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Erster Thaya-Mäander wieder mit dem Fluss verbunden – INTERREG Projekt Thaya2020 setzt ersten Meilenstein mit Vorbildcharakter für die Wiederanbindung von Mäandern

viadonau, Presseinformation

Im August 2018 startete im Rahmen des Förderprogramms INTERREG V-A Österreich – Tschechische Republik das Projekt Thaya2020 mit den Bauarbeiten für die Wiederanbindung von zwei Mäandern. Der jeweils längste Mäander auf österreichischer (Mäander 18) und tschechischer Seite (Mäander 9) sollen dabei den Lauf der Thaya um 900 Meter verlängern.

Luftaufnahme - Seitenarm der Thaya auf tschechischer Seite

Luftbild der Arbeiten am Mäander auf tschechischer Seite – Mäander 9, Foto: © Povodí Moravy

Luftaufnahme - Thaya mit Seitenarm

Luftbild des österreichischen Mäanders 18, Foto: © Povodí Moravy

Bagger beseitigt Barriere, Mäander wird wieder durchströmt

Der neue Mäander wird geöffnet, Foto: © viadonau/Gerhard Kusebauch

Begonnen wurde mit den Bauarbeiten auf österreichischer Seite beim Mäander 18 im Gemeindegebiet von Bernhardsthal. Im Luftbild sind die Erdarbeiten im Einlaufbereich des Mäanders zu sehen. In diesem Bereich werden 8.500 Kubikmeter Material entfernt, damit die Thaya den Mäander wieder durchströmen kann. Auch eine Baustraße durch die Thaya wurde geschüttet, wodurch die Baufahrzeuge die Thaya einfach queren können. Sobald der Mäander geöffnet ist, soll dadurch auch die Thaya durch den Mäander geleitet werden.

Am 26. September war es schließlich so weit. Ein Langstielbagger entfernte die letzte Barriere zwischen der Thaya und dem ausgebaggerten Mäander, und das Wasser konnte erstmals seit Jahren wieder durch die Flussschlinge strömen. In den nächsten Wochen werden die Absperrbauwerke im Durchstichbereich der Thaya hergestellt, um zukünftig den Großteil des Wassers durch den Mäander zu leiten.

Bei der Anbindung wurde auch die Staatsgrenze zwischen Österreich und Tschechien, die in der Mitte der Thaya verläuft, berücksichtigt. Denn durch die ökologische Verbesserung des Lebensraums – der Anbindung des Mäanders – soll es zu keiner Veränderung der Staatsgrenze kommen. Dies wurde im Vorfeld intensiv mit den zuständigen Staatsgrenzkommissionen abgestimmt.

Die bauliche Umsetzung soll bis Februar 2019 abgeschlossen sein. Analog dazu wird im Gemeindegebiet von Rabensburg auf tschechischer Seite ein Mäander angebunden. Auch diese Maßnahme soll bis Februar 2019 umgesetzt werden und somit die Thaya ein Stück weit natürlicher machen. Verantwortlich für die Umsetzung des Projekts sind viadonau und die tschechische Wasserbauverwaltung Povodí Moravy s.p.

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Ihr Kontakt
Franz Steiner



Tel: +43 5 04321-2611