viadonau, Wirtschaft

Ein wirtschaftlicher Standort an der Wasserstraße bietet erhebliche strategische Vorteile – sowohl, wenn es um die Nutzung des Flusses als umweltschonenden Transportweg geht, als auch die gute Anbindung an das Schienennetz und die daraus entstehenden logistischen Synergien. Mit Fokus auf die niederösterreichische Donau wurde im Rahmen eines Workshops am 13. November im viadonau-Servicecenter Wachau (Krems) gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Wirtschaft einmal mehr das große Potenzial der verstärkten Nutzung der Wasserstraße herausgestellt.

Raum mit Workshop-Teilnehmer:innen

Foto: © viadonau

Während die Passagierschifffahrt auf der Donau immer beliebter wird, setzen heute auch zahlreiche nahe der Wasserstraße oder in den Häfen angesiedelte Betriebe das Binnenschiff gezielt als Transportmittel ein. Die erhöhten Anforderungen an die Donau stärken ihr wirtschaftliches Potenzial und kreieren neue Chancen. Wie lassen sich diese noch treffsicherer, effizienter und erfolgreicher nutzen? Um dieses wachsende Wirtschaftspotenzial der Wasserstraße unter aktuellen Gesichtspunkten gemeinsam unter die Lupe zu nehmen, war das Fachpublikum beim viadonau-Workshop in Krems breit aufgestellt – neben der verladenden Wirtschaft, welche die Donau bereits nutzt, und Passagier- und Güterschifffahrtsunternehmen fanden sich auch Hafen- und Infrastrukturbetreiber unter den Teilnehmer:innen.

viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler und Bettina Matzner, viadonau-Expertin für Donaulogistik, machten den Auftakt und eröffneten die Nachmittagsveranstaltung mit einer Vorstellung des Unternehmens und des Sektors – inklusive traditioneller Produkte für den Güterschifftransport, Vorteile des Zugangs zur Wasserstraße und Weiterentwicklungen der letzten Jahre.

Andreas Kirisits von ecoplus, der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, erläuterte die Rahmenbedingungen von Wirtschaftsparks und die Serviceleistungen des Investorenservices des Unternehmens. Im Zuge dessen präsentierte er Anfragen mit Wasserbezug der letzten Jahre. Dabei konnte aufgezeigt werden, dass es eine Vielzahl positiver Beispiele für die Ansiedelung an der Donau in Niederösterreich gibt – auch aktuell seien Unternehmungen geplant. Der Experte resümierte, dass die Synergien mit anderen bereits angesiedelten Unternehmen und die bestehende Infrastruktur wichtige Argumente für die Einbindung der Wasserstraße darstellten.

Die viadonau-Expertinnen und -Experten für den Bereich Liegenschaften Harald Beutl, Markus Hofbauer und Anna Stippel illustrierten Liegenschaftsentwicklung und -management anhand konkreter Beispiele und trugen so zu einem ganzheitlichen Verständnis für ein komplexes und für neue wirtschaftliche Ansiedlungen bedeutendes Themenfeld an der Donau bei. 

Nach einer Kaffeepause, die zum Stärken und Netzwerken genutzt wurde, eröffnete Martin Schoder die zweite Hälfte der Veranstaltung mit einer Vorstellung der Garant Tiernahrung GmbH, die in Pöchlarn und Aschach an der Donau bereits den Zugang zur Wasserstraße für den Bezug von Rohstoffen nutzt. 

In seinem Vortrag über das Passagierschifffahrtsunternehmen Lüftner Cruises thematisierte Radu Comanici die Herausforderungen im laufenden Betrieb, die im Anschluss zu einer lebhaften Diskussion mit den Teilnehmer:innen anregten. Hervorzuheben ist Comanicis positive Rückmeldung zum Pilotversuch „Flexible Infrastruktur“ im Rahmen des Projekts FAIRway Danube II. Darüber hinaus berichtete Comanici über den kompletten Neubau eines Passagierschiffes und dessen niederwassergeeigneten Tiefgang von 1,3 Meter.

Gerhard Gussmagg vom Rhenus Donauhafen Krems schloss mit seinem Vortrag zu den im Hafen Krems angebotenen Services und der zur Verfügung stehenden Ansiedlungsfläche von rund 25.000 Quadratmeter die Veranstaltung. Neben einer top-entwickelten Hafeninfrastruktur, die den logistischen Herausforderungen von morgen gewachsen sein müsse, verdienten laut Gussmagg der Wachstumsmarkt der Schüttgüter und der Hoffnungsmarkt der Windkraft besondere Aufmerksamkeit.