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Umweltfreundliche Schifffahrt

Umweltfreundliche Schifffahrt – die Donau auf dem Weg zur klimafreundlichen Mobilität

Die Binnenschifffahrt zählt bereits heute zu den energieeffizientesten Verkehrsträgern Europas. Um die Klimaziele der Europäischen Union zu erreichen, muss jedoch auch die Schifffahrt ihren Beitrag leisten.

viadonau unterstützt diesen Wandel durch die Entwicklung nachhaltiger Infrastruktur, die Förderung innovativer Technologien und die Zusammenarbeit mit Partnern aus Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Verwaltung. Ziel ist eine Schifffahrt, die ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit verbindet.

Warum braucht die Schifffahrt neue Lösungen?

Klimaschutz
Im Zentrum steht die Reduktion von CO₂-Emissionen entlang der gesamten Transportkette. Der Umstieg auf alternative Kraftstoffe – wie hydrierte Pflanzenöle (HVO), Methanol oder Wasserstoff – sowie die schrittweise Elektrifizierung von Schiffsantrieben ermöglichen es, den ökologischen Fußabdruck der Binnenschifffahrt deutlich zu verringern. Dabei ist die Donauschifffahrt bereits heute eine der klimafreundlichsten Transportarten pro transportierter Tonne.

Effizienz
Technologische Innovationen spielen eine entscheidende Rolle, um Ressourcen optimal zu nutzen. Modernere Schiffstechnologien verbessern die Energieeffizienz, während optimierte Routenplanung Fahrzeiten und Treibstoffverbrauch reduziert. Digitalisierung – etwa durch intelligente Verkehrssteuerung und datenbasierte Logistiklösungen – trägt zusätzlich dazu bei, Kapazitäten besser auszulasten und Leerfahrten zu vermeiden.

Zukunftsfähige Infrastruktur
Damit die Donau auch künftig als verlässlicher Transportweg dienen kann, braucht es eine resiliente Infrastruktur. Das bedeutet: Wasserstraßen, die auch unter veränderten klimatischen Bedingungen – etwa schwankenden Wasserständen – funktionsfähig bleiben, gezielte Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel sowie ein nachhaltiger, ressourcenschonender Betrieb von Schleusen, Häfen und Wasserbauwerken.

Erst das Zusammenspiel dieser drei Bereiche – Klimaschutz, Effizienz und zukunftsfähige Infrastruktur – macht die Binnenschifffahrt auf der Donau zu einem tragenden Pfeiler einer nachhaltigen, europäischen Verkehrswende. Investitionen in diese Handlungsfelder stärken nicht nur den Umweltschutz, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der Wasserstraße als Transportkorridor der Zukunft.

Unsere Schwerpunkte

Dekarbonisierung der Flotte

Die Reduktion von Treibhausgasemissionen ist eine zentrale Herausforderung der Schifffahrt. Gemeinsam mit europäischen Partnern arbeitet viadonau an Lösungen für die Modernisierung bestehender Schiffe und die Integration alternativer Antriebssysteme.

Dazu zählen:

  • emissionsarme und emissionsfreie Antriebstechnologien
  • alternative Kraftstoffe und Energieträger
  • energieeffiziente Schiffskonzepte
  • Nachrüstung bestehender Flotten
  • digitale Systeme zur Optimierung des Energieverbrauchs

Nachhaltige Infrastruktur

Eine klimafreundliche Schifffahrt benötigt moderne Rahmenbedingungen. Deshalb entwickelt viadonau die Infrastruktur entlang der Donau kontinuierlich weiter.

