Jahresbericht Donauschifffahrt 2025: Flusskreuzfahrten legen deutlich zu, Passagieraufkommen auf Vor-Pandemie-Niveau
Der neue Jahresbericht Donauschifffahrt in Österreich ist erschienen. Er zeichnet mit vielen Daten und Fakten ein Bild von der Binnenschifffahrt auf der österreichischen Donau: Die Personenschifffahrt wächst um zehn Prozent, zählt nun 1,21 Millionen Passagiere. Der Güterverkehr auf der österreichischen Donau sinkt allerdings um 11,6 Prozent. Der Anteil der Binnenschifffahrt am Modal Split des Donaukorridors liegt bei knapp sechs Prozent.
Die Donauschifffahrt in Österreich zeigt 2025 ein differenziertes Bild: Während die Personenschifffahrt deutlich zulegen konnte und die Unfallbilanz erneut sehr positiv ausfällt, steht die Güterschifffahrt vor einigen Herausforderungen. Das zeigt der aktuelle „Jahresbericht Donauschifffahrt in Österreich 2025“ des Wasserstraßenbetreibers viadonau.
Erfreulich entwickelte sich im Vorjahr die Personenschifffahrt. Auf dem österreichischen Donauabschnitt wurden 2025 rund 1,21 Millionen Passagiere befördert, das ist ein Anstieg von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sowohl die Linienschifffahrt als auch die Flusskreuzfahrten trugen zu diesem Wachstum bei. Die Flusskreuzfahrten legten um 12,8 Prozent auf rund 530.000 Passagiere zu. Auch der Linienverkehr entwickelte sich positiv: Mit rund 590.000 Fahrgästen wurde ein Plus von 9,3 Prozent erzielt. Damit nähert sich das Passagieraufkommen wieder dem Niveau der Jahre vor der Pandemie.
Sehr gute Sicherheitsbilanz
Positiv fällt auch die Unfallbilanz der Schifffahrt auf dem österreichischen Donauabschnitt aus. Im Jahr 2025 wurden 20 Unfälle mit Schadenswirkung registriert. Dabei wurde eine Person leicht verletzt, Todesopfer gab es keine. Die häufigsten Unfallarten waren Anfahrungen von Schleusenanlagen und Brücken sowie Beschädigungen am Ufer. Die Bilanz zeigt die hohe Bedeutung der Donau als sicherer Verkehrsträger, gerade im Vergleich zu Landverkehrsträgern Schiene und Straße ist die Wasserstraße ungeschlagen.
Auch bei der Verfügbarkeit der Wasserstraße zeigt der Jahresbericht ein positives Bild: 2025 war die österreichische Donau an allen 365 Tagen ohne behördliche Sperre befahrbar; weder Hochwasser noch Eis führten zu einer behördlichen Sperre. Gleichzeitig erschwerten Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser 2024 zu Beginn des Folgejahres sowie einige Niederwasserperioden insbesondere östlich von Wien die Bedingungen für die Güterschifffahrt.
Rückgang im Transportaufkommen bei Transit und Importmengen
Weniger erfreulich zeigte sich die Entwicklung des Güterverkehrs. Nach der Erholung im Jahr 2024 konnte sich das Transportaufkommen 2025 nicht halten. Mit 5,8 Millionen Tonnen lag es um 11,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Besonders stark gingen die Import- (-21,9 Prozent) und Transitmengen (-44,4 Prozent) zurück. Der wasserseitige Umschlag der österr. Donauhäfen verzeichnete im Vergleichszeitraum einen Rückgang von 3,4 Prozent.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch im österreichischen Donaukorridor wider. Von den 2025 grenzüberschreitend auf Straße, Schiene und Donau transportierten 85,4 Millionen Tonnen entfielen 65 Prozent wiederum auf die Straße, 29 Prozent auf die Schiene (+1% gegenüber dem Jahr davor) und nur noch 6 Prozent auf die Binnenschifffahrt (-1% gegenüber 2024).
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