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Ausgewählte Projekte

viadonau ist europaweit führende Kraft im Bereich naturnaher Flussbau und innovativem Gewässerschutz an Fließgewässern.

Im Rahmen vielzähliger Projekte haben wir unsere Kompetenz im ökologischen Wasserbau ausgebaut und verfügt über die notwendige Erfahrung zur Verbesserung ökologischer Bedingungen.

FGP - Maßnahmenkatalog

Für die Donau östlich von Wien wurde im Rahmen des „Flussbaulichen Gesamtprojekts Donau östlich von Wien (FGP)“ ein integrativer Maßnahmenkatalog entwickelt. 

Die darin enthaltenen Flussbaumaßnahmen sollen im gesamten Donauabschnitt zwischen dem Kraftwerk Freudenau und der österreichisch-slowakischen Grenze der Sohleintiefung nachhaltig entgegenwirken, umfangreiche Renaturierungen umsetzen sowie für zuverlässige Fahrwasserbedingungen für die Donauschifffahrt sorgen.

Im integrativen Planungsprozess des Vorhabens wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wasserbau, Schifffahrt und Ökologie arbeiten seit mehreren Jahren partnerschaftlich daran, eine optimale Lösung für die Donau östlich von Wien zu finden - z.B. in Form einer Stakeholder Beteiligung. Der FGP-Maßnahmenkatalog wird zur laufenden Auswertung der erreichten Projektwirkungen und zur Optimierung der Maßnahmen wissenschaftlich begleitet.

Aktuell hervorzuheben sind das Geschiebemanagement zur Stabilisierung der Wasserspiegellagen, die Wiederanbindung des Spittelauer Arms und des Nebenarmsystems Haslau-Regelsbrunn (Dynamic LIFE Lines Danube) sowie Revitalisierung der Paradeisinsel.

Nähere Informationen zum FGP-Maßnahmenkatalog finden Sie unter lebendige-wasserstrasse.at

LIFE Projekte

LIFE Natur Wachau

Ein Ziel des LIFE Natur-Wachau Projektes (2003 - 2008) war die Strukturierung des Donau-Hauptstromes. Mit dem Schotter, den viadonau aus der Schifffahrtsrinne baggert, wurden auf Basis des LIFE Wachau Kieskonzeptes, in Ufernähe Kiesbänke und Inseln angelegt. Dabei wurden 24 verschiedene Kiesstrukturen mit knapp 427.000 m³ geschüttet. Der im Wachauabschnitt gebaggerte Schotter verbleibt damit in der Wachau. Die Altarme bei Grimsing, Aggsbach Dorf und Rührsdorf-Rossatz wurden wieder mit der Donau verbunden. Das Ziel Alt- und Nebenarme wieder an die Donau anzubinden um langfristig die ganzjährige Durchströmung mit Donauwasser zu sichern wurde erfolgreich umgesetzt.

LIFE + Mostviertel Wachau

Das LIFE+ Projekt Mostviertel - Wachau (2009 - 2014) setzte Maßnahmen zur Verbesserungen der Flusslebensräume in zwei Natura 2000 Gebieten (Natura 2000 Gebiet „Wachau" bzw. "Wachau - Jauerling" sowie "Niederösterreichische Alpenvorlandflüsse" bzw. "Pielachtal") um.

Die Maßnahmen begünstigen und fördern alle Fischarten der Donau, wobei ein Großteil der 57 heimischen Donaufischarten auf der Rote Liste gefährdeter Arten geführt werden. Das Projekt leistet damit auch einen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität sowie zur Verbesserung der ökologischen Funktionsfähigkeit im Sinne der EU Wasserrahmenrichtlinie.

LIFE + Auenwildnis Wachau

Die „Auenwildnis“ wurde von 2015 bis 2022 in der Region Wachau umgesetzt. Mit der Insel Schönbühel und der Pritzenau sind neue Naturschutzgebiete im Ausmaß von über 60 ha entstanden. Das vorhandene Nebenarmsystem bei Rührsdorf-Rossatz wurde durch den neuen Nebenarm Schopperstatt erweitert und durch eine dritte Einströmöffnung sowie großzügige Brücken dynamisiert. Ein Uferrückbau, Uferabflachungen und Strukturmaßnahmen erhöhen die Habitatvielfalt für die strömungsliebenden donautypischen Fischarten. Die Schopperstattlacke blieb für strömungsmeidende Arten erhalten. Darüber hinaus wurden umfangreiche Maßnahmen für die Auwaldschaffung, Aufwaldverbesserung sowie die Zielarten Schwarzpappel, Amphibien und den Seeadler gesetzt.

Detailinformationen zum Projekt finden Sie in unserer Projektdatenbank.

LIFE IP IRIS - Erweiterung Marktau

Das Projekt „LIFE IP IRIS AUSTRIA – Integrated River Solutions in Austria“ (LIFE IP IRIS) ist das erste Integrierte LIFE-Projekt in Österreich. viadonau ist für Planung und Umsetzung des Pilotprojekts „Erweiterung Donaunebenarm Marktau“ verantwortlich. Ziel ist die Herstellung eines rd. 400 m langen Nebenarmes im Unterwasser des Donaukraftwerkes Ottensheim-Wilhering und begleitender Uferstrukturierungsmaßnahmen. Am 1. Juli 2025 begannen die Erdbauarbeiten zur Verlängerung des Nebenarms und der Gestaltung einer neuen Mündung mit Aussichtsplattform im Bereich der Ofenwasserbrücke. Das Gelände wird durch Umlagerung von rund 150.000 m³ Feinsedimenten flächig abgesenkt, um eine häufigere Überflutung und dynamische Auwaldstandorte zu ermöglichen. Dabei werden auch flache, mit Totholz strukturierte Ufer und steilere Böschungen hergestellt. Der Kiesaushub im Umfang von insgesamt rd. 130.000 m³ wurde für die Uferstrukturierung der Inselaußenseite und im Sommer 2026 für den Bau weiterer Kiesstrukturen per Schiff zwischen Altarm Ottensheim und Wilhering verwendet. In der abschließenden Projektphase 4 (2026-2027) werden die Projektergebnisse zusammengefasst und evaluiert.

 

LIFE + Renaturierung Untere March-Auen

Die March ist der größte linksufrige Zubringer im Oberlauf der Donau und gleichzeitig der einzige naturnahe Tieflandfluss pannonischer Prägung in Österreich. Aufgrund von Regulierungs- und Intensivierungsmaßnahmen im vergangenen Jahrhundert befindet sich der Fluss jedoch nur in einem mäßigen Zustand. Im Rahmen des von der EU geförderten Projekts “Renaturierung Untere March-Auen” wurden von Herbst 2011 bis Herbst 2019 ambitionierte Renaturierungsmaßnahmen und Artenschutzprojekte umgesetzt. Das Ziel des Projektes war die weitreichende Wiederherstellung einer naturnahen Flussdynamik in den Unteren March-Auen, die Extensivierung der Bewirtschaftung, sowie gezielte Maßnahmen der Bestandssicherung für gefährdete Arten.

Detailinformationen zum Projekt finden Sie in unserer Projektdatenbank.

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Robert Toegel

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Robert Toegel



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Letzte Änderung:
05. 08. 2026