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17. Renaturierungsmaßnahmen in Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie durchführen

Herausforderungen

Hydromorphologische Eingriffe in die Donau, die im Zuge der unterschiedlichen Nutzungen des Flusses vorgenommen wurden – wie z.B. Querbauwerke oder Uferbegradigungen – stellen ein Schadenspotenzial für den Fluss und die mit ihm verbundenen Ökosysteme dar. Entlang der österreichischen Donau wurde in den letzten Jahren bereits mit zahlreichen Maßnahmen auf diese Problemstellung reagiert, z.B. wurden Gewässer durch die Anbindung von Altarmen an den Hauptstrom wieder vernetzt. Solche Renaturierungsmaßnahmen verbessern zum einen die ökologische Funktionsfähigkeit und sichern zum anderen die zentrale Funktion der flussnahen Bereiche als Überflutungsraum, was im Hochwasserfall lebensrettende Auswirkungen haben und auch ökonomischen Schaden verhindern kann. Projekte zur Restauration von Überschwemmungsflächen sind somit ein Gewinn in mehrfacher Hinsicht. Die Herausforderung der nächsten Jahre besteht darin, die begonnenen Anstrengungen weiterzuführen und die Effektivität der Maßnahmen zu verbessern. Dies beinhaltet Forschung an und Entwicklung von innovativen Methoden sowie das Vorantreiben der Umsetzung konkreter Projekte entlang der Donau.

Maßnahmenbeschreibung

  • Hydromorphologische Situation verbessern und Sohleintiefung stoppen (durch Strukturmaßnahmen wie z.B. Uferrückbau, Initiieren von Kiesufern, Sandbänken, Sohlgrundverbesserungen, Sedimentmanagement)
  • Fließgewässerdynamik und hydrologische Konnektivität verbessern (z.B. durch Neben- und Altarmanbindung, Revitalisierung bestehender Altarme. Mündungsbereiche naturnah gestalten, Uferrückbau, Buhnengestaltung)
  • Biodiversität fördern (Erhaltungsmaßnahmen für gefährdete Tier- und Pflanzenarten (z.B. Sterlet), Prävention und Entfernung von Neophyten (gebietsfremde Arten)
  • Natürliche Prozesse in Flusssystemen ermöglichen (z.B. regelmäßige Erosion und Sedimentation von Schotterinseln oder Uferanrissen)
  • Ökologische Funktionsfähigkeit verbessern (z.B. Biotopmanagement auf Einzugsgebietsebene)
  • Forschung und internationalen Expertenaustausch zu Renaturierungsthemen durchführen

Aktuelle Umsetzungsaktivitäten

Wirkungen

Wirkungsindikator

Federführung

Kooperationspartner

Länge geschaffener, dynamischer, naturnaher Ufer an Donau, March und Thaya und deren Nebenarmenviadonau (Oberes Donautal, Wachau, Gebiet östlich von Wien, March, Thaya) Verbund, Land Oberösterreich, Niederösterreich, Arbeitskreis Wachau, Umweltbundesamt, SK, CZ, ICPDR, BOKU, Fischereiverbände, bmlfuw, WWF, NGOs

 

 

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Letzte Änderung:
16. 08. 2018