange Hochwasserschutzdämme verantwortungsbewusst pflegt. Die Hochwasser-Expositur, die zur Verteidigung des Dammes im Hochwasserfall dient, und der Pegel in Orth waren weitere Stationen des Tagesprogramms. Beim Pegel konnten sich die Junior-Ranger als Nachwuchshydrologen beweisen, indem sie Wasserstandsdaten und Temperatur erhoben. Im Anschluss daran wurde den Wissensdurstigen ein Highlight geboten: An Bord des Messschiffes Alpha gingen die Kids gemeinsam mit den Experten von viadonau auf Fahrt und lernten dabei Erstaunliches über das Echolot und wie damit die Donausohle zentimetergenau vermessen werden kann. So konnten die Kids Ökologie, Hydrologie und Hydrographie hautnah an einem der spannendsten Arbeitsplätze an der Donau erleben.

Für alle Natur- und Donaufans, die Interesse haben, Junior Ranger zu werden, gibt es hier die wichtigsten Infos zu den Ranger-Camps des Nationalparks Donau-Auen.

]]>
viadonau Umwelt
news-596 Tue, 16 Aug 2016 13:33:04 +0200 Auszeichnung für Projekt in der Wachau https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/auszeichnung-fuer-projekt-in-der-wachau Die Wahl der Europäischen Kommission zum Best LIFE Nature Projekt 2015 ist beendet. Wie jedes Jahr wurden alle im Jahr 2015 abgeschlossenen LIFE Nature und Information Projekte evaluiert und LIFE + Mostviertel–Wachau zählt zu den besten. Entscheidend hierfür war der nachhaltige Beitrag zu Lebensraumqualität sowie Schutz der Tier- und Pflanzenwelt im Projektgebiet. Unter der Federführung der Bundeswasserbauverwaltung des Landes Niederösterreich wurden im Rahmen des LIFE+ Projektes Mostviertel-Wachau umfangreiche Maßnahmen an der Donau, der Ybbs und der Pielach verwirklicht. viadonau war als assoziierter Projektpartner für die Umsetzung der Maßnahmen an der Donau zuständig. Hier wurde unterhalb von Melk das Nebenarmsystem Schallemmersdorf/Grimsing mit einer Gesamtlänge von 4 Kilometern sowie der Nebenarm bei Schönbühel mit einer Länge von 1,5 Kilometern errichtet. Flussauf von Dürnstein ist das Biotop Frauengärten entstanden. Diese Nebengewässer sind wichtig für die Fischarten der Donau, die hier wellenschlaggeschützte Lebensräume mit flachen Kiesufern zum Ablaichen finden. Und auch Jungfische finden hier ihre Lebensräume. Die Abbruchufer werden von Steilwandbrütern wie den Eisvogel besiedelt, die flachen Kiesbänke von Flussuferläufer und Flussregenpfeifer zur Nestanlage genutzt. Für die Amphibien wurden eigene Tümpel angelegt.

Als eine der letzten beiden freien Fließstrecken der österreichischen Donau ist die Wachau von besonderer ökologischer Bedeutung. Mit Renaturierungsmaßnahmen in diesem Gebiet verbessert viadonau mit Mitteln des BMVIT die Flusslebensräume im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie und fördert gefährdete Tier- und Pflanzenarten der Fauna-Flora-Habitat- und Vogelschutzrichtlinie.

Die gesetzten Maßnahmen begünstigen und fördern alle Fischarten der Donau, wobei ein Großteil der 57 heimischen Donaufischarten auf der Roten Liste gefährdeter Arten steht. Das Projekt hat damit auch einen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität geleistet.

Das LIFE+ Projekt „Flusslebensraum Mostviertel-Wachau“ wurde zu 50 Prozent aus Mitteln der Europäischen Union gefördert. Projektträger war die NÖ Bundeswasserbauverwaltung, Projektpartner viadonau im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit), die Stadtgemeinde Amstetten, die Stadtwerke Amstetten und der Verein LANIUS. Eine Kofinanzierung brachten der NÖ Landesfischereiverband, der Landschaftsfonds NÖ und das Ministerium für ein lebenswertes Österreich ein. Die Gesamtkosten für die Maßnahmen an Donau, Ybbs und Pielach belaufen sich auf 8,8 Mio.-€, Projektlaufzeit war von 1. Jänner 2009 bis 30. Juni 2014.

Über viadonau:
Unsere mehr als 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen in der Zentrale im Tech Gate Vienna, an vier Servicecentern und zehn Schleusen entlang der 378 Flusskilometer in Österreich die Naturlandschaft und die Wasserstraße Donau. Ziel ist die behutsame und nachhaltige Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraumes Donau. Für jede Maßnahme und bei jeder Dienstleistung haben wir alle wesentlichen Umwelt-, Sicherheits- und Wirtschaftsaspekte im Auge. Unser Engagement ist somit stets ausgewogen und nachhaltig – für die Natur, für die Menschen am Fluss und für den Standort Österreich. viadonau ist ein Unternehmen des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie.

]]>
viadonau Umwelt
news-587 Thu, 11 Aug 2016 18:25:44 +0200 Linzer Eisenbahnbrücke fährt Schiff https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/linzer-eisenbahnbruecke-faehrt-schiff Moderner Brückenschlag in Linz. Manchmal muss für Neues und vor allem Besseres das Alte eben weichen. So soll in der oberösterreichischen Landeshauptstadt eine neue Brücke für den öffentlichen Nahverkehr entstehen – eine infrastrukturelle Aufwertung nicht nur für Straßenbahn, Bus, PKW, Fahrradfahrer und Fußgänger, auch die Schifffahrt würde vom Neubau profitieren. Schließlich hieß es an der alten Linzer Eisenbahnbrücke und zugleich niedrigsten Brücke im Raum Linz bei höherem Wasserstand für so manchen Kapitän bald einmal: „Kopf einziehen“. Bei der Abtragung des 375 Meter langen Donauveterans unterstützt das Team Infrastruktur Services von viadonau die Bauarbeiten mit aktuellen Flussinformationen. Fast 120 Jahre lang stemmte die Eisenbahnbrücke in Linz zuverlässig den Schienenverkehr. Nach zwei Weltkriegen, die die Brücke noch unbeschadet überstanden hatte, und zunehmenden Verfallserscheinungen wurde die Runderneuerung eine der wenigen noch erhaltenen genieteten Eisenkonstruktionen immer dringender. Angesichts der hohen Kosten für eine Generalsanierung stellte sich jedoch die Frage über das weitere Schicksal der über viele Jahrzehnte denkmalgeschützten Brücke. Ende September 2015 gab die Linzer Bevölkerung schließlich ein klares Votum: Neubau.

Der Abbau der im Jahr 1900 fertiggestellten Eisenbrücke wird von der Firma RW Montagegesellschaft mbH aus Perg aktuell mithilfe eines sogenannten Pontons durchgeführt. Damit der Ponton während der Abrissarbeiten sicher bewegt werden kann, darf die Fließgeschwindigkeit der Donau an dieser Stelle nicht zu hoch sein. Dabei gilt: je höher der Wasserstand, umso höher die Fließgeschwindigkeit. Da der Zusammenhang von Pegel und Fließgeschwindigkeit für die Arbeiten besonders wichtig ist, wird die Baufirma von viadonau-Fachleuten mit Durchflussdaten der letzten drei Jahre sowie aktuellen Messergebnissen versorgt. Auf Grundlage dieser Informationen konnte zur Orientierung jener Wasserstand festgelegt werden, bei dem der Abtransport des Eisenkolosses sicher und zügig durchgeführt werden kann – ein herausragendes Beispiel für branchen- und fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit an der Donau.

Via Webcam mittendrin im Geschehen
Zwei Webcams – jeweils am Dach des ARCOTEL und auf einem nahegelegenen Wohngebäude – ermöglichen das Verfolgen der Abbrucharbeiten in Echtzeit. Einfach hier reinschauen und bequem vom PC aus miterleben, was so ein Ponton-Schiff alles drauf hat!

]]>
Sicherheit Wirtschaft
news-586 Wed, 10 Aug 2016 12:54:39 +0200 viadonau präsentiert aktualisierte Umwelterklärung 2016 https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/viadonau-praesentiert-aktualisierte-umwelterklaerung-2016 Mit Verantwortung und Effizienz zur optimalen Performance – die aktualisierte Umwelterklärung 2016 gibt einen Rückblick über die Entwicklungen in Sachen Integriertes Management, wichtige Leistungskennzahlen, Ziele und Maßnahmen sowie zukünftige Planungsschwerpunkte von viadonau. Heuer bieten wir ein besonderes Highlight für Naturfreunde: Expertinnen und Experten geben seltene Einblicke in ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit dem Biber – Tier des Jahres 2016. Für ein modernes und verantwortungsbewusstes Unternehmen ist es nicht nur wichtig, optimale Leistung zu erbringen, sondern auch darauf zu achten, WIE es seine Ziele erreicht. viadonau agiert an der Donau in einem der vielfältigsten Aktionsräume.  Umweltorientiertes Arbeiten, nachhaltige Zielsetzungen und Transparenz stehen daher für das Unternehmen an oberster Stelle.  

Welche Energiemengen wurden für die Unternehmensaktivitäten insgesamt im letzten Jahr aufgewendet? Wie entwickelten sich das Abfallaufkommen und etwa die Recyclingquote? Was wurde getan, um einen Beitrag zur Verbesserung des Flusslebensraums Donau zu leisten? Erfahren Sie in der aktualisierten Umwelterklärung, welche Maßnahmen viadonau 2015 setzte, um die Umweltperformance des Unternehmens aber auch die Bedingungen für Arbeitssicherheit und Gesundheit für die rund 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter zu verbessern. Erhalten Sie darüber hinaus spannende und unmittelbare Einblicke, wie sich Sicherheit, Pflege und Erhaltung durch behutsames und vorausschauendes Bibermanagement mit dem fleißigen Tagwerk des größten Nagetiers Europas vereinbaren lässt.  

Die aktualisierte Umwelterklärung 2016 steht in unserem Publikationsbereich zum Download bereit.

]]>
viadonau Umwelt
news-584 Mon, 25 Jul 2016 14:20:28 +0200 Förderprojekt für umweltfreundliche Binnenschiffe geht in die letzte Runde https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/foerderprojekt-fuer-umweltfreundliche-binnenschiffe-geht-in-die-letzte-runde Die letzten zwei Einreichtermine für das bmvit Förderungsprogramm umweltfreundliches Binnenschiff wurden fixiert: 30. September 2016 & 03. März 2017. Noch gibt es für Unternehmen die Möglichkeit, eine vom Bundesministerium ausgeschrieben Förderung zu beantragen. Zur Unterstützung bei innovativen Modernisierungen und der Anwendung neuer Technologien auf ihrer Flotte erhalten förderfähige Schifffahrtunternehmen einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 40 %.
Gefördert werden Investitionen in Schiffe, die zu einer umweltfreundlichen und sicheren Binnenschifffahrt beitragen. Solche sind etwa der Einbau und Kauf von Abgasnachbehandlungsanlagen, Optimierung der Propulsionsorgane und Ruderanlagen.
Weitere Informationen finden Sie hier.

]]>
viadonau Umwelt
news-582 Mon, 25 Jul 2016 10:14:42 +0200 Handbuch der Donauschifffahrt zum Downloaden https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/handbuch-der-donauschifffahrt-zum-downloaden Die dritte Auflage des Handbuchs der Donauschifffahrt ist nun drei Jahre alt. Grund genug es auch digital zur Verfügung zu stellen. Wie viele Schleusen hat die Donau? Welche Güter werden transportiert? Wo liegen die wichtigsten Häfen?
Das sind nur einige der Fragen, auf die das Handbuch der Donauschifffahrt von viadonau Antworten gibt.
Ihre digitale Version des Handbuchs können Sie nun hier über die Website von viadonau downloaden - auf Deutsch, Englisch oder Ungarisch.
Wer gerne blättert, hat weiterhin die Möglichkeit, das Handbuch in Papierform zu bestellen.

]]>
Donaulogistik viadonau
news-580 Thu, 21 Jul 2016 16:11:21 +0200 EU setzt starkes Signal für die Donauschifffahrt https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/eu-setzt-starkes-signal-fuer-die-donauschifffahrt Am 8. Juli beschloss die Europäische Union im Rahmen des EU-Förderprogramms der Connecting Europe Facility (CEF) Investitionen in Höhe von 6,7 Milliarden Euro für 195 Verkehrsprojekte. Damit soll das Wirtschaftswachstum aller EU-Mitgliedsstaaten stimuliert und bis 2030 mehr als 100.000 Jobs geschaffen werden. Fast 85 Prozent der finanziellen Unterstützung gehen an die Länder in Mittel- und Osteuropa, um infrastrukturelle Unterschiede in der gesamten Union nachhaltig zu verringern. Allein die Investitionen in wasserseitige Infrastruktur und Häfen beläuft sich auf rund 200 Millionen Euro bis 2020 und können auch an der Wasserstraße Donau einen wichtigen Entwicklungsschub einleiten. Die Entscheidung der Europäischen Union bedeutet nicht nur einen wichtigen finanziellen Beitrag. Sie ist auch ein starkes Signal für die Donauschifffahrt wie in ganz Europa. So rechnet auch viadonau mit mehr Investitionen sowohl in die Verkehrsinfrastruktur an der Donau als auch in Weiterentwicklung und Implementierung intelligenter elektronischer Verkehrssysteme, oder genauer: die erfolgreichen River Information Services (RIS).

Entwicklungsschub für die Infrastruktur
viadonau hat sich zum Ziel gesetzt, Infrastrukturengpässe an der Donau effektiv und langfristig zu beseitigen und eine angemessene Balance zwischen den Anforderungen der Wasserstraße und des Ökosystems Donau zu schaffen. Exakte und umfassende Kenntnisse über Seichtstellen zur optimalen Nutzung der Fahrrinne und etwa proaktive Instandhaltungsmaßnahmen stehen im Zentrum einer nachhaltigen Verbesserung der Nutzungsbedingungen an der Donau. Daher ist die gezielte Förderung durch die Europäische Union gerade auch für Infrastrukturprojekte, wie die Instandsetzung der Schleuse Gabčíkovo bis 2020 und etwa die Entwicklung der multimodalen Plattform in Galati, dem Projekt SWIM, welches das Wasserstraßenmanagement in Rumänien verbessern wird, von enormer Bedeutung. Die Machbarkeitsstudie zur Sanierung der Schleuse Gabčíkovo wurde im Rahmen des von viadonau koordinierten Projekts FAIRway Danube (2015 - 2020) entwickelt.

RIS
Die Entwicklung und Implementierung der River Information Services in Österreich ist eine Erfolgsgeschichte, die im Jahr 1999 ihren Anfang nahm. Seither wurden die RIS-Dienste in zahlreichen europäischen Ländern eingeführt. Damit diese wichtigen digitalen Informationstools - auch grenzübergreifend - stets exakte und zuverlässige Daten zum aktuellen Zustand der Wasserstraße liefern können, werden die Services fortlaufend weiterentwickelt und verbessert. Dafür engagierte sich viadonau seit dem Start von RIS in Österreich intensiv in zahlreichen Projekten, wie jüngst CoRISMa (2013 - 2015), dem Vorläuferprojekt von RIS COMEX - eine von Österreich koordinierte Initiative, die den Weg zur nächsten Generation der River Information Services ebnen wird.

Bedeutung für Nutzerinnen und Nutzer
Die Bedürfnisse und Wünsche der Stakeholder haben stets höchste Priorität. Lange Wartezeiten an den Schleusen und daraus folgende vermeidbare Verspätungen gefährden die Zuverlässigkeit der Wasserstraße und können so empfindliche Kostensteigerungen im wassergestützten Transport verursachen. Rehabilitierung der Schleusen, weniger Engpässe, beständiger Verkehrsfluss auf der Wasserstraße und ein insgesamt verlässlicherer Verkehrsträger schaffen für alle Nutzerinnen und Nutzer lohnende Perspektiven an der Donau.

]]>
viadonau Wirtschaft Donaulogistik
news-575 Tue, 19 Jul 2016 14:07:57 +0200 Erlebnis Forschung – viadonau begeistert Kids bei KinderUni in Linz https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/erlebnis-forschung-viadonau-begeistert-kids-bei-kinderuni-in-linz Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Eine besonders gute Möglichkeit dazu bietet sich traditionell jedes Jahr bei der KinderUni in Oberösterreich. Auch heuer haben sich die Linzer Unis und Hochschulen wieder mächtig ins Zeug gelegt und gemeinsam mit Partnern und Freunden der KinderUni ein abwechslungsreiches und spannendes Programm für wissbegierige Mini-Forscherinnen und -Forscher auf die Beine gestellt. Am 14. und 15. beziehungsweise 18. und 19. Juli wurden wieder reichlich Abenteuer und Erlebnisse geboten mit allem was 5 bis 16-Jährige interessiert und inspiriert. Mit den viadonau-Expertinnen und -Experten ging es an Bord des ehemaligen Steintransportschiffes MS Negrelli und an die wilden Uferregionen der Donau. Mit viadonau eintauchen in die Fluss- und Schifffahrtswelt
An Bord des MS Negrelli waren die Kinder und Jugendlichen mittendrin in der Welt der Flussschiffahrt und erfuhren hautnah, was es heißt, Kapitän auf einem Donauschiff zu sein und welche Aufgaben die Crew tagtäglich zu erfüllen hat. In der schiffseigenen Ausstellung im Rumpf des rund siebzig Meter langen ehemaligen Steintransportschiffes gingen die Mini-Forscher auf eine spannende Entdeckungstour von seltenen Einblicken in die Binnenschifffahrt bis zu den Naturufern des zweitlängsten Flusses Europas. Bei Wind und Regen wetterfest verpackt lernten die jungen Besucherinnen und Besucher vor Ort was Renaturierung eines Uferabschnittes an der Donau bedeutet und warum der Fluss als Lebensraum für Mensch und Natur so wichtig ist. Auch durften die „Jungforscher“ einen Bagger, einen Kran-LKW und ein Mähfahrzeug der Erhaltungsprofis von viadonau unter die Lupe nehmen und sogar in Aktion erleben – Technik und Forschung zum Anfassen und Miterleben, bleibende Eindrücke garantiert.

So vielfältig wie noch nie
Auf die Mini-Forscherinnen und Forscher wartete in Oberösterreich diesmal ein besonders abwechslungsreiches Angebot an Lehrveranstaltungen, Workshops und Experimenten aus Wissenschaft und Technik. An rund 130 Lehrveranstaltungen konnten die Kids ihr Wissen prüfen, erweitern oder auch aktiv mitforschen – von Robotern zum Selberbauen und -programmieren über den faszinierenden Blick durch ein Mikroskop bis hin zur vielschichtigen Bedeutung von Wasser als Lebens- und Nahrungsgrundlage.  

Seit 2004 bietet Oberösterreich im Rahmen der landesweiten KinderUni-Aktivitäten ein außerschulisches Bildungsprogramm für Kinder und Jugendliche von 5 bis 16 Jahren. An mehreren Veranstaltungsorten bietet die KinderUni Oberösterreich ein umfassendes und weiter wachsendes Programm bestehend aus Vorlesungen, Seminaren, Workshops und Exkursionen.

Mehr über die KinderUni OÖ.

]]>
viadonau
news-551 Thu, 30 Jun 2016 14:37:31 +0200 Die Wasserstraße Donau lohnt sich – Zweite Ausgabe der Danube Business Talks 2016 in Linz https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/die-wasserstrasse-donau-lohnt-sich-zweite-ausgabe-der-danube-business-talks-2016-in-linz Jetzt erst recht. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten zahlt sich ein Blick auf die Donau aus. Ob durch die Erschließung neuer Märkte, den informationstechnischen Fortschritt oder innovative Transport- und Logistiklösungen – die Wasserstraße bietet vielfältige Chancen für einen der dynamischsten Wirtschaftsräume Europas. Zugleich ist die Donau als natürlicher Verkehrsträger in weitaus höherem Maße von äußeren Bedingungen abhängig als Straße oder Schiene. Nach dem Hitzejahr 2015 und einer ausgedehnten Niederwasserperiode war auch bei den von viadonau veranstalteten Danube Business Talks 2016 in Linz eine der drängendsten Fragen, wie die wirtschaftliche Nutzbarkeit der Wasserstraße langfristig und zuverlässig sichergestellt werden kann. Neben aktuellsten Fragestellungen zur Zukunft der Transportachse Donau warteten auf die mehr als 150 Besucherinnen und Besucher aus 12 Ländern frische Ideen, moderne Lösungen und faszinierende Einblicke von nationalen wie internationalen Expertinnen und Experten. Im Fokus: Strategien für eine noch effizientere und zugleich sicherere Nutzung der Wasserstraße Donau aus der Perspektive von Wasserstraßenmanagement, Schifffahrt, Flussbau, Infrastruktur, Transportwirtschaft und Logistik.

Stärken fördern und sinnvoll ins Verkehrsnetz integrieren
Die Binnenschifffahrt ist leistungsfähig und vielseitig. Geht es um hohe Ladekapazitäten, ist sie sowieso der Klassenprimus. Gleichzeitig wird das enorme Transportpotenzial der Binnenschifffahrt nur selten voll ausgeschöpft. Transportunternehmen und Schifffahrtstreibende sind sich einig: Stark schwankende Fahrwasserverhältnisse, vor allem aber zu geringe Wassertiefen erzwingen empfindliche Abstriche beim Ladevolumen. Damit die Wasserstraße ihre Stärken optimal ausspielen kann, ist eine verantwortungsbewusste und bedarfsgerechte Instandhaltung sowie modernes lückenloses Monitoring notwendig. Mit dem Nationalen Aktionsprogramm Donau hat sich das bmvit zum Ziel gesetzt, im Einklang mit der Europäischen Donauraumstrategie die ganzheitliche Entwicklung der Wasserstraße noch stärker voranzutreiben. Wirtschafts-, Umwelt- und Sicherheitsinteressen werden dabei lösungsorientiert verbunden, um die Nutzungsperspektiven an der Donau nachhaltig zu stärken. Sektionsleiterin im bmvit und Eröffnungsrednerin der Danube Business Talks Ursula Zechner weiß: Für die möglichst zuverlässige Verfügbarkeit der Wasserstraße, sind vor allem proaktive und präzise Maßnahmen wichtig. Im Austausch mit Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmern brachte es die Verkehrsexpertin schließlich treffend auf den Punkt: „Das Jahr 2015 hat klar gezeigt: Wir müssen die Wasserstraße Donau mehr noch als bisher in Abschnitten denken. Indem wir noch genauer untersuchen, wo welche Entwicklungsschritte notwendig sind, erhöhen wir langfristig die Nutzungssicherheit der Donau und stärken Anreize, sie als leistungsstarken Teil in multimodale Transportketten einzubinden.“

Auch Vertreter aus dem Sektor forderten einmal mehr die noch stärkere Vernetzung der Verkehrsträger, um so die Vorteile jedes Systems optimal nutzen zu können. So bestätigte auch Johannes Hödlmayer, Unternehmer und Vorsitzender der Sparte Transport und Logistik Oberrösterreich, dass erst die ökonomisch sinnvolle Einbindung aller Verkehrsträger auch die Vorteile der Donau zur Geltung bringe.

Die richtigen Bausteine für mehr Stabilität
„Build on the Danube Corridor“ – das Motto der diesjährigen Danube Business Talks ist für viadonau Programm. Die Zukunft der Donau muss auf einem stabilen Fundament bauen. So stellte auch viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler klar: „Effizientes Wasserstraßenmanagement und Verkehrsmanagement stellen nur einige der wichtigen Bausteine dar, die notwendig sind, um eine stabile Entwicklung entlang der Wasserstraße zu gewährleisten. Maßgeschneiderte Services für Wasserstraßennutzer, der treffsichere Einsatz von Förderprogrammen aber auch leistungsstarke Informationsplattformen für die Logistik, wie das brandneue Danube Logistics Portal, sind wesentliche Voraussetzungen für dauerhafte Zukunftsperspektiven an der Donau.“ Eine verantwortungsvolle Entwicklung nach hohen Standards dürfe jedoch nicht an den Staatsgrenzen enden.

Auf der Wasserstraße wie auf Schienen
Die Entwicklung der Donau als verlässlicher Transportweg ist ein Gemeinschaftsprojekt. Ihre Nutzungsqualität steht und fällt mit der Qualität gemeinsamer Maßnahmen über Ländergrenzen hinweg. Mit dem 2014 beschlossenen Masterplan zur gemeinsamen Instandhaltung der Donau einigten sich die Donauländer, die Wasserstraße nach einheitlichen Standards zu entwickeln – ein Meilenstein auf dem Weg zu höherer Transportsicherheit entlang der gesamten Donau. „Mit dem Masterplan haben wir viel Bewegung in einen der wichtigsten Entwicklungsbereiche des europäischen Verkehrsnetzes gebracht und kreieren damit neue Chancen für die gesamteuropäische Transportwirtschaft“, zeigte sich Marc Vanderhaegen, Experte für Häfen und Binnenschifffahrt der Europäischen Kommission, zuversichtlich. Der Masterplan erhöht nicht nur die Informationslage an der Wasserstraße, sondern liefert wertvolle aktuelle Daten, um Maßnahmen des Wasserstraßenmanagements entlang der gesamten Donau noch gezielter setzen zu können.

