ERLEBEN – Naherholung und Wegenetz
Auch der Mensch soll die Möglichkeit haben, diese wiederbelebten, naturnahen Donau-Auen zu erleben. Deshalb ist der Naherholung in diesem Projekt ein eigenes Arbeitspaket gewidmet. Die umfangreichen Renaturierungen werden das Landschaftsbild verbessern und natürlicher machen, sie haben aber auch Auswirkungen auf das gewohnte Wegenetz. Daher wurden Vorschläge erarbeitet, wie die Au auch in Zukunft auf neuen Pfaden erlebt und erkundet werden kann. Darüber hinaus sind ein Naturbadeplatz und Rastplätze Teil des Maßnahmenpakets. Die bestehende Fährverbindung zum gegenüberliegenden Donauufer soll erhalten bleiben.
Der Treppelweg zwischen Haslau und Regelsbrunn ist derzeit bei Donauwasserständen unterhalb des Mittelwasserstandes (durchschnittlicher Wasserstand) durchgängig begehbar. Im Rahmen der Gewässervernetzung Haslau – Regelsbrunn und des Uferrückbaues wird der Treppelweg abgebaut (als Nr.„6“ auf der Karte oben ersichtlich). Der Abschnitt wird durch einen Fußpfad auch nach dem Rückbau begehbar bleiben, allerdings nur mehr bei deutlich niedrigeren Wasserständen (deutlich unter Niederwasser). Damit die Donau am Treppelweg aber dennoch erlebbar bleibt, kann in den beiden Ortschaften Haslau und Regelsbrunn jeweils ein neuer Rundweg angelegt werden. Darüber hinaus wird es an einem neuen Wildbadeplatz möglich sein zu baden. Auch Verbesserungen am bestehenden Wegesystem sind möglich. Weiters bestehen die Möglichkeiten, die vorhandenen Wege durch Sitzmöglichkeiten, verbesserte Sichtachsen, etc. aufzuwerten.
Plan 2: Abschnitt Maria-Ellend bis Haslau
In Haslau kann dafür eine bestehende Traverse begehbar gemacht werden („3“ auf Plan 2). So könnte ein neuer attraktiver Rundweg mit etwa 2,5 km Länge entstehen. Für jene, die weiter gehen möchten, wird es möglich sein, bis zur neuen Fischa-Mündung bzw. nach Maria Ellend zu wandern. Als Wildbadeplatz ist der ehemalige Einströmbereich vorgesehen („5“ auf Plan 2), und es ist auch ein weiterer Badebereich direkt am Donauufer möglich, welches dann ein kiesiges Flussufer sein wird - („4“ auf Plan 2).
Im Ortsteil Maria Ellend wurde bereits ein Wegstück beim Krickldamm wieder begehbar gemacht und die Traverse saniert („1“ auf Plan 2). Die renaturierte Fischamündung ist ein lohnendes Ausflugsziel. Ein ehemals genutzer Forstweg wird wieder erschlossen, um das Wegenetz zu erweitern („2“ auf Plan 2). Somit wäre es erstmal wieder möglich, je nach Lust und Verfassung, auf unterschiedlich langen Wegen die Au zwischen Maria Ellend und Haslau zu erleben.
Plan 3: Abschnitt Regelsbrunn bis Wildungsmauer
Die Regelsbrunner Traverse wird einen sehr großzügigen, etwa 50 m breiten Durchlass erhalten, damit das Wasser besser durchströmen kann als bisher und das Donauufer dennoch zugänglich bleibt. Vom zukünftigen Endpunkt des Treppelweges beim Aringergraben ausgehend kann ein neuer Waldpfad eingerichtet werden („7“ auf Plan 3), der zurück zur Regelsbrunner Traverse führt. Dieser Rundweg hätte eine Länge von etwa 2,8 km Länge. Ein neuer Wildbadeplatz („8“ auf Plan 3) kann im Seitenarm beim neuen Durchlass eingerichtet werden, weil das Gewässer hier durch die bessere Durchströmung vom Schlamm befreit wird und dadurch einen kiesigeren Charakter bekommen wird. Im Bereich der Ausströmung wird das letzte Wegstück (hin zur Auslauftraverse) verlegt und entlang des neu entstehenden Gerinnes zum Treppelweg Richtung Wildungsmauer geführt („9“ auf Plan 3 – der neue Verlauf des Gewässers ist in der Karte nicht eingezeichnet – siehe oben). Der Wanderweg kann dabei hangseitig knapp am Gewässer verlaufen und dadurch zusätzliche Attraktivität gewinnen.