BELEBEN – Maßnahmen zur Wiederbelebung der Au

Um die Donau-Auen zwischen Maria Ellend und Wildungsmauer zu erhalten, müssen umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen umgesetzt werden. Von besonderer Bedeutung ist dabei die tiefgründige und breite Wiederanbindung des Nebenarms an die Donau. Nahezu ganzjährig soll wieder Wasser in das Nebenarmsystem einfließen können. Mit dem Wasser können auch die Fische in das Gewässer ein- und auswandern. Denn die geschützten Nebenarme sind eine wichtige Kinderstube vieler Donaufische. Bei höheren Wasserständen soll der Nebenarm seinen Lauf verlagern dürfen, damit neue Ufer und junger Auwald entstehen können.

Aber auch in der Donau selbst wird renaturiert: Durch die Entfernung der harten Steinverbauung am Donauufer kann sich in diesem Abschnitt die Donau ihr Ufer wieder selbst ganz natürlich gestalten. Der Fluss wird dadurch wieder stärker und besser mit dem Auwald verbunden und die Fische bekommen Einstände und Versteckmöglichkeiten. Flache Kiesufer stellen einen wichtigen Lebensraum für hochspezialisierte Pflanzen und Tiere dar – wie etwa den Flussregenpfeifer, der seine Eier auf den Kiesflächen ablegt. Der Fluss erhält durch die Rückbauten mehr Raum in die Breite. Das entlastet die Stromsohle, die oben beschriebene Eintiefung wird reduziert, wodurch auch die Wasserspiegel gehalten werden können. Gleichzeitig senken Aufweitungen durch Uferrückbauten die Hochwasserspiegel.

Eine Visualisierung des Zustandes nach Bau ist auf der Startseite zu finden. Eine detailliertere Beschreibung der geplanten Rückbau-Maßnahmen finden Sie auf der Projektwebsite von Dynamic LIFE Lines Danube, hier.

Die Bewahrung und Verbesserung des Nebenarmsystems Haslau-Regelsbrunn ist auch der EU ein großes Anliegen. Die Maßnahmen sind Teil des Projekts „Dynamic LIFE Lines Danube“, welches im Rahmen des LIFE Förderprogramms gefördert wird. Am Spittelauer Arm gegenüber von Hainburg wurde die Gewässervernetzung bereits erfolgreich umgesetzt.