Gemeinsam für die Donau

Die Europäische Kommission stellte Ende 2010 die Europäische Strategie für den Donauraum (EUSDR) vor, die von der Generaldirektion für Regionalpolitik (DG REGIO) gemeinsam mit den 14 Staaten des Donauraums erarbeitet wurde. 2011 startete die Umsetzung dieser Strategie.
Die elf thematischen Schwerpunktbereiche werden von jeweils zwei Anrainerstaaten koordiniert, wobei Österreich gemeinsam mit Rumänien den Bereich 1a – Verbesserung der Mobilität und Multimodalität: Binnenwasserstraße  innehat.

Das bmvit nimmt gemeinsam mit dem rumänischen Verkehrsministerium die Koordinationsrolle wahr; viadonau unterstützt das bmvit als Technisches Sekretariat  auf operativer Ebene.

Im Zeitraum von 01. Jänner 2017 bis
31. Dezember 2019 werden die Aktivitäten des Technischen Sekretariats durch das Danube Transnational Programme (DTP) ko-finanziert.

Kernstück der Donauraumstrategie ist ein Aktionsplan, welcher die Aktionsfelder und die daraus abgeleiteten Maßnahmen für alle Schwerpunktbereiche enthält. Im Bereich der Binnenschifffahrt sind das:

  • Verbesserung der Wasserstraßen-Infrastruktur der Donau und ihrer schiffbaren Nebenflüsse
  • Integriertes und international koordiniertes Wasserstraßenmanagement
  • Ausbau der Häfen zu multimodalen Logistik-Knotenpunkten
  • Förderung eines nachhaltigen inter- und multimodalen Güterverkehrs
  • Modernisierung der Donauflotte und Verbesserung ihrer Umweltperformance
  • Implementierung harmonisierter River Information Services an der Donau und ihren Nebenflüssen
  • Aus- und Weiterbildung von qualifiziertem Personal für die Donauschifffahrt (Nautik & Logistik)
  • Entwicklungsstrategien zur Förderung der Binnenschifffahrt

Es wurden thematische Arbeitsgruppen (Working Groups) und eine Steuerungsgruppe (Steering Group) gebildet, welche die Themen vorantreiben und begleiten sollen. VertreterInnen der Verkehrsministerien aller 14 Donaustaaten, die Europäische Kommission, die Flusskommissionen und weitere internationale Organisationen sind in der Steuerungsgruppe vertreten.
Mittlerweile konnten über 100 Projekte identifiziert werden, die zu den Zielen des Aktionsfeldes Mobilität und Multimodalität: Binnenwasserstraße beitragen.

Offizielle Homepage (EN)

Nähere Informationen sowie sämtliche Projektbeschreibungen sind auf unserer offiziellen Homepage abrufbar: Priority Area PA1a - To improve mobility and multimodality: inland waterways

Informationen zur Donauraumstrategie und den anderen Schwerpunktbereichen sind auf folgender Webseite verfügbar: EU Strategy for the Danube Region 

Budget 2017 - 2019 

Gesamtbudget: EUR 352.941,00
ERDF-Förderung: EUR 299.999,85 (Förderrate 85%)
Nationale Mittel: EUR 52.941,15

Meilensteine

  • 03.12.2014: Der Masterplan für die Instandhaltung der Donau wurde von den Verkehrsministerinnen und -ministern des Donauraumes angenommen. Nähere Informationen in den News (12.12.2014).  
    Der Masterplan zur Sanierung und Instandhaltung der Wasserstraße ist im PDF-
    Format verfügbar. 
  • gemeinsame Arbeitsgruppensitzungen mit Priority Area 11 - Sicherheit zum Thema „Abbau administrativer Barrieren“. Dort wurden die harmonisierten DAVID-Formulare für Grenzkontrollen ausgearbeitet.

News zur Donauraumstrategie

Am 18./19. Oktober 2018 fand in Sofia das 7th Annual Forum of the EU Strategy for the Danube Region statt. viadonau war wie jedes Jahr auf der Veranstaltung vertreten, um die Projekte und Initiativen im Rahmen von PA1a zu promoten.


Donau-Verkehrsminister Schlussfolgerungen am 3. Dezember in Brüssel unterschrieben

Auf Einladung der EU-Kommissarin für Verkehr, Violeta Bulc, erneuerten die Verkehrsminister der Donauanrainerstaaten ihre Selbstverpflichtung zur Umsetzung des "Fairway Rehabilitation and Maintenance Master Plan for the Danube and its navigable tributaries", der im Dezember 2014 verabschiedet wurde, und empfahlen die Anwendung der harmonisierten DAVID-Formulare für Grenzkontrollen. PA1a, in Kooperation mit dem FAIRway Danube Projekt, lieferte die fachliche Diskussionsbasis anhand der aktualisierten National Action Plans. 

In ihren Schlussfolgerungen verpflichten sich die Minister erneut, ihre Bemühungen hinsichtlich Fahrrinneninstandhaltung und -sanierung in den kommenden Jahren zu intensivieren, um die Fahrwasserbedingungen entsprechend den Zielwerten des Fairway Master Plans zu verbessern. Die Minister kündigten an, die notwendigen nationalen finanziellen Mittel, wie in den National Action Plans angeführt, zur Verfügung zu stellen und die Möglichkeiten für EU Ko-Finanzierung zu nutzen, um die nötigen Maßnahmen zu setzen.  
Weiters begrüßten die Minister das erste Set an harmonisierten Grenzkontroll-Formularen (Ankunfts- und Abfahrtsreport, Crewlisten und Passagierlisten), die ein Resultat der gemeinsamen Arbeitsgruppe mit PA11 (Sicherheit) der EU Donauraumstrategie sind. Die Minister empfehlen die Anwendung dieser Formulare im Donauraum.

PA1a wird weiterhin, mit Unterstützung durch das FAIRway Danube Projekt, den Umsetzungsstatus des Fairway Master Plans monitoren und sich für die Anwendung der DAVID-Formulare einsetzen. 

Schlussfolgerungen über effektive Wasserstraßeninfrastruktursanierung und -erhaltung,  Dezember 2018 - unterschrieben von den Verkehrsministern bzw. Staatssekretären Deutschland, Österreich, Slowakei, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Moldawien und Ukraine. (english PDF | 381 KB)

Annex: Master Plan Progress Report Summary. (english PDF | 474 KB)



Das Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Maßnahme 14. Donauschifffahrt in europäischen Strategien verankern des Aktionsprogramms Donau des bmvit bis 2022.