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Thaya 2020

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In den 1970er und 1980er Jahren wurde der Lauf der Thaya auf Grund von Durchstichen um knapp 3,2 Kilometer verkürzt, mehrere Mäander wurden vom Abflussgeschehen abgetrennt. Parallel dazu erfolgte die Errichtung des Thaya-Hochwasserschutzes auf beiden Ufern entlang der Grenzstrecke zwischen Österreich und Tschechien.

Ziel des Projekts ist die Integration der beiden alten Thaya-Mäander D18 auf österreichischer Seite und D9 auf tschechischer Seite an das Abflussgeschehen der Thaya und dadurch die Schaffung dynamischer Naturuferbereiche. Dadurch wird der Lauf der Thaya um 900 Meter verlängert. Weiters werden die bestehenden Durchstichbereiche renaturiert und gestaltet.  

Da die Staatsgrenze zu Tschechien in der Flussmitte verläuft, würde eine Veränderung der Thaya auch eine Veränderung des Grenzverlaufs nach sich ziehen. Damit die Staatsgrenze unverändert bleibt, der Fluss aber dennoch zwei Mäander zurück bekommt, war ein innovativer Planungsprozess erforderlich.

Meilensteine

  • Erlangung der Förderzusage: Ende 2017
  • Baubeginn: Oktober 2018
  • Fertigstellung: Februar 2020 

Projektstatus

Im August 2018 starteten die Bauarbeiten für die Wiederanbindung von zwei Mäandern. Der jeweils längste Mäander auf österreichischer (Mäander 18) und tschechischer Seite (Mäander 9) sollen dabei den Lauf der Thaya um 900 Meter verlängern. Begonnen wurde mit den Bauarbeiten auf österreichischer Seite beim Mäander 18 im Gemeindegebiet von Bernhardsthal. In diesem Bereich wurden 8.500 Kubikmeter Material entfernt. Seit Februar 2019 fließt die Thaya damit wieder durch ihren Mäander. Die bauliche Umsetzung des zweiten Mäanders auf tschechischer Seite im Bereich des Gemeindegebiets von Rabensburg soll bis Herbst 2019 abgeschlossen sein.   

Partner

  • Leadpartner ist die tschechische Wasserbauverwaltung Povodí Moravy, s.p.
  • CZ Projektpartner: Výzkumný ústav vodohospodářský T.G. Masaryka
  • AT Projektpartner: viadonau, Umweltbundesamt und Nationalpark Thayatal GmbH
  • Strategischer CZ Projektpartner: Národní park Podyjí 
  • Strategischer AT Projektpartner: Land NÖ 

Dauer und Budget

01.05.2016 - 31.12.2020

Gesamtprojektvolumen: 1.756.834 EUR
Anteil viadonau: 900.000 EUR, davon INTERREG Förderung: 578.000 EUR



Das Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Maßnahme 17. Renaturierungsmaßnahmen in Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie durchführen des Aktionsprogramms Donau des bmvit bis 2022.

Seiteninformation

Ihr Kontakt
Franz Steiner



Tel: +43 5 04321-2611

Letzte Änderung:
06. 06. 2019

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