Die Verkehrsminister der Donauanrainerstaaten beschlossen am 3. Dezember 2014 in Brüssel den Masterplan zur harmonisierten Wasserstraßeninstandsetzung und -haltung. Das EU-geförderte Projekt „FAIRway Danube“ setzt wesentliche Maßnahmen daraus in die Tat um und setzt damit einen wichtigen Schritt für die vollständige Implementierung des Masterplans entlang der Donau und ihrer schiffbaren Nebenflüsse.

Aktuelle, verlässliche und harmonisierte Informationen zu Seichtstellen, Wasserständen und Pegelprognosen sollen entlang der gesamten Donau zur Verfügung stehen. Sie sind nicht nur wichtig für die Planung von Transporten auf der Wasserstraße, sondern auch für ihre Instandhaltung, die Konzeption von wasserbaulichen Maßnahmen oder das Anpassen des Fahrrinnenverlaufes.

Die beteiligten Wasserstraßenverwaltungen setzen im Rahmen von FAIRway folgende Schritte: 

  • Erstellen abgestimmter nationaler Aktionspläne sowie Konzeption von Pilotaktivitäten zur Umsetzung des Masterplans
  • Abgestimmtes Ankaufen moderner Ausrüstung für hydrologische Dienste (Pegelwesen, Vermessung, etc.)
  • Durchführen und Evaluieren der Pilotaktivitäten:
    - Grundlagendaten für alle kritischen Streckenabschnitte
    - Einheitliches System zum Monitoring des Zustands der Wasserstraße
    - Harmonisierte Pegelprognosen
    - Optimiertes Verlegen der Fahrrinne
  • Entwicklung innovativer Ansätze
  • Aufbereitung von benötigten Grundlagen für zukünftige Projekte zur weiteren Umsetzung des Masterplans

Dauer und Budget

01.07.2015 - 31.12.2021

Budget: EUR 23,4 Mio.
EU-Finanzierung (CEF): EUR 19,6 Mio.

Meilensteine

  • Die National Action Plans mit Statusberichten zur Situation an den Seichtstellen und den Erhaltungsmaßnahmen aller Partner werden jährlich im Mai und Oktober aktualisiert.
  • Die Machbarkeitsstudie zur Modernisierung der Schleuse Gabčíkovo wurde 2016 finalisiert.
  • Treffen der Europäischen Verkehrsministerinnen und -minister am 20.06.2016. Die National Action Plans dienten als Input.  
  • User Foren werden von allen Projektpartnern im jeweiligen Land abgehalten. Das österreichische User Forum entspricht der jährlichen Bau- und Schifffahrtsbesprechung.
  • Die Ausschreibung des transnationalen Wasserstraßen Monitoring Systems (WAMOS) läuft.
  • Abstimmungen zu harmonisierten Pegelprognosen haben begonnen.

Aktuelles und Projektstatus

  • Das ungarische Vermessungsboot wurde von TEN-T Koordinatorin Karla Peijs getauft aund auch das slowakische Arbeitsschiff in Betrieb genommen.
  • Das transnationalen Wasserstraßenmonitoringsystem (WAMOS) wurde im November 2019 in Betrieb genommen.
  • Die Abstimmungen zu harmonisierten Pegelprognosen schreiten voran.

Die Pilotaktivitäten wurden gestartet:

  • 5 Vermessungsboote und ein Single-beam Vermessungsgerät,
  • 37 Pegelmessstellen und
  • 4 Bojenleger / Arbeitsschiffe 

wurden bislang von den beteiligten Verwaltungen in Betrieb genommen.

  • 2020 erfolgte erstmals der flächendeckenden Pilotbetrieb des angeschafften Equipments in der Slowakei, Ungarn, Kroatien, Bulgarien und in Rumänien.
    2021 wird der transnationale Pilotbetrieb fortgeführt und das Projekt im 4. Quartal im Rahmen eines in Rumänien geplanten Events erfolgreich abgeschlossen.
  • Die erstellte Machbarkeitsstudie für die Schleusen Gabčíkovo war eine wichtige Grundlage für ein derzeit bereits laufendes Investitionsprojekt zur Sanierung dieser Schleusen. Auf Basis dieses Modells werden nun auch die serbischen Schleusenkammern am Eisernen Tor (Djerdap 1) bis 2021 saniert. Beide Projekte werden mit finanzieller Unterstützung durch die EU durchgeführt.
  • Die Einbindung der Wasserstraßennutzer und Interessenvertretungen erfolgt über nationale Stakeholder-Treffen, die jährlich in der Slowakei, in Ungarn, Kroatien, Bulgarien und Rumänien stattfinden. Die Präsentation der Projektergebnisse in Österreich erfolgt im Rahmen der Bau- und Schifffahrtsbesprechungen.



Das Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Maßnahme 05. Harmonisierung des Wasserstraßenmanagements im Donauraum vorantreiben des Aktionsprogramms Donau des bmvit bis 2022.