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Gegenwart und Zukunft der frei fließenden Donau – Großes Interesse am Maßnahmenkatalog für die Donau östlich von Wien

viadonau, FGP

Auf der Universität für Bodenkultur Wien fand am 23. April 2018 im Rahmen des Beteiligungsmodells ein Informationstag zum Maßnahmenkatalog für die Donau östlich von Wien statt. Rund 90 interessierte Besucherinnen und Besucher wurden über die aktuellen Entwicklungen informiert und konnten ihre Fragen und Stellungnahmen an die Vortragenden richten.

Vortragende in gefülltem Hörsaal an der BOKU Wien

Foto: © viadonau/Semrad

Buhnen an der Donau östlich von Wien

Foto: © viadonau/Zinner

Maßnahmenkatalog ist angelaufen
Die Expertinnen und Experten von viadonau stellten den aktuellen Stand der Planungen und die bereits angelaufenen Arbeiten im Nationalparkabschnitt vor, um die Wasserspiegellagen zu stabilisieren, den Lebensraum Donau-Auen zu fördern und die Schifffahrtsbedingungen zu verbessern. DI Peter Flicker von der Obersten Wasserrechtsbehörde im BMNT stellte erstmals öffentlich die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe zur Sohlentwicklung in der freien Fließstrecke stromab des Kraftwerks Freudenau dar, an der neben Behördenvertreterinnen und –vertretern der Verbund, der Nationalpark Donau-Auen und viadonau beteiligt waren. Nationalparkdirektor Carl Manzano fasste die aktuellen Entwicklungen aus seiner Sicht zusammen.

Im Zeichen der Wissenschaft
Der zweite Teil der Veranstaltung stand ganz im Zeichen der wissenschaftlichen Begleitung des Maßnahmenkatalogs. Das gerade abgeschlossene Christian Doppler Labor „IM Fluss“ begleitete die Pilotprojektphase des Flussbaulichen Gesamtprojekts. Vor kurzem ist es erneut gelungen, ein Christian Doppler Labor einzurichten. Es befasst sich mit Sedimentforschung und -management auf der österreichischen Donau. Die Arbeit der Forschungseinrichtungen wurde von den Laborleitern Prof. Helmut Habersack und Dr. Christoph Hauer vorgestellt. Dr. Marcel Liedermann und Prof. Thomas Hein gaben Einblicke in die laufende Erfassung der Wirkungen des Pilotprojekts Bad Deutsch-Altenburg auf den Fluss selbst und den Flusslebensraum.

Einbindung unterschiedlicher Interessen
Der Informationstag 2018 bot neben der Information auch die Möglichkeit, Fragen an die Vortragenden zu richten oder Statements abzugeben. Informations- und Diskussionsveranstaltungen dieser Art sind teil des Beteiligungsmodells zum Maßnahmenkatalog zur Einbindung von Stakeholdern aus Wirtschaft und Ökologie sowie der Zivilgesellschaft. Der Beirat hat sich 2017 konstituiert und begleitet die Umsetzung der flussbaulichen Maßnahmen. Die Gruppe der Akteurinnen und Akteure werden immer wieder zu Veranstaltungen wie den Informationstag 2018 eingeladen und bekommen aktuelle Informationen über den Stand der Arbeiten zugeschickt.

Weitere Informationen über den Maßnahmenkatalog für die Donau östlich von Wien erhalten Sie unter www.lebendige-wasserstrasse.at. Auch Sie können Akteurin oder Akteur werden. Melden Sie sich einfach unter „Beteiligung“ an!