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viadonau: Monitoring des Projekts „Auenwildnis Wachau“ zeigt große Erfolge für den Donauraum

viadonau, Umwelt

Erstmals guter ökologischer Zustand des Flusses, abgesenkte Hochwasserspiegel, mehr Wildtiere in der Au und eine bessere Naherholung für den Menschen

Ausflugsgruppe auf Boot, im Hintergrund Dürenstein.

Die prominente Ausflugsschar im Projektgebiet von LIFE Auenwildnis Wachau nahe Dürnstein, Foto: © viadonau

Bundesminister Peter Hanke (BMIMI) im Gespräch mit viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler

LH-Stellvertreter NÖ Stephan Pernkopf und Bundesminister Peter Hanke (BMIMI) im Gespräch mit viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler, rechts: NÖ Landesfischereimeister Karl Gravogl, Foto: © viadonau

Wachau, 13. Juli 2026: Im Rahmen des EU-Projekts LIFE+ „Auenwildnis Wachau“ setzte viadonau im Auftrag des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur die Wiederanbindung von Nebenarmen an der Donau um sowie die Wiederherstellung unbefestigter Ufer. Dadurch entstand der neue Nebenarm Schopperstatt und insgesamt ein ca. 5 km langes optimiertes Nebenarmsystem bei Rührsdorf – Rossatz (NÖ). In der Wachau wurden Inseln wie die Pritzenau und Schönbühler Insel ökologisch aufgewertet und teils zum Naturschutzgebiet erklärt. Mit 15,5 Hektar neu gepflanztem Auwald wurde die Flusslandschaft noch ursprünglicher und natürlicher gestaltet.

Diese ökologischen Maßnahmen haben sich gelohnt. Das zeigen nun die Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem Monitoring.

Erstmals erreichte die Donau im Jahr 2025 einen „guten ökologischen Zustand“ gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie (Messstelle Schönbühel). Er wird vor allem aufgrund der Quantität und Qualität der Fischpopulation gemessen. Noch vor 18 Jahren war die Donau in der Wachau in einem besorgniserregenden, weil „unbefriedigendem ökologischen Zustand“. Dies hat sich nun aufgrund der umgesetzten Renaturierungsprojekte deutlich verbessert.

Die Maßnahmen tragen darüber hinaus zum Hochwasserschutz bei, da wertvolle Überflutungsflächen gesichert und der Abfluss auf die Donau und ihre Nebenarme besser verteilt werden kann. Die sogenannten 30 jährlichen Hochwasserspiegellagen müssen derzeit von viadonau alle 2 Jahre auf Basis neuer Vermessungen modelliert werden. Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass der Spiegel bei einem 30-jährlichen Hochwasser im Projektbereich deutlich abgesenkt ist.

Die dritte gute Nachricht betrifft die Tierwelt in der neu geschaffenen Auenwildnis, die im Bereich der Insel Pritzenau durch das Land NÖ zum Naturschutzgebiet erklärt wurde: Monitoring über Wildkameras zeigen eine Zunahme der Wildtiere, also mehr Sichtungen im Projektgebiet, vor allem dort, wo das Gebiet beruhigt ist und unter Naturschutz steht.

Nicht zuletzt gewann auch der Naherholungsraum für die Menschen an Bedeutung, wie das Monitoring zeigt. Die neu geschaffene Besucherlenkung wird positiv angenommen, die Menschen nutzen den Erholungsraum vor allem am Nebenarm Schopperstatt und am Donauufer.

Weiterführende Informationen:

LIFE Auenwildnis Wachau in der viadonau Projektdatenbank