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Intelligente Bojen

Im Zuge der Modernisierung der operativen Agenden zur Kennzeichnung der Wasserstraße wurden die bisher verwendeten Stahltonnen durch PE-Tonnen und PE-Leuchttonnen ersetzt (siehe hierzu auch Überführung Agenden zur Kennzeichnung der Wasserstraße). 
Zusätzlich soll ab Mitte 2018 die korrekte Lage jeder Boje mittels Fernüberwachung in Echtzeit gemonitort werden. Dazu werden die schwimmenden PE-Tonnen und PE-Leuchttonnen mit entsprechenden Modulen ausgestattet, die laufend eine Statusmeldung über ihre Position und etwaige Positionsabweichungen, ihre Neigung im Wasser, den Zustand ihrer Batterie sowie – im Falle der Leuchttonnen - die Funktion und Taktung der Feuer abgeben. Die Statusmeldungen werden über Satelliten erfasst und sind für die Mitarbeiter des Wasserstraßenmanagements der viadonau und die Mitarbeiter der Schifffahrtsaufsicht des bmvit einsehbar. 
Sollte eine Boje abtreiben oder aus anderen Gründen ihre Position verändern, wird eine automatische Meldung gesendet, die viadonau eine schnelle Reaktion ermöglicht.
(Auch sämtliche landseitigen Taktfeuer werden durch fernüberwachte Solarkompakteinheiten ersetzt, um die Funktion und Taktung der Feuer aus der Ferne zu monitoren.)

Die Lageinformation der schwimmenden Fahrwasserzeichen ist jedoch nicht nur für das Wasserstraßenmanagement von Bedeutung, um die Austonnung der Wasserstraße optimal überwachen zu können, sondern wäre auch den Schiffsführern direkt an Bord von großem Nutzen. Im Rahmen des Projektes „RIS COMEX“ wird daher das Ziel verfolgt, die genaue Lageinformation der Bojen an Bord von Schiffen nutzbar zu machen und den Schiffsführern damit die Navigation zu erleichtern. Mittels dieser Technologie bestünde in Zukunft auch die Möglichkeit, kurzfristig aufgetretene Gefahrenstellen, wie Havarien, rasch mittels „virtueller“ Bojen zu kennzeichnen.

Aktuelles und Stand der Aktivität

Das Konzept zur Auswahl der geeigneten Fernüberwachungstechnologie für die intelligenten Bojen wurde im Rahmen des Projektes „FAIRway Danube“ erarbeitet. Im Sommer 2018 wurden die ersten Prototypen der neuen Generation von Fernüberwachungsmodulen erstmals im Feld getestet. Bis Ende 2018 sollen dann auf Basis der Erkenntnisse aus dem Pilotbetrieb sämtliche Bojen mit Fernüberwachungsmodulen ausgestattet sein.
Im Rahmen des Projektes RIS COMEX wird zudem seit November 2017 an der Vorbereitung des DoRIS Landsystems zum Management der intelligenten Bojen gearbeitet. Das beinhaltet einerseits die Verwaltung und Zuordnung von Fernüberwachungseinheiten zu den Tonnen bzw. Taktfeuern und die Alarmierung im Fehlerfall sowie andererseits die Einspeisung der Bojeninformationen in das DoRIS AIS System. Dadurch wird es möglich sein, die aktuelle Lage, Type und etwaige Fehlerzustände der Bojen an alle im Umfeld befindlichen Schiffe zu übertragen und dort darzustellen. Um diese Darstellung künftig einheitlich und nutzerfreundlich zu gestalten, wird im Rahmen von RIS COMEX eine Forschungskooperation mit den Herstellern von Kartenanzeigesoftware (Inland ECDIS) angestrebt, die eine entsprechende Standardisierung der Anzeige von intelligenten Bojen an Bord zum Ziel hat.


Die Aktivität leistet einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Maßnahme
03. Informationen zur Schifffahrtsrinne verbessern und erweitern des Aktionsprogramms Donau des bmvit bis 2022.

Seiteninformation

Ihr Kontakt
Juergen Troegl



Tel: +435043211615