Neue Märkte – die Kraft der Donau punktgenau zum Einsatz bringen
Wo aber zahlen sich die Muskeln der Donau besonders aus? Obwohl das Binnenschiff über allgemein hohe Kapazitäten verfügt, eignen sich manche Gütergruppen besonders gut für den Schiffstransport über die Wasserstraße. Ein vielversprechender Schwerpunktbereich für die Binnenschifffahrt in Österreich: Recyclingprodukte. So werden im Ennshafen im Schnitt 40 000 bis 50 000 Tonnen Recyclingprodukte jährlich umgeschlagen. Vor allem bei schweren und raumfordernden Gütergruppen zeigt sich das Potenzial des Güterschiffes zur Entlastung des Straßengüterverkehrs. Werner Auer, Geschäftsführer Ennshafen OÖ, bestätigte, dass die außergewöhnliche Belastbarkeit des Binnenschiffs einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele Österreichs – minus 60 Prozent an Treibhausgasemissionen bis 2050 – leisten kann. Die wichtigste Bedingung dafür sei jedoch, eine noch engere infrastrukturelle Verknüpfung der Häfen mit Industriegebieten aber auch mit den globalen Märkten – eine Forderung, die dem allgemeinen Tenor der Wirtschaftsexpertinnen und –experten bei den Danube Business Talks in Linz entsprach. Die Zukunft der Wasserstraße Donau ist vor allem eine Frage nach gemeinsamen Perspektiven die nur der Transport auf der Donau bieten kann.

Für die Zukunft der Donau – Let’s network!
Neue Geschäftsmöglichkeiten und –ideen zu entwickeln, heißt, über sie zu reden – am besten von Angesicht zu Angesicht. So zeigte sich das große Interesse an aktuellen Donauthemen auch an der regen Teilnahme an den sogenannten Danube Business Datings. In rund achtzig Meetings knüpften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer neue Geschäftskontakte, präsentierten ihr Portfolio oder wollten einfach herausfinden, ob ihre Geschäftsidee fit für eine der bedeutendsten europäischen Transportachsen ist. Als innovative Kommunikationsplattform für einen lebendigen Austausch vielfältiger Ideen, Expertisen, Meinungen und Erfahrungen waren die Danube Business Talks in Linz ein weiteres Mal ein voller Erfolg. Neben brennenden Fragen zur Zukunft der Donau im europäischen Verkehrsnetz standen auch neue Marktchancen, internationale Kooperationsbereitschaft und das klare Signal, enger zusammenzurücken, um das Potenzial der Donau noch besser auszuschöpfen. „Es gibt noch viel zu tun. Gerade unter schwierigen Rahmenbedingungen zeigt sich aber die Robustheit eines Verkehrssystems. Die Devise muss daher umso mehr lauten: Gemeinsam entwickeln nach klar festgelegten Standards und die Stärken der Donau dort ausspielen, wo es sich nicht nur wirtschaftlich auszahlt, sondern zugleich auch ökologisches Kapital für die Zukunft geschaffen wird“, resümierte Hans-Peter Hasenbichler.

Die Donauschifffahrt aktuell – Zahlen und Fakten im neuen Jahresbericht
Rechtzeitig zu den Danube Business Talks erschien auch der neue Jahresbericht Donauschifffahrt mit den jüngsten Zahlen zu Verkehrsaufkommen, Gütertransport, Verfügbarkeit der Wasserstraße und vieles mehr. Die wichtigsten Daten und Fakten zur Donauschifffahrt in Österreich auf einen Blick – jetzt bestellen oder einfach downloaden unter www.viadonau.org

Zur Bildergalerie der Danube Business Talks 2016 und zum Feedback Formular


Über viadonau:

Unsere mehr als 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen in der Zentrale im Tech Gate Vienna, an vier Servicecentern und zehn Schleusen entlang der 378 Flusskilometer in Österreich die Naturlandschaft und die Wasserstraße Donau. Ziel ist die behutsame und nachhaltige Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraumes Donau. Für jede Maßnahme und bei jeder Dienstleistung haben wir alle wesentlichen Umwelt-, Sicherheits- und Wirtschafts­aspekte im Auge. Unser Engagement ist somit stets ausgewogen und nachhaltig – für die Natur, für die Menschen am Fluss und für den Standort Österreich. viadonau ist ein Unternehmen des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie.

]]>
viadonau Presseinformation Donaulogistik
news-547 Thu, 30 Jun 2016 01:37:00 +0200 Turbulentes Jahr gut gemeistert – viadonau präsentiert Jahresbericht 2015 https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/turbulentes-jahr-gut-gemeistert-viadonau-praesentiert-jahresbericht-2015 Die ausgeprägte Niederwasserperiode als Folge des außergewöhnlich heißen und trockenen Sommers stellte im vergangenen Jahr vor allem die Güterschifffahrt vor große Herausforderungen. Dass trotz erschwerter Rahmenbedingungen die Donauschifffahrt auch 2015 ganzjährig gewährleistet werden konnte, war vor allem dem vorausschauenden, treffsicheren und ökologisch sinnvollen Maßnahmen zur Erhaltung der Fahrrinne zu verdanken. Der Jahresbericht Donauschifffahrt 2015 ermöglicht nun detailreiche Einblicke in ein bewegtes Jahr – von den Folgen einer historischen Trockenperiode über die steigende Bedeutung von Recyclingprodukten auf dem Wasserweg bis zur Verkehrssituation an den Donauschleusen. 2015 war ein außergewöhnliches Jahr. Die extremen Wetterbedingungen verdeutlichten einmal mehr, wie wichtig effizientes und vorausschauendes Wasserstraßenmanagement ist. So setzte viadonau gezielte proaktive Erhaltungsmaßnahmen mit besonderem Augenmerk auf die frei fließende Donau östlich von Wien. Von August bis Mitte September wurden dort ca. 125.000 Kubikmeter Kies ausgehoben und dem Strom an geeigneter Stelle wieder zugegeben. Zwar musste die Güterschifffahrt unterhalb Wiens reduzierte Abladetiefen in Kauf nehmen, durch die treffsicheren Maßnahmen des Wasserstraßen-Managements von viadonau konnte jedoch der Schiffsverkehr entlang des österreichischen Donauabschnitts ganzjährig gewährleistet werden.  

Die Auswirkungen des Niederwassers spürte vor allem die Transportwirtschaft. Während das Transportaufkommen entlang der Donau auf ca. 8,6 Millionen Tonnen transportierter Güter zurückfiel  – ein Minus von rund 15 % im Vergleich zum Vorjahr – verzeichnete der Personenverkehr an der österreichischen Donau ein kleines Plus von 2,2 Prozent. Deutlicher zeigten sich die Zuwächse in der Sport- und Freizeitschifffahrt. Mit insgesamt 10.600 Einheiten waren auf der Donau fast 30 % mehr Kleinfahrzeuge unterwegs als noch 2014. Bei ca. 90.000 geschleusten Schiffseinheiten insgesamt entstanden lediglich für etwa 11 % nennenswerte Wartezeiten von durchschnittlich 34 Minuten.  

Mehr zur Schifffahrt auf der Donau erfahren Sie jetzt im aktuellen Jahresbericht Donauschifffahrt in Österreich 2015. Ob als Zusammenschau der verschiedensten Entwicklungsbereiche, topaktueller Informationspool oder Nachschlagewerk für ganz spezielle Trends in der Donauschifffahrt – der neue Jahresbericht ist ein Muss für alle Schifffahrts- und Wirtschaftsinteressierten.

Der Jahresbericht steht in unserem Downloadbereich für Publikationen für Sie bereit.

]]>
viadonau Wirtschaft Donaulogistik
news-543 Tue, 21 Jun 2016 09:29:48 +0200 Countdown zu den Danube Business Talks 2016 in Linz https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/countdown-zu-den-danube-business-talks-2016-in-linz Am 27. Juni ist es endlich soweit. Die Danube Business Talks machen Linz über zwei Tage lang zum europäischen Hot Spot in Sachen Wirtschaft, Logistik und Transport an der Wasserstraße. Zahlreiche nationale und internationale Expertinnen und Experten blicken gemeinsam auf die Donau und beleuchten neue Chancen für die Binnenschifffahrt im Bau- und Recyclingsektor. Zukunftsträchtige Märkte aber auch innovative Logistiklösungen entlang der Rhein-Main-Donau-Transportachse werden ebenso Themen der Konferenz sein, die nach 2014 in Wien zum zweiten Mal unter der Organisation von viadonau mit Unterstützung durch die Häfen Ennshafen und Linz und die Wirtschaftskammer Oberösterreich stattfindet. Ein intaktes vielseitig einsetzbares Transportnetz ist der wichtigste Antrieb wirtschaftlicher Entwicklung. Die Wasserstraße Donau kann als leistungsfähiger Teil einer bedeutenden kontinentalen Transportachse ihr Potenzial noch steigern und maßgeblich zur verantwortungsvollen und ökonomisch sinnvollen Entwicklung der europäischen Wirtschaft beitragen. Die Ansatzpunkte zur Steigerung der Nutzbarkeit der Donau sind vielfältig und bieten unterschiedlichste zukunftsträchtige Chancen und Perspektiven. Welche Gütergruppen sind besonders vielversprechend? Wo kommt der Leistungs- und Kapazitätsvorteil der Binnenschifffahrt besonders zum Tragen? Und welche flussbaulichen Maßnahmen sind notwendig, um die Rahmenbedingungen der Binnenschifffahrt möglichst effizient und nachhaltig zu verbessern?

Mehr als 20 nationale und internationale Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Transport- und schifffahrtstreibender Wirtschaft und Politik widmen sich im Park Inn Hotel in Linz den bedeutendsten Entwicklungen, technischen und logistischen Innovationen aber auch aktuellsten Analysen zu den vielversprechendsten Märkten in einem der dynamischsten Wirtschaftsräume Europas. Die Veranstaltung wird von ORF Journalistin, Brigitte Handlos moderiert.

Gelegenheit nutzen und noch schnell anmelden!
Die Anmeldefrist läuft bis 22. Juni. Also noch schnell hier registrieren.

Sie wollen gezielt Wirtschaftskontakte knüpfen, Ihr eigenes Portfolio präsentieren oder herausfinden, ob Ihr Betrieb oder Geschäftsmodell fit für die Transportwirtschaft an der Wasserstraße ist? Dann melden Sie sich einfach zu unserer innovativen Kommunikationsplattform Danube Business Dating an und tauschen Sie sich mit unterschiedlichsten Branchenexpertinnen und -experten aus. Mehr dazu finden Sie hier.

Eine ausführliche Agenda zu den Danube Business Talks finden sie hier.

Seien Sie dabei und bringen Sie die Donau ins Gespräch!

]]>
viadonau Wirtschaft
news-542 Tue, 14 Jun 2016 16:10:55 +0200 Mehr als 1.000 Donau-Detektive beim Danube Day 2016! https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/mehr-als-1-000-donau-detektive-beim-danube-day-2016 Am 13. Juni konnten sich Schülerinnen und Schüler im Alter von acht bis zwölf Jahren auf eine spannende Spurensuche begeben. Verschiedenste Experimentierstationen, Workshops, interaktive Infostände und jede Menge „Donauaction“ begeisterten die Gäste. Bereits zum 12. Mal luden das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und die MA 31- Wiener Wasser zum großen Donauschutz-Thementag ins MuseumsQuartier Wien.

An 18 interaktiven Informationsständen machten sich mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler auf die Spur, Wissenswertes über die Donau und deren Bewohnerinnen und Bewohner, die Donaupflanzen und Donauberufe zu erfahren. Eröffnet wurde der Danube Day von Andrä Rupprechter, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Jörg Leichtfried, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie, Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Stadtwerke. Als erste Patin des Danube Day konnte SOKO-Donau Schauspielerin Lilian Klebow ausgezeichnet werden.

„Die Donau ist ein einzigartiger Lebens- und Kulturraum für über 80 Millionen Menschen. Um den Fluss für die nachfolgenden Generationen lebenswert zu erhalten müssen wir ihn schützen – von der Quelle bis zum Schwarzen Meer. Im Februar haben wir mit der Donaudeklaration einen wichtigen Meilenstein für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aller 19 Staaten im Donaueinzugsgebiet fixiert. Gemeinsam werden wir den erfolgreichen Weg fortsetzen“, betont Bundesminister Andrä Rupprechter anlässlich des Danube Days 2016.

Für Verkehrsminister Jörg Leichtfried ist die Donaustraße ein Wirtschaftsweg, den es zu stärken gilt. „Die Donau kann 2.400 Kilometer lang mit dem Schiff befahren werden – von Deutschland über Österreich bis Rumänien. Damit ist sie ein wichtiger Transportweg für die Wirtschaft. Ein Schiff kann die gleiche Menge befördern wie 250 Lkws. Jährlich werden Millionen Tonnen an Gütern über die Donau verschifft, kostengünstig, umweltfreundlich und ohne Lärmbelastung für die Bevölkerung. Damit bietet die Donau eine gute Alternative zu Straße und Schiene und ist eine Chance für Europas Wirtschaft“, unterstreicht Leichtfried die Vorzüge der Wasserstraße.

„Die Donau trägt mit ihrem großartigen Freizeit- und Erholungswert wesentlich zur hohen Lebensqualität in unserer Stadt bei“, so die Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima. „Damit auch künftigen Generationen diese wunderbaren Naturoasen erhalten bleiben, ist es wichtig, Kinder schon früh für die Schönheit und Vielfalt der Natur zu begeistern.“

Bei der Spurensuche konnten sich viele Gäste über tolle Preise freuen, darunter ein Workshop des Vienna Open Lab, eine Fahrt mit der MS Blue Danube und ein Erste-Hilfe-Kurs des Jugend-RotKreuz.

Das Donauland Ukraine gastierte dieses Jahr auf Einladung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft mit einer Delegation unter der Leitung von Frau Olena Marushevska (Blue Rivers) beim Danube Day. Die mitgereisten Kinder präsentierten ihr Land mit folkloristischen Darbietungen.

Auch heuer stand beim Danube Day der Umweltschutz im Vordergrund. So wurde der Danube Day nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens für Green Events ausgerichtet. Zudem erhielt das Event das Prädikat ÖkoEvent der Stadt Wien. Viele Besucher nutzten die Aktion „Bring your bottle“ und füllten ihre Mehrwegwasserflaschen an der Wasserbar der MA 31 – Wiener Wasser.

Das waren die Highlights beim Danube Day 2016:

  • Spurensuche für Schülerinnen und Schüler
  • Hoch hinauf am Kletterturm
  • Die Welt durch den Blick ins Mikroskop
  • Kreativer Mal- und Bastelspaß
  • Erschaffe ein Kunstwerk mit Donaumaterialien
  • Fotoaction mit Donau-Lebewesen
  • Aquarium mit lebenden Donaufischen
  • Bau deine eigene Kläranlage
  • Was ist alles in einem Polizeiboot zu finden?
  • Die Donau mit dem Tastsinn entdecken
  • Geschicklichkeitstest beim „Rettungsringwerfen“
  • Bau selbst eine Hochwasserschutzwand
  • Experimentierstation „Wasserlabor“
  • Donauberufe erraten
  • Wiener Hochquellwasser an der Wasserbar

Möglich machten das unsere Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner 2016: BirdLife Österreich, DDSG Blue Danube, Generation Blue, Haus des Meeres, Institut für Hydrobiologie, MA 45 – Wiener Gewässer, Landesregierung Oberösterreich, Nationalpark Donau-Auen, Naturfreunde, Pfandfinder Wien, Umweltbildung EULE Stadt Wien, Rotes Kreuz, Verein UmweltBildung Wien – Grüne Insel, Verbund, Vienna Open Lab, Wasserpolizei. Darüber hinaus wurde das Event speziell vom Verbund und der Wiener Städtischen unterstützt.


Hardfacts Danube Day 2016:

Montag, 13. Juni 2016
Mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler
Eröffnung mit Infrastrukturminister Jörg Leichtfried, Umweltminister Ändra Rupprechter und Stadträtin Ulli Sima.
Ort: MuseumsQuartier Wien, Museumsplatz 1, 1070 Wien
Infos: www.danubeday.at, www.facebook.com/danubeday

]]>
viadonau
news-537 Wed, 08 Jun 2016 10:49:46 +0200 Dunărea ....ce nume sonor https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/dunarea-ce-nume-sonor Deoarece, astăzi este Ziua Mării Negre, este de asemenea ziua, când colegii și prietenii noștrii din România, de la Administrația Fluvială a Dunării de Jos RA Galați, ne va spune despre Dunărea din sectorul lor. De mii de ani, apa fluviului Dunărea, a curs de-a lungul malurilor, din Munții Pădurea Neagră către Marea Neagra.
Napoleon, numea Dunărea "regele râurilor europene", fiind leagănul, unde de mii de ani, pe malurile ei, popoarele continentului au creat civilizații. Astfel, 10 țări diferite, 10 culturi diferite, 10 economii diferite sunt conectate într-un mod natural prin fluviul Dunărea. Este numitorul comun al țărilor dunărene.
Dunărea trebuie privită ca o prioritate, deoarece reprezintă "un coridor fluvial internațional", curgând de la Vest la Est, traversând Europa și granițele și face parte din rețeaua europeană de căi navigabile interioare ce leagă porturile, orașele, centrele comerciale și istorice. Curgând prin patru capitale europene, Dunărea oferă oportunități clare pentru dezvoltare economică și turistică. Prin legătura pe apă, pe care o asigură, între Marea Neagră și teritoriul din centrul Europei, Dunărea este de asemenea, o componentă a rețelei multimodale, ce leagă transportul de mărfuri între diferite regiuni europene. Mulțumind Dunării și afluenților săi, căile navigabile interioare reprezintă adevărată coloană vertebrala a rețelei multimodale europene în Sud-Estul Europei.
Suficiente argumente indică transportul pe calea navigabila interioară - Dunărea, drept unul dintre cele mai sigure, eficiente si prietenoase cu mediul, alternativă de transport către/dinspre Europa centrala și de Est. Dunărea este, probabil, din punct de vedere al costurilor, cea mai eficientă rută de transport pentru mărfurile care au ca destinație Europa Centrală, având o mare capacitate de transport și permite transportul celor mai multe categorii de mărfuri.
Tehnologiile avansate de informare și comunicare (Servicii de Informare Fluvială, RIS) pe Dunăre, dezvoltate de toate țările dunărene, reprezintă o infrastructură inteligentă și solidă și oferă Dunării un avantaj în plus, pentru optimizarea căilor navigabile interioare de transport din regiune. De-a lungul anilor, finalizarea mai multor proiecte europene transnaționale a armonizat managementul căilor navigabile în regiunea Dunării și a consolidat serviciile furnizate de administrațiile de cale navigabilă și autorități, pentru utilizatorii căii navigabile: de la nivelurile de apă, la informații cu privire la punctele critice, hărți electronice de navigație, la condițiile de trafic și date de trafic, sau managementul ecluzelor până la punerea în aplicare a RIS pe întregul coridor Dunării. Aceste rezultate încurajatoare ne va face să continuăm să lucrăm împreună pentru conservarea habitatului natural al Dunării și pentru îmbunătățirea infrastructurii absolut indispensabil, căi navigabile.

Autorul
Claudiu Egmont Duțu este Șeful Biroului Hidrotehnic și Hartă Electronică, la SCN Giurgiu. Din 2002, lucrează la AFDJ Galați, și este specializat în realizarea hărților electronice, măsurători hidrologice și hidrografice. De asemenea, este implicat, din 2005, în proiecte naționale și transnaționale europene, precum și în cooperare internațională.
E-mail: claudiu.dutu[at]afdj.ro

]]>
International
news-536 Thu, 02 Jun 2016 11:02:37 +0200 The PROMINENT Mr. SCHWEIGHOFER https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/the-prominent-mr-schweighofer Working in international project communication is both challenging and enriching. I am purposefully choosing to focus on the enriching side of my work and to present one of our experts, Juha Schweighofer. The interview below will give our readers both insights into Juha’s life and work on behalf of Inland Waterway Transport (IWT) at the Austrian Waterway administration, via donau - Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH, as well as his role in the project he is currently working in, PROMINENT. Juha Schweighofer is a world-renowned expert for Ship Technology. Juha is known for his tireless devotion to inland navigation-related issues and engine-concept developments in the field of inland waterway transport. Juha is also Member of the Royal Institution of Naval Architects.

Juha, can you describe the project in 3 lines? In words that the wider public can understand?
3 lines..I need a little bit more... First of all, PROMINENT is a project. This means that it has a start and an end. Start is 1.5.2015, end is 30.4.2018. It is a research and development project aiming at the implementation of technologies for more efficient and cleaner gvessels. The focus of the project is on the reduction of greenhouse gases and exhaust gas emissions. The technologies implemented aim at 3 main things: 
exhaust gas after treatment, the usage of LNG (liquefied natural gas) as an alternative to gasoil and the development of smart steaming which means energy-efficient navigation.

So how do you navigate efficiently today?
It works like this: you adapt the operation of the ship to the current navigation conditions, for instance water-depth and velocity, in a way that the energy consumption for sailing from A to B becomes minimal. This is our ultimate goal in PROMINENT. In realistic terms, we will be happy if we achieve a noticeable reduction of the energy consumption.

PROMINENT is the follow-up of several EU initiatives aiming at greening the fleet. When looking back, what has changed for you?
The first issue that has changed since I started to work in these initiatives that led to PROMINENT is that the awareness for the necessity to improve the environmental performance of IWT has increased. Formerly, it was taken for granted that IWT is environmentally- friendly but nowadays we see that also in IWT a number of suitable measures have to be taken in order to improve the environmental performance of IWT. In this way, if we improve the environmental aspect of IWT, we will improve the competitiveness of IWT. Because the other transport modes are becoming faster cleaner and they benefit from a faster implementation of clean technologies.

Does this mean that IWT is no longer slow in its cleaning process?
Yes, simply because of the long-lasting character of the engines and vessels. Truck engines are exchanged every five years; marine diesel engines are exchanged every 10 or 20 years. Diesel truck engines are exchanged every five years. For railways, the engines are electrical. And electricity comes from various sources: Hydropower electricity which is very clean but hard to produce, coal, which is very dirty or nuclear energy which is associated with risks. This makes the comparison very difficult.

So what has changed?
Definitely the awareness of the importance of cleaning the fleet. PROMINENT focusses on a technology which can be implemented on wider scales, in a great number of vessels. We are bringing in a technology that can be implemented at reduced costs and allows practical implementation. This can be seen in the project activities of PROMINENT, especially in the fifth project activity, "Pilots", where a great number of pilots are being realized in which interesting technologies have been identified and will now be implemented. Right now the real-life set-up is being carried out. The results will be evaluated in 2017 but first results will already be available end of 2016. I am confident that it will partially work. It is always the case when you try technologies in real life. It never works exactly as planned. But from the failure we can learn what we have to improve and in this way successful results can be achieved.
It means basically that failure is the first step towards success.

Your work package is called "state of play". That could be the title of the next James Bond film...With which James Bond character would you identify yourself then? Are you Q, M, Moneypenny or James Bond himself?
This is a very nice question. I am actually a fan of James Bond movies, my favorite is Goldfinger...But back to your question: I cannot be M because M is the Head of the department, it is a political position and I am no politician. I'm not Moneypenny either. Even though my name, Juha is often misleading and people sometime think it's a woman's first name. She is a very important character though, she supports Bond in organizational matter, books flights, makes hotel arrangements, etc.
But I do not see myself in this role. James Bond...hmmm...we're getting close. He travels a lot, like me, that's already one similarity. He is surrounded by quite a number of beautiful women most of the time. That's already the first difference. I am only surrounded by one beautiful woman and she's my wife, that being said, I am disqualified for the James Bond role.
The only character left is Q. I am definitely closest to him. I sit quite far away from the action field, I have a faible for innovations and I support my colleagues on the field who are almost James Bonds...

