Liegestellen ermöglichen Wasserfahrzeugen ein Verweilen außerhalb der Fahrrinne und stellen somit ein wichtiges Infrastrukturelement einer Wasserstraße dar.

Es gibt dabei Liegestellen, die allgemeinen Nutzungszwecken (z.B. Einhaltung von Ruhezeiten) dienen als auch Liegestellen, welche nur in speziellen Fällen (z.B. im Havariefall) aufgesucht werden dürfen. Außerdem existieren Liegestellen, die nur speziellen Wasserfahrzeugen zur Verfügung stehen, wie z.B. Kleinfahrzeugen oder Behördenschiffen. Man unterscheidet zudem zwischen privaten und öffentlichen Liegestellen. Die Nutzungsbedingungen einer Liegestelle sind ausgeschildert.

Liegestellenatlas – Übersicht über das Liegestellenangebot entlang der österreichischen Donau

Der Liegestellenatlas/Atlas of Berth listet

  • öffentliche Bundesländen, welche der Großschifffahrt zu den üblichen, verkehrsbedingten Nutzungszwecken (z.B. Einhaltung von Ruhezeiten, Personalwechsel, Landgänge etc.) zur Verfügung stehen. Liegestellen für Kleinfahrzeuge (zB. Sportboote, Behördenfahrzeuge) sind nicht enthalten,
  • Länden, die für spezielle Zwecke eingerichtet wurden, wie Warteländen, Havarie- und Hochwasserabstellplätze und Grenzkontrollländen. Diese sind sowohl von Groß- als auch Kleinschifffahrt nutzbar.

In das Dokument aufgenommen wurden diejenigen Länden, die in den elektronischen Wasserstraßenkarten (Inland ENC) aufrufbar beziehungsweise im Streckenatlas der österreichischen Donau enthalten sind.

Der Atlas umfasst eine Kartendarstellung sowie Informationen zu Lage (Strom-km und Ufer), Länge, Schifffahrtszeichen, Zusatzinformationen, Liegeordnung, maximale Liegedauer sowie Art des Uferverbaus. Gegliedert wird die Übersicht durch die neun Schleusen an der österreichischen Donau.

Die Liste öffentlicher Liegestellen für die Großschifffahrt an der österreichischen Donau enthält als kompakte Übersicht in tabellarischer Form die Informationen unter Punkt 1 oben.

Weitere Donauländer stellen ihren Liegestellenatlas auf dem Danube FIS Portal bereit.