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An einem Strang ziehen – Österreich und Slowakei für eine saubere, sichere und lebendige Donau

viadonau, Umwelt

Auch die kommenden Jahre stehen für viadonau ganz im Zeichen der länderübergreifenden Verbesserung des ökologischen Zustandes und der Sicherheit an der Donau. Die österreichisch-slowakische Grenzregion an Donau und March bildet dabei einen bedeutenden Hotspot. Besonders wichtig ist daher die grenzübergreifende Kooperation. In mehreren Projekten arbeiten österreichische und slowakische Expertinnen und Experten eng zusammen, um die Flusslandschaften an der gemeinsamen Grenze zu schützen und weiterzuentwickeln. Während sich das Projekt PlasticFreeDanube der Kunststoffverschmutzung entlang der Donau zwischen Wien und Bratislava widmet, engagieren sich die Projekte ProDaM (Protect Danube and Morava) und Alpen-Karpaten-Fluss-Korridor für gemeinsames Hochwasser-Management beziehungsweise die Lebensraumkonnektivität im österreichisch-slowakischen Grenzgebiet. Die angestrebten Verbesserungen sollen bis 2021 umgesetzt sein.

Wilde March im Grenzgebiet Österreich-Slowakei

Seitenarm der March bei Angern, im Hintergrund der slowakische Ort Zahorská Ves, Foto © viadonau/Josef Semrad

Für einen plastikfreien Strom
Leicht, langlebig, vielseitig Kunststoffe haben viele Vorteile, entsprechend häufig finden sie im Alltag Verwendung. Werden diese aber zu Abfall, ist für eine umweltverträgliche Müllentsorgung vor allem ihre Beständigkeit ein Problem Plastik verrottet kaum. Flüsse werden als einer der Hauptpfade für die Verschmutzung mariner Ökosysteme angesehen. Um langfristige Lösungen gegen die Plastikverschmutzung der Donau zu erzielen, rückt PlasticFreeDanube sogenannte Makro-Kunststoffe (größer als 5 Millimeter) in den Fokus. Ziel des Projekts ist es, durch die Untersuchung des Flussabschnitts von Wien bis Bratislava das Wissen über Verschmutzungsgrad, Eintragsquellen, Transportverhalten sowie daraus resultierende Umweltgefahren zu erweitern. Mithilfe der gewonnenen Daten sollen qualitative Analysemodelle und gezielte Aktionspläne für ein geeignetes Management von Kunststoffabfällen in und entlang der Donau erstellt werden. Gemeinsam mit den Projektpartnern aus Österreich und der Slowakei fand am 23. Oktober 2017 in Wien das offizielle Kick-off des Projekts statt.

Bilateral mehr Sicherheit an der Donau schaffen
So wie der Fluss, kennen auch die Naturgewalten in seinem Umfeld keine Staatsgrenzen. Durch das INTERREG-Projekt ProDaM (Protect Danube and Morava) soll das gemeinsame Hochwassermanagement an den Grenzflüssen Donau und March optimiert werden. Das Projekt setzt auf die Schaffung einer gemeinsamen Datengrundlage, um die mit Hochwasserereignissen verbundenen Risiken besser einschätzen zu können. Auf diese Weise sollen die Auswirkungen von Hochwässern auf landwirtschaftliche Nutzflächen minimiert und Schutzanlagen effizienter geplant werden können. Bereits seit dem Jahr 2014 laufen die Vorbereitungsarbeiten für das Projekt. Die Kooperation zwischen den österreichischen und slowakischen Expertinnen und Experten findet im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie statt.

Naturräume international vernetzen
Die im Großraum Wien-Bratislava gelegenen Großschutzgebiete (Donau-Auen, Zahorie, Wienerwald, March) sind für Naturschutz und Naherholung von herausragender Bedeutung. Sie können ihre wertvolle Funktion jedoch nur erfüllen, wenn sie über Lebensraumkorridore miteinander verbunden bleiben – das Netzwerk der Fließgewässer übernimmt dabei eine zentrale Rolle. Regulierungen, Querbauwerke, strukturarme Auwälder und intensive Landwirtschaft im Umland beeinträchtigen deren Multi-Funktionalität. Daher soll der Lebensraumverbund im Alpen-Karpaten-Korridor nachhaltig gestärkt und weiterentwickelt werden. Besonders wichtig dabei: der grenzübergreifende Erfahrungsaustausch sowie gemeinsame Strategien zur Umsetzung langfristig wirksamer lebensraumverbessernder Maßnahmen. 13 Pilotmaßnahmen werden im Zuge des Projekts Alpen-Karpaten-Fluss-Korridor zur Revitalisierung der Fließgewässer in der Region verwirklicht. viadonau widmet sich dabei der Neubelebung der Fischamündung in Niederösterreich. Es ist geplant, die Ufer beidseitig vom Blockwurf zu befreien und den Mündungsbereich der Fischa dadurch wieder naturnah zu gestalten und so ökologisch aufzuwerten.

Erfahren Sie mehr über PlasticFreeDanube, ProDaM und Alpen-Karpaten-Fluss-Korridor in der viadonau-Projektdatenbank. 

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Letzte Änderung:
10. 11. 2017