Back to more serious things, you are a naval architect, a Member of the Royal Institution of Naval Architects, a famous scholar and a special of inland fleet. Would you have thought as a child that you would achieve all of this?
The Royal Institution of Naval Architects is indeed a prestigious institution with headquarters in London. In order to become a member, you need more than 5 years' experience in the field and recommendations from at least 2 members of the institution. Although it would be very nice, we never get to meet the Queen.
About whether I would have thought that I would achieve all this as a child...yes and no. Yes, because from my childhood, since the age of 6, I have been passionate about ships. I was building ship models from an early age. I tried with aeroplanes, but ships were more fascinating. Most of the vessels were built out of wood. I would watch a movie, see a vessel and decide to build it. I started to make money with this actually. I sold the vessels I was building and got some pocket money out of it. I obviously was far too cheap and not very well informed about the market prices...
At the age of 20, I made a vessel that would be the trigger for me to study naval architecture. De facto, I am not an engineer; At school I majored in Art. An art teacher however discovered my talents and encouraged me to study naval architecture. The teacher gave me a special assignment: he gave me a drawing of a vessel and asked me to make the plans and a model of the vessel. I actually built the vessel out of one piece of wood.

The fascination with ships started when Juha was 6 years old. All models at the beginning were of seagoing vessels. Juha confessed that he didn't know at the time about inland vessels. He wouldn't have imagined working in the field of inland navigation. Today, Juha claims, inland vessels are his fascination. These are far more complex subjects than seagoing vessels he explains. They are working in an environment that is from a hydrodynamic point of view far more challenging: velocity, shallow waters, and a confined environment. These are all very challenging elements.
At the time of his studies, Juha wanted to build seagoing vessels, stay in a red wooden house close to a lake and go after work fishing on a lake. Instead, he is now in Austria, working on the development of inland vessels, not building them, living in a yellow house close to a vineyard and spending his time - when he can - in a wine tavern. He still has plans for the future: moving to Hawaii, designing yachts for rich vacationers, drinking cocktails and surfing. But it might get boring after a while...

You will now have to agree with me that the perks of international communication are numerous and that PROMINENT is definitely a project with a bright future.

About PROMINENT
A project funded from the Horizon 2020 programme, PROMINENT will address the key needs for technological development, as well as the barriers to innovation and greening in the European inland navigation sector. The project is thereby fully in line with the objectives of the European action programme NAIADES-II. PROMINENT is ultimately aimed at providing solutions which make inland navigation as competitive as road transport in terms of air pollutant emissions by 2020 and beyond. In parallel PROMINENT aims to further decrease the energy consumption and carbon footprint of IWT, an area where IWT has already a strong advantage compared to road transport.
More here: http://www.prominent-iwt.eu/

The author
Hélène Masliah-Gilkarov
is Deputy Head of Corporate Communications. Since 2005 with viadonau, Hélène is specialized in international project communication and dissemination. She is also deeply involved in the organization of international events and international cooperation and stakeholder management.
E-Mail: Helene.Gilkarov[at]viadonau.org  

]]>
International
news-535 Fri, 20 May 2016 09:32:38 +0200 B-Stelle Wallsee in neuem Glanz https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/b-stelle-wallsee-in-neuem-glanz Nachdem im Juli 2014 ein Kraftwerkskran in die Südseite der Befehlsstelle der Schleuse Wallsee gestoßen war, kam Anfang März 2016 der langerwartete Startschuss zu ihrer Sanierung. Innen wie außen runderneuert, mit neu aufgebauter Deckenkonstruktion, Außenverschalung, Fenstern und modernster Haustechnik soll die B-Stelle der bereits 1967 erbauten Schleuse schon ab Juni in neuem Glanz erstrahlen. Keine halben Sachen
Die Krankollision im Sommer 2014 hatte die Gebäudekonstruktion vor allem im Bereich der Dachkante und Fensterreihe an der Südseite der Befehlsstelle stark in Mitleidenschaft gezogen. Obwohl der Schleusenbetrieb weiterhin aufrechterhalten werden konnte, war bald klar: die ramponierte und zudem in die Jahre gekommene B-Stelle musste umfangreich saniert werden. Um das Gebäude möglichst nachhaltig zu erneuern und zugleich an die Anforderungen eines modernen Arbeitsplatzes anzupassen, wurde zunächst der gesamte obere Teil des B-Stellengebäudes abgerissen und schließlich Schritt für Schritt neu aufgebaut.

Bei günstigen Wetterbedingungen und top-ausgerüstet kamen die Arbeiter auf der außergewöhnlichen Baustelle über den imposanten Schleusenkammern schnell voran. Nach dem Abriss des Obergeschoßes konnten die Bauarbeiter bereits Ende März gut gesichert die Gebäudekonstruktion neu errichten. In der ersten Aprilwoche startete die Installation der Fensterreihe. Neben der vollständigen Renovierung des Hauptgebäudes widmet man sich vor allem auch dem Herz der B-Stelle. So werden die Haustechnik, die Lichttechnik, die EDV-Verkabelung sowie die Video- und Überwachungseinrichtungen des fast 50 Jahre alten Gebäudes runderneuert.

Eingehauste B-Stelle
Für den Neuaufbau der B-Stelle wurde gemeinsam angepackt. Zahlreiche Mitarbeiter der Schleusengruppe Mitte halfen tatkräftig mit und unterstützten die Baumaßnahmen mit dem Abbau der Inneneinrichtung. Die Bauaktivitäten fanden dabei im Vollbetrieb der Schleusenanlage statt – das hieß Arbeit unter erschwerten Bedingungen für alle Beteiligten. Damit sowohl der Aufbau der Gebäudekonstruktion als auch der Schleusenbetrieb trotzdem so ungestört wie möglich erfolgen konnten, wurde der Arbeitsplatz der B-Stelle eingehaust – ein provisorisches Holzhäuschen wurde vorübergehend die neue Heimat der Schleusenaufsicht. Aus Sicherheitsgründen regelten an einigen Tagen zwei anstatt einem Mitarbeiter den Schiffsverkehr an der Staustufe . Nach etwa dreieinhalb Wochen intensiver Bautätigkeit konnte das Provisorium bereits am 12. April wieder vollständig abgebaut werden.

Top-moderner Arbeitsplatz für die Schleusenaufsicht
Auf der B-Stelle sorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schleusenaufsicht in 12-Stundenschichten für einen sicheren Verkehr entlang der Donau. Das verlangt Konzentration und Routine und nicht zuletzt ein Arbeitsumfeld, das diese verantwortungsvolle Arbeit bestmöglich unterstützt. Daher stand bei den Sanierungsarbeiten in Wallsee die Gestaltung einer ergonomischen Arbeitsumgebung im Vordergrund. Automatische Beschattung, moderne Stühle und höhenverstellbare Tische gewährleisten bequemes und zugleich fokussiertes Arbeiten. Ebenso wird eine kleine Betriebsküche auf der modernisierten B- Stelle eingebaut – für optimale Bedingungen an einem Alleinarbeitsplatz mit hohen Anforderungen an Übersicht und Konzentrationsfähigkeit.

Josef Holzinger, Leiter der Schleusengruppe Mitte, koordiniert die Baumaßnahmen in Wallsee und ist von den raschen Baufortschritten begeistert. „Wir liegen gut in der Zeit – auch dank der großartigen Unterstützung unserer Mitarbeiter. Besonders positiv: trotz der extremen Arbeitsbedingungen gab es bisher keine Arbeitsunfälle. Die Baumaßnahmen können bald abgeschlossen werden – dann wird die Schleuse Wallsee über die modernste B-Stelle an der österreichischen Donau verfügen“, so Holzinger.

Die Baufortschritte in Bildern


Der Autor

Andreas Herkel ist seit 2014 bei viadonau als Content Manager in der Unternehmenskommunikation tätig.

]]>
Von der Strecke
news-534 Wed, 18 May 2016 09:33:05 +0200 Voneinander lernen: Deutschland und Österreich im Austausch https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/voneinander-lernen-deutschland-und-oesterreich-im-austausch Die Donau verbindet – nicht zuletzt die Wasserstraßenverwaltungen in Deutschland (WSV) und Österreich (viadonau). Themen zum Austausch gibt es viele: Wasserstraßeninstandhaltung, River Information Services und ökologischer Wasserbau sind nur einige. Das Ziel ist klar: Lernen von den Erfahrungen der Anderen und harmonisierte sowie kundenorientierte Dienstleistungen für die Schifffahrt anbieten. Letzte Woche besuchten viadonau und die österreichische Schifffahrtsaufsicht ihre Kollegen vom Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg in Passau, um sich zur Kennzeichnung der Wasserstraße mit Bojen, Taktfeuern und Tafelzeichen auszutauschen. Das Fahrwasser an der Deutschen Donau wird seit einigen Jahren mit Kunststoffbojen gekennzeichnet, Lichtzeichen zu Land und Wasser werden mit Solarstrom betrieben, zudem sind neue Arbeitsschiffe im Einsatz.  

Auch bei der Bau- und Schifffahrtsbesprechung vergangene Woche in Krems war ein Gast aus Deutschland anwesend. Rolf Diesler, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamts Regensburg, berichtete über den Stand der Umsetzung wasserbaulicher Eingriffe zur Verbesserung der Strecke zwischen Straubing und Vilshofen. Neben solch anlassbezogenem Fachaustausch besuchen immer wieder junge Techniker im Rahmen ihrer Ausbildung bei der Deutschen Wasserstraßenverwaltung die Österreichische Donau und nutzen die Gelegenheit, bei den 2-wöchigen „Jobrotations“ einen breiten Einblick in die Tätigkeiten und Lösungen von viadonau zu erhalten.

]]>
viadonau
news-533 Thu, 12 May 2016 14:51:57 +0200 Fischaufstiegshilfe in Nussdorf nimmt Form an https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/fischaufstiegshilfe-in-nussdorf-nimmt-form-an Eine Fischwanderhilfe mitten in der Stadt? Am Brigittenauer Sporn in Wien ist dies bald Realität. Nach dem Spatenstich im November 2015 herrscht auf der Baustelle reger Betrieb. Da bereits im Dezember erste Instandsetzungsarbeiten abgeschlossen werden konnten, wächst die Fischaufstiegshilfe in Nussdorf derzeit täglich, um spätestens Ende des Jahres den Fischen beim Wandern zu helfen. Wollen Schiffe eine Staustufe überwinden, lassen sie sich schleusen. Für viele Fließgewässertiere stellen Kraftwerksstaustufen jedoch ein schier unüberwindbares Hindernis dar. Störe etwa wollen  zum Laichen ins Süßwasser. Um zu ihren Laichgründen zu kommen, müssen sie die Donau stromaufwärts wandern. Aber auch zahlreiche andere im Wasser lebende Tiere und Organismen brauchen für ihren natürlichen Lebenszyklus andere Flussbereiche. Fischaufstiegshilfen oder auch Fischtreppen spielen daher sowohl für den Artenschutz als auch bei der Renaturierung verbauter Gewässer eine wichtige Rolle.  

Die besonderen Flussbauwerke begegnen uns in erstaunlicher Vielfalt – sich in engen Mäandern schlängelnd, raumeffizient im Zick-Zack-Verlauf den Höhenunterschied überwindend oder manchmal auch als schlichte bewässerte und mit Steinen ausgelegte Treppe, wie sogenannte „Raue Rampen“. Ihnen gemein ist der Zweck, den Gewässerlebewesen die Überwindung der baulichen Barriere schonend zu ermöglichen – mittlerweile spricht man daher nicht mehr nur von „Fischaufstiegshilfen“ sondern von „Organismenwanderhilfen“ – an der Donau zum Beispiel können die Bauwerke vom kleinen Flusskrebs bis hin zum großen Wels genutzt werden.

Fischaufstiegshilfe Nussdorf – wie ein künstlicher Pfad für die Natur entsteht
Seit November 2015 entsteht im Wiener Stadtgebiet am Donaukanal bei Nussdorf eine Fischaufstiegshilfe, die nicht nur aufgrund ihrer urbanen Lage im 20. Wiener Gemeindebezirk speziell ist. Sie weist auch besondere bauliche Details auf. So kombiniert die Fischaufstiegshilfe Nussdorf zwei Arten von Aufstiegshilfen: ein Betongerinne mit aneinander gereihten Becken („vertical slot“) im Unterwasser der Staustufe und ein offenes Gerinne mit naturnahen Böschungen im Oberwasser der Staustufe. Darüber hinaus wird sie die historische, im Jahr 1898 fertiggestellte Schemerlbrücke untertunneln – eine einzigartige Lösung.  

Der Betonkörper für diesen besonderen Durchlass unterhalb der Straße wurde bereits im Frühjahr 2016 fertiggestellt. Damit auch während der Bauarbeiten der Verkehr auf einer Fahrspur aufrechterhalten werden konnte, wurde eine entsprechende Ampelregelung gesetzt und die Fahrbahn vorübergehend verlegt.  

Aufgrund der besonderen Strömungsverhältnisse im Donaukanal mussten im Bereich des Dammfußes, also am Übergang vom Damm zum Gelände, grobkörniges und in Richtung der sogenannten Vorschüttungskrone, im oberen Dammbereich, abnehmendes Material (Kies) verdichtet eingebracht werden. Dabei galt es besonders darauf zu achten, das Abschwimmen von Material und dadurch entstehende Trübungen flussabwärts möglichst zu vermeiden. Anschließende Trübstoffmessungen der ökologischen Bauaufsicht ergaben: alles im grünen Bereich. Mit der Vorschüttung im Oberwasser-Einlaufbereich konnte so eine entscheidende flussbauliche Herausforderung gemeistert werden.  

Ende März war die sogenannte Bohrpfahlwand mit 43 ausgerüsteten, je 90 cm breiten Bohrpfählen fertiggestellt. Bohrpfahlwände dienen der Sicherung von Geländesprüngen und spielen im Dammbau eine wichtige Rolle. Mit der Fertigstellung der Pfahlwand konnten nun auch die Bodenplatten sowie die Seitenwände aufgebaut und betoniert werden – Kanal und Verlauf der künftigen Fischaufstiegshilfe haben damit endgültig ihre feste Form erhalten und sind nun schon gut zu erkennen.  

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Dezember 2016 abgeschlossen. Das historisch bedeutende Ensemble aus der Otto-Wagner-Ära ist dann um ein besonderes Bauwerk reicher.  

Wissen, worauf man baut
Gerade im Zuge von Bautätigkeiten werden neben alten Bau- und Siedlungsresten manchmal auch Sprengmittel aus Kriegszeiten entdeckt. So fanden auch im Vorfeld der Baumaßnahmen zur Fischaufstiegshilfe zunächst sogenannte Kampfmittelerkundungen bzw. -sondierungen von Bauflächen im Ober- und Unterwasserbereich statt. Dabei wurden einige bisher unbekannte Einbauten gefunden, wie eine Spundwand, die nach dem Wehrumbau im Jahr 1972 im Boden verblieben ist, aber auch Beton im Bereich der ehemaligen Sperrschifflände.

 

]]>
viadonau Umwelt
news-531 Mon, 09 May 2016 13:54:03 +0200 Abfallentsorgung in der Binnenschifffahrt https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/abfallentsorgung-in-der-binnenschifffahrt Schiffsabfallwirtschaft – ein Wort, das Rätsel aufgibt. Was steckt dahinter? Geht es hier um Recycling oder die Abwrackung von Schiffen? Durchaus denkbar, aber wir bei viadonau befassen uns vor allem mit der Vielfalt an Abfällen, die an Bord von Binnenschiffen entstehen und wie sie am besten entsorgt werden können. Kaum zu glauben, aber auf einem Binnenschiff entstehen auf relativ kleinem Raum unterschiedlichste Abfälle. Manche können eine unmittelbare Gefahr für Umwelt und Gesundheit sein. Um sowohl Menschen als auch das Flussökosystem nicht zu gefährden, muss daher gerade hier auf sachgemäße Entsorgung geachtet werden.

Ein Potpourri an Abfallarten
Abfälle entstehen durch den Betrieb des Schiffes (vor allem öl- und fetthaltige Abfälle durch Motoren), im Haushaltsbereich oder werden durch die Ladung verursacht. Bei einem Teil der Abfälle handelt es sich um gefährliche Abfälle, wie zum Beispiel  Überreste von Farben und Lacken, die durch Erhaltungsarbeiten wie Streichen entstehen, aber auch Motoröle oder ölige Lappen. Neben flüssigen und festen Abfällen gibt es auch Gasemissionen durch die Schiffsmotoren oder den Transport bestimmter Güter. Je nachdem, ob es sich um ein Güter- oder Passagierschiff handelt, unterscheiden sich die erzeugten Abfallmengen und -arten. Passagierschiffe etwa sind durchaus mit Hotelbetrieben vergleichbar: sowohl Hausmüll- als auch Abwasseraufkommen sind aufgrund der größeren Personenanzahl an Bord wesentlich höher als auf Güterschiffen.

Eine ganz spezielle Abfallart, die ausschließlich auf Schiffen zu finden ist, ist das sogenannte Bilgenwasser. Dabei handelt es sich um ein Wasser-Ölgemisch, das an Bord von Schiffen mit Verbrennungsmotoren entsteht, der Ölgehalt beträgt üblicherweise zwischen 5 und 15 Prozent. Wasser dringt in den Maschinenraum ein (Undichtheiten der Antriebswelle, Wasch- oder Regenwasser vom Deck, Kondenswasser) und vermischt sich dort mit Ölen. Danach sammelt sich das Öl-Wassergemisch in der sogenannten Bilge – der Raum zwischen dem begehbaren Maschinenraum und dem Schiffsboden und gleichzeitig der tiefste Punkt des Schiffes. Die Menge des entstehenden Bilgenwassers hängt vom Alter, von der Ausrüstung und Bauart des Schiffes sowie vom Wartungszustand und der notwendigen Maschinenleistung ab, welche wiederum von anderen Faktoren (Berg- oder Talfahrt, volle Ladung oder Leerfahrt etc.) beeinflusst wird. Auf neuen oder nachgerüsteten Schiffen mit funktionsfähigen Dichtungen und guter Wartung fallen geringere Mengen an Bilgenwasser an.

Infoclip zur Entstehung von Bilgenwasser

Richtige Entsorgung und fachgerechter Umgang
Obwohl die Binnenschifffahrt ein umweltfreundlicher und zukunftsträchtiger Verkehrsträger ist, müssen die im Betrieb von Schiffen anfallenden Abfälle fachgerecht und gesetzeskonform entsorgt werden. Denn illegale oder unsachgemäße Entsorgungen verschmutzen wertvolle Ökosysteme und gefährden Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen. Die Belastung des Flusses durch Abfall bleibt für die Tierwelt nicht ohne Folgen. Land- sowie Wasserlebewesen, wie zum Beispiel Fische und Vögel, halten angeschwemmten oder treibenden Abfall für Nahrung und verschlucken diesen. Die Tiere sterben schließlich qualvoll an der vermeintlichen Nahrung oder durch äußerliche mechanische Verletzungen. Aber auch für Menschen kann es zu negativen Auswirkungen kommen: So können beispielsweise Plastikpartikel in die Nahrungskette gelangen, nachdem sie vom späteren Speisefisch gefressen wurden. Daher ist der beste Abfall jener, der erst gar nicht entsteht und vorab vermieden wird. Dadurch wird die Umwelt geschont und wichtige Lebensressourcen des Menschen werden vor Verschmutzung bewahrt. Wichtige Voraussetzung für die fachgerechte Entsorgung ist die entsprechende Infrastruktur.

Abfallsammlung Schleusen
Für die Güterschifffahrt bietet viadonau an drei Schleusen (Greifenstein, Persenbeug, Abwinden) kostenlose Abfallsammelstellen für hausmüllähnliche Abfälle. Fachkundiges Personal steht vor Ort für Fragen zur Verfügung und regelt das Abfallmanagement. Im Jahr 2015 konnten 21 Tonnen Schiffsabfälle ordnungsgemäß gesammelt und einem zertifizierten Entsorger übergeben werden.

Entsorgungsinfrastruktur
Neben den Sammelstellen an den Schleusen in Österreich stehen der Binnenschifffahrt noch weitere Entsorgungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Systeme zur Entsorgung im Donauraum sind dabei aber durchwegs vielfältig. Während in Deutschland und Rumänien moderne Sammelboote zum Einsatz kommen, die bereits während der Fahrt Entsorgungen vornehmen können, werden in Österreich und der Slowakei hauptsächlich Saugwagensysteme eingesetzt. Saugwägen kommen oft in Kombination mit anderen Sammelsystemen zur Anwendung. Mittels Saugschlauch wird das Bilgenwasser oder Altöl vom Schiff abgepumpt und an eine landseitige Behandlungsanlage übergeben. Spezielle Saugwägen können auch häusliches Abwasser und Klärschlamm übernehmen; für andere Abfallarten wie Filter, Batterien etc. müssen Spezialfahrzeuge verwendet werden. Neben den bereits erwähnten Möglichkeiten gibt es auch noch stationäre Sammelstellen. Diese sind meist auf einem Ponton installiert. Neben Saugsystemen für flüssige Abfallarten (Bilgenwasser, Abwasser) verfügen stationäre Anlagen meist auch über entsprechende Container zur Sammlung fester Abfälle (Restmüll, ölhaltige feste Betriebsmittel). Darüber hinaus stehen teilweise Behandlungsanlagen zur Verfügung, welche direkt an ein Kanalsystem angeschlossen sind.

Internationale Schiffsabfallwirtschaft
Die Binnenschifffahrt ist ein internationaler Wirtschaftsbereich und grenzübergreifend tätig. Aufgrund des internationalen Charakters der Donau, die 10 Länder durchfließt, findet man viele verschiedene Infrastruktur-, Behandlungs- und Finanzierungssysteme im Donauraum, die eine Abgabe von Schiffsabfällen nicht immer erleichtern.

Während in Österreich alle Schiffe, egal welcher Herkunft, Abfälle abgeben können, ist dies etwa in der Slowakei nicht möglich. Die Müllabgabe ausländischer Schiffe ist dort aus rechtlicher Sicht nicht erlaubt, da dies als Abfallimport angesehen wird. In der Slowakei dürfen also nur inländische Schiffe ihre Abfälle entsorgen. In Rumänien kommen wiederum – aufgrund der Verbindung zum Schwarzen Meer – neben den Regelungen für Binnenschiffe auch jene für Hochseeschiffe zum Tragen, die den Fluss im Donaudelta passieren.

International harmonisierte Lösungen wären daher wünschenswert. In den vergangen Jahren haben sich die beiden EU-kofinanzierten Projekte WANDA (WAste management for inland NAvigation on the DAnube) und CO-WANDA (COnvention for WAste management for inland NAvigation on the DAnube) eingehend mit der Thematik der internationalen Schiffsabfallwirtschaft im Donauraum befasst. Wichtige Ergebnisse der Projekte waren unter anderem das Webinterface des Elektronischen Vignettensystems und die Internationale Konvention zur Regelung der Schiffsabfälle im Donauraum, die eine gute Basis für die Harmonisierung der Schiffsabfallwirtschaft entlang der Donau bilden kann.

Wer mehr über die interessante Materie der Schiffsabfallwirtschaft lernen möchte, dem stehen die beiden Lernmodule auf der Ines Danube Plattform zur Verfügung.


Die Autorin
Julia Kneifel ist als Projektmanagerin im Team Wissensmanagement bei viadonau tätig. Neben der Koordination des Integrierten Managementsystems sowie des Umweltmanagements widmet sie sich umfassend der Entwicklung und Umsetzung von Projekten zur Verbesserung der Umweltperformance der Schifffahrt - so auch in Projekten zur international harmonisierten Entsorgung von Schiffsabfällen.

]]>
Gut zu wissen
news-530 Fri, 29 Apr 2016 18:38:40 +0200 Ahoi, Töchtertag 2016! https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/ahoi-toechtertag-2016 Am 28. April öffnete viadonau anlässlich des Töchtertages der Stadt Wien bzw. Girls Day des Bundes wieder die Türen für interessierte Mädchen. Im atmosphärischen Laderaum an Bord des MS Negrelli am Brigittenauer Sporn erfuhren die Besucherinnen spannende Einblicke in die vielfältigen Berufsbilder eines modernen Infrastrukturunternehmens. Die Mitarbeiterinnen von viadonau standen auch heuer wieder bereit, ihre Erfahrungen und Eindrücke zu ihrer beruflichen Tätigkeit an die nächste Generation zu vermitteln. Was machen Juristinnen bei viadonau? Was bedeutet Compliance und was tut eigentlich eine Stromvermessungstechnikerin? Bei einem Besuch in der B-Stelle der Schleuse Nussdorf erlebten die Mädchen hautnah die Arbeit der Schleusenaufsicht und durften die Schleusung eines Schiffes mitverfolgen. Vielleicht sah sich die eine oder andere unter den 13 jungen Besucherinnen in einigen Jahren schon an Bord eines Messschiffes oder als die nächste Schleusenaufsicht auf eine der eindrucksvollen Befehlsstellen entlang der Donau.