Schwerpunkte sind:

  • Landstromversorgung für Liegestellen
  • Nutzung erneuerbarer Energien
  • Reduktion von Lärm- und Luftschadstoffemissionen
  • intelligente Infrastruktur für effiziente Betriebsabläufe

Digitalisierung für mehr Nachhaltigkeit

Digitale Lösungen helfen dabei, Transporte effizienter zu planen und Ressourcen zu schonen. Durch bessere Datenverfügbarkeit können Fahrten optimiert, Wartezeiten reduziert und Energieverbräuche gesenkt werden.

viadonau engagiert sich daher für:

  • digitale Informationssysteme für die Schifffahrt
  • intelligente Verkehrssteuerung
  • datenbasierte Routen- und Fahrplanung
  • Vernetzung entlang internationaler Transportketten

Ressourcenschutz und Kreislaufwirtschaft

Nachhaltigkeit endet nicht beim Antrieb. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen umfasst auch Abfallvermeidung, Recycling und den Schutz sensibler Ökosysteme entlang der Donau.

viadonau setzt sich für:

  • umweltgerechte Schiffsabfallwirtschaft
  • Vermeidung von Gewässerbelastungen
  • effiziente Ressourcennutzung
  • nachhaltige Betriebsprozesse

ein. 

Ausgewählte Projekte

SYNERGETICS

Im Rahmen des von der EU finanzierten Projekts SYNERGETICS werden Wasserstoff-Dual-Fuel-Motoren auf einem Crew-Transfer-Schiff getestet, während methanolbasierter Antrieb für einen Chemikalientanker entwickelt wird. Die Machbarkeit eines vollelektrischen Antriebs basierend auf austauschbaren Batteriepaketen wird auf einem Binnenschiffs-Containertransporter demonstriert, während die Elektrifizierung des Hauptantriebssystems auf einem Zementfrachter evaluiert wird. Zusätzlich werden Energiemanagementsysteme für Wasserstoff-Brennstoffzellen entwickelt. Hydrodynamische Verbesserungen werden auf einem Binnenschiff für Trockengut demonstriert. Der Catalogue of technical solutions for decarbonisation, das Handbook for vessel owners und die Scenarios for policy-makers, die im Rahmen des Projekts erstellt sind, werden den Übergang zu umweltfreundlicheren Betriebsweisen beschleunigen.

PLATINA

PLATINA4Action ist ein strategisches Projekt zur nachhaltigen Entwicklung der Binnenschifffahrt in Europa und als solches Teil des Horizon-Europe-Programms. Es unterstützt die Europäische Kommission bei der Umsetzung des Europäischen Aktionsplans NAIADES, der darauf abzielt, die Binnenschifffahrt nachhaltiger zu gestalten.

  • WP3 entwickelt und implementiert ein Emissionskennzeichnungssystem für Binnenschiffe, um die Transparenz zu fördern und Anreize für die Einführung sauberer Technologien zu schaffen. Durch die Schaffung eines klaren und standardisierten Rahmens soll das Label zu umweltfreundlicheren Investitionen anregen, Emissionsreduzierungen unterstützen und die Einhaltung der EU-Umweltpolitik erleichtern.  
  • WP4 konzentriert sich auf die Identifizierung, Bewertung und Unterstützung der Einführung innovativer emissionsfreier Technologien und Lösungen für die Binnenschifffahrt. Ziel ist die Überwindung von Umsetzungshindernissen durch die Entwicklung von Wirtschaftsmodellen, Aktionsplänen und Pilotprojekten, um sicherzustellen, dass diese Technologien in großem Maßstab eingeführt werden können und die Binnenschifffahrt umweltfreundlicher und nachhaltiger machen.
  • WP5 identifiziert technologische Lücken, bewertet den Reifegrad neu entstehender Innovationen und untersucht Finanzierungsmechanismen, die zur Unterstützung ihrer Entwicklung erforderlich sind. Durch die Ermittlung der Bereiche, in denen Investitionen und Forschung am dringendsten benötigt werden, soll die Marktreife nachhaltiger Lösungen beschleunigt und der Übergang zu einer umweltfreundlicheren Binnenschifffahrt vorangetrieben werden.

