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20. Organisations- und grenzüberschreitendes Hochwasserschutzmanagement optimieren

Herausforderungen

Hochwasserereignisse bedingen aufgrund ihrer räumlichen Dimension Kooperationen. Daher sollten Hochwasserschutzkonzepte/-strategien funktionale Einheiten entlang des Fließgewässers betrachten. Dies erfordert Zusammenarbeit zwischen Organisationen, Gebietskörperschaften und Staaten. International werden Infrastrukturvorhaben im Rahmen der Grenzgewässerkommissionen (DE, CZ, SK) abgestimmt. Neben bereits ausreichend definierten Verantwortlichkeiten und Schnittstellen wie etwa im Bereich des technischen Hochwasserschutzes gibt es noch Verbesserungspotenzial u.a. in den Themenfeldern Eigenvorsorge und Retentionsflächenmanagement. Ein integriertes Hochwassermanagement sollte Ziel einer organisations- und grenzüberschreitenden Hochwasserschutzstrategie sein. Die Maßnahmen müssen sich an Vorgaben auf EU-Ebene (EU-Hochwasserrichtlinie und Wasserrahmenrichtlinie) und Vorgaben auf nationaler Ebene orientieren.

Maßnahmenbeschreibung

  • Einzugsgebietsbezogene Gesamtsicht für den Hochwasserschutz fördern
  • Mitarbeit bei Erstellung von einzugsgebietsbezogenen Konzepten und Planungen zur Verbesserung des Wasser- und Feststoffhaushalts (Ablagerung von Feinsedimenten und Fehlen von Grobsedimenten)
  • Organisations- und grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Flussgebietsmanagement sicherstellen (im Einklang mit den Art.15a B-VG-Vereinbarungen)
  • Umsetzung von Renaturierungsmaßnahmen mit positiven Effekten auf dem Hochwasserschutz (z.B. Uferrückbau, Anbindung von Altarmen, Gewässervernetzung)
  • Überregionaler Erfahrungsaustausch; z.B. Abhalten von gemeinsamen Hochwasserschutzübungen im Einzugsgebiet
  • Einbeziehung von allen hochwasserrelevanten Akteuren – beginnend von der Meteorologie über die Hydrologie und Hydrographie bis hin zur Raumordnung und zum Katastrophenschutz
  • Monitoringsysteme, Prognosemodelle und Warnsysteme weiterentwickeln und betreiben
  • Berücksichtigung des Grundwasserhaushalts bei Hochwasserschutzprojekten
  • Strategien für die Erhaltung und Schaffung von Überflutungsräumen abstimmen (=passiver Hochwasserschutz)

Abgeschlossene Umsetzungsaktivitäten

  • DHK neu (Donauhochwasserschutz-Konkurrenz):
    Vorbereitungsarbeiten (z. B. Datenerhebungen zur digitalen Darstellung wesentlicher DHK-Eigenschaften, Erfassung von Liegenschaften und HWS-Anlagen, etc.) für das derzeit in Umsetzung befindliche DHK-Reform-Projekt (siehe oberhalb).
  • Evaluierung und Überarbeitung "Dienstvorschrift Hochwasserdienst"

Wirkungen

Wirkungsindikator

Federführung

Kooperationspartner

Räumliche und sachgebiets-übergreifende Kooperation im Hochwasserschutzviadonaubmvit, bmlfuw, Länder, Wasserverbände, Grenzgewässerkom-missionen, Verbund, DHK

 

 

Seiteninformation

Letzte Änderung:
20. 07. 2018