]]>
viadonau
news-529 Tue, 26 Apr 2016 17:43:53 +0200 Sumpfschildkröten erfolgreich geschlüpft https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/sumpfschildkroeten-erfolgreich-geschluepft Weibliche Sumpfschildkröten legen ihre Eier ausgerechnet im Hochwasserschutzdamm in den Donau-Auen östlich Wien ab. Sie scharren Bruthöhlen in den Oberboden und legen dort 8-15 Eier ab. Ausgebrütet werden sie, genau wie die bekannten Meeresschildkröten, von der Sonne. Einige Besonderheiten gibt es da auch: so schlüpfen bei höheren Temperaturen deutlich mehr weibliche Tiere, ist die Brutsaison kühler, sind es mehr Männchen. Und apropos Schlüpfen: die Eischalen verlassen die Jungtiere bereits im Herbst, aber nur ca. 10% der Jungtiere machen sich dann sofort auf den Weg zum nächstgelegenen Gewässer. Die restlichen 90% warten fast ein halbes Jahr als Jungtiere in der Bruthöhle darauf, dass sie die warme Frühjahrsonne aus den Nestern kitzelt. Mit Mitte April sind die Sumpfschildkrötenbabys in den umgebenden Augewässern angekommen, wo sie – nach der langen Fastenzeit in der Bruthöhle – gleich mal beginnen, sich den Bauch vollzuschlagen. Die Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) ist ein heimisches Wildtier. Sie ist die einzige Schildkröte Mittel- und Nordeuropas und das Vorkommen in den Donau-Auen östlich Wien ist wirklich wichtig für das vom Aussterben bedrohte Tier. Denn hier im größten zusammenhängenden Auwald Mitteleuropas kann eine stabile und fortpflanzungsfähige Population mit geschätzten 1000-1500 Tieren ungestört und unterstützt durch Artenschutzmaßnahmen leben. Die meiste Zeit des Jahres verbringen Sumpfschildkröten in den warmen Augewässern, wo sie sich von Schnecken, Krebstieren und Insektenlarven, und sogar von Kaulquappen ernähren. Als Beilage darf es auch einmal pflanzliche Kost sein, wie Algen oder Wasserlinsen. In ihrem Gewässerlebensraum kann man sie gut beobachten, wenn sie sich auf einem toten Baumstamm sonnen. Allerdings sind sie dabei so unbeweglich, dass sie recht schwer zu entdecken sind. Wer allzu plötzlich ans Ufer tritt, nimmt nur noch wahr, wie sie ins Wasser platschen und davon tauchen.  

Mit Mitte Mai beginnt für die Weibchen die sehr anstrengende Brutsaison, die bis in den Sommer hinein dauert. In den Abendstunden und nachts wandern die Weibchen aus den nahegelegenen Augewässern zumeist zum Hochwasserschutzdamm, wo sie grabbares Substrat und trocken-warme Bodenverhältnisse vorfinden. Mit ihren bekrallten Hinterbeinen schaffen sie es, eine 10-12cm tiefe Bruthöhle zu scharren. Damit das Graben leichter fällt, nehmen sie Wasser in einer Körperhöhle mit, das sie über der zukünftigen Bruthöhle entleeren. Die ganze Prozedur der an Land eher behäbigen Tiere dauert und ist störungsanfällig, ein Neustart nach Störung ist kurzfristig praktisch unmöglich. Da die Eier nur von der Sonne ausgebrütet werden, ist es nicht verwunderlich, dass die Südseite des Damms stark bevorzugt wird. Im Herbst schlüpfen die 2-Euro-Münzen großen Schildkrötenbabys aus den Eiern, die meisten verbleiben aber bis ins Frühjahr in der Bruthöhle.  

Da Füchse die Nester besonders gut erschnüffeln, läuft seit 1997 ein Artenschutzprogramm über den Nationalpark Donau-Auen. Weibchen werden bei der Eiablage beobachtet und ihre Nester sofort mit einem Gitter geschützt. Wer sich ein genaueres Bild über den Ablauf dieser Artenschutzmaßnahmen machen möchte, bitte hier klicken.  

viadonau (bzw. DHK) planen die Hochwasserschutzdämme im Gebiet in den kommenden Jahren zu sanieren. Da die Verantwortung für die Sumpfschildkröte besonders groß ist, arbeiten wir bereits seit Planungsbeginn mit der Sumpfschildkrötenexpertin des Nationalparks Donau-Auen zusammen. Aufgrund der von uns beauftragten Kartierungen konnten im besonders guten Schildkrötenjahr 2015 rund 200 Gelege außerhalb der bekannten und seit Jahren untersuchten Bereiche verortet werden.  

Und auch die Planung der baubegleitenden Sumpfschildkröten-Maßnahmen erfolgte durch die Sumpfschildkrötenexpertin. Damit die Population nicht zu schaden kommt, wird es einen richtigen Maßnahmenmix an Erhaltungsmaßnahmen geben: Bauzeitbeschränkungen während die Gelege im Damm sind, Evakuieren von Jungtieren in die nahegelegenen Augewässer, Umleitungen für Baufahrzeuge während der Wanderung der Weibchen zum Brutplatz, Zäune ähnlich den bekannten Amphibienzäunen für Jungtiere, und in seltenen Fällen Erbrüten von Eiern in Brutkästen. Die genau Dokumentation des Brutgeschehens in der Saison vor Baustart ist dafür Voraussetzung. Ein Kernstück ist natürlich die Wiederherstellung der Nistplatzsituation nach Sanierung des Damms, das Oberbodenmaterial der Nistplätze wird gesondert gelagert und wieder eingebaut. Als positiven Nebeneffekt werden auch Daten über die Substrateigenschaften des Nistplatzes gesammelt - das wird völlig neue Erkenntnisse zur Nistplatzwahl liefern.


Die Autorin
Barbara Becker ist seit 2005 bei viadonau. Neben zahlreichen weiteren Aufgaben widmet sich die Umweltexpertin vor allem dem ökologischen Naturraum-Management sowie der Vorbereitung und Umsetzung von Renaturierungsprojekten.
E-Mail: Barbara.Becker[at]viadonau.org 

]]>
Donaunatur
news-677 Tue, 26 Apr 2016 15:55:00 +0200 Neue Meldung - alles OK https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/neue-meldung-alles-ok Weibliche Sumpfschildkröten legen ihre Eier ausgerechnet im Hochwasserschutzdamm in den Donau-Auen östlich Wien ab. Sie scharren Bruthöhlen in den Oberboden und legen dort 8-15 Eier ab. Ausgebrütet werden sie, genau wie die bekannten Meeresschildkröten, von der Sonne. Einige Besonderheiten gibt es da auch: so schlüpfen bei höheren Temperaturen deutlich mehr weibliche Tiere, ist die Brutsaison kühler, sind es mehr Männchen. Und apropos Schlüpfen: die Eischalen verlassen die Jungtiere bereits im Herbst, aber nur ca. 10% der Jungtiere machen sich dann sofort auf den Weg zum nächstgelegenen Gewässer. Die restlichen 90% warten fast ein halbes Jahr als Jungtiere in der Bruthöhle darauf, dass sie die warme Frühjahrsonne aus den Nestern kitzelt. Mit Mitte April sind die Sumpfschildkrötenbabys in den umgebenden Augewässern angekommen, wo sie – nach der langen Fastenzeit in der Bruthöhle – gleich mal beginnen, sich den Bauch vollzuschlagen. Die Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) ist ein heimisches Wildtier. Sie ist die einzige Schildkröte Mittel- und Nordeuropas und das Vorkommen in den Donau-Auen östlich Wien ist wirklich wichtig für das vom Aussterben bedrohte Tier. Denn hier im größten zusammenhängenden Auwald Mitteleuropas kann eine stabile und fortpflanzungsfähige Population mit geschätzten 1000-1500 Tieren ungestört und unterstützt durch Artenschutzmaßnahmen leben. Die meiste Zeit des Jahres verbringen Sumpfschildkröten in den warmen Augewässern, wo sie sich von Schnecken, Krebstieren und Insektenlarven, und sogar von Kaulquappen ernähren. Als Beilage darf es auch einmal pflanzliche Kost sein, wie Algen oder Wasserlinsen. In ihrem Gewässerlebensraum kann man sie gut beobachten, wenn sie sich auf einem toten Baumstamm sonnen. Allerdings sind sie dabei so unbeweglich, dass sie recht schwer zu entdecken sind. Wer allzu plötzlich ans Ufer tritt, nimmt nur noch wahr, wie sie ins Wasser platschen und davon tauchen.  

Mit Mitte Mai beginnt für die Weibchen die sehr anstrengende Brutsaison, die bis in den Sommer hinein dauert. In den Abendstunden und nachts wandern die Weibchen aus den nahegelegenen Augewässern zumeist zum Hochwasserschutzdamm, wo sie grabbares Substrat und trocken-warme Bodenverhältnisse vorfinden. Mit ihren bekrallten Hinterbeinen schaffen sie es, eine 10-12cm tiefe Bruthöhle zu scharren. Damit das Graben leichter fällt, nehmen sie Wasser in einer Körperhöhle mit, das sie über der zukünftigen Bruthöhle entleeren. Die ganze Prozedur der an Land eher behäbigen Tiere dauert und ist störungsanfällig, ein Neustart nach Störung ist kurzfristig praktisch unmöglich. Da die Eier nur von der Sonne ausgebrütet werden, ist es nicht verwunderlich, dass die Südseite des Damms stark bevorzugt wird. Im Herbst schlüpfen die 2-Euro-Münzen großen Schildkrötenbabys aus den Eiern, die meisten verbleiben aber bis ins Frühjahr in der Bruthöhle.  

Da Füchse die Nester besonders gut erschnüffeln, läuft seit 1997 ein Artenschutzprogramm über den Nationalpark Donau-Auen. Weibchen werden bei der Eiablage beobachtet und ihre Nester sofort mit einem Gitter geschützt. Wer sich ein genaueres Bild über den Ablauf dieser Artenschutzmaßnahmen machen möchte, bitte hier klicken.  

viadonau (bzw. DHK) planen die Hochwasserschutzdämme im Gebiet in den kommenden Jahren zu sanieren. Da die Verantwortung für die Sumpfschildkröte besonders groß ist, arbeiten wir bereits seit Planungsbeginn mit der Sumpfschildkrötenexpertin des Nationalparks Donau-Auen zusammen. Aufgrund der von uns beauftragten Kartierungen konnten im besonders guten Schildkrötenjahr 2015 rund 200 Gelege außerhalb der bekannten und seit Jahren untersuchten Bereiche verortet werden.  

Und auch die Planung der baubegleitenden Sumpfschildkröten-Maßnahmen erfolgte durch die Sumpfschildkrötenexpertin. Damit die Population nicht zu schaden kommt, wird es einen richtigen Maßnahmenmix an Erhaltungsmaßnahmen geben: Bauzeitbeschränkungen während die Gelege im Damm sind, Evakuieren von Jungtieren in die nahegelegenen Augewässer, Umleitungen für Baufahrzeuge während der Wanderung der Weibchen zum Brutplatz, Zäune ähnlich den bekannten Amphibienzäunen für Jungtiere, und in seltenen Fällen Erbrüten von Eiern in Brutkästen. Die genau Dokumentation des Brutgeschehens in der Saison vor Baustart ist dafür Voraussetzung. Ein Kernstück ist natürlich die Wiederherstellung der Nistplatzsituation nach Sanierung des Damms, das Oberbodenmaterial der Nistplätze wird gesondert gelagert und wieder eingebaut. Als positiven Nebeneffekt werden auch Daten über die Substrateigenschaften des Nistplatzes gesammelt - das wird völlig neue Erkenntnisse zur Nistplatzwahl liefern.


Die Autorin
Barbara Becker ist seit 2005 bei viadonau. Neben zahlreichen weiteren Aufgaben widmet sich die Umweltexpertin vor allem dem ökologischen Naturraum-Management sowie der Vorbereitung und Umsetzung von Renaturierungsprojekten.
E-Mail: Barbara.Becker[at]viadonau.org 

]]>
Ok
news-678 Tue, 26 Apr 2016 15:50:00 +0200 Information 1 https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/information-1 Sollten Sie in den nächsten Wochen entlang der Donau unterwegs sein, kann es leicht sein, dass sie unserem sogenannten „Erfassungsmobil“ begegnen! Die jährliche GPS-unterstützte Zustandserfassung unserer Treppelwege, die zum Großteil auch Radwege sind, hilft uns nicht nur notwendigen Sanierungsbedarf zu erkennen. Dabei werden auch gefährliche Stellen schnell ausgemacht und entschärft. In der Zeit vor der Dampfschifffahrt waren Flussfahrten stromaufwärts eine besondere Herausforderung und daher Treppelwege von großer Bedeutung für den Schiffsverkehr. Denn auf ihnen konnten Menschen und Zugtiere direkt am Ufer entlang hölzerne Frachtschiffe flussaufwärts ziehen – daher auch der Begriff „treppeln“.  

viadonau verwaltet mehr als 500 km Treppelwege. Heute dienen die langen Uferwege in Österreich weiterhin vorrangig der Schifffahrt als Versorgungswege aber auch als Zufahrtsmöglichkeit für Einsatzkräfte. Darüber hinaus verläuft über gut die Hälfte der Treppelwege der für den Tourismus enorm wichtige Donauradweg. An den Zählstellen entlang der Donau werden jährlich etwa 2 Millionen Radfahrerinnen und Radfahrer registriert.  

Mit der Durchführung des softwareunterstützten Erhaltungsmanagements trägt viadonau seinen Teil zur Verbesserung der Sicherheit und Qualität des Donauradweges in Österreich bei.


Der Autor
Christoph Konzel ist bei viadonau im Bereich Oberes Donautal als Projektmanager im Team Wasserstraßen-Management in der Abteilung Erhaltung tätig und widmet sich insbesondere Instandhaltungsaufgaben, wie Treppelwegsanierungen und Erhaltungsbaggerungen.

]]>
Information
news-680 Mon, 25 Apr 2016 16:50:00 +0200 Warnung 2 https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/warnung-2 Sollten Sie in den nächsten Wochen entlang der Donau unterwegs sein, kann es leicht sein, dass sie unserem sogenannten „Erfassungsmobil“ begegnen! Die jährliche GPS-unterstützte Zustandserfassung unserer Treppelwege, die zum Großteil auch Radwege sind, hilft uns nicht nur notwendigen Sanierungsbedarf zu erkennen. Dabei werden auch gefährliche Stellen schnell ausgemacht und entschärft. In der Zeit vor der Dampfschifffahrt waren Flussfahrten stromaufwärts eine besondere Herausforderung und daher Treppelwege von großer Bedeutung für den Schiffsverkehr. Denn auf ihnen konnten Menschen und Zugtiere direkt am Ufer entlang hölzerne Frachtschiffe flussaufwärts ziehen – daher auch der Begriff „treppeln“.  

viadonau verwaltet mehr als 500 km Treppelwege. Heute dienen die langen Uferwege in Österreich weiterhin vorrangig der Schifffahrt als Versorgungswege aber auch als Zufahrtsmöglichkeit für Einsatzkräfte. Darüber hinaus verläuft über gut die Hälfte der Treppelwege der für den Tourismus enorm wichtige Donauradweg. An den Zählstellen entlang der Donau werden jährlich etwa 2 Millionen Radfahrerinnen und Radfahrer registriert.  

Mit der Durchführung des softwareunterstützten Erhaltungsmanagements trägt viadonau seinen Teil zur Verbesserung der Sicherheit und Qualität des Donauradweges in Österreich bei.


Der Autor
Christoph Konzel ist bei viadonau im Bereich Oberes Donautal als Projektmanager im Team Wasserstraßen-Management in der Abteilung Erhaltung tätig und widmet sich insbesondere Instandhaltungsaufgaben, wie Treppelwegsanierungen und Erhaltungsbaggerungen.

]]>
Warnung
news-679 Mon, 25 Apr 2016 15:50:00 +0200 Warnung 1 https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/warnung-1 Sollten Sie in den nächsten Wochen entlang der Donau unterwegs sein, kann es leicht sein, dass sie unserem sogenannten „Erfassungsmobil“ begegnen! Die jährliche GPS-unterstützte Zustandserfassung unserer Treppelwege, die zum Großteil auch Radwege sind, hilft uns nicht nur notwendigen Sanierungsbedarf zu erkennen. Dabei werden auch gefährliche Stellen schnell ausgemacht und entschärft. In der Zeit vor der Dampfschifffahrt waren Flussfahrten stromaufwärts eine besondere Herausforderung und daher Treppelwege von großer Bedeutung für den Schiffsverkehr. Denn auf ihnen konnten Menschen und Zugtiere direkt am Ufer entlang hölzerne Frachtschiffe flussaufwärts ziehen – daher auch der Begriff „treppeln“.  

viadonau verwaltet mehr als 500 km Treppelwege. Heute dienen die langen Uferwege in Österreich weiterhin vorrangig der Schifffahrt als Versorgungswege aber auch als Zufahrtsmöglichkeit für Einsatzkräfte. Darüber hinaus verläuft über gut die Hälfte der Treppelwege der für den Tourismus enorm wichtige Donauradweg. An den Zählstellen entlang der Donau werden jährlich etwa 2 Millionen Radfahrerinnen und Radfahrer registriert.  

Mit der Durchführung des softwareunterstützten Erhaltungsmanagements trägt viadonau seinen Teil zur Verbesserung der Sicherheit und Qualität des Donauradweges in Österreich bei.


Der Autor
Christoph Konzel ist bei viadonau im Bereich Oberes Donautal als Projektmanager im Team Wasserstraßen-Management in der Abteilung Erhaltung tätig und widmet sich insbesondere Instandhaltungsaufgaben, wie Treppelwegsanierungen und Erhaltungsbaggerungen.

]]>
Warnung
news-527 Mon, 25 Apr 2016 10:35:18 +0200 Eine Halbe Meile für die Wissenschaft – viadonau-Naufahrtboot zu Gast bei der langen Nacht der Forschung https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/eine-halbe-meile-fuer-die-wissenschaft-viadonau-naufahrtboot-zu-gast-bei-der-langen-nacht-der-forschung Naufahrt, Flusssohle, Multibeam? Wer sich nicht zum erlesenen Kreis der Stromvermessungsexpertinnen und -experten zählen darf, mag bei solchen Begriffen stutzen. Hydrographie oder Gewässervermessung ist ein komplexer Fachbereich bei viadonau – seine praktische Anwendung verlangt viel Know-how und Erfahrung. Die Lange Nacht der Forschung am 22. April bot die ideale Gelegenheit, Interessierten an Bord des neuen viadonau-Naufahrtbootes „Halbe Meile“ mit spannenden Einblicken in die moderne Vermessungstechnik die verborgenen Seiten der Donau nahe zu bringen. Sehen durch Schall. Die Halbe Meile ist ein wachsames Auge an der Donau. In ihrer Mission, den Fluss nach für die Schifffahrt gefährlichen Seichtstellen abzusuchen, wirft das wendige Boot einen genauen Blick auf die Stromsohle. Dabei durchleuchtet es die Donau nicht optisch sondern akustisch. Mithilfe einer sogenannten Singlebeam-Anlage werden hochfrequente Schallwellen entsendet, die vom Donaugrund zurückgeworfen werden. Das Ergebnis solcher Messungen wird von einem Computer an Bord schließlich sichtbar gemacht und zeigt farblich getrennt die Unebenheiten der Stromsohle. Wird eine mögliche Gefahrenstelle entdeckt, kommen die Messboote von viadonau zum Einsatz, die mit einer noch präziseren Echolot-Vorrichtung, dem sogenannten Multibeam, sogar 3D-Bilder vom Flussbett erstellen können – auch von Objekten, die man dort kaum vermuten würde.

Auto, Fels oder sogar ein Panzer? Bei der Langen Nacht der Forschung erfuhren Interessierte an Bord der Halben Meile am Wiener Donaukanal nicht nur Faszinierendes über moderne Vermessungstechnik, auch die Vorstellungskraft der mehr als 200 Besucherinnen und Besucher war gefordert. Welche Objekte verbergen sich hinter den farbenreichen Echolot-Bildern? Obwohl Aufnahmen des modernen Multibeams oft erstaunliche Details zeigen – gar nicht so leicht. Mit kleinen Tipps des viadonau-Vermessungsexperten Walter Held kam die Erkenntnis meist auf den zweiten Blick. Fazit: Lehrreiches Ratevergnügen mit vielen Aha-Momenten.

Die Lange Nacht der Forschung
Das bundesweit größte Event für Wissenschaft und Forschung wird alle zwei Jahre vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung veranstaltet und widmet sich im Rahmen eines vielfältigen Programms aktuellen Themen aus der Forschung, die uns auch im Alltag begegnen können. Dabei wird ein lebendiger Austausch zwischen Fachleuten und dem interessierten Publikum über aktuelle Forschungsergebnisse, spannende Entwicklungen und neueste Technologien angeregt. Mit Einblicken in attraktive Betätigungsfelder erreicht die Lange Nacht der Forschung auch junge Menschen und präsentiert dabei lohnende Zukunftsperspektiven für Nachwuchskräfte.

]]>
viadonau
news-528 Wed, 20 Apr 2016 17:28:00 +0200 Erster BPM-Club in Österreich ein voller Erfolg! https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/erster-bpm-club-in-oesterreich-ein-voller-erfolg Von der treffsicheren Prozessgestaltung zum erfolgreichen Prozessmanagement – insgesamt 30 Expertinnen und Experten aus den Bereichen Prozessmanagement, Organisationsentwicklung und Unternehmensführung kamen am 18. April auf Einladung von viadonau zum Erfahrungsaustausch ans Wiener Donauufer. An Bord des Negrelli nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Netzwerken und diskutierten über aktuelle Entwicklungen und Innovationen in Sachen Prozessmanagement. Organisator Sven Schnägelberger, Geschäftsführer der BPM&O, eröffnete das erste Netzwerktreffen in Österreich und berichtete von der Entwicklung der BPM-Clubs. Dieser fördert den Erfahrungsaustausch rund um Prozessmanagement, Prozessoptimierung, Organisationsentwicklung und prozessorientierte Unternehmensführung. BPM hat auch das branchenübergreifende Reifegradmodell eden entwickelt. Mit eden erhält ein Unternehmen eine ganzheitliche Betrachtung über den Fortschritt des Prozessmanagementsystems sowie der Prozesse und zeigt positive Entwicklungstrends und Stärken ebenso wie noch vorhandene Entwicklungspotenziale auf.

Nachdem Gastgeber viadonau Einblicke in Einführung und Weiterentwicklung des Prozessmanagements im Unternehmen gegeben hatte, fand eine angeregte Diskussion zu den Themen Wirkungsorientierung und Erfahrungen mit dem Reifegradmodell eden statt. Die Ausstellung „donau on tour“ am Schiff „MS Negrelli“ und eine Rundfahrt entlang der Donau boten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern hautnahe Eindrücke von der spannenden Welt der Wasserstraße und dem Lebensraum Donau und rundeten den entspannten Abend im stimmungsvollen Schifffahrtsambiente ab.

Über den BPM-Club:
Der „BPM-Club“ ist mit über 9.000 Mitgliedern die größte und aktivste Prozessmanagement-Community im deutschsprachigen Raum. Die Community fördert den Erfahrungsaustausch rund um die Themen Prozessmanagement, Organisationsentwicklung und prozessorientierte Unternehmensführung. In den regelmäßig veranstalteten BPM-Club-Treffen in D-A-CH, werden neben dem fachlichen Austausch auch das Networking großgeschrieben. Der BPM-Club ist "Offizielle XING Ambassador-Gruppe" und nimmt damit am XING-Programm für Branchen-Networking teil.

]]>
viadonau
news-526 Wed, 20 Apr 2016 15:39:15 +0200 Jährliche Zustandserfassung für sichere Treppelwege https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/jaehrliche-zustandserfassung-fuer-sichere-treppelwege Sollten Sie in den nächsten Wochen entlang der Donau unterwegs sein, kann es leicht sein, dass sie unserem sogenannten „Erfassungsmobil“ begegnen! Die jährliche GPS-unterstützte Zustandserfassung unserer Treppelwege, die zum Großteil auch Radwege sind, hilft uns nicht nur notwendigen Sanierungsbedarf zu erkennen. Dabei werden auch gefährliche Stellen schnell ausgemacht und entschärft. In der Zeit vor der Dampfschifffahrt waren Flussfahrten stromaufwärts eine besondere Herausforderung und daher Treppelwege von großer Bedeutung für den Schiffsverkehr. Denn auf ihnen konnten Menschen und Zugtiere direkt am Ufer entlang hölzerne Frachtschiffe flussaufwärts ziehen – daher auch der Begriff „treppeln“.  

viadonau verwaltet mehr als 500 km Treppelwege. Heute dienen die langen Uferwege in Österreich weiterhin vorrangig der Schifffahrt als Versorgungswege aber auch als Zufahrtsmöglichkeit für Einsatzkräfte. Darüber hinaus verläuft über gut die Hälfte der Treppelwege der für den Tourismus enorm wichtige Donauradweg. An den Zählstellen entlang der Donau werden jährlich etwa 2 Millionen Radfahrerinnen und Radfahrer registriert.  

