Im Zuge der Modernisierung der operativen Agenden zur Kennzeichnung der Wasserstraße wurden die bisher verwendeten Stahltonnen bereits 2017 durch PE-Tonnen und PE-Leuchttonnen ersetzt (siehe hierzu auch Überführung Agenden zur Kennzeichnung der Wasserstraße). 
Seit Mitte 2018 sind sämtliche land- und wasserseitigen Taktfeuer (Schifffahrtszeichen mit rhythmisch aufleuchtendem Licht) entlang der österreichischen Donau sowie alle Bojen im kritischen Abschnitt östlich von Wien mit Fernüberwachungsmodulen ausgestattet (siehe auch Digitalisierung und Modernisierung der Kennzeichnung der Wasserstraße). Die Module senden ein- bis zweimal täglich eine Statusmeldung über ihre Position, etwaige Positionsabweichungen sowie ihre Neigung im Wasser, den Status ihrer Batterie u. dgl. via Satelliten an die Software. 

Die Lageinformation der schwimmenden Fahrwasserzeichen (Bojen) ist jedoch nicht nur für das Wasserstraßenmanagement von Bedeutung, um die Austonnung der Wasserstraße optimal überwachen zu können, sondern wäre auch den Schiffsführern direkt an Bord von großem Nutzen.
Im Rahmen des Projekts RIS COMEX wird daher - unter anderem - das Ziel verfolgt, die genaue Lageinformation der Bojen an Bord von Schiffen nutzbar zu machen und den Schiffsführern damit die Navigation zu erleichtern. Die Bojen sollen über die Navigationskartenanzeigesoftware an Bord der Schiffe dargestellt werden. Damit wäre es auch möglich, virtuelle Bojen zu setzen – beispielsweise im Falle von Havarien. 

Aktuelles und Stand der Aktivität

Im Sommer 2018 wurden die ersten Prototypen der neuen Generation von Fernüberwachungsmodulen erstmals im Feld getestet. Im Rahmen des Projekts RIS COMEX wurde 2018 eine Forschungskooperation mit den drei Marktführern im Bereich Kartenanzeigesoftware eingegangen, um eine verifizierte und harmonisierte Darstellung der schwimmenden Fahrwasserzeichen in den elektronischen Navigationskarten zu gewährleisten. Die neue Funktion soll den bestehenden Kunden der Kartenanzeigesoftware (den Schiffsführern) kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Es ist geplant, Ende 2019 bereits erste Positionsdaten der Bojen auszusenden und für die Schifffahrt nutzbar zu machen.


Die Aktivität leistet einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Maßnahme
03. Informationen zur Schifffahrtsrinne verbessern und erweitern des Aktionsprogramms Donau des bmvit bis 2022.