viadonau, Wirtschaft

Mit der Fertigstellung eines rund 400 Meter langen Teilstücks bei der Schiffsanlegestelle in Linz ist der Geh- und Radweg entlang der Donau von Linz bis St. Margarethen nun durchgängig befahrbar. Die insgesamt 3,1 Kilometer lange Verbindung für Radfahrende und Fußgänger:innen verbessert in der Landeshauptstadt zugleich die Situation für ankommende Schiffsreisende.

Donauufer und Treppelweg nahe der Linzer Innenstadt

Freizeit- und Tourismus-Infrastruktur mit Qualität in Innenstadtnähe. Im Zuge der Arbeiten am Treppelweg wurden auch die Schiffsanlegestellen umfassend modernisiert, Foto: © viadonau

Gruppenbild

Starke Projektgemeinschaft: Vertreter:innen von viadonau, Land Oberösterreich, der WGD Donau Oberösterreich Tourismus GmbH, Stadt Linz und Linz AG eröffnen den runderneuerten Weg- und Uferabschnitt, Foto: © viadonau

Im Zentrum der Arbeiten stand der Bereich des Treppelwegs bei der Anlegestelle, wo unterschiedliche Nutzungsansprüche aufeinandertreffen. Ziel war es, eine ausgewogene Lösung für alle Beteiligten zu schaffen. Im Zuge der Bauarbeiten wurden auch die beiden Schiffsanlegestellen neu errichtet. Das Gemeinschaftsprojekt von viadonau, dem Land Oberösterreich und der WGD Donau Oberösterreich Tourismus GmbH in Kooperation mit der Stadt Linz und Linz AG vereint Mobilität, Sicherheit und ein herzliches Willkommen für Gäste der Donauschifffahrt.

„Die Donau ist eine der großen Verkehrs- und Reiserouten Mitteleuropas. Als Schifffahrtsweg, vor allem aber mit dem an beiden Ufern verlaufenden Donauradweg hat sie für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft in Oberösterreich eine enorme Bedeutung und ist ein echtes Aushängeschild des Tourismus in der Donauregion. Im Vorjahr waren mehr als 900.000 Radlerinnen und Radler am Donauradweg in Österreich unterwegs. Stetige Investitionen in den Erhalt und Ausbau der touristischen Infrastruktur der Donauregion sichern die Angebotsqualität und steigern die Attraktivität der Donauregion als Urlaubs- und Ausflugsziel. Dazu zählt der neue Radweg bis St. Margarethen genauso wie die neuen Landstromanlagen, die nicht nur touristischen Nutzen, sondern auch massive ökologisch Vorteile bringen, sowier wie die Initiative ‚Discover your Danube‘, in der zehn Länder gemeinsam und grenzüberschreitend für die Donau werben“, erklärt Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner.

„Mit dem Lückenschluss am Donauradweg in Linz setzen wir ein starkes Zeichen für eine moderne und sichere Infrastruktur entlang der Donau. Dieses Projekt zeigt, wie es gelingt, unterschiedliche Nutzungen sinnvoll zu verbinden und gleichzeitig die Qualität für Alltag und Freizeit spürbar zu erhöhen. Davon profitieren nicht nur die Menschen in der Region, sondern auch die vielen Gäste, die Linz über die Donau erreichen“, betonte Verkehrs-Landesrat Günther Steinkellner.

Ein modernes Entree für Kreuzfahrtschiffe und Gäste

Die Schiffsanlegestellen in Linz wurden im Zuge des Projekts umfassend modernisiert und bieten nun ein attraktives und funktionales Entree für Kreuzfahrtschiffe und ihre Gäste. Die Zugangsstege wurden auf eine Breite von 2,5 Metern erweitert und barrierefrei gestaltet. Ein neuer Anstrich, die Beleuchtung des Gehbereichs sowie die Landstromversorgung sorgen für Sicherheit und Nachhaltigkeit.

Darüber hinaus wurden klare Beschilderungen und ein verbessertes Guiding-System in Linz umgesetzt, um den Gästen einen sicheren und attraktiven Zugang zur Stadt zu ermöglichen. Eine Anlegestelle wurde an die Wasserversorgung angeschlossen, und zwei gesicherte Abstellplätze für die Müllentsorgung der Linz AG geschaffen. Die Zufahrt für die Ver- und Entsorgung der Schiffe ist ebenfalls gewährleistet.

Investitionen und Bauzeit

Insgesamt wurden ca. 3,5 Mio. Euro in das Projekt investiert, das von September 2025 bis April 2026 umgesetzt worden ist. Die Modernisierung der Anlegestellen und der Ausbau des Radweges sind ein gelungenes Beispiel dafür, wie gezielte Investitionen in Infrastruktur direkt zur Stärkung des Tourismusstandorts Linz beitragen.

Statements der weiteren Projektpartner

„Gerade in diesem sensiblen Abschnitt war es uns ein großes Anliegen, die unterschiedlichen Interessen auf dem Treppelweg an der Donau partnerschaftlich zu vereinen. Mit dem gelungenen Lückenschluss des Rad- und Gehwegs haben wir nun eine sichere und attraktive Lösung für Radfahrende, Fußgängerinnen und Fußgänger sowie die Schifffahrt geschaffen“, betont viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler.