Mit der Durchführung des softwareunterstützten Erhaltungsmanagements trägt viadonau seinen Teil zur Verbesserung der Sicherheit und Qualität des Donauradweges in Österreich bei.


Der Autor
Christoph Konzel ist bei viadonau im Bereich Oberes Donautal als Projektmanager im Team Wasserstraßen-Management in der Abteilung Erhaltung tätig und widmet sich insbesondere Instandhaltungsaufgaben, wie Treppelwegsanierungen und Erhaltungsbaggerungen.

]]>
Im Fluss
news-525 Mon, 18 Apr 2016 15:02:20 +0200 Minister Klug und Schauspielerin Klebow taufen viadonau-Schiff – viadonau ermittelt ab sofort mit der „Halben Meile“ https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/minister-klug-und-schauspielerin-klebow-taufen-viadonau-schiff-viadonau-ermittelt-ab-sofort-mit-der-halben-meile Moderne Ermittlungstechnik an der Donau. Im Beisein von Bundesminister Gerald Klug wurde heute an der Donaumarina in Wien das neue Naufahrtboot „Halbe Meile“ getauft. Patin des Schiffes ist SOKO-Donau-Schauspielerin Lilian Klebow. Ausgestattet mit modernstem Untersuchungsequipment geht das neue Naufahrtboot von viadonau mit seinen empfindlichen Messinstrumenten dem Strom buchstäblich auf den Grund. Naufahrten spielen eine wichtige Rolle an der Donau, um gefährliche Seichtstellen aufzuspüren und so die Schifffahrtsrinne sicher und freizuhalten – „für eine allzeit gute Fahrt und stets eine Handbreit Wasser unterm Kiel“. Tatort Schifffahrtsrinne: Das neue Boot „Halbe Meile“ ist 10 Meter lang, etwa 4,5 Tonnen schwer und 450 PS stark und wurde in den vergangenen Monaten in der Werft Linz gebaut. Es ist deutlich kürzer und leichter im Vergleich zu seinem Vorgänger, was die Wendigkeit und Schnelligkeit wesentlich erhöht. Einsatzort des neuen Bootes ist natürlich die Donau. Infrastrukturminister Gerald Klug: „Mit dem Naufahrtboot entdecken wir rechtzeitig gefährliche Untiefen. Wir beseitigen sie und sorgen so für eine sichere Fahrt auf der Donau."

Getauft wurde das Schiff auf den Namen „Halbe Meile“. Namensgeber ist ein Schifferdenkmal zwischen Aschach und Neuhaus in Oberösterreich, welches seit mehr als 200 Jahren einer sicheren Schifffahrt gewidmet ist. Schiffspatin Lilian Klebow: „Die Donau ist mir beruflich und auch privat ans Herz gewachsen. Darum bin ich stolz, Patin dieses Schiffes sein zu dürfen." Klebow ist auch Botschafterin des heurigen Danube Days, der unter dem Motto „Get active“ am 13. Juni im Museumsquartier (www.danubeday.at) über die Bühne geht.

Bei viadonau haben Naufahrten eine wichtige Funktion für das Management der Wasserstraße. „Werden kritische Stellen entdeckt“, so Geschäftsführer Hasenbichler, „erhalten unsere Expertinnen und -experten die entsprechenden Streckeninformationen und setzen gezielte Maßnahmen zur Instandhaltung, wie beispielsweise Baggerungen.“ Neben der Sondierung der Schifffahrts­rinne ist das Ziel dieser Fahrten die Kontrolle der Uferbauten, Länden und Hafeneinfahrten sowie des Ober- und Unterwassers der Schleuseneinfahrten.

Halbe Meile
Die Halbe Meile ist ein Schifferdenkmal zwischen Aschach und Neuhaus in Oberösterreich. Das Denkmal entstand um das Jahr 1802, als der Schiffmeister Johann Georg Fischer in ein heftiges Unwetter geriet. Zum Dank, dass er überlebte, stiftete er aus Beständen des aufgelassenen Klosters Pupping das Schifferdenkmal „Halbe Meile“ zum Schutz für die vorbeifahrenden Schiffsleute. 2011 wurde das mehr als 200 Jahre alte Denkmal mit maßgeblicher Unterstützung von viadonau restauriert und schenkt seither wieder farbenprächtig und gut sichtbar der Schifffahrt eine sichere Fahrt.

Besichtigung der Halben Meile
Die Halbe Meile ist auch eine von mehreren Stationen der Langen Nacht der Forschung am 22. April – mit Liegeplatz am Donaukanal in Höhe Schwedenplatz 100 Meter flussabwärts (www.langenachtderforschung.at). Neben dem Boot selbst zeigen die  Vermessungsexpertinnen und –experten von viadonau Bildmaterial zu Funden, die sie im Rahmen des Flussmonitorings gemacht haben. Neben dem High-End-Equipment wird auch die Vermessungstechnik erklärt, die bei den Naufahrten zum Einsatz kommt.


Über viadonau:

Unsere mehr als 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen in der Zentrale im Tech Gate Vienna, an vier Servicecentern und zehn Schleusen entlang der 378 Flusskilometer in Österreich die Naturlandschaft und die Wasserstraße Donau. Ziel ist die behutsame und nachhaltige Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraumes Donau. Für jede Maßnahme und bei jeder Dienstleistung haben wir alle wesentlichen Umwelt-, Sicherheits- und Wirtschafts­aspekte im Auge. Unser Engagement ist somit stets ausgewogen und nachhaltig – für die Natur, für die Menschen am Fluss und für den Standort Österreich. viadonau ist ein Unternehmen des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie.  

Fotos zur Schiffstaufe finden Sie hier.

]]>
Presseinformation viadonau
news-523 Tue, 12 Apr 2016 15:19:02 +0200 PLATINA 2 – Erfolgreiche Bilanz https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/platina-2-erfolgreiche-bilanz-1 Mit einem Abschlussevent in Rotterdam Anfang Februar 2016 ging das Projekt PLATINA 2 erfolgreich über die Ziellinie. Von 2013 bis 2016 widmete sich das von viadonau koordinierte Projekt der Erschließung neuer Märkte, der technologischen Modernisierung der Binnenschifffahrt, der Verbesserung von Aus- und Weiterbildung sowie der Weiterentwicklung des Wasserstraßenmanagements auf europäischer Ebene. Unter anderem entstand ein Good Practice-Handbuch zur Instandhaltung der Wasserstraße und eine Studie zu neuen Märkten im Donauraum. Bereits im Jahr 2006 initiierte die Europäische Kommission das Aktionsprogramm NAIADES für die Weiterentwicklung der Binnenschifffahrt in Europa. Die zur Verwirklichung des Aktionsprogramms ins Leben gerufenen Umsetzungsprojekte PLATINA 1 und PLATINA 2 widmeten sich aktuellen Herausforderungen der Binnenschifffahrt und setzten 60 zielgerichtete Entwicklungsmaßnahmen in den Bereichen Infrastruktur, Märkte, River Information Services (RIS) und Human Resources um.

Good Practice-Handbuch zur Instandhaltung der Wasserstraße
Kontinuierliche Instandhaltungsarbeiten sind entscheidend für die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Wasserstraße; sie werden  in vielen europäischen Ländern jedoch nicht mit der notwendigen Priorität umgesetzt. Daher machte PLATINA 2  auf das vorhandene Potenzial zur Verbesserung von  Effizienz  und Wirksamkeit der Wasserstraßeninstandhaltung auf europäischer Ebene aufmerksam. Besonders wichtig dabei: der zielgerichtete Erfahrungsaustausch zwischen internationalen Expertinnen und Experten. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse wurden in einem Good Practice-Handbuch zur Instandhaltung der Wasserstraße zusammengefasst.

Good Practice Manual on Inland Waterway Maintenance

Neue Märkte im Donauraum erschließen
Ein wichtiges Ziel von PLATINA 2 war es zudem, das Potenzial der Binnenschifffahrt für spezifische Gütergruppen zu ermitteln und dafür unterstützende Maßnahmen zu setzen. So wurden etwa High & Heavy-Güter, erneuerbare Rohstoffe sowie Recyclingprodukte als für den Binnenschiffstransport besonders geeignete Gütergruppen identifiziert. Um die Leistungsfähigkeit der Binnenschifffahrt  zu steigern, setzten die Projektpartner auf Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung, wichtige Industriestandorte im Umfeld von Häfen und vor allem die Schaffung optimaler Transportbedingungen entlang der Wasserstraße.

Report on market potential and up-take measures for the Danube Region

Anreize schaffen für den Transport per Binnenschiff  in Nordwesteuropa
Das Binnenschiff hat bereits einen großen Anteil am Transportaufkommen in Nordwesteuropa. Im Vergleich zum gesamten  kontinentalen Verkehr  ist die Binnenschifffahrt leider noch immer kaum präsent. Untersuchungen im Rahmen von PLATINA 2 ergaben, dass die Hauptursache vor allem im geringen Einsatz von für die Binnenschifffahrt geeigneten Frachtcontainern liegt. Die Mehrzahl der Containertransporte führt von den Hochseehäfen direkt ins Hinterland, ohne die Wasserstraße zu nutzen. Hier besteht offensichtlich eine Kluft zwischen der Transportnachfrage und dem derzeit vorhandenen Angebot, das die Binnenschifffahrt bietet.

Verlässliche Emissionsdaten für die präzise Berechnung von externen Kosten der Binnenschifffahrt
Mittels einer Qualitätsanalyse der Daten, die auf EU-Ebene zur Berechnung von Emissionen und externen Kosten der Binnenschifffahrt verwendet werden, wurden  im Rahmen von PLATINA 2 vorhandene und noch benötigte Informationen klar identifiziert. Basierend darauf erarbeiteten die Projektpartner mit dem Binnenschifffahrtssektor Empfehlungen, wie vorhandene Informationslücken bei externen Kosten von Treibhausgasemissionen geschlossen werden können.

Greening Toolkit weist den Weg zur grünen Schifffahrt
Um Schifffahrtstreibenden  robuste Umwelttechnologien sowie deren Kosten und ihr Potenzial zur Emissionsreduktion aufzuzeigen, wurde im Rahmen von PLATINA 2 ein „Greening Toolkit“ entwickelt. Dieses einfach anzuwendende Online-Tool hilft Schiffseignern zu testen, wie ihre Schiffe an die Anforderungen künftiger Emissionsgesetzgebung angepasst werden können. Zugleich erlaubt es Produzenten, ihre Umwelttechnologien zu präsentieren und gibt Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Politik einen Überblick über Kosten und Wirkungsfähigkeit von Maßnahmen zur umweltfreundlichen Modernisierung verschiedenster Schiffstypen.

Greening Toolkit

Förderung der Binnenschifffahrt in Logistikausbildung und Simulationsstandards
Um die Anforderungen an den Transport mit dem Binnenschiff effizient zu bedienen, ist die Qualität der Ausbildung besonders wichtig. Für eine fachorientierte Kompetenzförderung im Schifffahrtssektor widmete sich PLATINA 2 drei bedeutenden Ausbildungsbereichen: der Entwicklung technischer Standards für Schiffssteuerungssimulatoren, einem Konzept für elektronische Dienst- und Logbücher sowie der Erstellung von Lernmaterialien für zukünftige Transportlogistikerinnen und -logistiker.

Am Horizont
Das gemeinsame Engagement aller Beteiligten in PLATINA 1 und 2 endet nicht mit dem Projektabschluss. Anknüpfende Aktivitäten wurden bereits aufgesetzt, wie das EU-Projekt PROMINENT, das Europäische Innovationsnetzwerk für die Binnenschifffahrt (EIBIB), weitere Untersuchungen zum Marktpotenzial, die Arbeit an der Digital Inland Navigation Area (DINA) sowie eine Studie zur Spezifikation des „Good Navigation Status“.

Der Konferenzbericht der Abschlussveranstaltung von PLATINA 2 ist eine Zusammenfassung aller Reden, Vorträge und Workshops und bietet spannende Einblicke in die wichtigsten Ergebnisse des Projekts sowie in die Diskussionen über die Zukunft der Binnenschifffahrt.


Weiterführende Informationen zu NAIADES und PLATINA erhalten Sie unter: www.naiades.info

]]>
Donaulogistik Wirtschaft
news-521 Tue, 12 Apr 2016 10:33:54 +0200 PLATINA 2 – Erfolgreiche Bilanz https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/platina-2-erfolgreiche-bilanz Mit dem Abschlussevent in Rotterdam am 5. Februar 2016 ging das Projekt PLATINA 2 erfolgreich über die Ziellinie. Zu diesem Anlass standen die wichtigsten Ergebnisse des Projekts, aber auch aktuelle Entwicklungen und Innovationen aus dem Bereich der europäischen Binnenschifffahrt im Fokus. Von 2013 – 2016 widmete sich das von viadonau koordinierte Projekt der Erschließung neuer Märkte, der technologischen Modernisierung der Binnenschifffahrt, der Verbesserung von Aus- und Weiterbildung sowie der Weiterentwicklung des Wasserstraßenmanagements auf europäischer Ebene. Unter anderem wurden, geleitet von viadonau und in Kooperation mit internationalen Partnern, ein Good Practice-Handbuch zur Instandhaltung der Wasserstraße und eine Studie zu neuen Märkten im Donauraum erarbeitet. Bereits im Jahr 2006 initiierte die Europäische Kommission das Aktionsprogramm NAIADES für die Weiterentwicklung der Binnenschifffahrt in Europa. Die zur Verwirklichung des Aktionsprogramms ins Leben gerufenen Umsetzungsprojekte PLATINA 1 sowie dessen Nachfolger PLATINA 2 widmeten sich aktuellen Herausforderungen der Binnenschifffahrt und setzten sechzig zielgerichtete Entwicklungsmaßnahmen in den Bereichen Infrastruktur, Märkte, River Information Services (RIS) und Human Resources um.

Good Practice-Handbuch zur Instandhaltung der Wasserstraße
Kontinuierliche Instandhaltungsarbeiten sind entscheidend für die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Wasserstraße; sie werden in vielen europäischen Ländern jedoch nicht mit der notwendigen Priorität umgesetzt. Daher machte PLATINA 2 auf das vorhandene Potenzial zur Verbesserung von Effizienz und Wirksamkeit der Wasserstraßeninstandhaltung auf europäischer Ebene aufmerksam. Besonders wichtig dabei: der zielgerichtete Erfahrungsaustausch zwischen internationalen Expertinnen und Experten. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse wurden in einem Good Practice-Handbuch zur Instandhaltung der Wasserstraße zusammengefasst.

Neue Märkte im Donauraum erschließen
Ein wichtiges Ziel von PLATINA 2 war es zudem, das Potenzial der Binnenschifffahrt für spezifische Gütergruppen zu ermitteln und dafür unterstützende Maßnahmen zu setzen. So wurden etwa High & Heavy-Güter, erneuerbare Rohstoffe sowie Recyclingprodukte als für den Binnenschiffstransport besonders geeignete Gütergruppen identifiziert. Um dieses Potenzial noch zu steigern, setzten die Projektpartner von PLATINA 2 auf gezielte Bewusstseinsbildung für die Binnenschifffahrt, wichtige Industriestandorte im Umfeld von Häfen und vor allem die Schaffung optimaler Transportbedingungen entlang der Wasserstraße. 

Anreize schaffen für den Transport per Binnenschiff in Nordwesteuropa
Das Binnenschiff hat bereits einen großen Anteil am Transportaufkommen in Nordwesteuropa. Im Vergleich zum gesamten kontinentalen Verkehr ist die Binnenschifffahrt jedoch trotz kontinuierlich besser werdenden Verbindungen kaum präsent. Untersuchungen im Rahmen von PLATINA 2 ergaben, dass die Hauptursache dafür vor allem im geringen Einsatz von für die Binnenschifffahrt geeigneten Frachtcontainern liegt. Die Mehrzahl der Containertransporte führt von den Hochseehäfen direkt ins Hinterland, ohne die Wasserstraße zu nutzen. Hier besteht offensichtlich eine Kluft zwischen der Transportnachfrage und dem  derzeit vorhandenen Angebot, das die Binnenschifffahrt bietet.

Verlässliche Emissionsdaten für die präzise Berechnung von externen Kosten der Binnenschifffahrt
Mittels einer Qualitätsanalyse der Daten, die auf EU-Ebene zur Berechnung von Emissionen und externen Kosten der Binnenschifffahrt verwendet werden, wurden  im Rahmen von PLATINA 2 vorhandene und noch benötigte Informationen klar identifiziert. Basierend darauf erarbeiteten die Projektpartner mit dem Binnenschifffahrtssektor abgestimmte Empfehlungen, wie vorhandene Informationslücken bei externen Kosten von Treibhausgasemissionen geschlossen werden können.

Greening Toolkit weist den Weg zur grünen Schifffahrt
Um Schifffahrtstreibenden  robuste Umwelttechnologien sowie deren Kosten und ihr Potenzial zur Emissionsreduktion aufzuzeigen, wurde im Rahmen von PLATINA 2 ein „Greening Toolkit“ entwickelt. Dieses einfach anzuwendende Online-Tool hilft Schiffseignern dabei, zu testen, wie ihre Schiffe an die Anforderungen künftiger Emissionsgesetzgebung angepasst werden können. Zugleich erlaubt es Produzenten, ihre Umwelttechnologien zu präsentieren und gibt Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Politik einen Überblick über Kosten und Potenzial von Maßnahmen zur umweltfreundlichen Modernisierung verschiedenster Schiffstypen.

Förderung der Binnenschifffahrt in Logistikausbildung und Simulationsstandards
Um die Anforderungen an den Transport mit dem Binnenschiff effizient zu bedienen, ist die Qualität der Ausbildung besonders wichtig. Für eine fachorientierte Kompetenzförderung im Schifffahrtssektor widmete sich PLATINA 2 drei bedeutenden Ausbildungsbereichen: der Entwicklung technischer Standards für Schiffssteuerungssimulatoren, einem Konzept für elektronische Dienst- und Logbücher sowie der Erstellung von Lernmaterialien für zukünftige Transportlogistikerinnen und –logistiker.

Am Horizont
Das gemeinsame Engagement aller Beteiligten in PLATINA 1 und 2 endet nicht mit dem Projektabschluss. Anknüpfende Aktivitäten wurden bereits aufgesetzt, wie das EU-Projekt PROMINENT, das Europäische Innovationsnetzwerk für die Binnenschifffahrt (EIBIB), weitere Untersuchungen  zum Marktpotential, die Arbeit an der Digital Inland Navigation Area (DINA) sowie eine Studie zur Spezifikation des „Good Navigation Status“.

Der Konferenzbericht der Abschlussveranstaltung von PLATINA 2 enthält eine Zusammenfassung sämtlicher Reden, Vorträge und Workshops und bietet spannende Einblicke in die wichtigsten Ergebnisse des Projekts sowie in die Diskussionen über die Zukunft der Binnenschifffahrt.

]]>
Wirtschaft Umwelt
news-516 Wed, 30 Mar 2016 14:52:37 +0200 Endlich Frühling – ein Neubeginn auch für den Seeadler in Österreich https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/endlich-fruehling-ein-neubeginn-auch-fuer-den-seeadler-in-oesterreich Die Seeadler sind in Frühlingsstimmung. Die riesigen Horste, die sie auf besonders alten Bäumen in besonders ungestörten Gegenden bauen, sind bezogen und wir dürfen auch heuer wieder auf reichlich Nachwuchs hoffen. Seit 1859 musste Österreich ohne seinen Wappenvogel auskommen, da wurde das letzte heimische Seeadler-Weibchen erlegt. Doch sie sind zurück, und der Neubeginn ist auch eine Erfolgsstory für die europaweiten Schutzmaßnahmen. Denn der Seeadler gehört zu jenen Arten, für die gemäß EU Vogelschutzrichtlinie eigene Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen. Und die zeigen langsam Wirkung! Zuerst kamen die Seeadler nur als Wintergäste zurück, seit 2001 brüten sie wieder erfolgreich in Österreich. Bei der diesjährigen Synchronzählung konnten im Donauraum 750 Seeadler erspäht werden, 188 Tiere davon in Österreich. Von diesen „Wintergästen“ verweilen doch ca. 25 Brutpaare in Österreich. Weitere Informationen zur Synchronzählung

Und wie die Zahlen zeigen, sind die ungestörten Flusslandschaften von Donau, March und Thaya das Winterquartier von über 100 Tieren – hier gibt es mehr zu den Hotspots.

Umbrella Species
Der Seeadler ist der größte Greifvogel im Donauraum und kann eine Flügelspannweite von bis zu ca. 2, 5 m erreichen. Er ernährt sich von Fischen, Wasservögeln, Säugetieren und im Winter auch von Aas. Da er an der Spitze der Nahrungspyramide steht und ein riesiges Revier mit verschiedenen miteinander verzahnten Lebensräumen nutzt, gilt er als „umbrella species“ und als Zeigeart für eine gesunden Lebensraum - geht’s dem Adler gut, geht’s dem Lebensraum gut. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde er durch Bejagung, Lebensraumzerstörung und durch Umweltgifte wie DDT fast ausgerottet und nur durch vielseitige Schutzmaßnahmen erholt sich der Bestand in Europa wieder.

Die vielen Gefahren
Es fallen immer noch viele Seeadler illegalem Abschuss, illegaler „Aushorstung“ (also dem Diebstahl der Eier zu Zuchtzwecken) und gezieltem Gifteinsatz zum Opfer. Die größte Gefahr aus heutiger Sicht ist aber die Störung des Revier- oder des Horstbezugs bzw. des Brutgeschehens - denn die riesigen Greife reagieren zumeist Nest- oder Brutaufgabe auf menschliche Störungen.

viadonau und der Seeadler
Die von viadonau verwaltete freie Fließstrecke östlich Wien und die March-Thaya-Region sind Hotspots der überwinternden Seeadler sowie auch des Brutgeschehens. Bei unseren Bauprojekten wie der Marchfeldschutzdammsanierung im Nationalpark Donau-Auen geben wir uns sehr strenge Bauzeitfenster im Seeadler-Nahbereich, um keinesfalls den Bruterfolg zu gefährden. Und im LIFE Projekt Auenwildnis Wachau werden 50 ha ungestörte Aubereiche geschützt und Nisthilfen für den Seeadler bereitgestellt.


Die Autorinnen
Barbara Becker ist seit 2005 bei viadonau. Neben zahlreichen weiteren Aufgaben widmet sich die Umweltexpertin vor allem dem ökologischen Naturraum-Management sowie der Vorbereitung und Umsetzung von Renaturierungsprojekten.
E-Mail: Barbara.Becker[at]viadonau.org 

Katrin Ehrenbrandtner ist Praktikantin bei viadonau im Team Umwelt/Ökologie und unterstützt und begleitet die vielfältige Arbeit der Umweltexpertinnen und -experten.
E-Mail: Katrin.Ehrenbrandtner[at]viadonau.org 

]]>
Donaunatur
news-514 Wed, 30 Mar 2016 13:48:39 +0200 Mit PROMINENT für eine grüne Binnenschifffahrt – EU-Vorzeigeprojekt ist wegweisend https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/mit-prominent-fuer-eine-gruene-binnenschifffahrt-eu-vorzeigeprojekt-ist-wegweisend PROMINENT: wie viadonau Innovationen für eine umweltfreundliche Güterschifffahrt fördert Das EU-Projekt PROMINENT (Promoting Innovation in the Inland Waterways Transport Sector) startete unter maßgeblicher Mitwirkung von viadonau im Mai 2015 und ist ein mehrjähriges Forschungs- und Umsetzungsprogramm für eine moderne Binnenschifffahrt. Bis April 2018 arbeiten 17 Interessensvertreter aus fünf europäischen Ländern zusammen, um die Umweltperformance der Binnenschifffahrt nachhaltig zu verbessern. Das Projekt folgt dabei den Zielen des Aktionsprogramms Donau des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie und stützt somit die gezielte Zusammenführung von Wirtschaft, Umwelt und Sicherheit. Für den Bereich Binnenschifffahrt besonders wichtig: die nachhaltige Reduktion der Treibhausgasemissionen sowie gleichzeitig die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in Logistiknetzwerken.

Das durch das Horizon-2020-Programm geförderte Projekt legt besonderes Augenmerk auf die technologische Weiterentwicklung sowie die dafür notwendige Überwindung innovationshemmender Barrieren – national wie international. Im Sinne des europäischen Aktionsprogramms NAIADES II verfolgt PROMINENT das langfristige Ziel, das Potenzial der europäischen Binnenschifffahrt als emissionsarme Alternative zum Straßengüterverkehr weiter zu erhöhen, indem sowohl der Energieverbrauch als auch der CO2-Footprint bis 2020 und darüber hinaus nachhaltig verringert werden sollen. Das positive Emissions/-Leistungsverhältnis der Binnenschifffahrt stellt bereits heute einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Straßengütertransport dar und kann mithilfe geeigneter technischer Entwicklungsimpulse noch gestärkt werden. 