Das Hauptziel des Projekts Platina 3 war die Plattform für die Implementierung des NAIADES III Aktionsprogramms. Ziel war es, eine Brücke zum künftigen Forschungs-, Innovations- und Umsetzungsbedarf in der Binnenschifffahrt in Europa zu errichten. Strukturiert um vier Bereiche: Markt, Flotte, Arbeitsplätze und Qualifikationen, befasste sich das Projekt mit vier prioritären Themen für den Erfolg der Binnenschifffahrt:

  1. Integration und Digitalisierung der Binnenschifffahrt im Hinblick auf Verkehrsverlagerung und Synchromodalität;
  2. Null-Emissionen, Automatisierung und Klimaresilienz der Flotte;
  3. Gut ausgebildetes Personal, vorbereitet auf Null-Emissionslösungen und Automatisierung;
  4. Intelligente und klimaresiliente Wasserstraßen- und Hafeninfrastruktur als Drehscheiben für saubere Energie.

Zentrale Projektresultate:

  • Strategisches Netzwerk von SchlüsselstakeholderInnen, basierend auf intensivem, strukturiertem Austausch;
  • Strategie und Umsetzungsplan für Forschung und Entwicklung in der Binnenschifffahrt;
  • Rahmenplan zur politischen Umsetzung der Ergebnisse.

Ausgewählte Projektergebnisse zu Klimawandel und Binnenschifffahrt:

  • D2.2 Options for shallow-water / climate resilient vessels
  • D 4.1 Climate change adaptation strategies - information package for European inland waterway and port infrastructure managers

ECCONET

Das Projekt ECCONET untersuchte die Auswirkungen des Klimawandels auf die Binnenschifffahrt in Europa mit Schwerpunkt Rhein-Main-Donaukorridor. Hierfür wurden sowohl die Ergebnisse bereits bestehender Untersuchungen ausgewertet als auch neue meteorologische und hydrologische Berechnungen und Trendanalysen durchgeführt. Die darauf aufbauende Untersuchung geeigneter Adaptionsmaßnahmen betraf unter anderem den operativen Schiffsbetrieb, die Schiffstechnik, wasserbauliche Aktivitäten sowie Methoden zur Vorhersage von Wasserverhältnissen.

EWENT

Das 2009 gestartete Projekt EWENT befasste sich mit den Auswirkungen von extremen Wetterereignissen auf das Transportsystem der Europäischen Union. Ziel war es, Risiken und Konsequenzen für das Transportwesen zu identifizieren und einer monetären Beurteilung zu unterziehen. Es wurden Maßnahmen zum besseren Umgang mit extremen Wetterereignissen ausgearbeitet und Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Infrastrukturbetrieb und Politik formuliert.

MOWE IT

MOWE IT wurde als Folgeprojekt zum EWENT Projekt 2012 initiiert. Der Fokus des Projekts lag auf der Ermittlung von „best practices“ sowie der Entwicklung geeigneter Strategien, um Transportunternehmen, Behörden und Nutzer des jeweiligen Transportsystems bestmöglich dabei zu unterstützen, die Auswirkungen von Naturkatastrophen und extremen Wetterereignissen auf die Transportleistung- und Infrastruktur gering zu halten. An dem vom technischen Forschungsinstitut Finnland koordinierten Projekt waren 12 europäische Forschungsinstitute und Unternehmen aus 8 Ländern, darunter auch viadonau, beteiligt. Die Handlungsempfehlungen für den Binnenschifffahrtssektor sind im „Guidebook for Enhancing Resilience of European Inland Waterway Transport in Extreme Weather Events“ zusammengefasst.

Supergreen

Im Projekt SUPERGREEN wurde eine Reihe repräsentativer europäischer Transportkorridore hinsichtlich Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltfreundlichkeit des europäischen Transportsystems analysiert. Die ausgewählten Korridore wurden einem Benchmarking unterzogen, wobei Umweltaspekte, Infrastrukturparameter, Abgasemissionen, externe und interne Kosten betrachtet wurden. Schließlich wurde die Anwendung "grüner" Technologien auf die ausgewählten Transportkorridore genauer analysiert.

Seiteninformation
Juha Schweighofer

Ihr Kontakt
Juha Schweighofer



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Letzte Änderung:
17. 08. 2026