„Der nun durchgängige Geh- und Radweg nach St. Margarethen ist Projekt mit dem die Stadt ihrem Namen ‚Linz an der Donau‘ gerecht wird. Für Fußgänger und Radfahrer rückt die Stadt ein großes – drei Kilometer langes - Stück näher an die Donau. Der neue Geh- und Radweg schafft nicht nur eine hochwertige und vor allem sichere Alltagsverbindung, sondern eröffnet auch neue Freizeitmöglichkeiten. Das drei Hektar große Naherholungsgebiet Donaustrand in Margarethen wird nun zum attraktiven Radausflugsziel direkt vom Stadtzentrum aus. Ein weiterer Meilenstein wird die geplante Geh- und Radwegrampe der Nibelungenbrücke beim Lentos Kunstmuseum Linz sein. Der Baustart erfolgt noch heuer, die Fertigstellung ist für Sommer 2027 vorgesehen. Damit verbessern wir die Anbindung an das Donauufer zusätzlich und schaffen eine durchgängige, komfortable Radinfrastruktur“, erklärt Vizebürgermeister Mag. Martin Hajart, MBA.

„Mit der Fertigstellung dieses Abschnitts setzen wir einen wichtigen Impuls für die touristische Weiterentwicklung unseres Donauufers, denn für viele internationale Schiffsgäste ist es der erste Berührungspunkt mit Linz – umso entscheidender ist es, hier einen attraktiven, modernen und gut angebundenen Welcome Point zu schaffen. Die Kombination aus hochwertiger Radinfrastruktur, aufgewerteter Aufenthaltsqualität und funktionierender Anbindung zeigt, wie gezielte Investitionen in Infrastruktur direkt zur Stärkung unseres Tourismusstandorts beitragen. Dieses Gemeinschaftsprojekt ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Land, Stadt und Partner gemeinsam an der Weiterentwicklung von Linz als lebenswerte und international sichtbare Destination arbeiten“, so Tourismusstadträtin Doris Lang-Mayerhofer.

„Mit diesem Projekt haben wir ein schönes Entree für Kreuzfahrtschiffe und ihre Gäste geschaffen. Linz heißt sie herzlich willkommen und zeigt, wie wichtig uns die Verbindung von Mobilität, Aufenthaltsqualität und touristischer Attraktivität ist. Die Kombination aus Radweg, Gehbereich und der Versorgung der Schiffe mit einer großzügigen Breite war eine hervorragende Gelegenheit, eine Begegnungszone zu schaffen, die die Bedürfnisse von Radfahrenden, Einwohnerinnen und Einwohner sowie Schiffsgästen gleichermaßen berücksichtigt. Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten und den ausführenden Baufirmen, die es ermöglicht haben, das Projekt rechtzeitig zum Saisonstart abzuschließen. Die ersten Rückmeldungen der Schiffe zeigen, dass die Aufwertung der Anlegestellen wohlwollend aufgenommen wurde und Linz nun gleichwertig mit anderen internationalen Destinationen wahrgenommen wird“, ergänzt Petra Riffert, Geschäftsführerin WGD Donau Oberösterreich Tourismus GmbH.

LINZ AG-Generaldirektor DI Erich Haider, MBA, freut sich über die Fertigstellung des Teilstücks an der Donau. Er hebt die Leistung seines Unternehmens bei der wichtigen Elektrifizierung der Schiffsanlegestellen hervor: 

„Mit der Fertigstellung des Radwegs geht die offizielle Eröffnung jener Landstromanlagen, die sich flussaufwärts der Nibelungenbrücke befinden, einher. Linz verfügt insgesamt über sieben Anlagen, die 13 Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig mit Landstrom versorgen können. Die Anlagen tragen wesentlich zur Aufwertung der Linzer Schiffsanlegestellen bei. Ein Beitrag, der den Reisenden und dem Personal auf den Schiffen, den Anrainerinnen und Anrainern sowie allen, die sich an der Donaulände aufhalten, genauso zugutekommt wie der Umwelt. Denn der größte Vorteil der Landstromanlagen ist die beträchtliche Reduktion der Lärm- und Luftschadstoff-Emissionen an den Anlegestellen. In diesem Sinne freue ich mich über das gelungene Gesamtprojekt und bedanke mich insbesondere bei unserem Projektteam für die geleistete Pionierarbeit und den großen Einsatz für die gute Sache.“ 

Für die Errichtung der Landstromanlagen in Oberösterreich standen Fördermittel von Bund und Land zur Verfügung. Das LINZ AG-Projekt nahm zum Zeitpunkt der Beschlussfassung österreichweit eine Vorreiterrolle ein. Inzwischen folgten Initiativen in Niederösterreich und Wien dem Beispiel. Die Maßnahmen in Ober- und Niederösterreich wurden auch im Rahmen des CEF-Förderprogramms der EU gefördert und damit kofinanziert.