PROMINENT setzt dafür folgende wichtige Meilensteine:

  • Umfassender Umstieg auf effizientere und emissionsärmere Schiffstypen,
  • Zertifizierung und Monitoring der Emissionsperformance sowie Entwicklung der dazu gehörenden  Standards und
  • Harmonisierung und Modernisierung fachspezifischer Qualifikation sowie die Stärkung von Anreizen, die Binnenschifffahrt noch enger in multimodale Transportketten einzubinden.

Das Binnenschiff PROMINENTER machen …
… im europäischen Verkehrsnetz. Die Zeichen für die Stärkung der Binnenschifffahrt im multimodalen Verkehr stehen gut. So finden die PROMINENT-Projektpartner breite Unterstützung sowohl bei politischen als auch wirtschaftlichen Entscheidungsträgern im Bereich der internationalen Binnenschifffahrt. Aufgrund des direkten Zugangs zu bedeutenden Stakeholdern aus Industrie und den EU-Mitgliedsstaaten erfreut sich das Projektkonsortium eines starken aber auch notwendigen Rückhalts, um seine Arbeit effizient, nachhaltig und zielorientiert bewältigen zu können.

Die direkte Einbindung von Interessengruppen in das Projekt spielt dabei eine wichtige Rolle. Sowohl die unterstützende Funktion eines beratenden Gremiums, Präsentationen der Expertengruppen zu den Projektergebnissen aber auch Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Schifffahrtsindustrie helfen, die Resultate richtig zu bewerten. Dabei werden wiederum nicht nur Schiffstypen und bestimmte Umwelttechnologienins Auge gefasst, sondern auch technische Hürden sowie unterstützende Faktoren für die Entwicklung einer umweltfreundlicheren Binnenschifffahrt miteinbezogen.

Die Rolle von viadonau
Das von viadonau geleitete Arbeitspaket „State-of-Play“ wurde unter dem international renommierten Schiffstechnikexperten von viadonau, Juha Schweighofer, bereits im ersten Viertel der Projektlaufzeit abgeschlossen. Die herausragende Zusammenarbeit sämtlicher Projektbeteiligter ermöglichte eine umfassende Bereitstellung wertvoller Daten und gab so der Arbeit von PROMINENT von Anfang an eine klare Entwicklungsrichtung. Indem vielversprechende Umwelttechnologien und -konzepte gezielt an den spezifischen Anforderungen der europäischen Binnenschiffsflotten ausgerichtet wurden, konnten jene Konzepte identifiziert werden, die das größte Umweltpotenzial aufwiesen.

Die Ziele des Arbeitspakets im Detail:

  • Identifizieren typischer Schiffskategorien und ihrer Betriebsabläufe entlang der europäischen Wasserstraßen und Kanäle,
  • Identifizieren und Bewerten machbarer Umwelttechnologien und -konzepte,
  • Auswahl der besten Umweltlösungen mit Bezug auf Verringerung von Emissionen,,Auswirkungen und Verfügbarkeit,
  • Bereitstellen von Informationen über beeinträchtigende und unterstützende Faktoren zur Umsetzung der praktikabelsten Lösungen für eine umweltfreundlichere Binnenschifffahrt sowie
  • Durchführen einer Analyse zu Barrieren, die einer praktischen Umsetzung von Innovationen im Wege stehen.

Im Arbeitspaket wurden nicht nur spezielle Schiffskategorien und ihre operativen Abläufe, sondern auch die jeweiligen Kosten unter die Lupe genommen. Im  nächsten Schritt konnten für die bedeutendsten europäischen Schiffstypen die besten technischen Umweltlösungen im Sinne ihrer Wirtschaftlichkeit, Effizienz und ihres jeweiligen positiven Effekts für die jeweilige Kategorie ausgelotet werden. Die Resultate sind richtungsweisend für die weitere Entwicklungsarbeit von PROMINENT.

Für eine grüne Zukunft der Binnenschifffahrt sind konsequente Informationsarbeit und Mut zum Wandel gefordert. Obwohl die Vorteile der untersuchten Konzepte für eine grünere Binnenschifffahrt wohl bekannt sind, erfolgt ihre praktische Umsetzung in der Wirtschaft nicht automatisch. Während die Gründe für diese hartnäckige Skepsis noch zu untersuchen sind, scheint klar, dass nur aktive Maßnahmen für den Einsatz der neuen Technologien letztlich auch die stärksten Zweifel zerstreuen können. Dafür steht das intensive Engagement der internationalen PROMINENT-Projektpartner.

Erfahren Sie hier mehr über PROMINENT.
Holen Sie sich den aktuellen Projekt-Newsletter.

]]>
viadonau Umwelt
news-513 Tue, 22 Mar 2016 10:55:06 +0100 Wo Gefäße kommunizieren und Schiffe Stufen steigen https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/wo-gefaesse-kommunizieren-und-schiffe-stufen-steigen Hätten Sie gedacht, dass die Donau genau genommen eine fließende Treppe ist? Allein ihr österreichischer Abschnitt verfügt über neun Kraftwerksstaustufen und weist zwischen Passau und Bratislava ein Gefälle von etwa 150 Meter auf. Für die Schifffahrt heißt es also: Treppen steigen, um weiterzukommen. Möglich machen dieses Kunststück rund 100.000 Mal im Jahr unsere Kolleginnen und Kollegen der Schleusenaufsicht, die Tag und Nacht im Schichtbetrieb für einen reibungslosen Schiffsverkehr an den neun Schiffsschleusen entlang der Donau sorgen. Aber wie sieht eigentlich der Arbeitsplatz der Schleusenaufsicht aus? Und was geschieht genau bei der Schleusung eines Schiffes? Bei Kaiserwetter an einem Montagmorgen im Februar habe ich mich zur Schleusenanlage des Kraftwerks Freudenau weit im Südosten Wiens aufgemacht, wo mir Markus Sieger und Heinz Mühlböck spannende Einblicke in ihren außergewöhnlichen Beruf gewährt haben. Auf der B-Stelle alles im Blick
Über Funk ertönt knisternd die Stimme eines niederländischen Kapitäns. Er manövriert gerade auf Höhe Klosterneuburg nahe Wien und informiert die Schleusenaufsicht Freudenau über seine baldige Ankunft. Es ist kurz nach 10 Uhr vormittags als ich eben die B-Stelle (Befehlsstelle) der eindrucksvollen 314 Meter langen Schleusenanlage, wovon 275 Meter nutzbar für die Schifffahrt sind, östlich des Freudenauer Hafens betrete. Während ich noch von der herrlichen Aussicht stromaufwärts auf den nordwestlichen Donauverlauf quer durch die Bundeshauptstadt verblüfft bin, bestätigt Markus Sieger mit freundlichen Worten die Meldung des Kapitäns. Die B-Stelle ist geräumig, erinnert an die Brücke großer Fracht- oder Passagierschiffe und bietet einen hervorragenden Rundum-Blick auf das Geschehen in und um die Schleusenkammern. Richtung Nordwesten reicht die Aussicht bis zur Wiener Pforte bei Klosterneuburg, in entgegengesetzter Richtung verlässt die Donau Wien im Südosten – nördlich und östlich des Flussverlaufs erstreckt sich der Nationalpark Donau-Auen.

Markus Sieger ist seit etwa drei Stunden in seiner Schicht und hat in dieser Zeit bereits acht Schiffe durch die letzte Staustufe vor der österreichisch-slowakischen Grenze geschleust. Die niederländische „Densimo“ wird in etwa 30 Minuten die Schleuse erreichen. Mit präzisen Handgriffen auf dem Steuerpult der B-Stelle bereitet der neunundzwanzigjährige Niederösterreicher die rechte Schleusenkammer vor. Der Wasserstand der Kammer wird jenem oberhalb der Staustufe angeglichen, um die Einfahrt in die Kammer für eine Schleusung stromabwärts (Talschleusung) zu ermöglichen. Mit dem Blick eines Laien kommentiere ich das in die Kammer geleitete Wasser spontan mit: „Pumpvorgang“. Markus Sieger lächelt wissend und berichtigt: „Das Prinzip der kommunizierenden Gefäße.“ Aha.

Bei uns wird kommuniziert
„Bei uns wird eigentlich nicht gepumpt“, erklärt Sieger weiter. „Die Kammern sind unter Wasser durch Kanäle mit dem Hauptstrom verbunden. Durch das Ausgleichsprinzip kommunizierender Gefäße lässt sich der Wasserstand in den Kammern hydraulisch unkompliziert dem Pegel außerhalb der Anlage angleichen.“ Der Unterschied zwischen Ober- (oberhalb der Staustufe) und Unterwasser (unterhalb der Staustufe) beträgt an der Schleuse Freudenau ca. 10 Meter – eine beachtliche Stufe, die es im Tagesdurchschnitt für 35 bis 40 Wasserfahrzeuge zu überwinden gilt. Ich werfe einen genaueren Blick auf die Steuerpulte und versuche das Verantwortungsbewusstsein und die Erfahrung zu ermessen, die für den Dienst an der Schleuse nötig sind. Ich möchte es genau wissen: Wie wird man eigentlich Schleusenaufsichtsorgan?

Besonderer Job mit besonderem Profil
„Nach einer viermonatigen Einschulung an der Schleuse muss eine Prüfung absolviert werden – die sogenannte Schleusenbefragung“, weiß Heinz Mühlböck. „Diese besteht wiederum aus drei Teilen: einem technischen, der vom Kraftwerksbetreiber, der Verbund Hydro Power GmbHGmbH durchgeführt wird, einem Internen, der sich dem Dienstbetrieb selbst widmet und einem Rechtlichen, der von der Obersten Schifffahrtsbehörde des bmvit abgenommen wird.“ Da die Kommunikation an der Schleuse fast ausschließlich über Funk läuft, ist außerdem das sogenannte „Eingeschränkte UKW-Sprechfunkzeugnis“ zu erwerben. Legt man schließlich zwei Jahre nach der ersten Schleusenbefragung noch eine sogenannte Betrauungsprüfung vor der Obersten Schifffahrtsbehörde erfolgreich ab, hat man es geschafft und ist „geprüftes Schleusenaufsichtsorgan“.

Heinz Mühlböck ist stellvertretender Leiter der Schleusengruppe Ost und verfügt über inzwischen 21 Jahre Berufserfahrung im Schleusendienst. Der Fachmann weiß: neben einer gewissenhaften Ausbildung ist vor allem die Begeisterung und das Verständnis für die Besonderheiten dieses außergewöhnlichen Arbeitsplatzes wichtig – Schichtdienst, Alleinarbeit, die Zusammenarbeit sowohl mit den internationalen Schiffsbesatzungen der Güter- und Passagierschifffahrt als auch Freizeitkapitänen. „Da ist man natürlich neben einer Fülle von Anforderungen auch mit zahlreichen möglichen Notfallszenarien konfrontiert“, berichtet Mühlböck. „Vom leicht verletzten Matrosen bis zu, glücklicherweise sehr seltenen, schwereren Unfällen – der Ausbildungsweg zum Schleusenaufsichtsorgan zeigt, dass wir sehr darauf achten, unsere Kollegen auf möglichst alle Eventualitäten gut vorzubereiten.“

Die Begeisterung für die Arbeit am Wasser hat Markus Sieger bereits aus seiner Zeit bei den Melker Pionieren des Österreichischen Bundesheeres mitgebracht. Der Niederösterreicher ist seit Mai 2014 bei der Schleusenaufsicht und genießt bei seiner Arbeit in der B-Stelle der Schleuse Freudenau eines der bemerkenswertesten Panoramen,  das sich an der Donau bei Wien bietet. An den 12-Stundenrythmus des Schichtdienstes – 7 bis 19.00 Uhr bzw. 19 bis 7 Uhr – hat er sich schnell gewöhnt. Durch die Schleuse Freudenau werden im Jahr rund 20.000 Einheiten geschleust. Da werden viele Eindrücke gesammelt. „Was bleibt besonders im Gedächtnis? Was sind besondere Stressmomente?“, möchte ich wissen. „Im Frühling und Sommer ist das Verkehrsaufkommen meist dichter – da kann es auch schon mal zu einem kleinen Stau von sieben oder acht Schiffen vor den Schleusenkammern kommen, aber gravierende Zwischenfälle sind selten“, wiederholt Heinz Mühlböck und durchstöbert seine Erinnerungen aus zwei Jahrzehnten Diensterfahrung. „Aber ich erinnere mich noch gut an das Unglück der Ďumbier 1996.“ Mühlböck erzählt die Geschichte des slowakischen Schubschiffes, das am 22. Oktober 1996 bei starker Strömung die Schleuseneinfahrt verfehlte und in die Wehranlage des Kraftwerks gedrückt wurde. Acht der neun Besatzungsmitglieder verloren dabei ihr Leben. Es war eines der schwersten Schiffsunglücke auf dem österreichischen Donauabschnitt.

Vom Oberhaupt zum Unterhaupt
In der Zwischenzeit hat die „Densimo“ die Schleusenkammer erreicht. Der Kapitän meldet sich nochmal über Funk: bereit zur Schleusung. Mit geschärftem Blick durch den Feldstecher überprüft Markus Sieger, ob das 105 Meter lange und 10 Meter breite Frachtschiff auch in Position und gut gesichert ist. Alles in Ordnung. Nachdem das Oberhaupt (die Schleusenkammer flussaufwärts begrenzende Torkonstruktion) geschlossen ist, kann die Entleerung ins Unterwasser und somit die Angleichung des Wasserstandes an den unterhalb der Staustufe herrschenden Pegel eingeleitet werden. Der Wasserspiegel der nun geschlossenen Schleusenkammer senkt sich mitsamt Frachtschiff langsam nach unten. Nach einer knappen halben Stunde ist der Ausgleich für eine Talschleusung vollendet. Markus Sieger kontrolliert durch das Seitenfenster ob der Torbereich frei von Schwemmgut ist, bevor er an das Steuerpult für die rechte Schleusenkammer tritt. Mit einem Knopfdruck ertönt ein kurzes metallisches Geräusch, das untrüglich die Bewegung einer schweren Stahlkonstruktion ankündigt. Durch das südwestliche Seitenfenster beobachten wir das langsame Aufschwingen der fast 115 Tonnen schweren Torflügel des Stemmtores direkt unterhalb der B-Stelle – das sogenannte Unterhaupt öffnet sich und gibt Stück für Stück den Weg zur Schleusenausfahrt und in den offenen Strom frei. Nachdem sich das Unterhaupt vollständig geöffnet hat, gibt Sieger das Lichtsignal zur Weiterfahrt. Die „Densimo“ setzt sich in Bewegung und gleitet leise unterhalb der B-Stelle vorüber und schließlich weiter die Donau entlang Richtung Bratislava. Ich blicke dem Güterschiff noch einen Moment nach und bin einmal mehr erstaunt über das einfache und effiziente Prinzip der Schleusung, die ich gerade hautnah miterleben durfte und rufe mir ins Bewusstsein, dass sich dieser Vorgang noch tausende Male in diesem Jahr wiederholen wird.

Um faszinierende Eindrücke reicher verabschiede ich mich nach rund zwei Stunden schließlich wieder von den Kollegen der Schleusenaufsicht Freudenau. Während ich über die steil abfallende schmale Treppe die B-Stelle verlasse, höre ich aus den Lautsprechern der Funkanlage noch, wie sich der nächste Kapitän für eine Schleusung ankündigt. Aufs Neue werden fast 69.000 Kubikmeter Wasser in Bewegung versetzt, um mit purer Wasserkraft ein weiteres Schiff durch die Staustufe zu hieven. Mein Fazit: Verantwortungsvolle und technisch anspruchsvolle Verkehrsregelung mit besonderem Coolnessfaktor.


Ein technisches Donauschmankerl im Wiener Stadtgebiet

Das Kraftwerk Freudenau und die dazugehörige Schleusenanlage sind für Technik- und Schifffahrtsbegeisterte immer einen Besuch wert. Vor allem über den rechtsufrigen Treppelweg ist die Staustufe für Radfahrer, Jogger aber auch Spaziergänger gut zu erreichen. Tipp: etwa 2,5 Kilometer flussaufwärts befindet sich direkt am Treppelweg die sehenswerte Friedenspagode Wien – ein von japanischen Mönchen 1983 fertiggestellter, rund 26 Meter hoher buddhistischer Stupa.


Der Autor

Andreas Herkel ist seit 2014 bei viadonau als Content Manager in der Unternehmenskommunikation tätig.

]]>
Spannender Arbeitsplatz
news-511 Wed, 09 Mar 2016 15:34:49 +0100 Alles auf einen Blick – Das neue Danube Logistics Portal https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/alles-auf-einen-blick-das-neue-danube-logistics-portal Ab sofort bietet viadonau ein neues Online Portal rund um die Donaulogistik an. Das „Danube Logistics Portal" vereinigt die bestehenden „Blue Pages“ und „Danube Ports“ auf einer gemeinsamen Plattform in neuem Design und bietet nützliche Services, die bei der Transportplanung unterstützen. Es richtet sich in erster Linie an potenzielle Kunden von Dienstleistungen im Bereich Donaulogistik und leistet einen wichtigen Beitrag zur Verlagerung von Transporten auf die Wasserstraße Donau. Die Features des Danube Logistics Portals im Überblick:

  • Die „Blue Pages“ bieten seit 2006 einen ausführlichen Überblick über Schifffahrts- und Befrachtungsunternehmen aus dem gesamten Donauraum. Das kostenfreie Verzeichnis hat sich über die Jahre zu einer wertvollen Informationsquelle für all diejenigen entwickelt, die das Binnenschiff in ihre Transportkette einbeziehen möchten. Das neue Layout sowie die Aktualisierung der Unternehmensprofile bieten eine höhere Effizienz und eine optimierte Bedienbarkeit.
  • Die „Danube Ports“ beinhalten Profile von mehr als 60 Häfen und Länden entlang der Donau von Kelheim bis zum Schwarzen Meer. Informationen über die Hafenausstattung, Lagerkapazitäten, angesiedelte Logistikanbieter sowie Kontakte zu relevanten Ansprechpersonen sind unkompliziert und übersichtlich abrufbar.
  • Der „Travel Time Calculator“ ist ein Berechnungstool für die voraussichtliche Fahrzeit zwischen zwei Häfen auf der Rhein-Main-Donau Achse.
  • Neu entwickelt ist der „Transport Planner“, der alle Funktionen und Informationen der Portale „The Blue Pages“, „Danube Ports“ und „Travel Time Calculator“ miteinander kombiniert.

Das neue Portal ist unter www.danube-logistics.info abrufbar.

]]>
Donaulogistik viadonau
news-510 Tue, 08 Mar 2016 08:24:41 +0100 Internationaler Frauentag – viadonau für mehr Chancengleichheit im Beruf https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/internationaler-frauentag-viadonau-fuer-mehr-chancengleichheit-im-beruf Geschlechtergerechtigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft ist ein unverändert aktuelles Thema. Denn obwohl in Politik und Medien immer wieder leidenschaftlich diskutiert, stellen sich Fortschritte in Sachen beruflicher Gleichbehandlung der Geschlechter nur langsam ein. viadonau sieht sich in einer Vorreiterrolle bei der Schaffung gleicher Berufschancen für Männer und Frauen und bekennt sich zu einer konsequenten geschlechtergerechten Unternehmensentwicklung. Pünktlich zum Weltfrauentag 2016 veröffentlicht das Unternehmen seinen bereits dritten Bericht zur Chancengleichheit bei viadonau. Positiver Trend in kleinen Schritten
Längst angekommen im 21. Jahrhundert möchte man meinen, jene Hürden, die eigentlich gar keine sein sollten, wären besonders leicht zu überwinden. Doch ein Blick in den Gender-Index des Bundesministeriums für Bildung und Frauen zeigt, dass noch ein gutes Stück Wegs zurückzulegen ist, wenn es um gleiche Chancen für Frauen und Männer in der Wirtschaftswelt geht. So lag der Anteil von Frauen in den Geschäftsführungen der Top-200-Unternehmen Österreichs 2015 bei etwa 5,9 Prozent – ein nur leichtes Plus von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Am höchsten war der Anteil mit 11 Prozent im Dienstleistungsbereich, am niedrigsten in der Industrie mit 4,5 Prozent. Auch beim allgemeinen Frauenanteil in bestimmten Branchen besteht noch Nachholbedarf. Bei vielen Infrastrukturbetreibern etwa liegt dieser immer noch zum Teil deutlich unter 20 Prozent. Bei viadonau ist immerhin bereits knapp ein Viertel der Arbeitskräfte weiblich.

Diversität als Erfolgsfaktor – viadonau geht voraus
Vielfalt kann eine wertvolle Ressource sein. Daher war das Thema konsequenter Gleichbehandlung von Anfang an ein wichtiger Aspekt im Selbstverständnis von viadonau. Das Unternehmen will Vorbilder schaffen und die Vorteile einer vielfältig zusammengesetzten Belegschaft nutzen. Wertschätzung, Integration und Förderung bilden dabei die Eckpfeiler einer modernen zukunftsorientierten Personalentwicklung. Das bedeutet zum Einen, Widerstände, denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgrund des Geschlechts, der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder der Weltanschauung, des Alters, der sexuellen Orientierung oder einer Behinderung begegnen, gezielt zu beseitigen. Darüber hinaus ist es wichtig, Bedingungen zu schaffen und kontinuierlich zu verbessern, die den unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rechnung tragen und auf diese Weise das Arbeiten bei viadonau attraktiver machen. So bietet das Unternehmen neben Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung – wie Gleitzeit, Telearbeit und Führen in Teilzeit – ein aktives Karenzmanagement, das auch Pflege- und Bildungskarenz einschließt.

Keine halben Sachen
Mehr Frauen in „Männerberufen“ ist ein unmittelbares Ziel von viadonau. Im Sinne einer möglichst ausgeglichenen Geschlechterverteilung im Unternehmen engagiert sich viadonau, die vielfältige, auch technische Arbeitswelt insbesondere für Frauen zu öffnen. Bei Veranstaltungstagen wie dem Töchtertag und dem Girl’s Day setzt sich das Unternehmen aktiv dafür ein, schon bei den Jüngsten Bewusstsein für Berufe zu schaffen, in denen bisher nur wenige Frauen tätig sind – von der Hydrographie und Hydrologie über Flussökologie, Streckenpflege und Schleusenaufsicht bis hin zum Projektmanagement eines modernen Infrastrukturbetriebs.

Transparentes Engagement – Bericht zur Chancengleichheit
Heuer präsentiert viadonau bereits den dritten Bericht zur Chancengleichheit im Unternehmen. Der Bericht gibt einen umfassenden Überblick sowohl über die grundlegende Personalstrategie von viadonau als auch über aktuelle Daten und Maßnahmen zur beruflichen Chancengleichheit. Er zeigt etwa, was viadonau tut, um die Vereinbarkeit von Beruf und persönlicher Lebenssituation nachhaltig zu verbessern und unterstreicht die Bedeutung einer konsequenten Anwendung von gendergerechter Kommunikation als Grundlage für ein positives und erfüllendes Arbeitsumfeld.

Der aktuelle Bericht zur Chancengleichheit bei viadonau

]]>
viadonau
news-508 Mon, 07 Mar 2016 15:04:17 +0100 BPM-Club in Wien – viadonau lädt zum Expertenaustausch rund ums Prozessmanagement https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/bpm-club-in-wien-viadonau-laedt-zum-expertenaustausch-rund-ums-prozessmanagement Sind Ihre Prozesse schon reif? Der Erfolg eines Unternehmens steht und fällt mit der Qualität seiner betrieblichen Abläufe. Wie treffsicher oder effizient sind sie? Wo gibt es noch Spielräume für weitere Optimierung? Am 18. April begrüßt viadonau im außergewöhnlichen Ambiente an Bord des ehemaligen Steintransportschiffs „MS Negrelli“ Expertinnen und Experten des BPM-Clubs zum Erfahrungsaustausch über aktuelle Entwicklungen und Innovationen in Sachen Prozessmanagement, Organisationsentwicklung und prozessorientierte Unternehmensführung. Die Expertentreffs des BPM-Clubs in Deutschland waren bereits ein großer Erfolg. Am 18. April 2016 wird das Treffen erstmals in Wien von viadonau veranstaltet. Im Mittelpunkt stehen die gemeinsame Diskussion sowie der Erfahrungsaustausch über Reifegradmodelle von Prozessen und Innovationen in prozessorientierter Unternehmensführung. Ein Ausflug ans Wiener Donauufer sowie der anschließende Besuch der Ausstellung „donau on tour“ im umgestalteten Laderaum des MS Negrelli bieten eine atmosphärische Kulisse zum angeregten Netzwerken.  

