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Geschichte

Gründung – Kompetenzen werden vereint

Von Zillen aus tragen Arbeiter große Steine ans Flussufer
Als Sicherheit noch Handarbeit war - Arbeiter des Bundesstrombauamts errichten mit Steinen eine Uferbefestigung an der Donau (1949)

Bereits im Jahr 1928 wurde von der österreichischen Bundesregierung das Bundesstrombauamt gegründet. Der Verantwortungsbereich des im Jahr 1985 in Wasserstraßendirektion umbenannten Strombauamtes betraf sowohl die Verwaltung, Instandhaltung und Regulierung der Donau als auch die Geschäftsführung der Donau-Hochwasserschutz-Konkurrenz (DHK) für präventive Schutzmaßnahmen. Damit vereinte die Direktion bereits wesentliche Kompetenzbereiche des Hochwasserschutzes und des Wasserstraßenmanagements im österreichischen Donauraum.

Im Jahre 1992 wurden im Rahmen einer Organisationsprivatisierung einzelne Aufgaben der Wasserstraßendirektion in die „Österreichische Donau-Betriebs-AG“ ausgelagert. Infolge einer Neuordnung der ministeriellen Zuständigkeiten im Jahr 2000 wurden alle Bundesaufgaben für Schifffahrt und Wasserstraßen in Österreich neu verteilt. Durch diese Neustrukturierung bot sich dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie die Möglichkeit, Hochwasserschutzagenden, Umweltbelange und ökonomische Entwicklungsinteressen an der Donau gezielt zusammenzuführen. So wurden im Jahr 2005 die wesentlichen Kompetenzen der Wasserstraßendirektion, der Schleusenaufsicht (als Teil der weiterhin direkt dem Ministerium unterstellten Schifffahrtspolizei - nunmehr Schifffahrtsaufsicht) sowie der „via donau – Entwicklungsgesellschaft mbH für Telematik und Donauschifffahrt“, der „Österreichischen DONAU-Betriebs-Aktiengesellschaft“ und deren Tochtergesellschaft „Österreichische DONAU-Technik Gesellschaft mbH“ in ein einziges ausgelagertes Unternehmen zusammengefasst. Die „via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH“ war geboren. Mit der Verdichtung einer Vielzahl von Aufgaben im neugeschaffenen Unternehmen verband das Bundesministerium das Ziel, durch maßgeschneiderte Organisationsstrukturen Synergiepotenziale im Donauraum effektiver nutzen zu können. Nach Inkrafttreten des neuen Wasserstraßengesetzes (BGBl. I Nr. 177/2004) am 31.12.2004, das die rechtliche Grundlage sämtlicher Tätigkeiten von viadonau regelt, nahm das Unternehmen mit Beginn des Jahres 2005 seine Arbeit auf.

viadonau-Zentrale, Tech Gate-Gebäude, im Hintergrund die "UNO-City"
viadonau-Zentrale im Tech Gate in Wien-Donaustadt

Gegenwart – Der führende Wasserstraßenbetreiber im Donauraum

Schleusung auf der Donau
An neun Donauschleusen regelt viadonau den Schiffsverkehr

viadonau betreut heute rund 300 Kilometer Hochwasserschutzdämme an Donau, March und Thaya, sorgt an neun Donauschleusen für ein sicheres und effizientes Verkehrsmanagement und pflegt 500 Kilometer Treppelwege sowie 250 Kilometer Radwege. Nach dem verheerenden Hochwasserereignis im März 2006 wurden an March und Thaya bis 2013 fast 68 Kilometer Hochwasserschutzanlagen saniert und erweitert und dadurch Sicherheit auf höchstem technischen Niveau für rund 18.000 Menschen geschaffen.  

In nationalen wie internationalen Projekten und Kooperationen treibt viadonau die ökologisch verantwortungsbewusste Entwicklung und Förderung der Wasserstraße Donau voran. Dazu führt das Unternehmen Interessen, Ideen und Impulse aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Umweltorganisationen an der Donau zusammen und erarbeitet gemeinsam mit allen wichtigen Akteursgruppen gemeinschaftliche und integrative Lösungsansätze. Dabei leisten die Experten von viadonau vor allem im ökologischen Flussbau wertvolle Pionierarbeit. Im Rahmen des Uferrückbau- und Renaturierungsprojektes Bad Deutsch-Altenburg wurde von 2012 bis 2014 unter wissenschaftlicher Betreuung erstmals in großem Rahmen das Potenzial gezielter flussbaulicher Maßnahmen erkundet, die Umwelt, Binnenschifffahrt und Hochwasserschutz gleichermaßen zugutekommen.

Sohlbaggerung an der Donau
viadonau engagiert sich für hohen Service-Standard entlang der gesamten Donau

Die europäische Integration eröffnete auch für die Entwicklung der Wasserstraße Donau neue Chancen und Perspektiven. So ist viadonau in die seit 2011 wirksame Europäische Donauraumstrategie (EUSDR) eingebunden und koordinierende Schnittstelle des Nationalen Aktionsprogramms für die Donau. So engagiert sich das Unternehmen zum einen auf nationaler Ebene für die Zusammenführung von Hochwasserschutz, Umwelt- und Wirtschaftsinteressen und koordiniert sich zum anderen gemeinsam mit den Wasserstraßenverwaltungen der übrigen Donauanrainerstaaten für die Schaffung eines gleichbleibend hohen Leistungs- und Servicestandards entlang der gesamten Donau. viadonau ist eine treibende Kraft in dieser neuen Entwicklungsphase der internationalsten Wasserstraße der Welt.

Auch die Vergangenheit im Blick

Das Forschungsprojekt Die Geschichte der österreichischen Wasserstraßenverwaltung (1918-1955) leistet einen Beitrag zur Aufarbeitung der Unternehmensvergangenheit.

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Letzte Änderung:
27. 09. 2017