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Der sogenannte Diedersdorfer Haufen und der parallel dazu verlaufende Donauufer-Abschnitt wurden von der Bezirkshauptmannschaft Melk im Sommer 2025 zum Naturdenkmal erklärt. Der österreichische Wasserstraßenbetreiber viadonau und die Gemeinde Krummnußbaum freuen sich über die Anerkennung für den wertvollen Lebensraum für seltene Tierarten und typische Auwaldvegetation.

Gruppenbild vor Donauufer mit Diedersdorfer Haufen im Hintergrund

Zum Lokalaugenschein am 14. Jänner am Diedersdorfer Haufen (v.l.n.r.): Leopold Zehetgruber (Gemeinderat Krummnußbaum), Hans Emrich (Raumplanung, Emrich Consulting), Alfred Benesch (land.schafft, Technisches Büro für Landschaftsplanung), Bernhard Kerndler (Bürgermeister Krummnußbaum), viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler und Ali Ipek (Gemeinderat Krummnußbaum), Foto: © Franz Gleiß

Krummnußbaum – Direkt in und an der Donau liegt ein neues Naturdenkmal Österreichs. Der sogenannte Diedersdorfer Haufen, eine kleine Donauinsel, sowie der parallel verlaufende Donauufer-Abschnitt in der Gemeinde Krummnußbaum wurden im Sommer 2025 von der Bezirkshauptmannschaft Melk (NÖ) per Bescheid zum Naturdenkmal erklärt. Damit wird ein wertvoller Lebensraum für Flora und Fauna geschützt, und der bedeutende Wildkorridor Waldviertel-Mostviertel erfährt hier eine wichtige Vernetzung, stellt er doch die einzige überregionale Nord-Süd-Verbindung zwischen dem Waldviertel und den Voralpen dar.

Der Diedersdorfer Haufen und das Donauufer sind Heimat von seltenen Fischarten wie Schied, Schrätzer, Zingel, Koppe und Nerfling. Auch Fischotter und Biber fühlen sich hier wohl. Zu den seltenen Vögeln, die bereits gesichtet wurden, zählen Eisvogel, Ringeltaube, Flussuferläufer und Seeadler.

Durch die Erklärung zum Naturdenkmal wurde die Fläche nun dauerhaft gesichert. Zusätzliche Bereiche wurden von der Gemeinde als Grünland-Freihaltefläche für den Wildkorridor festgelegt und sind damit von Bebauung ausgenommen. Weiters soll das Areal ins Gestaltungsprojekt „don.AUEN.park“ aufgenommen werden, und in diesem Zuge der vorhandene Treppelweg verlagert bzw. begrünt werden.

Vertreter:innen von Gemeinde und viadonau trafen sich diese Woche zum Lokalaugenschein vor Ort, auch um die Wichtigkeit der Naturdenkmal-Erklärung zu unterstreichen.  

viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler: „Das neue Naturdenkmal Diedersdorfer Haufen zeigt uns, wie wichtig ein Aufbrechen von monotonen Uferstrukturierungen an der Donau ist. In neu geschaffenen Biotopen wie diesem können wassergebundene Vögel wieder heimisch werden, die vorgelagerten kleinen Inseln bieten Wellenschlag-Schutz für Fische. Für die Menschen vor Ort entstehen naturnahe Räume für Freizeit und Erholung.“

Bürgermeister Bernhard Kerndler: „Für unsere Gemeinde Krummnußbaum ist der Diedersdorfer Haufen ein wertvoller Naturraum, der – am Donauradweg liegend – den regionalen, flussbegleitenden Erholungs- und Freizeitraum aufwertet. Durch die Erklärung zum Naturdenkmal können wir diesen Raum noch besser schützen – auch für zukünftige Generationen. Daher haben wir die angrenzende Fläche auch zur Grünland-Freihaltefläche erklärt.“

viadonau-Projektleiterin Ursula Scheiblechner: „Mit dem Naturdenkmal Diedersdorfer Haufen und den ergänzenden Umwidmungsmaßnahmen der Marktgemeinde Krummnussbaum wird ein Beitrag zum überregional bedeutenden Waldviertel-Mostviertel Wildkorridor geleistet. Der Wildkorridor soll eine großräumige Lebensraumvernetzung zwischen den NÖ Kalkalpen, über das Wald- und Weinviertel bis zu den Böhmisch-Mährischen-Höhen und den Karpaten sicherstellen.“