Teilen Sie Ihre Erfahrungen zum Prozessmanagement mit den verschiedensten Fachleuten und tauchen Sie mit uns ein in die spannende Welt der Wasserstraße und des Lebensraums Donau.  

Details zum Veranstaltungsprogramm und wie Sie sich anmelden können, erfahren Sie in unserem Event-Bereich.

Über den BPM-Club
Der „BPM-Club“ ist mit über 9.000 Mitgliedern die größte und aktivste Prozessmanagement-Community im deutschsprachigen Raum. Die Community fördert den Erfahrungsaustausch rund um die Themen Prozessmanagement, Organisationsentwicklung und prozessorientierte Unternehmensführung. Die BPM-Club-Treffen finden regelmäßig in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. Neben dem fachlichen Austausch wird dabei auch das Networking großgeschrieben. Der BPM-Club ist „Offizielle XING Ambassador-Gruppe" und nimmt somit am XING-Programm für Branchen-Networking teil.

]]>
viadonau
news-503 Fri, 04 Mar 2016 15:29:25 +0100 Kein Eisstoß mehr in Sicht? https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/kein-eisstoss-mehr-in-sicht Jahrhunderte lang waren Eisstöße auf der Donau berüchtigt. Was damals noch eine durchaus regelmäßig auftretende Winterattraktion der Donau war, tritt in unserer modernen Zeit so gut wie kaum mehr auf. Im Winter 2015/2016 gab es auf der österreichischen Donau nicht einmal Randeisbildung, geschweige denn, dass ein Streckenabschnitt hätte gesperrt werden müssen. Was gut für die Schifffahrt ist, muss aber nicht gleichzeitig auch gut für die Flora und Fauna der Donau sein. Was ist nun aber der berüchtigte Eisstoß? Nach einer längeren Kälteperiode (ca. 1 Woche lang kälter als -10°C Lufttemperatur) beginnt die Donau mit der Eisbildung. Zuerst sammelt es sich im seichteren und weniger tiefen Uferbereich und tritt als Randeis in Erscheinung. Später kommt es zu einem Eistreiben, bis schließlich die gesamte Oberfläche zufriert. In den Häfen liegen die Eisbrecher, wie im Wiener Hafen der „Eisvogel“, um die Hafenbecken eisfrei zu halten, doch auf der freien Fließstrecke der Donau fährt kein Eisbrecher. Warum? Die Gefahr eines Eisstoßes wäre zu hoch. Dieser tritt nämlich dann auf, wenn die von der Donau bewegten Eisschollen mit ungeheurer Wucht beginnen, sich meterhoch unter- und übereinander aufzustapeln.

Was macht man aber dann mit den meterhohen Eisbergen, die sich auf der Donau stapeln? Immerhin ist die Gefahr für Brücken, Schiffe und Stegeinrichtungen nicht von der Hand zu weisen. Mit Arbeitsgeräten wie Baggern lässt sich dem Eisstoß nicht beikommen, da er ständig in Bewegung ist. Also lautet die einzige Lösung: Sprengung, was aber naturbedingt nicht eben sehr risikoarm ist.

Nach dem Eis kommt das Hochwasser
Eine mit dem Eisstoß verbundene Gefahr ist das darauf folgende Hochwasser. Denn die Eismassen müssen ja irgendwohin, wenn sie auftauen. So haben rasche Temperaturerhöhungen nach einer längeren Kälteperiode schon immer die Hochwasserdienste in Alarmbereitschaft gehalten. Außerdem wirkt eine rasche Temperaturerhöhung nach einer langen Frostperiode auf der Donau wie ein Eisbrecher. Es werden Eisschollen gebildet, die sich dann über- und untereinander stapeln und so zu einem Eisstoß führen können.

Dass Eisstöße auch sehr gefährlich sein können, zeigt die Bilanz vom Eisstoß, der sich im Jänner 1830 bildete, als die Temperaturen auf -22° Celsius sanken. Dieser hielt nämlich über einen Monat an, bis Ende Februar plötzlich Tauwetter einsetzte. Die Folgen waren katastrophal, so wurde die wichtigste Verkehrsverbindung über die Donau zu dieser Zeit, die große Taborbrücke, zerstört, man zählte 74 Tote sowie 681 zerstörte bzw. schwer beschädigte Häuser.

Auch in den darauffolgenden Jahrzehnten endeten noch mehrere Eisstöße mit heftigen Überschwemmungen, vor allem in den Jahren 1862 und 1871, sodass Pläne zur Regulierung der Donau immer dringender wurden. Diese wurde 1875 abgeschlossen und die Donau erhielt ein neues Strombett. Die zahlreichen Seitenarme im Wiener Bereich, mit Ausnahme des Donaukanals, wurden zugeschüttet, was der Donau einen geradlinigeren Verlauf bescherte und zur Folge hatte, dass die Donau nicht mehr so einfach zufrieren konnte.

Das Naturschauspiel von 1929
Nach diesen baulichen Veränderungen hatte man die zerstörerische Kraft der zugefrorenen Donau schon etwas besser im Griff, sodass man sich mehr dem verzaubernden Naturschauspiel widmen konnte. So berichtete die „Neue Freie Presse“ damals: „Es ist ein aufregend schönes Schauspiel, dem Aufbau des Eisstoßes bei der Nussdorfer Schleuse zuzuschauen oder den bereits zu mächtiger Höhe gewachsenen Eisstoß bei der Reichsbrücke zu betrachten, der wie ein vielfach zerklüfteter, im hellen Sonnenschein wie Silber glänzender Panzer den mächtigen Strom in Fesseln geschlagen hält.“

Heuer nicht einmal Randeisbildung
Im heurigen Winter gab es nicht mal Randeis. Sollten die Winter anhaltend milder werden, ist es auch fraglich, ob ein solches Naturereignis überhaupt noch einmal auftritt. Eisstöße wären dann unwahrscheinlicher, da die mögliche Länge auch durch die inzwischen errichteten Staustufen und Schleusen begrenzt wird. Im Februar 2012 trat das Phänomen in abgeschwächter Form in Serbien auf. Im Jahr 2006 gab es im Bereich Wien einen kleineren Eisstoß, von dem Fotos im Internet zu finden sind.

Weiterführende Links:
Kältewelle in Serbien 2012 
Eis auf der Wiener Donau 2006 
Der Gletscher von Wien 
Eiszeit in Wien


Der Autor

Christoph Trunk ist im Team DoRIS Betrieb tätig und betreut dort unter anderem die DoRIS-Webseite sowie die damit in Verbindung stehenden Webservices.

]]>
Im Fluss
news-502 Thu, 03 Mar 2016 11:45:55 +0100 Störe – Ökologie und Schutz der einstigen „Könige der Donau“ https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/stoere-oekologie-und-schutz-der-einstigen-koenige-der-donau Geht es um Störe und deren Schutz, denken die meisten von uns an Kaviar und Überfischung in Osteuropa. Dabei ist der kleinste der sechs Donaustöre, der Sterlet, ein eingefleischter Österreicher: Vor nicht allzu langer Zeit, als man ihn noch regelmäßig fangen konnte, kannte man ihn an der österreichischen Donau als delikaten Speisefisch. viadonau unterstützt gleich drei verschiedene Stör-Projekte. Schließlich sind die urtümlich aussehenden Störe bereits Relikte aus der Zeit der Dinosaurier, und diese lebenden Fossilien sollen nun wirklich nicht gerade jetzt den Bach runter gehen. Sperrig
Hausen, Sternhausen, Glattdick, Waxdick, Sterlet und Gemeiner Stör –sechs verschiede Störarten sind in der Donau zuhause. Beziehungsweise waren es. Der letztgenannte gilt nämlich als ausgestorben, die fünf anderen sind vom Aussterben bedroht. Anders als „unser“ kleiner Süßwasserstör, der Sterlet, verbringen Hausen, Sternhausen und Waxdick ihr Erwachsenenleben im Schwarzen Meer und wandern nur in der Laichzeit donauaufwärts, um passende Laichgründe zu finden. Übrigens kam auf diesem Weg auch der Hausen, mit max. 6 Metern Länge und einem Maximalgewicht von ein bis zwei Tonnen der größte Vertreter der Störe, über die gesamte österreichische Donau hinweg bis in den Inn, die Salzach und nach Bayern. Doch das ist Geschichte. Kraftwerksbauten verhindern die jährlichen Laichwanderungen, auch Flussregulierungen gefährden die Art, da die kiesigen strömungsexponierten Laichgründe – wie beispielsweise  im Nahbereich von Inseln –selten geworden sind. Überfischung und Wildfang zur Kaviarproduktion tun das ihrige, um Störe an den Rand des Aussterbens zu drängen. An der unteren Donau engagiert sich der WWF für den Schutz der Störe: http://www.wwf.at/de/stoer/

Sterlet
Zwar ist der Sterlet die kleinste Art der Donaustöre, aber mit einer Länge bis 1,2 m und einem Gewicht von bis 16 kg ist der zackige Geselle doch eine imposante Escheinung. Er ist, im Unterschied zu den erwähnten Störarten der unteren Donau, ein reiner Süßwasserfisch, der keine Langstrecken-Wanderungen unternimmt und daher auch mit der Kraftwerkskette besser zurechtkommt. Seine Geschlechtsreife erlangen männliche Exemplare mit drei bis fünf Jahren, Weibchen erst mit fünf bis acht Jahren. Gegenüber den großwüchsigen „Artgenossen“, die sich dafür 10 bis 20 Jahre Zeit lassen, ist er also ein echter Blitzkneißer. Das macht ihn flexibler, er kann besser auf veränderte Umweltbedingungen reagieren, auch Artenschutzmaßnahmen wirken bereits innerhalb weniger Jahre. Zurzeit kommt der Sterlet an der österreichischen Donau nur noch lokal vor, es wird von einer Population von einigen wenigen hunderten erwachsenen Tieren ausgegangen.

Schutz
Der Sterlet als Leitart für die Donau als intakter Fließgewässerlebensraum ist viadonau ein Anliegen. Störe wurden als einzige Artengruppe in der Donaudeklaration 2016 der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD) als „flagship species“ für das Fließgewässerkontinuum der Donau hervorgehoben.

Gleich drei Schutzprojekte laufen zurzeit mit Unterstützung von viadonau:

Das LIFE Projekt Sterlet gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur hat sich zur Aufgabe gemacht, bis 2021 in geeigneten Habitaten im Bereich Wachau, Donau östlich Wien und March jeweils eine selbsterhaltende Population zu schaffen – gestützt durch den Besatz aus erbrüteten autochtonenen Sterleteiern und geeignete Managementpläne. 

Ein bilaterales Interreg-Projekt des Landes Oberösterreich mit Bayern beschäftigt sich mit der Erforschung des Sterlets im Oberen Donautal. Dort ist noch eine natürlich reproduzierende Population erhalten. 20 Tiere bekamen einen Sender und liefern beeindruckende Ergebnisse zu Lebensraumnutzung und Wanderungsbewegungen. So wurde beispielsweise nachgewiesen, dass sich die Tiere nachts in mittleren Wassertiefen aufhalten um zu fressen, und tagsüber in den tiefsten Bereichen „schlafen“. Ein Fokus der Forschungstätigkeit für 2016 gilt der Suche nach Laichhabitaten.  

http://www.land-oberoesterreich.gv.at/files/naturschutz_db/Sterlet%20Bericht%202014_End.pdf

Last but not least hat viadonau die Patenschaft für Harry Hausen, den größten Stör im Großaquarium Engelhartszeller Donauwelt übernommen.

Die Autorinnen
Barbara Becker ist seit 2005 bei viadonau. Neben zahlreichen weiteren Aufgaben widmet sich die Umweltexpertin vor allem dem ökologischen Naturraum-Management sowie der Vorbereitung und Umsetzung von Renaturierungsprojekten.
E-Mail: Barbara.Becker[at]viadonau.org 

Katrin Ehrenbrandtner ist Praktikantin bei viadonau im Team Umwelt/Ökologie und unterstützt und begleitet die vielfältige Arbeit der Umweltexpertinnen und -experten.
E-Mail: Katrin.Ehrenbrandtner[at]viadonau.org 

]]>
Im Fluss
news-501 Tue, 01 Mar 2016 09:29:32 +0100 Hafen Antwerpen präsentiert in Wien Potenziale für Zentral- und Osteuropa https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/hafen-antwerpen-praesentiert-in-wien-potenziale-fuer-zentral-und-osteuropa Am 16. März lädt der Hafen Antwerpen zu einer großen Informations- und Netzwerkveranstaltung ins Palais Ferstel nach Wien ein. Durch die zentrale Lage in der Donauregion und die wirtschaftliche Verbindung zu Zentral- und Osteuropa wurde mit Wien ein perfekter Veranstaltungsort gefunden. Bei der Veranstaltung wird über die aktuelle Hafenentwicklung, die Zukunftspläne und den Ausbau intermodaler Verkehre von und nach Zentral- und Osteuropa berichtet und diskutiert . Die Delegation aus Belgien wird von Luc Arnouts, dem Chief Commercial Officer der Antwerp Port Authority angeführt und umfasst mehr als 20 Unternehmen des Hafens Antwerpen. Bei einem abschließenden B2B-Abendevent können nützliche Kontakte geknüpft und das persönliche Netzwerk erweitert werden.

Die Veranstaltung bietet:

  • Gelegenheit zu Gesprächen mit führenden Vertretern der Antwerpener Hafenwirtschaft
  • Informationen aus erster Hand über die Initiativen des Seehafens zur Effizienzsteigerung der Güterströme
  • Diskussion über die Vorteile, die der weit landeinwärts gelegene Seehafen Antwerpen für Zentral- und Osteuropa bietet

Für nähere Informationen besuchen Sie bitte die Website des Hafens Antwerpen: www.portofantwerp.com/en/hafentag-wien

Weitere Möglichkeiten für Networking mit dem Hafen Antwerpen und im Donauraum angesiedelten Logistik- und Industriebetrieben bieten die Danube Business Talks 2016 am 27. und 28. Juni in Linz. Besuchen Sie unsere Website: www.danubebusinesstalks.org  

]]>
Donaulogistik viadonau
news-492 Tue, 23 Feb 2016 15:17:00 +0100 bmvit fördert Investitionen für umweltfreundliche Binnenschiffe https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/bmvit-foerdert-investitionen-fuer-umweltfreundliche-binnenschiffe Mit dem Ziel, die Güterschifffahrt auf Österreichs Donau noch umweltfreundlicher zu machen, unterstützt das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Investitionen in Schiffe. Der Call 2016 öffnet am 7. März. Finanzielle Unterstützungen bis zu 40 % werden zum Beispiel für den Einbau energieeffizienter Propulsionsanlagen, den Umbau auf Doppelhüllen oder den Einsatz neuer Technologien bei Steuerungssystemen und sicherheitstechnischen Einrichtungen vergeben.  

Förderfähig sind europäische Schifffahrtsunternehmen mit Sitz in Österreich. Das geförderte Schiff muss mindestens 10 Fahrten im Jahr auf der österreichischen Donau absolvieren. Das Förderprogramm wird in Calls abgewickelt. Die Einreichfrist für den aktuellen Call endet am 13. Mai 2016. Für die Abwicklung des Programms ist viadonau zuständig, detaillierte Informationen finden sie hier.

Weitere Links:
Europäische Förderdatenbank für die Binnenschifffahrt

]]>
Umwelt
news-485 Fri, 19 Feb 2016 13:47:23 +0100 viadonau erhält Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/viadonau-erhaelt-guetesiegel-fuer-betriebliche-gesundheitsfoerderung Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz erhöhen die Motivation und Arbeitszufriedenheit und sind eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Betriebsklima. Anfang 2013 beschloss viadonau in Kooperation mit der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse und der Versicherungsanstalt öffentlicher Bediensteter die Umsetzung des Projekts „via.fit“ – ein maßgeschneidertes Aktionsprogramm für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Nach seiner erfolgreichen Einführung ist das gesundheitsbewusste Maßnahmenprogramm seit 2015 fester Bestandteil der Unternehmensentwicklung. Nun wurde das konsequente Engagement von viadonau in St. Pölten mit dem BGF-Gütesiegel prämiert. via.fit – betriebliche Gesundheitsförderung Marke viadonau
In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist. Die moderne Arbeitswelt stellt vielfältige sowohl physische als auch psychische Anforderungen – je besser sie bewältigt werden können, umso höher der persönliche und auch unternehmerische Erfolg. Als Wasserstraßeninfrastrukturbetreiber verfügt viadonau über ein besonders vielfältiges Aufgabenspektrum. Mit dem Projekt „via.fit“ setzte sich das Unternehmen das Ziel, den komplexen Anforderungen des Arbeitsalltags seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treffsicher zu begegnen. Vor allem in der Startphase des Projekts war daher die genaue Analyse der Ist-Situation an den vielfältigen Arbeitsplätzen besonders wichtig. Welche spezifischen Belastungen gibt es in den jeweiligen Arbeitsabläufen? Wie kann gesundheitsgefährdenden Aspekten vor Ort nachhaltig entgegengewirkt werden?  

Den Grundsätzen der BGF-Charta des Netzwerks Betriebliche Gesundheitsförderung folgend, wurde die Belegschaft von viadonau direkt in die Projektumsetzung von „via.fit“ eingebunden und zur individuellen Arbeitssituation systematisch befragt. Die aus den Mitarbeiterbefragungen und sogenannten Gesundheitszirkeln gewonnenen Erkenntnisse flossen gezielt in Lösungs- und Verbesserungsvorschläge ein, um das allgemeine Verständnis für Gesundheitsfragen am Arbeitsplatz zu verbessern und zugleich ein maßgeschneidertes Gesundheitsangebot zu gestalten. Von Bewegungskursen, wie Rückenschulen über Vorsorgeuntersuchungen bis hin zu Biofeedbackanalysen und arbeitspsychologischen Sprechstunden widmet sich viadonau umfassend den speziellen Bedürfnissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch die Unterstützung konzentrierten Arbeitens spielt dabei eine wichtige Rolle. Um in einem zuweilen hektischen Arbeitsumfeld das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, wird ein eigens eingerichtetes „Denkerzimmer“ angeboten. Workshops zur Gesundheitsförderung im Arbeitsalltag, wie „Stressmanagement“ oder „Work Life Balance“,  fördern proaktives Denken und Handeln und vermitteln Wege, wie man bewusst und selbständig Gesundheitspotenziale am Arbeitsplatz stärken kann.  

Mit dem erfolgreichen Projekt „via.fit“ setzte viadonau ein deutliches Zeichen für eine service- und mitarbeiterorientierte Unternehmensentwicklung. Nach Abschluss des Projekts Ende 2014 wurde das Maßnahmenprogramm fest im Unternehmen verankert. Für das fortgesetzte gesundheitsfördernde Engagement von viadonau ist das BGF-Gütesiegel ein wertvolles Prädikat, mit dem das Unternehmen zeigen will, wie wichtig die ganzheitliche Zuwendung zu den Lebens- und Arbeitswirklichkeiten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist.

Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung
Das Netzwerk BGF verfügt über rund zwanzig Jahre Erfahrung im Bereich betriebliche Gesundheitsförderung und ist ein Zusammenschluss der Träger der gesetzlichen Krankenversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung, des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger, der Sozialpartner und des Fonds Gesundes Österreich als unterstützender Partner.    

Das BGF-Gütesiegel wird für jeweils drei Jahre verliehen und zeichnet Leistungen zur erfolgreichen Umsetzung von Projekten zur betrieblichen Gesundheitsförderung sowie deren nachhaltige Einbindung in die Unternehmensentwicklung aus.

Zur Fotogalerie der BGF-Gütesiegelverleihung 2016 in St. Pölten

]]>
viadonau
news-481 Fri, 12 Feb 2016 14:16:23 +0100 Aliens sind doch grün – der Japanische Staudenknöterich und die green invasion in Europa https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/aliens-sind-doch-gruen-der-japanische-staudenknoeterich-und-die-green-invasion-in-europa Der Japanische Staudenknöterich ist eine durch Menschenhand in unsere Landschaft eingebrachte Pflanzenart, die aufgrund ihrer rasanten Ausbreitung in Österreich und anderen europäischen Staaten bereits große Probleme bereitet. viadonau nimmt dieses Problem sehr ernst und reagiert mit gezielten Managementmaßnahmen. In Europa kommen rund 12 000 gebietsfremde Arten vor, wobei ca. 10-15% dieser Arten als invasiv eingestuft werden. Der Japanische Staudenknöterich ist eine dieser invasiven Arten, der durch seine enorme Regenerationsfähigkeit heimische Arten verdrängt und somit ökologisch wertvolle Flächen gefährdet. Die Art hat in China, Korea und Japan ihre Wurzeln, 1815 wurde die  Pflanze als Zier- und Viehfutterpflanze nach Europa gebracht. Auch durch Forstwirtschaft und Imkerei wurde der Japanische Staudenknöterich gezielt weiter in die Umwelt eingebracht. Erst einmal in der Natur verwildert, war der green invasion kein Kraut mehr gewachsen. Der Japanische Staudenknöterich eroberte rasant große Gebiete entlang aller Verkehrsachsen – egal ob Schiene, Straße oder Wasserstraße. Der Japanische Staudenknöterich ist also auch für viadonau ein großes Problem. Er verdrängt an Dämmen und Ufern die heimische Vegetation, darunter auch ökologisch wertvolle Feucht- und Trockenwiesen mit hohem Artenreichtum. Zudem bietet er geringeren Erosionsschutz, da die monodominanten Bestände im Winter zurückfrieren und erst ab März wieder austreiben.

Die Bekämpfung des Japanischen Staudenknöterichs stellt sich als äußerst schwierig dar. Es gibt noch keine Patentlösung, nach wie vor wird nach Methoden gesucht, die Art nachhaltig zu schwächen oder zu verdrängen. viadonau arbeitet beim Thema Neobiotabekämpfung gut vernetzt auf internationaler und nationaler Ebene und nimmt aufgrund der vielen in den letzten Jahren bei viadonau durchgeführten Maßnahmen eine Vorreiterrolle ein. Siehe z.B. European Knotweed Control Network

Der Japanische Staudenknöterich ist ein wahres Vitalitätswunder. Er ist sehr regenerativ, selbst kleine Teile können wieder anwurzeln, sodass die Handhabung des Schnittguts Sorgfalt erfordert, damit die Pflanze nicht noch weiter verbreitet wird. Außerdem stellt uns die Vermehrung durch 1-3 m tief in der Erde sprossende Rhizome, die wie „Speicherwurzeln“ wirken, immer wieder vor Herausforderungen. Es bilden sich sehr dichte Bestände, die jährlich neue Flächen erobern. Durch die enormen unterirdischen Ressourcen kann die Pflanze innerhalb weniger Wochen eine Wuchshöhe von 3 bis 4 Metern erreichen. An „guten“ Tagen ist ein Zuwachs von bis zu 30 cm möglich. Diese unterirdischen Speicherorgane trotzen übrigens auch Herbizidbehandlungen, Feuer, Kälte usw. viadonau verzichtet aufgrund der Gewässernähe völlig auf chemische Maßnahmen.

Zu den mechanischen Methoden zählen: Mahd, Mulchen, Ausgraben, Abdecken mit Folie, Einbringen von Konkurrenzpflanzen, Flämmen, Dämpfen und Vereisen. Auch die Beweidung durch Schafe und Ziegen ist eine Methode zur Bekämpfung. Deutlichstes Ergebnis des eingehenden Methodenvergleichs bei viadonau ist, dass die besten Erfolge durch oftmaliges Häckseln erzielt werden (5-8 x pro Jahr), wobei bei trockenen Bedingungen gearbeitet und sehr klein zerhäckselt wird, um Wiederaustrieb des Schnittguts zu verhindern.

viadonau wird auch 2016 wieder Kartierungen und Bekämpfungsmaßnahmen durchführen, denn um der green invasion wirkungsvoll zu begegnen, heißt es vor allem „dranbleiben“.

Die Autorinnen
Barbara Becker ist seit 2005 bei viadonau. Neben zahlreichen weiteren Aufgaben widmet sich die Umweltexpertin vor allem dem ökologischen Naturraum-Management sowie der Vorbereitung und Umsetzung von Renaturierungsprojekten.
E-Mail: Barbara.Becker[at]viadonau.org

Katrin Ehrenbrandtner ist Praktikantin bei viadonau im Team Umwelt/Ökologie und unterstützt und begleitet die vielfältige Arbeit der Umweltexpertinnen und -experten.
E-Mail: Katrin.Ehrenbrandtner[at]viadonau.org

]]>
Gut zu wissen
news-478 Tue, 09 Feb 2016 15:58:43 +0100 Wann kommt die nächste Trockenperiode? https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/wann-kommt-die-naechste-trockenperiode Ein neues Service erweitert den Vorhersagezeitraum für Niederwassersituationen an der Donau von 72 Stunden auf 120 Stunden. Die Daten stehen der Schifffahrt auf der DoRIS Website zur Verfügung. Niederwasserperioden können die Binnenschifffahrt stark einschränken, da bei geringen Wasserständen die Fahrten teilweise nur mit reduzierter Ladung möglich sind. In extremen Situationen ist ein Umladen für den Weitertransport notwendig. Um diese schwierigen Bedingungen in Zukunft besser einplanen zu können, wurde als unterstützendes Service die Niederwasserprognose verbessert.

