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FAIRway Danube

Die Verkehrsminister der Donauanrainerstaaten beschlossen am 3. Dezember 2014 in Brüssel den Masterplan zur harmonisierten Wasserstraßeninstandsetzung und -haltung. Das EU-geförderte Projekt „FAIRway Danube“ setzt wesentliche Maßnahmen daraus in die Tat um und setzt damit einen wichtigen Schritt für die vollständige Implementierung des Masterplans entlang der Donau und ihrer schiffbaren Nebenflüsse.

Aktuelle, verlässliche und harmonisierte Informationen zu Seichtstellen, Wasserständen und Pegelprognosen sollen entlang der gesamten Donau zur Verfügung stehen. Sie sind nicht nur wichtig für die Planung von Transporten auf der Wasserstraße, sondern auch für ihre Instandhaltung, die Konzeption von wasserbaulichen Maßnahmen oder das Anpassen des Fahrrinnenverlaufes.

Die beteiligten Wasserstraßenverwaltungen setzen im Rahmen von FAIRway folgende Schritte: 

  • Erstellen abgestimmter nationaler Aktionspläne sowie Konzeption von Pilotaktivitäten zur Umsetzung des Masterplans
  • Abgestimmtes Ankaufen moderner Ausrüstung für hydrologische Dienste (Pegelwesen, Vermessung, etc.)
  • Durchführen und Evaluieren der Pilotaktivitäten:
    - Grundlagendaten für alle kritischen Streckenabschnitte
    - Einheitliches System zum Monitoring des Zustands der Wasserstraße
    - Harmonisierte Pegelprognosen
    - Optimiertes Verlegen der Fahrrinne
  • Entwicklung innovativer Ansätze
  • Aufbereitung von benötigten Grundlagen für zukünftige Projekte zur weiteren Umsetzung des Masterplans

Dauer und Budget

01.07.2015 - 30.06.2020

Budget: EUR 23,4 Mio.
EU-Finanzierung (CEF): EUR 19,6 Mio.

Meilensteine

  • Die National Action Plans mit Statusberichten zur Situation an den Seichtstellen und den Erhaltungsmaßnahmen aller Partner werden jährlich im Mai und Oktober aktualisiert.
  • Die Machbarkeitsstudie zur Modernisierung der Schleuse Gabčíkovo wurde 2016 finalisiert.
  • Treffen der Europäischen Verkehrsministerinnen und -minister am 20.06.2016. Die National Action Plans dienten als Input.  
  • User Foren werden von allen Projektpartnern im jeweiligen Land abgehalten. Das österreichische User Forum entspricht der jährlichen Bau- und Schifffahrtsbesprechung.
  • Die Ausschreibung des transnationalen Wasserstraßen Monitoring Systems (WAMOS) läuft.
  • Abstimmungen zu harmonisierten Pegelprognosen haben begonnen.

Aktuelles und Projektstatus

  • Neben den öffentlichen Auftritten in Brüssel in den vergangenen Jahren fanden mehrere nationale Stakeholder-Treffen in der Slowakei, in Kroatien, in Bulgarien und in Rumänien statt. Die Vorstellung von FAIRway Danube in Österreich erfolgte im Rahmen der Bau- und Schifffahrtsbesprechungen am 12.05.2016, am 07.11.2017 sowie am 11.06.2018.
  • Das erste Messschiff wurde am 25.10.2017 in Kroatien durch die EU-Koordinatorin Karla Peijs, zuständig für den Rhein-Donaukorridor, getauft. Das zweite Messschiff wurde am 26.01.2018 in Bulgarien in Betrieb genommen, das dritte im Sommer 2018 in Rumänien.
  • Das erste Arbeitsschiff wurde im August 2018 geliefert.
  • Die nationalen Aktionspläne, welche die Fahrwasserverhältnisse im letzten Jahr und durchgeführte sowie geplante Maßnahmen beschreiben, wurden im Mai und im Oktober 2018 aktualisiert.
  • Der Großteil der Ausschreibungen für Arbeitsschiffe, Messboote und Pegelstellen wurde abgeschlossen.
  • Die Umsetzung des transnationalen Wasserstraßenmonitoringsystems (WAMOS) wurde im April 2018 gestartet.
  • Die Abstimmungen zu harmonisierten Pegelprognosen schreiten voran.

Die Pilotaktivitäten wurden gestartet:

  • 4 Vermessungsboote und ein Single-beam Vermessungsgerät,
  • 8 Pegelmessstellen und
  • 2 Bojenleger / Arbeitsschiffe 

wurden bislang von den beteiligten Verwaltungen in Betrieb genommen.

Kroatisches Vermessungsboot
"Connecting Europe 1"
© AVP
Bulgarisches Arbeitsschiff "Osam"
© EAEMDR



Das Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Maßnahme 05. Harmonisierung des Wasserstraßenmanagements im Donauraum vorantreiben des Aktionsprogramms Donau des bmvit bis 2022.

von der EU kofinanziert
Seiteninformation

Ihr Kontakt
Andreas Bäck



Tel: +43 5 04321-1609