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Eine Halbe Meile für die Wissenschaft – viadonau-Naufahrtboot zu Gast bei der langen Nacht der Forschung

viadonau

Naufahrt, Flusssohle, Multibeam? Wer sich nicht zum erlesenen Kreis der Stromvermessungsexpertinnen und -experten zählen darf, mag bei solchen Begriffen stutzen. Hydrographie oder Gewässervermessung ist ein komplexer Fachbereich bei viadonau – seine praktische Anwendung verlangt viel Know-how und Erfahrung. Die Lange Nacht der Forschung am 22. April bot die ideale Gelegenheit, Interessierten an Bord des neuen viadonau-Naufahrtbootes „Halbe Meile“ mit spannenden Einblicken in die moderne Vermessungstechnik die verborgenen Seiten der Donau nahe zu bringen.

Eine Gruppe Besucher bei den Ausführungen von Walter Held an Bord der Halben Meile

Vorstellungskraft gefordert - beim Erraten der auf den Echolot-Aufnahmen gezeigten Objekte kamen auch Schnitzeljäger auf ihre Kosten, Foto: © viadonau/Johannes Zinner

Sehen durch Schall. Die Halbe Meile ist ein wachsames Auge an der Donau. In ihrer Mission, den Fluss nach für die Schifffahrt gefährlichen Seichtstellen abzusuchen, wirft das wendige Boot einen genauen Blick auf die Stromsohle. Dabei durchleuchtet es die Donau nicht optisch sondern akustisch. Mithilfe einer sogenannten Singlebeam-Anlage werden hochfrequente Schallwellen entsendet, die vom Donaugrund zurückgeworfen werden. Das Ergebnis solcher Messungen wird von einem Computer an Bord schließlich sichtbar gemacht und zeigt farblich getrennt die Unebenheiten der Stromsohle. Wird eine mögliche Gefahrenstelle entdeckt, kommen die Messboote von viadonau zum Einsatz, die mit einer noch präziseren Echolot-Vorrichtung, dem sogenannten Multibeam, sogar 3D-Bilder vom Flussbett erstellen können – auch von Objekten, die man dort kaum vermuten würde.

Auto, Fels oder sogar ein Panzer? Bei der Langen Nacht der Forschung erfuhren Interessierte an Bord der Halben Meile am Wiener Donaukanal nicht nur Faszinierendes über moderne Vermessungstechnik, auch die Vorstellungskraft der mehr als 200 Besucherinnen und Besucher war gefordert. Welche Objekte verbergen sich hinter den farbenreichen Echolot-Bildern? Obwohl Aufnahmen des modernen Multibeams oft erstaunliche Details zeigen – gar nicht so leicht. Mit kleinen Tipps des viadonau-Vermessungsexperten Walter Held kam die Erkenntnis meist auf den zweiten Blick. Fazit: Lehrreiches Ratevergnügen mit vielen Aha-Momenten.

Die Lange Nacht der Forschung
Das bundesweit größte Event für Wissenschaft und Forschung wird alle zwei Jahre vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung veranstaltet und widmet sich im Rahmen eines vielfältigen Programms aktuellen Themen aus der Forschung, die uns auch im Alltag begegnen können. Dabei wird ein lebendiger Austausch zwischen Fachleuten und dem interessierten Publikum über aktuelle Forschungsergebnisse, spannende Entwicklungen und neueste Technologien angeregt. Mit Einblicken in attraktive Betätigungsfelder erreicht die Lange Nacht der Forschung auch junge Menschen und präsentiert dabei lohnende Zukunftsperspektiven für Nachwuchskräfte.