Die Hydrologen von viadonau haben im April 2011 mit der Erstellung eines Niederwasserprognosesystems für die freien Fließstrecken an der österreichischen Donau begonnen. Ziel des Projekts ist es, möglichst lange Vorhersagezeiträume für die Pegel Kienstock und Wildungsmauer zu entwickeln und die erhobenen Daten in weiterer Folge über die DoRIS-Website der Schifffahrt zur Verfügung zu stellen. Neben dem allgemeinen Nutzen für die Transportlogistik dient diese Information auch der internen Planung für Erhaltungs- und Baumaßnahmen sowie Vermessungsarbeiten, denn die Durchführung dieser Arbeiten ist oft nur bei bestimmten Wasserständen oder Tiefen möglich. Somit ermöglicht die Methode beispielsweise eine bessere Planung bei der Umsetzung von wasserbaulichen Maßnahmen wie Buhnen und Längsbauwerken sowie der Durchführung von Baggerungen und Stromsohlenvermessungen.

Mit der Umsetzung wurde das Institut für Wasserbau und Ingenieurhydrologie der TU-Wien beauftragt. Als bestmögliche Lösung wurde ein konzeptionelles, kontinuierliches Wasserhaushaltsmodell vorgeschlagen, das die an der Abflussbildung beteiligten Prozesse durch mathematische Zusammenhänge beschreibt und die gemessenen Daten miteinander verknüpft. Die Zusammenarbeit von insgesamt sieben Partnerorganisationen und Behörden zur Bereitstellung der meteorologischen, hydrologischen, hydrographischen und kraftwerksrelevanten Daten ist eine wichtige Grundlage für die Qualität der Vorhersage.

Im hydrologischen Modell der Donau werden Echtzeitdaten von bis zu 91 Pegelmessstellen zur Korrektur verwendet und in weiterer Folge die einzelnen Abläufe für eine eine Art Lernprozess herangezogen. Die Systemergebnisse können dadurch laufend verbessert werden und die gewonnenen Erfahrungen in die zukünftigen Berechnungen einfließen.

Das untersuchte Einzugsgebiet erstreckt sich über fünf Staaten und hat insgesamt eine Fläche von 104.000 km², die sehr unterschiedliche Landschaftsformen vom Tiefland bis zum Hochgebirge einschließt. Die größten Zubringer sind der Inn, die Salzach, die Traun, die Enns und der Kamp – ihr Abflussverhalten wird durch die große Anzahl an Lauf- und Speicherkraftwerken stark beeinflusst ist.

Im Sommer und Herbst 2014 wurde die Niederwasserperiode des vergangenen Winters analysiert, um mit den gewonnenen Erkenntnissen das Prognosemodell weiter zu optimieren. Durch die dabei erlangten Informationen konnte viadonau den Prognosezeitraum auf 5 Tage ausweiten. Weitere Analysen und Optimierungen sind geplant.

 

]]>
Im Fluss
news-477 Tue, 09 Feb 2016 14:06:27 +0100 FAIRway Danube offiziell gestartet https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/fairway-danube-offiziell-gestartet Brüssel – Fünf Jahre lang, von Juli 2015 bis Juni 2020 arbeitet das internationale CEF-Projekt FAIRway Danube daran, die Informationslage zu den Seichtstellen entlang der Donau zu verbessern. Darauf aufbauend optimieren die Wasserstraßen-verwaltungen den Verlauf der Fahrrinne und können zusätzlich bedarfsgerechte Instandhaltungsmaßnahmen setzen, um die Sicherheit, Effizienz und Umweltfreundlichkeit der Binnenschifffahrt ganzheitlich weiterzuentwickeln. Begleitet von der Exekutivagentur für Innovation und Netze (INEA) wird das Projekt von sechs Ländern – Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Bulgarien und Rumänien – gemeinsam umgesetzt. Die Initiative wird von der „Connecting Europe Fazilität“ (CEF) der Europäischen Union gefördert. Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) übernimmt gemeinsam mit via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH – die Projektkoordination. Das länderübergreifende CEF-Projekt FAIRway Danube ist der erste Umsetzungsschritt des Masterplans zur Sanierung und Instandhaltung der Fahrrinne entlang der Donau und ihrer schiffbaren Nebenflüsse. Der Masterplan ist Teil des TEN-V-Arbeitsplans der Europäischen Kommission für den Rhein-Donau-Korridor und soll mit Hilfe koordinierter Maßnahmen der Anrainerstaaten infrastrukturelle Engpässe an der Donau beseitigen. Das Hauptaugenmerk von FAIRway Danube liegt darauf, zuverlässige, aktuelle und grenzübergreifend harmonisierte Daten zu Seichtstellen, Pegelständen und Pegelstandsprognosen bereitzustellen. Mit diesen Daten wird der Fahrrinnenverlauf an die aktuellen Gegebenheiten angepasst, um die vorhandenen Tiefen optimal zu nutzen. Gleichzeitig unterstützt FAIRway Danube damit die Konzeption weiterer Maßnahmen zur Sanierung und Instandhaltung der Fahrrinne entlang der gesamten Donau. Wesentliche Bestandteile von FAIRway sind der Pilotbetrieb neuer, harmonisierter Dienste für Wasserstraßennutzer, die Möglichkeit sich aktiv einzubringen und an technischen Vorgaben oder operativen Abläufen mitzuwirken. Die Einbindung Akteure und Stakeholder bei der  Bewertung der Ergebnisse aus den Pilotversuchen hat damit zentrale  Relevanz.

FAIRway im Überblick
FAIRway steht für die ganzheitliche Entwicklung der Wasserstraße und widmet sich insbesondere der Erhöhung der Sicherheit, Effizienz und Umweltfreundlichkeit der Binnenschifffahrt. Die Projektpartner setzen dafür folgende Maßnahmen:

  • Regelmäßige Updates der nationalen Aktionspläne (zweimal jährlich im Mai und Oktober)
  • Abgestimmte Beschaffung von moderner Messausrüstung für hydrologische Dienste (Pegel und Messschiffe)
  • Umsetzung und Auswertung der Pilotmaßnahmen:

      o Basisdaten für sämtliche kritischen Streckenabschnitte

      o Analyse und Bewertung der gesammelten Daten als Basis für eine einheitliche
         Bewertung der Fahrwasserverhältnisse

      o Harmonisierte Pegelstandsprognosen

      o Optimierte Verlagerung der Fahrrinne, basierend auf aktuellen Tiefendaten

  • Innovative Ansätze weiterentwickeln z.B. in den Bereichen Luftüberwachung sowie Methoden moderner Navigationsunterstützung und weitere Tools für Anpassungen des Fahrrinnenverlaufs

Partner und Unterstützer
Österreich: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit), via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH (viadonau)
Slowakei: Ministry of Transport, Construction and Regional Development of the Slovak Republic and Waterborne Transport Development Agency (ARVD)
Ungarn: Ministry of National Development (NFM), Nemzeti Infrastruktura Fejleszto Zrt. (NIF) and General Directorate of Water Management (OVF)
Kroatien: Ministry of Maritime Affairs, Transport and Infrastructure and Agency for Inland Waterways (AVP)
Bulgarien: Executive Agency "Exploration and Maintenance of the Danube River" (EAEMDR)
Rumänien: River Administration of the Lower Danube Galati (AFDJ), Administration of the Navigable Canals (ACN)

Eckdaten
Laufzeit: 07/2015 - 06/2020
Budget: 23,4 Mio. €
EU-Finanzierung (CEF): 19,6 Mio. €

Kontakt:
Andreas Bäck (Projektkoordination)
viadonau – Österreichische Wasserstraßen-
Gesellschaft mbH Donau-City-Straße 1, 1220 Wien
Tel: +43 (0) 50 4321-1609
E-Mail: andreas.baeck[at]viadonau.org

Claudiu Dutu (Projektkommunikation)
AFDJ - River Administration of the Lower Danube
Galati, 32 Portului Street, Romania
Tel: +40 (36) 460016
E-Mail: claudiu.dutu[at]afdj.ro

]]>
Presseinformation
news-475 Wed, 03 Feb 2016 15:15:04 +0100 Schwarze und weiße Schifffahrt – Die Bedeutung der Farbgebung in der Binnenschifffahrt https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/schwarze-und-weisse-schifffahrt-die-bedeutung-der-farbgebung-in-der-binnenschifffahrt Die schwarze Schifffahrt hat nichts mit Piratenschiffen zu tun, insbesondere auch nicht mit dem CO2-Ausstoß, denn dieser ist vergleichsweise niedrig, wodurch die Binnenschifffahrt einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele der Europäischen Union leisten kann. Schon mal ein schwarzes Passagierschiff gesehen? Die Unterteilung ist ziemlich simpel. Der Gütertransport auf der Donau erfolgt üblicherweise durch Schubverbände - diese bestehen aus einem oder mehreren antriebslosen Schubleichtern - oder Motorgüterschiffe. Diese Schiffe transportieren unter anderem Stahl aber auch wichtige Rohstoffe wie Erdöl, Kohle oder Getreide. Aus diesem Grund wird die Güterschifffahrt auch als schwarze Schifffahrt bezeichnet. Bereits in der Vergangenheit wurden die Schubleichter meist dunkel, schwarz lackiert. In die Jahre gekommene Schubleichter zeigen sich meist in der Farbe rostbraun.

Im Gegensatz dazu wird die Passagierschifffahrt, also Ausflugs- oder Kreuzfahrtschiffe, auch weiße Schifffahrt genannt. Die zum Einsatz kommenden Kabinenschiffe setzen höchste Maßstäbe in Sachen Komfort, Sicherheit und nautische Eigenschaften. Natürlich darf hier das passende Erscheinungsbild nicht fehlen. Diese Schiffe werden regelmäßig gereinigt, um den Ansprüchen der Passagiere gerecht zu werden. Neben der Pflege des Schiffes ist auch das Personal an Bord von Personenschiffen meist hell gekleidet. Der Kapitän mit seiner weißen Kapitänsmütze und weißen Uniform unterstreicht diese Bedeutung.

]]>
Gut zu wissen
news-473 Thu, 14 Jan 2016 09:43:15 +0100 Mit Schiff und Bahn! Österreich fördert weiterhin kombinierten Güterverkehr https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/mit-schiff-und-bahn-oesterreich-foerdert-weiterhin-kombinierten-gueterverkehr Das Innovationsförderprogramm Kombinierter Güterverkehr wurde bis 2020 verlängert. Durch dieses Förderprogramm werden Investitionszuschüsse von 30 bis 50 Prozent zu innovativen Transportsystemen, Transportgeräten, Machbarkeitsstudien und Ausbildungsmaßnahmen für den kombinierten Güterverkehr gewährt. Wann wird der nächste Call eröffnet?
Der Startschuss zum ersten Call ist bereits gefallen. Anträge können bis 29. Jänner 2016 beim AWS eingereicht werden. Drei weitere Calls sind für 2016 geplant.  

Wo finden Sie nähere Informationen?
Weitere Informationen und Förderbestimmungen zum „Innovationsförderprogramm Kombinierter Güterverkehr“ erhalten Sie auf der Homepage des bmvit. Speziell für den Bereich der Binnenschifffahrt werden weitere relevante Förderprogramme in der NAIADES Funding Database gesammelt.

]]>
Donaulogistik
news-472 Wed, 13 Jan 2016 16:08:33 +0100 Wasserstraße im Klimawandel – Das Abkommen von Paris und die neuen Chancen und Herausforderungen für die Binnenschifffahrt https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/wasserstrasse-im-klimawandel-das-abkommen-von-paris-und-die-neuen-chancen-und-herausforderungen-fuer-die-binnenschifffahrt Am 12. Dezember 2015 erklärten sich in Paris erstmals alle 195 Vertragsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention bereit, ab 2020 einen aktiven Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen zu leisten. Das gemeinsame Ziel: die Zunahme der Erderwärmung auf maximal 2°C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Der Straßengüterverkehr ist einer der bedeutendsten Schadstofferzeuger und für rund die Hälfte der in Österreich durch den Fahrzeugverkehr verursachten Treibhausgasemissionen verantwortlich. viadonau fördert die effiziente Verknüpfung der Verkehrsträger und will damit nicht nur Anreize für die Transportwirtschaft schaffen sondern den Straßengüterverkehr als bedeutende Schadstoffquelle nachhaltig entlasten. „Mehr Schiff – weniger Straße“ als Konzept für eine klimafreundliche Zukunft. Die Geschichte weiß: Frankreich ist ein guter Boden für Revolutionen mit globaler Wirkungskraft – warum nicht auch in Sachen Klimawandel? Denn das bei der 21. Weltklimakonferenz in Paris errungene Abkommen hat durchaus das Format einer historischen Wende: Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur auf nicht mehr als 2 °C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter, Förderung der Klimaresistenz und nachhaltige Verringerung der globalen Treibhausgasemissionen, finanzielle Stärkung klimafreundlicher Lösungen und Entwicklungen. Nicht nur die historische Einstimmigkeit ist bemerkenswert: da die bisherigen Emissionsziele für die angepeilten Begrenzungen nicht ausreichen, sollen die Fortschritte ab 2023 alle fünf Jahre überprüft und Reduktionsvorgaben, wenn möglich, auch erhöht werden können. Zudem werden jedes Jahr als finanzielle Unterstützung für den Klimaschutz zunächst 100 Milliarden Dollar von den Industrienationen zu den Ländern des Südens fließen – ein klares Signal, dass die internationale Staatengemeinschaft es diesmal ernst meint und den größten Klimasündern geschlossen den Kampf ansagt.

Österreich erklärte sich im Rahmen der zweiten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls (Kyoto II) bereit, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Obwohl europaweit der Bereich Energiewirtschaft mit Abstand der größte Treibhausgaserzeuger ist, bereitet vor allem der Straßenverkehr Kopfzerbrechen. Denn hier waren in den vergangenen Jahren neben der kontinuierlichen Zunahme des Personenverkehrs auch die stärksten Güter- und damit auch Emissionszuwachsraten zu verzeichnen. Mit 450 Millionen Tonnen wurden auf Österreichs Straßen im Jahr 2014 um 6,7 Prozent mehr Güter befördert als noch im Vorjahr. Tendenz weiter steigend. Laut Klimaschutzbericht des Umweltbundesamtes hatte der Verkehrssektor in Österreich im Jahr 2013 einen Emissionsanteil von 28 Prozent. Von 22,3 Millionen Tonnen Treibhausgase entfielen 12 Millionen Tonnen auf den Personenverkehr und rund 10 Millionen Tonnen auf den Straßengüterverkehr. Der Rest verteilte sich auf den Flug-, Schienen- und Schiffsverkehr. Seit 1990 fand im Verkehrssektor ein Anstieg von deutlich über 60 Prozent statt. Die durch den LKW-Verkehr verursachten CO2-Emissionen haben sich im selben Zeitraum sogar verdoppelt. Dabei gibt es Alternativen, die nicht unbedingt neu sind und trotzdem auf innovative Weise dem Klimawandel entgegenwirken können, wenn sie effizient in das europäische Gesamtverkehrsnetz eingebunden werden. So kann das Binnenschiff effizient genutzt die Treibhausgasbilanz Österreichs und Europas langfristig verbessern. viadonau widmet sich diesem Ziel in zahlreichen nationalen und internationalen Projekten und fördert die Binnenschifffahrt im Sinne des Nationalen Aktionsprogramms Donau ganzheitlich – von der multimodalen Vernetzung bis zu spezialisierten Bildungsangeboten.

Multimodal das Klima schonen
Wussten Sie, dass ein Schubverband mit vier Schubleichtern die Ladung von bis zu 280 LKW (25 Nt) oder 175 Güterwaggons (40 Nt) auf einmal befördern kann? Das Binnenschiff ist das Lastentier unter den Transportsystemen und weist ein besonders günstiges Treibhausgas-Leistungsverhältnis auf. Mit etwa 10,1 Millionen Tonnen transportierter Güter auf der Donau im Jahr 2014 in Österreich ist die Binnenschifffahrt jedoch immer noch ein unterforderter Juniorpartner im europäischen Transportnetz. Der Anteil des Binnenschiffs am Gesamtverkehrsaufkommen im österreichischen Donaukorridor betrug 2014 12 Prozent. Mit der Europäischen Donauraumstrategie will die Europäische Union den Anteil der Binnenschifffahrt am gesamten Güterverkehr auf 20 Prozent erhöhen und schärft den Fokus für die effizientere Nutzung und Vernetzung der verschiedenen Verkehrsträger. Wie auch schon das Vorläuferprogramm NAIADES (2006 – 2013) widmet sich der europäische Aktionsplan NAIADES 2 bis 2020 den dafür notwendigen infrastrukturellen, marktwirtschaftlichen und technisch-ökologischen Maßnahmen zur verantwortungsbewussten Förderung des multimodalen Transports. Um die von NAIADES festgelegten Ziele auch konsequent zu erreichen, koordiniert sich viadonau gemeinsam mit 12 Partnern aus 7 verschiedenen Ländern im dafür von der Abteilung für Transport und Mobilität (DG MOVE) der Europäischen Kommission ins Leben gerufenen Umsetzungsprojekt PLATINA 2 (2013 – 2016). Mit dem Nachfolgeprojekt von PLATINA (2008 – 2012) werden gezielt Anreize für die Binnenschifffahrt geschaffen und die Weichen für eine nachhaltige Zukunftsperspektive entlang der europäischen Wasserstraßen gestellt. Die effizientere Nutzung der Wasserstraße Donau steht auch im Mittelpunkt des 2015 gestarteten Nationalen Aktionsprogramms Donau des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie. Gemeinsam mit viadonau werden Umwelt-, Sicherheits- und wirtschaftliche Interessen gezielt zusammengeführt und so eine ausgewogene nachhaltige Entwicklung im österreichischen Donauraum gewährleistet.

Durch Modernisierung Vorteile stärken
Als natürlicher Verkehrsträger wird gerade die Wasserstraße von klimatischen Veränderungen besonders stark beeinflusst. Wetterextreme wie ausgedehnte Trockenperioden (Niedrigwasser) aber auch Starkregen (Hochwasser) beeinträchtigen die Transportkapazität und gefährden die Sicherheit der Binnenschifffahrt. Um die Nutzung der Wasserstraße Donau auch weiterhin möglichst zuverlässig zu gewährleisten, ist ein gemeinsames grenzübergreifendes Vorgehen notwendig. Mit dem Ende 2014 beschlossenen Masterplan für die gemeinsame Instandhaltung der Donau und ihrer schiffbaren Nebenflüsse gelang ein entscheidender Schritt zu einem gemeinschaftlich koordinierten Wasserstraßenmanagement entlang der gesamten Donau.  

Gute Rahmenbedingungen nutzt man besser mit moderner Technik. Das typische Binnenschiff auf dem österreichischen Donauabschnitt ist meist ein betagter Veteran – leistungsfähig aber technisch deutlich in die Jahre gekommen. Um es fit zu halten für die technischen und ökologischen Herausforderungen der Zukunft, muss auch Modernisierung daher ganzheitlich gedacht werden. Instandhaltung der Wasserstraße und schiffstechnische Innovationen gehen bei der Entwicklung eines modernen multimodalen Transportnetzes Hand-in-Hand. Besonders wichtig für viadonau: die Verbindung von Flexibilität und Treibstoffeffizienz. In internationalen Projekten wie MOWE-IT und ECCONET widmete sich viadonau gemeinsam mit Forschungsinstituten und Unternehmen bereits intensiv den Auswirkungen des Klimawandels auf die Binnenschifffahrt und Möglichkeiten, einem drohenden Transportrückgang auf den europäischen Wasserstraßen bis 2050 gezielt entgegenzuwirken. Aber welche technischen Schritte sind notwendig, um die Schifffahrt optimal auf schwieriger werdende Rahmenbedingungen vorzubereiten und zugleich ökologisch sinnvoll ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen? In Projekten wie MoVeIT! und „Innovative Danube Vessel“ wurde dazu das Potenzial verschiedener Modernisierungsstrategien ausgelotet und vielversprechende Schiffskonzepte mit unterschiedlichen Schwerpunkten erarbeitet. Dabei konnte gezeigt werden, dass etwa durch Modifizierung einzelner Konstruktionselemente des klassischen Schubschiffes bereits eine höhere Betriebsleistung und Transportkapazität erzielt werden kann. Der Einsatz des LNG-Treibstoffes (Flüssigerdgas) bietet zusätzliches emissionsverringerndes Potenzial. Die Schiffsstudie „LNG selbstfahrendes Schiff mit flexiblem Tunnel“ verbindet schließlich eine deutlich höhere Einsatzflexibilität durch neuartige Steuerungselemente mit den Vorteilen des LNG-Treibstoffes. Die Konzepte ermöglichen eine Treibstoffkostenersparnis zwischen 10 und 25 Prozent bei gleichzeitig höherer Leistungsfähigkeit – innovative und vor allem machbare Lösungsoptionen, die das Zukunftspotenzial der Binnenschifffahrt noch deutlich steigern können. Umweltfreundliche Investitionen in Güterschiffe, die regelmäßig auf der österreichischen Donau unterwegs sind, werden hierzu vom bmvit mit einem eigenen Förderprogramm finanziell unterstützt.

Potenzial nutzen lernen
Was nützt das modernste Instrument, wenn man nicht darauf zu spielen weiß? Um die wirtschaftlichen Vorteile des Binnenschiffs aber auch seine Stärken als umweltfreundliche Transportalternative optimal zu nutzen, sind maßgeschneiderte Bildungsangebote wichtig. Welche spezifischen Anforderungen hat der Transport mit dem Binnenschiff? Wie funktionieren Transportplanung und Umschlagsprozesse? Welche navigationstechnischen Hilfsmittel kommen zum Einsatz? Seit 2012 vernetzen viadonau und das Logistikum der FH Oberösterreich in Steyr Bildungseinrichtungen, Forschungsinstitute und Wirtschaft, um speziell aufbereitete Lehrangebote für die Logistikexpertinnen und –experten der Zukunft anzubieten. Mit REWWay – Research & Education in Waterway Logistics – entstand so eine neuartige und wirkungsvolle Bildungsplattform, die sich ausschließlich dem zukunftsträchtigen Wirtschaftsbereich Wasserstraße und seiner Professionalisierung widmet – mit Wissen und Erfahrung zur wirtschaftlichen Effizienz und ökologischen Nachhaltigkeit der Binnenschifffahrt.

„Die friedlichste aller Revolutionen“
Die Worte von Frankreichs Präsident Francois Hollande am Ende der 21. Weltklimakonferenz verdeutlichten die Tragweite des errungenen Abkommens und seine enorme Bedeutung für die gemeinsame Zukunft – jeder ist gefordert. Mit der engagierten Förderung der Vernetzung, Modernisierung und Professionalisierung der Binnenschifffahrt zeigt viadonau die Wasserstraße als echte Alternative und wirkungsvollen Mitstreiter in der globalen Revolution gegen den fortschreitenden Klimawandel und seine Folgen. 2015, das Jahr der historischen Einigung, war für zahlreiche Weltregionen das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

]]>
International
news-463 Fri, 18 Dec 2015 13:43:45 +0100 Internationales EU-Projekt CoRISMa für die gemeinsame Zukunft von RIS abgeschlossen https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/internationales-eu-projekt-corisma-fuer-die-gemeinsame-zukunft-von-ris-abgeschlossen Die Entwicklung und Umsetzung der River Information Services (RIS) ist eine Erfolgsgeschichte, die in Österreich bereits im Jahr 1999 ihren Anfang nahm. Mit maßgeblicher Unterstützung von viadonau hat sich seither in zahlreichen Ländern Europas der RIS-Standard etabliert. Als digitales Informationstool werden die River Information Services kontinuierlich verbessert und erweitert, um stets akkurate und zuverlässige Daten zum aktuellen Zustand der Wasserstraße auch über Staatsgrenzen hinaus zu gewährleisten. Besonders wichtig dabei ist die internationale Zusammenarbeit. Das TEN-V-Projekt CoRISMa widmete sich zwei Jahre intensiv den nächsten Entwicklungsschritten, um den europaweiten Erfolgskurs von RIS weiter zu festigen. Am 11. Dezember wurde das zukunftsorientierte Projekt in Antwerpen feierlich