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Masterplan vor dem Stapellauf – „FAIRway“ legt Grundstein für verbesserte Fahrwasserverhältnisse an der mittleren und unteren Donau

Sicherheit, Wirtschaft

Mit „FAIRway“ startet die Umsetzung des beim Verkehrsministertreffen am 3. Dezember 2014 in Brüssel beschlossenen Masterplans zur harmonisierten Wasserstraßeninstandhaltung. Mithilfe aktueller und harmonisierter Informationen zu Seichtstellen, Wasserständen und Pegelprognosen unterstützt „FAIRway“ die Planung von Transporten auf der Wasserstraße sowie deren Instandhaltung und die Konzeption von wasserbaulichen Maßnahmen oder das Anpassen des Fahrrinnenverlaufes.

Die Schifffahrt auf der Donau ist gebührenfrei. Bereits 1948 wurde diese Absicht in der Belgrader Konvention festgehalten. Die Donaustaaten sind also verpflichtet, die Wasserstraße in einem für die Schifffahrt geeigneten Zustand zu halten. Es braucht abgestimmte und vor allem wirkungsvolle Schritte, um dieses Ziel entlang der gesamten Donau auch tatsächlich zu erreichen.

Grundlegende Informationen, gemeinsame Vorgehensweise

Aktuelle Aufnahmen des Flussbettes kombiniert mit aussagekräftigen Pegelmesswerten sind grundlegendes Handwerkszeug für Schifffahrt, Verlader und Logistiker. Um regelmäßiger vermessen zu können und dabei entlang der Donau vergleichbare Daten zu erheben, werden daher in der Slowakei, Ungarn, Kroatien, Rumänien und Bulgarien geeignete Messgeräte und Messschiffe angekauft. Auch zusätzliche automatische Pegelmessstellen werden im Zuge von „FAIRway“ errichtet.  

Die Projektpartner stellen schließlich die erhobenen Informationen zur Wasserstraße gemeinsam und öffentlich zugänglich zur Verfügung. Aus den Daten werden zusätzlich Pegelprognosen für wichtige Referenzpegel nach einer standardisierten Methodik berechnet.

Der beste Weg

Durch eine hohe Messdichte und -kontinuität gewährleistet „FAIRway“ die Anpassung der Fahrrinne an die aktuellen Gegebenheiten im Flussbett und verbessert so die Fahrwasserverhältnisse für die Binnenschifffahrt. Vor allem an der breiteren, unteren Donau gibt es noch Spielraum, mithilfe intensivierter Messaktivitäten den bestmöglichen Fahrweg zu ermitteln, zu kennzeichnen und so höhere Abladetiefen und somit reduzierte Transportkosten zu ermöglichen.

„FAIRway“ ist erst der Anfang

Verbesserte Informationen zu erheben und bereitzustellen sowie die aktuellen Gegebenheiten optimal zu nutzen, sind essentielle erste Schritte, dennoch können sie erst der Anfang sein. Daher bereitet „FAIRway“ ergänzende und weiterführende Projekte zur Umsetzung des Masterplans zur harmonisierten Wasserstraßeninstandsetzung und –haltung vor. Während zu Beginn der Fokus auf bekannten kritischen Abschnitten liegt, sollen mit Fortschreiten des Projektes zunehmend die verbesserten Messergebnisse herangezogen werden, um weitere Maßnahmen zu priorisieren oder konzeptionieren.

Mehr Informationen zu FAIRway finden Sie hier.