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Gerade auch bei Brücken steht Sicherheit an erster Stelle. Für die Sicherheit jener Brücken am Fadenbach und westlich von Wien, die im Eigentum der Donauhochwasserschutz-Konkurrenz stehen, übernimmt die DHK eine wichtige Überprüfungsfunktion. Im Zuge der Kontrollen der teils über 100 Jahre alten Konstruktionen wurde in den vergangenen Jahren mitunter erheblicher Handlungsbedarf festgestellt. Dank umfassender Sanierungsmaßnahmen können die Brücken heute wieder bedenkenlos genutzt werden oder stehen zum Beispiel als Durchlassbauwerk in neuer Funktion.

Schlossbrücke

Schlossbrücke, Foto: © viadonau

Durchlass Franzensbrücke

Durchlass Franzensbrücke, Foto: © viadonau

Hagenbachbrücke

Hagenbachbrücke, Foto: © viadonau

Niederwiesenbrücke

Niederwiesenbrücke, Foto: © viadonau

Fadenbach – Niederwiesenbrücke, Schlossbrücke, Franzensbrücke

Mit ihren rund 80 Jahren hat die Niederwiesenbrücke am Fadenbach bereits ein stattliches Alter auf dem Buckel. Kein Wunder also, dass für die mit dreistegigen Stahlbetonbalken und zwei Feldquerträgern ausgeführte Konstruktion bereits 2012 und erneut 2019 umfangreichere Instandsetzungsmaßnahmen oder gar ein Neubau des Tragwerks in Erwägung gezogen wurden, um die Belastbarkeit der Brücke aufrechtzuerhalten. Abgestimmt mit dem Nationalpark Donau-Auen und den Österreichischen Bundesforsten wurde Herbst/Winter 2022/2023 die Erneuerung des Tragwerks der viereinhalb Meter breiten Brücke schließlich umgesetzt. 

Noch wesentlich größer als ursprünglich gedacht erwies sich der Sanierungsaufwand bei der ebenfalls in der Gemeinde Eckartsau liegenden und etwa um 1900 errichteten Schlossbrücke über den Fadenbach. Wurden zunächst lediglich die Erneuerung von Abdichtungen an den Fahrbahnübergängen und die Ausbesserung des Geländers erwogen, erfolgte schließlich entsprechend dem Befund der Hauptprüfung 2018 ebenfalls in Herbst/Winter 2022/2023 die umfangreiche Sanierung der aus Stahlbeton errichteten Bogenbrücke. 

Die wohl radikalste Maßnahme am Fadenbach betraf die Franzensbrücke von Herbst 2021 bis Frühjahr 2022. Bis auf die Widerlager abgerissen, wurde sie als Rohrdurchlass neu errichtet. 

Westlich von Wien

Auch für die Brücken westlich von Wien entschied man sich trotz des in der Hauptprüfung 2018 teils noch festgestellten „ausreichenden Zustands“ für umfassendere und konstruktionstechnisch nachhaltigere Lösungen. So wurden die Tragwerke der Hagenbachbrücke und der Königstettengrabenbrücke – errichtet 1975 bzw. 1972 – erneuert und, ebenso wie bei der Wolfpassingergrabenbrücke, die in der Hauptprüfung 2018 bereits mit „mangelhaftem Zustand“ ausgewiesen war, für Belastungen bis 14 Tonnen ausgelegt. Darüber hinaus wurden die Brücken auf vier Meter verbreitert. Die Bauarbeiten liefen von September 2022 bis Ende März 2023.

Neben einer guten Zusammenarbeit mit den Gemeinden wurde bei sämtlichen Sanierungsaktivitäten natürlich auch auf den Naturschutz geachtet und zum Beispiel Hauptbrut- und Laichzeiten sowie die Zeit der Amphibienwanderungen berücksichtigt.