Sowohl im Hochwasserdienst als auch im Fall von Havarien oder ähnlichen Einsätzen arbeiten unterschiedliche Behörden und Einsatzorganisationen (z. B. Schifffahrtsaufsicht, Schleusenaufsicht, Feuerwehren, etc.) eng zusammen. Derzeit verwenden die beteiligten Akteure mitunter unterschiedliche Einsatzkarten als Basis für die Planung und Durchführung des Einsatzes. Kartenhintergründe und insbesondere die Darstellung der flächigen sowie der linien- und punktförmigen topographischen Objekte können stark variieren. Das betrifft beispielsweise die Darstellung von Evakuierungszonen, Zugangspunkten, Wasserbauwerken, unterirdischen Leitungen, Gefahrenpunkten, etc.

2017 startete viadonau daher ein Projekt zur Standardisierung dieser essenziellen Einsatzgrundlagen. Eine interaktive Karte mit sämtlichen einsatzrelevanten Daten soll berechtigten Nutzergruppen auf einer Webplattform zur Verfügung gestellt werden. Die Plattform wird die Möglichkeit bieten, ausgewählte und für den jeweiligen Einsatzfall relevante Informationen in der Karte darzustellen, hinterlegte Daten (bspw. Kontaktdaten) abzufragen und die Karten zu drucken. Die offensichtlichen Vorteile einer standardisierten Kartengrundlage und einer standardisierten Darstellung der relevanten Features gehen auf diese Weise Hand in Hand mit der Möglichkeit, auf unterschiedliche Anforderungen im jeweiligen Unglücksfall Rücksicht zu nehmen.  

Aktuelles und Projektstatus

Gemeinsam mit sämtlichen Behörden und Einsatzkräften wurde 2018 ein Katalog der darzustellenden linearen, punktförmigen und flächigen Karteninhalte erarbeitet. Des Weiteren wurde über die technische Umsetzung der interaktiven Einsatzkarte entschieden: sämtliche einsatzrelevanten Daten werden künftig über einen Web Map Service auf Open Data Österreich (data.gv.at)  für berechtigte Nutzer veröffentlicht. Ab 2019 werden sukzessive alle relevanten Inhalte im Web Map Service hochgeladen.



Das Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Maßnahme 23. Innovationen im Hochwasserschutzmanagement forcieren des Aktionsprogramms Donau des bmvit bis 2022.