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Wiesenpflege auf Dämmen

Wiesenpflege auf Dämmen

Steppensalbei
Steppensalbei

Dämme weisen aufgrund ihrer Hangneigung und Exposition ein vielfältiges und kleinräumiges Standortmosaik auf, das bei richtiger Pflege eine ökologisch wertvolle Wiesenvegetation bedingt. Die von viadonau gepflegten Flächen sind oft die einzigen extensiven Wiesenflächen im Umfeld und haben daher besondere Bedeutung für die Biodiversität in der Region. Um die Arten- und Strukturvielfalt zu erhalten bzw. zu erhöhen werden im Naturraummanagement angepasste Pflegekonzepte erarbeitet. So werden manche Teilflächen öfter, andere weniger oft gepflegt. In Teilbereichen ist Mahd und Abtransport des Mähguts besonders wichtig für die Naturschutzleistungen der Wiesenpflegemaßnahmen. Auch das Vorkommen spezieller Arten wird berücksichtigt, Schmetterlinge, Heuschrecken, Bienen und Hummeln, aber auch Vorkommen wie das der Europäischen Sumpfschildkröte sind Zielarten für das Naturraummanagement.

Umgang mit Neophyten

Besonderer Fokus des Pflegemanagements liegt auf der Bekämpfung holziger Neophyten wie Eschen-Ahorn, Götterbaum und Robinie, welche die autochthone Auenvegetation verdrängen. Die zurzeit gängigste Praxis stellt das Ringeln dar, bei welcher die Rinde von ausgewachsenen Bäumen inklusive Bast als breites Band entfernt wird. Der Nährstofftransport von der Krone in die Wurzeln ist dadurch unterbrochen, der Baum wird aber noch so lange wieder austreiben, bis seine Reserven erschöpft sind. Erst einige Jahre später kann der Baum dann gefällt werden. Im Gegensatz zur herkömmlichen Fällung können durch das Ringeln Stockausschläge und andere Regenerationsstrategien des Baumes verhindert werden. Die Verwendung von Herbiziden im Umfeld von Gewässern ist verboten und auch nicht im Sinne der Werte von viadonau. Wiederaufforstung erfolgt immer mit standortgerechten Gehölzen.

Krautige Neophyten werden bereits durch regelmäßige Wiesenpflege zurückgedrängt. Wo sich dennoch eingewanderte Arten massiv verbreiten, werden gezielte Maßnahmen gesetzt. Beispiele sind die oftmalige Mahd von Flächen mit Japanischem Staudenknöterich, die Einsaat von regionalem Saatgut oder frühe Mahd und Abtransport des Mähguts bei Flächen mit besonders viel Goldrute oder Springkraut.

Begleitmaßnahmen

Baumaßnahmen wie Sanierung von Hochwasserschutzdämmen, aber auch Renaturierungsprojekte erfolgen in einem ökologisch sensiblen Umfeld. Um nachteilige Wirkungen zu verhindern, erfolgen im Rahmen der ökologischen Begleitung Kartierungen ökologisch wertvoller Flächen, um diese zu erhalten. Außerdem werden Ausgleichsflächen angelegt und Biotopflächen wiederhergestellt (Aussaat von standortgerechtem Saatgut, Aufforstung mit heimischen Arten), Amphibienschutzmaßnahmen und die Abstimmung des Bauzeitplans auf die Brutsaison von Vögeln.

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Ihr Kontakt
Barbara Becker



Tel: +43 05 04321 2606

Letzte Änderung:
13. 09. 2016